Mann sucht eine jüngere - wie kann ich meiner Mutter helfen?

Hallo, es geht bei der Frage nicht um mich sondern um meine Eltern. Meine Mutter ist 7 Jahre älter als mein Vater und lange Zeit, bevor meine Mutter Mitte 50 wurde, war das auch kein Thema. Aber seit den letzten längeren Besuchen ist mir aufgefallen, dass meine Mutter sehr nervös ist, heimlich trinkt, übertrieben oft Masken etc benutzt und das Handy meines Vaters (mit seinem Einverständnis!!!) kontrolliert. Früher war das unvorstellbar und sie respektierte seine Privatsphäre(er ihre nie). Bin nun dahinter gekommen, dass es wohl einige Chats auf FB gab wegen denen die Situation so ist wie sie ist... Mein Vater spricht immer wieder von Faceliftings und kommentiert immer ihr (leichtes 1,60/64 kg) Übergewicht (er sieht schlechter, ist deutlich weniger intelligent und nicht in der Lage Verantwortung zu übernehmen). Sie hat jemand besseres verdient, aber es ist nun Mal ihre Entscheidung schon seit 24 Jahren mit ihnen zu leben. Sie behauptet glücklich zu sein um mich nicht zu belasten, aber ich sehe was die Situation mit ihr macht... Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit so einem Altersunterschied? Wie kann man einer Frau helfen, die Angst hat alleine zu bleiben? Habe Angst vor dem was in ein paar Jahren sein wird, wenn sie über 60 ist...
 
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Altersunterschied spielt meistens nur bedingt eine Rolle, was oft ausschlaggebend ist, wenn Menschen sich respektloses Verhalten bieten lassen. Dein Vater war schon immer komisch drauf, nur konnte er es nicht so zum Ausdruck bringen , solange deine Mutter sich "jung" genug gefühlt hat.
Du hast recht, deine Mutter macht das alles freiwillig mit, aber du kannst deinem Vater, wenigstens wo du zu Besuch kommst, jegliche Bemerkung zu deiner Mutter unterbinden lassen.
Ausserdem viel wichtiger ist es, dass du aufpasst, deren Verhaltensweisen nicht zu übernehmen und in deiner Beziehung nicht solche Rollenmodelle zu praktizieren, unabhängig davon ob du männlich oder weiblich bist.
Mein Vater hat auch paar mal versucht sowas zu meiner Mutter zu sagen, ok, sie hat tatsächlich sehr viel zugenommen, sie wog 50 kg, in erster Schwangeren hat sie 30 kg zugenommen und seitdem nie so richtig runtergekommen, aber gut, sie hat auch viel "reingefressen", weil man Vater an sich schon recht emotional arm dran ist und dazu gibt er immer wieder blöde Kommentare ab. Sie hat eines Sommers schnell 20 kg verloren, weil bei ihr Diabetes diagnostiziert wurde, seitdem geht es wieder bergauf mit Gewicht.
Allerdings, wo meine Mutter im Krankenhaus war, weil Schilddrüse entfernt werden musste, da hat er Panik bekommen , sie zu verlieren und allein zu bleiben, wenn ich mit denen Skype, dann sehe ich öfters, wie er versucht sie zu umarmen oder sonstwie nett auf seine Art zu sein😉.
 
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit so einem Altersunterschied? Wie kann man einer Frau helfen, die Angst hat alleine zu bleiben? Habe Angst vor dem was in ein paar Jahren sein wird, wenn sie über 60 ist...
Erstens geht dich das gar nichts an, dich in die Angelegenheiten deiner Eltern sich einzumischen, stell dir vor das wäre umgekehrt, von Liebe erkenne ich keine Spur und zweitens müssen Frauen damit leben, wenn sie wesentlich älter sind, als der Mann! Die meisten Männer suchen sich im ganzen Leben immer eine jüngere Frau!!
 
