G

Gast

  • #1

Mehr Zärtlichkeit beim Sex usw - aber wie?

Ich (w 39) kenne meinen Freund (48) etwa ein halbes Jahr. Wir sind nur sehr langsam zusammengekommen. Er wurde in seiner Ehe verletzt und hat sich nach seiner Scheidung ausgelebt, die Frauen regelrecht "benutzt", wohl auch um sich und sein Ego wieder irgendwie zu stärken.
Wir lernten uns also kennen, wir mögen uns gern. Ich habe ihn als Macho und eher als Einzelgänger kennengelernt, aber bei mir ist er sehr fürsorglich und sagt auch, dass er mich liebt. Er kommt mir zuweilen sogar regelrecht anhänglich vor.

Mein Freund ist "bedingt zärtlich". D.h. er passt immer auf mir nicht wehzutun, kommt aber selten von sich aus zärtlich auf mich zu. Er nimmt meine liebevollen Berührungen allerdings gerne an und erwiedert sie dann auch. Unser Sex ist im Grunde sehr gut, solange man es eher heftig und leidenschaftlich mag - das ist schon auch ganz meins :) aber nicht nur.
Vor allem beim Sex vermisse ich zärtliche langsame Berühungen, das Erkunden, Erforschen und Liebkosen des Partners. Ich bin diese Art von "Liebesspiel" eigentlich schon gewöhnt, mag das sehr und war überrascht dies bei einem erfahrenen Mann wie ihm nicht zu erleben.

Ich habe mit ihm darüber gesprochen. Er wusste nicht genau was ich meine.
Mir kommt vor, dass er diese Art liebevolle Nähe und Zärtlichkeit (wie erwähnt auch beim Sex) nicht wirklich kennt. Oder braucht er das nicht bzw. kann es nicht geben?
Ich frage mich, ob er sich wegen seinen früheren Verletztungen nicht "öffnet" oder er das einfach nur nicht mag.

Weiß jemand was ich meine? Wie sind eure Erfahrungen und Tipps?
Habe ich eine Chance ihm dies näherzubringen und ihn zu "knacken"? Es wäre schön und das Tüpfelchen auf dem "i", denn wir harmonieren im Grunde sehr gut.

Danke im Voraus für eure Antworten!
 
G

Gast

  • #2
Ich weiß genau, was Du meinst. Ich schlafe öfter mit einem Mann im Alter Deines Partners. Der Sex ist so wie Du ihn beschreibst, heiß und leidenschaftlich. Zärtlichkeit fehlt völlig. Leider kann ich Dir schwer raten. Ich denke, manche Männer kennen bestimmte Gefühlsregungen nicht.

w 38
 
G

Gast

  • #3
...Zärtlichkeit geben und wollen hat auch was mit der inneren Einstellung zu tun, ob man sich ganz aufeinander einlassen will. Wenn jemand innerlich noch nicht ganz sicher ist oder eigentlich weiss, dass es das noch nicht ist, dann wird er sich sicher mehr nur von seiner Leidenschaft mitreißen lassen und sonst nichts.
"Zufälligerweise" wird duch Zärtlichkeiten, Streicheln, liebevollen Hautkontakte auch das Bindungshormon Oxitocin ausgeschüttet. Manche vermeiden dies wohl intuitiv! Traurig aber wahr.

Du kannst es ihm vormachen und sagen, dass dir das auch gefallen würde...
Aber allzuviel Hoffnungen würde ich mir bei einem "so alten Mann" diesbezüglich nicht machen: was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr...(falls es doch mangelnde Übung/Praktikzierung war mit seinen bisherigen Partnerinnen). Falls es mangelnder Bindungswille ist, stehen die Chancen nicht gerade besser; aber da würde reden und Zeit vllt. etwas bringen (fragen, was er für Ängste/Sperren etc. hat).
 
G

Gast

  • #4
liebe fs,

er hat es immer so gemacht und weiß gar nicht, dass das auch anders geht....
(hat die ehefrau einen anderen zärtlichen mann gefunden und sich vom acker gemacht...??)

entweder du stellst dich darauf ein oder du redest klartext - schon freundlich und nicht vorwurfsvoll, aber so eindeutig, dass dir etwas fehlt, dass ers kapiert.

ihr könnt auch zur sexualtherapie gehen - wird er nicht wollen....

dir alles gute

w
 
G

Gast

  • #5
Es gibt halt Männer, die das können und Männer, die es nicht wollen oder können.
Meiner Meinung nach wenn der Mann die Frau richtig liebt, dann kann er ganz schön zärtlich sein.
 
