• #1

Mache ich zuviel für den Partner?

Ich frage mich, ob ich von "den Herren" der Schöpfung zu viel erwarte ?

Ich habe vor ca.4 Wochen einen Mann kennengelernt. Diesen Samstag habe ich ihn miteingeladen meine Freunde kennenzulernen verbunden mit einem 4-Gänge-Menüe, selber gekocht natürlich. Er hat mir einen kleinen Blumenstrauß (3 Rosen,3 Gerbera) mitgebracht. Ich habe mich darüber gefreut und die Blumen auch entsprechend gewürdigt.
Den Abend und die 1.Nacht waren wir bei mir. Ich habe etwas Nettes zum Abendessen gemacht und natürlich auch ein ausgiebiges Frühstück (mit Ei,Wurst,Käse,Saft, selbstgemachter Konfitüre,etc.) zubereitet. Ich mache das wirklich gerne und empfinde mich als "nicht gerade kleinlich".

Zum Nikolaus hab ich ihm eine Theaterkarte geschenkt, die Vorstellung war heute Nachmittag.Anschließend hat er mich zum Weihnachtsmarkt eingeladen und hat einen Glühwein ausgegeben. Ich habe erwartet - ja ich geb es zu - erwartet, daß er mich heute Abend vielleicht zum Italiener (hätte ja nichts großes sein müssen) einlädt und wir so das Wochenende "abschließen". Nach dem Weihnachtsmarkt hat er mich noch zum Auto gebracht und wir haben uns verabschiedet.

Mein vorheriger Bekannter/Freund war zum Brunch bei mir und noch zum Abendessen bei mir eingeladen und verlangt von mir 1,30 EUR für ein Pflaster,das er mir von Apotheke mitgebracht hat. Ich habe diese Beziehung beendet, da ich mich als die jenige sah, die zu 80 % gegeben und .....

Ich formuliere es jetzt mal überspitzt: Ich sehe mich als sehr großzügig und freigiebig und habe immer wieder das Gefühl, daß die Herren das alles SEHR GERNE GENIESSEN und "mitnehmen" aber was bekomm ich dafür ?

Ich bin der Meinung,in einer Beziehung ist es ein Geben und Nehmen. Man/Frau muß wirklich nicht alles aufrechnen aber werf ich zuviel in die Waagschale ?

Ich freu mich auf Euere Meinung. Vielen Dank schon heute W57
 
G

Gast

  • #2
Liebe FS,

du hast mit diesem Mann keine Beziehung, du machst zuviel, viel zu viel. Ich würde ihn auch nicht zu den Freunden einladen, das ist viel zu früh.

Kann es sein, dass du im Freundeskreis für deine zu große Freigiebigkeit zwar geschätz, aber auch gerne ausgenützt wirst?

Männer kann man nicht mit Essen, selbstgekocht, Theaterkarten usw. kaufen bzw. beeindrucken.

Denke immer daran, dass es Ping-Pong sein muss. Alles andere bringt nichts.

w 49
 
G

Gast

  • #3
Ich bin schon manchmal in der Situation gewesen, dass ich es zwar genossen habe, sehr verwöhnt zu werden, aber gar nicht zu Atem kam, etwas zurück zu geben, was wirklich von Herzen kam. Ich wurde einfach mit Aufmerksamkeit erschlage und fühlte mich manipuliert.
Das bringt das Verhältnis zwischen zwei Menschen mitunter in die Schieflage, weil der Verwöhnte und Beschenkte immer mehr in die Schuldnerposition rutscht, was ihm unangenehm sein kann und der Schenker ggf. eine ebensolche oder unausgesprochene Gegenleistung erwartet. Das ist sehr ungut. Zum Schenken gehört auch die Sensibilität, jemand anders nicht in Zugzwang, Abhängigkeit oder Verlegenheit zu bringen.
Schenken hat, so blöd es klingt, auch etwas mit subtiler Machtausübung zu tun.
Bei einer langfristig angelegten Beziehung kann mal der Eine und mal der Andere geben, das Gleichgewicht stellt sich über die Länge der Zeit her. Insofern kann man sich auch erst nach einiger Zeit ein Urteil erlauben, ob die Sache ausgeglichen ist.
Eine Aufrechnung oder Gegenerwartungen: Ich habe ein Essen gekocht, Frühstück gemacht (das Erste war dein Wunsch und das Zweite finde ich normal) und dir eine Theaterkarte zum Nikolaus geschenkt (was ich persönlich too much finde) und nun erwarte ich wenigstens eine Einladung abends zum Essen, das geht in den meisten Fällen schief.
Vielleicht war ihm das auch alles zu viel. Die Freunde kennenlernen, bei dir zu Besuch sein... Der Mann wollte vielleicht einfach abends seine Ruhe haben.
Sieh das, was du beim Kennenlernen gibtst vielleicht nicht so ganz als 1:1 Investition. Und wenn der Mann dich langfristig immer wieder in deinen Erwartungen enttäuscht und sich selbst bereits als Geschenk ansieht, passt er einfach nicht zu dir. Das haben Frauen genauso drauf.
 
