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  • #1

Mein Mann kann meine körperliche Nähe nicht ertragen - trennen?

Mein Mann und ich sind seit 3 Jahre verh., 6 Jahre ganz zus., ein Kind von 2 J., ein Kind aus meiner ersten Ehe von 14 J.. Mein Mann hat seit Monaten Stress auf Arbeit, sitzt Rest der Zeit nur vor dem Fernseher, ist mies gelaunt und alle meine Versuche nach Zärtlichkeit blockt er ab. Er sagt, dass er kaum noch Liebe empfindet und er körperlich meine Nähe nicht ertragen kann. Auf Sex will er verzichten, sagte er.

Ich habe nur Augen und Ohren für unsere Kleine und meinen Sohn aus erster Ehe, warf er mir vor. Tatsächlich hatte ich in den letzten Monaten viel Stress und Kummer wegen meinem Sohn und hab gar meinem Mann vorgeworfen, er würde sich zuwenig um die Familie kümmern. Nun leide ich auch noch unter der Abweisung meines Mannes. Er sagte, dass viel Zeit vergehen muss und ist sich nicht sicher, ob er mich überhaupt noch liebt. Ich sagte ihm, dass, wenn er meine Nähe abblockt und meidet, es sowieso nix mehr wird. Ihm ist das egal. Ich soll es hinnehmen und ihm nicht zu nahe kommen.

Was soll ich tun?!

Er verabschiedet sich nicht mal mehr von mir, wenn er zur Arbeit fährt und auf Dienstreisen ruft er nicht an. Das geht nun schon Wochen so. Er sagt, dass ich Schuld bin und mich ändern muss.
 
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  • #2
Naja, er packt den Job nicht mehr und braucht deshalb im privaten Bereich wirklich jede Sekunde um sich zu erholen.

Dann ist es so, daß er nicht mehr er selber ist - weil er so viel Streß hat. Er ist einfach nicht ausgeglichen, die Situation im job zwingt ihn aber, total egoistisch an ihn selbst zu denken.

Burn out ? Je nach Situation wird es auch nicht besser werden, wenn Ihr Euch trennt.
 
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  • #3
Er verabschiedet sich nicht mal mehr von mir, wenn er zur Arbeit fährt und auf Dienstreisen ruft er nicht an. Das geht nun schon Wochen so. Er sagt, dass ich Schuld bin und mich ändern muss.
Liebe FS, es ist nie einer Schuld! Ich empfehle dringend eine Paartherapie, auch im Interesse der Kinder. Sollen die euer Eheleid weiter mit ansehen? Die armen Kinder.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum die Leute nicht von alleine darauf, dass man sich prof. Hilfe holen kann. Immerhin habe sie den Weg hier ins Forum ja auch gefunden.

w
 
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  • #4
Wäre er bereit, ein paar Paartherapiestunden gemeinsam zu belegen? Damit Du besser verstehst, ob die Veränderungen, die er wünscht, überhaupt für Dich im Bereich des Machbaren und für Dich Wünschenswertem liegen?

Ich kenne das Gefühl, sich um den Großen zu sorgen, zur Genüge. Natürlich leidet in solchen Momenten alles andere. Da kann man sich aber selten emotional so abschotten, dass man selbst nicht ebenfalls massiv leidet, es ist ja schließlich das eigene Kind. Dein Vorwurf an Deinen Mann gerichtet war ihm offensichtlich das Tüpfelchen zu viel; vermutlich empfindet er es auch als sachlich ungerechtfertigt, es ist ja schließlich nicht sein leibliches Kind. Dumme Melange...

Aber mit einem leiblichen Vater hätte es nicht besser laufen müssen, meine Ehe zerbrach zeitlich gesehen (trotz auch vorheriger umfassender Schwierigkeiten miteinander) endgültig dann, als auch mein Großer maximal anstrengend war, mir umfassenden Kummer bereitete. Wenn er uns (meinen neuen Partner, mich und die kleineren Geschwister) heute mal besucht, ist das fast jedes Mal noch eine Belastungsprobe. Kinder sind so unterschiedlich, mit unseren Kleineren ist es sehr harmonisch. Erstgeborene Söhne nehmen ihre Mütter gern nicht ernst, wenn diese nicht vom (leiblichen) Vater unterstützt werden.