Ich denke, das hat nichts mit dem Altersunterschied zu tun. Wahrscheinlich wär ihm auch eine gleichaltrige jetzt auch nicht mehr gut genug, wenn es nicht um Probleme in der Beziehung, sondern dem Wunsch nach einem jüngeren, schöneren Körper geht. Siehe IMs Aussage; war absolut klar. Manche Männer denken halt so. Die schätzen sich selbst oft auch nicht realistisch ein. Nur ein kleiner Teil der älteren Männer hat wirklich gute Chancen auf wesentlich jüngere.
Meine Mutter ist zwei Jahre älter als mein Vater und die sind Ende 70. Mein Vater wurde immer umschwärmt, fand aber schon bei anderen Männern peinlich, wenn die sich plötzlich eine viel jüngere Freundin gesucht haben mit Absicht. Er findet meine Mutter immer noch attraktiv und sagt das auch. Ist also auch eine Charaktersache.
Du wirst nicht viel tun können, fürchte ich. Deine Mutter muss allein merken, dass ihr das auf Dauer nicht gut tut, jemanden halten zu wollen, der ihr wehtut und sie nicht schätzt. Du kannst natürlich mit beiden getrennt mal drüber reden. Aber die Meinung der Kinder spielt da oft keine Rolle. Deiner Mutter kannst du im Falle einer Trennung deine Unterstützung zusichern. Ich verstehe gut, dass du dir Sorgen um sie machst.
w, 37
 
Viele Menschen haben Angst vor Trennungen und den damit verbundenen Veränderungen: finanziell, Aufgaben übernehmen, die sonst immer der andere Part übernommen hat und was wird das Umfeld denken (vielleicht trennt sie sich auch dir zuliebe nicht). Außerdem muss man sich mit der Frage auseinandersetzen, wer man als Single ist und man muss mit der Rolle zurecht kommen, dass man der ist, der sich getrennt hat. Diese Rolle verurteilen viele bei anderen und auch bei sich.
Hilfreich sind meiner Meinung nach Positivbeispiele von Frauen, die sich im Umfeld deiner Mutter getrennt haben und jetzt glücklicher wirken. So sieht sie: Ich kann es auch schaffen. Nur wenn sie überhaupt den Glauben an sich hat, mit der Situation umgehen zu können (Stichwort: Selbstvertrauen), wird sie sich trennen. w, 34
 
Trennung auf Zeit, das würde ich mal empfehlen. Du wohnst glaube ich etwas weiter weg von zu Hause. Deswegen wäre es doch mal gut auch für Deine Mutter ein Tapetenwechsel zu haben. Wäre es möglich das sie bei Dir wohnt? Dein Vater könnte davon auch profitieren, mal wieder allein alles machen zu dürfen. Damit meine ich kochen putzen, abends allein vor dem TV zu sitzen. Niemanden zu haben an dem er seinen Frust abblitzen lassen kann. Du kannst dann Deine Mum wieder aufbauen und ihr das Leben von einer anderen Seite zeigen.
 
Ich glaube auch nicht, dass es etwas mit dem Altersunterschied zu tun hat.

Dein Vater ist sozusagen noch in der Midlifecrisis. Deine Mutter flüchtet zum Alkohol, da sie sich nicht gewertschätzt fühlt. Die Tochter ist aus dem Haus, das Paar findet sich nicht wieder.

Ich glaube, das geht ganz vielen so. Man muss, nachdem die Kinder ausgezogen sind, wieder ein neues Leben finden. Dabei könntest du deiner Mutter z.B. helfen: du könntest mit ihr zusammen überlegen, was sie denn gerne noch machen würde, ausprobieren würde. Mach ruhig einen "mutigen" Vorschlag....etwas, was sie noch nicht gemacht hat. Ob sie dann über ihren Schatten springt und etwas ändert, ist ihre Sache. Zwingen kannst du sie nicht, aber ermutigen.
Falls sie etwas neues findet, das ihr dann Freude bereitet, kann das zum Selbstläufer werden: sie strahlt mehr Zufriedenheit aus und verändert sich.

Wohin das dann geht, ob sie dann ausziehen möchte, ob dein Vater sich dann mehr Mühe gibt, kann man nicht voraussehen.
 
Es liegt ganz sicher nicht am Altersunterschied - 7 Jahre sind ein Klacks. Zumal Männer häufig (nicht alle und nicht immer) schneller altern, als ihre meist flotten Frauen.

Es liegt eher am Charakter deines Vaters, an seiner Respektlosigkeit und seinem ungerechtfertigten Übermut, der ihn glauben lässt, als selbstgerechter, scheinbar so viel jüngerer Mann jede Frau für sich einsammeln zu können.
Chats im Internet sind keine Realität, die werden meist völlig unverbindlich geführt und dein Papa würde sich wundern, träte er einer der Chatpartnerinnen im Alltag gegenüber. Die würde sich seine Abwertungen, wie er sie gegenüber deiner Mutter raushaut, dann wohl nicht bieten lassen.

