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  • #61
  1. Oh nein, @Inanna*, auch das ist ganz individuell verschieden! Ich vermisse den regelmäßigen Sex sehr und ich kenne genug Freundinnen, denen es auch so geht! Jetzt habe ich gerade keine Beziehung, meine Freundinnen sind nahezu alle fest verbunden😳
Was ich nie verstehen werde, ist dieses Schubladendenken, warum versuchen wir immer wieder, Verhalten zu kategorisieren? Wir sind Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen, wichtig ist doch nur, das passende Gegenstück zu finden, für was auch immer!

Was bringen uns denn solche Erkenntnisse, wie Mann oder Frau sich angeblich verhalten? Nix, absolut nix, denn ich habe schon sehr häufig das Gegenteil erleben dürfen, Männer mit null Libido und eine „verhungernde“ Frau an der Seite.
Es ist an der Zeit, dass mit diesen ganzen Vorurteilen aufgeräumt wird🍀
 
  • #62
Es wird doch neben den primitiven Männern ein paar sympathische und bemühte Männer geben, die sich auch für die Bedürfnisse der Frauen interessierten. Schon allein deshalb: Weil es dem Ego des Mannes sehr schmeichelt, wenn die Frau beim Sex auch zum Orgasmus kommt.
Klar kann ein Mann davon was Egomäßiges haben, ein guter Sexpartner zu sein, aber direkt beim Sex als Motivation sollte das gar keine Rolle spielen, sonst ist er ja ständig am Denken und Bemühen, wie er "es" machen soll, damit die Frau einen Orgasmus kriegt, und das irritiert dann wiederum die Frau und sie könnte den Erfolgsdruck spüren. Also wenndann sollte er es vorher rausfinden oder instinktiv auf die Signale der Frau reagieren können beim Sex.

Für Frauen spielt (wieder im Allgemeinen) das Drumherum eine größere Rolle. Wir freuen uns natürlich auch über guten Sex mit Orgasmus, aber viel wichtiger ist, dass wir den Mann mögen und er uns romantisch verführt.
Nee, das stimmt nicht für alle Frauen. Ich hätte das in jungen Jahren auch so gesagt, aber später, mit Anfang 40, hatte ich mal eine kurze Phase von knapp zwei Jahren (in der mir dann auch bewusst wurde, dass Sex und Liebe verschiedene "Dinge" sind, was aber nicht heißt, dass man sich das vereint wünscht) oder es war nur ein Jahr? Jedenfalls hätte mich da nicht mal der Name des Mannes interessiert und auch nicht, ob er nett ist oder doof. Es ging vermutlich nur drum, ob er "richtig riecht" und mir männlich-attraktiv erscheint.
Das ging dann vorbei, aber es war interessant, weil ich so noch nie gefühlt hatte. Es war eine neue Dimension, sozusagen, und irgendwie auch was Befreiendes, auch wenn ich das nie ausgelebt habe. In der Zeit wurde ich auch sensibler für Signale beim Flirten. Männer merken sofort, wenn eine Frau auf sie steht. Gut, kann man nicht für alle sagen, und wenn dann noch "ist sie verliebt oder nicht" dazu kommt oder der Mann , wird es komplizierter. Aber wenn es um diese ersten Millisekunden des Abcheckens geht, ob man sich (immunsystemmäßig ist es ja wohl, weil es EIGENTLICH naturgemäß um robuste Gesundheit des Nachwuchses geht) passend findet oder nicht, ist das wohl ne einfache Sache.
 
  • #63
Du gehst davon aus, dass sympathische und attraktive Männer automatisch auch gute Liebhaber sind.
GUTER Punkt. Da bin ich wieder bei den anderen, die von "kannst ja Licht ausmachen" geredet haben. Die Voraussetzungen scheinen ganz anders zu sein, wenn eine Frau einen Mann "abschleppt" für Sex, als wenn ein Mann eine Frau "abschleppt" für Sex. Der Mann mag entweder noch irgendwelche Wünsche haben bzgl. Aussehen und Sympathie, oder eben nicht, aber es funktioniert für ihn, selbst wenn die Frau wie tot rumliegt, auch wenn er sich das vielleicht anders gewünscht hätte. (Ich frage mich gerade, wieviele Männer wohl abbrechen würden, wenn ihnen der Sex nicht so gefällt, statt sich einfach auf sich zu konzentrieren und an der Frau zu masturbieren, wo man schon mal da ist.)
 
  • #64
Auch die Tatsache, wie wichtig vielen Frauen ihre Penis--Gummi-Attrappe namens Dildo ist (die sie sich dann gegenseitig sogar zum Geburtstag schenken), während es bei Männern eher komisch rüberkäme, wenn sie eine Gummipuppe einer Frau vorziehen.
Keine Frau hier zieht grundsätzlich ihren Dildo einem Mann vor, nur ziehen wir den Dildo schlechtem Sex mit einem Mann, für den wir keine Gefühle haben, vor. Das ist ein großer Unterschied. Übrigens verwende ich meinen Vibrator auch, wenn ich einen Partner habe, und er darf auch weiterhin selbst Hand anlegen, das ist kein Entweder-Oder, sondern etwas anderes.

Ich habe es schon öfters geschrieben, aber hier nochmal: Wenn es mir wirklich nur um einen Orgasmus geht, kann ich meinen Dildo oder Vibrator benutzen, der ist in Kombination mit meinen eigenen mentalen und physischen Fähigkeiten weitaus besser als die meisten Männer, die ich mal eben in der Großstadt aufreißen könnte. Aber wenn ich Zärtlichkeit, Erotik, Romantik, Liebe, Nähe, körperliche Anziehung, Spiel und Spaß und dazu vielleicht auch einen Orgasmus will, nehme ich dazu meinen geliebten Partner, der ist weitaus besser als die meisten Männer, die ich mal eben in der Großstadt aufreißen könnte.
 
  • #65
Irgendwie scheint das eine sehr individuelle Geschmacksache zu sein.
Vereinbar dürfte Sex und "Liebe" (ich mag das abgedroschene Wort nicht) schon sein - wo würden sonst all die Kinder in glücklichen Familien herkommen ? Oder all die Paare mit goldener Hochzeit ?
Masturbation soll ja laut Woddy Allen Sex mit jemandem sein, den man sehr liebt. Wobei ich mir nicht sicher bin, dass sich wirklich alle Menschen selbst lieben .....
Für manche Menschen ist Sex eine Art Sport. Diese brauchen nur die sexuelle Anziehung - und manche davon nicht einmal das. Männer, die ständig wechselnde Freundinnen haben - und diese Freundinnen sehen alle zumindest gut aus - werden schon bewundert. Der Mann, der alles mitnimmt eher nicht. Da gibt es feine Unterschiede. Und Frauen haben auch ähnliche Dinge - das Mädel, das Türsteher, DJ oder Discoboss abgeschleppt hat, hatte durchaus auch die Bewunderung der Clique .... gilt aber auch nicht für alle. Später wurden es dann Boss, Profisportler, zigfacher Millionär .... Frauen sind im Schnitt nicht besser als Männer.

