• #1

Mann verweigert jeglichen Körperkontakt

Mein Mann, 40 und ich sind seit 5 Jahren verheiratet, insgesamt 8 Jahre zusammen. Bis zur Heirat hatten wir eine gute Beziehung. Jeder hatte eine Wohnung. Wir zogen ein halbes Jahr vor unserer Hochzeit zusammen. Es gab die ersten Streitigkeiten bzgl Einrichtung. Damals haben wir hinterher noch drüber lachen können. Es folgte ein gutes halbes Jahr. Dann beruflicher Stress meines Mannes und an mir blieb, ebenso trotz Vollzeitjob die ganze Hausarbeit hängen. Somit nörgelte ich halt auch mal. Bis mein Mann für 2 Wochen zu einem Freund zog. Wir sprachen uns aus und er sah ein, dass er nicht nur allein Stress hatte, sondern ich auch.
So zog sich das ganze immer wieder. Immer kam er wieder in sein Muster, wo er nur am WE rumhing und ich alles selbst machen musste. Dann war ich schwanger. Mein Mann versprach " Besserung".
Heute bin ich mit unserer Kleinen ( 2, 5 J) halbtags zu Hause. Mein Mann tut nichts mehr im Haushalt. Ich mache alles. Natürlich nicht ohne ab und zu zu nörgeln. Inzwischen verweigert mein Mann sich mir seit gut 3 Monaten. Kein Kuss, keine Umarmung, Sex sowieso nicht. Gar nichts. Darunter leide ich sehr. Er meint, dass er kein Interesse mehr daran hat, mir nahe zu kommen, da ich durch mein Gemeckere in ihm alles zerstört hätte über Jahre. Er bleibt nur bei mir, wegen unserer Tochter und dem Haus. Ich empfinde nochwas für meinen Mann. Er bleibt kühl, egal was ich sage. Was kann ich jetzt noch tun? Liegt es wirklich an meinem Gemeckere? Wie soll es denn nun weitergehen? Ich finds wirklich traurig, aber auch schlimm von meinem Mann, mich so zu behandeln. ICH hab doch alles immer hinter ihm her geräumt und mache es sogar jetzt noch. Was soll ich machen? Ich bin sauer auf ihn, weil er mich so kühl auf Abstand hält und mir damit das Gefühl vermittelt, ich hätte etwas Ansteckendes an mir. Seine Kälte schmerzt so sehr. Bitte helft mir. Ich halte es nicht aus. Gespräche mit meinem Mann sind zwecklos. Er will nichts mehr hören von diesen Themen. Bitte helft mir.
 
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  • #2
Das ist eine schlimme Situation für Dich und auch Dein Kind.
Wenn er nicht will, kannst Du leider gar nichts machen. Dir die alleinige Schuld zu geben, Du hättest mit Deinem Gemecker alles abgetötet, finde ich armselig.
Das ist hart, was er Dir gesagt hat. Ich würde so gar nicht leben können. Es ist für das Kind auch nicht gut, wenn der Vater sich so zur Mutter verhält.
Ich kann Dir leider nichts Konstruktives schreiben. Dein Mann mauert und lässt nichts mehr an sich ran. Ich würde die Trennung wollen, weil ich mit ihm in der Nähe mehr leiden würde als allein.
 
G

Ga_ui

  • #3
Dein Mann ist ein erwachsener Mann, er möchte offentlich keine Hausarbeit tun, er will nicht herumkommandiert werden und er will auch sonst nicht, dass man ihm was sagt. Er ist aber, wie die meisten Männner, passiv-aggressiv, das heißt, er schweigt und distanziert sich immer mehr von dir. Manche Männer verharren so ihr ganzes Leben lang.

Ich verstehe dein Problem nicht? Mach die Hausarbeit selbst, wenn es zu viel ist, schmeiß ihn raus oder trenne dich. Dass du jetzt auch noch ein Kind bekommen hast, ist ehrlich deine eigene Schuld, und es wird sich dein Arbeitspensum erhöhen. Daran hättest du vorher denken müssen. Ich finde, jetzt kannst du auch alles alleine machen.
 
