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  • #1

Mann will für Kinder komplett zu Hause bleiben

Hallo zusammen,

Ich (w29) bin auf der Suche nach einem familientauglichen Mann, davon gibts in meiner Altersklasse ja noch nicht so viele. Habe jetzt einen tollen Mann mit Kinderwunsch mehrmals getroffen, es könnte wohl von beiden Seiten etwas draus werden.

Nun eröffnete er mit gestern beim Treffen, dass er beim ersten Kind gerne seinen Job kündigen und einige Jahre nur für die Kinder da sein möchte. Generell mag ich seine Freude an Kindern sehr, aber da war ich erstmal baff.

Er meinte alle seine bisherigen Beziehungen seien an der Frage gescheitert. Und ich verspüre da auch ein starkes Unbehagen.... Würde selbst meinen Job auch niemals ganz aufgeben, sondern höchstens 1-2 Jahre in den Mutterschutz gehen.

Ich habe ihm gesagt, dass es ökonomisch und emotional schwierig für mich wäre, die Familie komplett allein zu ernähren. Zur Info: ich arbeite in einem Bereich, in dem ich nie viel Geld verdienen werde, zudem sind die Jobaussichten sehr unsicher. Ich würde in heutigen Zeiten immer dafür plädieren, dass beide einen Arbeitgsvertrag haben und ihn nicht kündigen, man kann ja auch Teilzeit arbeiten.

Er versteht das alles aber nicht. Was wollt ihr Frauen denn, meint er, ihr beklagt euch doch immer über den Karriereknick durch Kinder...

Was meint ihr zu dieser Haltung?
 
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  • #2
Finde ich auch ein bisschen schräg von dem Mann. Heutzutage bracht doch keiner seinen Job zu kündigen, um Kinder aufzuziehen. Gut finde ich, wenn ein Mann anbietet, dass er einen Teil der Elternzeit übernimmt, also dass beide, Mann und Frau nacheinander in Elternzeit gehen. Ich kenne Ehepaare, bei denen das prima geklappt hat. Keiner hat seinen Job aufgeben müssen.

Frag ihn doch mal, warum dieses Modell für ihn nicht in Frage kommt. Vielleicht kommst du dahinter, was sein eigentliches Motiv ist.
 
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  • #3
Käme dieses Ansinnen von einer Frau, würde man ihr sofort (zurecht) unterstellen, sie sei nur auf der Suche nach einen "Versorger", habe keine Lust mehr zu arbeiten und wolle sich auf Kosten des Mannes ein schönes Leben machen.
Ich bin vollkommen Deiner Meinung, dass es heutzutage sehr wichtig ist, dass beide einen Job haben, beruflich nicht den Anschluss verlieren und gleichzeitig beide möglichst viel für die Kinder da sein sollten. Wenn er wirklich soviel Interesse daran hat, für die Kinder zu sorgen, sollte eine halbe/halbe Lösung (jeder von Euch arbeitet einen halben Tag, ihr tragt beide gleich zum Lebensunterhalt und zur Kinderbetreuung bei) eine gute Alternative sein. Besteht er darauf zu Hause zu bleiben, würde ich die genauen Beweggründe dafür wirklich sehr gründlich hinterfragen.... irgendwie habe ich bei dem was Du da schreibst kein gutes Gefühl.
w (52)
 
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  • #4
Für mich wäre ein Mann mit dieser Einstellung der perfekte Partner. Ich habe eine lange Ausbildung hinter mir (13 Jahre Schule, 9 Semester Jura-Studium und 2 Jahre Referendariat) und mir dreht sich bei dem Gedanken, bei jedem Kind ein bis zwei Jahre zu Hause zu bleiben und danach in die für Frauen typische Teilzeitfalle zu geraten, der Magen um - eben weil mein Weg recht langwierig und anstrengend war, um mein 2. juristisches Staatsexamen zu bekommen, und ich keinen Karriereknick erleiden möchte, der alles umsonst sein lässt. Abgesehen davon finde ich Männer, die nicht, wenn Kinder kommen, ihr Leben weitgehend normal weiterleben wollen, während sie von der Frau erwarten, dass sie die Erziehungsarbeit komplett übernimmt und beruflich pausiert, ohnehin toll. Das ist für mich Partnerschaft - gemeinsam eine Lösung, die für beide passt, finden, statt sich irgendwelchen Rollen zu fügen, weil "das ja immer so gemacht wurde".