Versöhnung kommt vor weiterer körperlicher Annäherung. Ob Dein Mann dazu bereit ist, wird sich zeigen. Ich würde mal damit anfangen, diesen damals an ihn gerichteten Vorwurf zurückzunehmen, ihm zu sagen, dass Du wüsstest, wie anstrengend auch sein Leben manchmal ist und ihn fragen, ob er zumindest rational bereit wäre, Euch eine Chance zu geben. Du wärst dazu bereit, auch dazu, auf seine Änderungswünsche zu reagieren.

Wenn er darauf nicht eingeht, hat ER sich bereits zur Trennung entschieden, dann ist Deine Frage hier hinfällig.
 
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  • #5
Das ist ja wirklich traurig, dass es Dir gerade so geht. Ich (w, 44) hab selber keine Kinder, bin aber der Meinung, dass die wirklich erstmal Vorrang haben, wenn mit ihnen Probleme da sind.

Dein Mann scheint sehr unzufrieden zu sein mit seinem Leben und mit sich. Es gibt Phasen im Leben, da kommt alles auf den Prüfstand (so Ende Zwanzig, Ende Dreißig, Anfang Vierzig - der Vorbote zur Midlifecrises). Es kann ja wirklich sein, dass es ihm gerade nicht gut geht und er viel nachdenkt, was er im Leben wollte und wo er nun gerade ist. ABER: Dass er allein Dir die Schuld gibt, ist völlig unreif.

Ich würde mich zurückziehen. Anscheinend hat der Mann noch nicht viel reflektiert in seinem Leben. Er hat Dir ja deutlich gesagt, was er empfindet. Also dräng Dich nicht mit weiteren Liebesbedürfnissen auf. Reden würde ich gerade auch nicht wollen wegen

Er sagt, dass ich Schuld bin und mich ändern muss.
Das ist nicht so, dass Du Dich so zu ändern hast, dass er wieder zufrieden ist. Und selbst wenn es NUR an Dir läge - so kann man das seinem Partner nicht an den Kopf knallen. Vielleicht muss was geändert werden, aber nicht nur bei Dir. Man geht doch nicht in eine Partnerschaft und erwartet, dass alles so läuft ohne eigenes Zutun.

Das hier

Er verabschiedet sich nicht mal mehr von mir, wenn er zur Arbeit fährt und auf Dienstreisen ruft er nicht an. Das geht nun schon Wochen so.
ist für mich Arschloch-Verhalten. Ich meine, selbst wenn man seinem Partner gerade unterkühlt entgegen tritt, was vielleicht auch mal vorkommen kann, wenn man durch Stress eine Libido runtergefahren hat, dann straft man ihn nicht so.

Zieh Dich zurück. Er muss dadurch drauf gebracht werden, dass er Dich und die Kinder eventuell sehr vermissen wird, wenn ER sich nicht auch ändert. Wenn Du Dich jetzt weiter "aufdrängst" mit Zärtlichkeiten, stößt er Dich nur wieder weg und kommt nie drauf, dass auch Du Ansprüche hast, über die er mal nachdenken sollte.

Wenn er denkt, dass Liebe ist, dass er so bleibt, wie er ist und dann den passenden Deckel findet, hat er sich arg getäuscht. So wenig, wie er sein Gefühlsleben kennt und mitgekriegt hat, wie man Probleme in einer Beziehung anzugehen hat, muss er noch ne Menge lernen für ne glückliche Beziehung auf Dauer.
 
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  • #6
Liebe FS,

jetzt kann man nur Vermutungen anstellen. Er hat Stress - vielleicht eine beginnende Depression?

Er kann Deine körperliche Nähe nicht mehr ertragen - vielleicht hat er eine andere Frau?

Er möchte, dass Du Dich änderst. Das ist das Einzige, wo Du einhaken könntest. Was für eine Änderung möchte er denn genau? Dass Du Dich ihm statt der Kinder mehr zuwendest? Körperlich wehrt er Dich ja gerade ab. Vielleicht mehr mit ihm gesprächsmäßig seine Probleme beleuchtest? Fühlt er sich von Dir mit seinen beruflichen Probleme alleingelassen?