  • #4
Liebe Ute,

Nein, es liegt nicht nur am Nörgeln, da ist zunehmend einiges unrund gelaufen - Du schreibst es selbst.
Irgendwann hat Eure Beziehung eine eigene Dynamik entwickelt und jetzt inzwischen sind die Muster so eingefahren, dass eine Chance auf positive Veränderung nicht möglich ist. Dafür bräuchte es auch Veränderungswillen und eine gute Kommunikation.

Frag Dich selbst - willst DU diese Ehe noch, welche Gefühle hast Du noch, reichen diese, magst Du Dich in der Rolle der "Nörglerin" leiden...
Oder wäre Dir nicht die Trennung lieber?

Sortiere Dich, wo Du stehst und was Du möchtest.
Wenn es die Scheidung ist, dann denke über die Eckdaten nach - wo willst Du künftig wohnen, für ihn ist ein Auszug leichter, nachdem Du sicherlich Euere Tochter bei Dir haben möchtest. Wie sieht es mit Beruf, Einkommen, Unterhalt, und den sonstigen zu regelnden sachlichen Angelegenheiten aus.
Und vor allem, wie soll es zukünftig für Euer gemeinsames Kind weiter gehen - Umgang, etc.
Deiner Tochter zuliebe - wenn es möglich ist, versuche eine einvernehmliche, friedliche Trennung.

Und irgendwann nimmst Du Dir die Zeit und schaust Dir mal diese Beziehung an, reflektierst und prüfst Deinen Anteil, und was hätte anders laufen können - für eine spätere, gute Beziehung.

Ansonsten glaube ich, ist eine passive Veränderung Eurer Ehe schwierig, ob bei Euch eine Paartherapie noch etwas retten kann - ist aber, falls Dein Mann einverstanden ist, zumindest eine Option.
 
  • #5
Natürlich kann man mit niemandem mehr ein Gespräch führen, der einen jahrelang angemeckert hat. Jedes Gespräch endet ja dann im Streit.
Willst du ständig genörgelt werden und hast dann Lust auf Sex?
Worte können viel kaputt machen.
Offenbar hast du es nie geschafft, deine Anliegen in vernünftiger Form in Ich-Botschaften rüberzubringen und eine Haushaltshilfe zu organisieren. Bei 2 Vollverdienern ist das wohl machbar gewesen, vermutlich auch jetzt noch.
Sorry, aber die Situation ist nachvollziehbar und kommt so jeden Tag tausende Male vor.
Jetzt jammern ist ein wenig armselig, oder? Schlage ihm Paarberatung vor, aber vermutlich wird er das auch ablehnen. Ja, es gibt das Konzept von "zu spät" auch wenn uns Hollywoodfilme was anderes erzählen wollen. Sorry, das hast du verbockt.
 
  • #6
Er meint, dass er kein Interesse mehr daran hat, mir nahe zu kommen, da ich durch mein Gemeckere in ihm alles zerstört hätte über Jahre. Er bleibt nur bei mir, wegen unserer Tochter und dem Haus. Ich empfinde nochwas für meinen Mann.
Ich kenne diese Situation. Auch ich kann meiner ebenfalls (aber nur halbtags berufstätigen) Partnerin unter der Woche nur wenig im Haushalt helfen, mache aber, was ich kann, manchmal bis abends um 23 Uhr.
Sie nögelt auch (und sorgt damit dafür, dass ich sie nicht heirate) bis sie sich selbst irgendwann wieder einbremst.

Leider hat Dein Mann mit einer Sache völlig Recht:
Meckern und Nörgeln zerstört eine Beziehung aus männlicher Sicht total.
Nörgeln ist die das dauernde Tröpfeln von Gift in die Beziehung bis sie tot ist; nichts anderes.

Hier helfen keine dauernden An- oder Aussprachen, sondern nur tatsächliche räumliche Lösungen :

Du oder Dein Mann muss raus aus aus der gemeinsamen Wohnung um selber wieder Verantwortung für das Leben (und einen eigenen Haushalt) zu übernehmen.
Das Kind kommt dann hälftigs der Woche zu Dir und zu ihm; schließlich seid ihr ja beide Vollzeit berufstätig.
Wenn die Ehe das aushält, kömnnt ihr Euch auch wieder näher kommen. Eine Scheitern musst Du allerdings genauso einkalkulieren.