  • #4
Nein, bist du nicht und vielleicht hatte er keine Zeit zum Essen gehen, oder kam gar nicht auf die Idee. Hast du das angesprochen? Und mit dem Pflaster ... lach
M42
 
G

Gast

  • #5
Nein bist du nicht , vielleicht schätzt du ihn nur falsch ein . Ich kann nur sagen wie es bei mir ist .
Ich bezahle bei einem Date grundsätzlich die Rechnung und mache Geschenke , ein Freund von mir ist da ganz anders , er ist nicht so der Type für grosse Geschenke . Er kann das einfach nicht , meint es aber nicht böse. Wenn er aber dann irgendetwas schenk hat es für einen viel höheren Stellenwert . Was ich damit sagen will ist das jeder Mann anders tickt , was das mit dem "etwas ausgeben angeht" spreche ihn doch einfach darauf an , oder schraube deine "Investitionen" etwas runter und schaue wie er reagiert . Wenn er dann das Interesse verliert oder unangenehm wird weist du an wem du bist.
 
G

Gast

  • #6
... das finde ich (m, ü 50) schon etwas merkwürdig. Ich hätte wahrscheinlich schon nach der ersten Einladung das Bedürfnis gehabt, mich auch entsprechend zu revanchieren, einfach deshalb, weil das für mich zum guten Ton gehört.

Sicher, es gibt Situationen, da wird man von jemandem mit Einladungen und Geschenken überhäuft, hat aber keine Chance, nein zu sagen, ohne zu brüskieren. Das kann dann eine echte Gratwanderung werden, weil Ablehnung verletzen würde, Akzeptanz dagegen möglicherweise Erwartungen weckt, die man eigentlich nicht erfüllen möchte oder kann.
 
  • #7
Du bist nicht anspruchsvoll. Sondern diese Männer "sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht".

Manche Männer würden schon was geben - aber kommen in dem Moment nicht darauf.
Dann einfach vorsichtige Andeutungen machen, als kleine Hilfe, damit sie selber darauf kommen.

Hier scheint mir, wurde der Mann verwöhnt vgl. wie in einer Ehe. Vielleicht fühlte er sich dabei gut = wie in seiner früheren Ehe/Beziehung ? Und das war früher für ihn selbstverständlich, weil er es jeden Tag bekam ?

Während die Männer, die z.B. alleine leben, auch über mehrere Jahre - die erkennen und schätzen es eher, wenn Andere was für sie machen. Weil sie es nicht gewöhnt sind.

Also, nicht aufgeben. Sondern z.B. sich ruhig anmerken lassen, wieviel Arbeit das 4-Gänge-Menü gemacht hat. So das die Männer es merken und erfahren. Und dann nachdenken und handeln können.

Das Pflaster für 1,30 - selten was so Lächerliches gelesen. Ich würde ihm die 1,30 zahlen, und mich dann von ihm trennen. Aber selbst dann sind sie noch eingebildet, daß sie recht hätten ?
Oder er wird diese 1,30 auf ewig bereuen.

