• #61
Und noch ein Letztes: Wenn Frauen unbedingt so einen "disziplinierten" Mann wollen, sollen sie sich dann konsequenterweise nicht beschweren, sondern hinnehmen, wenn auch in der Beziehung aufgrund von Unlust oder Unfähigkeit im Bett nix läuft.
(m,33)
Das sehe ich auch so - ich für mich würde einen solch "disziplinierten" Mann, der seine Triebe und Bedürfnisse immer komplett unter Kontrolle hat (und darauf auch noch stolz ist) nicht wirklich attraktiv finden. Da hätte ich einfach Bedenken, dass für solch ein Mann auch in einer Beziehung eine entspannte, gelöste und völlig schambefreite Sexualität nicht so möglich ist, wie ich es mir vorstelle. Der Stellenwert von Sex ist dann wahrscheinlich nicht so hoch. Ich könnte mir vorstellen, dass solche Männer auch in anderen Bereichen des Lebens gerne diszipliniert und krampfig sind - das würde mir nicht entsprechen. Allerdings glaube ich nicht, dass es im RL von Natur aus so viele Männer gibt, die auf Sex "freiwillig und bewusst" verzichten. Um es mal vorsichtig zu formuliern, viele "passen" sich dem weiblichen Geschlecht "in Worten und Tagen an", weil sie sonst sofort als sexistisch, egoistisch und oberflächlich gelten könnten.
 
  • #62
Aha. Wie geht denn das so einfach, wenn man eben nicht der superattraktive Mann ist, der dennoch nichts gegen hin und wieder unverbindlichen Sex einzuwenden hätte, aber doch gewisse Ansprüche hat und garantiert nicht dafür bezahlen möchte?
Streiche einfach die "Ansprüche", dann dürfte es auch recht einfach für unattraktive Männer gehen - schließlich gibt es auch ebenso viele Frauen, die genauso bei der Verteilung von Schönheit abwesend waren.

Ich muß gestehen, daß ich mal von Freunden zu einer dieser Ü-irgendwas Party mitgeschleppt wurde. Interessant zu beobachten, was sich für gruselige (Sorry!) aber gefundende Pärchen zu später Stunde Arm in Arm das Lokal verlassen haben. Leicht schwankend, scheint alles nur eine Frage des Alkoholspiegels zu sein.

Ob das Ziel der Übung auf Grund dessen auch "gut" war, lasse ich mal dahingestellt, aber Sex werden sie wohl gehabt oder zumindest versucht haben.
 
  • #63
Wenn es sich nicht um den als bewussten Verzicht veredelten Mangel an Gelgenheiten, überhöhte Ansprüche an das Gegenüber oder gesellschaftlich/religiöse Zwänge handelt, dann schließe ich sowas für Männer wie für Frauen aus. Zum Thema, dass Frauen tendenziell eher innige Liebe zum Sex bräuchten. Bei den meisten Menschen gibt es mitunter eine große Diskrepanz zwischen dem was sie reden und dem was sie tun, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Männer geben eher Sexualkontakte vor, Frauen veschweigen diese. Beide Verhaltensweisen bringen dem jeweils anderen Geschlecht gegenüber strategische Vorteile.
Zwischen nicht lieben und Liebe - ich hoffe vom FS werden nicht Verliebtheit und Liebe verwechselt - gibt es zahlreiche, ineinander übergehende Zwischenstufen, sodass auch Sex außerhalb einer innigen Liebesbeziehung vielmehr als zuneigungsarme Triebbefriedigung sein kann.

m37
 
  • #64
Ich wehre mich gegen die These mancher Foristen, dass unattraktive Männer, sprich keine Hingucker, weniger Möglichkeiten auf unverbindlichen Sex hätten - woher kommt diese Vorstellung??

Sie ist megafalsch. Gerade unattraktive Menschen betätigen sich sexuell sehr offensiv in der gleichen optischen Liga wohlbemerkt.
Ich schrieb es hier schon öfter, dass ich in meinem damaligen "umtriebigen" Ausgehumfeld eher die unattraktiven Männer und Frauen als quasi promisk bezeichnen würde.

