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  • #1

Mein Mann hat sich nach 40 Ehejahren von mir getrennt. Was kann ich machen?

Ich komme mit dieser Situation nicht klar. Ich habe herausgefunden, dass er eine Freundin hat. Was kann ich machen? Patricia
 
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  • #2
Liebe Patricia,

das tut mir echt leid. So eine Situation wünscht man niemanden.
[..]

Liebe Grüße
 
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  • #3
du kannst es leider nur so hinnehmen wie es ist...leider müssen das sehr viele heutzutage...ich weiß, das hilft dir nicht...aber du musst versuchen weiter nach vorne zu schauen. Kann mir vorstellen das das nach 40 jahren extrem hart ist und du sicher auch schon in einem Alter bist wo man keine Lust mehr hat von vorne zu beginnen.....aber alles andere bringt dir nichts...du hast nur 2 Möglichkeiten...entweder dadurch aufhören zu Leben und den Rest deines Lebens nur mit Trauer zu verbringen oder versuchen weiterzuleben....dabei denke daran...das Leben ist kurz und oft viel zu schnell vorbei...versuche es zu geniessen.
 
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  • #4
Liebe Patricia!

Versuche einfach nur, von einer Minute zur nächsten zu denken.

Die erste Zeit ist ein Schockzustand. Du kannst keine wichtigen Entscheidungen treffen. Suche Dir Hilfe von so vielen Menschen, wie Du bekommen kannst. Such Dir einen Psychotherapeuten, der mit Dir diese Situation durchsteht.

Du schaffst das!

Also: Hilfe suchen von Freunden, Verwandten, Profis!! Du wirst sehen, der eine oder andere, von dem Du es vielleicht gar nicht erwartet hast, wird Dir zur Seite stehen. Wenn nicht, gibt es Beratungsstellung in jeder Region, Psychologen etc..

Herzliche Grüße
Marie
 
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  • #5
Die Frau dachte, es geht so weiter - der Mann dachte: Soll das alles gewesen sein. Bestimmt hat auch er mit sich gehadert, ob er bei der alten Vertrauten bleiben oder zu einer anderen wechseln soll. In diesem Alter ist das nicht selten. Ich habe über Jahre nur mit Männern zusammengearbeitet, die mir häufig ihr Herz ausgeschüttet haben. Die Frau hatte sich auf Kinder und Haushalt konzentriert, der Mann brachte das Geld. Es nutzt nichts, nach hinten zu schauen und darüber zu grübeln, wie es hätte sein können, wenn.... Der Mann hat sich getrennt. Punkt. Die Frau hat nach vorn zu schauen. Punkt. Es wird schwierig genug sein, die eventuelle Scheidung durchzuziehen. Wenn der Mann diese nicht anstrebt, ist die neue Partnerin im Falle seines Todes die Dumme. Ich habe leider nach 24 Jahren meinen Mann durch Tod verloren - wir könnten im gleichen Alter sein. Auch ich bin über das Alleinsein unglücklich und komme schwer mit der Situation zurecht. Aber ich muss - und Sie müssen auch. 7E1FB12A
 
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  • #6
@2 Lieb von dir gemeint, aber das Alter ist erstmal garnicht wichtig. Es geht einfach darum, wie sie den Schmerz verarbeiten kann. Da helfen nicht zwei Sätze. Wenn man nach 40 Jahren aus einer Ehe katapultiert wird, kann man nicht einfach umschalten auf genießen.
Liebe Patricia,
vielleicht kannst du dir professionelle Betreuung suchen und wichtig ist, eine die dir gut tut.
 
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  • #7
Meine Güte, das ist ja schrecklich!

