• #1

Liebe und Sexualität – getrennt oder vereinbar?

Mich macht es immer ein wenig stutzig, wenn ich von Frauen höre, sie könnten nur mit einem Mann schlafen, den sie »lieben«. Das liest man häufig und habe ich auch schon in Gesprächen mit Freundinnen in der Vergangenheit häufig gehört. Bis dahingehend, das sich viele Frauen »reduziert« vorkamen, wenn es nur um Sex ging. Das wirkt dann auf mich immer so, als ob Sex eine Art Kosten-Nutzen-Rechnung oder eine Art Bonusgabe der Frau ist, für deren Entgegennahme ein Mann der Frau Dankbarkeit zollen sollte. Mir erscheint das sehr altmodisch gedacht und ich frage mich dann immer, ob ein solcher Mensch wirklich ehrlich ist, oder nur irgendeinem romantischen Selbstbildnis entsprechen will.
Es gibt doch eine gehörige Anzahl von Frauen, die in Zeiten, wo sie keinen Partner haben, masturbieren – ich kann mir schwer vorstellen, dass sie das nur dann machen, wenn sie gerade irgendjemanden LIEBEN. – Ehe jetzt die Antwort kommt, dass Masturbieren und Sex mit einem Partner ja was GANZ anderes sei, frage ich: Kann es nicht in beiden Fällen nur um Befriedigung gehen? In dem einen Fall, indem man Sex mit sich allein hat und in dem anderen Fall eben mit einem Partner. Sofern mir eine Partnerin nicht unsympathisch ist, wüsste ich nicht, warum ich eine attraktive Frau von der Bettkante stoßen sollte, nur weil ich sie nicht »liebe«. Manchmal kann der Sex sogar hemmungsloser und besser sein, wenn sich beide Partner nicht lieben und somit nicht so sehr seelisch miteinander verstrickt sind. Sind männliche und weibliche Sexualität wirklich sooo verschieden – oder wagen sich viele Frauen aus verinnerlichtem So-uns-So-muss-ich-doch-als-Frau-sein nicht, ihre Sexualität auch ohne Liebe offen und mit Freude auszuleben? Was denkt Ihr darüber?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #2
Sind männliche und weibliche Sexualität wirklich sooo verschieden
Ja! Es gibt natürlich Ausnahmen in beide Richtungen, aber die Tendenz ist klar. Denn eine Frau ist immer in der schwächeren Position. Sie trägt die Gefahr der Schwangerschaft, der Geburt und der Versorgung möglichen neuen Lebens. Das reicht aus, um die Sexualität etwas differenzierter zu betrachten, als Männer es tun. Alles Biologie und von der Natur so vorgesehen. Deshalb sind Frauen auch viel wählerischer was Sexualpartner betrifft als Männer. Mit unserem Geist können wir uns darüber hinwegsetzen, die Biologie bleibt jedoch immer (noch?) im Hintergrund.
Übrigens, SB ist in den oben genannten Aspekten völlig gefahrlos...
ErwinM, 51
 
  • #3
Mir erscheint das sehr altmodisch gedacht und ich frage mich dann immer, ob ein solcher Mensch wirklich ehrlich ist, oder nur irgendeinem romantischen Selbstbildnis entsprechen will.
Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Denkweisen. Sicher sind manche geprägt von kulturellen Gepflogenheiten. Aber was soll daran "modern" sein, Liebe und Sex zu trennen? Es ist eben eine Sichtweise, hier im Forum reichlich vertreten und auch nicht nur von Frauen. Daher erscheint mir Dein Ansatz eher sehr engstirnig gedacht.

Es gibt doch eine gehörige Anzahl von Frauen, die in Zeiten, wo sie keinen Partner haben, masturbieren ...
Ich erkenne keinerlei Zusammenhang...
 
  • #4
Du vergisst etwas: Viele Frauen werden gänzlich anders als Männer erzogen. Es gehört sich für Frauen nicht, wild mit Männern ins Bett zu gehen und darüber noch stolz zu sein. Anders als bei Männern.
Zudem hat man als eine Frau eine viel romantischere und verbindlichere Vorstellung von Beziehung. Frauen wollen oftmals nur einen Mann, Männer wollen viele Frauen.

Bei mir war das früher auch so "altmodisch". Erst mit Mitte 30 habe ich erstmals gewusst, was guter Sex ist und dass dieser nicht auf Liebe und Partnerschaft beschränkt ist!
Aber diese tollen Erfahrungen werden die meisten Frauen leider niemals in ihrem Leben machen.

