• #31
Guten Abend,

ich habe das Gefühl, hier wird vom TS etwas um den heißen Brei (wer möchte mehr, wer möchte weniger Zärtlichkeit und Nähe) herum geredet:
[...]Früher [...] merkte ich, dass ich von ihr begehrt wurde.
[...] sexuelles Verlangen ihr gegenüber aber habe ich nicht mehr!
Wie spielt es sich denn ab, wenn du Sex möchtest
- lehnt sie dich eher ab?
- oder näherst du dich ihr gar nicht mehr, weil du Angst davor hast, von ihr abgelehnt zu werden? Und diese Angst führt dann zur "Entmannung"?
- oder nähert sie sich dir, du aber lehnst sie aus allgemeiner Verärgerung, Verstimmung.... Angst, s.o. .... tatsächlich ab (deine Schilderung scheint das zu implizieren... aber wirklich gesagt wurde das nicht).

"Typisch", auch recht "normal" fände ich die erste Konstellation, der beruflich erfolgreiche, mit allen möglichen "spannenderen" Dingen beschäftigte Partner hat weniger Lust auf Nähe zu und Zärtlichkeit mit dem eher weniger erfolgreichen Partner.
Eine Abweichung von diesem "naturgegebenen" Muster kann m.E. vor allem dann entstehen, wenn beim "unterlegenen" Partner, also bei dir, eine ganz besondere Befindlichkeit besteht, z.B. aus der Kindheit her, die noch "stärker", noch beherrschender ist.

An dieser Befindlichkeit solltest du aber m.E. arbeiten, ev. professionelle Hilfe suchen... so besonders "normal" hört sich das nicht an. Ein selbstbewusster Mann findet eine erfolgreiche Partnerin eher besonders attraktiv.

manchmal
 
  • #32
Im Übrigen ist meine Frau ist ein total liebenswerter und zutraulicher Mensch. Normal. Es geht nicht in meinen Kopf, wie ich geworden bin. Auf der Suche nach Anerkennung bei der eigenen Frau...Es ist schwer dem etwas entgegenzusetzen.
Das Problem hängt in der Lage, in der sie die Firma übernommen hat. Laß die Firma mal am Rande der Insolvenz gewesen sein, unverkäuflich, schlecht geführt, es hat sich einfach niemand gekümmert und man machte (man beachte daß es auf ihre subjektive Einschätzung ankommt) einfach alles falsch.

Sie übernimmt die Firma und sagt "Wenn ich mich nicht kümmere herrscht Chaos." Also kümmert sie sich weil sie in ihrem beruflichen Bereich kein Chaos will.

Demzufolge delegiert sie zu wenig, weil sie niemandem vertraut. Wenn sie 6 mal so viel verdient wie Du, warum wird dann nicht jemand eingestellt, der nichts anders tut als sie vom Büroalltag zu entlasten ? Sorry aber was wenn Ihr eh Spitzensteuersatz zahlt ? Die Kosten sind Betriebsausgaben und demzufolge spart Ihr Steuern.

Das Problem hängt wohl da.

Jemand hat etwas von Prioritätensetzung gesagt und ich glaube das ist ein sehr wichtiger Punkt. Ich will eigentlich nur spüren, dass ich bzw. unsere Ehe über dem Betrieb stehen.
Und wenn sie die Priorität Ehe haben will dann muß sie auch Dein Eheweib sein können und sein wollen. Das setzt voraus, daß Sie den job so organisiert, daß sie auch daheim abschalten kann. Der Laden muß ohne sie laufen, wenn sie mal eine Woche lang den Garten im neuen Haus umgräbt und das Handy ausschaltet.

Alles andere ist ein Risiko, denn egal wie gut sie im job ist - sie kann auch ausfallen. Unfall, Koma - was auch immer. Du findest vielleicht noch jemand, der halbwegs fachlich geeignet ist, aber wenn nichts stukturiert und organisiert ist daß es ohne sie läuft dann hat die Firma ein arges Problem.
 
  • #33
Wie wäre es denn umgekehrt? Du würdest viel mehr verdienen?
Und wie war die Situation, bevor sie das Erbe angetreten hat?

Ich finde Emanzipation sollte kein Machtkampf der Geschlechter sein. ...sondern eine Anerkennung dessen, wer was kann, unabhängig von diesen.

Es ist also egal wer in welcher Rolle steckt aber nicht, dass er überhaupt Rollen verteilt.

Wichtig ist, wenn einem die Anerkennung fehlt, dieses Bedürfniss zu äußern. ..Und ein guter Partner interessiert sich dafür.

Da hilft nur reden!
 
  • #34
Du reflektierst ja sehr gut deine bzw. eure Situation. Es hat auch (noch) niemand von euch einen neuen Partner. Ihr seid verheiratet, du findest sie immer noch sehr attraktiv, nur ist dein Begehren blockiert. Ihr seid dabei, euch auseinander zu leben - wie weit das schon fortgeschritten ist, weiß man nicht genau.
In euerm Fall würde ich daher die Beziehung noch nicht hinschmeißen, sondern zumindest versuchen, ob sich etwas verändern/ verbessern/ noch retten lässt.
Eigentlich dürfte eine Paartherapie sehr geeignet sein, euch in dieser Situation zu helfen bzw. etwas zu klären. Wenn deine Frau keine Zeit oder Lust dazu hat, kannst du auch alleine für dich professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen (würde ich an deiner Stelle unbedingt machen!), um dir klar zu werden, wie du weiter vorgehen möchtest, denn du hast ja erheblichen Leidensdruck.

w50
 
  • #35
Wer seinen Thread mit "Machtwechsel/"Entmannung" betitelt, scheint mir die (Ehe-)frau an Haushalt, Küche, Kinder zwingen zu wollen. Aber regt sich auf, wenn die Frau dabei nicht mitmacht, wie Er will. Obwohl sie durch den Hauskauf bereits "Nestbau" betreibt.

