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  • #31
Guten Morgen Reinar,

eine interessante Vita.

Ich bin von Deinem Post persönlich sehr betoffen und bewegt und weiß nicht wo ich anfangen soll.

Generell beschleicht mich irgendwie das Gefühl, Du stehst Dir gewaltig selbst im Weg, bist Dir dessen sehr wohl bewusst und bist nicht gewillt das zu ändern. Eine Frau ist Deine geringste Herausforderung.

Beim Lesen Deiner Worte habe ich gedacht:"Wie technisch (abgehackt)? Keine Poesie! Keine Leidenschaft! Wo bleibt/ist da der Mensch? Wie soll so jemand begeistert werden? Für wen/was auch immer.

Du schreibst wie (zu) gut Du bist und was alles nicht geht. Wenn tatsächlich nichts geht, was ich nicht glauben kann, wäre worse case: Dich und Dein Leben bezahlt das Amt, egal wo in Deutschland. Dazu passend gibt es sicher eine Frau.

Nein, ich habe keinen Krieg, keine Enteignung, Vertreibung und Entrechtung erlebt, nur war zufällig auch 2012 mein Jahr des absoluten Tiefpunktes.

Ich habe schon als Kind früh gelernt für meinen Unterhalt selbst zu sorgen, jahrelang Flaschen, Papier, Lumpen und Kräuter gesammelt, man hat damals Geld für so etwas bekommen. Später bin ich vor der Schule als Erntehelfer aufs Feld gegangen, in der Frei- und Ferienzeit in die Fabrik ans Band und auf den Bau, habe privat im Haus, Garten und Hof ausgeholfen, Bäume gepflanzt, handwerkliche Arbeiten übernommen, am Hochofen gestanden. Zum Studium bin ich jedes Wochenende 160km Rad gefahren. Als dann die Wende kam und es in meiner Heimat (wirklich Pampa) nichts passendes gab, bin ich trotz Familie jedes Wochenende 500km Sommer wie Winter getrampt, weil das Geld hinten und vorne nicht gereicht hat und habe über einer Garage in einem Aufbau gehaust. Nebenbei hatte ich einen Aushilfsjob und habe in Nachtschicht gearbeitet. Danach hatte ich endlich meinen ersten Job und es wurde, zumindest finanziell, besser. Ablegen konnte ich meine Prägung erst nach 2012, weil mich das Leben dazu zwang. Ich bin nicht stolz darauf.

So weit ein kleiner Auszug zu dem was möglich ist oder auch nicht und nun zu Deiner Frage.

Hier hilft nur authentisch und menschlich überzeugend zu sein. Alles andere schließt Du ja ebenso selbst aus. Suche Dir eine Frau, die Deiner ebenbürtig ist. Ob Du jeden Tag in diesen Spiegel schauen möchtest, bleibt fraglich.

Ja, ich finde Du jammerst.

M51

PS
Reicht für Dein Ziel ein (Ultra)Marathon? Zwei Fliegen, eine Klappe!
Bei mir 60km, 500hm, ein Rad, mehrere Fliegen.
 
  • #32
Du hast einfach ein paar Baustellen zu viel. Und ich wundere mich , das dir deien Psychologin rät, nun auch noch Tipps wie "putzen gehen", etc. zu eruieren. Du kannst dieselbe Situation überall auf der Welt haben. Es gibt einfach diesen berühmten Fachkräftemangel in den eigenen Jobs gerade dann wenn man ihn braucht nicht. Du kannst auch in einer Großstadt wie meiner ewig Single sein. Gründe gibt es immer: Die Singles fallen weg weil es hier tatsächlich 10 % Homosexuelle hat, eine Universitätsstadt ist, also Publikum zu jung, überhaupt studieren deutlich mehr Frauen als Männer, die anderen sind verheiratet, usw. usf. Um arbeitslos zu sein, reicht es völlig aus, drei Monate arbeitslos zu sein um aussortiert zu werden. Ab und an freut man sich dir das aufs Brot zu schmieren und das du ja putzen gehen kannst und selber schuld bist. Reich wirst du vom Putzen jetzt auch nicht. Dann lieber Senioren am PC helfen. Das ist sicher genauso wenig einträglich aber befriedigender. Man kann sich mit all diesen Argumenten im Außen sein Leben leicht einzementieren. Wenn man das lange genug verinnerlicht, passiert auch nichts mehr, dann wird das zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Das ist nicht die Form von Putzen die du brauchst. Die Einstellung hinter allen Aktivitäten die du machst muss einfach stimmen. Die erste Baustelle die du im Moment mal auf Eis legen solltest, ist die Singlebaustelle. Davon brauchst du eine Auszeit. Was du brauchst ist ein Sinn im Leben der dich mit dir selber auskommen lässt. Da ist Sport sicher schon gut, aber der ist nicht gerade spirituell, es sein denn, du wirst in Japan Marathonmönch. Ohne innere Einkehr kommt man aber an solchen Sinn schlecht ran. Da du nun so fit bist und ohnehin Zeit hast und recht selbstständig alleine sein kannst, fällt mir spontan "Ich bin dann mal weg" (auf dem Jacobsweg) von Hape Kerkeling ein. Eigentlich hatte ich das als Hörbuch zur Unterhaltung für einen Blinden gekauft und dann bin ich natürlich nicht drum herum gekommen, mir das alles anzuhören. Die Vorzüge liegen klar auf der Hand: Du triffst ständig unterwegs gleichgesinnte, du treibst Sport in Form von Wandern. Du hast ein Ziel. Du siehst was von der Welt und lernst Menschen mit den verschiedensten Schicksalen und Geschichten kennen. Das könnte dich inspirieren. w53
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #33
Wenn man alleinstehend ist, braucht man weder viel Kram noch viel Kram mitzuschleppen. Wohnungen gibt es oft möbliert oder teilmobliert, ansonsten gibt es bei Privatanzeigen Haufen neuwertige Möbel für ein Appel und Ei, teilweise verschenkt, Hauptsache man muss nicht selber wegschmeißen. Der Sohn von meiner Nachbarin ist mit der Freundin zusammengezogen und da müssten Küchentisch, Stühle etc. weggeworfen werden, weil es doppelt vorhanden war und keiner kaufen wollte, obwohl teilweise hochwertige Sachen. Wenn man kleine Erbschaft hat, dann reicht es auf jeden Fall für einen Sprinter mieten, habe gestern geschaut, weil jemand suchte, 70 Euro pro Tag. Muss man eben selber anpacken, aber was braucht man für den Anfang?? Eine Waschmaschine. Zum Kochen reicht kleine 2-er Herdplatte, schlafen kann man auf der Matratze, du bist ehe Sportler und ist gut für den Rücken, übrigens Palettenmöbel ist gerade In. Paar Teller, eine Pfanne und Topf kann man mit der Hand waschen und wenn nicht, gibt es kleine Tischspülmaschine. Du brauchst keinen Riesenschrank und wie gesagt, am einfachsten eine Wohnung in anderer Stadt mieten und erst dort Hausstand aufbauen - Anzeigen abklappern und versuchen, alles an einem Tag abzuholen. Sprinter gibt es auch stundenweise teilweise ab 15 Euro. Du kannst deinen Sohn zu Tragen fragen, Studenten an der Uni oder ausländische Handwerker, die kennen immer jemanden, der Kasse aufbessern will. Ich gebe anderen recht, komm von deinem hohen Ross runter und akzeptier nicht das, was WAR, sondern was IST. Es ist keine Schande, arm zu sein, sondern faul und überheblich.
Andere Möglichkeiten wäre, eine vermögende Frau, die einen Statusmann sucht - du bist gebildet, gutaussehend, kannst dich unterhalten und in der Gesellschaft glänzen. Ich kenne einen Italiener, arbeitet als Kellner, ansonsten geht regelmäßig mit der Jacht segeln, weil seine Frau Kohle hat. Du musst eben akzeptieren, dass sie das Sagen haben wird und dich aushalten.
 