Eigentlich ist es ganz einfach - es gibt Frauen für die schnelle Nummer. Diese haben allerdings ebenfalls reichlich Erfahrung - und wissen genau, mit wem sie ins Bett wollen und mit wem nicht. Die Männer, die sexuell nicht bekommen, was sie wollen müssen entweder weiter träumen - oder sich selbst verändern. Bei Frauen ähnlich - als Mauerblümchen hat Frau keine Chance auf den begehrten Mann.

Ich denke, dass hier wieder der alte Fehler gemacht wird. Es sollte so und so sein - aber die Realität schaut anders aus. Dass Spiel sollte allen Beteiligten Freude machen .... und genau da hakt es oft. Ich kann verstehen, dass einer tollen Frau die vielleicht sogar vorhandene Lust auf Sex vergeht, wenn Mann zu plump vorgeht. Es gibt ja auch Männer, die sich zu gut sind, die Frau mit den 3 Promille mit zu nehmen .....
 
  • #66
  1. Oh nein, @Inanna*, auch das ist ganz individuell verschieden! Ich vermisse den regelmäßigen Sex sehr und ich kenne genug Freundinnen, denen es auch so geht! Jetzt habe ich gerade keine Beziehung, meine Freundinnen sind nahezu alle fest verbunden😳
  1. Natürlich sind das grobe Verallgemeinerungen, das meinte ist ja ebenfalls. Aber guck mal, du spricht direkt von BEZIEHUNGEN, also ich denke, du vermisst nicht einfach Sex allgemein, sondern regelmäßigen Sex mit einem lieben Partner in einer Beziehung oder etwas Ähnlichem. Sonst könntest du ja wirklich jede Nacht in einen Club gehen und sehr wohl regelmäßigen Sex haben. Ich vermute aber, das ist es nicht wirklich, was du willst (kann mich aber täuschen). Natürlich haben Frauen viel Spaß an Sex, ich ebenfalls, aber meine These war, dass für uns Sex (im Allgemeinen!) schöner mit einem Mann ist, dem wir irgendwie emotional verbunden sind, auf den wir stehen, in den wir verknallt sind.
  2. Das stimmt nicht für alle Frauen. Ich hätte das in jungen Jahren auch so gesagt, aber später, mit Anfang 40, hatte ich mal eine kurze Phase von knapp zwei Jahren (in der mir dann auch bewusst wurde, dass Sex und Liebe verschiedene "Dinge" sind, was aber nicht heißt, dass man sich das vereint wünscht) oder es war nur ein Jahr? Jedenfalls hätte mich da nicht mal der Name des Mannes interessiert
    Klar sind alles Verallgemeinerungen. Die Tatsache, dass es bei dir nur eine kurze Phase war, zeigt ja, dass es meistens anders ist. Ich finde es ja auch völlig legitim, Sex ohne Liebe bzw. emotionale Verbundenheit zu haben, und schließe es theoretisch nicht kategorisch aus, aber ich behaupte mal, dass Frauen im Allgemeinen vielleicht weniger leicht zu "triggern" sind als Männer. Wie meinte der FS? Es reicht, wenn sie ganz hübsch und nett ist. Und ich glaube einfach, dass es den meisten Frauen nicht reicht, wenn er eine schöne Frisur und einen guten Körper hat. Und das allein ist eben auch längst keine Garantie, dass der Sex gut wird. Um es böse zu formulieren: Männer sind halt auch ein bisschen leichter zu befriedigen als Frauen. Natürlich kennen die ebenfalls besseren oder schlechteren Sex und klagen mal über bewegungslose oder wenig motivierte Frauen, aber ehrlich gesagt kommen sie dann meistens trotzdem zum Orgasmus. Bei Frauen ist das nicht so "einfach". Wir haben sozusagen nicht diese 99%-Garantie darauf, also warum sollten wir "nur deswegen" Sex haben, wenn wir den Mann nicht allgemein gerne küssen und schmecken, seine Nähe genießen, davor und danach mit ihm innige Momente verbringen, uns gut mit ihm unterhalten können etc.? Ich glaube, dass es uns nicht ausschließlich auf den Akt an sich ankommt, denn wie gesagt, der Vibrator bringt vielleicht sogar den besseren Orgasmus.

 
  • #67
Wie meinte der FS? Es reicht, wenn sie ganz hübsch und nett ist.
Genau, und ich denke, das wird für das Gros der Unterschied sein. Das reicht vielen Frauen nicht. Und bei mir hätte es ja nicht mal das sein müssen in dieser Phase.
Es sollte übrigens in dem, was Du zitiert hast, heißen:
"dass Sex und Liebe verschiedene "Dinge" sind, was aber nicht heißt, dass man sich das NICHT vereint wünscht)"
 
  • #68
Liebe @Inanna*, ich glaube einfach, dass wir Frauen schon wählerischer sind diesbezüglich und das ist auch gut so. Ich persönlich finde den Sex durchaus auch mit einem Unbekannten geil, wenn eben bestimmte Parameter stimmen ... Entspanntheit, Intellekt, Empathie, ja, und da fängt es halt schon an😳Ich date aktiv und gerne, aber sehr häufig passt es da eben gerade nicht und natürlich vertiefe ich den Kontakt dann auch nicht. So groß kann mein sexuelles Bedürfnis dann gar nicht sein🤪
Aber eines kann ich definitiv sagen - nach einem wahrhaft bunten Sexleben - die sexuelle Innigkeit mit einem geliebten Partner, bei dem man sich wirklich fallenlassen kann, erreicht man mE mit ONS nicht😉

Bitte kommen Sie alle wieder zur Ausgangsfrage zurück. Die Moderation.
 
