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"Liebesschwund" inkl. Libidoverlust - Ist das nach 8 Jahren Beziehung normal?

Hallo Community,
eins vorweg: es geht leider um zwei Probleme.
Zu mir: M26, seit 8 Jahren in einer Beziehung.

Seit einigen Wochen plagt mich der Gedanke, wie es wäre wieder Single zu sein und/oder Dates zu haben. Seit ca. 8 Jahren befinde ich mich in einer festen Beziehung mit meiner Freundin und wir sind beide wirklich sehr glücklich. Wir sind/werden jetzt 26 und kamen mit 18 zusammen. Wir haben praktisch die gesamte Entwicklung von Jugendlich zu Erwachsen miteinander gemacht und uns beide in der beruflichen Entwicklung unterstützt. Dementsprechend extrem hoch ist das gegenseitige Vertrauen. Es gab keinen Querschlag oder "Ausrutscher" o.ä. .Wir leben seit über 4 Jahren zusammen und es klappt und passt einfach - als Außenstehender könnte man meinen, dass das die Art von Beziehung ist, die viele gerne hätten. Darüber freue ich mich auch, jedoch trügt der Schein neuerdings.....leider auch noch meinerseits. Mir ist diese Fragestellung übrigens peinlich, weil ich bisher immer eine Lösung für meine Probleme gefunden habe und jetzt auf Granit beiße. Deshalb an der Stelle Dankeschön an alle die sich die Zeit nehmen.
Nach einer längeren, stressigen Phase (nicht die Beziehung) bemerkte ich, dass die Libido nachgelassen hat. Ohne weiter ins Detail zu gehen kann man sagen, dass sich über 1 Jahr hinweg die Häufigkeit halbiert hat. Zusätzlich zu der Stressphase entstand neuer, persönlicher Druck, Unzufriedenheit und "Begleiterscheinungen" was die Beziehung betrifft etc. . Grundsätzlich gehe ich sehr gut mit Stress um und scheue die Herausforderung nicht, jedoch gibt mir DAS echt zu denken! Wir streiten uns nicht oder so, eigentlich läuft die Beziehung an sich auch super und sie ist echt eine tolle Frau. Geschlechtsverkehr ist uns schon wichtig und gerade mich als Mann bestätigt die Libido und Potenz in meiner Männlichkeit (ja, man darf lachen) und meiner Gesundheit.
Damit nicht genug, erwische ich mich immer öfter dabei wie ich anfange andere Frauen "anzustarren" und finde es auf einmal extrem interessant mit ihnen in Kontakt zu stehen. Natürlich bleibt das auf sachlich-menschlicher Ebene, weil man einfach nicht asozial ist und seiner Partnerin in den Rücken fällt.
Dieses Gesamtproblem frisst mich innerlich auf. Es lässt mich im Herzen kalt werden, ich fange an Distanz zu meiner Freundin aufzubauen (vielleicht vor der Angst sie evtl. zu enttäuschen?) und genau das gab es vor einem Jahr alles nicht! Sogar mein Kinderwunsch ist verflogen.
Ich weiß wirklich nicht was gerade in mir vorgeht...
 
  • #2
Wir streiten uns nicht oder so, eigentlich läuft die Beziehung an sich auch super und sie ist echt eine tolle Frau.
Eventuell zu harmonisch bei euch ? Hast du denn das Gefühl, dass da bei euch noch irgendwas kommen kann? also dass es da noch „Luft nach oben gibt“...oder eher dass es das war und es die nächsten 20 Jahre genauso weitergehen wird...und ihr die Checkliste nur noch abhakt ....
Damit nicht genug, erwische ich mich immer öfter dabei wie ich anfange andere Frauen "anzustarren" und finde es auf einmal extrem interessant mit ihnen in Kontakt zu stehen.
Ihr habt euch halt super jung kennengelernt. Müsstest in dich gehen und schauen, ob du wirklich keine weiteren Erfahrungen mehr machen möchtest.

Ich finde es super, dass du das an dir so bewusst wahrnimmst und nicht aus dem Affekt heraus handelst 👍🏻 Das können manche mit 50 noch nicht ....
 
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  • #3
Lieber FS,
das passt zu dem Thema, was es hier auch grad gibt - ob so junge Liebe häufig eine Chance hat...
Ich finde, du bist reflektiert und kommst auch sympathisch rüber. Du willst deine Freundin nicht verletzen, merkst aber, dass du anfängst, dich für andere zu interessieren. Ich würde sagen: Überstürze es nicht, aber ignoriere auch nichts. Wenn es etwas gibt, was dir fehlt, dann besprich das mit deiner Freundin, auch wenn es ein unangenehmes Thema (fehlender Sex) ist. Überleg dir genau, ob es nur daran liegt, oder ob du dich entliebst oder ob dich noch etwas anderes stört. Und wenn es nicht besser wird, sondern immer stärker - dann musst du dich trennen, bevor du dich doch zu einem "Ausrutscher" hinreißen lässt.
Ich denke, dass Beziehungen, die so jung anfangen, eben häufig nicht halten, weil beide sich anders entwickeln und wahrscheinlich bei manchen auch, weil sie andere Erfahrungen vermissen. Das ist legitim. Man sollte sich nur klar sein, dass es nicht unbedingt leichter ist, wenn man Single ist. Jemanden zu finden, mit dem man sehr gut harmoniert in einer Beziehung, ist kein Klacks. Auch ausleben mit anderen Frauen stellen sich manche leichter vor, als es dann ist (kommt natürlich auf den Mann an). Damit meine ich: Denke nicht zu leichtfertig, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist, das muss nicht der Fall sein. Letzten Endes ist es aber so: Wenn du merkst, du liebst deine Freundin nicht mehr, sondern siehst sie nur als enge Vertraute, aber mehr nicht - dann ist es vielleicht wirklich Zeit zu gehen.. Keine leichte Entscheidung, denke ich.
w, 37
 