Masturbation gehört bei mir übrigens schon seit dem 12. Lebensjahr regelmäßig dazu. Und ich denke, bei den meisten gewöhnlichen Frauen auch, aber darüber habe ich mit noch niemandem gesprochen, der mich kennt.

Du musst bedenken, dass es viel mehr Frauen gibt, die unterschiedlich wie Tag und Nacht sind. Die einen sind sexuell sehr abgedreht, die anderen haben von Sex absolut keine Ahnung. Das hat übrigens nichts mit der Frau zu tun. Ist alles eine Erziehungsfrage. Nicht jeder wird zu körperlichem Selbstbewusstsein erzogen. Auch ich musste erst lernen, mir eine Sexualität zu schaffen als Frau. Die Männer haben das wenig unterstützt.
 
  • #5
Manchmal muss man die Gedanken der Anderen so akzeptieren wie sie sind. Es lohnt sich nicht durch Diskussion und Protest anderen für ONS und Ähnliches zu gewinnen. Viele junge Frauen wollen ihr Leben aufbauen, wollen eine Familie und Kinder. Sie wollen nicht von einem Bett ins nächste hüpfen und ihr Leben und ihre kostbare Zeit vergeuden. Abgesehen von Gesundheitlichem Aspekt (sowohl Körperlich als auch seelisch), ist es auch nicht so toll so ein Leben zu führen. Die Frauen sagen auch nicht,‘ warum nimmt er die hübschere, die ihn schlecht behandelt‘. Oder ‚warum hat die jüngere mehr Chancen als die ältere‘. So ist es eben. Wir müssen alle die Gesetzen der Biologie akzeptieren und einen Weg für uns finden. Wenn du unverbindlichen Sex haben willst , kannst du es kommunizieren und vielleicht findest du hier und da Möglichkeiten. So wie ich es verstanden habe, ist es dir vollkommen egal mit wem du schläfst. Nicht wahr? Zur Not kannst Du ja fleißig SB betreiben, es ist doch für dich alles gleich oder? ......aber ist es wirklich so toll ein liebloses Sexleben zu haben ? Ich kann es mir ehrlich gesagt kaum vorstellen.
Fazit: bleibe bei dir und lasse die Anderen auch so Leben wie sie für richtig halten
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
Nicht schon wieder diese Leier.

Kein halbwegs normaler Mann (und ich bin mir sicher, auch Andreas nicht) ist besonders stolz darauf, viele Frauen im Bett gehabt zu haben und unter Männern wird auch in Freundes-, und Bekanntenkreisen über diese Dinge (und ganz besonders aus Frauensicht) echt ziemlich wenig gesprochen.

Wieso klammern sich viele Frauen so daran fest, das Männer mit der Anzahl ihren Sexualparterinnen angeblich angeben würden ?

Ist das irgendeine Art von Feindbild , oder was ?

Hat es vielleicht psychologische Gründe , warum ihr immerzu glauben wollt, wir würden uns über den Sex mit den Frauen viel unterhalten ?

Klar gibt es in den Medien auch immer Ausnahmen beiderlei Geschlechts (gerade auch in den so gezeigten Unterschichten) aber ich kann nur nochmal versichern:

Unter Männer ist der Sex mit Frauen kein großes Thema.
Im Detail sowieso nicht.
Nicht nur der Gentleman "geniesst und schweigt", die meisten andern auch.

Liebe Frauen, hört bitte auf, Euch darum einen Kopf zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #7
Das kommt bei Frauen darauf an, 1. wie gut sie mit ihrer eigenen Sexualität verbunden sind und 2. wie stark ihr Selbstbewusstsein ist.

1.
Wenn die Verbindung zur eigenen Sexualität nicht gut ist, wird sie den Sex nicht richtig oder gar nicht genießen können, ihn als Service für ihn betrachten und folglich einen Ausgleich, meist materieller Art, dafür erwarten. Das ist der Typus Frau, der Sex instrumental auffasst, durchaus auch als Mittel, um eine Beziehung zu bekommen.
Du musst in diesem Zusammenhang bedenken, der Frau drängt sich die eigene Sexualität nicht so stark wie beim Mann auf, der aufgrund der Spermaproduktion Orgasmen haben muss. Die Frau kann rein körperlich genauso gut auch dauerhaft gar keine haben. Ein bestimmter Typ Frau entdeckt den eigenen Körper erst sehr spät. Dann tritt oft ein krasser Wandel ein. Die zuvor noch frigide Sex-Averse wandelt sich standepede in eine Sexsüchtige. Ich habe schon mehr als eine Frau gehabt, die erst mit sage und schreibe um die 40 sich ihre Sexualität erschlossen haben. Das waren dann auch die "Versautesten".