Was du machen kannst: deine Mutter aufbauen, ihr klarmachen, dass sie lebendiger und attraktiver (auch ohne sich ständig Masken ins Gesicht oder sonstwohin zu schmieren) ist, sie ihr Leben samt der 7 Jahre mehr genießt und gut, also auch ohne ihren Mann, zurecht kommen kann. Je selbstbewusster sie wird, umso anziehender wird sie - vor allem für sich selbst.

Ganz wichtig: mach deiner Mutter klar, dass die Lösung ihrer Selbstzweifel nicht im Alkohol zu finden ist!!
 
und zweitens müssen Frauen damit leben, wenn sie wesentlich älter sind, als der Mann! Die meisten Männer suchen sich im ganzen Leben immer eine jüngere Frau!!
Kenne ich nicht!
In meiner Familie ist es schon fast Tradition und nur ich habe diese bisher gebrochen.
Fremdgegangen sind bisher nur die deutlich älteren Männer...so ist es wohl Charaktersache.
Und sonst ist es nichts, worüber ich mit Fremden spreche, aber hier sind wir ja entre nous...meine Mutter ist 80 geworden und 7 jahre älter...die beiden haben noch...S pass.

Und einem Kind zu sagen, es darf sich nicht einmischen, ist auch nicht 100% richtig.
Gehst Du IM, außerhalb von hier, nie zu Menschen, die Du kennst mit deinen S, wenn Du etwas mitbekommst?

Wie ich mich kenne, würde ich wohl erstmal mit meinem Vater sprechen.
Sagen was mir auffällt und auch was mir nicht gefällt...das Kleinmachen zb.
Und fragen warum...wie er denkt, fühlt, was fehlt wohl auch.
Den Hang, denen die sich schlecht fühlen, den Rücken zu stärken habe ich auch.
Was nicht heißt zu hetzen oder aufzustacheln
Sondern zu helfen die berühmten S wie Selbstbewusstsein etc zu erlangen.

Deine Mutter wird im Moment immer "kleiner" und das ist "unsexy"...Ausserdem schlägt es sich auf ein weiches Kissen leichter.

Hilf ihr ggf. durch das Anzeigen ihrer Grenzen.
Stärke sie, diese zu wahren.
Und wenn Corona es zulässt...fahrt weg...mit Schönmachen und Co.
Also wenn sie der Typ ist,: geht's mir schlecht, geh ich zum Friseur und dann bin ich neu und stark.
 
Jetzt habe ich zweimal hier angesetzt, um auf IM's oben angeführte wilde These (Frauen müssten damit leben, wenn sie sich jüngere Männer aussuchen) zu antworten. Hab' dann wieder gelöscht, weil ich dieses an-die-Wand-reden völlig überflüssig finde. Da hilft nur ignorieren, denn die »einzig wahre und tiefe Liebe« wird auch durch ständige Wiederholungen nicht verlockender. Bleibt eher langweilig.

Aber noch eine gute (und deutlich lebensnahe) Idee von Nordlicht möchte ich aufgreifen:
Hilfreich sind meiner Meinung nach Positivbeispiele von Frauen, die sich im Umfeld deiner Mutter getrennt haben und jetzt glücklicher wirken. So sieht sie: Ich kann es auch schaffen.

Der Schwerpunkt liegt hier auf »Positivbeispiel« und nicht auf »... geht dich gar nix an. Punkt!«.
 
Es liegt ganz sicher nicht am Altersunterschied - 7 Jahre sind ein Klacks. Zumal Männer häufig (nicht alle und nicht immer) schneller altern, als ihre meist flotten Frauen.
Also das lese ich hier jetzt zum ersten Mal :p Gut, bei einem Freund ist das so, aber da hat der Vater auch 30 Jahre im Schichtdienst gearbeitet und die Frau war zuhause. Aber davon abgesehen, was hat das überhaupt mit der Frage zu tun?