Ich vermute, der Mann = TE befürchtet, dann als Hausmann den Haushalt + Kinder versorgen zu müssen ? Weil ...
Hach, wie "unmännlich."
Er womöglich künftig ein Hausmann, während die Frau das Geld verdient. Da fühlt sich der Mann "entmannt"

Am besten, der TE und seine Frau sprechen sich mal gründlich aus. Ganz ehrlich "bis auf die Knochen." Wie Beide ihre Zukunft sehen. Schon um evtl. Misverständnisse auszuräumen.
 
  • #36
Ich wollte noch ergänzen, dass ich nicht finde, dass du völlig daneben bist, nur weil deine Haltung zu Frauen und der Beziehung zu ihnen nicht ganz zeitgemäß ist.
Die meisten hier stoßen in dieses Horn, aber richtig oder falsch gibt es nicht.
Wie fast immer ist es vielmehr so, dass ihr nicht zusammen paßt.

Ich denke, es ist nicht ausgeschlossen, dass du eine Frau findest, die es toll finden würde, dass du schnell Kinder willst und für die Familie komplett allein bezahlen willst, während sie Hausfrau und Mutter ist.
Hier im Forum will das kaum eine Frau, aber das ist nicht weiter verwunderlich, weil diese Frauen lange in ihr Studium investiert haben und irgendwann die Anerkennung dafür bekommen wollen.
Wenn du aber eine Frau findest, die nach der Realschule eine Handwerkslehre gemacht hat, ist sie, bei gleichem Alter, schon fünf Jahre berufstätig und zwar in einem Beruf, den sie vielleicht doch nicht sooo super findet und dann sieht sie das Zuhausebleiben vielleicht als echte Alternative an.
Und so eine Frau ist dann vielleicht auch bereit, dich zu bewundern und dann ist alles gut.

Erneut meine Empfehlung: suche dir eine Frau, die zu dir paßt.

Die, die du hast, ist auf der Überholspur, sie schaltet sich mehr in den Leerlauf, um dich das Rennen gewinnen zu lassen.
Diese Frau braucht einen Mann, der neben ihr in ihrem Flitzer sitzt und das genießt.

w 48
 
  • #37
Hallo Fs

Ich glaube mit Deiner Einschätzung triffst Du es selber sehr genau. Es ist wohl eine Mischung aus all dem was Du selber aufzählst.

Ich verstehe nicht, wie man das pauschal als schwach abtun kann, wenn ein Mann mühe hat, wenn eine Frau 6 mal mehr verdient. Ein solcher Verdienst geht normalerweise mit einem hohen emotionalen und zeitlichen Einsatz einher. Da steht die Partnerschaft hinten an. Es gibt viele Frauen, die sich mit der Rolle des "Rücken freihaltens" begnügen (könnte ich nicht). Der Mann glänzt mit Status und Abwesenheit. Zeitlich und oft auch emotional.

Den Fs stresst es ja offenbar, das für gemeinschaftliche Aktivität keine Energie ihrerseits mehr da ist. Ist er in Not: Die Firma geht vor. Sie in not (Vater tot), er ist für sie da. Seine Probleme werden einfach negiert. Nur die Probleme der Firma zählen. Da kann eine Partnerschaft ihrer Meinung nach noch so gut laufen, da wäre für mich arg der Wurm drin. Hier den Vorwurf "schwäche" und "unflexibilität" ins Feld rühren, finde ich total verfehlt.

Mir würde obiges die emotionale Nähe zum Partner rauben. Dann hätt ich auch keinen Bock mehr auf den Partner. Ob nun der Lohnunterschied mit ein Grund war oder Folge aus obigen spielt keine Rolle mehr.

Die Frage an den FS ist, kann und will er sich mit der Situation arrangieren? Weil angesprochen hat er es offenbar. Für ihn bleibt damit die Frage, ob er das will oder nicht, weil für sie passt es ja, und bisher geht sie wenig darauf ein, versucht es aber immerhin. Manchmal kann der Mensch noch so toll sein, die Umstände (und wie der Partner damit umgeht) aber nicht tragbar.

Ich kenne auch ein Paar, sie verdienst im hohen 6stelligen Bereich. Er ist inzwischen Hausmann (und schaut nun wo die Kinder grösser werden, wieder sich um), aber man merkt, dass er neben dem Job viel Raum einnimmt und nicht nur hinten nach steht. Kinder und Familienzeit sind dieser Frau daneben wichtig. Eventuell findet ihr ja auch eine Lösung. Reden, reden, reden. Sonst musst Du für Dich entscheiden, ob Dir das reicht.

Viel Glück.
 
  • #38
FS, auch Männer können umlernen oder um denken.

Meine Eltern waren früher beide berufstätig, dann wurde mein Vater krank oder besser gesagt so krank dass er nicht mehr arbeiten konnte - Probleme mit dem Rücken.

Er hat erzählt, früher fand er es nicht gut, dass meine Mutter mit zwei kleinen Kindern voll arbeiten gegangen ist.