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  • #69
Ich habe einfach keine Lust, russisches Roulette zu spielen, wenn ich Sex habe, möchte ich es genießen und mir nicht jedes mal Gedanken machen, wird es gut oder war es wieder nix.
Ja, ich habe hier jetzt öfters auf die etwas andere und plump gesagt kompliziertere Sexualität der Frau hingewiesen. Es ist bei Männern viel verbreiteter, mit vielen Frauen Sex oder den Wunsch danach zu haben. Das ist insofern verständlich, als dieser Sex für Männer dann auch meistens irgendwie befriedigend sein wird. Klar, manchmal besser, manchmal schlechter, aber er kommt bestimmt zum Schuss, und oft ist ja auch die Abwechslung allein reizvoll (manche "sammeln" ja einfach). Für Frauen ist der Sex weitaus seltener befriedigend, also es gibt nicht die Gleichung mehr Männer=mehr Orgasmen/guter Sex, jedenfalls wird es dazwischen auch einige Enttäuschungen geben. Also lieber einen "guten" Partner als viele mittelmäßige oder schlechte. Und gut ist er, wenn er nicht nur Sex will und kann, sondern noch mehr zu bieten hat ... Das ist jetzt etwas gemein formuliert, aber ich lese das hier bei vielen Beiträgen raus und glaube daher, dass das wirklich auch ein Grund ist. Es ist einfach zu anstrengend und lohnt sich nicht, "durch die Stadt zu ziehen", Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis.
 
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  • #71
Lieber FS, ich habe einen Filmtipp für dich. Diesen Film habe ich vor fast 30 Jahren gesehen aber das Thema ist so universell, dass man ihn immer wieder schauen könnte. Der Film heißt „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“.
Die Teresa verliebt sich in Thomas, der nicht treu sein kann. Um ihn zu verstehen schläft sie auch mit einem anderen Mann, der sie nicht liebt. Ich denke, dass es den Schauspielern und Regisseur sehr gut gelungen ist, den Unterschied zwischen Liebe und Sex darzustellen. Die Teresa belässt es im Film bei diesem einem Mal und verlässt Thomas. Der wiederum läuft ihr nach, sie bleiben zusammen. Das ist ein Super Film und ein tolles Buch auch! Schaue dir den Film an. Dann verstehst du die verschiedenen Perspektiven.
 
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  • #72
Es ist einfach zu anstrengend und lohnt sich nicht, "durch die Stadt zu ziehen"
Hm interessante These. Aber irgwie glaube ich nicht, dass wenn Frau öfter auf ihre Kosten käme, sie mehr Interesse an wechselnden Sexualpartnern hätte. Vielmehr müsste es umgekehrt sein, dass wenn sie nicht auf ihre Kosten käme bei einem Mann, sie sich das nächste Exemplar sucht.
Wenn sie zufrieden ist, würde sie bleiben.
Bei der männlichen Attraktivität spielt z.B. durchaus die Penisgrösse eine Rolle.

Ich denke der Grund liegt vielmehr im natürlichen Paarungsverhalten. Bei der Frau ist es die Auswahl eines geeigneten Mannes, danach folgt Nestbau und Aufzucht. Der Mann ist zwar genauso darauf angelegt. Allerdings fallen ihm mehrere Frauen auf, die sozusagen mit ihren Reizen "werben" und damit Paarungsbereitschaft signalisieren. Dadurch fühlen sie sich angezogen und sozusagen zur "Balz animiert. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass die armen Männer da völlig hilflos wären in ihrer Entscheidung, aber der Selektionsdruck ist ständig gegeben, sowohl für Mann als auch für Frau.
 
  • #73
Es ist für einen Mann oft schwierig nachzuvollziehen, dass es eine ganz andere Barriere ist, jemanden physisch in sich eindringen zu lassen, als einen(relativ gesehen!)kleinen Teil seines Körpers zum Lustgewinn in einem anderen Menschen zu versenken, salopp gesprochen. es ist ein vollkommen anderer Grad von Intimität.
 
  • #74
Sex ist gesellschaftlich mehr als angefüllt mit heteronormativen Moralvorstellungen.
In diesen lässt sich klar das keusche Weib erkennen.
Zudem wird Sex häufig mit dem Prinzip der Leistung verbunden. Aus diesem ergibt sich der weibliche Wert in Abhängigkeit von der Befriedigung des Mannes.
So lange Frauen ihrem Körper fremd gegenüber stehen, ist der Wert aus oberflächlichen Sexualkontakten eher gering.
Was auch an der Dominanz der männlichen Position liegt.
Die meisten Spielarten werden eher durch den Mann gelenkt, als durch die Frau.
Außer die Frau gestaltet aktiv mit.
Frauen müssen sich sexuell noch sehr emanzipieren.

Ich schlafe gerne mit wechselnden Männern und achte meistens darauf das erst ich zum Ende komme.
Ich sage welche Stellungen ich mag und bringe mich aktiv ein.
Und, um es überspitzt zu sagen, mir ist es letztlich egal ob der Mann kommt.
Wenn es sich ergibt ist es für beide schön, aber wenn ich merke der Mann rennt nur seinen Orgasmus nach und sieht nicht das es sich um gemeinsame Sexualität handelt, dann steige ich aus.
 
  • #75
Ich, w, Mitte 40, habe auch schon mit zwei Männern Sex gehabt, in die ich nicht verliebt war. Der Sex war gut und abwechslungsreich, ich bin sogar meist zum O gekommen.

Aaaaaber: Alles in allem ist dieser "bloße" Sex, ohne Liebesgefühle für einen Mann, für mich kein Vergleich zur Intensität von gutem Sex innerhalb einer Liebesbeziehung.

Es ist also nicht so, dass es "nicht ginge" oder ich es nicht mache, weil ich prüde wäre. Es ist eben für mich um EINIGES GEILER, guten Sex in einer vertrauten Liebes-Beziehung zu haben.
 
  • #76
Beides macht nur glücklich wenn man so fühlt und absolut dahinter stehen kann bereits im Vorfeld. Ein bisschen also den Verstand einschalten und fragen- schließlich erkennt man solche Situationen beim Anbahnen: Ist es das was ich will und werde ich es nicht bereuen im Nachhinein? Kann ich es mir gegenüber verantworten? Denkt der Andere gleich? Sind wir uns im Vorfeld einig wohin der Weg führt?

Schlussendlich ist es auch ein bisschen eine Frage des Typs.... ich gehöre nicht dazu. So richtig glücklich macht es mich nur mit Liebe.
 