@FS
Ich denke einfach, dass deine Mutter eben abhängiger und unselbständiger ist und Angst hat, alleine zu sein, und es sich daher gefallen lässt. Das bestimmt aber nicht erst seit kurzen, weil sich so Beziehungsdynamiken nicht so schnell ändern. Das wird schon von Anfang an der Beziehung so gewesen sein.

m32
 
Ich denke, die Ehe Deiner Eltern solltest Du ihnen überlassen, Einmischung halte ich für wenig erfolgversprechend. Du schreibst auch im Detail nichts davon, dass es um Jüngere geht.
Letztlich wird das auch grundsätzlich kein reines Altersproblem sein, denn es hat ja lange gepasst.

Auf der anderen Seite ist auch klar, Deine Mutter müsste sich bei einer Trennung fast schon bei Männern umsehen, die auf die Rente zusteuern, Dein Vater könnte noch mit einer Frau um die 40 weitere Kinder in die Welt setzen.

Ist aber auch nicht Deine Baustelle. Du wirst die Ehe Deiner Eltern nicht retten. Verhalte Dich so, wie Du es Dir von Deinen Eltern in Bezug auf Deine Beziehung wünschen würdest.

Die meisten Männer suchen sich im ganzen Leben immer eine jüngere Frau!!
Ist Unsinn, auch wenn es wenigstens diesmal nicht fett geschrieben ist.
 
Erstens geht dich das gar nichts an, dich in die Angelegenheiten deiner Eltern sich einzumischen, stell dir vor das wäre umgekehrt, von Liebe erkenne ich keine Spur und zweitens müssen Frauen damit leben, wenn sie wesentlich älter sind, als der Mann! Die meisten Männer suchen sich im ganzen Leben immer eine jüngere
Ich habe gefragt ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und wie man helfen könnte... Bisher habe ich mich rausgehalten soweit es den Rahmen nicht gesprengt hat. Außerdem gibt es durchaus Männer, die ältere Frauen bevorzugen, allerdings ändert sich das wohl wenn das Alter sich wirklich bemerkbar macht. Behalte deine Meinung doch einfach für dich, wenn du nichts Zielführendes beizutragen hast und die Lebenssituation deiner Mutter dir egal wäre. :)
 
Du ihnen überlassen, Einmischung halte ich für wenig erfolgversprechend
Auf der einen Seite gebe ich Dir recht aber ist es richtig oder realistisch, dabei zu sitzen und den Mund zu halten....wenn jemand fies ist?
Ich könnte es nicht, kann ich auch so nicht gut ruhig ertragen, wenn ich so etwas mitbekomme.

Wahrscheinlich ist es wie meist...mal ist wie man ist und was man tut richtig und mal völlig falsch.

Es kommt auch auf die Menschen an sich an und ihr Verhältnis.
 
@FS
Ich denke einfach, dass deine Mutter eben abhängiger und unselbständiger ist und Angst hat, alleine zu sein, und es sich daher gefallen lässt. Das bestimmt aber nicht erst seit kurzen, weil sich so Beziehungsdynamiken nicht so schnell ändern. Das wird schon von Anfang an der Beziehung so gewesen sein.

m32
Ja, sie sind beide abhängig voneinander. Er würde alleine verhungern und im Schweinestall wohnen müssen. Meine Mutter ist seit einigen Monaten Alleinverdienerin und macht im Haushalt alles eine. Sie ist nur nicht mobil und technisch, sowie handwerklich nicht begabt. Aber eigentlich könnte sie eher alleine zurecht kommen, als er - sie will es nur nicht oder meint, dass man mit 57 niemanden mehr findet. Mein Vater ist übrigens nicht auf dem Suche nach einer jüngeren im Sinne von jünger als er selbst, sonder ihn stört es, dass meine älter als er aussieht. Eine 50 jährige würde ihm wohl schon vom Aussehen her reichen.
 
Liebe FS,
Deine Mutter ist eine erwachsene Frau und seit einer mittleren Ewigkeit mit diesem Mann zusammen. Halt Dich aus ihrer Ehe raus und lass sie machen was sie will.
Sie weiß genau, was sie an ihm hat und was nicht. Daher ist sie zur Interessenabwägung fähig.

Sei da, wenn sie Unterstützung braucht, aber werde nicht initaiv einmischend.