  • #4
Du widersprichst dir. Du schreibst, ihr seit glücklich, hast aber die Gedanken wieder Single zu sein. Das passt nicht.
Ihr habt euch schlichtweg auseinander gelebt. Ihr führt ein Leben wie Bruder und Schwester. Jetzt musst Du dir überlegen, ob Du das so noch willst. Ich würde mir klare Gedanken machen, was alles schiefläuft und dann offen mit deiner Freundin reden. Sprich sie an, vielleicht hat sie die gleichen Gedanken. Ohne offene und ehrliche Aussprache wirst Du alleine nix ändern können. Und dann findet eine Lösung: Entweder die Trennung oder der Versuch etwas zu ändern. Die Beziehung aufregender zu machen. Auszeiten vom Alltag...Neues in die Beziehung bringen. Da gibt es doch Möglichkeiten! Ihr seit noch jung...
Ich würde erst aufgeben, wenn abzusehen ist, dass deine Freundin nix ändern will oder kann. Der Gedanke zum Fremdgehen wird irgendwann immer stärker. Deshalb, handele bevor es zum Problem wird. Und geh bitte nicht fremd, ohne die Beziehung zu beenden. Das verursacht nur Schmerz und ist Scheisse.
 
  • #5
Für mich sind das alles deutliche Anzeichen, dass du raus willst.
Unterschwellig schaust du dich schon nach anderen Frauen um.
Gut ist, dass es dir bewusst ist, und du nicht einfach parallel was mit einer anderen anfängst.
Aber du schaust quasi schon, ob das Gras woanders nicht grüner ist.
 
  • #6
Seit einigen Wochen plagt mich der Gedanke, wie es wäre wieder Single zu sein und/oder Dates zu haben.
Ich sage dir offen, direkt ohne Umschweife, was ich von deinem Beitrag, von dir halte!
Kein gutes Zeichen, wärst du in einer glücklichen Beziehung, wäre das nicht so bei dir, typisch für viele Beziehungen, da sie nach 8 Jahren ausgelutscht sind, die Suppe ist ausgelöffelt, das Kind liegt tief im Brunnen, du bist nicht ehrlich zu dir, und deshalb auch nicht zu ihr, versuchst es noch unter den Teppich zu kehren und schön zu reden, sei offen, direkt, ehrlich, aufrichtig und authentisch, Punkt.
als Außenstehender könnte man meinen, dass das die Art von Beziehung ist, die viele gerne hätten. Darüber freue ich mich auch, jedoch trügt der Schein neuerdings.....leider auch noch meinerseits.
Darüber sich freuen, ist für mich echt komisch, du sollst die Karten auf den Tisch legen und diese Kommunikation deiner Freundin auf den Tisch legen, damit sie lesen kann und weiß, wo sie mit dir dran ist!
Mir ist diese Fragestellung übrigens peinlich, weil ich bisher immer eine Lösung für meine Probleme gefunden habe und jetzt auf Granit beiße. Deshalb an der Stelle Dankeschön an alle die sich die Zeit nehmen.
Wenn du aufrichtig und authentisch bist, tief in dich rein gehst, dann ist dir klar, dass du die Beziehung bereits gekündigt hast, du bist nur noch feige, dir fehlt der Mut, es umzusetzen, das ist für mich nicht korrekt, auch und gerade deiner Freundin gegenüber!
Wir streiten uns nicht oder so, eigentlich läuft die Beziehung an sich auch super und sie ist echt eine tolle Frau.
Mit dem Wort eigentlich, sagst du unbewusst, eigentlich läuft die Beziehung nicht super und eigentlich ist sie keine tolle Frau, es ist nämlich genau das Gegenteil!
Damit nicht genug, erwische ich mich immer öfter dabei wie ich anfange andere Frauen "anzustarren" und finde es auf einmal extrem interessant mit ihnen in Kontakt zu stehen. Natürlich bleibt das auf sachlich-menschlicher Ebene, weil man einfach nicht asozial ist und seiner Partnerin in den Rücken fällt.
Bitte rede dich hier nicht raus, es ist sehr ernsthaft, was du da sagst!
Dieses Gesamtproblem frisst mich innerlich auf. Es lässt mich im Herzen kalt werden, ich fange an Distanz zu meiner Freundin aufzubauen
Du weißt ganz genau, was in dir vorgeht, tu mal nicht so, bitte, du willst frei sein, hast das Gefühl, dass du was versäumst, willst Freiheit und Unabhängigkeit genießen, du fühlst dich im Gefängnis, trenne dich auch aus Respekt deiner Freundin gegenüber, denn im Endeffekt gehst du bereits schon gedanklich fremd!
 
  • #7
1. Tipp: Sieh das Problem nicht in der Beziehung, sonst nimmt es nachher eine schlechte Dynamik. (Es hat wahrscheinlich ohnehin eher im Außen zu tun. Eisern bleiben, keine Vorwürfe kreiern.)
2. Tipp: Sieh das ganze als Pausenphase, wo du beim Bergsteigen in ein Tal gekommen bist. (Aktuell hat man mehr Zeit auch über Schwachsinn nachzudenken.)
3. Tipp: Bleib beim Thema Kinder relaxed, es dürfte für euch kaum mehr wirklich einen Unterschied machen, wann das aufs Tablett kommt. Dass das Ziel erreicht werden kann, musst nicht du steuern.

Es ist ganz normal, dass man von äußeren Reizen gelenkt wird. Es ist richtig, dass du Dich und auch Sie nicht enttäuschen willst. Solange man kein visuellen Ring hat, gilt man für andere auch ggf. als Single und lotet vllt. sogar mal aus. Ich bin letztens im Supermarkt gleich in zwei Frauen gerannt, die mein Typ sind und mich angelächelt haben. Die eine sagte nichts und starrte in meine Augen, die andere wollte, dass ich sie kavaliersmäßig behandle. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Daher ist das, sofern ich es richtig interpretiere, was du mit Distanz meinst: OK. Wenn du eher das führende und treibende Element bist, ist es nicht verkehrt, wenn sie nun etwas mehr führt bzw. keiner führt. Denn dann ist das Ziel ja nicht aus den Augen. Sie wird dich wahrscheinlich weiterhin lieben und du sie ja auch, also vergeht einfach etwas die Zeit. (Ist mir letztes Jahr beim Bootsfahren aufgefallen, was auch fährt, wenn man nicht am Ruder ist, solange der Motor läuft.) Mit meiner Ische bin ich zwar erst 3 Jahre zusammen, aber es fühlt sich für uns beide deutlich länger an.