Wiederum die Alphamänner und -frauen recht früh vom "Markt" waren in stabilen Partnerschaften und somit ein sexuelles Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel nicht notwendig hatten bzw. auch nie wollten, sie kannten ihren Wert und der kam in einer festen Partnerschaft und nicht im tragen von "Wanderpokalen" zur Geltung.

Viele dieser damaligen Alpha-Paare sind auch heute mit über 50 noch zusammen.

Menschen mit Würde und Anstand haben können sehr wohl eine starke Sexualität ausstrahlen und haben, aber sie sind genauso stark selektiv und exklusiv und somit kommt nicht jeder/jede, auch nur für Sex, bei diesen Leuten an.

Hingegen Waldschrat und Co. froh ist über jede "Versuchung".
 
  • #65
Natürlich sind das nicht die tollen Hechte, die Nachts durch die Clubs ziehen und immer was regeln können. Es sind auch nicht die weniger attraktiven Normalomänner, die zumindest im Urlaub oder bei Festen, in denen alle mehr oder weniger schwer alkoholisiert sind, auch noch für wenigstens eine Nacht ab und an mal etwas abstauben können.
Dieser Beitrag zeigt doch wieder einmal sehr deutlich, worin es bei dieser ganzen Diskussion schon im Ansatz krankt: es wird einfach nonchalant davon ausgegangen, daß es drei Arten von Single-Männern gibt: solche, die sich die Frauen aussuchen können, solche denen das nur durch Teilnahme an Sauf-Abschlepp-Partys gelingt und solche, die halt mangels Gelegenheit notgedrungen ganz verzichten müssen. Ah ja. Und was ist mit denen, die das erst gar nicht wollen? Weil sie gar nicht daran denken, sich für Sex auf ein Niveau zu begeben, das ihnen so völlig wesensfremd ist? Werden die deshalb nicht wahrgenommen, weil Frauen gar nicht auf die Idee kommen, daß es sie überhaupt gibt? Also dort, wo sie zu finden wären, erst gar nicht nach ihnen suchen? Das wäre doch irgendwie schade.
 
  • #66
@Tulaya

Sehe ich umgekehrt, mich würden nur solche Männer interessieren, welche ihre Sexualität im Griff haben, ihren Trieb unter Kontrolle und nicht alles begatten müssen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist wie ein Tier.

Sorry, ein Mann welcher sich nicht unter Kontrolle hat wird niemals treu sein, denn ihm geht sein Trieb über alles auch über seinen Verstand und nochmals sorry, ich will einen Menschen als Partner, der erst denkt, bevor er loslegt und das in allen Lebenslagen.
 
  • #67
Und das Fazit deines Beitrags ist doch, dass Frauen von solchen Männern, die als Single keine Frau für's Bett gewinnen können, sowieso ganz die Finger lassen sollten.
Ich habe garkein Fazit gezogen, nur beschrieben, was ich in meinem Umfeld sehe und was ich daraus schlußfolgere - dass es viele Männer gibt, die sehr lange keinen Sex haben.
Wenn Du für Dich dieses Fazit daraus ziehst, dann ist das Deine persönliche Entscheidung.

mangels Gelegenheit notgedrungen ganz verzichten müssen. Ah ja. Und was ist mit denen, die das erst gar nicht wollen? Weil sie gar nicht daran denken, sich für Sex auf ein Niveau zu begeben, das ihnen so völlig wesensfremd ist?
Das sind doch die Männer der von mir beschreibenen 3. Kategorie. Sie sind nicht so attraktiv, dass die Frauen sich einen dieser Männer aus Eigenantrieb schnappen. Attraktivität bezieht sich dabei nicht nur auf Optik, Styling und ähnliche Oberflächlichkeiten, sondern auf für Frauen unattraktive Freizeitbeschäftigungen, sonstige Interessen, die Frauen nicht haben, beschränkte Kommunikationsfähigkeiten u.ä. Für die Frauen gibt es keinen Anreiz, für diese Männer aktiv zu werden. Sie selber bemühen sich nicht oder falsch, sodass sie leer ausgehen.
Den Männern ist Sex nicht so wichtig, das sie sich dafür die Abschleppszene antun würden, die ihnen obendrein wesensfremd ist oder ihr verhalten ändern. Vermutlich finden sich unter diesen Männern auch viele, denen es nicht auf Sex mit einer x-beliebigen Frau ankommt.