G

Gast

  • #6
Kenne das umgekehrt von meiner nun Ex-Partnerin. Sie hatte extrem selten das Bedürfnis nach Kuscheln, Liebkosen, Geborgenheit geniessen/geben, etc. Intimität war ebenfalls selten und eher 0815. War mit der Zeit echt frustrierend, da sie sonst so eine interessante Frau ist. Bin mir nach wie vor unsicher ob sie noch zu fest an ihrem Ex-Mann gehangen ist oder nur so wenig "Kuschel- und Nähebedürftig" war/ist.

Aus Erfahrung haben offenbar nicht alle Menschen das gleiche Bedürfnis nach Zärtlichkeit, etc. und können daher vermutlich auch weniger geben. Die Frage ist nun, ob man damit glücklich wird/bleibt in einer Liebesbeziehung. Ich habe dabei gelitten und leider keinen Weg gefunden. m44
 
G

Gast

  • #7
Liebe FS, in früheren Partnerschaften habe ich immer vergeblich versucht, die Männer zu mehr Zärtlichkeit zu verführen, oder sie mir auf Nachfrage auch gewünscht. Das Resultat waren entweder sehr grobmotorische Reibebewegungen (aua!) oder Unvermögen / Desinteresse. Die Zärtlichkeit ist ein Wesenszug, den man hat oder nicht. Auch durch seelische Verletzungen könnte dieser nicht verschwinden...eine extrem schlimme Trennung habe ich auch hinter mir, doch selbst ein Mann für eine Nacht wird von mir immer gestreichelt-das gehört einfach dazu. Dein Partner ist kein zärtlicher Mensch, und bei sexuell schon so "hohem" Alter (da sind Männer schon sehr geprägt) wird das nichts mehr.Es sei denn, er wäre sehr empathisch-doch das ist er ja nicht. Warte nicht auf Wunder, das wird Dich nur unglücklich machen. Ich finde Sex ohne Zärtlichkeit (es muss ja nicht immer nur die Kuschelnummer sein) auf Dauer abturnend und lieblos--und genau das lese ich bei Dir auch heraus.
(w/42)
 
G

Gast

  • #8
Es gibt halt Männer, die das können und Männer, die es nicht wollen oder können.
Auch bei Frauen gibt es das. Meine Ex brauchte und konnte es nicht. Der Sex war eher unterirdisch und Zärtlichkeit, Nähe und Geborgenheit war nicht ihr Ding. Sie war sehr gefühlskalt, egozentrisch und sehr auf Status und Geld bedacht. Wie ich es mit ihr 18 Jahre ausgehalten habe, weiß ich nicht. Letztendlich ist die Ehe an ihrem Charakter gescheitert.

Heute weiß ich jedoch, die Hoffnung, dass sich daran im Laufe der Zeit etwas ändert, ist falsch. Ein solcher Mensch ändert sich nicht.

@FS, so kann ich dir aus eigener Erfahrung nur raten, sprich es an. Aber sei dir auch im klaren, die Wahrscheinlichkeit das es besser wird ist sehr gering. Wenn es dir jetzt schon fehlt, wird es zur Belastung in eurer Beziehung. Ich weiß es ist schwer. Aber wenn ich aus heutiger Zeit meine Ehe betrachte, ich hätte damals die Finger von ihr lassen sollen. Die jahrelange Hoffnung, dass sich etwas ändert, ist reines Wunschdenken.
 
G

Gast

  • #9
Ich bin die Fragestellerin.
Danke für eure Antworten!
Ich würde die Frage nicht stellen, wenn ich nicht die Hoffnung hätte, dass es besser wird, denn:

Wir sind in einer besonderen Phase des Sich-Näherkommens. Als wir uns kennenlernten gings nur um Fun, wir nahmen uns gegenseitig nicht wirklich ernst und es gab auch viele Meinungsverschiedenheiten. Bis wir erkannten - Hoppla - das ist gar kein Spaß mehr, wir wollen uns tatsächlich und haben uns wirklich gern, das geht in Richtung Beziehung. Genau da sind wir jetzt, an diesem Startpunkt. Vielleicht sind wir einfach noch beide sehr vorsichtig? Wir betreten Neuland.
Mein Freund hatte die letzten 6 Jahre kaum Veranlassung zärtlich zu sein. Von seiner damaligen Frau entfremdet und Frauen benutzend, verliebt er sich plötzlich. Ich selbst weiß auch nicht recht, wie ich damit umgehen soll, außer Geduld aufbringend.

