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  • #61
Den Vergleich hatte sie als jugendliche Zeugin bei Klassenkameraden und Freunden (falls vorhanden).
Möglich, allerdings nicht als selbstverständlich anzunehmen. Wenn ein Kind einer strengen religiösen Gemeinschaft mit anderen Kindern dieser Gemeinschaft zusammen in der Schule ist, dann verbringen diese die Pausen zusammen, sitzen im Unterricht nebeneinander und kapseln sich von den anderen Mitschülern ab. Klar werden sie erfahren, dass es z.B. eine Klassenfahrt stattfindet, aber mitkommen dürfen sie nicht, sondern besuchen während dieser Zeit den Unterricht anderer Klassen. Somit fehlt ihnen die unmittelbare Erfahrung und so bleibt der Vergleich mit der anderen Lebensweise alles in allem sehr theoretisch. Nach der Schule gehen diese Schüler gleich heim und verschwinden wieder unter der "Käseglocke" ihrer Gemeinschaft.
Derzeit habe ich Kinder einer rumänischen religiösen Gemeinschaft in einer Klasse, die ähnlich rigide aufgezogen werden wie die Kinder der ZJ: Die haben stets eine Bibel auf ihrem Schultisch liegen und wirken in Diskussionsphasen im Unterricht teils wie gehirngewaschen. Da sie zusammen in der Klasse sind, passen sie auch gegenseitig auf, was wer sagt und tut, sozusagen als gegenseitiges Kontrollsystem. Aus Sicht ihrer Klassenkameraden wirken sie wie Aliens. In der Folge grenzen die Klassenkameraden sie aus oder kommen ihnen mit Spott. Das führt wiederum dazu, dass die Kinder aus der Religionsgemeinschaft sich vermehrt abgrenzen und sich ihren eigenen Leuten mehr zuwenden oder dass sie sich von ihren eigenen Leuten eher abwenden, weil sie nicht so sein wollen- aber wo sollen sie hin? Meiner Meinung nach entsteht auch so kein belastbarer Vergleich, wenn man die Klassenkameraden als abweisend erlebt.
Somit halte ich es für die FS für dringend nötig, sich nochmals ganz klar zu besinnen und auch an die eigene Kindheit und Jugend zu erinnern oder hier mit uns in einen tiefergehende Austausch zu kommen, um eine Position zu finden. In ihrer Situation ist es nicht nur ein Eltern-Kind-Konflikt, sondern immer auch eine Frage, zu welchen Werten sie sich bekennt und welche Werte sie für ihr Kind begrüßt. Sie kann die Eltern nicht wieder ins Leben lassen und gleichzeitig verhindern wollen, dass das Kind "eingejehovat" wird. Denn die Eltern werden es versuchen. Das scheint absehbar zu sein, da von den Eltern bisher keine Entschuldigung kam. Und darüber sollte sie sich intensiv mit ihrem Mann austauschen. Ich habe vorher auch deshalb so intensiv darauf hingewiesen, dass man auch über den Tellerrand schauen muss, weil die FS auch ihren Eltern gegenüber eine Argumentationsgrundlage braucht. Ich nehme die FS als gerade nicht stark genug wahr, um bei den Eltern hinzustehen. Ihre Ehe ist in Gefahr.
 
  • #62
Dazu sind die Zeugen in ihrer Weltsicht und ihren Regeln zu speziell. Ohne eine Innenansicht zu kennen, ist der FS schwierig weiter zu helfen. Selbst Beratungsstellen kommen da oft an ihre Grenzen.
Das ist richtig, aber es gibt ganz spezielle Beratungsangebote, die auf ZJ Aussteiger zugeschnitten sind. Einfach mal googeln, zum Beispiel ZJ Aussteiger Help Beratung - dort findest du Adressen. Vielleicht braucht es je nach Wohnort etwas Zeit, bis man sich in kompetente Hände begeben kann, aber den Versuch ist es sicher Wert - allein um Zeit zu gewinnen. Die FS hätte hier nicht ohne Leidensdruck gepostet.

Das Problem der FS ist kein Ausnahmeproblem. ZJ können Familien zerstören und diese hier hat gerade mal begonnen. FS, lass es nicht zu.

Alles Gute dir.
 