Ich hab das in Ansätzen auch gehabt, als ich z.B. 26 war, da war ich gerade 2,5 Jahre mit wem zusammen. Das geht auch mit 30 nicht einfach weg. Ich bin dann z.B. übergegangen, mehr zu reisen und stärker zu konsumieren, weil ich so lange mich mit anderem zurückgehalten habe. Gleichzeitig verliert man mit 25 eben minimal, aber biologisch an Substanz. Ich habe gegengesteuert, indem ich zuckerhaltiges reduziere und mehr Sport zum Verbrennen mache, um das Niveau stärker zu halten bzw. sogar nochmal zu steigern.

Im Vergleich meiner jetzigen zur damaligen Freundin macht meine soetwas wie Sport mit, bzw. wir sind in spielerischer Konkurrenz. Da fällt es nicht auf, wenn man aus einer sexuellen Routine ausbricht, weil die sexuelle Bindung insgesamt nicht problematisch ist, aber nicht täglich am Spannungshöhepunkt. Man kann die Intensität auch wieder steigern. Ich hab lieber 1x geilen Sex als 2x einen Quickie.

4. Tipp (zuletzt): Projiziere jetzt niemals Erwartungshaltungen in jetzt fremde Personen hinein, auch wenn sie dir vorgeblich jetzt das eine geben. Spannung gibts im Hollywoodfilm, sowohl den vorgeblichen Liebesfilmen wie auch einem Thriller. Mach kein Drama draus...
 
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  • #9
Dieses Gesamtproblem frisst mich innerlich auf. Es lässt mich im Herzen kalt werden, ich fange an Distanz zu meiner Freundin aufzubauen (vielleicht vor der Angst sie evtl. zu enttäuschen?) und genau das gab es vor einem Jahr alles nicht! Sogar mein Kinderwunsch ist verflogen.
Ich weiß wirklich nicht was gerade in mir vorgeht...

Du wirst erwachsen.

Der Mensch ist nicht monogam. Ein gewisses Interesse an anderen Personen des anderen Geschlechts ist immer vorhanden. Auf kurz oder lang wird dieses entweder durch Seitensprünge, Affären, Zweitbeziehungen oder eben Wechsel des Partners befriedigt. Die lebenslange befriedigende ausschließliche Beziehung gibt es unter den höheren Primaten allesamt nicht.

Deine Kinderehe neigt sich nun dem Ende zu. Du hast bislang einen wesentlichen Teil Deines Lebens verpasst, nämlich Erfahrungen mit verschiedenen Vertretern des anderen Geschlechts zu sammeln.

Zugleich neigt sich bei Dir die Pubertät dem Ende zu. Die Pubertät dauert beim Menschen bis Ende 20.

Bei Dir meldet sich nun das Unterbewusstsein und fordert Anteilhabe am Leben ein. Dies dringt Dir durch wachsendes Interesse an anderen Frauen und nachlassendem Interesse an Deiner bisherigen Partnerin, der Kind-Frau, ins Bewusstsein.

Wohlan! Das Leben fordert seinen Tribut. Gehe fair mit Deiner bisherigen Partnerin um. Erkläre ihr Deine zunehmende Gefühlslage und trenne Dich.
 
  • #10
Eventuell zu harmonisch bei euch ? Hast du denn das Gefühl, dass da bei euch noch irgendwas kommen kann? also dass es da noch „Luft nach oben gibt“
Beruflich fehlt beiden noch ein Schritt, der Veränderungen bringen kann.
Ihr habt euch halt super jung kennengelernt. Müsstest in dich gehen und schauen, ob du wirklich keine weiteren Erfahrungen mehr machen möchtest.
Ja, es hat sich damals halt ergeben und funktioniert. Das mit der Erfahrung ist das was mir Sorgen macht un andere Mitglieder ja bereits erwähnten mit der grüneren Wiese...
Danke übrigens für das Kompliment.

Überleg dir genau, ob es nur daran liegt, oder ob du dich entliebst oder ob dich noch etwas anderes stört
Affären gehen gar nicht! Offengestanden weiß ich nicht was Entlieben bedeutet, also wie genau der Prozess aussieht. Es ist aktuell schon so, dass wir zeitlich jeder mit seinen Sachen beschäftigt sind und kaum Zeit miteinander verbringen. Es schwindet auch das Interesse daran, weil man nach dem Schaffen eigentlich nur noch ins Bett will und/oder mal Zeit für sich haben will - Stichwort Freiheiten. Das ist einfach traurig, weil mir das beim Niederschreiben erst richtig klar wird, wie sich alles so schnell geändert hat.
Jemanden zu finden, mit dem man sehr gut harmoniert in einer Beziehung, ist kein Klacks
Ganz deiner Meinung und deshalb verzweifel ich an der Situation und will dass diese Gedanken verschwinden und ich wieder Leben in die Beziehung bringe. Ich bekomme stehende Nackenhaare wenn man so hört und liest welche Charaktere es gibt.
Unterschwellig schaust du dich schon nach anderen Frauen um.
Da habe ich nich Missverständlich ausgedrückt. Ich suche nicht aktiv den Kontakt zu anderen Frauen. Wenn man berufsbedingt z.B. ins Gespräch kommt, bin ich "per se interessiert" zu sprechen. Ich belasse es aber auch auf der sachlichen Ebene, um keine falschen Eindrücke zu hinterlassen. Würde ich deshalb eine Kollegin/Externe zum privaten Essen einladen oder mehr drauß machen? Klares Nein. Genauso weise ich höflich drauf hin dass ich kein Interesse an "Mehr" habe - auch bei Feiern im Privaten.
 