2.
Frauen, die psychisch schwach sind, lassen sich von tatsächlichen oder vermeintlichen Normerwartungen dominieren. Bei ihnen hat das Über-Ich gegenüber dem Ich eine zu starke Position. Das schwache Ich kann die Triebbefriedigung (das Es) nicht hinreichend gegen das Über-Ich durchsetzen. Dieser Typus Frau rekuriert in der Diskussion darauf, sie sei doch kein "Freiwild", Frau werde so erzogen etc. pp. Das beste Beispiel hier im Forum ist @realwoman. Frauen, die ihre Sexualität ausleben, sind diesem Typus Frau ein Horror. Zum einen leben sie ihnen vor, was möglich ist, wenn man sich nur trauen könnte. Zum anderen Verderben sie ihnen gewissermaßen die Preise auf dem Partnermarkt. Welcher Mann befasst sich schon mit einem Anstandswauwau, wenn er auch Spaßraketen haben kann? Die oft behauptete patriarchale Unterdrückung der Sexualität der Frau ist also wesentlich eine matriarchale. Es ist das Ressentiment der missratenen Frau gegen die wohlgeratene.
 
  • #8
Ich kann nur von mir reden: ich könnte nie mit einen Mann ohne Liebe, Zuneigung und Vertrauen ins Bett gehen. Ich muss den Mann schon richtig lieben, ich wäre noch nicht einmal für eine Freundschaft plus geeignet. Obwohl ich sehr attraktive, männliche Freunde habe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Ich habe es schon immer so gehalten, dass, wenn mir ein Mann gefällt und ich Lust habe, dann gehe ich auch mit ihm ins Bett. Liebe und Sex muß nicht immer zusammen hängen, ich kann das gut trennen. Gerade Singlezeiten wären sonst wirklich trostlos. Manchmal ist der Sex sogar besser ohne die Belastung/Erwartungshaltung aus der Beziehung. Sexualität ist auch etwas was man ausleben muß. w59
 
  • #10
Man soll nicht von sich auf andere schließen.

ich gehe auch davon aus, das zumeist Frauen für Sex mehr emotionale Nähe brauchen als Männer. Das muss jetzt nicht Liebe sein aber nennen wir es mal emotionale Nähe.

Bei Männern dürfet dieses Bedürfnis geringer ausgeprägt sein .... sonst gäbe es keine Prostitution.

Aber das dürften nur Tendenzen sein. Ich persönlich mag "technisch" Sex ohne oder mit nur geringer emotionaler Verbindung bewältigen können .... aber das ist für mich nie wirklich befriedigend.
 
  • #11
Ich denke, das hat wie erwähnt durchaus auch biologische Ursachen; die Frau hat dann Schwangerschaft und Kind als Folge, wenn sie sich nicht genauer aussucht, mit wem sie Sex hat. Das hat nichts mit modern zu tun, sondern ist eine logische Schlussfolgerung und in der Natur auch häufiger vertreten, dass die Weibchen genauer auswählen, die Männchen aber "breiter streuen" wollen. Dazu kommt vielleicht noch Erziehung und Kultur, wobei ich das in meinem Alter nicht erkenne bei meinen Freunden. Da gibt es auch Frauen, die einfach ONS hatten, niemand fand das komisch. Mein Freund dagegen konnte dem nichts abgewinnen nach wenigen Versuchen. Also gibt es sicher eine Tendenz, aber trifft nicht auf jede Frau zu.
Bei mir ist es so, dass ich aber zumindest den anderen schon etwas kennen muss und irgendwie gut finden. Da reicht gutes Aussehen nicht aus - wobei ich da auch speziell bin und nicht 90% der Männer attraktiv finde. Ganz ganz selten habe ich ohne Verliebtheit so eine starke sexuelle Anziehung zu jemanden, wahrscheinlich Pheromone oder so; das kam in meinem Leben ohne sonstiges Interesse so drei, vier-Mal vor, dass das wie so ein magnetischer Sog war. Also sehr selten. Und auch da: Ich muss mich zumindest mit ihm unterhalten können, ihn sympathisch finden, ihn riechen und schmecken können usw. Daher hatte ich auch nur wenige Episoden ohne Verliebtheit. Die waren trotzdem schön, aber besser war der Sex für mich da trotzdem nicht (auch nicht schlechter), also mit dem, dass das dann irgendwie hemmungsloser sein soll, kann ich nichts anfangen. Ich kann mich am besten fallenlassen, wenn es sexuell passt (das ist unabhängig von Liebe, und halt bei jedem anders) und wenn ich den anderen kenne und ihm vertraue (was bei ONS ja nun wirklich nicht der Fall wäre). Ich habe auch die Vorstellung, dass ich da jemanden in meinen Körper hineinlasse; das ist für mich einfach was sehr intimes, nicht nur Triebabfuhr, und daher ein totaler Unterschied zur Masturbation. Das mag Männern anders gehen, da sie ja nur in jemand anderen hineingehen sozusagen :D Im Übrigen hatte ich auch schon einen Freund, der Sex mit einer Frau scheinbar auch als Masturbation mit einer zweiten Person ansah. Der Sex war nicht gut... Weil man beim Sex ja eben NICHT nur seine eigene Triebabfuhr suchen sollte, sondern auch auf den andere achten. Wie man das also vergleichen kann... nun ja.
w, 37
 