  • #34
@Frau (43). "Warum bist du so lange daheim geblieben?"

Kind mit Behinderung. Jobcenter hat mich deswegen eine Zeitlang freigestellt bei der Jobsuche. Ich hatte ein Jahr lang eine sozialpädagogische Familienhilfe vom Jugendamt im Haushalt, die uns unterstützte.

Ich wurde von Geschäftsführern von Umschulungszentren und andere Personen begleitet, deren Meinungen schon etwas zählen. Indirekt könnte man auch sagen, diese Leute waren nicht kompetent (sehr unwahrscheinlich). Ich gehe davon aus, das mein Fall von jeder Richtung aus beleuchtet wurde.

Ich kann es nur wiederholen - ich habe mich für einfache Arbeit beworben. Ich schicke einen Lebenslauf und Zeugnis. Da steht IT. Dann wandert der Lebenslauf in die IT-Abteilung. Ich kann dort nicht mehr arbeiten. Ich müsste ein volle Umschulung machen um auf den aktuelllen Wissenstand zu kommen. Danach wird es mir wenigstens 2 Jahre dauern um konkurrenzfähig mit der neuen Technik werden (die richtige IT lernt man nicht von heute auf morgen, es ist ein Spezialistgebiet, selbst "einfachere" Sachen wie IT-Support).

Ich komme aus der Großrechnerwelt. Ich verstehe nichts anderes. Ich habe zwei Jahre lang im IT-Support gearbeitet (2012 - 2014). Die (in meinem Alter! nicht sehr Kollegial) lachten mich aus, machten sich vor den Kunden (gewaltige Erniedrigung!) über mich lustig, mobbten mich aus der Firma, sagen sie haben keine Zeit mich zu schulen ("dafür muss man in die Schule, wir haben keine Zeit uns noch um Dich zu kümmern"), "ich war kein Programmierer, sondern ein Chef der Leute unter sich hatte der die Dinge machen konnte." Kollegen halten ihr Wissen für sich (Jobgarant).

"Ich kann mir Frankfurt auch nicht leisten aber zwischen Kuhdorf und FRA gibt es ja auch noch anderes wo mehr los ist und es Wohnungen, Jobs und auch mehr Frauen gibt. "

Ich habe mich in Darmstadt/Frankfurt (mein Bruder wohnt dort in der Gegend) beworben - für Stellen, für Wohnungen. Ich kriege keine Reaktion aus den Leuten, obwohl ich mir die Finger wund schrieb. Es wurde mir einmal von einer Personalvermittlerin gesagt, örtliche Kandidaten werden bevorzugt.

Mein Sohn besucht mich einmal monatlich (Jugendamt finanziert). Ich kann nur dorthin ziehen, wo er mich noch besuchen kann (also nicht Hamburg). Die Verbindung per Bahn muss bleiben. Ich bin seine Stütze und einziger Elternteil in DE. Er hat schlimme Dinge durchgemacht. Ich liebe ihn.
 
  • #35
Ich fasse zusammen, was bei mir bei einem Date angekommen wäre, wenn Du es erzählst.

Toll - fit, sportlich.
Ansonsten
Arbeitslos, weil
Schwere Zeit in Südafrika
Prinzipiell überqualifiziert (Zitat Respekt)
kann sich nirgends einordnen, nicht teamfähig
AE mit einem anfangs 13jährigen
(...)

Wirkung insgesamt - ziemlich arrogant, ich bin der Beste, und super, die Anderen...
und damit ist jedes potentielle Interesse weg.

Du bist kein Einzelfall, solche Männer finden sich häufig auf PBs.

"Punkten" tun Männer mit Standing, mit Initiative, mit Humor...
Alles das lese ich hier nicht.

w,50
arbeitend, AE gewesen mit 2 Kindern - ab Alter 3/5 und auch mal in der Jobvermittlung (Extramaßnahme für Schwervermittelbare) tätig gewesen, und alle untergebracht, die wollten.
 
  • #36
Bei mir im gesamten Arbeitsumfeld wären alle Männer obdachlos ohne Frau. Diese Männer bekommen seit Jahren bzw. seit Jahrzehnten das Leben vollständig von der Frau/Frauen gemanagt.
In meinem Arbeits- und Lebensumfeld war das auch so, Millionen Singlemännern geht es nicht anders. Wir haben uns immer Abends an der Trinkhalle getroffen, Currywurst gegessen und Bier getrunken. Seit ich nicht mehr unter der Brücke Flaschen sammle und im Gebüsch daneben schlafe, hat sich das gebessert. Plötzlich habe ich wieder normale Menschen um mich herum.

Traurig für Dich, dass Du in so einem Umfeld arbeiten musst. Es nutzt eben leider nicht jeder die Möglichkeiten, die unsere Gesellschaft heute bietet, bildet sich fort und kommt aus den Ghetto-Vororten der 60er Jahre raus. Aber so kannst Du natürlich das Problem des FS besser verstehen.
 
  • #37
Noch eine Idee:
Warum Deutschland? Warum Breisgau? Auch wenn du ein Sohn deutscher Auswanderer bist und du jetzt nach Deutschland zurückgewandert bist, musst du als Eu-Bürger (?) nicht unbedingt hier bleiben.
Du sprichst doch sicher Afrikaans. Das ist aus dem Niederländischen entstanden. Das heißt für dich, du würdest auch in den Niederlanden (zumindest sprachlich) klar kommen. Falls es in Deutschland zu schwierig für dich ist, könntest du dort hingehen. Den Sohn evtl. mitnehmen.Das Lohnniveau ist auch höher als in Deutschland und es gibt dort gute Programme für Langzeitarbeitslose. Sprich das mal im Jobcenter an und google dich durch die entsprechenden niederländischen Webseiten.
Die niederländische Mentalität ist auch etwas anders. Vielleicht tust du dich in den Niederlanden in deiner speziellen Situation leichter...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #38
Interessant wie ebenso bezeichnend deine Reaktion auf die vielen Antworten.