Er ist schon liebevoll, fürsorglich und achtsam, passt auf, dass er mir nicht wehtut, verwöhnt mich. hat gute Manieren. Hin und wieder streicht er mir versonnen über die Beine. Kürzlich hat er sanft meinen Kopf gestreichelt und mich auf die Stirn geküsst - von sich aus. ....Wow! Hat er vergessen, dass das sehr ok und sehr gewünscht ist?
Gerade beim Sex wäre mir mehr Zärtlichkeit wichtig. Er ist wie gesagt niemals grob und der Sex ist gut, aber mir fehlen diese bestimmten zärtlichen Streicheleinheiten, die mir sagen, dass er mich gern hat, mich schön und begehrenswert findet und deshalb will.
Ich weiß, dass er mich hübsch und begehrenswert findet, denn er sagt es und ich weiß, dass er stolz auf mich ist. Aber ich warte noch auf entsprechende zärtliche Taten. Vielleicht brauche ich sie auch als Bestätigung, damit ich weiß, dass er's wirklich ernst meint....

Ich denke, wir brauchen einfach mehr Zeit, damit er/ich/wir "auftauen" können. Bin ich ungeduldig?
 
G

Gast

  • #10
Du hast Dir ja schon jetzt etliche Entschuldigungen für diesen Mann zurecht gelegt ...
Selbst, wenn ich von einem Menschen enttäuscht und verletzt bin, muß ich nicht andere benutzen! So ein Verhalten spricht Bände über den Charakter! Keine Situation rechtfertigt das.

Gedankenloses Streichen über die Beine ist keine -bewußte - Zärtlichkeit, es geschieht eben nur zufällig.Wow über die Haare streichen und ein Kuss auf die Stirn - das ist nun wirklich nichts Besonderes.Daraus etwas ableiten zu wollen, wäre schlicht falsch.

Dieser Mann ist - trotz Deiner Bitte- offensichtlich nicht willens, sich auf Dich einzustellen, denn das bedeutet Kennenlernen, sich aufeinander einstellen, zu genießen, dass man den Partner mit seinen Berührungen glücklich machen kann.Dieses Bedürfnis ist bei diesem Mann nicht vorhanden.

Du bist zu wenig ungeduldig! Warum verzichtest Du freiwillig auf so etwas Wunderbares wie Zärtlichkeit?

Du wirst es von diesen Mann nicht bekommen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #11
Ich denke auch, dass Zärtlichkeit ein Charakterzug ist.
Für manche ist es ein Bedürfnis, zärtlich zu sein, für andere nicht.
Ich habe auch einen sehr "unzärtlichen" Partner gehabt, von dem ich mich getrennt habe.
Ich weiß nicht, ob er zu all seinen Frauen so lieblos war oder ob ich ihm einfach nichts bedeutet habe.
Man kann solchen Menschen auch nicht beibringen, zärtlich zu sein. Dieses Bedürfnis muss aus dem Inneren herauskommen.
Ich finde es schade, wenn Menschen zueinander lieblos im Bett sind.
Zärtlichkeit ist für mich das Wichtigste in einer Beziehung. Ohne Zärtlichkeit hat eine Beziehung für mich keinen Sinn.
 
G

Gast

  • #12
Naja, wer so derat enttäuscht wurde und diese negativen Energien nutzt, um wiederum Frauen zu benutzen, der wird wohl gewissermaßen innerlich soweit abgebrüht und abgestumpft sein, dass er keine Zärtlichkeiten mehr geben möchte oder kann.
 
  • #13
Ich hatte einmal so einen "Liebhaber" - keinerlei Zärtlichkeiten und wenig Küssen, sondern nur "Rein, Raus". Da wir uns eigentlich sehr gut verstehen, habe ich mir auch die Frage gestellt, ob das mehr werden könnte. Aber o.g. Punkt war für mich echt ein "No Go".
 