  • #12
Das beste Beispiel hier im Forum ist @realwoman. Frauen, die ihre Sexualität ausleben, sind diesem Typus Frau ein Horror
Du bist ja süss😀Man hat zu mir alles mögliche gesagt, nur nie, dass ich bieder bin. Im Gegenteil, ich erlebe viele Männer als verklemmt und bin diejenige, die sich im Bett oft langweilt. Meine Vorstellung vom geilen Sex ist einfach nicht so stupide. Die wenigsten Männer verstehen was von richtiger Verführung und können eine Frau in Extase versetzen, sie glauben, wenn sie nackte Bilder von sich schicken und schnell auf Sex drängen, dann fällt die Frau in Ohnmacht vor Begeisterung. Mich macht sowas nicht an, sondern ich langweile mich zu Tode, weil es nichts von Aufregung, Reiz oder Spiel hat. Es ist so, als ob man ins Restaurant geht und der Koch einem das Essen im Topf bringt. Ich bin nicht prüde, es macht bloß kein Spass, weil die wenigsten es gut können.
 
  • #13
Unter Männer ist der Sex mit Frauen kein großes Thema.
Im Detail sowieso nicht.
Nicht nur der Gentleman "geniesst und schweigt", die meisten andern auch.

Liebe Frauen, hört bitte auf, Euch darum einen Kopf zu machen.
Ja, so kenne ich das von männlichen Freunden auch. Also, ich habe, als die noch Single waren, schon mit denen über ihre ONS geredet, und es war interessant, aber gebrüstet hat sich da nie jemand mit, soweit ich weiß, auch nie untereinander. Wenn da jemand ständig andere Frauen abgeschleppt hat (gibt's auch einen), kamen auch eher Kommentare wie "also für mich wär das nichts". Wie ernst gemeint und ob da jemand geheim neidisch war, weiß ich nicht, aber jedenfalls wurde dann nicht auf die Schulter gekloppt und gesagt "ey geil". Obwohl ich durchaus denke, dass es solche Männergruppen gibt... Hab ich im Zug schon manchmal gehört, das waren dann aber meist nicht die hellsten Kerzen auf der Torte...
Ich denke übrigens auch, dass @Roissy mit der Prostitution recht hat. Wenn Frauen und Männer da statistisch gleich wären mit reinem Sex ohne jegliches Interesse für die Person, hätte es auch schon immer männliche Prostitution gegeben, egal, wie das kulturell angesehen war. Denn es gab auch immer im geheimen homosexuelle Prostitution, als Homosexualität absolut verachtet und verfolgt war, sowie Prostitution im geheimen, wenn sie gesellschaftlich verboten war. Ich kenne keine Frauen, die sich einen Callboy ruft, obwohl es das ja gibt, aber einige Männer, die ins Bordell gegangen sind oder gehen. Da sind die Bedürfnisse (und wohl auch der Trieb) wohl doch einfach verschieden - wieder im Durchschnitt gesprochen.
 