Du erzählst wieder nur von der Vergangenheit und der dir widerfahrenen Ungerechtigkeit. Das passiert vielen. Denk mal an die ganzen Ostdeutschen, die mit der Wende ihren Job und ihre Qualifikation verloren haben. Die meisten mussten sich auch umorientieren und umschulen.

Das ist zwar sicher mal ganz interessant, jedoch ist es für eine Frau nicht von Belang. Man will nicht hören, was alles nicht funktioniert, warum und weswegen, sondern was funktioniert, welche Perspektive du bietest, was deine Lösungsansätze sind.
Ja das Leben war zu dir ungerecht. Vergangenheit. Punkt. Schließe damit ab, du kannst die Vergangenheit nicht ändern, du kannst nur die Zukunft gestalten.

Kämpfe, handle, mach was, um deine Situation zu verbessern. Du hast hier so viele Anregungen bekommen, wie du zB. auch einen Umzug in eine größere Stadt meistern kannst.

Von Belang ist das hier und jetzt und die Zukunft, was du daraus machst interessiert eine Frau, die mit dir eine Beziehung andenkt.

Wenn du meinst, du bekommst selbst keinen einfachen Job, weil du zu qualifiziert bist: noch ein extra kostenloser super genialer Tipp, auf den niemand kommt: schreib in die Bewerbung bei Ausbildung: ohne !
Reich dein Schulzeugnis ein und sonst nichts. Schreib dass du ein/ausgewandert warst. Und schon wird dich niemand in die IT-Abteilung stecken wollen, wenn du dich im Restaurant zur goldenen Möwe als Burgerbrater bewirbst.

Bewerbungen muss man heutzutage nunmal mit der Gießkanne austeilen.
 
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  • #39
"Wirkung insgesamt - ziemlich arrogant, ich bin der Beste, und super, die Anderen... und damit ist jedes potentielle Interesse weg."

Tja, soll ich lügen wer ich bin? Lügen haben kurze Beine. Arrogant - eine subjektive Sicht. Andere Frauen können es auch anders sehen. Jeder Topf findet irgendwann seinen Deckel.

"Prinzipiell überqualifiziert (Zitat Respekt), kann sich nirgends einordnen, nicht teamfähig".

Ich wiedergebe die Rückmeldung der Arbeitgeber, nicht meine Meinung.

Leider kann man meinen Lebenslauf und Zeugnisse nicht hier sichten. Das wäre ein Anfang, mich auf beruflicher Ebene kennzulernen. Dort steht nicht "nicht-Teamfähig" sondern äusserst kompetent.

Ich habe alle Maßnahmen für Schwervermittelbare besucht (externe Partner, die mit dem Jobcenter wirken). Die Ansprechpartner waren in meinem Alter, und Akademiker. Genau wie jetzt hier im Forum, dauerte es einige Zeit bis mein Fall bei ihnen ankam. Nach einigen Sitzungen wurden sie sich erst bewusst, womit ich zu kämpfen hatte. Sie wussten danch auch nicht so recht, wie man sich in meiner Lage verhalten sollte.

2019 besucht ich einen dreimonatigen Vorbereitungskurs für eine Umschulung zum Steuerfachangestellten. Jobcenter und das Bildungszentrum gab ein grünes Licht. Die Geschäftsführerin der Steuerkammer nicht: "Der IT-Lebenslauf wiegt zu stark, schwer umschreibbar für andere Berufe. Er soll lieber in der IT bleiben. Eine Umschulung bringt nichts, als Berufserfahrener wäre es besser innerhalb einer Arbeit eingeschult zu werden, und Wissenslücken mit kurzen Kursen zu füllen." Kursende. Ich wurde danach individuel für einige Zeit durch das Bildungszentrum bei der Arbeitsuche begleitet (sehr dankbar für den Geschäftsführer, ich konnte mich nicht beklagen). Kein Erfolg. Sie waren es, die mir ein Praktikum bei einem Logistikunternehmen arrangierten.

2019 auch ein Praktikum bei einem Logistikunternehmen besucht. Faszit: "Wären Sie zwanzig Jahre jünger, hätten wir Ihnen ein Angebot gemacht."

2018 Eine Stelle im Callcenter (Telefonakquise): 2 Tage Einschulung (später erfahren, andere hatten eine Monatelange Einschulung), 2 Tage später auf die Kunden losgelassen, am nächsten Tag entlassen. "Sie haben kein Talent für Marketing". Ich und das Jobcenter dachten, die ticken nicht richtig.

Die paar Vorstellungsgespräche für Büroarbeit/Kaufmann u.ä: "Es fehlen die Berufserfahrungen."
 
  • #40
Wenn ich umziehe, muß ich auch die Träger mitbezahlen von ebaykleinanzeigen, Studentenumzugsservices etc....
Und? Kostet ja nun nicht so viel ein paar Studenten für ein paar Stunden anzuheuern. Gibt es keine Nachbarn, die mit anpacken können? Warum nicht? Außerdem dürfte der Sohn sicherlich Freunde haben, sollte er nicht so eigenbrötlerisch sein, wie sein Vater.
Ganz ehrlich - "Ich kann nicht umziehen" DAS ist eine Aussage, die MICH aufregt. Ausreden über Ausreden. Ich habe mich mit meiner Antwort ja noch zurückgehalten, aber die anderen haben doch Recht, wenn sie sagen, dass der FS nur am Jammern ist. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Nur mit Jammern kommt der FS nicht weiter.
 
  • #41
Ich will nicht abwertend klingen, aber leider liest Du dich sehr anstrengend. Auch denke ich, das die Frauensuche dein kleinstes Problem ist. Das was dir widerfahren ist, ist nicht schön. Aber, die Vergangenheit kannst Du nicht ändern. Du solltest erstmal das verarbeiten, was Du bereits erlebt hast. Irgendwie scheint die Vergangenheit dich aufzuhalten. Du stehst dir selber im Weg. Dann zieh dich aus dem Quark und suche einen Job. Ich selber habe auch schon im Ausland gelebt und habe hier neu angefangen. Es geht alles!
Eine Frau wird nicht lange bei dir bleiben, wenn sich nix ändert. Immer wieder mit der Vergangenheit anzufangen und Ausreden zu suchen hilft nicht.
 
  • #42
Keine Bewerbung schicken, sondern hingehen! Was meinst du wie ich alle meine Schüler- und Studentenjobs gefunden habe. Ja, das waren Minijobs. Vom Status aber mit dem was du suchen solltest, vergleichbar. Für's Regale auffüllen will kein Supermarkt eine mehrseitige Bewerbung sehen. Das kann jeder als Quereinsteiger machen. Also nimm den Hintern hoch und gehe Klinken putzen. So hat meine Mutter es mir schon als Jugendliche beigebracht und damit richtig gelegen.
Wenn du mit deinem Lebenslauf nicht punkten kannst, musst du den Chef von deiner Persönlichkeit überzeugen.
 