G

Gast

  • #14
Ich hatte einmal so einen "Liebhaber" - keinerlei Zärtlichkeiten und wenig Küssen, sondern nur "Rein, Raus". Da wir uns eigentlich sehr gut verstehen, habe ich mir auch die Frage gestellt, ob das mehr werden könnte. Aber o.g. Punkt war für mich echt ein "No Go".
Hier nochmal die FS:
Offenbar habe ich mich nicht sehr gut ausdrücken können, es ist auch schwer zu erklären.
Es handelt sich bei uns absolut NICHT um ein liebloses, komplett unzärtliches oder sogar grobes Rein-Raus sondern vielmehr um "wenig Kuscheln", weniger als ich üblicherweise in früheren Beziehungen gewöhnt war.
Freilich gibt es auch Menschen, die dieses "Streichelbedürfnis" nicht so haben, ich wollte hoffnungsvoll wissen, ob dies aus einem inneren Rückzug passiert sein könnte und vielleicht wieder "erweckt" werden kann.

Da mein Freund und ich wie erwähnt am Anfang sind, uns verstehen und auch über solche Dinge reden können, werde ich mir das einfach ansehen und die Zeit arbeiten lassen.

Danke für die Antworten!
 
G

Gast

  • #15
Ich habe mit ihm darüber gesprochen. Er wusste nicht genau was ich meine.
Dann zeige ihm doch mal was du damit meinst! Für meine Freundin mache ich das auch hin und wieder mal. Zuerst schaffe ich einen Raum indem sie sich wohl fühlt. Das Schlafzimmer gut temperiert, natürliches Licht mit Kerzen, ruhige und entspannte Musik und eine angenehmer Duft.

Wir springen dann nicht gleich ins Bett und haben Sex, sondern wir machen eine Art längeres Vorspiel. Dazu legt sie sich hin und muss in dieser Zeit nichts machen. Ich fange dann an sie ausgibig zu streichen und zu küssen. Mit Massage Öl, das in einem warmen Wasserbad liegt, massiere ich anschließend jeden Bereich ihres Körpers. Auch wieder ausgibig und mit viel Gefühl. Erst liegt sie dabei auf dem Bauch und dann auf dem Rücken.

Sie soll diese Zeit genießen und sich ganz auf ihren Körper und ihre Atmung konzentrieren.

Ich benutze keine spezielle Massagetechnik, sondern lasse mich mehr von der Musik leiten und genieße selbst diesen Moment. Besonders wenn ich zum Schluss an ihrem Lustzentrum angelangt bin.

So vergehen dann auch mal schnell 2 Stunden, welche sich nur mit dem Vorspiel beschäftigen. Beim nächsten mal macht sie das gleiche bei mir. :)
 
G

Gast

  • #16
Dann zeige ihm doch mal was du damit meinst! ................
Wir springen dann nicht gleich ins Bett und haben Sex, sondern wir machen eine Art längeres Vorspiel. Dazu legt sie sich hin und muss in dieser Zeit nichts machen. Ich fange dann an sie ausgibig zu streichen und zu küssen. Mit Massage Öl, das .....................................

So vergehen dann auch mal schnell 2 Stunden, welche sich nur mit dem Vorspiel beschäftigen
Ich kenne die Problematik der FS auch.
Bei solchen Menschern hat man Angst, dass sie sich in diesen zwei Stunden langweilen. Sie zünden keine Kerzen an, beduften den Raum nicht, so etwas ist ihnen egal. Man zieht sich aus und hat Sex.
Vielleicht folgt die FS deinem Rat und er nützt, wäre schön für sie.
Ich erinnere mich, dass ich bei meinem Ex dies nicht hätte tun können. Er hätte es einfach nicht zu schätzen gewusst und dann fühlt man sich mit all den Vorbereitungen, dem Geplanten, der schönen Musik usw. ziemlich alleingelassen und auch etwas lächerlich.
Manche können und verstehen diese Art Sex, Erotik und Romantik einfach nicht.
 
G

Gast

  • #17
Wie hat dein geschiedener Freund nach der Trennung gelebt, wieviele Jahre spielt er schon den seriellen Erwecker der Passion in der Damenwelt ? Mehrere Jahre Kurzläufer machen aus jedem schwächelnden gescheiterten Beziehungsmenschen einen erotischen Vagabunden. Kurz: er kann nicht mehr geben. Er will vermutlich auch die starken Gefühle, die du ausdrückst, selbst nicht: Sexuelle Erregung ist sein Favorit. Hast du ihn mal gefragt ob er mit Dir schon eine "Beziehung" hat oder nicht ?
Was weisst du eigentlich über ihn was er Dir nicht selbst über seine so
"erklärende Vergangenheit" sagt ?
Hast du diese "Geschichte" mal aus dem Mund anderer Personen gehört ? (Seine Ex wird leider nicht bereit sein dir ihre Sicht der Dinge zu sagen)
Glaubst Du dass der Knick durch Scheidung der Grund ist wieso er jetzt nicht zärtlicher zu Dir sein kann ? Liebt und begehrt er seine Ex ? Dann bist du nur Stellvertreter. Er mag dich, aber wirst du von Herzen froh mit ihm ?
Ein Mann der andere Frauen "benutzt" und sich also symbolisch an ihnen "rächt" für etwas, was keine von ihnen zu verantworten hat kommt mir sehr unreif und, pardon, charakterlos vor. Mit 48 sollte er genau sortieren können wem er welche Gefühle entgegenbringt und weshalb.
 