Mir selbst ging es am Ende unserer Ehe genau so, allerdings "nur" nach 30 Jahren. Die Trennung kam jedoch nicht aus heiterem Himmel, sondern nach einer langen Krise. Trotzdem für mich ein Schock!
Was mich in der damaligen Situation merkwürdigerweise gestützt hat war die schlichte Weisheit "wo eine Tür geschlossen wird, geht eine andere auf". Diese Erfahrung habe ich dann später auch gemacht und fühle mich wieder richtig gut.
Im Moment ist allerdings erst mal trösten lassen angesagt, dann Wunden lecken und dann erst der Blick nach vorne.Mute dir jetzt nicht zu viel zu!

- Eventuell ist das neue Glück deines Mannes nicht auf Dauer, und er kommt reumütig zurück. Das passiert ja oft und der Gute ist ja auch nicht mehr der Jüngste.
-Oder aber du genießt mit der Zeit deine neue Freiheit und freust dich über ein zweites, neues
Leben. Das wird allerdings dauern!
- Auf jeden Fall werden sich neue Möglichkeiten für dich auftun und du wirst staunen, was du allein alles schaffst.
- Wichtig: Heule dich bei Freunden aus!

Ich kann dir wirklich Mut machen! Mir selbst hat es damals geholfen, mich NICHT abzulenken, sondern das entsetzliche Gefühl der Verzweiflung und des verlassen Seins zu zu lassen und damit intensiv zu verarbeiten. Aber jeder reagiert natürlich anders, du musst aufpassen, dass du dabei nicht völlig zusammen brichst.

Ich wünsche dir viel Kraft und hab Geduld mit dir selbst. Es dauert sehr lange, bis du wieder du selbst bist. - Aber es lohnt sich!






-
 
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  • #8
Oje, Liebe Patricia,
das ist ein Scheiß-Gefühl und es tut mir unendlich leid dass du da durch musst.
Je nachdem wie alt du bist und was für ein Typ Mensch: Wegziehen, dorthin wo du schon immer hin wolltest. Interssiert dich Kultur? Dann in eine Stadt wo es viele Möglichkeiten gibt. Du liebst den Strand? Auf nach Italien oä...
Warum solltest du diese Situation nicht auch für DEINEN Neubeginn nutzen? Hast du gute Freunde? Soll einer davon mit dir auf Kurzurlaub fahren, für dich da sein. Hoffe so sehr dass du so einen Menchen hast. Wenn nicht, suche nach Selbsthilfegruppen, da sind Menschen die in der gleichen Situation sind wie du.
Patricia, hier einen Rat zu geben fällt sehr schwer, 40 Jahre sind schon was. Beim Schmerz kann man nur unterstützen, leider musst du durch das Gefühlschaos alleine durch.
Bitte bleib aktiv, setze Aktionen, die DIR gut tun.
Alles alles Liebe
 
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  • #9
Eine gute Freundin von mir ist nach ebenfalls 38 Ehejahren von jetzt auf gleich verlassen worden für die Sekretärin. Nach einiger Zeit wollte er zurück, weil das Neue schon interessant aber eben nicht dauer-alltagstauglich war (das war so nach einem 3/4 Jahr). Das wollte sie nicht wirklich, hat ihn aber unter strengen Regeln zurückgelassen. Nach weiteren 3 Monaten war das ganz dann auch gescheitert. Heute (2 Jahre später) geht es ihr super gut, sie hat ihre Praxis zu einem wirklich guten Preis verkauft, pendelt zwischen dem Wohnort ihrer Tochter (und den Enkeln), ihrem eigenem und dem ihres neuen Partners (der wirklich so viel netter als ihr Mann ist). Ihre einzige wirkliche Bedingung war, dass es keine Scheidung mehr gibt, damit sie in Genuss eines Teils seiner Rente kommen kann (und dem hat er per Vertrag zugestimmt).