(m,51)
 
G

Gast

  • #8
Also, sorry aber so detailliert wie Du das hier beschreibst scheinst Du schon alles genau aufzurechnen. Das wäre nichts für mich. m44
 
G

Gast

  • #9
Leg ihm doch die Quitungen und deine Arbeitszeit vor....(Ironie) Für mich wärst Du nichts - du willst ja Ware gegen Ware....
 
G

Gast

  • #10
Die Sache mit dem Pflaster ist wirklich gruselig, da hast du völlig recht.
Grundsätzlich finde ich es wichtig, dass ein Geben UND Nehmen stattfindet. Wenn nicht, dann ist es Zeit zu gehen. Ich bin ein großzügiger Mensch und rechne nicht ständig auf, aber manchmal ist der Unterschied beim Geben und Nehmen so groß, dass man nicht mehr darüber hinwegsehen kann. Geizige Menschen geizen auch häufig mit ihren Gefühlen.
Als mein ehemaliger "Partner" sich über Monate sehr geizig gezeigt hat und mir nicht mal zum Geburtstag eine Kleinigkeit mitgebracht hat, habe ich mich, nachdem ich ihm (ohne Ansage) eine Woche lang Zeit gegeben hatte, um seinen Fehler geradezurücken, getrennt.
Mit ein wenig Abstand habe ich erkannt, dass er insgesamt wenig Mühe investiert hat und mir nichts (auch keine Gefühle) geben wollte, also sehr egozentrisch war und für eine Beziehung grundsätzlich nicht taugte. Ich kann verstehen, dass du enttäuscht bist. Wenn er einsichtig ist und du das Gefühl hast, dass du ihm wichtig bist, gib ihm noch eine Chance, wenn nicht, dann eben nicht.
 
G

Gast

  • #11
Ich habe seit etwa einem Jahr einen liebevollen und aufmerksamen Freund, der zu jedem Treffen bei mir mit einem kleinen Mitbringsel erscheint. Zum Geburtstag bekam ich einige nette und praktische (er ist Schwabe:)) Geschenke, zu seinem Geburtstag einige Wochen später bekochte ich auf meinen Wunsch seine Gäste und schenkte ihm ein nicht übermäßig teures aber besonderes Geschenk, was eine akribische Recherche im Internet benötigte. Er war überwältigt... einige Wochen später sagte er, wir sollen uns Weihnachten nichts schenken!
Es war einfach zu viel, ich habe die Messlatte sehr hoch gesteckt und ihn verschreckt, jetzt bekommt er Wehnachtsplätzchen und eine CD, wir schenken uns Zweisamkeit und Aufmerksamkeit.
 
G

Gast

  • #12
Du denkst viiiel zu materiell - drei Rosen, drei Gerbera... die Auflistung des Frühstücksbuffets... Wie viele Scheiben Parma-Schinken muss ER denn wettmachen?
Der Ausgleich von Geben und Nehmen in der Liebe besteht in erster Linie immer noch auf der emotionalen Ebene. Und auch erst dann, wenn es sich bereits um eine Beziehung handelt, nicht vorher. Vermutlich spüren die Männer Deine Erwartungshaltung und haben keine Lust auf diesen Stress.
 
G

Gast

  • #13
Sowohl als auch...

Pflaster abrechnen - geht's noch?
Andererseits: Blumen abzählen, Saft als was Besonderes (?) beim Frühstück? Hm...

Do ut des - oder Zahn um Zahn?
Nur mal so.

Nebenbei scheint es mir verflixt früh, den Mann schon den Freunden vorzustellen - vielleicht ist auch noch zu früh, mit ihm die Nacht zu verbringen? Wie Du siehst, geht das so nicht auf...
 
  • #14
Liebe FS,

ich bin zwar kein Mann und denke auch nicht, dass du zu anspruchsvoll bist. Ich lese heraus, dass du deine Zuneigung/Liebe generell zeigst indem du Geschenke machst bzw. für sein leibliches Wohl sorgst. Kann es sein, dass er seine Zuneigung einfach anders zeigt als Du? Z.B. indem er dir aufmerksam zuhört? Dir Komplimente macht? Dir die Einkäufe hochträgt? Er für dich einfach da ist, wenn du ihn brauchst? ... "Nur" weil er nicht genau das macht, was du erwartest, heißt das ja noch lange nicht, dass er nicht seinen Teil zu einer Beziehung beiträgt. Warum sprichst du nicht einfach mal mit ihm darüber?
 