Wenn du allerdings finanziell eine Familie nicht alleine versorgen kannst, aber von der Einstellung her kein Problem damit hast, die Haupternährerin zu sein, während der Mann einen Großteil der Erziehungsarbeit übernimmt, würde ich Folgendes vorschlagen: Im 1. Jahr könnte dein Partner zu Hause bleiben, denn da bekäme er ja Erziehungsgeld, so dass dein Einkommen nicht das einzige Familieneinkommen wäre. Danach könnte dein Partner Teilzeit arbeiten und für die Stunden, in denen er arbeitet, könntet ihr Großeltern einspannen, eine Tagesmutter engagieren oder das Kind in eine Kita geben. Gegebenenfalls könntet ihr auch beide zeitversetzt Teilzeit arbeiten (wird in Skandinavien so gemacht, kostet aber hier wohl viel Koordinierungsaufwand), so dass ihr nicht soviel Zeit abdecken müsst, in der das Kind durch andere Personen beaufsichtigt werden muss. Ich denke zudem, dass es auch für die berufliche Zukunft deines Partners besser wäre, wenn er zumindest auf Teilzeitbasis mit einem Fuss im Job bliebe. Je länger man raus aus dem Job ist, desto schwerer ist es nämlich, wieder einen Job zu bekommen, der der Qualifikation entspricht und adäquat bezahlt wird.

w, 29
 
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  • #5
Also der Herr scheint seine Zukunftsplanung nicht strategisch anzugehen. Er sollte sich mal ein Beispiel an einigen Damen nehmen, die sich bewusst einen besserverdienenden Mann angeln, mit der Heirat festnageln und sich mit der Kindeszeugung finanziell absichern. Die Männer müssen noch einiges dazulernen :)

Aber liebe FS sehe es mal so: Er kann sich mit dir Kinder vorstellen, obwohl du Geringverdienerin und das muss man ihm hoch anrechnen. Die meisten Frauen würden so etwas nie im Leben machen.
 
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  • #6
Finde ich auch ein bisschen schräg von dem Mann. Heutzutage bracht doch keiner seinen Job zu kündigen, um Kinder aufzuziehen.

Wer seine Kinder nicht durch die Ganztagsverwahrungsanstalt namens Kita schädigen will, dem wird wohl garnichts anderes übrig bleiben. Verantwortliche Eltern würden ihre Kinder niemals in eine Kita abschieben. Schon garnicht, wo jetzt aufgrund des Verwahrungsanspruchs diese auch noch extremst überfüllt sind.
 
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  • #7
Diese Variante finde ich ebenso schlecht als würde eine Frau wegen der Kinder zu Hause bleiben. Wenn möglich versucht Euch die Erwerbs- und Erziehungsarbeit zu teilen. Er kann ja durchaus seine Erwerbstätigkeit etwas (!) reduzieren und dafür einen größeren Teil als Du bei der Haus- und Kinderarbeit übernehmen, aber total unausgewogen sollte es nicht sein. Meiner Meinung nach sollen beide etwas von den Kindern "haben" und beide auch die Verantwortung für die monetäre Versorgung übernehmen. Meiner Erfahrung nach ist das auch für die Mann-Frau-Beziehung besser.

w/51
 
  • #8
Nette Art zu fragen, was du so verdienst. Vielleicht hat er auch nur Angst vor einer Frau, die genau das tun würde, was er jetzt anbietet, nur um dann nach 3-4 Jahren zu verschwinden und die letzte Bande ist die Unterhaltsüberweisung.
 
