G

Gast

  • #1

Mädchennamen wieder annehmen...welche Nachteile sind zu erwarten?

Ich gehe davon aus, dass ich innerhalb der nächsten 5-6 Monate geschieden werde. Der Weg : Mediator, Vertrag usw usw. alles geregelt also. Ich will dann sofort den Mädchennamen wieder annehmen, habe aber etwas Bedenken. Gerade innerhalb des letzten Jahres konnte ich mir in meiner Branche einen Namen machen. Ich bin Führungskraft und die Headhunter schauen auch immer gern mal vorbei. Habe ich Nachteile in diesem Punkt zu erwarten? Von wegen: Frau XY...... kenn ich nicht. Wer von den hier anwesenden Frauen in ähnlicher Position kann mir ihre Erfahrungen nennen. w-44
 
G

Gast

  • #2
natürlich hat du Nachteile zu erwarten. Ich finde das völlig blödsinnig. Behalte den Namen, mit dem du bekannt bist, sonst musst du überall verkünden: ja, ich bin geschieden. Stehe dazu, dass du geheiratet hast und fertig. Alles andere ist Kinderkram.
 
G

Gast

  • #3
hier die FS: welche Nachteile? Und aus welchen Erfahrungen sprichst Du?
Der "Kinderkram" hat eine Geschichte - deshalb!
 
G

Gast

  • #4
Ich hatte mir in meiner Branche im Management als Führungskraft auch "einen Namen" gemacht. Nachdem meine Ehe nach 30 Jahren gescheitert und nach weiteren 8 Jahren geschieden wurde, habe ich den Namen meines Ex-Mannes, unter dem ich bekannt bin, beibehalten. Meinen Mädchennamen wieder anzunehme, stand für mich nie zur Diskussion. Das wäre mir auch viel zu lästig gewesen!
 
G

Gast

  • #5
Ich kann es verstehen, ich liebäugle auch mit meinem Mädchennamen.
Aber wenn du mit deinem Ehenamen bekannt bist, dann ist eben genau das das Problem, du wirst wieder von vorne anfangen müssen. Wer ist denn Frau XY? Ach so, das ist die frühere Frau Z.
Aber wenn dein Ehename für dich mit schlechten Erinnerungen verbunden ist, dann mach es einfach und fertig. Du wirst dich schon wieder bekannt machen können.
 
G

Gast

  • #6
Ok, wer selbst die Nachteile nicht sieht, wird auch nicht wirklich Karriere machen können.

Deshalb nochmals zum Mitschreiben:

Du musst überall verkünden: ich bin geschieden - ein Negativpunkt und wäre mir zu aufwendig, weil nicht notwendig.

Menschen wie bspw. Headhunter oder Geschäftspartner, die dir ja so wichtig sind und die dich unter eben diesem Namen kennen, werden dich nicht mehr finden - ein Negativpunkt

Du musst PR in eigener Sache, jedoch mit einem Negativgrund machen - viel Arbeit und Geduld nötig

Du musst Personalausweis, etc. ändern lassen - unnötige Arbeit und Geld

Grundsätzlich: Wer nicht zu den Taten seiner Vergangenheit (in diesem Fall Heirat) steht, wird auch sonst im Leben immer auf der Flucht sein. Warum verleugnen und wegheucheln, was Fakt ist. Man kann nichts ungeschehen machen, vorher hat dir der Name doch auch nichts ausgemacht.
 
  • #7
ich würde an Deiner Stelle auf jeden Fall den Mädchennamen annehmen -- wieso absurd, mit dem Namen eines Ex zu leben, vorallem, falls Du jemals wieder einem neuen Partner haben möchtest.

Haedhunter haben damit nurngar kein Problem -- Du musst ihnen doch sowieso die neue Adresse und Anschrift mitteilen und dann halt auch gleich den geänderten Namen. headhunter vermitteln ausschließlich nach Fähigkeit und Reputation. Die ändert sich durch die Namensänderung nicht!

In der Industrie wird der Mädchenname auf gar keinen Fall negativ sein. Kein Problem!
 
G

Gast

  • #8
@5 sorry, aber meines Wissens werden Headhunter nicht direkt angesprochen und über neue Adressen informiert. Sie kommen auf dich zu, so sie dich kennen bzw. man in der Branche von dir gehört hat und recherchieren über dich, bevor sie dich ansprechen...
 
G

Gast

  • #9
Ja, es ist von Nachteil, die wesentlichen Punkte hat #6 aufgelistet.

Aber: willst du für den Rest deines Lebens einen Namen tragen, der dir nichts mehr bedeutet, der nicht mehr zu dir gehört? Nur um ein paar, vielleicht sogar nur vorübergehende, Nachteile zu vermeiden?