  • #63
Die Eltern werden sich niemals entschuldigen, solange sie noch in der Sekte verhaftet sind. Selbst dann nicht, wenn es ihnen wirlich leid tut. Diese Vorstellung ist in der Sekte völlig absurd. Es gibt bestimmte Regeln was Glauben und Eltern-Kind-Beziehung betrifft. Wenn ein Sektenmitglied den Vorstellungen der Zeugen sehr entfernt, wird ein Rechtskomitee einberufen, vor dem sich das Mitglied zu verantworten hat. Die Regeln nach denen das dann erfolgt, sind streng geheim. Nur bestimmten Zeugen ist es gestattet, in dem Buch zu lesen, in dem Anweisungen zum Komitee gegeben werden. Vor Jahren hat einmal ein Ex-Mitglied dieses Buch an die Öffentlichkeit gebracht, was aber sofort die Sekte gerichtlich stoppen ließ. Vielleicht mussten die Eltern sich schon verantworten oder sie haben Angst davor.
Eine Person, die nie Innenansicht hatte, kennt dieses ganze interne Regelwerk natürlich nicht und erwartet womöglich ein Verhalten wie es außerhalb der Sekte sozialadäquat wäre. Das funktioniert aber nicht.
Vielleicht wäre eine Entschuldigung Jahre nach dem Ausstieg der Eltern denkbar, vorausgesetzt, diese haben sich genügend mit ihrer Sektenvergangenheit und ihrer Verantwortung auseinander gesetzt. Wir wissen jetzt auch nicht, ob die Eltern selbst in die Sekte hineingeboren wurden oder ob sie sich missionieren ließen. Das macht einen riesigen Unterschied. Womöglich haben sie ihre Tochter in die Sekte gebracht. Viele Kinder, deren Eltern zu den Zeugen kommen, sind vorher bereits katholisch oder evangelisch getauft Es gibt Kinder, die auch noch Erinnerungen haben, wie es in der anderen Religion vor dem Sektenbeitritt war. Natürlich ist es ihnen dann verboten, jemals wieder eine Kirche zu betreten oder gar am Religionsunterricht in der Schule teilzunehmen. Ethikunterricht wird mittlerweile von Seiten der Sekte zähneknirschend akzeptiert. Verbote wirken auch oft nach dem Ausstieg nach.
Ein Vergleich mit anderen Religionen ist für die FS nicht oberste Priorität. Das kann sie machen, falls sie sich weiterhin für das Thema Religion interessiert. Viel wichtiger ist für sie, sich mit den inneren Mechanismen und den (Denk-)Verboten und den Manipulationen auseinander zu setzen. Ob sie dann noch etwas mit Religion am Hut hat, sei dahin gestellt. Es lebt sich ja auch gut ohne.
Helfen werden ihr nur Leute können, die diese inneren Vorgänge in der Sekte kennen. Alles andere ist nur gut gemeinte Makulatur.
Ich habe genug gesagt und mag mich jetzt nicht mehr weiter zum Thema äußern.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #64
Ich finde, die Diskussion triftet in eine total falsche Richtung ab. Es spielt doch erstmal überhaupt keine Rolle, ob den Eltern irgendetwas leid tut oder nicht, ob sie sich von ihrem Glauben lösen wollen oder nicht und ob man der FS im Umgang mit ihren Eltern helfen kann oder nicht. Wir haben hier im Forum nicht zu bewerten, ob das gut ofer schlecht ist, dem Glauben der ZJ anzuhängen und ob das Therapiebedürftig ist. Und es interessiert auch in diesem Zusammenhang niemanden, was Forumsteilnehmer Lieschen Müller von den ZJ hält 🙈
Das ist doch die völlig falsche Ebene, um diese geht es doch in der Ausgangsfrage überhaupt nicht. Und nein, das hängt auch nicht miteinander zusammen.

Im Mittelpunkt steht hier eigentlich die Fähigkeit des Menschen zur Abgrenzung und zum „Bei sich“ bleiben. Es geht um Leben und leben lassen🤷‍♀️