  • #43
Leider kann man meinen Lebenslauf und Zeugnisse nicht hier sichten. Das wäre ein Anfang, mich auf beruflicher Ebene kennzulernen. Dort steht nicht "nicht-Teamfähig" sondern äusserst kompetent.
Du wolltest Meinungen, Du wolltest wissen, wie Du punkten kannst "MIT 59Jahren und (dauer)arbeitslos. Seit 8 Jahren.

Deine Zeugnisse, was Du alles könntest, das interessiert kaum eine Frau - irgendwo mag es Die Eine geben.
Interessant ist, wer bist Du.

Und meinen Eindruck habe ich geschildert.
Er ist durch Deine letzten Repliken nicht besser geworden.
Aber, wie Du schon angemerkt hast, es ist subjektiv.

Und als Trost - es sind die Frauen, die dann daran schuld sind, dass Du Single bist, und Dir nicht mit Deiner Vergangenheit, Deinen Zeugnissen und Deiner Performance die Tür einrennen.
Es liegt nicht an Dir. Wie beim Job, beim Wohnort...

Ich habe auch menschliche Bedürfnisse, dass das Leben lebenswert machen soll. Unterwürfigkeit liegt nicht in meiner Art...
Wenn ich als Frau so etwas lese, dann geht bei mir die Warnlampe an, zusammen mit Deinen Reaktionen, versprichst Du ein echter Traummann zu werden - so einer von der Sorte, von der hier Frauen dauernd schreiben.

Du weißt wie alles ist, andere Ansichten interessieren nicht, Du weißt, was alles nicht geht - und eigentlich weißt Du alles am Besten.

Nun, dann,
Ich bin raus.

W,50
 
  • #44
Also nur betreffend die Frauensuche: Falls du noch potent bist, solltest du das deutlich in deinem Profil bewerben. Dann hättest du neben deiner Fitness einen zweiten großen Pluspunkt.
Frauen in deinem Altersbereich fürchten vor allem zwei Sachen. Einen Mann, der sie ausnutzt (finanziell oder als Putzfrau) oder einen Mann, der nicht mehr "kann". Wenn du überzeugend rüberbringen kannst, dass da noch Leben in der Hose ist, hast du bei den vielen Frauen, die aus ihren sexlosen Ehen geflüchtet sind, gute Karten.
 
  • #45
@ Happysunshine:

"Ich will nicht abwertend klingen, aber leider liest Du dich sehr anstrengend."

Ich lese an irgendetwas "Abwertendes" vorbei und suche mir die Lösungsansätze heraus. Ich erfahre die Leserrückmeldungen nicht als abwertend, da es gut gemeint wird. Ich finde Euch alle nette und vernünftige Menschen.

Umziehen? Nach einigen mislungenen Versuchen bin ich jetzt aus meiner Sicht sehr stutzig geworden. Habe ich wirklich bessere Chancen in den Ballungsgebieten, oder sitze ich dort genaus so schlau wie vorher arbeitslos herum (mein Problem nur auf einen anderen Standort verlegt), aber dann in einer Wohnung so groß wie eine Hundehütte inmitten einen Flugplatz, wo man nie wieder das Auge zumachen könnte, und zu klein, das mein Sohn bei mir übernachten könnte fürs Wochenende (er besucht mich monatlich). Und dort sitze ich dann in der Falle bis mein Lebensende. Ich werde mir so einen Schritt gründlich vorher überlegen.

"schreib in die Bewerbung bei Ausbildung: ohne ! Reich dein Schulzeugnis ein und sonst nichts.":

In meiner Gegend wird eine schriftliche Bewerbung mit Zeugnis und Bewerbungsfoto verlangt. Schon beim Vorstellungsgespräch werden die Leute stutzig werden - keiner wird mir das abnehmen. So dumm sind die Leute nicht. Wenigsten nicht hier.

"Denk mal an die ganzen Ostdeutschen, die mit der Wende ihren Job und ihre Qualifikation verloren haben."

Ich habe Onkels und Tanten in den neuen Bundesländern. Meine Mutter ist 1956 mutterseelenalleine aus der Ostzohne geflohen. Ich kenne ihre Geschichten.

Ich spreche Afrikaans fliessend, und kann mich mit Flamen und Niederländer verständigen, solange sie nicht Dialekte sprechen. Beruflich ist eine andere Sache. Es bestehen erhebliche grammatische und sprachliche Unterschiede. Ich fühle mich den Deutschen näher. Ich bin sogar im Schwarzwald geboren. 1995 - 1997 habe ich es in Düsseldorf/Ratingen versucht, aber die Ehefrau konnte sich nicht in DE anpassen, wollte zurück. Ausserdem bekam sie Gebärmutterkrebs und wollte zurück in ihrer Heimat.

Mein Sport dient zwei Zwecke: Erstens als Herausforderung die ich nicht mehr im normalen Berufsleben finde (ich habe das Talent und es macht mir Spaß, ich teste meine Grenzen) und zweitens wirkt es therapeutisch auf mich (mens sana in corpore sano). Es tärk mich geistig um den psychischen Druck zu widerstehen (funktioniert auch so im Militär).
 
  • #46
@ Laubsk:

Danke, Sie haben meine Tag gemacht. Lol!

Jemand, der so fit ist wie ich, hat einen gesunden Hormonhaushalt. Ich bin nicht verklemmt. Ich nagele jedoch nicht meine Gewohnheiten in die Öffentlichkeit an den Mast. Das sind so ziemlich private Dinge, die es niemanden angeht.

"Gerade Regalauffüller werden überwiegend von Leasingsfirmen gestellt und nicht von REWE, Lidl, usw. Wenn man dann welche wieder entlässt, dann hat ja REWE keinen entlassen. "

Richtig. Das sind auch meine Beobachtungen.

"Der FS kann sich beruflich schon auf die Rente einstellen..."

Welche Rente? Ich konnte nichts sparen. Südafrika wurde fertig gemacht. Es gibt nicht so etwas dort, nur Firmenrenten (das hat auch aufgehört, das Land hat Ramschstatus, das Land, das einst die erste Herztransplantation machte und Atombomben bauen konnte), Rest sind Privatanlagen. Südafrika hat 1966 - 1989 gegen den Kommunismus gekämpft in einem fürchterlichen Buschkrieg (google SADF). Jedoch der wirkliche Feind kam aus dem Westen. Passe mal auf wie es mit Europa und DE weitergeht. Es wehen rauhere Zeiten entgegen. DE muss wieder eine Schicksalgemeinschaft werden, Ost + West.

Ich kann mich auf Flasche sammeln einstellen.
 