Heute macht er den Haushalt alleine - mit allem drum und dran.

Wenn für Dich das Problem ist keine Kinder oder Familie zu haben, dann trenn Dich von ihr. Aber wenn Dein Problem ist, dass bei Euch die Rollen vertauscht sind, dann steh drüber und arbeite an Dir.
 
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  • #39
Ich kenne auch ein Paar, sie verdienst im hohen 6stelligen Bereich. Er ist inzwischen Hausmann (und schaut nun wo die Kinder grösser werden, wieder sich um), aber man merkt, dass er neben dem Job viel Raum einnimmt und nicht nur hinten nach steht. Kinder und Familienzeit sind dieser Frau daneben wichtig.
Eben. Das Problem ist doch daß Ihr keine Zeit habt in der Du nur ihr Ehemann und sie nur Deine Ehefrau ist. Wir haben das auch in der Familie: Beide gestreßte Manager. Die haben in der Zeit in der sie zusammen kamen einfach die Terminpläne nebeneinander gelegt und festgelegt wann sie Zeit für einander haben und dafür gesorgt, daß nichts dazwischen kam. Dann haben sie die Abschnitte verkürzt und verkürzt - nun leben sie eine zweistellige Zahl von Jahren als verheiratetes Paar zusammen und machen beruflich das gleiche.

Und auch bei "machen beruflich das gleiche" sehe ich ein Problem beim FS. Seine Ehefrau kommt und berichtet und will ihn einbeziehen und ihn teilhaben lassen und die Probleme um die Firma zu gemeinsamen Problemen machen. Abgesehen davon daß die Probleme die vom Vater kommen und die Probleme der Anfangsjahre irgendwann vorbei sein werden, dient die Firma doch dazu, beiden langfristig ein schönes Leben zu ermöglichen (Finanzierung des Hauses, der Ausbildung der Kinder, evtl. Reisen etc pp).

Wenn aber die Firma nach dem Vorstellungsbild der Frau dem Glück beider dienen soll ist es nur logisch, dem Mann darüber zu berichten, ihn teilhaben zu lassen und ihn als Ratgeber aufzubauen. Und sie macht auch genau das. So verstehe ich nicht, warum der FS genau darüber gefrustet is.
 
  • #40
Das Problem, dass ich vor allem auch sehe, ist, dass ein Kompromiss nahezu ausgeschlossen sein dürfte. Ich glaube nicht, dass du auf sie zukommen kannst. Sie kann in der Firma delegieren, das sollte machbar sein. Es ist ja eigentlich auch erforderlich, unabhängig von eurer Ehe. Aber kannst du auch dein aus dem Elternhaus geprägtes Bild ändern? Einerseits würde ich ja sagen, da ich auch in einer Hausfrauenehe aufgewachsen bin, aber selbst überhaupt nicht so denke. Mein Freund ebenso. Dein Machtdenken deutet aber nicht darauf hin.

Wie fast immer ist es vielmehr so, dass ihr nicht zusammen paßt.

Ich denke, es ist nicht ausgeschlossen, dass du eine Frau findest, die es toll finden würde, dass du schnell Kinder willst und für die Familie komplett allein bezahlen willst, während sie Hausfrau und Mutter ist.
Das ist sicherlich richtig. Ich hoffe aber dann nicht, dass der FS bald einen neuen Thread eröffnen muss, dass seine schlichtere, abhängige Frau ihn nun doch langweilt. Sowas hatten wir ja diesen Monat hier erst.

Ich würde dir aber noch nicht zur Trennung raten. Erst einmal würde ich mit ihr sehr deutlich sprechen und sie zur beruflichen Delegation auffordern. Parallel solltest du an dir und deiner Denke arbeiten. Du willst unbedingt Kinder, möchtest dich aber anscheinend nicht so um diese kümmern, wie es von uns Frauen immer erwartet wird. Das ist keine gesunde Einstellung, wenn du Frauen so abwertest. Und ja das tust du, wenn du denkst, du hättest im klassischen Modell automatisch die "Macht".
 
  • #41
Lieber FS, deine Situation ist super schwierig. Ich kann mir vorstellen, wie übel es für dich als Mann sein muss, wenn sich das gewohnte Machtverhältnis verschiebt. Ich würde mir immer wieder im Hinterkopf halten, dass du sehr stolz sein kannst und dass deine Frau ihren Erfolg nur durch sehr viel harte Arbeit, noch dazu in einer Phase der Trauer, erzielt hat.

Stell dir auch ehrlich die Frage, ob dir nur deshalb der Kindergedanke kommt, weil es unterbewusst als Möglichkeit, deine Frau wieder kleiner zu halten (Ausfall im Job, Einbüßen von Attraktivität, Hormone spielen verrückt, durch Kinder unattraktiver für andere Männer) erscheint, oder ob du wirklich Kinder willst, weil du diese Frau noch immer liebst.

Wenn du zu dem Schluss kommst, dass du nicht "Manns" genug bist, um drüber zu stehen, solltest du dich trennen.
 
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  • #42
Sexuell gesehen liest man oft, dass Frauen sich beklagen, dass sie immer den Anfang machen müssen. Wundert mich eigentlich gar nicht, weil Männer ja nicht notgeil und "nur auf das eine aus" erscheinen wollen und angeblich wollen Männer ja sowieso öfter, also ist es verständlich, wenn sie warten, dass sie ein Signal kriegen. Falls nun von der Frau keine solche Signale mehr kommen, muss Mann ja denken, sie hätte kein Interesse mehr.