Der Ehemann der FS muss sich abgrenzen. ER hat schlechte Erfahrungen mit den Schwiegereltern gemacht, und möchte auch nicht, dass sein Kind mit diesen Kontakt hat. Also gehen Ehemann und Kind dort eben einfach nicht mit hin! 🤷‍♀️ Die FS muss das Veto des Mannes eben so akzeptieren. Kann doch nicht so schwer sein? Das ist doch das Gleiche, wie wenn ich meine Schwiegermutter blöd finde, da geh ich eben nicht mehr mit zum Geburtstag oder anderen Anlässen, na und?
Die FS kann doch alleine zu ihren Eltern gehen. Man hat ihr dabei auch nicht vorzuschreiben, nur zwei/ dreimal im Jahr dahin zu gehen. Sie darf ihre Eltern sehen, so oft es ihr beliebt! Es sind ihre Eltern! Niemand hat das Recht, von ihr zu verlangen, sich loszusagen. Wie sie dann damit zurechtkommt, dass ihre Eltern nach dem Enkelkind fragen, wie sie ihnen dann den Grund erklärt, wieso es nicht dabei ist, kann doch allen völlig schnuppe sein. Das ist einzig und allein die Sache der FS. Da hat sich niemand mit reinzuhängen. Solange klar ist, dass die FS sich weit vom Glauben entfernt hat, können doch die Eltern ans heilige Spaghettimonster glauben, und an jeder Haustür klingeln kommen. Ist doch völlig egal.
Der Mann und das Kind können nicht gezwungen werden, dahinzufahren, also fährt die FS alleine und Ruhe ist für alle Zeiten.
Wo war nochmal das genaue Problem?
 
  • #65
Kürzlich hat mir jemand ausführlich erzählt wie die Kindheit war mit Eltern die zu den Zeugen Jehovas gehören.
Katastrophal!!!

Deine Eltern würden die Enkel religiös beeinflussen wollen, schließlich sind die Kinder unrein. Kinder Satans. Es wäre deren Pflicht. Bitte liebe Fragestellerin wache auf und mache Dir nichts vor!!!!!!

Ich verstehe Deinen Mann absolut und würde auch so reagieren. Besser keinen Kontakt als die Kinder in einen Zwiespalt stürzen lassen, vor allem wenn sie älter sind. Oder erst bringen wenn sie älter sind und berichten können was geschieht.
 
  • #66
Im Mittelpunkt steht hier eigentlich die Fähigkeit des Menschen zur Abgrenzung und zum „Bei sich“ bleiben. Es geht um Leben und leben lassen
Das ist genau das, was ich sage, nur eben in anderen Worten:
Am Ende steht dann ein "Fürwahrnehmen" u. eine persönl. Positionierung innerh. od. außerh., idealerw. mit Toleranz für die anderen Richtungen.
Mit "außerhalb" meine ich, dass man sich selbstverständlich auch gegen eine Religion entscheiden kann; die "Toleranz" ist das "leben und leben lassen" von Normajean. Auch Anemona liest mich, als würde ich der FS sagen wollen, sie solle sich eine andere Religion suchen. DAS tue ich nicht. Mir geht es darum, dass sie kundig wird, wie es anderswo zugeht und was zum Thema Religion noch alles dazugehört - Verweis auf den Post mit den Schlagworten. Sie braucht eine Argumentationsbasis, damit irgendwann Wissen gegen Angst steht. Dann kann sie den Eltern gegenüber auch ganz anders auftreten. Denn es zeigt sich ja, dass sie noch nicht stark genug ist, um souverän und angstfrei zu handeln: Sie hat Angst davor, ihre Eltern zu verlieren und ihrem Kind keine heile Familienwelt bieten zu können.
Ich gehe davon aus, dass es für die FS eben nicht so einfach ist, einfach den Teil von sich abzuschneiden und mit den Eltern kurzen Prozess zu machen, wie Normajean sagt, sonst hätte sie gar keinen Druck gehabt, einen Thread zu erstellen.

Das o.g. Buch des Aussteigers ist, wenn ich das noch richtig weiß, in Australien erschienen. Die FS könnte in diese Richtung auch einmal recherchieren, denn es ist gar nicht so sicher, dass sie von dem Buch überhaupt Kenntnis hat. Ich meine mich zu erinnern, dass die deutsche Zeitung mit den vielen Fotos und den vier Großbuchstaben Exzerpte dieses Buches gedruckt hat. Da kann sie im Archiv anfragen.