Eigentlich hilft nur ein Gespräch mit körperlicher Distanz, zu zweit ohne Kinder im Hintergrund und zu einem Termin, den ich mit ihm ausmachen würde.

Ich habe meinem Mann mal einen Zettel hingelegt: "wann können wir in Ruhe zu zweit ohne Streit mal miteinander reden?" Daraufhin kam die Antwort: "morgen um 20 Uhr auf dem Balkon."

Bei diesem Gespräch kam vieles raus. Ich musste mich extrem zurückhalten und habe nur zugehört. Das war gut so, damit konnte er einfach nur erzählen. Habe nur ab und zu sanft nachgefragt und ihm versucht, das Gefühl zu vermitteln, dass ich ihn verstehe und dass ich nicht so abgehängt und einsam neben ihm herleben möchte. Usw.

Versuche es. Irgendwie musst Du ja wissen, worum es geht und woran Du bist.

LG
 
  • #7
Naja, wirklich nur ein paar Monate?

Ich meine, eine langjährige Beziehung tritt man doch nicht gleich in die Tonne, wenn der Partner ein paar Monate lang dicke Probleme hat und sich deshalb komisch verhält, abgelenkt ist, sich nicht so zugewandt und liebevoll verhält. Kümmert er sich denn um euer Kleines?

Was ist wirklich passiert zwischen euch? Sei ganz ehrlich Dir selbst gegenüber und dann suche noch einmal das Gespräch.

Mach Deinem Mann klar, dass Du Deine Fehler siehst, dass er aber auch ein bisschen Geduld haben sollte. Ihr habt immerhin ein gemeinsames Kind, das sollte ihm doch auch wichtig sein.
 
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  • #8
Ja natürlich verabschiedet er sich nicht mehr von dir, weil er dir doch gesagt hat, dass die Liebe vorbei ist. Er will ncht mal mehr angefasst werden von dir.

Der ist emotional schon längst weg von dir. Und zwar so radikal, dass er es unter Wut ausdrückt und hofft, dass du endlich verschwindest irgendwie.

Männer können sich leider schwer trennen. Sie hoffen insgeheim, dass die Frau das für sie übernimmt.
 
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  • #9
Liebe FS,
es gehören immer zwei dazu. Mag sein, dass er sich in der letzten Zeit von dir angegriffen oder zurück gesetzt gefühlt haben mag. Ein Grund, jetzt so zu reagieren und dich mit Missachtung zu strafen, ist das in meinen Augen jedoch nicht. Und jemand anderem die "Schuld" für eigenes Verhalten zuzuschieben, finde ich durch und durch unreflektiert und unreif. Du kannst ihn nicht dazu bringen, dich wieder zu lieben oder respektvoll zu behandeln. Du kannst dir allerdings deine Würde bewahren und dich nicht länger so behandeln lassen! Und wenn es dafür nötig ist zu gehen, dann geh.
 
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  • #10
Liebe FS,

einseitige Schuldzuweisungen lösen gar kein Problem. Er sieht dich in der Bringschuld, ob das nun sachlich gerechtfertigt ist oder nicht kann hier keiner entscheiden. Normalerweise sind immer beide beteiligt, wenn etwas schief geht.

Er zieht sich in die Komfor-Zone zurück, in der er der Beleidigte ist und du schauen kannst, wie du das wieder hinkriegst.... das wird so garantiert nichts.

Schlage ihm eine Paartherapie vor, wenn er nicht an der Entwicklung der Beziehung beteiligt sein will, sonder nur Richter ist, ob du es schaffst, ist die Sache gescheitert. Dann konzentrier dich auf Dich und die Kinder.

Dir alles Liebe.

w
 
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  • #11
Sagt er auch, was du ändern solltest? Die Zuwendung, die er vorher vermisst hat, will er ja nicht annehmen.