Ansonsten ist es allgemein so, dass Frauen meist die Beziehung gestalten, weil der Mann seine Hauptaufgabe im Beruf sieht. Wenn die Frau ihn dann benörgelt, man solle mehr unternehmen, es gibt zu wenig Paarzeit usw., vermittelt sie das Gefühl, es gäbe nichts wichtigeres als den Partner. Sobald sie selber berufliche Ziele hat und die Beziehung halt schleift, wenn SIE nicht die Initiative ergreift, das Paarprogramm erstellt und "den Anfang" macht, wäre der Mann gefragt, sich Gedanken über die Gestaltung der Beziehung zu machen, weil sie nun keine Zeit mehr dafür hat. Sowieso finde ich solche Beziehungen öde, wenn ich als Frau alles allein machen müsste, weil es mir nie vermitteln würde, dass dem Mann auch was an gemeinsamer Zeit und gemeinsamen Unternehmungen liegt.

Wenn der FS nun schon öfter mal den Anfang gemacht hat und Körbe bekam, würde ich das mal ernsthaft ansprechen.

Ich weiß aus dem Bekanntenkreis und auch von meiner Beziehung, dass es zu Ende geht, wenn die Frau sich nicht wieder voll auf die Beziehung konzentriert, weil Männer Frauen diese emotionalversorgende Rolle nunmal zugedenken und sich dann fragen, wozu sie eine Frau als Partnerin haben sollten, die wie ein Mann agiert.
Wenn BEIDE dafür sorgen, dass die Beziehung läuft, kann das nur funktionieren. Einem die Rolle zuzuschreiben, dass er sich um die Paarinteressen zu kümmern hat und man kommt dann auf seine Vorschläge zurück, wird eine klassische Rollenverteilungssache mit abhängiger und arbeitender Person, und erste wollen Männer eigentlich nie sein.

Stell dir auch ehrlich die Frage, ob dir nur deshalb der Kindergedanke kommt, weil es unterbewusst als Möglichkeit, deine Frau wieder kleiner zu halten.
Interessanter Gedanke.
 
  • #43
Dein Problem hat, so will es mir scheinen, mehrere Ebenen. Wenn Dir an Deiner Beziehung liegt: ja, eine Paartherapie könnte in Deinem Fall helfen. Ihr werdet Euch beide bewegen müssen.
 
M

Mooseba

  • #44
Ich denke, damit triffst du es sehr gut. Wie es sich zeigt, kommen Männer mit dem Erfolg von Frauen nicht so gut zurecht wie umgekehrt. Ich vermute, sie würde aus allen Wolken fallen, wenn du es ihr so erzählst wie hier. Bis jetzt hat sie wahrscheinlich gedacht, du freust dich mit ihr.
Tja. Das wirst du sehr sensibel formulieren müssen, um sie nicht zu entrüsten.
Kinder kriegen kann man trotz Job. Das schaffen die anderen auch.
Also, reden. Berichte, wie es gelaufen ist.
Hast du eigentlich auch verstanden, dass seine Frau kein großes Interesse mehr an ihm hat oder hast du nur tunnelblickartig das Männer-kommen-mit-erfolgreichen-Frauen-nicht-klar-Thema gesehen? In so einer Situation, dass ihre Themen stets wichtiger sind, hätte ich auf Dauer auch keine Lust auf Sex, selbst wenn sie die schönste Bäckereifachverkäuferin der Welt wäre. Ist dir auch klar, dass es gut möglich ist, dass die Frau der FS sich bald auf einen Mann in ihrer "Liga" einlässt? Denn im Gegensatz zu Männern geben sich Frauen in der Liebe höchst ungern mit "Niederen" ab. So ein profanes Thema wie Kinder finde ich in dieser Situation erst recht weit hergeholt.
Der FS sollte sich mehr um seine persönlichen Interessen kümmern, gern auch nach ihrem Feierabend. Denn für die Beziehung sehe ich eh schwarz.

(m,33)
 
  • #45
Meine Frau und ich kennen uns seit dem wir 18 Jahre alt sind. Wir sind seit 3 Jahren verheiratet, seit 7 Jahren ein Paar.
Dir ist schon klar, dass deine Frau genau dich gewollt hat und du sie auch. Dir ist auch klar, dass ihr euch verändert und dir ist auch klar, dass ihr euch entschieden habt, den weiteren Lebensweg zusammen zu gehen.

An Sex ist nicht zu denken, ich habe keine Lust auf meine Frau.
Ich denke, du schätzt die Situation falsch ein. Ich denke, wenn du als nächstes mit einer sehr passiven und phlegmatischen Frau zusammen wärst, würdest du deine Ehefrau anders einschätzen. Ich denke, dass es deiner Persönlichkeit entspricht, dass diese erfolgreiche Frau mit dir zusammen sein möchte. Ich denke, dass du deiner Frau auch nicht perfekt das geben kannst, was sie sich nach einem Arbeitstag wünscht. So ist das halt.

Wenn du dich "entmannt" fühlst ist das erstmal deine Gefühlswelt. Da kann die Ehefrau nix dafür. Wenn du lieber eine weniger erfolgreiche Frau hättest, damit du dich überlegen fühlen kannst, dann trenne dich halt und mache deine Erfahrungen mit anderen, weniger erfolgreichen Frauen.
 