G

Gast

  • #15
Du denkst viiiel zu materiell - drei Rosen, drei Gerbera... die Auflistung des Frühstücksbuffets... Wie viele Scheiben Parma-Schinken muss ER denn wettmachen?
.
so sehe ich das auch. Es ist eine Liste von Gütern: Glühwein, Blumen, Theaterkarte, Ei,Wurst, Käse, Saft, selbstgemachter Konfitüre, 4 Gänge Menu, kein Wort über Gefühle, Liebe, Zärtlichkeit, bei Eurem ersten gemeinsamen Abend bei Dir. Schräg!
 
  • #16
das kann nicht funktionieren... Aufrechnen klappt zu 99% nicht, man gibt was man geben will, dinge die man bekommt werden selbstverständlich bezahlt ohne dabei ein schlechtes Magengefühl zu bekommen oder den Gram darüber verstecken zu müssen, es sei denn der andere verzichtet aus freien Stücken darauf..
 
G

Gast

  • #17
Ich bin der Meinung,in einer Beziehung ist es ein Geben und Nehmen. Man/Frau muß wirklich nicht alles aufrechnen aber werf ich zuviel in die Waagschale ?
Wenn Du denkst, daß man nicht aufrechnen muß, warum tust Du es dann? Zählst die Blumen im Strauß, machst mit dem Frühstückstisch Inventur?

Was dieses ominöse Pflaster betrifft: ich kenne Frauen, die darauf bestehen, dir so eine Auslage auf den Cent genau zu ersetzen, und wehe du hast die Quittung verschlampt, dann wird sie dich in Zukunft nie wieder um solche Gefälligkeiten bitten.

Für mich ist es andererseits aber eine Frage des Anstands, daß man sich zumindest erkundigt, wie viel der andere für das Pflaster ausgegeben hat. Und es ist ebenso eine Frage des Anstands, daß die Antwort lautet: hab ich vergessen.
 
G

Gast

  • #18
So we #2 es beschreibt, finde ich es zutreffend. Mir scheint es auch, dass du durch das Schenken diesen Mann manipulieren möchtest: Er soll duch die ganzen Vorleistungen in deiner Schuld stehen und somit in eine schwächere Position gedrängt werden. So kann er dich schlechter abweisen oder dich kritisieren.
Du fürchtest dich anscheinend davor, ohne diese Bemühungen nicht zu genügen. Und da liegt dein Problem.
 
G

Gast

  • #19
Liebe FS

Ich empfehle dir das Buch "die fünf Sprachen der Liebe". Wenn du es gelesen hast, hast du sicher einen anderen Blick auf dich, frühere und künftige Partnerschaften.

Alles Liebe!
 
G

Gast

  • #20
Ich formuliere es jetzt mal überspitzt: Ich sehe mich als sehr großzügig und freigiebig und habe immer wieder das Gefühl, daß die Herren das alles SEHR GERNE GENIESSEN und "mitnehmen" aber was bekomm ich dafür ?
Ich denke, den Herren ist nicht wohl bei deiner aufgesetzten Freigiebigkeit gepaart mit unterschwelliger Erwartungshaltung. Das ist nur eine sublite Art von "Erziehung", oder Manipulation.

m
 
G

Gast

  • #21
...und natürlich auch ein ausgiebiges Frühstück (mit Ei,Wurst,Käse,Saft, selbstgemachter Konfitüre,etc.) zubereitet. Ich mache das wirklich gerne und empfinde mich als "nicht gerade kleinlich".
Ich frage mich, muss man ein ausgiebiges Frühstück erwähnen? Die Frauen, die ich kennengelernt habe und mit denen ich mir mehr vorstellen konnte, habe ich auf einen Kurzurlaub eingeladen. Außerdem habe ich sie mit Massagen, Wellness, Konzerte usw. verwöhnt. Natürlich waren auch welche dabei, die mich nur ausnutzten. Das war jedoch eine kleine Minderheit.