Der Vater meines Ex-Freundes wurde nach 45 Ehejahren im Alter von 68 von seiner Frau für einen Kurschatten verlassen und mit einem wahren Scheidungskrieg überzogen. Jetzt, 15 Jahre später hat er seit knapp 5 Jahren eine wunderbare Freundin, die er sehr liebt und zu der er vor knapp 2 Jahren gezogen ist. Urlaub machen sie dann immer in seiner Wohnung in den Bergen. Ich habe selten einen so ausgeglichenen und tief drinnen glücklichen Menschen gesehen (und zusammen als Paar mit seiner Freundin überkommt Dich tiefer Frieden, wenn Du sie siehst).

Wie Du siehst - das Leben ist nicht zwangsläufig aus nach einer Trennung oder wenn man böse und überrraschend verlassen wurde..
Auch wenn in solch einem Fall tatsächlich erstmal die Welt untergeht. (Übrigens zu recht und persönlich finde ich solches Verhalten mehr als schäbig).
... jetzt ist ein Höchstmass an Selbstdisziplin gefordert und zusätzlich solltest Du Dir sicher professionelle Hilfe holen und gönnen ... u.U. kann Dir da Dein Hausarzt/ärztin mit Adressen weiterhelfen. In jeder Stadt gibt es Anlaufstellen für emotionale / Trennungsnotfälle.
Ganz wichtig: Such Dir auch frühzeitig juristischen Beistand (siehe Altersversorgung bei meiner Freundin).
... und zuletzt, manchmal hat alles am Ende doch einen tieferen Sinn, den man manchmal auch erst sehr viel später erkennt ...

Ich persönlich bin nach 20 Jahren von meinem Mann für eine andere verlassen worden, habe aber (zugegebenermaßen nicht im ersten Versuch) später einen wundervollen Mann kennengelernt - und eine tiefgehende Art von Liebe, die ich vorher nicht kannte. Für mich ganz persönlich ist aus einer emotionalen Katastrophe (und genau so hat sich das anfangs angefühlt) ein kleines Wunder entstanden.

Ich wünsche Dir alles Glück der Welt! Myriam
 
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  • #10
Es tut mir leid, daß Du Dein Leben jetzt gezwungen bist neu zu sortieren. Aber Du kannst die Tatsachen leider nicht ändern. Der Mann hat sich getrennt, hat eine Freundin und Du bist jetzt alleine. Gibt es was, was Du schon immer machen wolltest? Eine Schiffreise oder irgendwas anderes, was er nicht mitmachen wollte? Ich habe vor Jahren aktiv mit dem Motorradfahren angefangen, da ich den Wunsch immer hatte, allerdings auf Grund eines Unfalls immer Angst vor den Kurven hatte. Angst ist ein Gefühl, genauso wie Liebeskummer...es ging vorbei, ich fahre total gerne seit 3 Jahren.

Ich kann Dir nur dringendstens empfehlen, heul Dich aus, setz Dir Ziele, erfüll Dir langgehegte Wünsche, schreib auf einen Zettel, was Dir alles an ihm mißfiel (es war doch sicher nicht alles in Ordnung), sei wütend und traurig, irgendwann wirst Du vielleicht auch dankbar sein für die schönen Zeiten, aber das geht noch nicht.

Schade, daß ich von hier aus nicht mehr für Dich tun kann, aber Du schaffst das, wenn Du willst!

7E2158CE
 
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  • #11
Hallo Patricia,

zunächst gehst Du mal zu einem Anwalt und checkst Eure Konten, Eigentumsverhältnisse, Rechte insgesamt etc. Mir ist klar, daß Du jetzt primär mit Deinem Kummer befasst bist, aber da musst Du jetzt trotzdem aktiv werden. Ich, 60,w, bin übrigens in derselben Lage. Du befindest Dich jetzt in einem tiefen emotionalen Loch, und das wird auch noch dauern...Leider. Mir geht es heute noch sehr schlecht, Depressionen, Panikattacken usw..Ich halte durch und vertraue auf bessere Zeiten. Was anderes bleibt einem ja nicht übrig.