Werden die deshalb nicht wahrgenommen, weil Frauen gar nicht auf die Idee kommen, daß es sie überhaupt gibt? Also dort, wo sie zu finden wären, erst gar nicht nach ihnen suchen?
Beides. Sie werden nicht wahrgenommen, weil sie sich an Orten an denen keine oder wenig Frauen sind mit Dingen befassen, die Frauen nicht interessieren.
Genau aus diesem Grund suchen Frauen dort nicht nach Männern. Darum geht die Geschichte so aus, wie sie ausgeht: es gibt viele charakterlich einwandfreie Männer, mit mehr oder weniger merkwürdigen Hobbys und geringfügigen sonstigen Macken, die gern Partnerschaften und Sex hätten, aber keine Chance haben, weil beide sich nicht ändern können - Männer und Frauen.

Das meine ich komplett wertneutral, einfach nur sachlich beobachtend in meinem techniklastigen sozialen Umfeld.
 
  • #68
Es gibt offensichtlich, so mein Eindruck, ein paar Frauen, die (ohne eigenes Zutun??) sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Einige von ihnen neigen zu absonderlichen Verallgemeinerungen.
Mir kam früher mal eine Frau unter, die selbst betrogen wurde, umgekehrt aber zahlreiche Affären "nur für Sex" mit verheirateten Männern gesucht hatte und eingegangen war. Originalton: "die gingen dann auf die Toilette und ich wußte, die schreiben ihrer Frau eine SMS". Noch weitere Fragen? Spätestens an diesem Punkt wird sich ein klar denkender Mann, der mehr als Sex will (und damit das versch[r]obene Weltbild solcher Frauen eben wieder nur bestätigen würde) eilig verabschieden.
So kommt es über kurz oder lang dann halt zu Vereinsamung, Verbitterung und Aussagen im Stile von "Alle Männer sind Schweine"...
 
  • #69
Für die Frauen gibt es keinen Anreiz, für diese Männer aktiv zu werden. Sie selber bemühen sich nicht oder falsch
In der Tat scheinen viele Frauen hier einer Fuchs-und-Trauben-Mentalität anzuhängen: einem Mann, der nicht versucht sie abzuschleppen, wird allein schon deshalb das Prädikat „unattraktiv” angehängt, weil sonst die weibliche Welt aus den Fugen gerät – die Frau will selbst entscheiden können, ob und wann der Mann sich ihr nähern darf. Tut er es nicht, weil er mit Sex selektiver umgeht als seine Geschlechtsgenossen, fühlt die Frau sich als erotisch unattraktiv wahrgenommen, und muß also ihr Selbstbild wieder zurecht rücken, indem sie diesen Mann erst gar nicht will. Denn nichts verletzt eine Frau mehr, als wenn sie Bereitschaft signalisiert und der Mann darauf nicht eingeht. Das wird dann auch später nichts mehr bzw. mündet in die berühmten „wir würden gut zusammenpassen, aaaber...” Fälle.
 
  • #70
Zwischen nicht lieben und Liebe gibt es zahlreiche, ineinander übergehende Zwischenstufen, sodass auch Sex außerhalb einer innigen Liebesbeziehung vielmehr als zuneigungsarme Triebbefriedigung sein kann.
Danke für diesen Satz, der das hier wieder einmal ausgebrochene Hickhack wohltuend unterbricht - leider bisher unbemerkt.
Natürlich ist es schwierig, der Antwortmasse bei einer "Gibt es sowas?"-Frage irgend etwas abzugewinnen, aber immer wieder passiert dasselbe: Subjektive Wahrnehmung wird zu einer quasi soziologisch bewiesenen Wahrheit erkoren und mit Beispielen aus dem privaten Umfeld garniert - so kann es ja schließlich nicht falsch sein.
Wie glücklich könnten Männer und Frauen sein, wenn sie sich nicht immer wieder ihre speziellen Wahrheiten übereinander um die Ohren hauen müssten, die ab einem gewissen Alter besonders durch eines auffallen (bei den antwortenden Männern hier genau wie auch bei den Frauen) : Sie speisen sich vor allem aus Verletztheiten! Wie traurig... Gibt es denn gar keine schönen Erinnerungen? Und käme man mit denen nicht zu ganz anderen Schlüssen?
 