Du lebst voraussichtlich länger als deine Karriere andauert.

w54
 
  • #10
du kannst anfangen jetzt schon beide Namen ins Spiel zu bringen, wie als Doppelname und dann ist der Übergang fließend. Wenn man heiratet ist es ja auch so. Natürlich sollte man das in jedem Gespräch schon heute erwähnen und vielleicht auf auf Visitenkarten und in allen Gesprächen erwähnen. Meine Nachbarin die Selbstständig ist hat das auch so gemacht und so war der Übergang sehr fließend. Mit beiden Namen über längere Zeit
 
  • #11
@#6: Naja, ich könnte niemals mit dem Namen eines Ex leben und das Ändern des Personalausweise wäre eine Genugtuung und kostet ohnehin nur eine halbe Stunde oder so. Also das als Argument zu bringen, ist schon dreist bis albern.

Headhunter, die ihren Namen wert sind, schaffen das schon... sonst kann man sie gleich vergessen.

Im übrigen fallen Scheidungen in der Firma ohnehin auf -- angefangen bei der Steuerklasse. Also kein Grund für Heimlichtuerei.
 
G

Gast

  • #12
Liebe FS, bin selber eine Frau auf der Karriereleiter oben. Früher habe ich auch so gedacht, dass ich sofort meinen Mädchennamen wieder annehmen würde. Heute würde ich das nicht mehr tun. In der Tat hat #6 die wesentlichen Nachteile aufgelistet.

Hier geht es nicht um Heimlichtuerei, wie Frederika unterstellt, sondern einen gesunden Pragmatismus. Ich weiß nicht, ob du diese Gefühle wie Frederika hast - dass eine Änderung deines Namens eine Genugtuung wäre - oder ob du eben pragmatisch damit umgehen kannst.

Kinder scheinst du ja nicht zu haben. Und wenn du wirklich noch mal neu heiraten würdest, kannst du dir das ja alles noch mal überlegen.
 
G

Gast

  • #13
Ich war genau in Deiner Situation und habe mich aus zwei Gründen dafür entschieden, meinen angeheirateten Namen zu behalten: einmal wollte ich nicht, dass mein damals noch junges Kind so anders heißt als ich, zum anderen hatte auch ich mir einen Berufsnamen erarbeitet.

KEIN Headhunter merkt von alleine, dass man nicht mehr X sondern Y heißt. Und man selbst weiß ja gar nicht, wann und vor allem welcher Headhunter sich evtl. auf die Suche nach einem machen könnte. Alle Geschäftspartner über den neuen Stand informieren? Macht keinen besonders guten Eindruck, NICHT etwa, weil "geschieden" schlecht klingen könnte. Was ist, wenn ich dann wieder heirate? Erneut alle informieren? Ziemlich albern! #6 sieht das völlig richtig!

Ich habe, im Übrigen, auch bei meiner zweiten Ehe den Namen aus der ersten Ehe beibehalten. Kein Problem für mich und meinen zweiten Mann. Scheidung muss ja nicht bedeuten, dass man den früheren Mann hasst. Ich stehe zu all meinen Schritten im Leben - und bin damit erfolgreich! w
 
  • #14
Hast du Kinder?
Unabhängig von beruflichen Überlegungen solltest du dir auch darüber im Klaren sein, dass es schade wäre, hättest du einen anderen Familiennamen hast als deine Kinder.
 
  • #15
@#13: Naja, bei Kindern ist das natürlich eine andere Lage, aber davon ist hier ja nicht die Rede.

Alle Argumente von #6 könnte man ebenso auf den Moment der Heirat anwenden. Ist doch albern. Natürlich läuft man nicht freiwillig mit dem Namen des Ex herum.
 
G

Gast

  • #16
@14:
Ja, sicher. Das sind auch Argumente, bei der Heirat den eigenen Namen zu behalten.

Ein weiteres Beispiel: WissenschaftlerInnen überlegen sich auch, ob sie den Namen wechseln sollten, weil die Publikationshistorie am Namen hängt.
 
G

Gast

  • #17
Hier die FS:
Gut - ich kritisiere sehr oft Frederika, aber dieses Mal schwimmen wir auf einer Wellenlänge: ES GIBT GRÜNDE.

Selbst mein fast erwachsener Sohn kann es verstehen und sagt zu mir : ja, würde ich auhc tun
Bei einer erneuten Heirat werde ich meinen Namen bahelten.

Und warum soll geschieden sein ein NT sein?
In einem evtl. Lebenslauf schreibt man es sowieso rein.
 
G

Gast

  • #18
Man sieht hier wieder einmal, wie absolut veraltet das deutsche Namensrecht ist.

Jeder sollte bei der Heirat seinen Namen behalten, dann würde dieses Problem erst gar nicht entstehen. In anderen europäischen Ländern, sogar im Macholand Italien :), funktioniert das wunderbar, nur Deutschland hinkt bieder und rückständig hinterher.

Und man muss dann, wenn man seinen eigenen Namen nicht ganz verlieren möchte, weil man stolz auf seine Herkunft ist, oder weil man sich schon einen "Namen" gemacht hat, so schreckliche Doppelnamen-Konstrukte erfinden.

w54
 
S

Sphynx

  • #19
Liebe Nr 17 - inzwischen kann man auch in D seinen Mädchennamen behalten. Das würde ich bei einer erneuten Heirat so tun.
 