Mein Mann hat zwar keine Freundin, hat mich aber während meiner Krebstherapie von einem Tag auf den anderen aus dem Haus geschmissen, so dass ich mir trotz meines Gesundheitszustandes ganz schnell eine neue Wohnung plus Einrichtung suchen musste und sehr hohe Kosten hatte, von denen er geglaubt hatte, ich würde sie alleine tragen. Beraten von einer Freundin (ich hatte nämlich von nichts Ahnung) bin ich dann zum Anwalt und habe erfahren, daß ich während des Trennungsjahres bis zur Scheidung Anspruch auf Unterhalt habe. Als ich den einreichte, legte mein Mann einen Tobsuchtsanfall hin und machte einen Aussöhnungsversuch unter dem Vorbehalt, daß ich währenddessen auf den Unterhalt verzichte. Solche Spielchen können Dir auch noch bevorstehen - also, kühlen Kopf bewahren! Ich dumme Nuss bin damals darauf eingegangen, aber die Beziehung scheiterte zum zweiten Mal. Heute weiß ich, daß er sich nur versöhnte, um den Unterhalt zu sparen.

Als dann der Unterhalt erneut auf den Tisch kam, habe ich den Mann erst richtig kennen gelernt. (Ich kannte ihn erst 4 Jahre) Es kamen täglich mails von solch beleidigendem, pöbelndem und verletzendem Inhalt, daß eine weitere Versöhnung endgültig ausgeschlossen ist. Für so primitiv hätte ich bis dahin diesen Mann nicht gehalten.

Wenn man den Männern ans Geld geht, zeigen sie erst ihr wahres Gesicht. Er hat sich bis heute nicht beruhigt und und hasst mich wie die Pest, legt mir nur noch Steine in den Weg, wo es geht. Seitdem hat er mich fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Von irgendwelchen Rudimenten seiner früher ach so großen Liebe nicht die geringste Spur mehr!

Mein Rat also: Nicht im Kummer versinken, sondern Dein Leben in die Hand nehmen, nachdenken, wo und wie Du wohnen wirst und willst, was das kosten wird evtl., wie das Eigentum aufgeteilt wird und wer Dir helfen kann. Ein Anwalt auf jeden Fall! In Deinem Alter wirst Du sicher auch nicht mehr arbeiten können. Der Anwalt wird Dir sagen, wie es dann weiterhin mit Unterhalt aussieht. Setzt die entsprechenden Schriftstücke auf, zeige ihm, wo's lang geht. Kümmere Dich schon bald darum!

Zum Emotionalen kann ich nur sagen, daß es da keinen Trost gibt. Man muss eben durch, ob man will oder nicht. In unserem Alter ist das nicht einfach. Frische Kontakte auf, suche Dir Freundinnen, Verwandte, mit denen Du Dich aussprechen und was unternehmen kannst. Geh unter die Menschen, setz Dich aufs Rad, geh in Straßencafes, geh fein essen oder sonst was - der Frühling kommt! Geh raus, geh an die Luft, weine nicht zuviel in Deinen 4 Wänden. Aber weine, wenn Dir danach ist.

Trauere ihm nicht zu sehr nach, er hat Dich schließlich verlassen. Solltest Du ihn noch lieben, dann mache Dir klar, daß er Deine Liebe nicht verdient. ER liebt Dich jedenfalls nicht! Ich weiß, das ist das Bitterste daran. Aber sich das bewußt zu machen, hilft. Nach einigen Monaten wirst Du mehr Distanz zu ihm bekommen. Lass ihn ziehen. Nimm ihn auch nicht mehr zurück, sollte er aus irgendwelchen Gründen kommen. Lass Dich nicht belabern und verar.....Geh jetzt alleine Deinen Weg. Heule ihm nichts vor, bitte ihn nicht, zurück zu kommen, baue keine sinnlosen Hoffnungen auf - das bringt alles nichts. Und vor allem geh zu einem guten Anwalt.