  • #47
@Reinar
Deinem Post entnehme ich, dass Du bereits seit rund 12 Jahren arbeitslos bist. 2008 endete Deine letzte feste Stelle in der IT. Da warst Du mit 47 im besten Alter!!! In dieser Zeit laufen die Karrieren auf Ihrem höchsten Level. Ich frage mich natürlich auch, was Du mit Deinem gesamten Einkommen bis dahin gemacht hast?! ITler Deiner Generation wurden zu Millionären!!! Ich komme aus der Branche und habe für die Top der IT Unternehmen gearbeitet. Wo ist das Geld hin?! Das Luxusleben in Südafrika genossen? Lieber Ultra Trails gelaufen statt Weiterbildung, Freizeit mit Kollegen und Kunden und Überstunden? Dass man mal im Job gemobbt wird als Neueinsteiger ist klar und verständlich. So ist das Arbeitsleben nun mal. Es ist kein Zuckerschlecken. Mit Ü55 wirst du in Deutschland in die Rente geschickt, machen wir uns nichts vor. Es sei denn, du hast Talent, Kontakte und Power, dann geht auch die Selbständigkeit. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum du nicht als privater IT Support arbeitest. Gerade auf dem Land ist das gefragt. Irgendwie hast du dein Leben in den letzten 10 Jahren - ohne Krankheit und Verschulden Dritter oder Krieg und Katastrophenfall - in den

Bei Partnersuche geht es um den Privatmensch Reinar. Der kann punkten mit Auslandserfahrung, Lebenserfahrung, einem Hochschulstudium, Bildung, Sportlichkeit und Erfahrung mit Kindern. Ich würde deine Jobpleite erklären mit der Rückkehr nach Deutschland, der Finanzkrise im Bankensektor. Du bist quasi in Rente. Frauen in deinem Alter ist Karriere nicht mehr so wichtig. Es geht auf die Rente zu. Andere Werte werden wichtiger. Wie bist du so als Partner? Kannst du kochen und Haushalt machen? Organisierst du gerne Ausflüge für dich und deine Partnerin? Oder, das vermute ich, gehst du lieber zum Laufen und lässt deine Frau alles machen? Welche Hobbies hast du noch? Welche Stärken? Er finde dich neu als Privatmensch Reinar und stehe zu dir! Und setze dir Ziele, was du alles erleben möchtest im Vorruhestand. Ich kann mir vorstellen, dass du gute Chancen im Privatleben hast. Pech im Job, Glück in der Liebe oder so. Viel Glück!
 
  • #48
Lieber FS, ich kenne Südafrika nicht, aber ich kenne Nordafrika. Und viele Europäer, vor allem Franzosen, die dort sehr privilegiert leben, sehr postkolonial. Kann es sein , dass es bei dir auch so war? Dass du nicht verkraften kannst, deine Privilegien verloren zu haben und ein ganz normaler Bürger zu sein. Hinzu kommt, dass man vielleicht wirklich auch wenig Wertschätzung bei Ämtern erhält. Aber weist du was ? Jeder Mensch ist wertvoll, egal ob er arbeitet oder nicht. Du bist 59 Jahre alt, warum willst du noch jemanden beeindrucken? Sei dankbar für das, was du hast. Überlege, was dir wirklich Freude macht. Suche dir ggf einen Nebenjob. Du kannst auch Integrationshelfer werden und in der Schule ein Kind betreuen. Dafür brauchst du keine Ausbildung. Schließe Frieden mit der Vergangenheit. Du hattest Privilegien, jetzt hast du keine mehr. Du musst dennoch nicht kilometerlang wie in Südafrika anstehen für ein Essenspaket. Dein Sohn ist auf dem Weg in ein unabhängiges Leben. Versuche dein Leben lebenswert zu gestalten. Baue Kontakte und Freundschaften auf. Wenn du es schaffst dich selber und deine Biographie anzunehmen, kannst du auch auf eine Partnerin zugehen und ein guter Partner sein. Überlege was du einer Frau geben kannst ohne erstmal nur Bedürfnisse zu haben. Und sieh auch andere Frauen an, ohne sie in Schubladen einzuordnen. Alles Gute dir .
 
  • #49
Hallo Rainar, ich finde es gut, dass Du hier um Klärung und Rat ersuchst.

Also wenn ich mir deine zwei Kommentare so durchlese, da ist sehr viel Information drin, aber vor allem sehr viel "Opferrolle".
Um auf deine Titelfrage einzugehen: du punktest bei einer Frau damit, dass du nicht 10k Ausreden findest, warum dies und das negativ ist, sondern indem du dich auf deine positiven Aspekte beziehst.
Du hast lange in Südafrika gelebt, ein grossartiges Land, du hast deinen Sohn alleine grossgezogen, ein Prachtkerl, du rennst Ultramarathons, fantastisch!
Absolut gut zusammengefasst, das empfinde ich auch so. Bitte nicht jammern, vielleicht ein bisschen. Aber Dein Leben ist wie es ist, es war eine Reise, mit Höhen und Tiefen, aber mit Erfahrungen.
Du solltest Dein Umfeld wechseln, das wäre erst mal das Primärziel, rate ich Dir. Dann den Kopf heben. Dich selbst und Dein Leben und Deine jetzige Position neu bewerten. Ändere Deine innere Sichtweise, von was ich nicht habe, zu: was ich gut kann und noch kann und noch habe und noch bieten kann und noch leben möchte!!!

Komm in Bewegung...hast Du ja schon mit der Frage hier gemacht!
Besuche Free-Konzerte und Veranstaltungen falls es das bei Dir gibt, wenn Du nicht wegziehen kannst oder willst. Suche Dir Themen die Dich interessieren, lerne dort Leute kennen, dann kommt das Lebens-Umfeld- Gefüge in Bewegung.

ich würde alles dran setzen, um aus dem Kaff wegzuziehen. Wenn du so topfit bist, kannst du in eine grössere Stadt ziehen, erstmal zur Untermiete wohnen, wird nicht teurer als eine jetzige Miete sein, in grösseren Städten gibt es auch mehr Jobs, zur Not kannst du ptzen gehen, wird oft viel besser bezahlt, als gedacht. Da lernst du andere Menschen kennen, kannst Kontakte knüpfen und wer weis...
Absolut, sehe ich auch so. Was könntest und würdest Du mit einer Partnerin leben wollen? Hast Du Wünsche oder mach Dir eine Liste und gib diese Infos weiter.
 
  • #50
Sehr gut beobachtet. Viele Menschen verschließen davor die Augen.

Bei mir im gesamten Arbeitsumfeld wären alle Männer obdachlos ohne Frau. Diese Männer bekommen seit Jahren bzw. seit Jahrzehnten das Leben vollständig von der Frau/Frauen gemanagt.
So ein Blödsinn. Der Mann war viele Jahre alleinerziehend, der kriegt sein Leben mit Sicherheit auf die Reihe ohne jetzt gleich auf der Straße zu landen. Er findet "nur" keinen Job.