  • #11
Jemanden zu finden, mit dem man sehr gut harmoniert in einer Beziehung, ist kein Klacks
Ganz deiner Meinung und deshalb verzweifel ich an der Situation und will dass diese Gedanken verschwinden und ich wieder Leben in die Beziehung bringe. Ich bekomme stehende Nackenhaare wenn man so hört und liest welche Charaktere es gibt.
Unterschwellig schaust du dich schon nach anderen Frauen um.
Da habe ich nich Missverständlich ausgedrückt. Ich suche nicht aktiv den Kontakt zu anderen Frauen. Wenn man berufsbedingt z.B. ins Gespräch kommt, bin ich "per se interessiert" zu sprechen. Ich belasse es aber auch auf der sachlichen Ebene, um keine falschen Eindrücke zu hinterlassen. Würde ich deshalb eine Kollegin/Externe zum privaten Essen einladen oder mehr drauß machen? Klares Nein. Genauso weise ich höflich drauf hin dass ich kein Interesse an "Mehr" habe - auch bei Feiern im Privaten.
Missverständlicher Ausdruck meinerseits. Ich strebe nicht danach Single zu sein, sonst hätte ich den Schlussstrich gezogen und dieser Thread wäre nie aufgetaucht. Ich kann meine Gedanken einfach nicht logisch einordnen. Seit der Jugend auf bestehe ich darauf unbeeinflusst, also frei, zu handeln und zu denken und meine Beziehung stört da keineswegs (natürlich gilt gleiches Recht für meine Freundin). In der Vergangenheit hatte ich einfach solche Gedankengänge wie jetzt nicht und sah meine Freiheit nicht bedroht. Jetzt kommen mir solche irren Gedanken und ich frage mich, ob und wie ich als Single gehandelt hätte. Wieso diese Frage...weiß ich nicht. Und genau das macht mich verrückt. Weil die Beziehung beenden oder mit einer Affäre vergiften will ich einfach nicht. Das ist widersprüchig, ich weiß. Nur vielleicht könnt Ihr so nachvollziehen wieso mich das so beschäftigt.
Mit dem Wort eigentlich, sagst du unbewusst...
Abgesehen von meinen Gedanken aktuell, läuft alles super. Und diese Frau als nicht toll zu bezeichnen ist schlichtweg falsch. Das was sie ist und macht, ist alles andere als selbstverständlich und das will ich Ihr auf meine Art danken. Wie du siehst geht es ausschließlich darum, den Grund meiner Gedanken herauszufinden. Ich verfolge nicht die Intention auf Jagd zu gehen - ganz im Gegenteil. Ich will der bestehenden Beziehung wieder mehr Glanz verleihen und meine unloyalen Gedanken ausmerzen.

@Ricart Danke, daraus kann ich viel mitnehmen!
 
  • #12
Spinn die Sache doch mal weiter ... du trennst dich , findest ne neue, schmetterlinge im Bauch, Verliebtheit und dann nach 8-10 Jahren ? Kommt wahrscheinlich die selbe Situation. Ist doch wahrscheinlich auch normal, dass die Luft irgendwann auch raus ist. Eine gute Beziehung aufs Spiel setzen sollte sehr gut überlegt sein. Geh mal tief in dich und frage dich ob du sie noch liebst oder ob es einfach das altgewohnte Vertrautheitsgefühl ist. Vielleicht kannst du mit ihr drüber reden und die Liebe nochmal aufflammen lassen ? Beim Sex neues mit ihr ausprobieren ? Ich würde aufjedenfall erstmal versuchen alles zu tun und nicht wie alle anderen hier raten mich zu trennen, denn dann kann man ja eigentlich alle 10 Jahre einfach den Partner wechseln. Ich denke nach so langer Zeit ist es klar das die Luft raus ist und wieder Interesse an anderen Frauen aufkommt ... der erste Schritt wäre aufjedenfall mit deiner Freundin ein ernstes Gespräch zu führen ... überlege dir sensibel genau was du sagst und wie du es formulierst, vielleicht gehts ihr ähnlich?
 
  • #13
Hallo lieber unity_! Erstmal: Ein Riesen-Kompliment an Dich für Deine sehr hohe Reflektiertheit!

Du bist mit Deinen gerade mal 26 Jahren um ein Vielfaches vorausschauender, fairer und beziehungsfähiger als die meisten ihr ganzes Leben lang sind/ bleiben! Hut ab vor Dir!

Dennoch: In der Tat kein einfach zu lösendes "Problem" bei Dir!

Es ist zwar wohl "normal", dass Du als junger Mann eine Phase (die oftmals auch ca. 8 Jahre dauert) hast, in der Du Dich ausprobieren, ausleben, austoben beim anderen Geschlecht möchtest. "Frei sein".

Allerdings hast Du schon etwas sehr Besonderes, sehr Wertvollen in Deinem jungen, zarten Alter: Eine "Liebe" gefunden. Die gibt man natürlich nicht einfach so auf!

Ich denke, was wirklich unbedingt sein muss, ist, dass Du mit Deiner Freundin diese Thematik mal besprichst. Du kannst ja das Thema (erstmal zumindest) neutral angehen, also (noch) nicht auf Dich/ Euch bezogen.

Ich habe von einem Paar gehört, das nach 16 Jahren Jugend-Beziehung in derselben Situation war: Sie haben sich dann schweren Herzens getrennt. Da noch gedacht, dass sie sich nun ausleben werden und viele andere treffen werden. Das Ganze haben sie vier Jahre "durchgehalten" und danach sind sie wie zwei Magneten erneut aneinander geraten. Ihre Liebe war danach NOCH bewährter, noch inniger, noch ehrlicher. Sie haben ERLEBEN DÜRFEN, dass es mit anderen eben NICHT schöner war. Und ihr Partner einfach der Allerbeste für sie ist.
 
  • #14
Du hattest, wie Du schreibst, eine kritische Zeit.

Solche Zeiten verändern einen, verändern Blickwinkel, Gefühle, Wünsche, Ziele.

Du wirkst relativ analytisch, als schau mal zurück - was hat sich alles verändert? Wo sind Unzufriedenheiten jenseits der Partnerschaft?
Wo willst Du Dich bei aufstellen, neue Wege gehen?
Vielleicht ist bei Dir eine allgemeine Unruhe, Unzufriedenheit da, die Du momentan in die Partnerschaft kanalisierst?
Ich würde da alles mal genauer anschauen.

Und dann die Partnerschaft.
Mal generell, wie soll für Dich Partnerschaft sein, wo soll es sich hinentwickeln? Stagniert ihr gerade? Stagnation ist mEn Rückschritt und der Anfang vom sich auseinander bewegen.