Du machst jetzt eine sehr schwere Zeit durch, ich weiß. Es ist hart. Vielleicht hilft es Dir, daß es auch andere erleben und überstehen. Glaube mir, es gibt genug davon. Es scheint eine besondere Zeitqualität zu sein - überall gibt es momentan Trennungen. Ich wünsche Dir das Beste!
 
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  • #12
Meine Scheidung war vor zehn Jahren, ich war aber nur 12 Jahre verheiratet. Er hatte auch eine Freundin, ich bin damals mit zwei Kleinkindern in ein tiefes Loch gefallen. Aber nur eines..... man schafft das, auch wenn es noch so grau aussieht. Du hast auch das Recht, dich eine zeitlang gehen zu lassen, aber nach einiger Zeit solltest du versuchen dein Leben neu zu ordnen ohne deinen Mann. Versuche Dinge zu tun, die du schon immer machen wolltest. Schreib dich zum Yoga ein, oder einen Fitnessclub, Kegelverein, unternimm eine Reise, mach einen Sprachkurs, oder versuche es mit einem Tanzkurs. Das Leben ist ein ständiger Entwicklungsprozess, und man muss leider oft mit den Anforderungen wachsen. Wenn du es gar nicht alleine schaffst, nimm professionelle Hilfe in Anspruch. Ich war eine zeitlang in Psychotherapie nach meiner Trennung. Jeder Mensch kann mal ganz unten sein und eben Hilfe brauchen, wenn die Seele verletzt wurde
Alles Liebe
 
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  • #13
Liebe Fragestellerin,
ich kenne das Gefühl, es ist schlimm. Aber Du kannst es überleben und schaffen, wieder neu anzufangen.
Zuerst einmal: Bitte mach Dir keine Schuldgefühle, egal, was passiert ist! Befreie Dich davon, falls Du welche hast, das gibt schon mal Erleichterung.
Dann fange sofort an, Sport zu treiben in einer Gruppe, falls Du es nicht schon tust. Z. B. Nordic Walking, Schwimmen/Wassergymnastik, Spazierengehen, egal was, Hauptsache, es macht Dir Spaß und Du kommst durch die Bewegung aus Deinem Kopf und den sich ständig drehenden Gedanken raus und bist unter Leuten, statt allein zu Hause zu sitzen. Kulturelle Aktivitäten helfen auch sehr, die Gefühle zu verarbeiten (Malen, Musik, besonders Singen).
Reden hilft!!! Am besten mit einer/m Gesprächstherapeuten und einigen wenigen sehr guten Freunden/innen. Zu Anfang geht das, später können sie es nicht mehr hören, können ja auch nicht wirklich helfen und darum ist es gut, zu einem Therapeuten zu gehen. Das ist nur 1x die Woche, aber auf diesen Termin hin kannst Du Dich erst mal ausrichten, um nicht verrückt zu werden. Nimm sofort das Telefonbuch und schreibe Dir einige Psychotherapeuten raus, die Du gleich Montag anrufst und nach einem Termin fragst. Wenn das nicht klappt, gibt es noch die Lebenshilfe oder ProFamilia, die Familien-/Paar-/Trennungsberatungen anbieten.
Denke erst mal nur daran, den heutigen Tag zu überleben. Und morgen wieder. Nicht gleich die ganze Zukunft schwarz ausmalen, das bringt nichts.
Selbstliebe und Selbstfürsorge sind jetzt ganz, ganz wichtig! Keine Selbstvorwürfe!
Durch die Sport-/Kulturgruppen und Gespräche schaffst Du es, Dir ein eigenes kleines emotionales Leben einzurichten, sodass Du nicht mehr so abhängig von der Zuwendung Deines Mannes bist. Du wirst Dich nach und nach selber ganz anderes kennen- und lieben lernen. Das dauert. Aber freue Dich darauf. Nimm als Zeichen dafür, dass jeden Tag die Sonne wieder aufgeht, egal was passiert. Sie geht auch für Dich auf!
Deine Situation ist sehr schwer, billiger Trost hilft hier nicht. Darum werde aktiv. Wer sich bewegt, bewegt auch was in seinem Leben.
Was aus Deinem Mann wird, wie er sich verhält usw. ist ein anderes Kapitel. Darum nimm Dir Beratung. Erst mal geht es um Dich, dass Du stärker wirst, diese Situation zu überleben.
Ganz liebe Grüße und viel Kraft w/53
 
  • #14
# 6 habe ich geschrieben, nicht eingeloggt.
 