Und da ich das Problem Arbeitslosigkeit kenne, denke ich auch nicht, dass er ja "nur nicht arbeiten will". Ich hatte unglaubliches Glück, jetzt doch eine Stelle zu finden, auf der ich mich sogar noch weiterentwickeln kann - nach 20 Jahren ohne geregelte Erwerbstätigkeit galt ich trotz aller möglichen Kenntnisse als "ungelernt" für anspruchsvollere Jobs und die anderen nahmen mich nicht, weil sie davon ausgingen, dass ich mir zu gut dafür bin. Da hilft nur Ausdauer.

@Reinar: Ich empfehle, wie eine Vorschreiberin, Ehrenamt, - ämter. Je engagierter, desto besser. Manchmal tut sich über diese Schiene auch ein Job auf. Hat bei mir zwar nicht geklappt, ist aber auf jeden Fall den Versuch wert. Und wenn du über deine Geschichte sprichst, dann bitte ohne Gejammer (auch das Problem kenne ich). Es ist wie es ist und wie es dahin kam, ist relativ egal - vielleicht nicht für dich persönlich, aber für andere Menschen. Deshalb erzähle ich mittlerweile nur noch ganz "matter-of-factly" von meinem Leben. Es interessiert einfach am Anfang niemanden, wie sehr du unter deiner Situation gelitten hast bzw. noch leidest.

Und im Kaff sitzen und dann das Fehlen der Singlefrauen in der Umgebung beklagen, ist natürlich auch nicht sehr erfolgversprechend. Überlege dir vielleicht doch, ob du dort nicht wegkommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #51
Das Breisgau ist nicht groß. Daher Freiburg und Basel mit reichlichen Single Frauen und Job Angeboten sind nicht unerreichbar. In der Schweiz muss es doch Jobs geben (?) Auch im nahen Colmar oder Müllhausen im Elsass gibt es Frauen mit deutsch Kenntnissen.

Als Top-Sportler kannst du gewisse Distanzen auch mit dem Fahrrad spielend überbrücken. Wie schaffst du es eigentlich zu deinem Psychotherapeuthen? Kandidatinnen aus dem grünen Freiburg finden es vielleicht sogar super wenn du autolos und minimalistisch lebst.

Akademisch gebildete und semiprofi-sportliche Frauen die an einem entsprechenden Mann interessiert sind gibt es auch im Hartz 4 Segment.

Ein solcher Mann hat einem Bekannten seine Frau ausgespannt. Er hat sie beim Laufen kennen gelernt. Gibt es in deinem Umfeld keine Läuferinnen?

Dein Problem ist Antriebsarmut und Selbstmitleid. Kaum zu glauben, dass du ausreichend Energie für deinen Sport hast. Diese Kühe müssen vom Eis. Vorher bleibst du unattraktiv.

Was willst du eigentlich von einer Frau? Ihr vor jammern?
 
  • #52
Welche Rente? Ich konnte nichts sparen. Südafrika wurde fertig gemacht.
Das ist die nächste, aus meiner Sicht größere Baustelle. Im Grunde wirst Du dauerhaft nicht gerade auf Rosen gebettet sein. In ein paar Jahren wird es auf Hartz 4 rauslaufen. Damit wirst Du bei kaum einer Frau "punkten", denn die muss Dich ja dann durchfüttern.

Ein Leben lang durch die Weltgeschichte gondeln, sich um Altersvorsorge nicht kümmern und dann im Alter "zurückkommen" ist für mich als Steuerzahler auch nicht die feine englische Art...
 
  • #53
Wow!
Wer will findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Bzw. Ausreden.

Dein Leben klingt absolut chaotisch und so, als wenn du nie das Ruder in der Hand hattest, sondern stets die Hände gehoben und gesagt hast: "Der/Die ist Schuld!"
Übernimmt Verantwortung für dein Leben, mit 59 Jahren ist es allerhöchste Eisenbahn!! Und warum willst du gerade JETZT eine Partnerin?! Um eine Konstante in dem Chaos zu bekommen? Die wird sich bedanken. Da wird sich nur jemand drauf einlassen, der, wie oben bereits geschrieben, ein extremes Helfersyndrom hat (also dich im Grunde genommen auch nur benutzt für ihre psychischen Defizite) oder die genauso chaotisch und hilflos im Leben herumtreibt wie du.

Such dir bessere psychologische Hilfe, denn du scheinst noch nicht erkannt zu haben, dass der Ursprung allen Übels in deinem Leben IMMER Du SELBST bist!

w,.33

P.S.: JEDER findet einen Job, wenn er möchte! Wenn du dir allerdings zu fein für niedere Tätigkeiten bist, wundert es mich nicht, dass du nichts findest! Zeitarbeitsfirmen bezahlen übrigens mittlerweile oft besser als Firmen, die fest anstellen! Dass du da nichts gefunden hast, sorry, das glaube ich NEVER!
 
  • #54
"In der Schweiz muss es doch Jobs geben (?) "

Es werden Kenntnisse verlangt, die ich nicht besitze. Zu weit für meinen Sohn. Zürich=Banking, furchtbar teuer. Meine jetzige Wohnung aufgeben, dorthin ziehen, 4 Jahre später "End of the Road" (die gehen mit 63 in die Rente) und dann obdachlos (Schweiz zu teuer). Mein Cousin war Grenzgänger, hat dort für eine Ladenkette als Prokurist gearbeitet. Seine Frau arbeitet dort für ein großes Chemieunternehmen, leitende Stelle. Dort wird überall abgebaut.

"Gibt es in deinem Umfeld keine Läuferinnen? "

Nul. Fängt in Freiburg an. Öffentlicher Verkehr is mager auf dem Lande, noch dünner in den Schulferien. Manche Zeiten fährt nichts. Kann für 30km nach Freiburg 3,4 Stunden (mit Korona noch weniger Verbindungen) und mehr nur herumstehen und warten. Komme totmüde nach Hause um 20:00, 21:00 wegen schlechte Verbindungen - werde krank werden weil ungesund esse. Ist kein Leben mehr. Nie gedacht das es so Rückständig in DE zugeht. Ich lebte 1996 in Düsseldorf, dort laufen der ÖNPV wie geschmiert, auch am Wochenende. Verdammte S-Bahnen sind auch so alt (die DB will ersetzen, aber jetzt mit Korona mit welchen Geld?) das die Klimaanlage bei 30+ Grad streikt. Fuhr letztes Jahr für ein Vorstellungsgespräch im Hochsommer nach Freiburg - ich war nicht mehr vernehmungsfähig beim Arbeitgeber. Schwindlich geworden vor schlechte Luft und Sauerstofmangel.

Eigener Wagen (20 Jahre alt) - Harz4 reicht nicht, Ding hat ständig Macken. Seit Anfang dieses Jahr eine neue Situation. Darum u.a. auch hier gelandet, Anreize zu sammeln.

Antriebsarmut? Ich sitze mit einem Tagebuch voller Dinge, die unternommen habe, aus der Lage zu kommen.

Dorf ist klein für Ehrenamt (3600 Einwohner) um in eine Stelle zu kommen. Wird voller Flüchtlinge gestopft. Befürchte immer wenn der Vermieter meine Lage kennt, schmeisst er mich heraus (das wäre nicht das erste Mal). Die Buschtrommel wirkt schnell in solche kleinen Gemeinden.

Selbstmitleid? Vielleicht, aber nehme in Acht wodurch ich gegangen . Ich habe nich nicht alles erzählt. Es wurde eine leichte PTBS bei mir festgestellt. Halb Südafrika befindet sich in diesem Zustand. Psychotherapie endete bereits 2018, Krankenkasse hat sie nicht verlängert. Ich benötige Arbeit, keine Kopfdoktoren. Richtiges Problem, falscher Ansprechpartner.
 
  • #55
Lieber FS, ich kann Dich gut verstehen, habe selbst in SA gelebt.
Dein Problem ist vielfältig, der Anschluss hier ist eine Sache, das Gefühl der Leere und Langeweile - - auch wenn Du nicht zurück willst - - ein anderes.
Man bekommt mit den Jahren zwei Herzen in der Brust, das kannst Du auch nicht mehr ändern.
Ein tolles 'home' und Geborgenheitsfeeling wirst Du nie wieder bekommen.... Erst recht nicht von einer Partnerin. (den Rucksack zieht sich keine an!)
Akzeptiere einfach eine Teilwelten Tänzer zu sein, mach das beste daraus und entspann Dich!!
Dann mal sehen.....
Alles Gute!
 
  • #56
Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Aber die Flucht ist nun einige Zeit her und es ist Zeit, nach vorn zu sehen.
In deinem Beruf scheinst du nicht mehr Fuß fassen zu können, wer in einem sich so rasant entwickelnden Bereich 12 Jahre raus ist, wird das kaum aufholen können und eine Umschulung ist den Aufwand mit fast 60 Jahren wahrscheinlich auch nicht mehr wert, das wurde dir ja schon deutlich kommuniziert.
Es muss also was anderes her: Wie wäre es, wenn du deinen Sport zum Beruf machst? Marathon-Training anbieten, als Personal Trainer oder im Fitness-Studio arbeiten. In dem Bereich habe ich öfter Leute getroffen, die das als zweite Karriere hatten. Allerdings musst du dein Chef-Denken ablegen. Du wirst (zumindest am Anfang) kein Chef sein und dich im Gegensatz zu früher Regeln unterwerfen müssen.
Oder überlege dir, in ein Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten zu ziehen wie Bulgarien oder zumindest in einen günstigeren Teil Deutschlands. Das Breisgau ist nach München die teuerste Gegend.

Warum fallen 50% der Singles weg? Weil du kein Französisch kannst? Die meisten Leute im Elsass können mehr oder weniger Deutsch und auch Franzosen lernen Englisch. Und wenn nicht, du hast ohne Arbeit doch viel Freizeit, lad dir eine App wie Duolingo runter oder geh nach Corona in einen Kurs, auch mit 59 kann man noch Sprachen lernen.

Und wenn dir die Gegend eigentlich gar nicht gefällt, arbeite auf einen Umzug hin. Natürlich liebst du deinen Sohn, aber er ist ein junger Mann von 20 Jahren, der sein eigenes Leben hat. Und auch nach Hamburg oder Amsterdam fährt die Bahn.Sortier vorher aus, nimm nur das Nötigste mit, das macht den Umzug auch einfacher. Verkaufe alles was geht bei eBay Kleinanzeigen.
Ich denke, die Partnersuche ist dein geringstes Problem. Ordne dein Leben neu, dann wird es auch mit den Frauen einfacher.
 
  • #57
Ich wohne ländlich im Breisgau... Finde keinen sozialen Anschluss in diesem kleinen Kaff.... wo sind die Singles in meiner Altersgruppe? Die Demografie in meiner Gegend ist ungünstig .... Jetzt wechsele ich halt zu den sozialen Medien.
Lieber FS,
die sozialen Medien ändern rein garnichts an Deinem Dilemma. Du lebst seit Jahren in einer Gegend, in der Du keine Arbeit und keine sozialen Kontakte findest.
Keine Frau in Deiner Altersklasse, die halbwegs bei Verstand ist, einen Job und eine Wohnung in einer attraktiveren Gegend hat, gibt das auf und zieht für Dich an den A**** der Welt, wo es keine Arbeit und kein soziales Leben gibt - in Zeiten der wirtschaftlichen Talfahrt schonmal garnicht.

Habe ich wirklich bessere Chancen in den Ballungsgebieten.... aber dann in einer Wohnung so groß wie eine Hundehütte inmitten einen Flugplatz, wo man nie wieder das Auge zumachen könnte, und zu klein, das mein Sohn bei mir übernachten könnte fürs Wochenende
Das kann Dir keiner sagen. Jedenfalls sind dort mehr ungebundene Frauen als in ländlichen Regionen, weil sie dort besser leben können (Arbeit, Freizeitgestaltung).
Du hast halt Rahmenbedingungen, die Dich für Frauen nicht besonders attraktiv machen und auch die Art wie Du kommunizierst, ist nicht das, was Frauen in der Altersklasse im Allgemeinen suchen - Ausnahmen gibt es immer.

Du solltest angesicht der geringen Chancen und Deiner unveränderlichen Rahmenbedingungen nicht auf eine Frau fokussieren, sondern Dich um Teilhabe im Leben (soziales Engagement) bemühen - das schafft auch Gelegenheiten, Frauen mit Helfersyndrom kennenzulernen.

Dass Du mit Deinen Voraussetzungen noch Arbeit findest halte ich gerade im wirtschaftlichen Abschwung für illusorisch - daher die Energie für andere Lebensbereiche nutzen.

Mit Ü55 wirst du in Deutschland in die Rente geschickt, machen wir uns nichts vor.
Wie soll das denn gehen? Der FS prahlt damit, dass er fit wie ein Turnschuh ist. Darüber hinaus: Rentner kann nur werden, wer Rentenversicherungsbeiträge über eine ausreichende Dauer gezahlt hat - hat er nicht.

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum du nicht als privater IT Support arbeitest. Gerade auf dem Land ist das gefragt.
So wahnsinnig viel Ahnung hast Du von der IT-Branche nicht. Der FS war zuletzt vor mehr als 10 Jahren in der IT-Orga im Großrechnerbereich tätig. Er kann weder programmieren, noch neue Technik supporten. Da er die letzten 10 Jahre nicht genutzt hat, aktuelles Knowhow aufzubauen, ist der IT-Zug für ihn abgefahren.
 
  • #58
Lieber Reinar,

ich kann mich sehr gut in deine Lage versetzen.