Oder spürst Du bei ihr vielleicht Ziele, die Du (noch) nicht teilst?

Ich halte Eure Partnerschaft nicht für an Ende, Trennung ist leicht.
Aber ihr seid an einem Wendepunkt, wo Du Dir über Dich und Deine Gefühle klar werden solltest.

Und dann, werde aktiv, verändere.
Wirb wieder um sie, macht neue Dinge miteinander, neue Ziele, neue Interessen, datet Euch...
Das machen einige Paare, einen Dating bzw. Paarabend, fixer Termin, wo man sich schick macht, ausgeht...

Überlege Dir neue Qualitäten für Eure Paarzeiten.
Alltag und Gewohnheit ist der häufigste Killer von Partnerschaften.

Auf der anderen Seite des Zaunes ist das Gras allerdings nicht grüner, nur anders - und in ein paar Jahren käme auch da wieder Gewohnheit.

W, 51
 
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  • #15
Damit nicht genug, erwische ich mich immer öfter dabei wie ich anfange andere Frauen "anzustarren" und finde es auf einmal extrem interessant mit ihnen in Kontakt zu stehen.

Da habe ich nich Missverständlich ausgedrückt. Ich suche nicht aktiv den Kontakt zu anderen Frauen. Wenn man berufsbedingt z.B. ins Gespräch kommt, bin ich "per se interessiert" zu sprech
Ich hab schon verstanden, dass du nicht rumbaggerst..Aber aus dem " Anstarren" und extremen Interesse schliesse ich schon, dass du dich unterschwellig bereits umschaust.
Wie wenn man hungrig durch die Stadt geht, und die Essensstände anschaut, obwohl man weiss, dass zuhause das Essen wartet. Aber das kennt man schon, man hat alle Gerichte schon durch.
Wenn ihr allerdings beide so müde von der Arbeit seit und kaum Zeit miteinander verbringt, kannst du natürlich probieren, bzw ihr gemeinsam, eure Beziehung wieder zu beleben. Wenn man alle Energie in die Arbeit steckt, bleibt zu hause nichts mehr übrig.
 
  • #16
Deine Überschrift lautet „Liebesschwund“ frag dich einmal wie sehr du sie noch liebst, wie wichtig sie dir ist und wie es ohne sie für dich wäre?
Meinst du dann würde es dir besser gehen, dann hast du deine Antwort schon.

Sonst: denk mal darüber nach was du dir wünschst in einer/eurer Beziehung und was ihr verändern könntet, vllt hilft das.

Meinst du es ist dir zu langweilig mit ihr geworden? Immer das selbe, keine Veränderung?

Dann überleg was dir/euch gefallen könnte und probiert es aus.

Du hörst dich sehr fair an, machst dir viele Gedanken und möchtest ihr treu bleiben, sie nicht verletzen, du bist ein Guter 👍 ☺️
jeder mit seinen Sachen beschäftigt sind und kaum Zeit miteinander verbringen.
Das war bei meinem Mann und mir auch so nachdem wir zusammen gezogen sind, wobei bei uns auch noch paar Streits dazu kamen, obwohl wir uns nur abends gesehen haben.

Vllt räumt ihr euch bewusst einen Paarabend in der Woche ein, auf den ihr euch freut, wo ihr mal nur Zeit miteinander verbringt. Vllt am Wochenende wenn ihr ausgeruht seid.
Das blöde ist nur, dass man im Moment nicht so super viel machen kann. :confused:

W 26
 
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  • #17
Auf der anderen Seite des Zaunes ist das Gras allerdings nicht grüner, nur anders - und in ein paar Jahren käme auch da wieder Gewohnheit.
Ich denke nicht, dass es sich hierbei um Gewohnheit handelt, sondern um fehlende Vergleichsmöglichkeiten.

Um zu wissen, was für einen gut ist, muss man natürlich erstmal ein paar Erfahrungen gesammelt haben.

Man ist mit 18 sicherlich noch ein anderer Mensch, als man es dann mit 26 Jahren ist. Wäre eher bedenklich, wenn dem nicht so wäre ...
Ja, es hat sich damals halt ergeben und funktioniert. Das mit der Erfahrung ist das was mir Sorgen macht un andere Mitglieder ja bereits erwähnten mit der grüneren Wiese...
Die Sache mit Erfolg ist die, dass solange man die Erfolgsfaktoren nicht kennt, ist dieser nicht reproduzierbar. Und damit eher dem Zufall geschuldet, als den eigenen Entscheidungen/Handlungen.
Zusätzlich zu der Stressphase entstand neuer, persönlicher Druck, Unzufriedenheit und "Begleiterscheinungen" was die Beziehung betrifft etc. . Grundsätzlich gehe ich sehr gut mit Stress um und scheue die Herausforderung nicht, jedoch gibt mir DAS echt zu denken!
Wie ist sie denn mit diesen Umständen bei dir umgegangen ? Kam da emotionaler Support von ihr, oder hast du eher das Gefühl, damit alleine gelassen zu werden, weil sie „in einer anderen Welt“ lebt?

Ihr werden die Veränderungen in eurer Beziehung sicherlich ebenfalls aufgefallen sein.
 