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  • #9
Finger weg von so einem Mann, genauso wie Finger weg von einer Frau, die so drauf ist. Dass das Leben auf Kosten des Anderen viel schöner (und deshalb auch mit einer viel längeren Lebenserwartung verbunden) ist, wussten bisher überwiegend die Frauen und haben ihre Faulheit verkaufen können (kinderlieb, Rückenfreihalten, auf Karriere verzichten, weiblich etc.). Jetzt haben viel der jungen intelligenten Männer hinzu gelernt und suchen eine loyale Frau, die ihren Beitrag zum Familieneinkommen zu leisten bereit ist. Dein Bekannter ist noch ein Stück weiter.
 
  • #10
Es ist doch eigentlich völlig klar: Das Alleinverdiener-Modell funktioniert nur, wenn es beide wollen. Man kann seinem Partner doch nichts aufzwingen! Ich kann Deine Sorgen gut nachvollziehen, dass Du nicht die alleinige Verantwortung tragen willst. Das ist legitim. Es gibt ja keinen "Anspruch" auf ein Leben ohne Erwerbsarbeit.
Mein Mann und ich haben uns dafür entschieden, dass ich nur Teilzeit arbeite und somit mehr Zeit für andere Dinge habe. Das ist ein Privileg und wir sind beide damit glücklich. Allerdings sehe ich diese Konstellation auch nicht als unverbrüchliches "Anrecht" an und würde selbstverständlich wieder mehr arbeiten, wenn es nötig/ gewünscht sein sollte. Letztlich muss es doch beiden gut gehen!
 
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  • #11
Ungewöhnlich.
Ich finde es im Prinzip gut, was er vorhat, andererseits muss ja auch Geld reinkommen. Wenn ihr im geld schwimmt kann man das so machen. Ansonsten finde ich eine Arbeitsteilung, die weder einem die Kinder noch dem andern alleine die Einkommenssicherung aufbürdet, am besten.
Dein Unbehagen, die Familie alleine ernähren zu müssen, kann ich nachvollziehen. Ich habe das auch. Und ich bin ein Mann.
Die Lösung kann m.E. nur in der Mitte liegen. Beide treten beruflich kürzer und beide verdienen weiterhin (weniger) Geld. "50:50" kann nie ungerecht sein. Darauf sollte er sich einlassen.

Wenn ihr darüber argumentiert, vergiß nie, immer wieder zu betonen, wie gut du findest, dass er für die Kinder da sein will. Sag einfach, Du willst das auch und Geld muss ja reinkommen.
Sag ihm nicht, dass Du es für "übertrieben" hätst, was er will.
 
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  • #12
Also der Herr scheint seine Zukunftsplanung nicht strategisch anzugehen. Er sollte sich mal ein Beispiel an einigen Damen nehmen, die sich bewusst einen besserverdienenden Mann angeln, mit der Heirat festnageln und sich mit der Kindeszeugung finanziell absichern. Die Männer müssen noch einiges dazulernen :)

Aber liebe FS sehe es mal so: Er kann sich mit dir Kinder vorstellen, obwohl du Geringverdienerin und das muss man ihm hoch anrechnen. Die meisten Frauen würden so etwas nie im Leben machen.

Hier die FS: also Geringverdienerin bin ich nicht, aber weit über 3.000 Brutto wird es wohl nicht werden. Er hingegen hat Internationale BWL studiert und einen guten Job. Wäre das Verhältnis umgekehrt würde ich vielleicht anders darüber denken.

Andererseits ist das Kinderaustragen Frauensache, da komm ich mir auch komisch vor, wenn ich's neun Monate austrage und dann sofort ihm in die Hand drücke. Da komm ich mir
Irgendwie vor wie eine Leihgebärmutter :-(
 
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  • #13
Andererseits ist das Kinderaustragen Frauensache, da komm ich mir auch komisch vor, wenn ich's neun Monate austrage und dann sofort ihm in die Hand drücke. Da komm ich mir
Irgendwie vor wie eine Leihgebärmutter :-(