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  • #77
Na, na, du fährst jetzt aber schwere Geschütze auf. :)
Wenn dein Umgang mit Sexspielzeugen tatsächlich den realen sexuellen Kontakt mit einem Mann ersetzen kann, dann scheint ja die weibliche Sexualität deiner Erfahrung nach doch nicht so sehr auf Romantik, Gefühle usw. angewiesen zu sein.
Bei vielen Männern ist es nämlich durchaus so, dass sie Onanie (etwa mit einer Gummipuppe als Entsprechung zum Dildo bei einer Frau) und den realen Kontakt zu einer Frau durchaus nicht gleichsetzen, sondern die Onanie als sehr viel einsamer und mechanischer erleben als den konkreten Umgang mit einer Frau. Wohlgemerkt: In den meisten Fällen ist auch für Männer wichtig, dass sie die Frau, mit der sie schlafen, sympathisch finden – und die meisten Männer mögen auch Hautberührungen und Zärtlichkeiten. Natürlich muss eine Frau auch ein wenig Gespür dafür entwickeln, ob sie an einen zärtlichen Mann geraten ist oder an einen reinen Egoisten und Narzissten. Übrigens macht es umgekehrt als Mann auch keine Freude, mit einer Narzisstin oder Egoistin Sex zu haben, der du als Person völlig egal bist. Da könnte man theoretisch auch eine Gummipuppe einsetzen. Dies nur am Rande.

Also Sexspielzeug einem konkreten Kontakt mit einer Person, die man mag und begehrt, vorzuziehen – und dann zu sagen, ich kann Sex nur haben, wenn ich Gefühle habe, andererseits aber so ein mechanisches Ding wie einen Dildo zu bevorzugen, das erscheint mir igendwie widersprüchlich. Ich glaube jedenfalls, dass kaum ein Mann sagen würde: eine Gummipuppe ist sexuell befriedigender als eine reale, sympathische Frau!
Also sind vielleicht sogar Frauen diejenigen, die Sex und Gefühle besser trennen können also Männer?
Ähm... Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Du hier einfach nur deine Sicht der Dinge unter meinem Beitrag schreibst ohne den Sinn meines Beitrages zu verstehen... Ich schreibe doch nirgendwo dass ich ein Sexspielzeug ( welches auch immer) einem liebevollen Partner bevorzugen würde! Es ist für mich übrigens nie entweder oder. Aber was ich schreibe ist, ich bevorzuge lieber ein Spiel mit mir selbst als ein ONS mir einem Mann, für den ich keine tieferen Gefühle habe.
Das oder so ähnlich haben hier schon viele Foristinnen geschrieben. Und das Dir auch versucht zu erklären, weil das die ursprüngliche Frage war/ist.
Du kommst sehr stur und/oder rigide rüber, sorry, wenn Du das nicht verstehen kannst oder willst.
Und ja, weibliche Sexualität ist anders und in der Tat komplizierter als die der Männer: das geht von Erregung bis multiple Orgasmen, aber sowas muss man doch hoffentlich keinem erwachsenen Mann mehr erklären.
 
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  • #78
Aaaber: Alles in allem ist dieser "bloße" Sex, ohne Liebesgefühle für einen Mann, für mich kein Vergleich zur Intensität von gutem Sex innerhalb einer Liebesbeziehung.

Es ist also nicht so, dass es "nicht ginge" oder ich es nicht mache, weil ich prüde wäre. Es ist eben für mich um EINIGES GEILER, guten Sex in einer vertrauten Liebes-Beziehung zu haben.
Ich glaube ehrlich gesagt, das gilt für alle Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, und wer nicht zustimmt, hat es halt nur noch nicht erlebt.

Natürlich "können" Frauen ohne Liebe Sex haben, so rein von den Fähigkeiten her, und viele haben das auch, schon allein, weil man nicht sofort immer die große Liebe vor sich hat.

Lieber FS, was ist eigentlich dein Problem? Dass dir zu wenig willige Frauen rumlaufen, dass keine Sex mit dir will? Sorry, aber wenn eine Frau dir sagt, sie will keinen Sex mit dir, weil das für sie ohne Liebe nicht geht, dann heißt das einfach, dass sie nicht auf dich steht. Denn das, was wir hier alle großspurig "Liebe" nennen, ist oft erstmal nur Verliebtsein bzw. dass die Frau den Mann sympathisch findet und auf ihn steht. Echte Liebe ist etwas, das sich erst nach und nach im Laufe der Zeit entwickelt, davor ist es Verliebtsein/Verknalltsein/eine Schwärmerei etc. Die meisten Frauen erwarten nicht gleich einen Heiratsantrag und große Liebesschwüre, um mit einem Mann Sex zu haben. Aber sie wollen den Mann, mit dem sie ins Bett gehen, interessant und anziehend finden (dafür braucht er Charakter/Intellekt/Humor/Charme etc.), ein sogenanntes Dick-Pic reicht da leider nicht (auch wenn manche Männer das merkwürdigerweise zu denken scheinen), um eine Frau anzuturnen, denn für Frauen (und einige Männer) ist Erregung und Erotik nicht nur mit einem hübschen Gesicht und das zwischen den Beinen verbunden, sondern findet zu großen Teilen zwischenmenschlich und im Kopf statt. Außerdem wollen viele Frauen gerne das Gefühl haben, irgendwie etwas Besonderes zu sein, und nicht nur auf die physische Möglichkeit, dass du was in sie reinstecken kannst, reduziert werden, denn da fragen wir uns: Wenn es dir nur darauf ankommt, warum dann gerade ich? Warum nicht meine Freundin, die andere Frau dort, die Prostituierte oder Sexpuppe? Du musst der Frau nicht von Anfang an versprechen, die große Liebe zu sein und sie zu lieben, nein, viele haben ja durchaus nach den berühmten 3 Dates Sex und verlieben sich auch erst dabei oder danach richtig. Aber du solltest irgendwie ernsthaftes Interesse an der Frau als Individuum und Person zeigen und vielleicht zumindest die Möglichkeit auf "mehr" einräumen (was ja theoretisch automatisch der Fall ist, wenn sie etwas Besonderes für dich ist und du sie respektierst und schätzt).
 
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  • #79
Hm interessante These. Aber irgwie glaube ich nicht, dass wenn Frau öfter auf ihre Kosten käme, sie mehr Interesse an wechselnden Sexualpartnern hätte. Vielmehr müsste es umgekehrt sein, dass wenn sie nicht auf ihre Kosten käme bei einem Mann, sie sich das nächste Exemplar sucht.
Wenn sie zufrieden ist, würde sie bleiben.
Bei der männlichen Attraktivität spielt z.B. durchaus die Penisgrösse eine Rolle.