  • #46
Mal abgesehen von dem Begriff "entmannt", der auf ein traditionelles Rollenverständnis* hinweist:
Lieber FS, überlege Dir gut, was Du selbst willst. Denn das werden Dir keine Ratgeber (schon gar nicht die Frauen im Forum) abnehmen können. Bedenke stets, dass viele (nicht alle!) Frauen hier sehr selbstbezogen und kühl kalkulierend ("rational"?) agieren - oder das zumindest vorgeben.

*Sollte das zutreffen, dann überdenke es in Ruhe. Und dann stehe zum Ergebnis Deines Nachdenkens, mit allen Konsequenzen.
 
  • #47
Viele Vorschläge die hier gemacht werden sind realitätsfern. Die Ehefrau des FS ist 25 Jahre alt. Sie hat mit 23 Jahren das väterliche Unternehmen übernommen und es binnen 2 Jahren auf gesunde Beine gestellt, in einer Zeit, in welcher Sie auch in der Trauerphase war.

Ich frage mich, was das Geschwafel von die Frau soll delegieren & Co. soll, von Leuten, die 20 bis 25 mehr Lebens- und Berufsjahre auf dem Buckel haben. Jeder, der ein bisschen Realitätsbezug hat weiß, dass es in dem Alter an Erfahrungen mangelt, man nicht weiß, was man an wen delegieren kann und an wen. Erst recht kann und weiß man das nicht, wenn das Unternehmen grad aus der wirtschaftlichen Schieflage herausgefuehrt ist. Da ist abgeben erstmal ein sehr schlechter Rat. Abgeben kann man, wenn man den Überblick hat - nicht als Berufsyoungster nach 2 Jahren in der Betriebsleitung, unmittelbar nach einer Krise.

Lieber FS,
statt in gekränkter Eitelkeit wehleidig rumzuwinseln und mit aller Macht zu versuchen, Dir Aufmerksamkeit zu sichern (was Deine Partnerin trotz ihrer Jugend klarsichtig erkennt), solltest Du stolz sein, dass so eine Partnerin Dich mal wollte. Ich wäre froh gewesen, in jungen Jahren so einen Partner an meiner Seite zu haben, mit dem Du zuversichtlich in die Zukunft schauen kannst, weil die Frau was bewegen kann, selbst wenn Du scheiterst.
Du tust im Moment alles, um jeglichen Respekt, den sie vor Dir hat, durch Dein infantiles Neidverhalten zu verspielen, statt zu sehen:
- sie sichert den Betrieb für Eure gemeinsame Zukunft
- soweit es ihr möglich ist, ändert sie die Dinge, die Du kritisierst
- sie verprasst ihr Einkommen nicht für unsinniges Zeug, sondern kauft für Euch ein Haus

Es ist an der Zeit, dass Du das siehst und anerkennst und damit lebst, dass es für Dich noch ein paar Jahre eine saure Gurkenzeit ist. Zeig' ihr Deine Wertschätzung und gestalte Deine Freizeit eigenständig, wenn sie keine Zeit für Dich hat. Das machen Millionen Frauen Jahrzehnte klaglos in ihren Ehen.
 
  • #48
Bedenke stets, dass viele (nicht alle!) Frauen hier sehr selbstbezogen und kühl kalkulierend ("rational"?) agieren - oder das zumindest vorgeben.
Interessant, wie hier unsere Wahrnehmung auseinander geht.
Ich glaube wahrzunehmen, dass hier sehr viele Leute ( m/w ) wider jede Vernunft, wider jeden besseren Erläuterns durch Aussenstehende sich etwas vormachen, die Tatsachen verdrehen und sich die jeweilige Sachlage schönreden.
Das ist das Gegenteil von kühl kalkulieren.

Kann sein, dass ich dich falsch verstehe, aber kann es sein, dass du es negativ bewertest, wenn Menschen kühl kalkulieren ? Das hört sich hier fast so an.
Sehr viele Threads haben den Hintergrund, dass jemand etwas erlebt, das er nicht einordnen kann und er bittet darum Aussenstehende, die i.d.R. klarer sehen um kühle Kalkulation.
Und das bekommen sie hier ein bißchen und dazu sehr viel mit eigener oft schlechter Erfahrung sowie Polemik gefärbte und damit einseitige Kommentare.

Einige Leute ( m/w ) schreiben immer das gleiche, sofern es irgendwie in den Kontext des Threads paßt, geradezu grotesk mit den immer gleichen Diffamierungsparolen.
Wenn man ein bißchen länger hier mitliest, kennt man diese Leute und filtert deren Beiträge ungelesen, jedenfalls unkommentiert heraus.
Dann noch die, von denen man annehmen darf, dass sie hier nur mitschreiben, um ihrer eigenen Verletzung und Verbitterung Ausdruck zu verleihen. Die sind naturgemäß auch nicht sachdienlich. Die meinst du wahrscheinlich mit 'selbstbezogen'. Das sind aber nun gerade nicht die, die kühl und rational agieren.
Und es sind Männer wie Frauen.

Und dann bleiben noch viele, die je nach Typus milder oder deftiger teils sehr gute Ansätze liefern.
Und das sind in der Regel die, die Dinge kühl und sachlich analysieren.
Und im besten Fall warm und emotional vermitteln.