Also dieses Argument habe ich ja schon öfter gehört. Das ändert aber nichts daran, dass ich es einfach nur schräg finde. Genauso gut könntest du es so sehen: Kinder austragen ist Frauensache. Sie hatten 9 Monate voll intensiver körperlicher Nähe zu ihrem Kind. Nach der Geburt ist also der Vater dran, schließlich braucht auch er die intensive Nähe zu seinem Kind, wenn er eine Beziehung zum Kind aufbauen will. Du wärest also keine Leihgebärmutter, du ermöglichst DEINEM Kind, eine Bindung zu seinem Vater aufzubauen, und trägst somit dazu bei, dass DEIN Kind unter den bestmöglichen Bedingungen aufwachsen kann.
Natürlich, ob du es tatsächlich so übernimmst ist deine Sache, aber es wäre mal eine alternative Sichtweise auf die Dinge.
 
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  • #14
Liebe FS

da ist er ja der Wandel.

1) Klar kann ich mir vorstellen als Frau Alleinversorger der Familie zu sein. Ich bin es ja auch, mein Mann ist arbeitslos.

2) Dein Datepartner entwickelt für sich ein Hausmann-und-Papa-Modell. Hält er sich an die übliche Elternzeitgrenze handelt er wie vom Familienministerium erwünscht und pausiert 2 Jahre vom BWL-Job.

3) Mehr als 2 Jahre: hat er dann dieselben Probleme wie Mütter, die nach zu langer Absenz plötzlich wieder zurück in den ersten Arbeitsmarkt wollen.

4) Im Unterschied zu jemandem der den Job kündigt um Kinder der verstorbenen Schwester oder die eigenen alten Eltern im Alltag zu unterstützen wäre er rentenversicherungstechnisch mit Anerkennungsjahren verwöhnt.

5) Ganz gleich wer von euch zu Hause bliebe: ihr profitiert von den neuen Regelungen in jedem Fall.
 
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  • #15
Hier die FS: also Geringverdienerin bin ich nicht, aber weit über 3.000 Brutto wird es wohl nicht werden. Er hingegen hat Internationale BWL studiert und einen guten Job. Wäre das Verhältnis umgekehrt würde ich vielleicht anders darüber denken.

Andererseits ist das Kinderaustragen Frauensache, da komm ich mir auch komisch vor, wenn ich's neun Monate austrage und dann sofort ihm in die Hand drücke. Da komm ich mir
Irgendwie vor wie eine Leihgebärmutter :-(

Dann teilt doch die Elternzeit auf. 2 Monate nach der Geburt musst du sowieso zu Hause bleiben (gesetzlicher Mutterschutz) und danach könnt ihr das flexibel regeln, z. B. so, dass du noch weitere 4 Monate zu Hause bleibst und danach dein Partner 6 Monate und danach evtl. einer oder beide Teilzeit arbeiten. Finde ich ganz gerecht für euch als Paar und ist bestimmt für das Kind auch nicht schlecht, wenn beide Eltern sich kümmern und eine starke Bindungzu ihm aufbauen können.

#4
 
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  • #16
Warum nicht? Frauen bleiben doch auch gerne daheim? Man kann auch von daheim arbeiten, sich weiterbilden, was neues wagen, usw. Ich liebe es selbst, ein unabhängiges Leben zu haben, keinen Chef zu brauchen und hätte gerne so einen Partner, mit dem man aus der Gesellschaft "austreten" kann.
 
  • #17
Das klingt ja höchst kinderlieb. Mein Ex äußerte vor unserer Ehe ganz Ähnliches, ich antwortete ihm, dass er sich dafür in mir die definitiv falsche Frau ausgesucht hätte, weil ich meine Kleinen auch nie verlassen (ok, "ohne mich zuhause lassen") könnte. Wir vereinbarten also, dass ich die ersten zwei Jahre, er die darauffolgenden beiden zuhause bleiben würde, da, wie er sagte, "diese Jahre als Vater nie wieder nachzuholen wären", und wir beide Frühunterbringung in Krippen und Kitas ablehnten. Drei Jahre später schlug bei ihm die Faszination seiner Karriere voll durch, ich hätte nie soviel verdient, und wir zogen unser zweites Kind vor... Letztendlich ist unsere Ehe an seiner Extremeinstellung zur Arbeit, auch noch permanent im Ausland, hauptsächlich gescheitert.
So kann' s gehen, Ideen und Vorsätze sind das Eine, die Umsetzung immer noch das Andere.
 