Ich denke der Grund liegt vielmehr im natürlichen Paarungsverhalten. Bei der Frau ist es die Auswahl eines geeigneten Mannes, danach folgt Nestbau und Aufzucht.
Ja, ich denke aber, dass weil Männer leichter und häufiger einigermaßen guten oder zumindest halbwegs zufriedenstellenden Sex haben (sie kommen bei fast jeder Frau und auch selbst immer), und den Orgasmus auch mehr "brauchen", für sie Sex etwas beliebiger und austauschbarer ist, sie reduzieren Sex eher nur auf die Freude und Erleichterung am eigenen Orgasmus (überspitzt formuliert) und denken manchmal per Analogie, Frauen könnte es auch "nur" aufs Kommen ankommen. Das merkt man daran, dass der FS den Unterschied zwischen Selbstbefriedigung und echtem Sex nicht richtig versteht, für ihn ist es im Prinzip gleich, nur dass es mit einer Frau noch schöner ist (aber Orgasmus ist Orgasmus). Viele Frauen wollen für die Bereitschaft zum Sex, und ja, vll. spielt Nestbau eine Rolle, das Gefühl haben, etwas Besonderes zu sein und nicht nur eine erweiterte Selbstbefriedigung, und wir suchen im Mann ebenfalls nach mehr, weil wir noch ganz andere Motivationen für das Zusammensein mit einem Mann haben als nur den eigenen Orgasmus (Kuscheln/Nähe/Unterhaltung/Spaß, aber durchaus oft auch der Hintergedanke oder das schöne Gesamtpaket Geborgenheit/Sicherheit/Partnerschaft/Beziehung/Vertrautheit/Bindung/Zukunft/Familie/Kinder, und bei manchen vielleicht auch, wie man hier oft liest und Männer es gerne unterstellen, Harmonie/Stabilität/Versorgtsein). Ich meine nicht, dass Frauen Sex haben, weil sie das alles damit erreichen wollen, sondern eher, dass der Orgasmus und somit der Akt, der dazu führt, sowieso nicht alltäglich ("notwendig" 😉) und selbstverständlich und folglich auch nicht oberste Handlungsmotivation ist, sondern ein Luxus, den wir uns gönnen, wenn wir insgesamt Lust auf den Mann haben. Egal, ob Liebe oder Affäre, wir wünschen uns, dass wenn wir was mit einem Mann haben, es was mit uns als Mensch zu tun hat und was Individuelles und "Besonderes" ist, nicht nur Rein-Raus.

Ehrlich gesagt stört den Fragesteller ja ebenfalls der Gedanke, mit einem Dildo konkurrieren zu müssen. So austauschbar wäre ein Mann aber nur, wenn er außer seinem Gemächt sonst nichts zu bieten hätte. Und wir sind halt auch an dem anderen interessiert und wollen ebenfalls nicht auf das Austauschbare reduziert werden, sondern besser und mehr für ihn sein, denn sonst könnte er ja auch jede andere Frau, eine Sexpuppe oder seine Hände nehmen.
 
  • #80
Grundsätzlich geht Liebe und Sex unabhängig. Liebe: man kann sich verlieben in einen Menschen, allein in seine Optik UND sein aufmerksames Verhalten, den Umgang mit der Frau, ohne das Sex im Spiel ist, dass ist aber nicht Liebe, sondern das Kribbeln im Bauch, die Freude ihn zu sehen (schwärmerische Verliebtheit). Sex: geht auch nur mit Lust, Sympathie und Begehren. Ob der Sex dann gut, schlecht oder durchschnittlich, hemmungslos oder gehemmter ist, weil der Frau, dass tiefe Vertrauen fehlt, ist von Frau und Mensch zu Mensch unterschiedlich, manche brauchen nicht das tiefe Vertrauen und die Ausschließlichkeit, sondern wie oben nur Lust, Aufmerksamkeit, Sympathie und die Gelegenheit für Sex.
Wenn eine Frau meint Sex und Liebe gehören für sie zusammen, dann kommt alles zusammen, sie möchte sich in den Mann verliebt haben, (ob es bei ihm so ist, sei mal dahingestellt), aber sie fühlt dieses Kribbeln und will dem Mann nah sein, dann erst empfindest sie die Lust und das Begehren auf diesen Mann, sich auf ihn einlassen zu wollen und lebt den Sex auch ohne Hemmungen aus, weil sie das tiefe Vertrauen hat und spürt.
 
  • #81
Und ja, weibliche Sexualität ist anders und in der Tat komplizierter als die der Männer: das geht von Erregung bis multiple Orgasmen, aber sowas muss man doch hoffentlich keinem erwachsenen Mann mehr erklären.
Ich wage mal zu behaupten, dass Frau das den meisten Männern erklären müsste.
Selbst ich als Mann kann bei Sven hier nur den Kopf schütteln.
Diese engstirnigen Sichtweisen und das offensichtlich nicht vorhandene Wissen, wie Frauen fühlen „ können „
spricht Bände.
Sven wenn du so auf das Liebesspiel mit einer Frau eingehst wie du hier deine störrische Meinung vertrittst, dann wundert es mich nicht das du so ein Bild zeichnest.
Für mich ist es seit meiner Jugend schon kein Geheimniss mehr, das die meisten Frauen erfüllenden Sex lieber und eher in einer Liebesbeziehung erfahren „ wollen „ und teilweise auch nur können.
Du redest dich hier um Kopf und Kragen und entlarvst dich auch noch zusätzlich als miserabler Liebhaber, weil du dich nich nicht mal in so eine leichte Kost was Frauen betrifft, hineinversetzen kannst.
Ich habe von den Männern hier bestimmt die niedrigste Frauenquote, Sorry Ladys für das Wort, aber ich behaupte Rotzfresch, dass ich mehr als die breite Männermasse hier verstanden habe, wie eine Frau gesehen, gefühlt und geführt werden möchte und wie nicht.
Ich bin mal so arrogant das zu behaupten wenn ich Frauen und nicht nur meinen, Glauben schenken darf.
Du lieber Sven machst mit deinen störrischen Eingebungen nicht den Eindruck, als wärst du Einfühlsam genug um zu merken was Frauen möchten und vor allem Wann!
M49
 