Ansonsten müsst ihr als allererstes und allerdringenst zu einem Paarberater / Paartherapeuten, wenn es dafür nicht schon zu spät ist.....
 
  • #7
"Meckern und Nörgeln zerstört eine Beziehung aus männlicher Sicht total..."

Ja und auch aus weiblicher Sicht!!! Das wird meist als typisches Frauenverhalten bemängelt, geht aber auch anders herum. Und ich kann dir sagen, ja, irgendwann sind dadurch die Gefühle kaputt, man geht auf Abstand, denn man kann und will das ewige Gemecker und die Unzufriedenheit nicht länger ertragen. Irgendwann gibt man auf... Damit man wieder Ruhe hat und nicht ständig defizitär ist, nicht ständig Vorhaltungen bekommt, sich nicht ständig rechtfertigen muss. Klar muss man sich auch mal selbst hinterfragen. Aber was soll man tun, wenn der Partner immer was zu meckern hat und es nie genug ist, nie passrecht ist? Man will dann irgendwann einfach nicht mehr. Auch nichts mehr klären oder versuchen.

w34
 
G

grünewelle

  • #8
Leider hat Dein Mann mit einer Sache völlig Recht:
Meckern und Nörgeln zerstört eine Beziehung aus männlicher Sicht total.
Aber der Grund für´s Nörgeln auch, das wird von Männern gerne mal vergessen. Ursache und Wirkung. Klar kann man sagen, dass Nörgeln nicht der richtige Weg ist. Aber sich den Arbeiten im Haushalt zu entziehen ist auch nicht gerade beziehungsförderlich.
Stress haben heutzutage auch Frauen. Eigentlich erstaunlich, dass man Männern das erklären muß. Und mal ehrlich, wenn ich den ganzen Haushalt machen müßte bei gleicher Arbeitsbelastung, dann würde ich auch meckern. Ein "Schatz, würdest Du bitte bis morgen die Wäsche aufhängen" halte ich für Kindergarten, eine Dressur des Mannes, ich kann auch gar nicht "rumflöten" und mir manipulative Sätze einfallen lassen, wenn ich sauer bin.
Ich erwarte von meinem Partner,dass er das selber sieht und von sich aus mit anpackt.
Natürlich kann man mit niemandem mehr ein Gespräch führen, der einen jahrelang angemeckert hat.
Ich kann auch kein Gespräch mit einem Partner führen, der jahrelang nichts im Haushalt tut und mir trotz gleicher oder ähnlicher Belastung nicht hilft. Beißt sich die Katze nun in den Schwanz irgendwie.
Wenn sich der Mann der FS emotional total verweigert, macht diese Ehe keinen Sinn mehr. Für eine Versöhnung fehlt seinerseits die Bereitschaft. Da kann man sich nur abstrampeln.
Er ist aber, wie die meisten Männner, passiv-aggressiv, das heißt, er schweigt und distanziert sich immer mehr von dir. Manche Männer verharren so ihr ganzes Leben lang.
Sehe ich genauso. Sollen diese Männer in dieser Rolle verharren, die FS sollte ihren Weg alleine weitergehen, es kann nur besser werden ohne diese ständigen Dauerkonflikte und ohne diese Kälte. Es gibt Männer, die liebevoll auch auf die Belastung ihrer Frau gucken.
W
 
  • #9
Nörgeln ist die das dauernde Tröpfeln von Gift in die Beziehung bis sie tot ist; nichts anderes.
Stimmt. Nur verstehe ich dann nicht, warum Männer ( z. B. auf Grund von Genörgel) getroffene Vereinbarungen nicht einhalten und somit neuerliches "Gemecker" selbst herausfordern!
Wenn jede Bitte, jedes Ersuchen als Genörgel verstanden wird, liegt das nicht nur an der Frau. Keine Frau nörgelt gern. Und auch sie verliert dadurch den Respekt vorm Partner.

Die FS tut mir leid, sie fühlt sich einerseits schuldig und andererseits unverstanden. "Passiv-aggressiv" ist ein guter Hinweis in Bezug auf das Verhalten ihres Mannes. Vielleicht sollte sie sich ins Thema einlesen oder fachliche Beratung einholen um Lösungsmögichkeiten zu finden. Wenn zumindest einer noch an der Beziehung arbeiten will, ist die Sache noch nicht verloren.
 