Deine Frage war "Bist du zu anspruchsvoll?". Ich denke ja. Man merkt mit der Zeit ob das geben und nehmen passt.

m43
 
G

Gast

  • #22
Hallo,
ich bin Augustjungfrau nah am Löwen und kann dich gut verstehen. Mir geht es genauso.
Du gibst gerne (ich auch) – warum? Überleg mal, wo es herkommt.
Ich genieße genauso gerne wie du und liebe es, mich zu verwöhnen oder verwöhnen zu lassen. Leider passiert letztes eher selten. Warum?

Die Antwort, dass wir den gegenüber damit erschlagen ist sicherlich richtig. Es gibt jedoch auch viele Menschen, die empfinden unsere »Liebe zum Genuss« als zuviel des Guten.
Ein anderer Aspekt kann ja sein, dass er wenig Geld hat oder ein echter Sparer ist.

Beide Gründe sprechen gegen deine neue Eroberung – oder aber du versuchst, dich zu ändern und dein Geben zu reduzieren?

Ich wurde gerade richtig ausgenützt und schraube zurück und versuche Gründe zu finden, was mich bewogen hat, dauernd mehr zu geben. Alte Muster?! Probleme mit dem Selbstbewusstsein? All das und noch viel mehr könnte dahinterstecken.
 
G

Gast

  • #23
Ich finde deine Erwartungshaltung zu starr. Warum bitte, muss er noch am selben Abend zum Essen einladen? Das kann er doch später in aller Ruhe zelebrieren, wenn ihr euch mal wieder seht.... so wie du da ran gehst, degradierst du ihn zum, Erfüllungsgehilfen deiner Erwatungen, so und genauso muss er sich verhalten. Wo bleibt da das spielrische, die Freiheit der Gestaltung? Warum muss er zum Abendessen einladen? Vielleicht möcht er dich mal mit was ganz anderem überraschen? Dein Kontrollzwang wirkt auf mich eher negativ, vielleicht ist er ganz bewusst extra nicht darauf eingegangen, um seine Souveränität zu wahren.
 
  • #24
Vielen Dank schon mal für Euere Betrachtungen und den Buchtipp - ich werde in jedem Fall über mich nachdenken und hab mir vorgenommen, nicht mehr so viel zu machen und einfach mal abwartender zu sein .....
 
G

Gast

  • #25
Ja, du machst zu viel. Du stülpst deinem Partner ordentlich einen über. Du willst, dass es so läuft, wie du es für gut und richtig hältst. Es gibt im Leben halt einfach nicht gut und schlecht, Gut und Böse. Ich würde dir dringend empfehlen vom "Sendemodus" auf den "Empfängermodus" zu schalten. Nur dann kannst du spüren, was deinem Partner wichtig ist, wie er sich ausdrückt, seine Liebe und Aufmerksamkeit zeigt etc. Das kannst du nicht, wenn du nur am Senden bist und von dir ausgehst. Deine Liebe scheint sich über Essen, Versorgen und Geschenke auszudrücken. Wahrscheinlich hast du es so gelernt.

Vielleicht drückt er sich eher über Anteilnahme und Zuspruch etc. aus. Da du aber so sehr auf deine Art von Geben fixiert bist, nimmst du ihm a) seine Art zu geben und b) die Möglicjkeit zu spüren, was er für ein Mensch ist, wie er gibt....

Ich wünsche dir viel Weichheit, dann kann dein Partner neben dir stark sein! Alles Liebe (w/40)
 
G

Gast

  • #26
Hallo Fragestellerin,

man muss Großzügigkeit auch selber aushalten können. Ich habe früher auch hin und her überlegt und gedacht ...wenn ich dann....dann sie so...... alles Quatsch. Heutzutage schenke ich wenn mir danach ist, und bin dabei durchaus großzügig, ohne jegliche Gegenrechnung oder Erwartungshaltung. Und es geht mir gut dabei.

Allerdings kommt es auch auf das Gesamtpaket an Und da heißt es einfach auf das Bauchgefühl zu hören. Wenn du dich unwohl fühlst, und es ist oft nicht nur die erwartete Einladung, dann lass es sein.