  • #20
@ #17:

Du solltest vielleicht dringend einmal deine Informationen über das deutsche Namensrecht überprüfen.

Es ist schon seit einigen Jahren nicht mehr zwingend notwendig, den Namen des Mannes anzunehmen.

Man kann auch den eigenen behalten (oder der Mann auch den der Frau annehmen), man kann einen Doppelnamen wählen oder - so wie früher - den des Mannes annehmen.

Es besteht also kein Grund, das deutsche Namensrecht verantwortlich zu machen. Ich selbst kenne einige junge Ehepaare, von denen jeder seinen eigenen Namen behalten hat.

Wenn man sich allerdings für den Namen des Partners entschieden hat, muss man sich bei einer Scheidung eben entscheiden, was man zukünftig will. Das geht dann natürlich den Männern, die den Namen der Frau gewählt haben, auch so.

Das Leben fordert nun einmal jeden Tag neue Entscheidungen. Auch der FS kann diese niemand abnehmen.
 
G

Gast

  • #21
Tja, liebe FS, deine Entscheidung steht doch fest und deine Gründe, die du hier immer nur erwähnst, aber nicht mitteilen willst, doch auch. Also was soll das alles? hat er dich vergewaltigt wollte er dich umbringen oder hat er dich nur abserviert und eine Jüngere genommen? Wer so schlecht über einen Menschen denkt und dann handelt, da frage ich mich, wie dieser Mensch vorher mit dem anderen Partner umgegangen sein mag. Respektvoll und mit Achtung und Wertschätzung sicherlich nicht.

[Mod.= @ FS - Einen Beitrag haben wir gelöscht.
@ all - Aus gegebenem Anlaß weisen wir wieder einmal darauf hin, dass nicht mehrere Beiträge hintereinander vom gleichen Teilnehmer gepostet werden sollen.]
 
G

Gast

  • #22
@ #18 Angeline
@ #19 Sphynx

Ich weiß das natürlich, nur ist es in Deutschland eben nur eine OPTION, den eigenen Namen zu behalten, und keine Selbstverständlichkeit wie in den anderen Ländern.

Und es muss erst ausdiskutiert werden, ob nun jeder seinen Namen behält oder der eine den Namen des anderen annimmt oder Doppelname, und wenn der Mann seinen Namen aufgibt ist er sowieso in den Augen der Mehrheit ein Weichei, und schließlich die Frage, wie die Kinder heißen sollen..... lästig und unnötig, siehe frühere Threads zur Namenswahl nach der Hochzeit.

w54
 
  • #23
@ # 21:

Was ist falsch an der Option?

Sie erfordert lediglich erwachsenes Verhalten und Entscheidungen der Betroffenen.

Abgesehen davon, hatte ich nicht den Eindruck, dass z. B. der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, für den ich gearbeitet habe, als Weichei gesehen wurde, weil er den Namen seiner Frau gewählt hat.

Ein großer internationaler Konzern. Er hatte auch kein Prolem damit (oder Schwierigkeiten), mit neuem Namen als der gesehen zu werden, der er vorher war.

Man teilt seinen Kontakten einfach mit, dass sich der Name geändert hat. Es ist nicht einmal Pflicht zu erwähnen, warum. Es kann eine Eheschließung oder Trennunbg sein; höfliche Menschen fragen da nicht nach.
 
G

Gast

  • #24
@21:
Ja, das ist natürlich schrecklich, dass man sich unter Partnern einigen muss. Wie viel bequemer ist doch, sich vom Staat bevormunden zu lassen!
 
G

Gast

  • #25
@ #22 Angeline

Falsch ist am deutschen Namensrecht, dass die Namenswahl dadurch nicht einheitlich bei allen Menschen gleich erfolgt, sondern durch die x Optionen ein völlig unnötiges Wirrwarr entsteht.

Einfach und schlicht wäre: jeder behält den Namen, den er von Geburt an hat. Warum verkomplizieren was ganz einfach auch geht?

w54
 
S

Sphynx

  • #26
@24 - welchen Namen bekommen dann die Kinder? Spätesten dann sollte man mal miteinander reden
 
G

Gast

  • #27
Ich würde den Namen auch wieder ändern!
Wie ist es denn sonst bei erst unverheirateten Frauen, die später heiraten! Die hätten doch beinahe dasselbe Problem und keinen stört es!
 
G

Gast

  • #28
@ #25 Sphynx

In Italien

[Mod. = gelöscht! Kein Nebenthread über die Namensregelung anderer Länder speziell! Danach wurde hier ja auch nicht gefragt!]

w54
 
  • #29
Eine Familie ohne einheitlichen Familiennamen ist eine Schnappsidee und widerspricht allen deutschen Traditionen und jeglicher Sinnhaftigkeit.
 
S

Sphynx

  • #30
eine Familie ohne einheitlichen Familiennamen ist eine gute Idee und entspricht dem Zeitgeist und der Moderne
dann muss ich mir bei der Scheidung nicht diese Gedanken machen.