  • #82
Ich wage mal zu behaupten, dass Frau das den meisten Männern erklären müsste.
Selbst ich als Mann kann bei Sven hier nur den Kopf schütteln.
Diese engstirnigen Sichtweisen und das offensichtlich nicht vorhandene Wissen, wie Frauen fühlen „ können „
spricht Bände.
Sven wenn du so auf das Liebesspiel mit einer Frau eingehst wie du hier deine störrische Meinung vertrittst, dann wundert es mich nicht das du so ein Bild zeichnest.
Für mich ist es seit meiner Jugend schon kein Geheimniss mehr, das die meisten Frauen erfüllenden Sex lieber und eher in einer Liebesbeziehung erfahren „ wollen „ und teilweise auch nur können.
Du redest dich hier um Kopf und Kragen und entlarvst dich auch noch zusätzlich als miserabler Liebhaber, weil du dich nich nicht mal in so eine leichte Kost was Frauen betrifft, hineinversetzen kannst.
Ich habe von den Männern hier bestimmt die niedrigste Frauenquote, Sorry Ladys für das Wort, aber ich behaupte Rotzfresch, dass ich mehr als die breite Männermasse hier verstanden habe, wie eine Frau gesehen, gefühlt und geführt werden möchte und wie nicht.
Ich bin mal so arrogant das zu behaupten wenn ich Frauen und nicht nur meinen, Glauben schenken darf.
Du lieber Sven machst mit deinen störrischen Eingebungen nicht den Eindruck, als wärst du Einfühlsam genug um zu merken was Frauen möchten und vor allem Wann!
M49
Der beste Ansatz für erfüllenden Sex ist nach meiner Meinung sowieso, dass man das Wohlbefinden des Partners im primären Fokus hat und, dass dieser im Zweifel zeigt wenn etwas nicht passt oder fehlt.

Dies zu erkennen erfordert nun wirklich keine Hellsehigkeit aber die Bereitschaft sich selbst zurück zu nehmen und idealerweise Lust aus der Lust des Partners zu beziehen.

Mein Eindruck ist, dass Menschen die gut Sex von Liebe trennen können gerade die Lust des Sexpartners Im Grunde egal ist.

Dies reduziert für mich Sex auf ein in den oder auf den Partner masturbieren. Sex wird dann ggf. sofort beendet wenn man selbst fertig ist egal wie es beim Sexpartner aussieht. Der ist in dieser Situation vielleicht für den "Erfolgreichen" kein respektierter Mensch sondern reduziert auf ein Loch oder einen menschlichen Dildo.

Das entspricht nicht meinem Menschenbild.
 
  • #83
Der beste Ansatz für erfüllenden Sex ist nach meiner Meinung sowieso, dass man das Wohlbefinden des Partners im primären Fokus hat und, dass dieser im Zweifel zeigt wenn etwas nicht passt oder fehlt.
Da bin ich aus persönlicher Sicht bei Dir.
Aber ich möchte gerne noch ein Stück weiter gehen.
Wenn wir über das Wohlbefinden eines Partner sprechen, meine ich noch nicht mal zwingend den Partner in einer langjährigen Beziehung.
Nein, selbst bei einer Affaire, meinetwegen auch bei einem ONS ist das Gegenüber irgendwo ein Partner, wo vielleich die Tiefe der Verbindung nicht der entspricht wie es zwei langjährige vielleicht haben.
Aber auch hier muss, nein möchte ich mich auf diese Partnerin einfühlen wollen.
Ich würde mich unwohl fühlen wenn ich nur mein Geschäft in anderem Sinne erledigen würde und nach mir die Sinnflut, also wie @Ejscheff es beschrieb, in sie hineinmasturbiere ( OMG was ein Furchtbarer Wortlaut)
Ich will doch Primär SPAß haben und dafür benötigt man im Liebesspiel nun einmal zwei Personen.
Ansonsten kann ich mich zu Blume´s Mann setzen und wedel mir die Palme. ( Sorry Blume, Steilvorlage)
Ob er erfüllender wird ist nicht gesagt, aber die Chancen "stehen" um einiges besser, als wenn ich mich einen Dreck um mein Gegenüber schere.

Ich bin jetzt nicht so der KerbeninsBettschnitzer, aber ein Tom, der in der Jugend und den Mittleren Jahren sicher einiges am Start hatte, wird in Kurzzeitgeschichten sicher auch erfüllenden Sex gehabt haben wie viele andere auch.

Es ist die Einstellung zu Sex behaupte ich.
Wenn ich Spaß daran habe Grundsätzlich, dann möchte ich auch das er möglichst erfüllend wird und das "kann" er nur, wenn meine Kurz oder Langzeitpartnerin ähnliches verspürt.

Also muss ich keine Glaskugel haben oder einen Fahrplan nach StVo, sondern die Antennen aufstellen und Jugend forscht spielen.

Das sexuelle Liebesspiel sollte Agendafrei sein!
Auch hier wieder, alles kann, nichts muss!