  • #71
Noch was zum Thema:
Unattraktive Männer haben "leider" weniger Sex, da weniger Angebote. Also was manche Frauen sexy an Männern finden wird mir ewig verborgen bleiben, will sagen, die Geschmäcker sind verschieden, der gute G.Clooney z.B. wäre mir mit 1,73 zu klein um ihn sexy zu finden, dies als Beispiel.

Kurzgeschichte: Vor Jahren arbeitete ich in einer anderen Filiale.
Dort tauchte für einige Zeit ein neuer Kollege auf, kein Manager, ein gewöhnlicher Spezialist für Bilanzanalysen im Großkundensegment. Er war verheiratet, klein, grobschlächtig, vollbärtig. Ein Mann (für mich) zum wegsehen. Dieser Wegseh-Typ hatte zwei Affären mit Kolleginnen. Viele Frauen waren hin und weg von diesem... für mich Waldschrat-Typ. Nach einem halben Jahr zog er wieder nach Kiel zu seiner braven Familie - dies am Rande.

Soweit zum Thema, nur super Alphamänner hätten Chancen auf viel Sex.
 
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  • #72
Ich kenne 2 junge Männer in meiner Nachbarschaft (so um die 30) , die ihre Haarprobleme mit einem Haarwuchsmittel (Wirkstoff Finasterid) lösen. Diese Pillen zum einnehmen verringern bei vielen Männern stark die Libido . Auf meine Frage hin, ob es sie nicht störe, bekam ich die Antwort, no woman no cry . Ich glaube viele Männer wollen auch heutzutage von den Frauen nicht mehr so sehr sexuell abhängig sein. So viel ich weiß nehmen heute schon sehr viele junge Männer diese Pillen ein.
 
  • #73
Ich habe den Eindruck, dass viele Männer die bewusste oder unbewusste Einstellung vieler Frauen erkannt haben, die durch ihr zunehmendes Selbstbewusstsein zu dem Gedanken / Gefühl "I have the pu***, I make the rules!" gekommen sind und zusätzlich zu ihrer zunehmenden Macht durch zunehmende Unabhängigkeit auch noch weiterhin diese Karte spielen und Männer dadurch zu übervorteilen zu versuchen. Denn im Endeffekt haben die meisten Männer nur eine Karte zu spielen (beruflichen Erfolg gepaart mit sozialem Status), während Frauen heutzutage zwei Blätter haben (beruflichen Erfolg gepaart mit sozialem Status UND die gute, alte sexuelle Macht).

Und ich glaube da spielen viele Männer einfach nicht mehr mit. Was vielleicht etwas ist, womit "frau" als letztes gerechnet hat. Männer, die für Geschlechtsverkehr nicht mehr alles tun? Das war so nicht geplant...


Ich glaube viele Männer wollen auch heutzutage von den Frauen nicht mehr so sehr sexuell abhängig sein.
 
  • #75
Ich (m,43) habe IN EINER BEZIEHUNG jahrelang keinen bzw. so gut wie keinen Sex gehabt. Ums mal zu quantifizieren: dreieinhalb mal in 4 Jahren und davon die letzten 17 Monate null mal. Ich denke, das kann man durchaus noch im Sinne der Fragestellung gelten lassen.

Es war hart, aber trotzdem wahrlich keine Heldentat. Weder klopfe ich mir auf die Schulter dafür, noch klage ich meine Ex-partnerin an. Ich selbst habe mich einfach viel zu sehr zurückgenommen und zuletzt keine Lust und keine Kraft mehr gehabt, mir die nächste Zurückweisung abzuholen.