Ich verstehe nie, warum hier oft so ein Mädchen-gegen-Jungs-Kämpfchen wie auf dem Schulhof geführt wird.
Ich finde, hier gibt es Männer und Frauen, die angenehm oder auch nicht sind und zwar in etwa gleicher Verteilung und ich finde es einfach toll, hier die Möglichkeit zu haben, in die Denkweise anderer Menschen Einblick zu bekommen.
So ungeschönt wie in einem anonymen Forum ist das anderswo kaum vorstellbar.
Ich habe hier schon sehr viel gelernt.

w 48
 
  • #49
Ansonsten ist es allgemein so, dass Frauen meist die Beziehung gestalten, weil der Mann seine Hauptaufgabe im Beruf sieht. Wenn die Frau ihn dann benörgelt, man solle mehr unternehmen, es gibt zu wenig Paarzeit usw., vermittelt sie das Gefühl, es gäbe nichts wichtigeres als den Partner.
Offensichtlich ist es so, dass der- oder diejenige, die im Beruf erfolgreich ist, weniger Zeit hat, die Beziehung zu gestalten und der oder die andere das übernimmt.

Interessant finde ich, dass das dann offenbar, wie hier erkennbar, kein Männer/Frauen-Problem ist, sondern schlicht ein zeitliches und eines, wer den Kopf für gemeinsame Unternehmungen frei hat. Das ist bisher traditionell meist die Frau. Damit, dass sich das gerade massiv ändert, weil immer mehr Frauen erfolgreich werden, können beide Geschlechter nicht gut umgehen.

Eigentlich spricht das wieder für "Augenhöhe" als Voraussetzung einer Beziehung, so dass beide gleich viel (oder wenig) Energie und Zeit für gemeinsame Aktivitäten aufbringen können, oder?
Klar, wenn der Mann einen ruhigeren Job hat und eher Familie plant, passt das nicht zu den Lebensvorstellungen der Frau. Hier ist es einfach umgekehrt so, wie es in vielen Fällen von Frauenseite beklagt wird. Irgendwann wird ihm eine nette Frau über den Weg laufen und dann war es das mit der Ehe. So wie in vielen umgekehrten Fällen auch eine Frage der Prioritäten.

Ergänzend: Ich finde auch interessant, dass hier öfter der Vorschlag kommt, die Frau solle jemanden einstellen, der ihren Job macht. Bei Männern scheint es selbstverständlich, dass sie Karriere machen und dafür Zeit und Energie brauchen, bei Frauen nicht...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #50
Eigentlich spricht das wieder für "Augenhöhe" als Voraussetzung einer Beziehung, so dass beide gleich viel (oder wenig) Energie und Zeit für gemeinsame Aktivitäten aufbringen können, oder?
Genau das meine ich auch. Ich kenne auch ein Paar, das so gut lebt, beide einen ruhigen guten Job, der sicher zu sein scheint, drei Kinder und die Beziehung wirkt nicht eingeschlafen. Allerdings hat da keiner besondere Verantwortung, niemand ist Chef, keiner will beruflich Karriere machen. Ihrer beider Grundinteresse ist ihre Beziehung und die Kinder. Er hat auch beim letzten Kind Elternzeit genommen, weil sie mehr arbeiten wollte.

Klar, wenn der Mann einen ruhigeren Job hat und eher Familie plant, passt das nicht zu den Lebensvorstellungen der Frau
Das sicher, aber meist auch nicht zur Lebensvorstellung der Männer, die ich kenne. Außer dem oben genannten kein weiterer, eher drücken die sich ALLE darum, irgendwas mit dem Kind zu machen, weil sie das als "Frauending" kennen. Beruflich komme ich mit Männern zusammen, die schon mal über ihre Beziehung äußern, dass es Stress gibt, weil sie keine Lust auf so viel Paarzeit haben und neben der Arbeit auch mal Zeit für sich brauchen. Wenn die Frau den ganzen Tag zu Hause ist und auf den Mann wartet, hat sie nichts von einem, der kaputt auf der Couch einschläft. Ich denke aber, dass unsere Arbeitswelt das auch verlangt, dass einer Überstunden macht usw., dh. was soll der Mann dann machen?
 
  • #51
Beim Thema " Frauen machen Karriere" ist so einiges mitzubedenken. Vorab: dass sie es können, ist uneingeschränkt gut. (Wollen es überhaupt alle?) Dennoch: viele machen es (nur) dank massiver Frauenförderung auf allen Ebenen, nicht aufgrund Leistung. Das wird, kombiniert mit weiteren Faktoren, zu einem größeren Problem werden, als viele sich derzeit vorstellen mögen.
 
  • #52
Hallo zusammen,

ich bin neu hier, lese aber schon seit geraumer Zeit mit. Da ein ähnliches Problem dazu geführt hat, dass mein Mann und ich uns nach 16jähriger Ehe vor zwei Jahren getrennt haben, fühle ich mich berufen, mich an diesem Strang zu beteiligen. Dabei möchte ich vor allem auf Hannes' Beitrag # 50 eingehen.

Es ist ja gar nicht unbedingt so, dass Frauen Karriere machen. So wie auch nicht alle Männer Karriere machen. Die meisten von uns müssen ganz einfach ihrer täglichen Arbeit nachgehen, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Und ja, vielleicht wird das Probleme mit sich bringen, die wir in ihrem Ausmaß noch gar nicht abschätzen können. Das liegt aber vor allem daran, dass die Gesellschaft gerade einen generellen Wandel vollzieht. Das klassische Modell der Versorgerehe gibt es kaum noch, Ehen halten nicht mehr, "bis der Tod Euch scheidet". Das eine hängt ganz klar mit dem anderen zusammen. Ich bin davon überzeugt, dass die Ehen früher nur aufgrund der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Frauen von ihren Männern eine so lange Lebensdauer hatten. Glückliche Ehen waren damals nämlich noch weitaus seltener als heutzutage. Die Frau musste zufrieden sein, wenn der Mann sie nicht schlug und die komplette Lohntüte in die Wirtschaft trug.