  • #14
Du vergisst etwas: Viele Frauen werden gänzlich anders als Männer erzogen. Es gehört sich für Frauen nicht, wild mit Männern ins Bett zu gehen und darüber noch stolz zu sein. Anders als bei Männern.
Zudem hat man als eine Frau eine viel romantischere und verbindlichere Vorstellung von Beziehung. Frauen wollen oftmals nur einen Mann, Männer wollen viele Frauen.
Hallo Callabria, also die Erziehung und Sozialisierung – das ist ja auch meine These – spielen unbedingt mit rein und formen das sexuelle Selbstverständnis von Menschen. Mich haben übrigens als Mann oder Junge immer Männer oder Jungen aufgeregt, die manche Mädchen als »Schlampen« beschimpften, andererseits aber darüber klagten, zu wenig Sex zu haben. Was für eine Verlogenheit! –
Dass Männer sich brüsten, so und so viele Frauen gehabt zu haben, gibt es natürlich – aber halbwegs intelligente Männer fremdschämen sich da eher.
Andererseits mögen es ja auch Frauen, hin und wieder durchblicken zu lassen, dass sie von Männern gern angesprochen oder gedatet werden: :)
Also Eitelkeiten gibt es auf beiden Seiten. –

Allerdings frage ich mich, was eine erwachsene Frau daran hindern sollte, anonym in einer Großstadt ihre Sexualität auszuleben? Als Berliner und Ex-Frankfurter weiß ich, dass man in einer Stadt nun wirklich nicht um seinen Ruf fürchten muss, da man hier alles anonymisieren (also vor Freunden oder Bekannten notfalls geheimhalten) kann.
Wer dann dennoch ein »schlechtes Gewissen« aufgrund von Erziehung hat, der sollte sich vielleicht fragen, ob er sich von irgendwelchen Normen abhängig machen will, oder sein Leben selbstbestimmt führen will.
Etwas ganz anderes ist es, wenn FRau oder Mann für sich selber individuelle Ideale (z.B. religiöse) haben, weshalb sie aus eigener bewusster Entscheidung verzichten WOLLEN. Das kann ich nachvollziehen – da die Entscheidung nicht einfach nur einer tradierten Geschlechterrollen-Norm entspricht. Davor habe ich auch Respekt, wenn die Entscheidung wirklich reflektiert ist und vielleicht sogar gegen den Spott der Umgebung beibehalten wird.

Das andere – hier auch zu lesende Argument – dass Frauen gegenüber Männern das volle Risiko beim Sex zu tragen hätten, stimmt doch in einer modernen Gesellschaft nur noch sehr bedingt: FRau kann Pille nehmen und vom Mann zusätzlich das Kondom einfordern. Das SChwangerschaftsrisiko tendiert dann gegen Null. Abgesehen davon ist der Mann im Fall der SChwangerschaft doch ebenso Leidtragender, da er aufgrund von Gen-Nachweisbarkeit für die Alimente mit aufzukommen hat. Und Krankheiten können sich beide holen – sofern der GV ungeschützt ist.
Eine andere Hürde sehe ich allerdings darin, dass ein Mann meistens körperlich einer Frau überlegen ist – und sie dadurch naturgemäß vorsichtiger im Umgang mit (noch) fremden Männern ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #15
Kein halbwegs normaler Mann (und ich bin mir sicher, auch Andreas nicht) ist besonders stolz darauf, viele Frauen im Bett gehabt zu haben und unter Männern wird auch in Freundes-, und Bekanntenkreisen über diese Dinge (und ganz besonders aus Frauensicht) echt ziemlich wenig gesprochen.
Wieso klammern sich viele Frauen so daran fest, das Männer mit der Anzahl ihren Sexualparterinnen angeblich angeben würden ?
Halbwahr. Es wird schon darüber gesprochen und viele Frauen gehabt zu haben, löst auch Bewunderung aus. Anders als von den Frauen oft vermutet ist jedoch nicht die sexuell aktive, freizügige Frau das Objekt des Männespottes, sondern die zurückhaltende.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #16
Das andere – hier auch zu lesende Argument – dass Frauen gegenüber Männern das volle Risiko beim Sex zu tragen hätten, stimmt doch in einer modernen Gesellschaft nur noch sehr bedingt: FRau kann Pille nehmen und vom Mann zusätzlich das Kondom einfordern. Das SChwangerschaftsrisiko tendiert dann gegen Null. Abgesehen davon ist der Mann im Fall der SChwangerschaft doch ebenso Leidtragender, da er aufgrund von Gen-Nachweisbarkeit für die Alimente mit aufzukommen hat. Und Krankheiten können sich beide holen – sofern der GV ungeschützt ist.
Die moderne Welt findet aber in unseren Instinkten wenig Widerhall... Wir haben in unserer Welt mit vielen inneren Trieben zu kämpfen, die eben mal überlebenswichtig waren und jetzt hinderlich sind, aber man kann die Gene nicht einfach rauswerfen. Über die Länge der Evolution hinweg hat sich etwas über Jahrtausende entwickelt und wird nicht in 100 Jahren einfach geändert. Ich finde es eher seltsam, dass Leute denken, der Geist hat da die Oberhand. Tiefliegende Überlebensinstinkte, die sich auf das ganze Hormonsystem beziehen, sind doch logischerweise nicht einfach mal davon zu ändern, dass man sich sagt, naja, ich nehm ja die Pille. Das sieht man ja schon beim Zyklus der Frauen häufig, wie sehr das Sextrieb, schlechte Laune usw. beeinflusst! Und davon abgesehen ist es statistisch immernoch so, dass sich die Frauen um Kinder kümmern, die bei einem ONS entstanden sind, ich kenne KEINEN Mann, der sich danach groß um das Kind kümmert. Geld muss er zahlen ja, aber ansonsten ändert sich an seinem Leben nichts, während die Frau das große Risiko der Schwangerschaft mit allen Folgen trägt und ihr Leben danach komplett umkrempeln muss. Das hängt doch nicht nur am Geld. Und eine Schwangerschaft ist NIE absolut auszuschließen.
 