Klingt leider eher danach, dass er seine Aggressionen - woher auch immer die kommen - einfach an dir abreagieren will, ohne dir eine Chance zu geben. So ein Verhalten ist völlig destruktiv und hat den Zweck, die Eigenverantwortung zu umgehen - was auch immer du tust, er wird dir die Schuld geben. Er will nicht derjenige sein, der sich trennt, und will dich dazu bringen, dich zu trennen.

Ich würde auf seinen Wunsch eingehen und ihn in Ruhe lassen, ganz entspannt - damit nimmst du ihm den Wind aus den Segeln. Mal sehen was er dann tut.
 
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  • #12
Ich habe das Gefühl Du kannst jetzt machen was Du willst. Es ist Nichts richtig?! Eine absolut schwere Situation. Ich bin gegen einfach mal so eine Beziehung wegwerfen.
Ob eine Paartherapie wirklich hilft, mag ich nicht beurteilen. Es wäre ein Versuch wert.
Aber es wäre auch die Möglichkeit einer Depression. Dann braucht er eher einen Psychologen. Ich hatte das für 1 Jahr bei meinen Freund mitgemacht, das Ergebniss war er zog mich herab. Jeder Versuch ihn zu helfen blockte er ab. Ich wollte mit Ihm z.B. mit Delphinen schwimmen gehen. Nein auch jede Kleinigkeit war zuviel, schon einkaufen forderte ihn einen riesigen Kraftaufwand ab. Er vergrub und isolierte sich. Ich war verzweifelt und die Quintesenz war ich ging. Er danach zum Psychologen, ich hatte darauf bestanden. Es war 5 vor 12. Das was er berufmitgemacht hatte
Jetzt macht er wieder,was er innerlich möchte und nicht das was ihn von außen vorgeschireben wird und er ist glücklich. Er hat den Job gekündigt und wir sind wieder ins Reine gekommen.

w
 
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  • #13
Hier die FS: Danke, für die Antworten. Ich habe meinem Mann eine Eheberatung vorgeschlagen, dieser hat er abgelehnt. Er denkt drüber nach auszuziehen. Er sagte, dass wir nur noch Ehe auf Papier sind und ich ihn nicht glücklich mache, sondern nur noch unglücklicher.
Unser Zusammenleben stresst ihn und er will mich nicht mehr in seiner Nähe. Ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen.
 
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  • #15
Liebe FS,

danke auch für die Rückantwort.
Also habt Ihr miteinander gesprochen: gut. Und seine Antwort ist, dass er darüber nachdenkt auszuziehen, weil Du ihn nicht glücklich machst und die Ehe nur noch auf dem Papier besteht.

So schwer es jetzt für Dich ist, dann verlange jetzt, dass er seine Gedanken in die Tat umsetzt und auszieht. Und mache ja nicht den Fehler, ihm vorzugreiffen und selber aus Stolz auszuziehen. Vielleicht möchte er Dich aus Bequemlichkeit dorthinbringen, indem er die Situation unerträglich für Dich gestaltet.
Schließlich will er ja das "Aus". Also muss er gehen. Sage ihm klipp und klar: Du gehst und ich bleibe mit Kind hier.

Alles Gute
 
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  • #16
Liebe FSin,

für mich hört sich dass so an, als ob dein Mann

1. raus aus seiner Lebenssituation möchte, weil z. B. er sein Kleinkind zu antrengend findet

oder

2. er warm wechseln möchte.

Er zieht die Reißleine, gleichzeitig möchte er dir aber ALLE Schuld in die Schuhe schieben. Du bist ja nach seiner Meinung auch an allem Schuld und machst komplett alles falsch.

Ich würde ihn ziehen lassen und raus aus der finanziellen Abhängigkeit kommen.

Ich könnte dieses Kindergartenverhalten niemals verzeihen ;-))

w 40+
 
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  • #17
Liebe FS,

auf der einen Seite sind die Worte deines Mannes unverblümt ehrlich, auf der anderen Seite aber m. E. eine Frechheit. Man sagt dem Noch-Partner nicht, dass er einen eher unglücklich statt glücklich macht. Weniger kränkend wäre möglich gewesen, denn es gibt immer eine Alternative. Dein Ehemann hat definitiv und das schon länger mit eurer Partnerschaft abgeschlossen.