Ich hab viel zu lange auf Besserung gehofft, es auch mit Reden, Büchern, Paartherapie, Vorschlag zu gemeinsamer Sexualtherapie, etc. versucht, aber erfolglos. Trotzdem bin ich bei ihr geblieben, OHNE sie zu betrügen. Sex ist schließlich nicht alles und ich wollte auch nicht dem typischen Männer-Klischee entsprechen ("Kerle wollen eh immer nur das eine"). Sonst hat einfach sehr vieles gut gepasst zwischen uns und ich wollte das nicht alles wegwerfen, "nur" weil ich körperlich/sexuell und letztlich auch emotional immer mehr verhungert bin. Was für eine bescheuerte Selbstverleugnung! Egal, ich hab das lange so durchgehalten, bis ich mich schließlich trennte, weil ich so nicht weiterleben konnte und wollte.

Käufliche Liebe war dabei nie eine Option für mich. Ich war in meiner Single Zeit (Ende 20) ein paar Mal aus Neugier und aus Sehnsucht nach körperlichen Berührungen im Bordell. Durchaus interessante Erfahrungen (für die ich mich übrigens nicht schäme). Ihre Quintessenz war, dass ich dort nicht bekommen kann, wonach ich mich bei einer Frau wirklich sehne. Eine Affäre kam für mich übrigens genauso wenig in Betracht. Ich hatte noch nie eine, aber ich verbinde mit dem Begriff Affäre das schlechteste aus beiden Welten. (Beziehung, Paysex) Und nein, das schlechteste am paysex ist für mich NICHT das dafür Bezahlen-müssen.

So sehr mir der Sex in meiner Beziehung fehlte, so niedrig ist seine Priorität momentan für mich als Single, solange keine Liebe dabei im Spiel ist (klingt vielleicht paradox, ist es aber gar nicht). Ich weiß auch, dass ich mich niemals wieder auf so eine körperlich-lieblose Beziehung einlassen werde. Aber ich habe damals halt sehr lange dran festgehalten - aus emotionaler Abhängigkeit, falscher Rücksichtnahme, Konfliktscheue und gut gemeinter, aber idiotischer Selbstverleugnung.

Gehen tut’s also. Gesund für die Seele dürfte es aber selten sein.
 
  • #76
Es ist interessant zu lesen: einige Männer wollen keinen Sex (mehr), weil sie (ob im Einzelfall zutreffend oder nicht) ahnen, dass Frauen Sex instrumentalisieren können - und offenkundig einige ja auch nicht davor zurückschrecken. Es gibt auch andere, sehr viel unerfreulichere Reaktionen von Männern auf diese Wahrnehmung.
 
  • #77
Ich kenne zahlreiche, moderne, intelligente Männer jede Alters (20-55), die keinen Sex haben, auch nicht in Beziehungen.

Man kann es meist am Intelligenzgrad und der Reife ausmachen. Männer ohne Sex denken meist weiter, haben besonders hohe Werte an eine Frau,

Da stimme ich Ga_ui zu, auch ich kenne da viele. Aber es ist eben schon eine Minderheit, die von der gesellschaftlichen Masse wenig Verständnis und Anerkennung/Akzept bekommt.
 
  • #78
Das Leben kann auch ohne Sex schön sein. Da mach ich mir lieber eine gute Flasche Wein auf und widme mich meinen Hobbys. Ich habe mal gelesen, wenn man täglich (oder oftmals) ein paar Lakritz isst, dann würde der Testosteronspiegel beim Mann um bis zu 44 % sinken. Aber Vorsicht bei Bluthochdruck, da Lakritz den erhöhen kann. Also liebe Männer, lieber mal eine gute Flasche Rotwein öffnen und viel Lakritz essen. Wenn die Damen der "Schöpfung" immer noch eine gewisse "Erwartungshaltung" an unsere Sexualität stellen/fordern, dann sollen sie sich doch gefälligst selbst befriedigen!
 
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  • #79
Der Deserteur hat in einem Punkt recht: in dem Maß, in dem Männer das Spiel des "schwachen Geschlechts" mit der Sexualität durchschauen, wenden sie sich zunehmend ab. Es gibt Schlimmeres als bewusster Verzicht, und im (modernistisch verteufelten) Zölibat liegt eine tiefe Wahrheit verborgen.
Die Zahl der frustrierten Damen ü50 scheint jedenfalls drastisch zu steigen, wenn man denn diesem Forum Glauben schenken mag...