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  • #18
Liebe FS,

eigentlich ist das ganz okay. Stutzig macht mich ledigtlich die Art, wie er das vorbringt, ebenso die Erwähnung, dass genau daran die letzten Beziehungen gescheitert sind.

Er scheint einen guten Job zu haben, gute Zukunftsaussichten. Er würde sehr schnell merken, dass Kindererziehung nicht unbedingt lustiger ist. Ein Jahr ist das vielleicht interessant, danach merkt auch er, wie die Gesprächsthemen ausgehen.

Ich hätte Probleme mein Kind so an den Vater abzugeben, rein berufstechnisch gesehen würde ich heute sagen, topp, so hat er später das Problem, falls es schief geht.

Dir kann ich nur empfehlen, höre auf Dein Bauchgefühl. Vielleicht hört sich seine Ausbildung und der Job nur viel netter an, als es real ist. Vielleicht ist er grenzenlos überfordert und sucht einen Ausweg. Oder er testet wirklich brutal ab...

Ihr seid noch kein Paar - und dann solche Themen, manchmal verstehe ich die Reihenfolge nicht....

Egal was passieren wird, Dir viel Glück!
 
  • #19
Ich finde Modelle mit nur Hausfrau oder Hausmann nicht zeitgemäß. Am besten beide reduzieren ihre Arbeitszeit und teilen sich die Kinderbetreuung. So ist das auch schon vielfach in meinem Bekanntenkreis gelaufen. w52
 
  • #20
Wäre es jetzt umgekehrt, würde ich auch sagen, die Frau sollte die Arbeit wenn möglich behalten können, sei es auch nur Teilzeit. Also sage ich es dir FS auch so:
dein Freund, bzw. der Vater sollte seine Arbeit behalten können, aber in Teilzeit, evtl. beide, wenn es möglich ist. Aber sicherlich nicht komplett kündigen. Das finde ich in einer Zeit wie der jetzigen irgendwie unverantwortlich. Manche (sei es Frauen sowie Männer) meinen, dass für die Kinder da sein, alles so super-easy wäre. Ist es aber nicht. Manchmal ist mein dann einfach nur gestresst und man verlässt das Haus nicht mehr (wenn dann nur mit den Kindern), man hat keinen Augleich mehr usw...das einzige Thema ist dann das Kind und manche werden davon auch frustriert.

Ich find es zwar an sich gut, dass er auch für die Kinder da sein möchte, aber komplett kündigen...hm..wie wäre es mal mit Vaterschaftsurlaub? Dann sieht er ja wie es ist, und man könnte danach immer noch entscheiden...Oder er soll jetzt schon mal auf so ein Kindercamp gehen. Mich würde interessieren, wie er nach einer Woche denkt. :)
 
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  • #21
Ich bin auch Juristin mit einem sehr gut bezahlten Job und würde mir so einen Mann wünschen. Obwohl, so weit weg davon ist mein Mann auch wieder nicht. Allerdings würde ich es nicht bis in alle Ewigkeit wollen. Ein paar Jahre, 2 (ist eh Elternzeit) oder 3 Jahre finde ich gut, danach sollte er Teilzeit arbeiten gehen um den Anschluss nicht ganz zu verlieren - mehr würde ich aber auch nicht erwarten.
Und sieh es mal positiv: Bei so einem Mann kannst Du Dich voll auf Deine Karriere konzentrieren und kriegst bestimmt mal eine besser bezahlte Stelle!
Bei Deinem derzeitigen Gehalt von 3000 Brutto ist halt kein besonders geiles Leben drin, wenn das für eine ganze Familie reichen soll. Schrecke nicht davor zurück, dass es eine ungewöhnliche Konstellation ist. Ich kennen reihenweise Frauen mit toller Ausbildung, die zähneknirschend zrückstecken, der Kinder zuliebe, die würde sich die Finger nach so einem Mann lecken!
 