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  • #15
liebe Patricia,

Die grosse Frage ist: Was hat fuer dem Augenblick der Trennung passiert. So etwas kommt ja doch nich aus dem Himmel fallen.

In meinder gegend habe ich oft gesehen dass die Frauen wohl zzufrieden sind mit Ihren leben und die Relation mit Ihren ehemann nicht mehr kuscheln und erneuern. Wenn die Mann dan waehrend seine Arbeit mehr gute Worte bekommt als zuhause, dan fangt er an zu denken.

Ein guter Mann versucht bei sein Frau neue Interesse zu wecken. Blumchen, aus essen gehen, besuch an Kino usw. Aber wenn die Frau nicht reagiert dann endet dass. Wenn die Frau sich nicht mehr aufschmuckt und Ihr Mann merkbar macht das Sie gern sieht dass er Heim kommt..? Ja... dann?

Dann komt fuer die Mann die Grosse Kampf. Wer sein Frau liebt und geliebt hat wahlt nicht ohnehin fuer sich selbst. Er fragt sich ... Kann ich es noch vertragen, oder finde ich mein Leben gar nicht toll mehr. Wenn am solche Augenblicke Frauen vorbei kommen die deutlich machen dass Sie diese unsichere Mann moegen, dan kann es passieren dass er dafuer mit schmerz ins Herz ueber was haette sein koennen doch entscheidet.

Wenn ein Mann seine Frau nach 30 oder 40 Jahre verlasst, dan war sicher Liebe da und ist irgendwo und irgend wann die Beziehung aufgetrocknet. Dran haben Zwei schuld. Wenn Sie neu gleucklich werden wollen, dann sollen Sie sich erst Antworten suchen auf die Frage: Wo ist es falsch gegangen. Dan machen Sie die aehnliche Fehler kein zweites Mal.

Schoene Gruesse
Willem
 
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  • #16
Ich bin wirklich überrascht, wie einfühlsam hier geantwortet wird. Besonders # 12. Dass sie sich keine Schuldgefühle macht oder einreden lässt, ist ganz wichtig, das habe ich, #10, vergessen. Dazu neigen wir Frauen ja gern.

Eure Beiträge helfen auch mir, denn ich bin ja in einer ähnlichen Lage. Es tut gut, zu wissen, dass es anderen genauso ging oder geht und dass sie es dann doch irgendwann geschafft haben. Ich glaube, dass alles im Leben einen Sinn hat, aber den erkennt man oft erst nach Jahren.

Liebe Patricia, wir schaffen das auch!!! Auch ich wünsche Dir noch mal ganz viel Kraft! Lieben Dank an alle!
 
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  • #17
Ich bin ehrlich gespannt auf Frederikas Sicht der Dinge.

Weil: Ich selbst könnte mich nur einfühlend (haben andere schon vorzüglich gemacht) oder zynisch (= i.S.v. schützend) äußern.

Vielleicht hilft eine geistig-distanzierte Herangehensweise (die mir leider abgeht) weiter bzw. bringt weitere Apsekte/ansatzmöglichkeiten ein?

Verschiedene Herangehensweise haben ihre Berechtigung!
 