O.k., Ironie off. Es gibt tatsächlich wichtigere Dinge als austauschbaren Sex. Meine Erfahrung von früher: es waren oft die Damen, die "es" schnell wollten - nicht ich als Mann (dessen Männlichkeit die eine oder andere als Reaktion in Zweifel zu ziehen beliebte).

Umso mehr weiß ich mein heutiges Glück zu schätzen - je mehr ich hier lese, desto mehr.
 
  • #80
Hallo Leute, ich melde mich hier nochmals zu Wort . Wie sagte doch damals Esther Vilar schon(Der dressierte Mann), Männer können sich nur emanzipieren, wenn sie ihren Trieb konditionieren. Na ja, für einen jungen Mann sicherlich gar nicht mal so leicht. Doch für uns älteren Semester sicherlich "machbar" Ich kann hier nur einigen Männern beipflichten, umso älter ich werde, desto besser sind meine Chancen beim anderen Geschlecht. Eigentlich schade, denn jetzt brauche ich sie nicht mehr so richtig und habe jetzt auch keine Lust mehr wegen einer (älteren) Frau mein Leben zu verbiegen, geschweige denn mir ihre Kinder oder Enkelkinder in meine Wohnung zu holen. Wie sagte doch schon damals meine Mutter zu meinen Schwestern: Ihr müsst das Eisen schmieden, solange es noch heiß ist.
 
  • #81
Ich finde es schön, dass es hier auch Männer gibt, die ohne Liebe keinen Sex haben möchten und auch nicht den Drang danach verspüren. Denn auch das ist ein weit verbreitetes Klischee: Dass Männer kein Problem haben, mit Frauen ins Bett zu gehen, für die sie nichts empfinden. Und nahezu täglich liest man ja auch solche Geschichten hier.

Umso schöner also, dass es eben doch auch Männer gibt, die anders ticken. Vielleicht sind Männer und Frauen doch nicht sooo unterschiedlich? Schön wär's ...
 
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  • #82
Bezahlte Liebe kommt für einen geizigen Mann vermutlich auch nicht in Frage.
Ich denke nicht, dass das was mit Geiz zu tun hat. Oder möchtest Du daraus ableiten, dass Single-Männer, die nicht zu Prostituierten gehen, geizig sind?

Denn auch das ist ein weit verbreitetes Klischee: Dass Männer kein Problem haben, mit Frauen ins Bett zu gehen, für die sie nichts empfinden.
Ja, genauso wie das, dass Frauen in Singlezeiten immer sittsam sind und Sonntags in die Kirche gehen. Wir hatten solche gesellschaftlichen "Normen" und "Werte", die sich aber langsam auflösen. Zum Glück.

Ich glaube nicht, dass viele Männer mit "irgendwelchen" Frauen ins Bett gehen. Mir jedenfalls müssen sie dazu gefallen, ich muss sie attraktiv finden. Und ich kenne genügend Frauen, die das umgekehrt genauso machen. Verliebtheit ist aber in beiden Fällen etwas anderes als "gefallen". Wir sollten uns langsam von der guten römisch-katholischen Sittenmoral befreien. Jeder sollte für sich entscheiden und tolerieren, wenn andere anders entscheiden.
 
  • #83
Ja das gibt es!
War selber zig Jahre verheiratet mit 2 Kindern, habe den Sex und körperliche nähe sehr geliebt. Leider hat sich meine Frau nach ca. 15 Jahren von mir abgewandt, sie litt vermehrt unter Migräne und depressiver Verstimmung, das zu ändern von meiner Seite brachte nichts. Ihr besuch bei einer Psychiaterin bezeichnete sie als ihre Privatsache, Versuchte irgend wann nichts mehr, weil ich resigniert habe. Lebte in der Hoffnung, das sich das mal wieder ändern könnte, hatte ja noch meine Arbeit und den Sport. Fremdgehen war für mich ein nogo, also musste ich mir halt mal selber Luft machen. Als mir dann meine Frau klar machte das sie mich eigentlich schon lange verlassen hätte, aber ihr der Mut fehle, bin ich geflüchtet. Sie liebt mich ja gar nicht und will nicht mehr.
Nun habe ich das erste mal einen Versuch meine Sexuellen Bedürfnisse ohne Liebe bei einer Frau zu leben. Funktionierte nicht bei mir, auch wenn sie noch so geholfen hat, bei mir eine Blockade.
Habe dann eine Liebe Freundin kennen gelernt welche ich sehr liebe und siehe da es klappt, habe ohne Probleme einen sehr schönen, fast traumhaften Sex mit ihr. Habe natürlich auch meine Selbstsicherheit wieder zurückgewonnen, nach 20 Jahren Abstinenz.
 