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  • #22
Also der Herr scheint seine Zukunftsplanung nicht strategisch anzugehen. Er sollte sich mal ein Beispiel an einigen Damen nehmen, die sich bewusst einen besserverdienenden Mann angeln, mit der Heirat festnageln und sich mit der Kindeszeugung finanziell absichern. Die Männer müssen noch einiges dazulernen :)

Aber liebe FS sehe es mal so: Er kann sich mit dir Kinder vorstellen, obwohl du Geringverdienerin und das muss man ihm hoch anrechnen. Die meisten Frauen würden so etwas nie im Leben machen.

Klar, deswegen bleiben auch geringverdienende Männer kinderlos...oder haben Männer alle einen akademischen Hintergrund und machen Karriere.....da sollte jemand seine Einstellung zum weiblichen Geschlecht überdenken.......da scheint einiges im Argen zu liegen.

Liebe FS: Freue dich über diesen Mann und wenn deine beruflichen Cancen in puncto Aufstieg so gering sind, investiere doch in deine berufliche Weiterentwicklung.

Viel Erfolg!
 
  • #23
Ihr seid noch kein Paar - und dann solche Themen, manchmal verstehe ich die Reihenfolge nicht....
Das ist doch sinnvoll: Wenn man für sich weiß, unbedingt Kinder zu wollen, sollte man das nicht verstecken. Ich verstehe all die Paarhälften, die hier jammern: "Mein(e) Partner(in) will keine Kinder, ich aber schon", bzw. "Ich will nicht zuhause bleiben/ will unbedingt zuhause sein, mein Partner ist dagegen"- hingegen ÜBERHAUPT nicht. "Love is not a choice", richtig. Aber wenn man sich so grade noch bremsen kann im Verlieben, dann schaut man doch auch noch rational, ob es passt? Und wenn es nicht passt, wird eine Freundschaft daraus! Man kann doch das Naheliegende, einem selbst Wichtige berücksichtigen? Alt genug, um zu wissen, was wir wollen, sind wir doch? Warum immer erst hinterher klarstellen und den Kompromiss suchen, voller Jammer und Zweifel?
Ausreichend Planänderungen hält das Leben ohnhin bereit, Flexibilität wird schon genug gefordert, aber die Zielrichtung sollte anfangs bei beiden stimmen. Die Fragestellung ist ein kluger Weg dazu.
 
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  • #24
Macht er denn den Eindruck, dass er in seinem jetzigem Job nicht glücklich ist, und die Sache für ihn eine legitime Flucht wäre?
Hast du denn vor, so schnell wieder voll zu arbeiten oder würdest du auch gerne eine gewisse Zeit daheim bleiben?
Warum sind denn Beziehungen daran gescheitert? Gab es keinen Spielraum?
Für mich wäre das nichts, denn ich möchte auch gerne am Anfang viel Zeit mit den Kindern verbringen. Aber ich würde den Job doch nicht kündigen. Er könnte doch auch bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen, pro Kind, und dann mal schauen, wie es läuft. Das finde ich seltsam. Oder meint er gar nicht wirklich kündigen sondern pausieren?
Ich würde wirklich versuchen, ihm da nochmal auf den Zahn zu fühlen, wie festgelegt er ist oder was es für Möglichkeiten gibt.
Ich höre es umgekehrt doch höchst selten, dass eine Frau ihren Job KÜNDIGT, um Kinder zu versorgen. Die aller-, allermeisten gehen doch spätestens nach drei Jahren zumindestens Teilzeit arbeiten oder schließen das nicht komplett aus und probieren es aus. Warum will er das so machen? Zumal es bei dir dich auch ein bisserl unsicher ist, ubd auf zwei Beinen steht man besser als auf einem.....
 
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