  • #18
Das Problem ist grundsätzlich, wenn die echte und wahre Liebe nicht beidseitig gelebt wird, ist der Mensch nicht monogam, solange sie beidseitig gelebt wird, ist der Mensch monogam!
Es gibt sehr viele Menschen die nicht liebesfähig und somit auch nicht beziehungsfähig sind, sie sind lediglich funktionsfähig und das reicht eben nicht, das kann man auch sehr deutlich bei vielen Kopf-Antworten hier erkennen!
Ja, es hat sich damals halt ergeben und funktioniert.
Ich mag keine Schönwetter - Kommunikation ich mag keine kosmetische, rhetorische, diplomatische, Spielchen mit Worten etc., ich mag Klarheit und Wahrheit, egal wie hart sie nun sein mögen!
Ich sage dir unverblümt, was ich denke, was ich fühle im Gegensatz zu einigen hier, die dir reines fremd konditioniertes Kopfdenken schreiben, was dir und deiner Emotionalität absolut nichts bringt. Es sind nur Klimmzüge, es sind Zeitaufschübe, es ist fehlender Mut, auch immer wieder abgedroschene und angstmachende Argumente wie, z. B.:, dass auf der anderen Seite das Gras nicht grüner ist, was für ein fremd konditionierter Spruch? Auch frage ich mich gerade wärst du eine Frau, was würden dir dann die gleichen Frauen antworten? Ich sehe das einfach so, dass deine Beziehung überwiegend in der Funktionalität per Kopf geführt wurde und auch so noch geführt wird, eine solche Beziehung geht immer irgendwann zu Ende, deine ist am Ende, du willst es nur noch nicht wahrhaben (wird noch kommen!) und noch nicht umsetzen, weil du noch nicht weißt, wie du das machen willst, wie du das deiner Partnerin verklickern kannst, das ist dein eigentliches und wirkliches Problem an der Sache!
Offengestanden weiß ich nicht was Entlieben bedeutet
Wer nicht weiß, was entlieben ist, der weiß auch nicht, was echte und wahre Liebe is!! Arbeite an den "S" Werten arbeite an deiner Aufrichtigkeit und Authentizität dir gegenüber!
Nicht jeder trennt sich gleich. Emotional instabile Menschen fällt es z B. viel schwerer, sich aus einer Beziehung zu lösen, das kenne ich auch gut. Sie leben eine ängstliche Art der Bindung, du vertraust deiner Partnerin nicht mehr wirklich, weil du andere Frauen anstarrst, du hättest ihr noch vertraut, wenn du dieses Problem, was du mit uns hier besprichst, mit ihr direkt besprochen hättest, der Zug ist aber nun bereits abgefahren. Du hälst an der Beziehung noch fest, weil du höllische Angst hast, vor dem Alleinsein! Da gibt es ein paar Frauen hier, die dir für dein Verhalten noch Komplimente geben, ich nicht!
 
  • #19
Ganz deiner Meinung und deshalb verzweifel ich an der Situation und will dass diese Gedanken verschwinden
Von Frauen verkopfte Antworten wie z.B.: Jemanden zu finden, mit dem man sehr gut harmoniert in einer Beziehung, ist kein Klacks, löst dein Problem nicht wirklich, sind nur oberflächliche Mitleidsbekenntnisse, von denen ich nichts halte!

Da habe ich nich Missverständlich ausgedrückt.
Nein, du hast dich sogar sehr verständlich ausgedrückt, wie gesagt du willst es jetzt nur schön reden und unter den Teppich kehren, was bei dir emotional tief im Innern abläuft, ja du willst es auch verdrängen! Es wird dir nichts nützen, das Ganze wird nur noch verstärkt werden, weil du nicht aufrichtig und nicht authentisch zu dir selbst bist, Emotionen führen uns, nicht der Kopf!
Würde ich deshalb eine Kollegin/Externe zum privaten Essen einladen oder mehr drauß machen?
Du redest dich auch hier raus, dieser Satz von dir spricht Bände:
"Damit nicht genug, erwische ich mich immer öfter dabei wie ich anfange andere Frauen "anzustarren" und finde es auf einmal extrem interessant mit ihnen in Kontakt zu stehen."
dieser Thread wäre nie aufgetaucht. Ich kann meine Gedanken einfach nicht logisch einordnen.
Du brauchst den Spieß jetzt nicht umdrehen, es fehlt die echte und wahre Liebe, deswegen trenne dich sei fair zu dir und zu ihr, alles andere ist Murks, glaube mir!
In der Vergangenheit hatte ich einfach solche Gedankengänge wie jetzt nicht und sah meine Freiheit nicht bedroht.
Als Single hättest du zugeschlagen, was dich bremst ist eben, dein fremd konditionierter Kopf, da steckt drin, das macht man nicht, aber noch einmal, das Gefühl ist um ein Vielfaches stärker als nur der Kopf, das Gefühl hat Macht darüber!
Abgesehen von meinen Gedanken aktuell, läuft alles super. Wie du siehst geht es ausschließlich darum, den Grund meiner Gedanken herauszufinden.
Ja, deine Gedanken! Du wirst den Grund deiner Gedanken niemals herausfinden, der Grund liegt in deinen Gefühlen und die Gefühlen machen dir deine Gedanken, man kann das Pferd nicht von hinten aufzäumen, der Schuss geht sicher hinten raus!
 
  • #20
Mir fällt da ein Spruch meiner Grossmutter ein:
"Wenn's dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis"

Ich habe das sehr oft erlebt. Beziehungen die einfach eingespielt und zu harmonisch waren, gehen auseinander. Oft weil es einem der Partner zu langweilig wurde.
Als außenstehende hatte ich oft das Gefühl, dass sie in so einer Art "stillen" Lebenskrise waren.
Es lief alles nach Plan aber statt Zufriedenheit, stellte sich so eine Art Langeweile ein. Die Frage, sollte das alles gewesen sein, wurde omnipräsent.

Wenn es wirklich so ist, wie du schreibst, dass du per se glücklich bist, solltest du vielleicht mal an anderen Stellschrauben drehen. Hast du es mal mit persönlichen Herausforderungen für dich selber versucht? Ein neues Hobby, eine neue Sprache, eine Weiterbildung, eine Reise ganz alleine?
Vielleicht auch mal einen Jobwechsel, der mit neuen Herausforderungen einhergeht?
Das würde ich wenigstens mal versuchen, bevor ich eine andere Person verletze oder eine funktionale Beziehung beende, nur weil mir mein Leben per se zu fad ist. Aber das kannst du nur für dich selber erkennen.

UND ganz wichtig, ich würde mit deiner Freundin sprechen. Vielleicht findet ihr auch Dinge, die ihr gemeinsam machen könnt? Nicht nur nebeneinander her leben, sondern Unternehmungen, bei denen ihr euch nochmal auf andere Art und Weise kennen lernen könnt?! Neue Hobbys, neue Erfahrungen, neue Impulse.
 