M/49
 
G

Gast

  • #27
Sorry, aber wäre ich ein Mann, käme ich mir von deinem Hyperaktivismus regelrecht erschlagen vor. Wann hätte ich denn überhaupt Gelegenheit, mir Gedanken darüber zu machen, was dir gefallen könnte??? Zieh mal etwas die Handbremse an und vor allem, wenn ich das so lese, schalte doch bitte deine Erwartungshaltung aus.
Wenn ich jemandem etwas schenke, mir Zeit nehme usw,, dann doch deshalb, weil ich es so möchte - und nicht mit dem Gedanken, da muss doch von meinem Gegenüber jetzt endlich was zurück kommen.
Das erinnert mich an meine Ex-Schwiegermutter, die das immer so hielt: "Ich mache denen jetzt eine Torte dann haben die mir dann gefälligst auch zu helfen, wenn ich etwas habe".
Danke, auf so etwas könnte ich als Mann tatsächlich verzichten.
Und ganz ehrlich: auch wenn ein Mann mich so behandeln würde, könnte ich ganz gut darauf verzichten.
Du hast schon recht mit deinem "es soll doch auf Gegenseitigkeit" beruhen. Aber diese Gegenseitigkeit sollte dann bitteschön freiwillig - und damit von Herzen - kommen.
w/46
 
G

Gast

  • #28
Da Du selbst 57 J. alt bist und ich annehme, die Männer über die Du sprichst ähnlich alt oder älter, halte ich es für möglich, dass es bereits die ersten Anzeichen von Altersgeiz sind. Besonders die Sache mit den 1,30 Euro für ein mitgebrachtes Pflaster finde ich auffällig und nicht "normal", eher leicht zwanghaft.

w/50
 
G

Gast

  • #29
Hallo FS,

auch meiner Meinung nach hast du viel zu viel gemacht.
Ich denke zwar nicht, dass du genau abzählst, was du bekommst bzw. einen genauen Gegenwert erwartest für dein Geben. Es klingt eher so, als würdest du gerne großzügig geben, erwartest aber gleichzeitig das Gleiche von Anderen. Das klappt aber nicht, sowas kann man nicht einfach erwarten bzw. mit Aktivitäten deinerseits herausfordern. Entweder man ist großzügig und macht das von sich aus, und gerne, oder eben nicht.
Allerdings denke ich auch, dass er aus reiner Höflichkeit schon mehr bringen müsste als eine Einladung auf dem Weihnachtsmarkt, immerhin hat er ja scheinbar alles von dir - die Karte, das Abendessen - auch gerne und ohne was zu sagen einfach mitgenommen. Hätte es ihn gestört und es wäre ihm übertrieben vorgekommen, hätte er das sagen müssen. So macht das für ihn tatsächlich keinen guten Eindruck.

Allerdings finde ich auch, dass das von dir alles nicht hätten kommen dürfen. Ich bin zwar gut 20 Jahre jünger als du, aber ich würde erwarten, dass der Mann MICH anfangs ins Theater einlädt oder zum Essen. Nicht umgekehrt. So bekommst du nämlich auch schnell heraus, ob der Mann das bringt, was du von ihm erwartest, oder eben nicht.
Und das alles an einem Wochenende bzw. innerhalb einer Woche? Das ist doch schon sowieso zu viel. Würde ein Mann das mit mir machen, wäre ich auch als Frau erschlagen davon.

Also lass lieber den Mann mal einen Gang höher schalten und halt dich mit solchen (kostspieligen) Aktivitäten etwas zurück.
 
  • #30
Du sagst "mitnehmen"... Muss es nicht annehmen heißen? Es liest sich sonst so, als würde der Beschenkte etwas ungefragt an sich reißen. Dabei sollte er sich doch einfach freuen? Ist nicht die Freude des anderen der Sinn des Schenkens?
Alles andere wäre ja Manipulation.

Wie sagt man doch? Ein Geschenk soll man immer annehmen:
Nimmt man es nicht an, obwohl der Schenkende sich doch so freut, könnte Letzterer gekränkt sein.
Nimmt man es an, obwohl der Schenkende nur ungern gibt, ist Letzterer zu recht bestraft :)