  • #17
Ja! Es gibt natürlich Ausnahmen in beide Richtungen, aber die Tendenz ist klar. Denn eine Frau ist immer in der schwächeren Position. Sie trägt die Gefahr der Schwangerschaft, der Geburt und der Versorgung möglichen neuen Lebens. Das reicht aus, um die Sexualität etwas differenzierter zu betrachten, als Männer es tun. Alles Biologie und von der Natur so vorgesehen. Deshalb sind Frauen auch viel wählerischer was Sexualpartner betrifft als Männer. Mit unserem Geist können wir uns darüber hinwegsetzen, die Biologie bleibt jedoch immer (noch?) im Hintergrund.
Übrigens, SB ist in den oben genannten Aspekten völlig gefahrlos...
ErwinM, 51
Ja. Das würde ich noch darum ergänzen, dass die Frau dem Mann für Sex auch ein bisschen vertrauen muss, denn auch wenn sie Interesse an Intimität hat, kann daraus immer noch ne ausgelebte Gewaltphantasie des dann wohl soziopathischen Mannes werden. Was hat sie denn dann gegen ihn in der Hand? Manche Frauen mögen da anders gestrickt sein und das Risiko nicht scheuen. Und ich möchte Männer definitiv nicht kriminalisieren. Das wäre auch statistisch falsch. Jedoch sagt mir die Statistik auch, dass frau nicht einfach blindlings vertrauen sollte.
Und wenn erstmal Vertrauen im Spiel ist, ist es zur Zuwendung und Sympathie nicht mehr weit. Dann muss er charakterlich nur noch interessant sein und es ist nicht mehr viel zur Verliebtheit.
Ich geb Erwin Recht, das liegt irgendwie in der Natur der Sache.
Aber warum ist das für dich überhaupt ein Problem? Kommuniziere das doch von Anfang an klar. Dann wird manche Frau eben abspringen, andere finden es nicht so schlimm. Das wäre doch okay, oder? Vermutlich ist es um deine Chancen bei Frauen auch nicht so schlecht bestellt, sonst würdest du doch auch gar nicht so fragen, oder? Aber dann verstehe ich auch wie gesagt das Problem nicht.
 
  • #18
Lieber FS,

mir fällt auf, dass immer wieder der Schluss gezogen wird, wer Sex und Gefühle nicht trennen kann, für den ist Sex ein Währung. Dieser Schluss ist (zumindest was mich betrifft) grundlegend falsch. Ich versuche mal meine Sichtweise zu erklären:

Was ist Sex für mich?
- eine Möglichkeit einer Person, der ich emotional nahe bin, auch körperlich nahe zu sein
- eine andere Art der gegenseitigen Kommunikation
- eine schöne Art Zuneigung auch körperlich zu zeigen
- eine intime Verbindung, die ich mit meinen Partner eingehe
- Neugierde den Körper eines Partners zu erkunden, der mir emotional etwas bedeutet

Was ist Sex für mich NICHT?
- gegenseitige Selbstbefriedigung am Partner
- ein rein technischer, körperlicher Prozess, bei dem es nur um den mechanischen Vorgang selbst geht
- etwas das ich emotional von der Person, mit der ich es habe, abkoppeln könnte

Vielleicht macht das es etwas klarer, wo der Unterschied für die Menschen liegt, die Sex und Gefühle nicht trennen können.
 