Wie kann man einer Frau helfen, die Angst hat alleine zu bleiben? Habe Angst vor dem was in ein paar Jahren sein wird, wenn sie über 60 ist...
In diesen Dingen kannst Du ihr garnicht helfen. Es ist nicht schlimm allein zu sein statt mit einem Ekel zusammen - aber den Weg muss sie allein finden.
Wenn Du Dich einmischst und sie dann allein nicht klarkommt, dann bist nämlich Du schuld am Geschehen und hast ihre Ehe kaputt gemacht.

Du verachtest Deinen Vater, weil Du vermutlich eine andere Einstellung zu Männern hast und woanders im Leben stehst als Deine Mutter. Unterscheide zwischen Deinem Leben und dem Deiner Mutter.
- Sie darf mit so einem Vollhonk zusammensein und sie darf sogar leiden.
- Und Du darfst ihr sagen, sie soll Dich nicht ständig die Ohren volljammern, statt was zu ändern. Lass mich raten: sie jammert garnicht.
 
Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Mein Vater hat auch immer an meiner Mutter rumgemäkelt. Sie wäre zu dick, nicht mehr attraktiv genug usw. Jetzt sind sie zum Glück geschieden.

Ich würde an deiner Stelle deiner Mutter gut zu reden, Aktivitäten vorschlagen, die ihr Selbstbewusstsein stärken. Und wenn sich mit deinem Vater reden lässt, ihn unter vier Augen mal paar Takte erzählen, was das mit deiner Mutter macht. Bei meinem Vater hat es leider nichts gebracht, da er ein narzisstisches A... war, aber vielleicht ist deiner anders.

Alles Gute!
 
Ich denke, die Ehe Deiner Eltern solltest Du ihnen überlassen, Einmischung halte ich für wenig erfolgversprechend.
Ist auch grundsätzlich meine Meinung, solange es allen Beteiligten gut geht.
Die Mutter entwickelt aber so langsam ein Alkoholproblem, natürlich sollte man sich einmischen!
Ich würde es auch von meinen Eltern erwarten, dass sie mich ansprechen, wenn sie bemerken, mir geht es in meiner Beziehung nicht mehr gut. Dafür ist eine Familie da!
 
Du verachtest Deinen Vater, weil Du vermutlich eine andere Einstellung zu Männern hast und woanders im Leben stehst als Deine Mutter. Unterscheide zwischen Deinem Leben und dem Deiner Mutter.
- Sie darf mit so einem Vollhonk zusammensein und sie darf sogar leiden.
- Und Du darfst ihr sagen, sie soll Dich nicht ständig die Ohren volljammern, statt was zu ändern. Lass mich raten: sie jammert garnicht.
Ja, du hast Recht - sie beschwert sich nie bei mir und sagt Sachen wie "du weißt nicht, wie er sich damals Mühe gegeben hat" etc. Ich habe eine andere Einstellung zu Männern und ich weiß, dass es auch anders geht (deswegen fällt es mir auch so schwer, das alles mit anzusehen). Mein Vater ist voller Komplexe und eher Bemitleidenswert weil er eben in seinem Elternhaus so geprägt wurde. Ich könnte sogar eher damit leben, wenn er Mal den einen oder anderen Seitensprung hätte, aber dafür meiner Mutter so viel Unterstützung und Wertschätzung bieten würde wie sie ihm. Es fällt mir einfach schwer mich zu distanzieren, weil sie für mich der wichtigste Mensch ist. Aber es sieht so aus als müsste ich mir eher ein dickeres Fell zulegen, weil es keine andere Option (für mich) gibt...
 
Also ich würde nicht wegsehen - es sind doch Menschen, die mir wichtig sind?

Wenn es der Mutter nicht gut geht, zusätzlich der kritische Alkoholkonsum - natürlich würde ich mit ihr reden.
Und wenn sich der Vater schief verhält, würde ich auch mal mit ihm reden.

Es können ja beide Gespräche sachlich geführt werden, ohne Vorwürfe.

Würdet ihr bei Euren Kindern oder bei Freunden einen gesundheitsbedenklichen Alkoholkonsum einfach ignorieren?
Ich nicht.
Und wenn ich sehe, es geht jemandem, den ich sehr mag, nicht gut, biete ich meine Unterstützung an.

Mit dem Altersunterschied hat es nichts zu tun, ist ja eher im vernachlässigbaren Bereich.