m49
 
  • #84
Der beste Ansatz für erfüllenden Sex ist nach meiner Meinung sowieso, dass man das Wohlbefinden des Partners im primären Fokus hat und, dass dieser im Zweifel zeigt wenn etwas nicht passt oder fehlt.
Da bin ich mir nicht sicher, ob das zielführend ist. Ich käme mir dabei total beobachtet vor. Es würde mir keinen Spaß machen, wenn ich mit jemandem zusammen wäre, der mir zuliebe irgendwelche Sexpraxen ausübt, die er eventuell nicht machen würde, wenn er mit einer anderen Frau zusammen wäre.
Umgekehrt bedeutet deine Aussage, dass du das Gleiche auch von deiner Partnerin erwartest? Sie soll dein Wohlbefinden im Focus haben und über ihr Wohlbefinden stellen? Allein die Vorstellung erweckt in mir ein ungutes Gefühl. Das wäre für mich ein Sexleben, was mich zwingt nicht selbst zu sein. Es würde mir sehr mechanisch vorkommen.
Ich finde es gesünder, wenn jeder auf sich selbst schaut und seine Wünsche kommuniziert. Aber das muss man auch erst lernen. Sex ist nach wie vor ein Tabuthema und es braucht viel Mut die Wünsche zum Ausdruck zu bringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #85
Da bin ich mir nicht sicher, ob das zielführend ist. Ich käme mir dabei total beobachtet vor. Es würde mir keinen Spaß machen, wenn ich mit jemandem zusammen wäre, der mir zuliebe irgendwelche Sexpraxen ausübt, die er eventuell nicht machen würde, wenn er mit einer anderen Frau zusammen wäre.
Umgekehrt bedeutet deine Aussage, dass du das Gleiche auch von deiner Partnerin erwartest? Sie soll dein Wohlbefinden im Focus haben und über ihr Wohlbefinden stellen? Allein die Vorstellung erweckt in mir ein ungutes Gefühl. Das wäre für mich ein Sexleben, was mich zwingt nicht selbst zu sein. Es würde mir sehr mechanisch vorkommen.
Ich finde es gesünder, wenn jeder auf sich selbst schaut und seine Wünsche kommuniziert. Aber das muss man auch erst lernen. Sex ist nach wie vor ein Tabuthema und es braucht viel Mut die Wünsche zum Ausdruck zu bringen.
Ich würde vermuten, dass das unterschiedlich aufgefasst ist, was damit gemeint ist von dir, Ejscheff und mir. Also; wenn ich Sex mit einer anderen Person habe, würde ich nie in dem Sinne nur auf mich selbst schauen und ab und zu mal einen Wunsch kommuniziere in der Form, dass es mir total egal ist, wie es dem anderen geht, ob er Spaß hat, ob er sich gut fühlt oder ob er einen Orgasmus hat oder nicht. Ich denke, so meinst du das ja auch nicht. Und es geht auch nicht darum, dass man NUR auf den anderen schaut, ihn beobachtet, sich selbst völlig hintenanstellt und vergisst. Ich selbst hatte hier ja auch mal geschrieben, dass bei mir guter Sex besser klappt, wenn ich schaue, was ich in dem Moment brauche und es so fließen lasse. Aber das stimmt so absolut natürlich nicht, es ist so ein Mittelding, was ja mit dem berühmten "Fallenlassen" gemeint ist. Man denkt nicht die ganze Zeit bewusst daran, was man jetzt für den anderen machen muss oder analysiert, was er tut, aber man blendet ihn auch nicht aus. Im Idealfall läuft es einfach zu zweit bisschen so, als wär man für den Moment eine Einheit, da sind dann auf den anderen achten und auf sich selbst keine Gegensätze. Genau das kommt aber bei mir häufiger mit dem besseren Kennen des Partners und mir fehlt es bei so reinen kurzen Sexsachen.
Ich kann da immer nur meinen Ex anführen als jemanden, der wirklich nur an sich selbst gedacht hat in dem Sinne, Pornos nachzuturnen und Rammelsex zu praktizieren und dabei hat er wirklich keine Sekunde irgendwie erspürt, ob ich das grad gut finde oder nicht. Er war gefühlsmäßig nur bei sich, da fühlte ich mich eher wie die Gummipuppe. Also, jetzt dramatischer ausgedrückt als es war, es war jetzt auch nicht total unterirdisch schlecht. Aber dieser Zwischenzustand einer gemeinsamen Erfahrung fehlte da einfach komplett. Und das vermisse ich hier bei den Erzählungen des FS. Ich denke, dass @Ejscheff das wahrscheinlich so ähnlich meinte wie ich.
 
  • #86
Ich denke, dass @Ejscheff das wahrscheinlich so ähnlich meinte wie ich.
Ich teile deine Meinung @mokuyobi .

Es geht nicht um analytisches beobachten und interviewen während des Sex.

Es geht aber aus männlicher Sicht plump gesagt darum nicht sofort zu penetrieren egal wie feucht die Dame ist, möglichst schnell zu ejakulieren und sich dann beiseite zu drehen und laut schnarchend einzuschlafen oder sich anzuziehen und fort zu gehen.

Es geht um sorgsames, einfühlendes, respektvolles Verhalten anstelle von Konsum. Wer nicht weiß was sorgsam, empathisch, respektvoll ist hat ganz andere Probleme, kann es aber lernen wenn er dazu offen ist und entsprechendes Feedback bekommt.

Die sofortige Penetration dürfte dabei nicht unbedingt immer der richtige Weg sein.

Es wird selbstverständlich immer Momente geben in denen ein Sexpartner den anderen beobachtet. Im Augenblick des Fallenlassens wird dieser das aber überhaupt nicht realisieren.

Wenn ein Mensch tatsächlich ein Problem mit gelegentlichen Beobachten beim Sex hat, den Sexpartner zu sehen gehört für mich übrigens zum Genuss dazu, wird er sich kaum fallen lassen können weil er durch seine Gedanken, Scham, oh Gott wie sehe ich überhaupt aus wenn ..., völlig blockiert ist.

Genau für das Fallen lassen tritt der Partner tatsächlich aus dem Bewusstsein was auch richtig ist. Auf dem Weg zum Fallen lassen oder danach sollte schon Bewusstheit da sein, ich bin nicht allein und möchte, dass es auch dem anderen gut ergeht.

Selbst das schließt animalische Phasen wie wildes Rammeln im Verlauf des Sex nicht aus sondern ein.
 
  • #87
Ich bin jetzt nicht so der KerbeninsBettschnitzer, aber ein Tom, der in der Jugend und den Mittleren Jahren sicher einiges am Start hatte, wird in Kurzzeitgeschichten sicher auch erfüllenden Sex gehabt haben wie viele andere auch.
Lach .... Kerben hab ich nie geschnitzt, auch keine Strichliste geführt oder die Höschen der Damen gesammelt .......
Aber Spass hat es gemacht. Und richtig, dieser ist am besten, wenn beide ihren Spass haben. Dann muss auch nichts bereut werden.
Natürlich kann auch noch der Sex mit Moral verkrustet werden .... und ja, irgendwie ist es wie Autofahren. Wenn man es kann ist es eine Wonne ....
Sind wir ganz offen - nicht jedem Menschen macht alles Spass. Auch beim Sex nicht. Was aber sicherlich null Spass bringt ist das theoretische Auseinandernehmen. Dann doch besser Porno guggen und dazu masturbieren - so langweilt mann oder frau wenigstens andere Menschen nicht. Ansonsten gilt - man lernt nie aus.
Manche Menschen trinken auch ihr Bier theoretisch. Sie überlegen so lange, wie es am besten schmecken könnte bis es warm und schal ist. Andere trinken es frisch und kühl, geniessen und erfrischen sich, prosten sich lachend zu. Zu diesen gehöre ich - und kann mit dem Neid der Theoretiker gut leben. Ob ich mal Fehler mache ? Aber sicher doch. Ich mache allerdings zumindest den Fehler, eine theoretische Abhandlung über Sex zu schreiben nicht.
Übrigens - wer selbst mit Spass an der Freude dabei ist, kann andere auch mitreissen. Egal ob beim Sex mit der Ex, der ONS, der Affaire oder der festen Freundin oder Frau. Hört euch mal die "Böhsen Onkelz" an - Titel "Noreia". Völlig zurecht auf dem Album "Heilige Lieder" verewigt. Wenn SIE euch wirklich berührt hat - dann behaltet sie. - oder zumindest ihre Nummer. Denn diese Wonne schreit förmlich nach Wiederholung. Egal ob mit oder ohne Liebe .....
 