Bereits bei unseren Eltern nahm es den Anfang, dass die Frauen auch arbeiten mussten, wenn sich das Paar eine Familie und ein Eigenheim aufbauen wollte. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Kaum ein Mann verdient heute noch so viel, dass er das allein stemmen könnte. Hinzu kommt dann noch die bereits erwähnte Tatsache, dass das klassische Versorgermodell einfach nicht mehr funktioniert. So sind Frauen heutzutage sogar gezwungen, nach dem Kinderkriegen möglichst schnell in den Beruf zurück zu kehren, um sich eine eigene Versorgung - auch fürs Alter - aufbauen und sichern zu können.

Natürlich ist es für den einen oder anderen Mann nicht leicht, wenn seine bessere Hälfte beruflich genauso erfolgreich ist wie er oder ihn gar überflügelt. Hier werden wir aber wohl nicht darum herum kommen, mit Traditionen zu brechen, Ansichten und Gewohnheiten zu verändern, um die von Hannes angesprochenen, zu erwartenden Probleme abzuwenden.
 
  • #53
Die Zukunft muss ganz einfach so aussehen, dass sich Männer und Frauen die Aufgaben gleichermaßen teilen - das betrifft die Erwerbstätigkeit - schließlich sind auch Frauen heute hervorragend ausgebildet - aber auch die Arbeit, die Haushalt und Kinder mit sich bringen. Hier müssen ggf. auch Arbeitgeber durch entsprechende Forderungen vor allem ihrer männlichen Mitarbeiter zum Umdenken gezwungen werden.

Die "traditionelle Rollenverteilung" hat ausgedient und wird so nicht mehr wieder herzustellen sein, auch wenn mancher Mann das sicher bedauern mag. Filmtipp zu diesem Thema: "Die Frauen von Stepford" (aber bitte das Original von 1975 anschauen).
 
  • #54
Vorab erstmal Danke für den differenzierten Beitrag.
Die Zukunft muss ganz einfach so aussehen, dass ...

Die "traditionelle Rollenverteilung" hat ausgedient und wird so nicht mehr wieder herzustellen sein, auch wenn mancher Mann das sicher bedauern mag. Filmtipp zu diesem Thema: "Die Frauen von Stepford" (aber bitte das Original von 1975 anschauen).
Nicht ganz so sicher bin ich mir immer dann, wenn postuliert wird, was sich ändern "muss" - wenn es "die Anderen" vorrangig betrifft. Denn einige von denen (auf Männer bezogen an dieser Stelle, ähnliche Überlegungen gibt es auch von Frauen) werden aus der Entwicklung eben andere Schlüsse ziehen als erwünscht. Genau wie übrigens auch einige Frauen keineswegs ihre klassischen Partnerpräferenzen aufgeben werden (nur ein Stichwort: "Downdaten"). Was mir aufstößt, ist die Denunzierung der lebenslangen Ehe / Familie, die als "eigentlich immer unglücklich" porträtiert wird. Wenn heute 1/3 aller Ehen wieder geschieden wird, dann heißt das im Umkehrschluss, dass 2/3 nicht geschieden werden. Mir kann niemand weismachen, dass die alle oder auch nur mehrheitlich unglücklich seien. Dafür sind Trennungen heute zu leicht und auch längst nicht mehr sozial stigmatisiert. Ich habe den Eindruck, dass es sich bei dieser wiederkehrenden Behauptung durchaus auch um eine Rationalisierung handeln könnte, die dem eigenen Seelenfrieden dienlich ist. (Womit ich nicht verkennen will, dass Ehen früher im Durchschnitt vielleicht 25 Jahre hielten / halten mussten, weil die Lebenserwartung niedriger war - heute sind es leicht 50 Jahre, die viele Paare vor sich haben. Das macht die Sache natürlich nicht einfacher.)
 
  • #56
Mir kann niemand weismachen, dass die alle oder auch nur mehrheitlich unglücklich seien.
Man kann das auch gar nicht als Außenstehender sagen, weil das, was einen selbst unglücklich macht, ja nicht das sein muss, was eine andere Person unglücklich macht.
Ich sehe es aber so, dass die Ehen oder auch langen Beziehungen ohne Trauschein meiner Bekanntschaften fast alles Rollenspiele sind und eher mit Funktionsgemeinschaft als mit Liebespaar zu tun haben.
Zwei Frauen wollten unbedingt Kinder und einen Versorgermann. Eine lebte eher Lifestyle und gut Reisen mit ihrem nunmehr Ex. Eine andere duldet den Mann in ihrem Haus, weil sie Kredit und Alltag beides nicht so gut bezahlen kann wie mit seinem Gehalt zusammen, und wenn der Traummann bzgl. Romantik kommt, tauscht sie aus. Alle diese Leuten würden vor Außenstehenden sagen, ihre Beziehung ist gut, weil sie sonst sich selber sagen würden, sie müssten sie eigentlich beenden. Wenn aber das schon von vornherein aus irgendwelchen Gründen ausgeschlossen wird (Finanzen, Kinder, ...), dann MUSS so jemand sagen, es ist gut so. Ich denke nicht, dass dann kommt: Eigentlich will ich mich trennen, bleibe aber wegen des Geldes oder weil ich nicht Single sein will, in der Beziehung.