W, 51
 
Also ich würde nicht wegsehen - es sind doch Menschen, die mir wichtig sind?
Ich würde auch das Gespräch suchen. Versuchen kann man es. Zumindest macht man sich dann keine Vorwürfe wegen unterlassener Hilfestellung
Es fällt mir einfach schwer mich zu distanzieren, weil sie für mich der wichtigste Mensch ist. Aber es sieht so aus als müsste ich mir eher ein dickeres Fell zulegen, weil es keine andere Option (für mich) gibt...
Das kommt dann vermutlich als Schritt 2, wenn die Paardynamik bei den beiden bleiben wird. Ja, du musst dir dann einfach sagen: sie sind erwachsen, leben IHR Leben und ich lebe MEINS. Versuche da den Abstand zu wahren. Loslassen, wie man als Eltern auch das Kind los lässt, wenn es auszieht. Das darf dich dann nicht pausenlos beschäftigen.

Ich weiß, das ist alles nicht leicht.
 
Deine Mutter ist erwachsen, mündig und alleine für ihr Leben verantwortlich. Wenn sie sich nicht von deinem Vater trennen will, ist es nicht an dir das in die Wege zu leiten. Ich habe einige Male erlebt, dass Menschen, die in dysfunktionalen Beziehungen lebten auch nach der Absenz des vermeintlich "bösen" Elternteils (in den Fällen ist der Partner verstorben bzw. hat die Frau verlassen) kein Lebensglück u keine Lebensqualität gefunden haben, weil die Betroffenen nicht an sich gearbeitet haben u in ewig gleichen Mustern hängen geblieben sind.
Weiteres bin zumindest ich schon einmal der Täuschung aufgesessen, dass eine furchtbare Beziehung nur furchtbar wegen den Verhaltensweisen eines Partners war. Mittlerweile denke ich, dass die schreckliche Beziehung nur möglich war, weil der andere das zugelassen hat.

Meiner Erfahrung nach zerbricht man daran, wenn man seine Mama/ seinen Papa retten will. Die müssen schon selbst den Popo hochbekommen und aktiv an ihrem Lebensglück werkeln. Da sehe ich auch den Unterschied zu Beziehungen von Freunden u Bekannten- mit Eltern ist man oft zu nah u die gesunde Distanz fehlt.

Schenk deiner Mama einen Gutschein für Psychotherapie- dann kann sie ja entscheiden, ob sie ihr Leben ändern mag- wenn du unbedingt etwas tun möchtest.
LG
 
Also ich würde nicht wegsehen - es sind doch Menschen, die mir wichtig sind?
Da bin ich ganz bei dir ...

Sprich mit deinen Eltern getrennt von einander und schildere ihnen deinen Eindruck, was du von ihrem Verhalten denkst und wie du dich damit fühlst.

Sass das die Ehe deiner Eltern wäre, und dich somit nichts anzugehen hätte, ist Unsinn. Das ist auch deine Familie und damit hat das auch Auswirkungen auf dich als Kind, logischerweise ...Das scheinen nur viele Eltern noch nicht verstanden zu haben, dass ihre Liebesbeziehung das Fundament für die Familie bildet und nicht ihre Elternrolle.

Wenn du dich mit der Situation daheim unwohl fühlst, dann sprich es offen an.
Schenk deiner Mama einen Gutschein für Psychotherapie- dann kann sie ja entscheiden, ob sie ihr Leben ändern mag- wenn du unbedingt etwas tun möchtest.
Der Ratschlag ist insofern nicht schlecht, weil deine Mutter ja in erster Linie ein Problem mit sich selbst hat.

Keine Frau, die mit sich im Reinen ist, nimmt sich einen Mann, der durchfressen von Komplexen ist. Die Kommentare und Aktionen deines Vaters können ja nur ihre Wirkung entfalten, wenn es dazu bereits in ihr einen entsprechenden Ressonanzkörper gibt. Also sie durchaus auch nicht so gut von sich selbst denkt ...

Ich denke der Schlüssel liegt darin, dass deine Mutter sich anfängt mit sich selbst auseinanderzusetzen und lernt sich selbst anzunehmen. Dann wird sich dein Vater entweder mit entwickeln müssen, oder die Ehe bricht auseinander. Deine Mutter muss aber wegkommen von dem Gedanken, dass sie irgendwas von deinem Vater braucht....