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  • #18
Liebe Patricia,
ich fühle mit dir und sende dir Kraft diese schwierige Situation zu meistern. Aus meiner Sicht macht es Sinn, sich professionell coachen zu lassen in einer solchen Situation. Mir hat das sehr geholfen und hilft es noch immer, obwohl meine Trennung schon ein Jahr vorüber. Aus einem wirklich guten Coaching ergeben sich ganze neue Optionen und man lernt den Schmerz zu verarbeiten (statt ihn einfach beiseite zu drücken und sich abzulenken).
 
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  • #19
Meine Güte, das ist ja schrecklich! Was ist da so schrecklich? Gar nichts!!! Das ist doch Tages-
Programm unserer Gesellschaft...ich sehe das eher positiv, dass das solange überhaupt gehalten hat!!!
 
  • #20
@# 18:
Ja, da sprichst du etwas Wahres an! In der Phase des ersten Schocks ist es natürlich fast unmöglich, diese Sichtweise der Ehetragödie zu erkennen.
Nach einiger Zeit jedoch kommt Dankbarkeit auf für die vielen guten Jahre, die man miteinander verbracht hat.
Welches Paar kann das schon!?
 
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  • #21
zico,m
Schade um so eine langjährige Beziehung,aber es ist ein Auswuchs unserer Gesellschafft,der Emanzipation und des Egoismus.Leider stehst du da nicht allein mit so einem Problem da,es gibt Tausende den es genauso geht.Hilft dir zwar wenig,aber schaue in die Zukunft.Die Geborgenheit und die emotionale Sicherheit ist verloren gegangen,orientiere Dich neu,steh wieder auf und geh raus ins Leben(Cafes,Theater,Spaziergänge,Einkaufsbummel`n usw-einfach geh unter Leute------ein Ende ist auch ein Anfang!Trennungs-Formalitäten konsultiere einen Anwalt.
 
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  • #22
Quatsch, ein Anwalt löst doch nicht das Problem der FS!!!
 
  • #23
@# 21: Was du schreibst, stimmt nur zum Teil.
Ich selbst habe nach meiner Trennung die Erfahrung gemacht, dass die Einschaltung eines Anwaltes hilft, etwas mehr Selbstbewusstsein zu bekommen. Wer sich nach vielen, guten Jahren entsorgt und ausgetauscht fühlt, ist anschließend nur noch ein Häufchen Elend.
Gerade nach so langer Ehezeit hat die Fragestellerin sehr viele Rechte, so dass sie wenigstens finanziell ihren Wert erkennt.
Das tröstet!
 
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  • #24
@Fragestellerin
Nicht's kannst du machen.
Außer, dir einen neuen Mann zu suchen.
Klingt hart, ist aber so!
 
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  • #25
vielleicht hilft dir auch eine selbsthilfegruppe? und bücher zum thema gibt es bestimmt in jeder guten buchhandlung oder bei amazon
 
V

VirginiaWoolf

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  • #26
Ich stimme #22 Angela zu,
mein Anwalt hatte wirklich viel Einfühlungsvermögen, hat mir auch geholfen,
mein Selbstbewusstsein aufzubauen, wobei ich den entgültigen Trennungsstrich nach jahrelanger Frustehe gezogen habe.
Alles weitere muss man allein verarbeiten und ween Du liebe Patricia das nicht schaffst,
Selbsthilfegruppe, psychologische Beratung, neue Freizeitaktivitäten, ....
Ich denke nur, Du hast Warnsignale nich gsehen oder nicht sehen wollen. Ohne dass Du Deine Ehe insgesamt jetzt als Betrug empfindest, kannst Du vielleicht prüfen, wo Unzufiedenheit, Gleichgültigkeit, von einander Entfernen begonnen oder andere traurige Ereignisse begonnen haben, wann die Liebe unmerklich vielleicht abhanden gekommen war. Das ist schmerzlich, doch vielleicht auch der Weg in die Zukunft.
Alles Liebe
 