  • #10
Guten Morgen liebe FS,

bei euch Zweibeiden hat von Grund auf die Kommunikation nicht gestimmt, sonst hätte es nicht so viele Streitigkeiten gegeben. Ewiger Kleinkrieg und Nörgelei zerstört jedes Nähebedürfnis und lässt Mauern wachsen. Es spielt keine Rolle, wer am meisten nörgelt und wer angefangen hat, ihr seid beide daran beteiligt und tragt die Verantwortung. Mit dieser Konstellation ist aber niemanden gedient und schon gar nicht, eurem Kind, es macht krank und zerstört.
Um das Ruder rumzureißen, bedarf es das Erlernen einer vernünftigen und respektvollen Kommunikation und Sprachmelodie. Das wird ohne einen Coach wahrscheinlich kaum zu schaffen sein, da die Schotten bereits bei deinem Liebsten dicht sind. Ich würde etwas Zeit ohne Nörgeln und Vorwürfe verstreichen lassen und ihn dann in einem gütigen Gespräch diesen Vorschlag unterbreiten und Hilfe suchen. Wichtig ist aber erst einmal, Ruhe in euren vier Wänden rein zu bekommen, damit jeder für sich zur Ruhe komme kann. Ich wünsche euch viel Glück !
 
  • #11
Vielen Dank für Eure Antworten. Auf der einen Seite bedeutet mir mein Mann noch etwas, auf der anderen Seite bin ich viel zu sauer auf ihn, um da nochmal neu zu beginnen. Ja, es war auf der einen Seite mein nörgeln, auf der anderen Seite sind und waren es auch oft seine Kommandierungen, ob ich ihm dies und jenes nicht bringen oder für ihn erledigen könnte. Natürlich habe ich das alles mitgemacht. Er meinte, da ich ja nur noch halbtags arbeite, wäre es für mich kein Problem, ihm nebenbei noch extra zu helfen. Mich wurmt das aber schon eine lange Zeit.
Wir haben beide Fehler gemacht, dass ist mir bewusst, allerdings schiebt mein Mann die gesamte Schuld auf mich. Ich ertrage das nicht und nun mit seiner körperlichen Verweigerung ist wirklich inzwischen alles kaputt. Es interessiert ihn nicht, ob mich das verletzt. Nun harren wir zusammen aus. Unserer Kleinen gegenüber lasse ich mir kaum was anmerken, aber es ist sehr schwer. Mein Mann kommt nur noch zum schlafen, essen und fernsehen Heim, spricht nur das nötigste.
 
  • #12
Sehr verständlich, auch persönlich schon miterlebt. Ja, dieses ständige Gejammer und Gemäcker kann jegliche Leidenschaft und Zuneigung unwiderruflich abtöten. Dass er die Beziehung für euer Kind aufrecht erhalten will ist ihm hoch anzurechnen.
Falls du wirklich noch was verbessern willst ginge das mMn nur indem du dein Gemäcker komplett auf 0 schraubst (nicht "nur noch ein bisschen", nein, komplett 0) und ihm wieder zeigst, dass du ihn auch begehrst (nicht körperliche und sexuelle Leistungen seinerseits einfordern, sondern mal etwas großzügiger deinerseits sein).
Sowas kann schnell wieder gekittet werden, ist aber umso schneller wieder kaputt wenn du dann in dein altes Nörgelmuster zurückfällst.

Sonstige Alternative wäre noch ihn darauf hinzuweisen, dass er seinen ehelichen Pflichten nicht nachkommt und du dir einen Liebhaber suchst (und er eine Geliebte). So wärt ihr beide entspannter und könntet zuhause ein intaktes Familienbild aufrecht erhalten bis eure Tochter außer Haus ist. Seit aber zu euren Zweitpartnern genau so aufrichtig wie zu euch gegenseitig.