  • #88
Was aber sicherlich null Spass bringt ist das theoretische Auseinandernehmen.
Danke, da kann ich dir nur zustimmen.
Bin froh, dass du das schreibst.
Entweder man hat eben diesen gewissen Rhythmus im Blut, kann sich aufeinander einlassen, oder eben nicht. Natürlich ist da immer große Sympathie im Spiel und es ist keine wahllose Angelegenheit.
Auch dabei muss eben die "Passung" stimmen.
Bei Manchen Menschen stimmt eben auf dieser Ebene die Passung, auf andere Ebene nicht.
Klar hatte ich auch manches Mal im Nachhinein soz. Liebeskummer, weil es eben hauptsächlich um den "Spass" ging. Ich fühlte mich dann zunächst als Person nicht ausreichend wertgeschätzt. Bin mir aber sicher, dass auch diese Wertschätzung vorhanden war. Das war zu Zeiten als ich letztlich doch romantische Vorstellungen daran knüpfte, obwohl mir zeitgleich bewusst war, dass dies eben naive Wunschvorstellungen (auch vernünftiger Weise) bleiben werden mit den betreffenden Personen (gut so!).
Aber ich habe es nie bereut, diesen Spaß gehabt zu haben und würde das immer wieder so machen. Man muss es ja nicht übertreiben. Ab und an mal eine besondere Connection zu pflegen, finde ich völlig in Ordnung. Auf alles zu verzichten aus falscher Moral heraus, wäre schon sehr traurig.
Heute verzichte ich möglichst auf romantisches Theoretisieren und kann eben besser unterscheiden, was tragfähig ist und was nicht.
Es gelingt mir auch, mich besser umzustellen, vom Höhenflug auf die Konzentration auf mich selbst. Sprich ich kann meine Gefühle besser kontrollieren. Ich habe mich diesbezüglich trainiert.
Als Beispiel kenne ich natürlich auch das Verknallen und dann wie eine Verblödete auf den nächsten Anruf, WhatsApp und Co zu warten (da hatte ich durchaus auch Talent dazu :D) Status anschauen usw. Das habe ich mir bewusst abgewöhnt. Warum? Weil es mir nicht gut getan hat. Es lebt sich soviel leichter, wenn man sich nicht so reinsteigert.
Dennoch wundere ich mich noch manchmal über Männer, denen es gelingt ihren Anflug von Gefühlen bewusst abzutöten. Das müssen BWLer sein. ;)
Jedenfalls glaube ich nicht, dass das an mir liegt.
 
  • #89
wenn ich Sex mit einer anderen Person habe, würde ich nie in dem Sinne nur auf mich selbst schauen und ab und zu mal einen Wunsch kommuniziere in der Form, dass es mir total egal ist, wie es dem anderen geht, ob er Spaß hat, ob er sich gut fühlt oder ob er einen Orgasmus hat oder nicht. Ich denke, so meinst du das ja auch nicht. Und es geht auch nicht darum, dass man NUR auf den anderen schaut, ihn beobachtet, sich selbst völlig hintenanstellt und vergisst. Ich selbst hatte hier ja auch mal geschrieben, dass bei mir guter Sex besser klappt, wenn ich schaue, was ich in dem Moment brauche und es so fließen lasse. Aber das stimmt so absolut natürlich nicht, es ist so ein Mittelding, was ja mit dem berühmten "Fallenlassen" gemeint ist. Man denkt nicht die ganze Zeit bewusst daran, was man jetzt für den anderen machen muss oder analysiert, was er tut,
Ich stimme dir absolut zu und vieles was Ejscheff schreibt ist auch richtig.....ich habe auch keinesfalls geschrieben, dass man „nur“ auf sich schauen soll. Das Wort „nur“ hast du geschrieben. Ich meinte damit eigentlich, man soll für sich selber definieren, was man möchte und vor allem was man nicht möchte und bereit sein diese zu kommunizieren. Woher soll der andere es sonst wissen? Empathie ist wichtig und zwar nicht nur in der Partnerschaft. ABER.... Sex ist eine Interaktion zwischen zwei Menschen mit gegenseitiger Wechselwirkung. Wenn jeder seine eigene Wünsche unterdrückt, um unaufgefordert den Partner oder die Partnerin „glücklich“ zu machen, bekommt zwangsläufig selber kein erfülltes Sexleben, ist selber nicht glücklich und das wirkt auch auf die Partnerschaft. Irgendwann hat man gar keinen Lust mehr und es wird aus Sex nur eine höfliche Pflicht.
Ich habe in meinem Leben oft die Erfahrung gemacht, dass viele Paare sich gegenseitig und im Endeffekt auch sich selber bremsen, zensieren, manipulieren, weghören und wegschauen und laufen lebenslang mit angezogenen Handbremse durch die Welt. Es ist schade. M.E. Können Menschen es besser haben und dabei muss man nicht rücksichtslos sein.
 
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  • #90
Das erste Mal mit einem Mann, war noch nie der beste Sex meines Lebens...rein technisch gesehen. Frau ist da sehr unterschiedlich konstruiert und nicht jeder Knopf reagiert gleich....
So ist ein sich auch da Kennenlernen eine Steigerung

Vor dem ersten Mal helfen zum guten Sex eine gute Portion Glückshormone, was Verliebtheit aufs beste erledigt, gefolgt von Kopfkino
Das ereicht man auch bei mir nicht durch die von @realwoman erwähnten Mails Bilder etc da Schlaf ich ungerührt ein
Kopfkino wäre benannte Symphathie und wenn nicht Liebe dann doch jemanden, den ich richtig gut riechen kann . Wenn er mir nämlich stinkt, würde mir direkt alles wieder runterfallen und nix stehen, besäße ich dieses G Organ

Viele Fragen über die Sexualität bei Frauen würden sich erledigen, würde man ihr die: keine Lust, auch so einfach ansehen.
Mega Körper und Piepsstimme...schwupp weg ist er zb.

Und da Sex eben mit der Zeit immer besser wird, muss ich ja Zeit mit ihm verbringen und zumindest braucht Mann ja mehr Pausen. Überbrück die mal mit menschlicher Abwehr , gefühllos und komm dann für die nächste Runde in Stimmung, im Extremfall ist man dann schon wieder nüchtern

Also viele Punkte die für: der Sex wird nicht bombastisch, stehen...hat man ihn ohne Gefühle und deshalb doch lieber bleiben lassen, bis ein Netter kommt
 
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