Dir bleibt jetzt also nur noch, aus der Ehe auszusteigen, und das so schnell wie möglich. Warte nicht darauf, dass dein Mann auszieht sondern gehe du diesen Schritt. Notfalls mit Hilfe von Freunden, die dich bei Wohnungssuche und Klärung der Finanzen unterstützen. Vielleicht überrascht deinen Mann dann deine Konsequenz, denn er glaubt jetzt noch nicht wirklich daran, dass du gehen könntest. Du bist verbal ihm gegenüber viel zu sehr auf den Fortbestand der Ehe bedacht.

Ein Neuanfang ist schwer, weiß ich selbst. Aber es geht immer weiter und du hast - bist du wieder frei - eine neue Chance auf einen Partner, der dich wirklich liebt und nicht sagt, dass er dich nicht in seiner Nähe haben will. Unglaublich das Verhalten deines Mannes.

Viel Glück für die Zukunft!

w/50
 
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  • #18
Hallo liebe FS,

mir ging es vor 2 1/2 Jahren genauso. Ich war vom 60-70 Wochenstunden-Job mit totaler Kontrolle völlig ausgebrannt, habe nur noch funktioniert, bin wie in Trance durch Leben gewatet und habe trotzdem weiterhin funktioniert. Bis zum völligen Zusammenbruch.

In einer Partnerschaft gibt es immer wieder Dinge, die einem an dem anderen nicht passen. Aber ich war so fertig, dass ich mich damit nicht mehr auseinandersetzen konnte und wollte. Ich habe es einfach nur noch ertragen und erduldet. Mein Ich war nur noch eine Marionette. Meine Partnerin hat mit und für ein Nichts und hohles Etwas gekämpft und war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

So wie Du Deinen Mann beschreibst, kannst Du sehr wenig für ihn und Euch tuen. Dein Mann müsste die Kraft finden, aber woher?, um diese Negativspirale zu durchbrechen, wieder Freude am und Alternativen im Leben und vor allen Dingen in der Arbeit zu finden und damit auch zu sich und Dir/Euch zurückkehren zu können.

Dass Du Schuld sein solltest sehe ich nur als seine Ausweichreaktion. Vielleicht ist ein vorrübergehende räumliche Trennung eine gute Lösung, um die Belastung aus Eurer Beziehung herauszunehmen und damit er eine Chance hat wieder zu kommen.

Es ist einfach zu sagen: "Lache doch!", wenn man(n) das Lachen nicht verloren hat. Ich möchte damit sagen, dass, wenn Dein Mann tief genug in diesem Teufelskreis steckt, kann man nicht einfach einen Schalter umlegen. Man kommt da ohne professionelle Hilfe kaum heraus und es kann sehr lange dauern. Dies ist für Nichtbetroffene nur schwer oder gar nicht verstehbar.

Meine Partnerschaft ging in die Brüche und ich kann heute freien und frohen Herzen sagen, dass ich mich wieder gefunden habe. Ich musste erst ganz tief fallen und am Boden aufschlagen, um umkehren zu können. Meiner Partnerin könnte ich mich aber immer noch nicht unbeschwert nähern. Dies ist für mich keine Frage der Schuld.

Ob Du diesen beschwerlichen Weg gehen möchtest und schaffst zu gehen ist sehr schwer einzuschätzen und letztlich Deine Entscheidung. Du tust es dann aber für Dich und Eure Kinder, nicht für Deinen Mann. Der muss sich ab einer gewissen Lage selbst helfen (lassen).