G

Gast

  • #18
An die FS
eigentlich sollte er , wenn über 39 ist, mindestens Erfahrungswissen aus der Ehe mitbringen, selbst wenn er danach ganz "wilde Sachen" bevorzugte und somit eventuell anders tickt.
Wie sehr am Anfang steht ihr denn ?
Vielleicht ist er noch blockiert ?
Hatte er vor dir eine Beziehung oder hat er sich mit Autoerotik über Wasser gehalten: dann muss er
nämlich erst mal von Ich zum Wir gelangen.
 
G

Gast

  • #19
"Wir betreten Neuland"

Das könnte auch der Grund sein wieso er langsam erst "über den Kopf streichelt".

"Mein Freund hatte die letzten 6 Jahre kaum Veranlassung zärtlich zu sein. Von seiner damaligen Frau entfremdet und Frauen benutzend, verliebt er sich plötzlich."

Kennst du die Meinung der anderen Frauen denn wirklich ?
An die einsame Wolf-Nummer glaube ich nicht mehr. Er wird
Pornos geguckt, Frauen gehabt und sich bestätigt haben.
Was du beschreibst klingt vor allem nach solcher Routine ohne persönliche Bindung.
Also Sex ohne grosses L.

"nie grob und der Sex ist gut, aber mir fehlen Streicheleinheiten, die mir sagen, dass er mich gern hat"

Könnte mangelnder Umgang mit zärtlichen Frauen sein. Oder zuviel Autorerotik: da verlernst du es auch.
Falls er dich küsst würde ich mir keine Sorgen machen.
Wenn er das nicht kann würde ich mir ernsthafte Gedanken machen.

"Bin ich ungeduldig?"
Frag ihn was das alles bedeutet. Vielleicht erklärt er sich.
 
G

Gast

  • #20
Ich wurde von meinen ehemaligen Beziehungspartnerinnen immer gerügt ob meiner mangelnden Zärtlichkeit und es war mir auch nicht möglich diese zu geben.

Bei meiner neuen (seit 4 Monaten) Freundin möchte ich Tag und Nacht streicheln, liebkosen, sie von unten bis oben küssen usw. usf.

Glaube erst wenn man (Mann) die Richtige gefunden hat kommt das von selbst.

Genieße es sehr und weiß das alle und jede davor nur Zeitverschwendung war.

m43
 
G

Gast

  • #21
Abstumpfung im Alter und durch seine Erfahrungen. Da gibt es nichts mehr zu öffnen. Besser wird es nicht. Aber das wußtest du ja. Du hast ihn als Macho kennengelernt, also was? Mehr gibt es nicht-
 
  • #22
Liebe FS,
ich verstehe ganz gut was du meinst und ich kann dir Hoffnungen machen. Ich hatte auch eine Beziehung zu solch einem Mann. Er war genau wie deiner, ich weiss, dass er mich sehr geliebt hat und ich war mir der Liebe eines Mannes noch nie so sicher wie bei ihm. Trotzdem musste ich ihm Zärtlichkeiten "anlernen". Anfangs hat mich das auch sehr irritiert, weil es einfach nicht zum Rest passte. Dieser Mann war es einfach nicht gewohnt zärtlich zu sein. Und wenn er mich mal "spontan" gestreichelt hat, dann kam es mir irgendwie unbeholfen vor. Ich habe ihm einfach immer wieder gezeigt, wie wichtig mir Zärtlichkeiten sind, auch mal beim Sex innengehalten, seine Leidenschaft unterbrochen indem ich reine Streichelmomente zwischengeschoben habe. Es hat ihn anfangs irritiert, doch er konnte sich dann aber auch fallen lassen und es geniessen und da er kein dummer Mann war, kamen solche Momente immer öfter auch von seiner Seite.
Er war ein sehr aktiver Mann, ziemlich ungeduldig und aufgedreht, sehr intelligent und in Gedanken immer schon einen Schritt weiter. Er konnte sich anfangs schwer fallen lassen, den Moment geniessen und die Zeit vergessen. Als ich ihm mal ein gemeinsames Bad vorschlug, hat er mich ganz entsetzt angeschaut, ich hatte trotzdem das Badewasser eingelassen und nach anfänglichem Zaudern konnte er es genießen. Das war jetzt nur ein kleines Beispiel, doch so ähnliche Momente habe ich öfters herbei geführt und im Laufe der Zeit konnte er sich auch in dieser Hinsicht öffnen. Er war einfach ein Mann, der dieses Zärtlichsein einfach nicht kannte. Er bekam es weder in seiner Kindheit noch in späteren Beziehungen.
Weniger Reden ( reden ist oft gut, doch manchmal wird vieles in Beziehungen zerredet) und mehr handeln. Ihm Zeit lassen, Geduld haben, Zärtlichkeit geben und nicht fordernd sein. Ihr seid ja erst am Anfang.