  • #19
Die moderne Welt findet aber in unseren Instinkten wenig Widerhall... Wir haben in unserer Welt mit vielen inneren Trieben zu kämpfen, die eben mal überlebenswichtig waren und jetzt hinderlich sind, aber man kann die Gene nicht einfach rauswerfen. Über die Länge der Evolution hinweg hat sich etwas über Jahrtausende entwickelt und wird nicht in 100 Jahren einfach geändert. Ich finde es eher seltsam, dass Leute denken, der Geist hat da die Oberhand. Tiefliegende Überlebensinstinkte, die sich auf das ganze Hormonsystem beziehen, sind doch logischerweise nicht einfach mal davon zu ändern, dass man sich sagt, naja, ich nehm ja die Pille. Das sieht man ja schon beim Zyklus der Frauen häufig, wie sehr das Sextrieb, schlechte Laune usw. beeinflusst! Und davon abgesehen ist es statistisch immernoch so, dass sich die Frauen um Kinder kümmern, die bei einem ONS entstanden sind, ich kenne KEINEN Mann, der sich danach groß um das Kind kümmert. Geld muss er zahlen ja, aber ansonsten ändert sich an seinem Leben nichts, während die Frau das große Risiko der Schwangerschaft mit allen Folgen trägt und ihr Leben danach komplett umkrempeln muss. Das hängt doch nicht nur am Geld. Und eine Schwangerschaft ist NIE absolut auszuschließen.
Dem würde ich zustimmen. Und den hormonellen Ritt, den Frauen da Monat für Monat hinlegen, sollte man auch nicht unterschätzen. Ist ja nicht unbekannt, dass ein und dieselbe Frau je nachdem ganz unterschiedliche Männertypen bevorzugt. Und das ist ja noch nicht alles. Frauen sind über den Monat verteilt sogar unterschiedlich leistungsfähig. Irgendwann im Laufe des Zyklus erleben sie nen Höhenflug, was u.a. Sprachfähigkeit angeht, während sich manche Frauen an zumindest einem Tag im Monat am liebsten zuhause einschließen würden. Und es wurde doch kürzlich medial auch mal diskutiert, ob man den Zyklus fairerweise nicht auch im Sport mehr berücksichtigen sollte, da ja klar ist, dass Frauen regelmäßig ein deutliches Leistungstief erreichen durch den Zyklus.

Jedenfalls sind Hormone nichts, was logische Überlegungen irgendwie unterdrücken könnte. Sonst könnte man ja auch behaupten, Erwachsene hätten deutlich mehr Zeit für Beruf und Alltag und somit mehr Zeit für Karriere, ließen sie das Flirten und den Sex weg. Mh. Eben. Macht auch keiner. Hormone...
 