Ich schätze mal, dass die FS gerade den Zug zu den Eltern verspürt, weil sie ein Baby hat und ein Nest sucht. Soweit ich weiß, gehen bei den ZJ die Frauen eher nicht arbeiten und leben das klassische Hausfrauenmodell. Die Zeuginnen, die mich damals besucht haben, haben wörtlich gesagt: "Wir haben das Glück, dass unsere Männer für uns arbeiten gehen und das Geld für unsere Familie verdienen." Die ZJ in meiner Gegend sind durchaus in finanzstarken Berufen zu finden. Die FS soll in sich hören, ob es in ihrer Ehe seit dem Baby Veränderungen gab, die sie innerlich ablehnt, z.B. dass ihr Mann ganz klar davon ausgeht, dass sie bald wieder arbeiten geht. So etwas könnte unter dem Radar eine Rolle spielen, dass sie sich vermehrt nach Familie sehnt.
 
  • #67
Ich finde, die Diskussion triftet in eine total falsche Richtung ab. Es spielt doch erstmal überhaupt keine Rolle, ob den Eltern irgendetwas leid tut oder nicht, ob sie sich von ihrem Glauben lösen wollen oder nicht und ob man der FS im Umgang mit ihren Eltern helfen kann oder nicht. Wir haben hier im Forum nicht zu bewerten, ob das gut ofer schlecht ist, dem Glauben der ZJ anzuhängen und ob das Therapiebedürftig ist. Und es interessiert auch in diesem Zusammenhang niemanden, was Forumsteilnehmer Lieschen Müller von den ZJ hält
Finde ich nicht. Ich habe noch ein paar interessante Einblicke gelesen. Die ZJ sind noch radikaler als ich dachte. Ich würde Kinder fernhalten..
Die FS muss für sich entscheiden und sollte die Sicht ihres Mannes zum Kind respektieren.
 
  • #68
Ein Vergleich mit anderen Religionen ist für die FS nicht oberste Priorität. Das kann sie machen, falls sie sich weiterhin für das Thema Religion interessiert. Viel wichtiger ist für sie, sich mit den inneren Mechanismen und den (Denk-)Verboten und den Manipulationen auseinander zu setzen.
Jain. Alles, was hilft, Denkverbote zu überwinden und Manipulationen zu durchschauen, ist hilfreich. Ergänzungen zur eigenen Perspektive, um den Horizont zu erweitern. Den Dingen, die man vorgebetet bekommen hat, einen Namen geben und sie in Relation zu anderen Sachen setzen, beispielsweise zu wissen, dass die ZJ ein extrem alttestamentarisches Gottesbild vertreten, wohingegen es auch neutestamentarisches Gottesbild gibt, worin Gott verzeiht, nicht straft und die Menschen nicht vernichtet. Oder die Dinge, die man vorgebetet bekommen hat, in Verbindung mit der Wissenschaft zu setzen, denn Glaube und Wissenschaft schließen sich überhaupt nicht aus: Die Erschaffung der Welt entspricht den Schritten, die die Wissenschaft in der Evolutionstheorie bestimmt hat, nur muss man das mit den sieben Tagen eben sinnbildlich lesen. Ein Tag entspricht eben Millionen von Jahren, aber die Reihenfolge stimmt.

Das größte Denkverbot bei den ZJ ist ja, anderen Glaubensinterpretationen und Interpretationen der Bibel überhaupt ein Existenzrecht anzuerkennen. Wenn man hier ansetzt (und stark genug dafür ist), dann begegnet man den ZJ auf deren vermeintlichem "Hoheitsgebiet". Denn darauf sind sie ja durch die unzähligen Bibelstunden gedrillt und auf dieser Basis begegnen sie ja den Menschen, die sie als Neumitglieder gewinnen wollen.

Die FS benötigt also eine breitere Perspektive, damit sie die von Anemona genannten Mechanismen erkennt und parieren kann. Ohne eine breitere Perspektive wird sie auch nicht verstehen, warum ihr Mann ihren Eltern nicht vertraut. Dass sie das nicht versteht, zeigt ja, dass sie sich gedanklich noch gar nicht mit der Außenwelt befasst hat.
 
  • #69
Kurz gesagt, ihr Ehemann verlangt von ihr den Kontaktabbruch zu ihren Eltern. Ich hatte den EP auch so verstanden, dass es Streit bis kurz vor Trennung gibt, wenn sie nur allein zu ihren Eltetn möchte bzw. das Kind ist 10-12 Monate, ein Säugling und sie in Elternzeit, also wenn sie mal außer Haus möchte und die ihre Eltern besuchen, muss das Kind mit, wenn ihr Mann nicht gerade darauf aufpassen kann. Das untersagt aber ihr der Mann bzw. eskaliert es jedes Mal dermaßen zum Streit. Nach ihm hätte sie keine Eltern. Das ist das Problem, sie will sich von ihren Eltern nicht ganz lossagen und soll dies aber Seiten ihres Mannes am Besten tun. Die Frage ist auch, wie weit wohnt das Ehepaar und ihre Eltern auseinander, und wie gut versteht sich die FSin mit ihren Schwiegereltern?
 