  • #21
Es ist aktuell schon so, dass wir zeitlich jeder mit seinen Sachen beschäftigt sind und kaum Zeit miteinander verbringen. Es schwindet auch das Interesse daran, weil man nach dem Schaffen eigentlich nur noch ins Bett will und/oder mal Zeit für sich haben will - Stichwort Freiheiten. Das ist einfach traurig, weil mir das beim Niederschreiben erst richtig klar wird, wie sich alles so schnell geändert hat.
Da hast Du aber nun auch den Schlüssel entdeckt - Ihr verliert Euch gerade.
Ihr nehmt Euch für selbstverständlich, und vergesst Euch als Paar die angemessene Priorität einzuräumen.

Paarleben heißt miteinander und nicht nebeneinander leben.

Wenn Du es schon erkennst, kannst Du gegensteuern.

Rede mit ihr, sprich darüber, dass Ihr Euch entfernt, frage sie, wie es ihr geht?
Und dann könnt ihr Wege finden wieder für ein Miteinander...

Dein Problem ist der Klassiker in Paarbeziehungen, an Anfang läuft es, und dann?
Das WIR gehört gepflegt, und wenn man sich da nicht bewusst wird, trennt Du Dich, und mit der nächsten Frau passiert es wieder.

Solange die Gefühle noch da sind, ist nichts verloren.

Ihr könntet ja nicht nur Dates planen, kleine Ausflüge, irgendwelche Unternehmungen oder Abende für Euch - denkt mal an den nächsten Urlaub?
Mal was ganz anderes machen?
Mehrtagesradtour, o. ä., plant etwas zusammen. Corona wird nicht ewig dauern, der Sommer kommt.
Oder ein neues Hobby?

Arbeit ist nicht alles.

W, 51
 
  • #22
Mein Kopf schüttelt sich, wenn ich lese, FS soll Jobwechsel machen, wer glaubt, dass das eine Beziehung rettet, der irrt sich aber gewaltig, denn das wahre Problem wird ja überall mit hingenommen!
Ich frage mich und das sollte sich FS auch fragen, warum er das erste Gespräch hier gesucht hat und nicht bei seiner Partnerin, mit der er so glücklich ist, was ich eben nicht glaube, sonst hätte er solche Gedanken nicht die er hat!
FS hat ein gewaltiges Vertrauensproblem, da kann es einige Gründe dafür geben, z. B.: Lügen, gedankliche Untreue, Geheimnisse, Verheimlichungen, Schuldgefühle, Vernachlässigungen usw. usf.
Wenn Emotionen, wenn Gefühle einem mitteilen, was zu tun ist, man sich danach verhält, dann setzt man nichts auf Spiel, man setzt nur etwas auf Spiel, wenn die Kopf - Berechnungen nicht aufgehen!!
Müde sein ist nur ein vordergründiges Scheinargument, das hintergründige Argument ist, das die echte und wahre Liebe fehlt, wäre sie da, so gäbe es kein zu müde-Argument!
FS wünscht sich Freiheit, Unabhängigkeit, kommen und gehen wollen wie er will, keine Rechenschaft ablegen zu müssen. Alles andere sind nur verkopfte Dinge, die im Endeffekt dem FS nichts nützen!
Was bei einem anderen Mann war, hat mit FS nichts zu tun, bringt ihm deshalb auch nichts!
 
  • #23
Und ewig dieser falsche Satz von Andreas!

Die lebenslange befriedigende ausschließliche Beziehung gibt es unter den höheren Primaten allesamt nicht.
Falsch recherchiert.

1. Eine Vielzahl von höheren Affenarten (z.B. die Totenkopf-Affen, die Nachtaffen,...) lebt absolut monogam und zwar sozial wie auch sexuell, ein Leben lang.

Absurderweise: Googled man nach "treuen" Tierarten oder Affenarten, bekommt man übrigens erstmal viele komplett FALSCHE Meldungen. Dieses Thema ist eben - vor allem offensichtlich auch bei Journalisten - SEHR STARK emotional getrieben. Es ist erwiesen, dass viele Menschen/ meist Männer ihre eigene Untreue rechtzufertigen versuchen, indem sie hanebüchene Pseudo-Studien heranziehen wollen. Und frei ihre angeblich so polygame-Tierwelt-Phantasie als richtig darstellen. Es empfiehlt sich hier UNBEDINGT, seriöse Tier-Studien heranzuziehen und keine Bild-Zeitungs-Artikelchen!

2. Treue ist schon SEHR alt naturgeschichtlich, in der unserer Evolution. Vögel z.B. gehören mit zu den ältesten Lebewesen unserer Zeit. Eine Vielzahl an Vögeln lebt absolut monogam, ein Leben lang. Einige machen sogar Selbstmord, wenn ihr Partner stirbt.

3. Was häufig in Publikationen missachtet wird: Man unterscheidet zwischen sozialer und sexueller Monogamie. Bei Affen wird beispielsweise manchmal falsch gebracht, dass sie polygam seien, auch bei solchen Arten (z.B. Gorillas), die ihr Leben einen einzigen, festen Partner haben mit dem sie - fast wie in einem menschlichen Haushalt - treu und ausschließlich zusammen leben. Sie haben jedoch außerhalb ihres Zuhauses hin und wieder kurzen sexuellen "Begattungs-Akt" mit anderen, natürlich Männchen wie Weibchen. Dieser dient aber bei ihnen für verschiedene Zwecke, z.B. auch zum Wut-Abbauen. So "begattet" manchmal auch ein Männchen ein anderes Männchen, wie man auch oft bei Hunden beobachten kann.

Beim Menschen (wie auch bei vielen höher entwickelten Tieren) kommen eine Vielzahl von weiteren Faktoren hinzu... Verliebtheits-Hormone, Eifersucht, Bindungs-Hormone, Trennungs-Schmerz,... um mal "nur" die körperlichen und von uns nicht beeinflussbaren, wie kulturell geschaffenen Aspekte zu nennen.

Vollkommen klar ist, dass eine Frau, bzw. ein Mann natürlich nicht nur 1 einziges Gegenstück auf dieser Welt hat, mit der/ dem er ausschließlich Sex haben und eine treue Beziehung leben kann. In der Praxis fühlt sich aber kein Mensch auf viele Jahre unglaublich glücklich, wenn er keine feste treue Partnerschaft hat, im Gegenteil jedoch schon, dies ist erforscht.