  • #84
Ehrlich gesagt:

Um mit einer Frau ins Bett gehen zu wollen, braucht es für mich eigentlich nur Folgendes: Ich muss sie sexuell attraktiv finden, sie darf keinen "gefährlichen" Eindruck machen (also z.B. keine Drogen nehmen und ähnliches), ich muss spüren, dass sie mich auch sexuell attraktiv findet und deshalb mit mir ins Bett will, und ich darf keine extreme Antipathie für sie empfinden.

Das war's. Und ich kenne viele Männer, bei denen das genau dasselbe ist.
 
  • #85
Meine Antwort von vor vielen Stunden erscheint nicht.
Meine, zu demselben Aspekt, auch nicht.
Aber es reden nicht alle über Sex, die ihn haben oder nicht haben. Die einen weil es peinlich wäre, die anderen weil es nichts zu reden gibt und für wieder andere geht es nur die Beteiligten etwas an.
So sollte es sein. Es scheint aber dem allgemeinen Zeitgeist zu entsprechen, alles was außerhalb eines – empirischen oder unterstellten – Normalkorridors liegt, negativ zu interpretieren. Im vorliegenden Fall also: ein normaler Mann kann nicht längere Zeit ohne Sex sein, also geht er in Singlezeiten zu Prostituierten, es sei denn, sein ausgeprägter Geiz hält ihn davon ab. Oder was auch immer.

Ich halte das für eine gefährliche Interpretation, da sie den moralischen Maßstab quasi auf den Kopf stellt und ausgerechnet die Männer aussortiert, für die Sex außerhalb einer Beziehung eben nicht in Frage kommt. Und erst recht diejenigen, die das auch nicht thematisieren. Weil es ihnen völlig normal erscheint, vom letzten Beziehungssex über die Trennung und Singlezeit hinweg bis zum Neuverlieben keinerlei Intimkontakt gehabt zu haben. Gesegnet mit der Erfahrung, daß das auch ein dicker Minuspunkt sein kann, wirkt man damit vermutlich unsicherer auf die Damenwelt als einer, der behauptet, ein Prostituiertenbesuch sein normal für einen Singlemann.
 
  • #86
Gesegnet mit der Erfahrung, daß das auch ein dicker Minuspunkt sein kann, wirkt man damit vermutlich unsicherer auf die Damenwelt als einer, der behauptet, ein Prostituiertenbesuch sein normal für einen Singlemann.
Da kann ich aus Erfahrung sprechen, habe denn Frauen auf die Frage der Treue meistens gesagt, das ich nie fremdgegangen bin, in meiner 40 Jährigen Ehe, wobei 20 Jahre ohne Sex. Fast alle Frauen habe ich nicht mehr gesehen, mit der Begründung wir passen nicht zusammen. Habe begonnen bei dieser Frage zu kneifen, siehe da, wir hatten meistens mehrere Date, bis irgend etwas anderes nicht gestimmt hat, wobei natürlich auch mein Versagen die Unstimmigkeit erzeugt haben kann. Heute habe dieses Problem ja nicht mehr, eine schöne Erfahrung welche ich geniesse.
 