Alles Gute dir!
Hannah
 
G

Gast

  • #23
Gerade Zärtlichkeit empfinde ich als Naturbedürfnis, es ist da oder nicht, das Verlangen danach und das Bedürfnis sie zu geben.

Zärtlichkeit sollte in einer Beziehung einen höheren Stellenwert haben als Sex. Denn mit Zärtlichkeit berühre ich das Herz. Sex ist ein Trieb, völlig andere Schublade.

Ein Mann, der nicht von Anfang an zärtlich ist und die sanfte Berührung gerne gibt und diese selber genießen kann, den würde ich nicht mehr als Partner in Betracht ziehen.

Denn gerade solche Momente wie hier jmd geschildert hat, sich einfach mal 2h ohne Absicht zu massieren, verwöhnen, dass ist die Qualität, die Freude macht und eine Partnerschaft wertvoll macht.

Und so wie Du schreibst FS, ist Dir diese sehr wichtig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei ihm noch besser wird, weil es nicht seine Art ist. Vielleicht bemüht er sich mal eine Zeitlang, weil er weiss, dass es für Dich wichtig ist, aber das wird dann auch wieder aufhören. Überlege es Dir gut, wenn es Dir jetzt schon auffällt ...
 
  • #24
Es gibt halt Männer, die das können und Männer, die es nicht wollen oder können.
Meiner Meinung nach wenn der Mann die Frau richtig liebt, dann kann er ganz schön zärtlich sein.
Meine Meinung - dito.

Sorry, aber wie die FS das Ganze beschreibt geht es um Triebbefriedigung - sonst nichts.
Es mag Frauen geben, denen es gefällt, wenn ein Mann animalisch über sie herfällt und ich denke viele Männer glauben das irrtümlich das viele Frauen das auch wollen.

Aber da ich bisher nur in liebevollen stabilen Bindungen Sex hatte kann ich nur sagen, dass ein Mann, der viel Gefühl für die Frau hat beides vereint, Sinnlichkeit, Zärtlichkeit davor und danach und Leidenschaft, ein Mann der intuitiv mit der Frau auf gleicher Wellenlänge schwimmt weil es ihm um das gemeinsame Erleben und nicht um seine Befriedigung alleine geht.

Fazit: Ich kannte nur Männer, denen Vorspiel wichtig war, die sinnlich-zärtlich waren und super Liebhaber. Zuviel Leidenschaft drückt kein Gefühl aus, nur Instinkt.

Ich finde die FS hat den falschen Mann, der zwar Sex will nach seinem Gusto aber sie definitiv nicht liebt - tchja das Schicksal vieler Frauen.

Denn beim Sex zeigt sich ein Mann von seiner "inneren Seite" sprich wie er wirklich zu der Frau steht und wenn sie sich sexuell nicht "wohl" fühlt sollte das ein Alarmzeichen sein.
 
G

Gast

  • #25
Liebe FS,
auch ich kann dir Hoffnung machen.
Auch ich habe einen Macho kennengelernt und dann erkannt, dass er ein wunderbarer Mensch ist. Und auch ich musste ihm erst Zärtlichkeiten beibringen.

Es ist möglich, dass man ein zärtliches Miteinander entwickelt. Manchmal spreche ich ihn im Nachhinein darauf an: "Wie du vorhin meine Brust geküsst hast, war das der Hammer für mich! Das könnte ich stundenlang genießen..."

Also weniger als Kritik, sondern mehr als Lob und Ansporn.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: