• #1

Lügen - inwiefern sind sie üblich, erlaubt, akzeptabel, verwerflich, belastend, KO-Kriterium, etc?

 
  • #2
Dieses Thema hatten wir letztens hier schon mal. Ich finde den Thread aber gerade nicht wieder. Thomas hat eine Formel gebracht, mit der die meisten gut leben konnten: So viel Wahrheit wie möglich, so wenige Lügen wie nötig.

Wirklich überzeugende Beispiele, wo Lügen unschädlich und daher akzeptabel sind, konnten wir aber auch nicht finden.
 
  • #3
Hier ist der von ThomasHH angesprochene Thread:

http://www.elitepartner.de/forum/wieviel-wahrheit-braucht-die-liebe-partnerschaft.html
 
  • #4
Dieses Thema hat eine geradezu philosophische Dimension.

Ich befürchte, dass man im Alltag einfach so kleine Lügen verwendet, die man gar nicht als solche empfindet. Ich bin ein sehr wahrheits- und gerechtigkeitsliebender Mensch und bestimmt eher zu ehrlich, aber schon die normalen Umgangsformen und Höflichkeiten erfordern gewissermaßen Lügen -- oder zumindest den Verzicht auf "die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit" in diesen drei wichtigen Facetten.

Trotzdem gilt in einer Partnerschaft, dass man auf konkrete Fragen niemals Lügen sollte -- wenn man antwortet, dann muss es die Wahrheit sein. Man darf auch nie wissentlich etwas verheimlichen, von dem man weiß, dass es dem anderen wichtig wäre. Soviel Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Authentizität erwarte ich einfach von meinem Partner und die biete ich auch selbst zu jeder Zeit.

Dieses Thema wäre einfacher zu diskutieren, wenn man konkrete Beispiele besprechen würde. Ich finde nämlich, dass die überwältigende Mehrheit der Zweifelsfälle überhaupt keine sind und fast immer Wahrheit die richtige Lösung ist -- die paar verbleibenden Zweifelsfälle würde es sich gegebenenfalls lohnen zu diskutieren!
 
  • #5
Also ich würde mal ein Beispiel zum diskutieren anbieten.

Wenn ich jetzt meiner Partnerin zu, zum Beispiel, ihrem Geburtstag eine Überraschung bereiten will, und sie kriegt irgendwie mit, dass ich Tage davor irgendwie dauernd "angeblich" mit Freunden oder in der Stadt unterwegs bin, dann würd ich mir auch eine glaubhafte Geschichte ausdenken und ihr auf die Nase binden, sonst wäre ja die Überraschung im A****!

Ich denke, in solchen Fällen ist bewußtes Lügen für jeden akzeptabel, solange man natürlich weiß, dass man seinem Partner/in definitif eine Freude bereiten wird. Das entschädigt dann sicherlich allemal die (kleine) Lüge ;o)
 
  • #6
@#4: Na ja, Geburtstagsüberraschungen wird wohl niemand als Lüge einstufen.
 
  • #7
@#4: Das ist keine Notlüge, sondern eher eine Musslüge. ;)