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  • #87
Es scheint aber dem allgemeinen Zeitgeist zu entsprechen, alles was außerhalb eines – empirischen oder unterstellten – Normalkorridors liegt, negativ zu interpretieren. Im vorliegenden Fall also: ein normaler Mann kann nicht längere Zeit ohne Sex sein, also geht er in Singlezeiten zu Prostituierten,
(...)
Ich halte das für eine gefährliche Interpretation, da sie den moralischen Maßstab quasi auf den Kopf stellt und ausgerechnet die Männer aussortiert, für die Sex außerhalb einer Beziehung eben nicht in Frage kommt.
Ich halte das für eine (leider) normale Interpretation und würde die Moral außen vor lassen. Die normale Interpretation ist einerseits die, dass aus Sicht einer Frau der Mann, den sie interessant findet, dass diesen sicher auch andere Frauen interessant finden. Sollte nun überspitzt formuliert herauskommen, dass sie die einzige ist, die diesen Mann interessant findet, evtl. seit Jahren, ist die Frau irritiert. M.E. zu Recht.
Andererseits: Bei einem Mann, der seit Jahren keinen Sex hatte, kann Frau unterstellen, dass etwas mit der Libido bzw. dem Sexdrive nicht stimmt bzw. auch wiederum das o.g. dass der Mann bei anderen Frauen nicht ankommt. Auch irritierend.
Wie man es dreht und wendet: Es gereicht der Männlichkeit nicht zur Ehre.
Für mindestens durchschnittlich aussehende und fitte Frauen im Alter bis Mitte 30 ist es relativ leicht, über Onlinedating oder das Nachtleben an Sex zu kommen, wenn sie es darauf anlegen und ihre Ansprüche entsprechend anpassen. Im Zweifel wird mit einem vergebenen Mann angebandelt und ein Thread über die neue Affäre mit einem verheirateten Mann eröffnet. Das ist das Äquivalent zum Puffbesuch des Mannes und entspringt dem weiblichen Bedürfnis, mit einem erfolgreichen Mann zusammen zu sein.
Ich persönlich habe eine tiefe Abneigung gegen das Modell "Prostitution", weil ich es ablehne, anderen Männern (den Luden) Geld zu bezahlen, damit sie Sex mit Frauen organisieren, und damit ein Modell am Leben erhalten, bei dem der Deal im Prinzip daraus besteht: Sex gegen Versorgung. Und das hat nichts mit Geiz zu tun oder vielleicht doch.
 
  • #88
...kann Frau unterstellen, dass etwas mit der Libido bzw. dem Sexdrive nicht stimmt ...
Ja, da könnte etwas dran sein.

Für mindestens durchschnittlich aussehende und fitte Frauen im Alter bis Mitte 30 ist es relativ leicht, über Onlinedating oder das Nachtleben an Sex zu kommen, wenn sie es darauf anlegen und ihre Ansprüche entsprechend anpassen. Das ist das Äquivalent zum Puffbesuch des Mannes und entspringt dem weiblichen Bedürfnis, mit einem erfolgreichen Mann zusammen zu sein.
Mir ist eine Frau lieber, die zu Singlezeiten den einen oder anderen ONS hat als eine, die es jahrelang "ohne" aushält. Bei so einer Frau würde ich unterstellen, dass auch da die Libido nicht besonders ausgeprägt ist. Der Sex funktioniert dann, solange die Wolken rosarot sind und dann ist irgendwann Ende.
Für mich sind ONS bei Frauen tatsächlich das Äquivalent zum männlichen Puffbesuch und ich habe damit weniger Probleme als mit den "ewig sexlosen".

Es ist auch hier immer wieder zu lesen, dass es Männer und Frauen gibt, die in einer Beziehung irgendwann die Lust verlieren und dann jahrzehntelang ohne Sex auskommen. Ich möchte so jemanden nicht als Partnerin.
 
  • #90
Bei einem Mann, der seit Jahren keinen Sex hatte, kann Frau unterstellen, dass etwas mit der Libido bzw. dem Sexdrive nicht stimmt bzw. auch wiederum das o.g. dass der Mann bei anderen Frauen nicht ankommt. Auch irritierend.
Wie man es dreht und wendet: Es gereicht der Männlichkeit nicht zur Ehre.
Umgekehrt wird aber, wie zahllose Threads hier im Forum belegen, von den Männern gefordert, die Altbeziehung erst einmal ein paar Monate lang „aufzuarbeiten”. Am besten unternimmt man erst gar nicht den Versuch, dieser Frauenlogik gerecht zu werden, sondern tut einfach, was man selber für richtig hält. Wer jahrelang ohne Beziehung lebt, ist meiner Meinung nach zu wählerisch, eine neue Seelenverwandte zu finden ist jetzt nicht sooo schwer.