Ein Trost meinerseits, du bist mit diesem Verhaltensmuster keinesfalls alleine, der Großteil der Frauen lebt nach diesem Schema. Dass du das Problem erkannt hast und an dir arbeiten willst hebt dich schon weit über die breite Masse, dafür zolle ich dir höchsten Respekt!
Viel Erfolg!
M31
 
  • #13
Vielen Dank für Eure Antworten. Auf der einen Seite bedeutet mir mein Mann noch etwas, auf der anderen Seite bin ich viel zu sauer auf ihn, um da nochmal neu zu beginnen. Ja, es war auf der einen Seite mein nörgeln, auf der anderen Seite sind und waren es auch oft seine Kommandierungen, ob ich ihm dies und jenes nicht bringen oder für ihn erledigen könnte. Natürlich habe ich das alles mitgemacht. Er meinte, da ich ja nur noch halbtags arbeite, wäre es für mich kein Problem, ihm nebenbei noch extra zu helfen. Mich wurmt das aber schon eine lange Zeit.
Wir haben beide Fehler gemacht, dass ist mir bewusst, allerdings schiebt mein Mann die gesamte Schuld auf mich. Ich ertrage das nicht und nun mit seiner körperlichen Verweigerung ist wirklich inzwischen alles kaputt. Es interessiert ihn nicht, ob mich das verletzt. Nun harren wir zusammen aus. Unserer Kleinen gegenüber lasse ich mir kaum was anmerken, aber es ist sehr schwer. Mein Mann kommt nur noch zum schlafen, essen und fernsehen Heim, spricht nur das nötigste.
Und zu welchem Zweck soll diese ganze Misere jetzt so weitergehen? Einer muß das Trauerspiel jetzt beenden, das ist dir doch wohl klar?
 
  • #14
Ich finde eure Beziehung ist nur zu retten wenn beide sich ernsthaft aufeinander einlassen und dem jeweils anderen zuhören. Das setzt aber den Willen voraus, und das sehe ich bei deinem Mann nicht. Er versucht nicht dich zu verstehen, dass es ebenfalls für dich eine Belastung ist, wenn du unterm Strich zuhause alles alleine machen musst. Dass du dazu etwas sagst kann doch jeder verstehen, dein Mann tut es aber als "Nörgeln" ab und gibt dir jetzt die Schuld am Scheitern der Beziehung. Wie es dir damit geht ist ihm egal.

Es tut mir leid, aber mit so einem Menschen kann man auf Dauer keine glückliche Beziehung führen. Solche Leute sehen nur sich selbst. Ich glaube nicht, dass er zu einem Gespräch bereit wäre.

w(28)
 
G

grünewelle

  • #15
Ein Trost meinerseits, du bist mit diesem Verhaltensmuster keinesfalls alleine, der Großteil der Frauen lebt nach diesem Schema. Dass du das Problem erkannt hast und an dir arbeiten willst hebt dich schon weit über die breite Masse, dafür zolle ich dir höchsten Respekt!
Oha. Laß Dir nichts einreden, man fängt einfach irgendwann an zu meckern oder nörgeln, wenn man keine Hilfe bekommt und/oder Dinge tausendmal anspricht und trotzdem nichts passiert . Hatten wir hier schon oft genug, das Thema. Ein Großteil der Frauen lebt nach dem Schema...ich musste arg schmunzeln. Ich lebe nicht so . Bevor ich mir das unschöne Benehmen einiger Männer gefallen lasse (sich bedienen lassen, sich im Haushalt doof anstellen, ich bin Mann, ich weiß das doch nicht, ich brauch klare Ansagen, etc.), bin ich lieber mal weg.
Wenn Männer nicht erkennen, dass sie etwas mit der Unzufriedenheit zu tun haben, dann erkennen sie das Problem ebenso wenig. Respekt vor dem Mann, der das erkennt. Und in der Lage ist, zu kommunizieren.
W
 
  • #16
Es ist schwer diesen Konflikt zu lösen, weil beide Seiten inzwischen nicht mehr auf den anderen zugehen können. Er wird in dir nur noch eine keifende, verbitterte Frau sehen, du in ihm nur noch den trägen Faulpelz. Da ist in der Vergangenheit eine ganze Menge zu Bruch gegangen. Leider geschieht dies nie plötzlich, sondern ist ein erosiver Prozess und irgendwann stellt man fest, daß es kein gemeinsames Fundament mehr gibt.
Ihr könnt nur versuchen, euch nochmal in Erinnerung zu rufen, was euch wirklich mal an dem Partner gefallen hat und überprüft, ob das noch da ist. Versucht miteinander zu reden, am besten mit professioneller Unterstützung, und wenn noch eine Basis da ist kann es wieder eine Annäherung geben.
Es ist aber nur eine Chance und sie muß auch von beiden genutzt werden wollen.
 