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  • #27
Meine Eltern sind nun beide fast 80 und hätten sich besser getrennt. Ich habe als Kind erlebt, wie meine Mutter dermaßen erniedrigt wurde und sie im Gegenzug so hinterhältig "giftig" wurde, dass sich unsere ganze Familie gegenseitig schließlich aufhetzte (4 Kinder). Das Ende vom Lied: wenn wir Kinder das nicht ordentlich aufgearbeitet hätten (Familientherapie), dann würden meine Nichten, Neffen und ich noch heute leiden. Meine Mutter hätte besser mal auf den Tisch geschlagen und sich nicht alles bieten lassen. Noch heute läßt sie sich beschimpfen mit so Worten, wie "Du bist eine Null - du bist gar nichts" durch meinen Vater. Insofern kann ich dir nur empfehlen: KÄMPFE - zeige die Löwin in dir und du wirst die Trennung als Bereicherung erleben, weil du sicherlich viel zu viele Kompromisse gemacht hast. Das mag in deinen Ohren sicherlich schräg klingen... Hole dir vor allem exzellente, psychologische Hilfe - meiner Meinung ist der hypnosystemische Ansatz (Gunter Schmidt) exzellent, um solche Probleme sehr effizient aufzuarbeiten.
 
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  • #28
Nun weiß ich wieder, weshalb mir kein Mann mehr in die (emotionelle) Nähe kommt.
Es tut mir sehr leid, das tut sooo unendlich weh!!
Manchmal lernt Frau aber, dass sie auch als Single viel wert ist.
 
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  • #29
ich habe mir soeben alles zu deinem beitrag durchgelesen, es ist immer wieder interessant die meinungen von verschiedenen menschen zu lesen.
ich bin nämlich auch betroffene, bin mit meinem mann 37 jahre verheiratet und 40 jahre zusammen, 1 jahr sind wir nun getrennt, er lebt seither bei einer jüngeren kollegin, tut mir immer noch sehr weh, kaum eine besserung eingetreten. die trennung kam auch von heute auf morgen und ich hatte keine chance etwas zu ändern, da ich nicht wußte das ihm etwas nicht gefällt an mir.
tut mir sehr leid für dich, ich wünsche dir alles gute
liebe grüße w. 58
 
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  • #30
Diese Situation ist zunächst schockierend und wir es auch lange bleiben. Verkürzen geht nicht recht, denn Trauer braucht ihre Zeit und sollte nicht unterdrückt werden. Besinn Dich auf Dich selbst, höre auf Deine Seele und Deinen Körper, tu ihnen etwas Gutes und laß den Kopf nicht hängen. Wie viele "reifere" Frauen leben allein und kommen augenscheinlich ganz gut damit zurecht.
Obwohl die Trennung nach fast 50 Jahren Ehe von mir ausging, und mein Mann dann wegzog, ist die Leidenszeit wahrhaftig nicht einfach! Mir war es aber wichtig, mit 70 nicht weiter an der Fiktion einer intakten Ehe nach außen festzuhalten und die Welt zu belügen, während ich total unglücklich und wegen anhaltender und zunehmender Lieblosigkeit dem Gedanken immer näher trat, diese Beziehung aufzugeben und allein zu leben. Die Enkel sind groß und werden den Verlust des Großelternpaars im Doppel verschmerzen. Und die Vorstellung, lieb- und achtlos womöglich einmal im Notfalle von diesem Mann "gepflegt" werden zu müssen, der seit 15 Jahren meinen Körper nicht mehr kennen will, war mir schier unerträglich. So kann ich mich, auch wenn es weh tut, auf den Lebensabend vorbereiten, obwohl ich nicht der Oma-Typ und noch recht agil bin. Ich glaube aber, daß mir ein neues Selbstwertgefühl dabei helfen kann, wie es soziale Kontakte auch vermögen. Vielleicht bereue ich es schon, diesen Schritt so spät getan zu haben. Aber:" Better late than never!" - Denke vorwärts, Freundin, und freu Dich an den kleinen Dingen des Alltags, denn das sogenannte große Glück gibt es nicht oder selten!
 
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