Also, hört nicht auf @Andreas mit seiner falschen Stimmungsmache-Floskel!
 
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  • #24



Anm. der Mod: Plagiat entfernt
 
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  • #25
In der Praxis fühlt sich aber kein Mensch auf viele Jahre unglaublich glücklich, wenn er keine feste treue Partnerschaft hat, im Gegenteil jedoch schon, dies ist erforscht.
Also, hört nicht auf @Andreas mit seiner falschen Stimmungsmache-Floskel!
Stimme deinem gesamten Beitrag zu, das sehe ich genauso!
Wer sagt der Mensch ist nicht monogam, verrät im Grunde genommen, dass er mit sich selber nicht zufrieden ist, nicht glücklich ist, dass er mit sich selber nicht in Balance mit Seele Geist und Körper ist!
 
  • #27
@unity_
Ich fürchte du machst dir etwas vor.
Du stellst dir vor wie es wäre wieder Single zu sein, "schaust" andere Frauen an, hast Interesse mit ihnen in Interaktion zu treten, auch wenn das "nur" auf sachlicher Ebene geschieht.

Es ist schwer sich nach einer langjährigen Beziehung eingestehen zu müssen, dass es mit dem Partner/der Partnerin nicht mehr passt. Das ist nichts Ungewöhnliches, wenn man in sehr jungen Jahren zusammen kommt.

Du bist nicht ehrlich zu dir selbst, wenn du sagst, die Beziehung laufe gut. "Eigentlich" bedeutet kein hundertprozentiges "Ja" zum Partner. Ich glaube, dass du früher oder später etwas mit einer anderen Frau haben wirst. Trenne dich der Fairness halber von deiner Freundin.
 
  • #28
Das ist genauso wahr wie die Tatsache, dass sich kein Mensch auf viele Jahre glücklich fühlt, wenn er immer nur den gleichen Sexualpartner hat. Zielkonflikt!
Zur Monogamie braucht man im Übrigen nur den Wikipedia-Artikel lesen.
Nicht alle Menschen sind liebesfähig, finden deshalb niemals die echte und wahre Liebe, sind deshalb auch nur bedingt beziehungsfähig, sind ständig auf der Wanderschaft, sind ständig auf der Flucht mit sich selbst, wissen dabei nicht, dass sie sich überall selbst mitnehmen, sie können sich selbst nicht lieben, denn es fängt ALLES bei einem SELBST an, wenn man alles bei Wikipedia nachlesen kann, dann frage ich mich, warum wir hier über solche Themen und mehr uns unterhalten??
 
  • #29
Du bist nicht ehrlich zu dir selbst, wenn du sagst, die Beziehung laufe gut. "Eigentlich" bedeutet kein hundertprozentiges "Ja" zum Partner. Ich glaube, dass du früher oder später etwas mit einer anderen Frau haben wirst. Trenne dich der Fairness halber von deiner Freundin.
Stimme diesem gesamten Beitrag 100% zu, das ist ja grundsätzlich so, dass die meisten Menschen sich selber gegenüber nicht aufrichtig und nicht authentisch sind, es sind fremde Programme, es sind fremde Konditionierungen, die sehr früh begannen zu greifen, solche Menschen merken das gar nicht mehr! FS ist auch nicht zu sich selber, aufrichtig und authentisch, er macht sich selber etwas vor, will uns hier was vorgaukeln, was er innerlich gar nicht lebt, er ist auf dem Trip, auf dem Marsch, entweder fremd zu gehen, oder in eine neue Beziehung zu gehen, sein Fokus ist bereits einer neuen Frau gerichtet, zu dem will er nicht stehen, er redet von sachlicher Ebene, sachliche Ebene gibt es nicht mit seinem Verhalten, wenn er selber von sich sagt, dass er andere Frauen anstarrt! Auch ist doch alles gesagt, was es zu sagen gibt, dass er sein Problem nicht zuerst bei seiner Partnerin gesucht hat, zu besprechen, sondern erst hier mal schauen möchte, wie die Gesellschaft darauf reagieren wird und um Tipps zu bekommen, wie er sein Problem seiner Partnerin verklickern kann!!! Dass es Frauen gibt, die sein Verhalten gut finden, Komplimente ihm machen, ist ein Zeichen, wie blauäugig diese noch sind! Warum ich manchen hier auf den Geist gehe, liegt genau daran, dass ihnen meine bewusste Aufrichtigkeit und meine bewusste Authentizität inkl. meine ebenso bewusst prall gefüllten "S" Werten auf den Geist gehen!
 
  • #30
das ist ja grundsätzlich so, dass die meisten Menschen sich selber gegenüber nicht aufrichtig und nicht authentisch sind, es sind fremde Programme, es sind fremde Konditionierungen, die sehr früh begannen zu greifen, solche Menschen merken das gar nicht mehr! FS ist auch nicht zu sich selber, aufrichtig und authentisch, er macht sich selber etwas vor, will uns hier was vorgaukeln, was er innerlich gar nicht lebt

Dem ersten Teil widerspreche ich.
Es geht nicht um "fremde Programme". Der FS ist aufgrund seiner momentanen Gefühlslage verunsichert. Eine Konditionierung erkenne ich nicht. Ich wäre auch verunsichert, wenn ich in einer langjährigen Partnerschaft solche Gefühle entwickeln würde, darüber nachdenken würde, wie es wohl als Single wäre. Es gibt durchaus Partnerschaften, die eine solche Phase durchlaufen. Manche finden dann den Absprung nicht, weil sie an Besserung glauben (wollen).

dass er sein Problem nicht zuerst bei seiner Partnerin gesucht hat, zu besprechen, sondern erst hier mal schauen möchte, wie die Gesellschaft darauf reagieren wird und um Tipps zu bekommen, wie er sein Problem seiner Partnerin verklickern kann!!!
Hier ist nicht die "Gesellschaft", sondern ein geringfügiger Bruchteil dessen. Es ist vollkommen in Ordnung um Rat zu fragen. Wie jemand letztendlich mit einer bestimmten Situation umgeht, entscheidet er/sie selbst.
 
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