  • #17
Deine Situation ist unerträglich, tu dir das nicht an. Dich durch Mauern, Schweigen, Ignorieren zu strafen bzw. zum "Nichtmeckern" zu nötigen ist werder fair, noch kann dies funktionieren.

Fehler haben sicher beide gemacht, also sollten auch beide etwas zum Guten wenden, wenn ihnen etwas an der Beziehung liegt. Notfalls mit Hilfe eines Paartherapeuten, ein Versuch wäre es wert. Oder erstmal mit räumlichem Abstand.

Wenn er, du oder ihr beide dazu nicht bereit seid, sollte jeder ohne den anderen sein Glück suchen. Und eine faire, liebevolle Lösung für den Umgang mit eurem Kind. So sollte es jedenfalls nicht weitergehen.
 
  • #18
Danke, für Eure Antworten. Was eine Einigung angeht, so lehnt mein Mann jegliche Hilfe von aussen ab. Er gibt mir komplett an allem die Schuld. So sei es. Ich werde nun Zeit verstreichen lassen, auch mein nörgeln einstellen, allerdings denke ich, dass sich nicht viel ändert, da er trotz allem, weiter kommandiert, als wenn nichts wäre. Wenn sich nichts ändert, werde ich in den sauren Apfel beissen und mich trennen. Ich kann so nicht weitermachen und ja, ich weine hin und wieder heimlich, weil sich nichts tut. Das baut mich auf die Dauer ab und das möchte ich weder unserem Kind, noch mir und nicht zuletzt meiner Arbeit antun. Denn auch dort merke ich meine frustrierte Laune. Ich danke Euch für die vielen guten offenen Ratschläge und Meinungen. Für weitere bin ich ebenso dankbar.
 
  • #19
Ich fürchte der Karren steckt tief im Dreck, ich denke auch, er hat dich von Anfang an nicht respektiert.
Deine berechtigten Bedürfnisse tut er als Nörgeln ab.
Er macht es sich sehr einfach, dir die komplette Schuld zu geben,
will keine Hilfe von außen zulassen-könnte ihm ja jemand in die Karten schauen.
Lass ihn jetzt erst mal und konzentriert dich mehr auf dich.
Kann sein, dass nichts mehr zu retten ist, da er einfach mauert und alles abblockt, , dh wenn der andere nicht mitzieht, kannst du dich abstrampeln.
 
  • #20
Hallo Ute,

Nach Deinem letzten Post - ich würde nicht mehr warten und weiter leiden. Wofür.

Werde aktiv, dann fühlst Du Dich besser.
Plane die Rahmenbedingungen für die Trennung, lass Dich ggf. rechtlich beraten.
Mach Dir eine Liste, was zu erledigen ist, bereite vor, was Du kannst.
Und dann teilst Du ihm die Trennung möglichst sachlich mit, mit der Bitte um Auszug - evtl. mit Nennung einer realistischen Frist. Du hast Deine Tochter, also wenn möglich, bleibe auch ihr zuliebe in der gewohnten Umgebung.
Besprich mit ihm, wie es für Euch als Eltern weitergeht, denn das seid ihr weiterhin - und versucht es gemeinsam gut zu machen. Eine gescheiterte Ehe ist unschön, muss aber nicht zur Katastrophe für das Kind werden.
 