  • #70
Ich finde, die Diskussion triftet in eine total falsche Richtung ab. Es spielt doch erstmal überhaupt keine Rolle, ob den Eltern irgendetwas leid tut oder nicht, ob sie sich von ihrem Glauben lösen wollen oder nicht und ob man der FS im Umgang mit ihren Eltern helfen kann oder nicht.
Du vergisst aber, dass Elterneinfluss stark ist, unabhängig davon, ob man sie liebt oder nicht und ob man sie sieht oder nicht. Fast jeder hat von uns hat oder hatte mahnende Stimme der Eltern im Kopf oder Überzeugungen, wo man denkt, daß sind die eigene. Ausserdem ist bei allen religiösen Menschen gleich, dass Religion stärken Einfluss auf das weltliche Leben hat oder gar davon bestimmt wird. Es ist genauso, wie wenn man in irgendeinem Verein ist, z. B. Fussballer unter uns werden verstehen, was ich meine. Schau den Film "Bis nichts mehr bleibt". Geht zwar um Scientology, aber der Prinzip ist immer gleich. Zuerst wird ein Keil zwischen Angehörigen getan und danach isoliert. Die FS hat jetzt schon Streit mit ihrem Ehemann wegen den Eltern und mit denen versteht sie sich nicht mal gut. Sollte sie nur ein klein wenig nachgeben, werden die Eltern sie mit offenen Armen empfangen und der Mann sieht sein Kind nie mehr, wenn es zu Trennung kommt. Die Stellung der Religion ist in Deutschland sehr gross, man kann darauf alles mögliche schieben und wenn das Kind nicht in akuter Gefahr schwebt, hätte der Vater keine Chance per Gericht seine Rechte durchzusetzen. Auch falls es ihm gelingen würde, es reicht, wenn die Mutter woanders ziehst und so den Umgang erschwert. Und wenn das Kind von klein auf mit religiösen Dogmen aufwächst, dann hat der Vater erst Chancen, wenn das Kind volljährig ist. Bis da ist man schon entfremdet und wenn FS neuen Mann nimmt, sind die Chancen gleich Null.
 
  • #71
Kann doch nicht so schwer sein? Das ist doch das Gleiche, wie wenn ich meine Schwiegermutter blöd finde, da geh ich eben nicht mehr mit zum Geburtstag oder anderen Anlässen, na und?
Hast du die Beiträge mal gelesen? Doch das ist schwer und es ist eben nicht das gleiche. Rede doch ihr Problem hier nicht klein!


Wir haben hier im Forum nicht zu bewerten, ob das gut ofer schlecht ist, dem Glauben der ZJ anzuhängen und ob das Therapiebedürftig ist
Hab ich hier nirgendwo gelesen. Ich lese hier von unterschiedlichen Reaktionen auf die Schwierigkeit, die ein Paar bekommen hat, weil einer den ZJ Hintergrund hat und der andere nicht.

Niemand hier hat was gegen den Glauben an sich, wohl aber gegen die Ausgrenzungs- und Manipulationstaktiken die von den ZJ angewendet werden, um Abtrünnige auf Kurs zu bringen. Niemand hat ne Therapie vorgeschlagen, sondern Beratungsstellen für Aussteiger, die FS beschreibt sich als eine solche.

Verstehe gar nicht, warum du so abgehst "wir haben hier nicht zu bewerten". Es ist in diesem Forum immer so, dass sehr unterschiedliche Ansichten und ja, auch Bewertungen von etwas, zusammen treffen. Niemand muss sich nach ihnen oder auch den gegebenen Ratschlägen richten, und dir müssen auch nicht alle gefallen.... Geht auch gar nicht, denn sie widersprechen einander ja. Es ist hier immer ein Medley von Laiensichten - allein deshalb verweise ich persönlich gern auf Profis, die sich ganz spezifischen Problemlagen widmen und sich besser auskennen als ein vielstimmiges Forum wie dieses, in dem jeder auch eingeladen ist, zu erzählen, wie er es mit der Religion so hält.
 
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