Google mal nach Dr. Wolfgang Krüger. Der hat unheimlich gute Bücher zum Thema Paardynamiken geschrieben.
vielleicht schenkst du ihr einfach mal eins ...und schau, dass du dich nicht zu sehr verantwortlich für deine Mutter fühlst. Du kannst nur Impulse geben. Die Umsetzung obliegt aber ihr.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit so einem Altersunterschied? Wie kann man einer Frau helfen, die Angst hat alleine zu bleiben? Habe Angst vor dem was in ein paar Jahren sein wird, wenn sie über 60 ist...
Der Altersunterschied ist nicht das Problem - eine Beziehung kann in jeder erdenklichen Konstellation schief gehen - auch wenn sie die Jüngere wäre, ist sie nicht sicher. Es liegt daran, welchen Charakter die beiden jeweils haben.
Zumal ein Partner auch krank werden und sterben kann - kennt ja auch fast jeder ein Beispiel in seinem Umfeld, wo der hinterbliebene Partner noch im besten Alter ist.

So wie du das schilderst, sind die beiden miteinander unzufrieden. Es hat sich vermutlich totgelaufen, die Luft ist raus über die lange Zeit.

Wie du ihr helfen kannst? Sie unterstützen, damit sie selbständig ist - viele Dinge auch alleine kann, die er bisher übernommen hat (sie soll diese Aufgaben nicht in der Beziehung übernehmen - sie soll nur die Sicherheit haben, dass sie ihn nicht unbedingt dafür braucht und - im Falle des Falles zurechtkommen würde) und ihr zeigen, dass sie nicht alleine ist sondern auch noch andere Familienmitglieder (und Freunde) hat.
 
Erstens geht dich das gar nichts an, dich in die Angelegenheiten deiner Eltern sich einzumischen, stell dir vor das wäre umgekehrt, von Liebe erkenne ich keine Spur und zweitens müssen Frauen damit leben, wenn sie wesentlich älter sind, als der Mann! Die meisten Männer suchen sich im ganzen Leben immer eine jüngere Frau!!
Haha! Und was soll das heißen? Dass die Frau es selbst schuld ist? Ich bin älter als mein Partner und es hat uns noch nie gestört. Ich kenne niemanden, der daraus ein Problem macht. Nur dich. Warum stört dich dieses Kriterium eigentlich so?
Wirkt sehr fremdkonditioniert und wenig tiefgründig.
Wie kommt deine Frau eigentlich mit dem Alltagssexismus von dir klar?
 
Google mal nach Dr. Wolfgang Krüger. Der hat unheimlich gute Bücher zum Thema Paardynamiken geschrieben.
vielleicht schenkst du ihr einfach mal eins ...und schau, dass du dich nicht zu sehr verantwortlich für deine Mutter fühlst. Du kannst nur Impulse geben. Die Umsetzung obliegt aber ihr.
Ich danke euch für die Ratschläge, allerdings ist es mit der Psychotherapie und Büchern schwierig, weil die Sprachkenntnisse meiner Mutter wahrscheinlich nicht ausreichen um ihre Probleme richtig zu schildern bzw. komplexe Texte auf deutsch zu verstehen... Ich könnte höchstens versuchen passende Bücher auf polnisch zu finden.
 
Ich danke euch für die Ratschläge, allerdings ist es mit der Psychotherapie und Büchern schwierig, weil die Sprachkenntnisse meiner Mutter wahrscheinlich nicht ausreichen um ihre Probleme richtig zu schildern bzw. komplexe Texte auf deutsch zu verstehen... Ich könnte höchstens versuchen passende Bücher auf polnisch zu finden.
Es gibt Psychotherapeutinnen, die polnische Wurzeln haben, was ich in diesem Fall auch vom kulturellen Hintergrund für sinnvoll halte.

Nicht missverstehen, aber ich gehe bei Deiner Mutter schon davon aus, dass sie sehr traditionell denkt.

Und ihre Angst nach einer Trennung alleine zu bleiben, ist nicht unbegründet. Je älter man wird, desto schwieriger. Man ist nicht mehr so flexibel, hat Vorstellungen...

Vielleicht gäbe es einen Weg sich innerhalb dieser Ehe besser einzurichten? Ist zwar ein Kompromiss, aber manchmal ist eine Trennung nicht die beste Lösung für einen Menschen.

W, 51
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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