Ich wünsche Dir sehr viel Kraft und Zuversicht (für Euch).

m46
 
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  • #19
Hier die FS: Danke, für die Antworten. Ich habe meinem Mann eine Eheberatung vorgeschlagen, dieser hat er abgelehnt. Er denkt drüber nach auszuziehen. Er sagte, dass wir nur noch Ehe auf Papier sind und ich ihn nicht glücklich mache, sondern nur noch unglücklicher.
Unser Zusammenleben stresst ihn und er will mich nicht mehr in seiner Nähe. Ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen.
Du Arme. Aber ich denke, Du wirst nicht glücklich, wenn er weiter da bleibt und sich weiter so verhält. Diese Zeit wird auch vorbeigehen, und irgendwann geht es wieder aufwärts (ich fühl mich gerade hilflos, weil ich Dir irgendwas Mutmachendes sagen will, aber alles so banal klingt).
Ich kann Dir nur sagen, wenn Du Dich ein bisschen beruhigt hast, konzentriere Dich auf Dich.

Wenn Dein Mann über seine Probleme nicht spricht, kannst Du nichts machen. Ich denke, er muss sich auch innerlich ordnen. Und wenn er nur Dir die Schuld gibt, dass sein Leben nicht stimmt, wird er in einem anderen auch nicht glücklicher.

Ich wünsch Dir alles Gute und viel Kraft.
 
  • #20
Huch, da kommt wohl einer nicht damit zu Recht, das er nicht mehr der Pascha in der Familie ist....,
arrh, wie mich diese Männer anöden, erst Familie haben wollen (sprich Kind) und wenn es ein bisschen schwierig wird oder die Kinder bei der Mama die höhere Priorität haben, dann muss sie etwas ändern.

Lass ihn (aus)ziehen, vielleicht berappelt er sich, wenn nicht, dann hast du eine Belastung weniger
 
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  • #21
Du hast zwei Kinder und der zweite Vater dazu geht bald eigene Wege.
Ist ja keine beneidenswerte Situation. Wolltet Ihr beide ein 2. Kind?
Nimm den schlimmsten Fall an - 6 Jahre alleinerziehend. Sohn 18 und
zweites dann 8 und langsam selbstständiger. Das ist ja zu verkraften.
Irgendwie habe ich den Eindruck, Dein 14jähriger ist da Dreh- und Angelpunkt.
Kann das sein und weshalb?
Ansonsten - schätze Deine Kinder, Männer können kommen und gehen.
Frau kann Exfrau werden, aber niemals Exmutter.
w
 
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  • #22
Hört sich wirklich nach viel stress an.

Lass ihm erstmal Freiraum, aber sag ihm auch das er sich eine anderen Job suchen sollte bevor er ausgebrannt ist.

Viele Frauen verändern sich leider nach der Geburt extrem, bei mir und meiner Frau betreff das folgende Punkte.

Die Figur meiner Frau änderte sich binnen 10 Monaten von KF34 auf KF42/44 seit nun 5 jahren ist sie Dick.
Sie vernachlässigte leider Ihre Körperhygiene, auch die Typischen Weiblichen Zonen.
Tagelang nicht geduscht, nicht gewaschen und dann Sex wollen klappt nicht ! zumindest nicht bei mir.
Meine Frau jammerte jeden Tag das sie wegen Haushalt und Kind keine zeit für sich hätte.
Als Sie in Kur deswegen war, habe ich das Kind 6 Wochen lang ohne Problem versorgt, und den Haushalt geschmissen, und hatte noch mehr als genug zeit für mich und meine kleine.
Das Kind kam immer an erster Stelle, egal um was es ging, als Mann merkt man dann sehr schnell das man beinahe schon unerwünscht ist.

naja, seit einiger zeit bin ich wieder Solo, meine kleine nennt mich dafür jetzt bei Vornamen, und der neue Freund meiner Ex ist nun der Papi geworden.
 
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  • #23
# 12 (FS)

Das ist doch mal eine klare Ansage. Deutlicher geht es wohl nicht. Also akzeptiere die bevorstehende Trennung, setz dich mit deinem Mann zusammen und klärt die Details. Ganz sachlich. Was anderes bleibt dir nicht übrig. Sei stark für deine Kinder.
 
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  • #24
Liebe FS

Nach alldem was Du hier schilderst und auch die Vorschläge für eine gemeinsame Lösung bringst und Dein toller Mann da gar nicht auf Dich eingeht, kann ich Dir nur eines sagen aus Erfahrung:

ES IST EINE ANDERE FRAU IM SPIEL!!!!