N

nachdenkliche

  • #21
Vielen Dank für Eure Antworten. Auf der einen Seite bedeutet mir mein Mann noch etwas, auf der anderen Seite bin ich viel zu sauer auf ihn, um da nochmal neu zu beginnen. Ja, es war auf der einen Seite mein nörgeln, auf der anderen Seite sind und waren es auch oft seine Kommandierungen, ob ich ihm dies und jenes nicht bringen oder für ihn erledigen könnte. Natürlich habe ich das alles mitgemacht. Er meinte, da ich ja nur noch halbtags arbeite, wäre es für mich kein Problem, ihm nebenbei noch extra zu helfen. Mich wurmt das aber schon eine lange Zeit.
Wir haben beide Fehler gemacht, dass ist mir bewusst, allerdings schiebt mein Mann die gesamte Schuld auf mich. Ich ertrage das nicht und nun mit seiner körperlichen Verweigerung ist wirklich inzwischen alles kaputt. Es interessiert ihn nicht, ob mich das verletzt. Nun harren wir zusammen aus. Unserer Kleinen gegenüber lasse ich mir kaum was anmerken, aber es ist sehr schwer. Mein Mann kommt nur noch zum schlafen, essen und fernsehen Heim, spricht nur das nötigste.
Diese Ehe ist am Ende. Eurer Tochter tut dieses Umfeld der Kälte gar nicht gut. Reiche die Scheidung ein, sofort. Ich weiß nicht was Dir an ihm noch etwas bedeutet? Das wird jetzt Bequemlichkeit sein, diese dringend notwendige Verbesserung der Situation herbei zu führen. Tue es wenigstens für Euer Kind.
 
  • #22
Ich werde nun Zeit verstreichen lassen, auch mein nörgeln einstellen, allerdings denke ich, dass sich nicht viel ändert, da er trotz allem, weiter kommandiert, als wenn nichts wäre.
Was soll sich den jetzt, nach Jahren von Nörgeln, Herumkommandieren, sich aufstauendem Groll, Enttäuschungen, sich auf einmal ändern?
Daß du jetzt zu Nörgeln aufhörst, wird er nicht bemerken. Und ausserdem, sorry, wird es dir auch nicht einmal einen Tag lang gelingen.
Deine Passivität ist erstaunlich, und dein Unwille, wirklich etwas zu ändern. Setzt euch zusammen und redet über die Trennung, das ganze auch nur einen Tag länger dem Kind anzutun, ist fahrlässig.
 
  • #23
, dass sich nicht viel ändert, da er trotz allem, weiter kommandiert, als wenn nichts wäre. Wenn sich nichts
Guten Morgen liebe Ute,
du kannst dich nur selber ändern, dann werden sich auch die Zustände verändern. Du entscheidest, ob du die Kommandos empfängst und darauf reagierst. Auch hier erhälst du Kommandos und Befehle........dich sofort scheiden zu lassen z.B....
Ihr seid beide an dem Drama beteiligt und verantwortlich und es gibt keinen Buhmann. Wenn du erkennst, dass du vieles selber in der Hand hast, fühlst du dich auch nicht mehr in dieser Situation ausgeliefert und kannst in Ruhe klare und vernünftige Entscheidungen treffen.
Ich wünsche dir viel Kraft!
 
  • #24
Auf der einen Seite bedeutet mir mein Mann noch etwas, auf der anderen Seite bin ich viel zu sauer auf ihn, um da nochmal neu zu beginnen.
Liebe FS,
damit ist doch alles gesagt - Du kannst und willst nicht mehr neu mit ihm beginnen - also trenn' Dich und entlaste Dein Leben von dieser Zumutung in Form eines passiv-aggressiven Mannes. Sag' ihm ohne jedes Genörgel, dass Du die Trennung willst und dass er sich eine neue Wohnung suchen soll.

Unserer Kleinen gegenüber lasse ich mir kaum was anmerken, aber es ist sehr schwer. Mein Mann kommt nur noch zum schlafen, essen und fernsehen Heim, spricht nur das nötigste.
Dass Euer Kind diese unangenehm-eiskalte Stimmung zwischen Euch nicht mitbekommt, glaubst Du doch wohl selber nicht. Lies' Dich hier mal durch die Therads - so ziemlich alle Erwachsenen, deren Eltern angeblich der Kinder wegen zusammen blieben schreiben "hätten sie es bloss nicht getan, es war für uns Kinder die Hölle" und alle hauten ab, sowie sie grad volljährig waren, weil es nicht zu ertragen war.
Die Beziehung zu beiden Elternteilen ist nach so einer Kindheit unwiderbringlich zerrüttet. Eltern bleiben nicht der Kinder zuliebe zusammen, sondern aus Angst, ihr Leben ändern zu müssen, die extrem unbequeme Komfortzone zugunsten von etwas Unbekanntem verlassen zu müssen. Es ist eine Zumutung, Kinder in einem Umfeld aufwachsen zu lassen, wie Du es beschreibst.