Die Frage hier ist für mich: Was soll die Beziehung in deinem Leben machen?

Wenn man sich hierauf sagt, sie solle ein Heim, nicht-allein-sein-Müssen und einen gewissen Lebensstandard, den man mit dem eigenen Gehalt nicht erreichen kann, leisten, dann sind Zweckbeziehungen auch glücklich machend, wenn die Leute einigermaßen miteinander auskommen und genug verdienen. Nur darf so eine Person dann nicht anfangen zu fragen, wo der aufregende Sex bleibt, wo die Romantik bleibt, wo die gemeinsamen Interessen sind. Super ist es, wenn das auch noch in der Beziehung vorhanden ist, aber wenn man auch ohne das besser lebt als allein und auf der Suche, dann ist die Beziehung wohl das kleinere Übel im Vergleich zum suchenden Single.

Mich würden diese Beziehungen nicht glücklich machen, deswegen sind sie aber auch nicht unglücklich für diese Leute. Sie kommen damit klar und vermissen so einiges, aber haben gelernt, damit zu leben und das zu nehmen, was sie dadurch kriegen.
Sie haben allerdings nicht aufgegeben, nach was anderem zu suchen, habe ich zumindest bei zweien festgestellt. Es wird auf den Warmwechsel gehofft und schon mal heftig fremdgeflirtet.
 
O

oh ja

  • #57
Sie lebt für ihren Job. Auch am Abend wenn sie nach Hause kommt erzählt Sie davon. Unsere Themen drehen sich nur noch darum.
Du hast dir soeben die Antwort gegeben..

Übrigens war ich in der selben Situation wie du! Und vielleicht war es ja sogar bei dir auch wir bei mir so, dass sie all dies ohne deine Unterstützung gar nicht hätte leisten können.

Egal - es kam der Moment, an dem sie sich über dich stellte. Selbst wenn du ihr den Rücken frei hältst, wird sie dich nicht mehr achten... damit auch nicht mehr begehren.

Es ist zum einen eine Frage der Persönlichkeit der Frau... und zum anderen eine gesellschaftliche.. Die Frauen sind leider diesbezüglich größtenteils noch nicht emanzipiert!

Es bleibt - sollten alle Gespräche nichts nutzen - und sollte sie mitmachen - nur noch der Weg zum Paartherapeuten..

Ich wünsche dir mehr Glück, als ich es hatte... meine sagte damals: Ich manage - ich lasse mich nicht managen! Wenig später war ich mit unserem Sohn (damals 3) ausgezogen.
 
  • #58
Dennoch: viele machen es (nur) dank massiver Frauenförderung auf allen Ebenen, nicht aufgrund Leistung.
Ich stimme dir zu.
Ich bin absolut gegen jegliche Frauen- oder sonstige Quote.
Und ich bin sehr froh, dass es das in meinem Bereich nicht gibt.
Weil es so jedem klar ist, dass ich aufgrund meiner Leistung oben bin, nicht wegen meines Geschlechts.
Die Frauenquote diffamiert die guten Frauen.

w 48
 
  • #59
oder näherst du dich ihr gar nicht mehr, weil du Angst davor hast, von ihr abgelehnt zu werden?
Moment mal! Warum muß dem Mann sofort wieder unterstellt werden, der Grund, warum er sich der Frau nicht nähert, sei die Angst vor Ablehnung? Es ist, bitteschön, keineswegs so, daß der Mann „immer will” und die Frau dann entscheidet, ob er auch „darf”. Auch der Mann hat das Recht, nicht zu „wollen”.
 
  • #60
Guten Abend alle zusammen,
ich habe auch etwas zu diesem Thema beizutragen.
Sagen wir so, ich kenne die ganze Problematik aus eigener (leidvoller) Erfahrung.
Frau liebt erfolgreiche Männer (nicht monetär gemeint), die wissen, wo´s lang geht und Charisma besitzen.
Folgende Situation: Lebte neun Jahre eine wundervolle, überaus glücklichen Beziehung in Nähe und Distanz, plötzlich ist "der Wurm drin", wie man so treffend sagt. Exakt ab dem Zeitpunkt, wo ich beschloss, mich weiterzubilden und somit auch beruflich aufstieg! Wozu braucht mann/frau das? Bei einem Mann wäre das wohl keine Frage, es traf mich hart, den Unterschied zu begreifen. Soviel zur "Entmannung". Dazu kam in unserem Falle zwei äusserst komplizierte Scheidungsverfahren, die sich über Jahre hinzogen. Wie soll es anders sein, "Mann" musste viel Federn lassen, "Frau" (in dem Fall ich) kam mit einem blauen Auge davon. Somit ist auch das finanzielle Ungleichgewicht hergestellt.
Warum nur können sich Paare nicht auch hiebei ergänzen? Man müsste nur bedenken, es kommen auch wieder andere Zeiten! Könnt ihr Männer eigentlich ermessen, welchen Schmerz ihr uns dabei zufügt? Auch jetzt, Monate danach, kommen mir bei diesen Zeilen die Tränen. Mann will ein fünfzehn Jahre jüngere Frau- ok- irgendwann jedoch ist Mann im Ruhestand- und anstatt die Partnerin zu unterstützen, macht er ihr die Hölle heiss. Ich versteh bitteschön das System nicht!
 
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