Dass dir hier vorgeschlagen wird, dass du im IT-Bereich oder etwa als Lehrer wegen deiner Sprachkenntnisse (Nicht jeder Deutsche taugt als Deutschlehrer!) arbeiten solltest, sehe ich als realitätsfremd. In beiden Bereichen musst du dich fortwährend weiterbilden, um auf ein hohes Niveau zu kommen oder zu bleiben. Vor Jahrzehnten machte ich eine Ausbildung zur Dolmetscherin und habe nie in diesem Beruf gearbeitet. Jetzt schlug eine Freundin vor, wieder einzusteigen. Ein weltfremder Vorschlag. Die Konkurrenz an jungen Leuten ist zudem noch enorm groß.

Gut, dass du so viel Sport treibst. Suche dir irgendeine Tätigkeit für ein paar Stunden, mit der du Geld verdienst und somit hast du dann noch genügend Zeit für eine Frau. Einen Umzug in eine Gegend mir besserer Infrastruktur und Freizeitwert würde ich dir auch empfehlen. Coronazeiten werden generell zu einem bescheideneren Leben führen. Andere Werte werden wichtig. Marktwerte verschieben sich!!!

Nutze deine Lebenserfahrung.

Alles Gute.
 
  • #59
@Katy45:

Wie erklärt man es den Leuten hier, was in Südafrika passiert ist? Ich finde es fast unmöglich zu erklären, der Hintergrund fehlt und die Wissenslücke ist riesig. Wir sind durch Sachen durch, die niemand hier verstehen kann.

Ich warte noch auf einen Leserkommentar von mir, der noch freigeschaltet wurden muss (es sei denn, der Inhalt ist zu brisant), wo ich erkläre, warum ich mit der IT kein Millionär wurde, keine Rente ansammeln konnte. In aller Kürze, es wurde ein Totaler Krieg gegen Südafrika geführt - Wirtschaftsboykotte aus dem Westen, dazu die Konflikte auf unserer Grenze und innerhalb der Republik im Zuge des Kalten Kriegs. Fast die gesamte wehrfähige Bevölkerung stand unter Waffen, selbts in zivilen Leben als Reservist (wie in der Schweiz). Wenn man Pech hatte, wurde man als Reservist jedes Jahr 3 Monate einbezogen um in Angola/Namibia zu kämpfen (Waffenboykott! Der schwerbewaffnete Feind hatte ein Heer von 450 000 Soldaten und standen 20km von unserer Grenze entfernt! Viele Veteranen sitzen heute mit Traumaproblemen). Wie baut man unter diesen Umständen eine Karriere? Eine Pleitewell nach der anderen wegen den Sanktionen (fing 1986 an, seitens der USA, die Firmen wurde gezwungen das Land zu verlassen, Ford, IBM, usw. usw.) Das Umfeld war sehr unstabil. Manche hatten Glück, andere nicht. Bill Gates hätte in Südafrika kein Windows-Reich aufbauen können. Es gab eine Ausgangssperre für die Währung, weil jeder sein Geld dort hinausnehmen wollte (google "Financial Rand/Commercial Rand").

Meine Eltern wanderten dort unter bessere Rahmenbedingen ein aus einem Land, der ein Krieg verloren hat. Sie fingen mit nichts an, kannten die Verhältnisse dort schlecht, und erst nach vielen Jahren hatten sie es zu einigermaßen Wohlstand gebracht. Da war kein Geld für ein Studium. Ich arbeitete tagsüber und abends studierte ich per Fernuni. Verschiedene Firmenpleiten hinter mir und damit die Firmenpension (Südafrika kennt nicht die staatliche Rente). Das war normal für viele Weiße dort. Nichts wurde den Leuten dort geschenkt. Die Leute mussten hart arbeiten. Südafrika ist ein junges Land. We rreich wurde, waren oft Leute die die Minenhäuser besassen. Dessen Hauptquartiere sassen in London. England hat die Buren besiegt und die Minen an sich gerissen (Anglo-Burenkrieg 1899 - 1903). Die Buren waren arm und mussten sich wieder hochkämpfen. Katy45 wird diese Sachen kennen.

Umzug - wer kann beraten? Sieben Jahr später bin ich im gesetzlichen Rentenalter. Ich werde von einer Grundrente leben (Hartz4 Satz). Meine Miete darf nicht den Mietregelsatz von ca. €400 überschreiten. Dafür gibt es kaum noch etwas. Wenn die Vermieter "Hartz4" hören, laufen sie weg. Was schlägt ich vor soll ich tun?

"Da er die letzten 10 Jahre nicht genutzt hat, aktuelles Knowhow aufzubauen, "

Ich wurde auf Umschulungen geschickt..
 
  • #60
Krasser Thread, selten so etwas gelesen. Ich würde das schon fast pathologisch nennen. Irgendjemand hier hat ja eine depressive Verstimmung vermutet, ich denke das auch. Wenn du sagst, dir wurde PTBS diagnostiziert, dann folgt daraufhin häufig auch eine Depression.
Oder eben schon charakterlich so, dass da jemand immer in der Opferrolle hängt.
Zu deiner Arbeitslosigkeit kann ich nicht viel sagen, ich glaube dir, dass es mit Ende 50 sehr schwer sein kann, einen Job zu finden, und das Arbeitslosigkeit einen fertig machen kann, weiss ich selbst auch.
Wobei hier deine Statements wie von @Lionne69 so schön hervorgehoben, zeigen, dass du irgendwie schlecht integrierbar bist, du sagst ja selbst, du kommst mit Obrigkeiten nicht klar.
Dorf ist klein für Ehrenamt (3600 Einwohner) um in eine Stelle zu kommen. Wird voller Flüchtlinge gestopft.
Diese Aussage finde ich bezeichnend. Du sagst, es gäbe kein Ehrenamt, sagst aber, es ist alles voller Flüchtlinge....da hast du dein Ehrenamt! Sammle Sportklamotten von Spendern und gehe mit denen Laufen! Dort gibt es bestimmt auch engagierte Frauen.
Aber aus deinen Beiträgen lese ich einen leichten Hang gegen Ausländer?

Und zum Thema Frau, haben dir ja hier nun auch schon alle geantwortet, dass du mit solch einem Gejammer nicht weit kommen wirst. Ich bezweifle stark, dass ein Pychologe sagt: such dir eine Frau, dann geht's dir besser. Eine Frau ist nicht dazu da, sich um einen Mann zu kümmern, sondern ein Psychologe.

Und ich glaube auch nicht, dass dir das Forum hier helfen kann, schon gar nicht zum Thema Arbeit, denn irgendwie nimmst du die Antworten zwar an, findest aber immer sofort Gründe, warum dies alles nicht möglich sei.

Was genau erhoffst du dir? Mitleid? Zustimmung, dass du armer gebeutelter Mann gemein behandelt wurdest? Dass du eine Frau verdient hast, damit dein Leben wieder schön wird?
Schreibe doch mal, wie dein ideales Leben aussehen würde, Wohnort, Partnerschaft, Arbeit etc. Dann hast du schon mal eine Vision.
 
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