Worauf willst Du warten? Er hat klipp und klar gesagt, dass er das Zusammenleben mit Dir nicht mehr ertragen kann. Es ist so lange schlecht gelaufen, dass alle positiven gemeinsamen Erinnerungen vernichtet sind bei ihm und er will keine Zeit mehr mit Dir verbringen.
Trenn' Dich, solange Du noch fähig bist, mit ihm eine gute Regelung zu finden für die geinsame Betreuung und Wahrnehmung des gemeinsamen Sorgerechts für Euer Kind. Nichts ist schlimmer, als wenn das auch noch in ein seelisches Blutbad übergeht.
 
  • #25
Liebe Ute

Ich möchte dich gerne fragen, wie es dir ergangen ist. Habt ihr euch getrennt oder seid ihr noch zusammen? Bei mir passiert im Moment das gleiche wie bei dir, auch wegen Nörgeln am Haushalt, Passiv-aggressiv und sehr kalt. Nur ich bin sehr unsicher, er sagt er würde sich nie trennen und er sagt mir auch oft das er mich liebt. Ich weiss nicht ob das ehrlich gemeint ist??! Wir haben auch eine Tochter 7 Jahre und schon fast 9 Jahre zusammen und verheiratet. Würde mich sehr freuen auf eine Antwort von dir.

Gruss
Sheeha
 
  • #26
Was eine Einigung angeht, so lehnt mein Mann jegliche Hilfe von aussen ab. Er gibt mir komplett an allem die Schuld. So sei es. Ich werde nun Zeit verstreichen lassen, auch mein nörgeln einstellen, allerdings denke ich, dass sich nicht viel ändert, da er trotz allem, weiter kommandiert, als wenn nichts wäre.
Dann verweigere dich ab sofort allen seinen Kommandos - das hättest du schon längst tun sollen. Steig aus aus dieser Dynamik. Verkneif dir das Nörgeln (denn du siehst ja, es bringt eh nichts), aber spiele eben auch nicht länger die willige Putze und Befehlsempfängerin. Du hast bis zum heutigen tag prima für ihn funktioniert - wieso eigentlich? So ganz nachvollziehen kann ich übrigens ehrlich gesagt nicht, wieso du ihn noch körperlich begehrst, bei so einem egoistischen und unreflektierten Pascha-Verhalten, das er an den Tag legt. Räum ihm nicht seinen Dreck nach, wäre das zweite. In einer Ehe haben beide Partner gemeinsame Verpflichtungen. Wenn er gar nichts mehr machen will, dann setz ihn vor die Tür bzw. trenne dich.

Wenn sich nichts ändert, werde ich in den sauren Apfel beissen und mich trennen.
Sag mir bitte, worauf du da warten willst? Denn ändern wird er nicht grundsätzlich, allenfalls in kleinen Details, mit Mühe. Er scheint aber komplett unreflektiert und kritikunfähig zu sein, hat sicher irgendwo gelesen, dass ständiges Nörgeln den Tod für so ziemlich jede beziehung bedeutet (was an sich ja stimmt) und nimmt das jetzt als wohlfeile Ausrede, um sich komplett aus seiner Verantwortung zu stehlen. Doch natürlich gehören auch zum Dauernörgeln immer zwei!

alles gute! m44
 
  • #27
Wenn meine Süße ständig nörgelt würde ich es beenden. Wenn sie sich aber ständig beschwert, würde ich mich erst mal selbst durchleuchten. In dem Fall denke ich das die FS sich eher beschwert und das zu recht. Der Mann scheint ein kleiner Junge zu sein. So ein herumgebocke ist doch kindisch. Sich nicht zu trennen weil es einfacher ist und noch das Kind vorschieben. Großes Kino. Und die Männer hier die dem Kerl die Stange halten. Ich sag es mal verständlich ohne die Frauen abzuwerten. Denn das liegt nicht in meiner Natur. Aber wenn eure weiber nörgeln dann ist das eure schuld. Schafft klare Verhältnisse. Sie haben auch keine Glaskugel. Beschwerden werden oft als nörgeln dargestellt. Oft oder sogar meistens ist es berechtigt. Manchmal ist eine Frau aber einfach nur eine Nörglerin. Aber das war sie dann schon immer und sowas heirate ich doch nicht.
M45
 
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