Und Du wirst gerade warm gewechselt, sei nicht blind!!! Bemüh Dich nicht noch mehr als das Du es schon tust, von ihm kommt nichts!! Er will Dich los werden und hat schon die nächste Dame !

Dir viel Kraft und Glück!

W, 39
 
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  • #25
Liebe FS,

das, was Du schreibst, hört sich für mich wirklich unerträglich an!

Nun kann man natürlich mutmaßen, was dahinter steckt, was Deinen Mann dazu bewegt etc. Aber was wäre damit gewonnen? Und wo bleibst DU dabei?

Das, was Du schreibst, klingt für mich folgendermaßen:

Du bist mit einem erwachsenen Mann zusammen, den Du ernst nehmen solltest. Er signalisiert Dir ganz klar und deutlich: Ich will Dich nicht, ich weiß auch nicht, ob sich das ändert und daran bist allein Du Schuld.

Da kommt mir nur eines in den Sinn: Nimm' ihn erst! Dann soll er sich eben trennen, wenn er genug hat. Seine Sachen packen und gehen.

Denn zu einer Partnerschaft gehören immer zwei. Und einer davon ist - zumindest geistig - bereits ausgestiegen. Warum auch immer, es ändert nichts an der Tatsache.

Also besinn' Dich auf die Konsequenzen, die jetzt auf Dich zukommen werden und beginne Dein Leben neu. Mit aller Konsequenz. Und ohne Schuldgefühle, denn Du hast bereits alles versucht.

Oder willst Du etwa noch länger still vor Dich hin leiden und Dich weiter erniedrigen vor einem Mann, der nichts mehr von Dir will?

Du allein hast die Verantwortung dafür, wie Dein weiteres Leben und das Leben Deiner Kinder zukünftig aussehen wird. Denn auf Deinen Mann kannst Du - so, wie Du es beschreibst - nicht mehr bauen.

Also, worauf wartest Du eigentlich noch?!?

w, 53
 
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  • #26
Hier die FS nochmal: Danke für Eure Antworten. Mein Sohn aus erster Ehe verbringt die Ferien nun beim leiblichen Papa. Er kam nie gut mit meinem Mann aus. Leider. Mein Mann hat über meinen Sohn gar in meiner Gegenwart hin und wieder geschimpft, dass er ein Träumer, verzogener Bengel sei, usw., .. dies hat mich stets zutiefst verletzt, da mein Sohn viel von mir auch hat und keineswegs dumm oder ähnliches ist. Innerhalb des letztens Jahres hat mein Sohn aber Dinge getan, die er wohl nur aus fehlender Zuwendung tat, weil er unzufrieden war. Meiin Mann hat ihn als hoffnungslos abgetan. Wir haben sehr oft gestritten, mein Mann hat mich nur noch hysterisch genannt. Vor wenigen Wochen kamen Sätze wie " du kotzt mich an!"
Wir sind nun soweit, dass wir uns jetzt innerhalb der kommenden 4 Wochen einen Plan machen. Wir gehen uns im Haus aus dem Weg, schlafen getrennt, getrennte Bäder. Er will raus aus der Ehe und ich auch.
Wir ziehen beide aus dem Haus aus und zwar getrennt. Das erledige ich und habe meinem Sohn mitgeteilt. Emotionen habe ich auch noch, doch es sind wohl mehr die Gedankem vor dem Neuen. Es ist hart wieder neu anzufangen und das nun erneut mit Kleinkind.
 
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  • #27
Liebe FS,
ich wünsche dir viel Kraft! Eigentlich kann es nur besser werden, zumal die momentane Situation sowieso untragbar ist. Sowas brauchst du dir nicht antun.
Es ist ein Neuanfang der natürlich Verunsicherung bringt, aber das kann auch positiv sein, denn du kannst dein Leben nun angehen, wie du willst und alles steht dir offen. Zögere nicht dir Unterstützung von Freunden, Familie und, falls nötig, sozialen Einrichtungen zu holen.
Achte jetzt vor allem auf dich und deine Kinder und darauf - möglichst sachlich - eventuelle Unterhalts- und Obsorgefragen gut abzuklären.
Alles Gute!