  • #20
Mich macht es immer ein wenig stutzig, wenn ich von Frauen höre, sie könnten nur mit einem Mann schlafen, den sie »lieben«. Das liest man häufig und habe ich auch schon in Gesprächen mit Freundinnen in der Vergangenheit häufig gehört. Bis dahingehend, das sich viele Frauen »reduziert« vorkamen, wenn es nur um Sex ging. Das wirkt dann auf mich immer so, als ob Sex eine Art Kosten-Nutzen-Rechnung oder eine Art Bonusgabe der Frau ist, für deren Entgegennahme ein Mann der Frau Dankbarkeit zollen sollte. Mir erscheint das sehr altmodisch gedacht und ich frage mich dann immer, ob ein solcher Mensch wirklich ehrlich ist, oder nur irgendeinem romantischen Selbstbildnis entsprechen will.
Es gibt doch eine gehörige Anzahl von Frauen, die in Zeiten, wo sie keinen Partner haben, masturbieren – ich kann mir schwer vorstellen, dass sie das nur dann machen, wenn sie gerade irgendjemanden LIEBEN. – Ehe jetzt die Antwort kommt, dass Masturbieren und Sex mit einem Partner ja was GANZ anderes sei, frage ich: Kann es nicht in beiden Fällen nur um Befriedigung gehen? In dem einen Fall, indem man Sex mit sich allein hat und in dem anderen Fall eben mit einem Partner. Sofern mir eine Partnerin nicht unsympathisch ist, wüsste ich nicht, warum ich eine attraktive Frau von der Bettkante stoßen sollte, nur weil ich sie nicht »liebe«. Manchmal kann der Sex sogar hemmungsloser und besser sein, wenn sich beide Partner nicht lieben und somit nicht so sehr seelisch miteinander verstrickt sind.
Ich musste sooo schmunzeln bei deinem Beitrag. Selbstverständlich sind Männer und Frauen verschiedenen gerade in Bezug auf Sexualität und allem was dazu gehört. Das fängt mit dem Hormonhaushalt der Frau: nicht so konstant wie beim Mann, die Frau ist nur begrenzte Zeit fruchtbar, die Frau kann schwanger werden, bei Geschlechtskrankheiten ist die Frau deutlich vulnerabler, auch was die Auswirkungen betrifft...
Dein Vergleich mit Masturbation ist lächerlich: ja das tun Frauen und viele auch wenn sie in Beziehungen sind. Das reicht aber auch normalerweise und mit all den Spielzeugen die Frau heutzutage hat, ist das auch mehr als ausreichend! Und sicherlich auch sehr oft viel schöner als mit irgendwelchen Männern zu schlafen, die unverbindlichen Sex suchen. Und ich kann für mich sprechen: wenn ich für den Mann Gefühle habe nur dann kann ich den Sex mit dem Mann genießen. Ich weiß ja nicht, ob alle so sind, aber nach meinem Gefühl und allem was ich so höre ist die Mehrheit der Frauen so.
 
  • #21
oder wagen sich viele Frauen aus verinnerlichtem So-uns-So-muss-ich-doch-als-Frau-sein nicht, ihre Sexualität auch ohne Liebe offen und mit Freude auszuleben? Was denkt Ihr darüber?
Ich denke, das stimmt in meiner Generation (30+) nur noch bedingt, ich und viele Frauen die ich kenne, sind da recht offen für sämtliche Arten. Dank Tinder und so ist dies natürlich auch leicht zu bekommen.
Und es gibt Frauen, denen macht das halt keinen Spass. Die möchten Sex nur nit Liebe, was ja ok ist.
Meiner Meinung nach ist das grosse Problem, das Frauen sich ausgenutzt fühlen, wenn der Mann ihnen Gefühle vortäuscht nur um sie ins Bett zu kriegen. Dann fühlen sie sich logischerweise getäuscht.
sie haben ganz anders vertraut und daher fühlt man sich im Nachhinein “benutzt”.ich bemerke aber schon, dass es anscheinend:
1. Gesellschaftliche Stigmatisierung bei Frauen gibt, die zwanglos und casual unterwegs sind... Das Wort dafür kennen wir nun alle.
2.Diese ganzen Apps und so haben dazu geführt, das viele nur von vorneherein klar machen: sie suchen nur eine F+, also nicht mal der spontane, heisse ONS in der Hitze des Gefechtes, sondern klar abgesteckt alle Benefits einer Beziehung wollen mit der Möglichkeit sich eine Hintertür offen zu halten...Das ist recht abtörnend für viele..
 
  • #22
Das wirkt dann auf mich immer so, als ob Sex eine Art Kosten-Nutzen-Rechnung oder eine Art Bonusgabe der Frau ist, für deren Entgegennahme ein Mann der Frau Dankbarkeit zollen sollte.
Wenn Frauen sagen, sie könnten nur mit einem Mann Sex haben, den sie lieben, interpretierst Du das SO???
Ich bin gerade geplättet. Das ist wie bei einer Geschichte aus Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein".
Wenn eine Frau sagt "ich liebe dich", denkst Du dann auch, dass irgendeine Hinterlist der Grund sein muss?

Es gibt doch eine gehörige Anzahl von Frauen, die in Zeiten, wo sie keinen Partner haben, masturbieren – ich kann mir schwer vorstellen, dass sie das nur dann machen, wenn sie gerade irgendjemanden LIEBEN.
Ich muss es doch schreiben, obwohl Du schon drauf eingegangen bist: Das ist was anderes als mit jemandem zu schlafen. Und mit jemandem zu schlafen sollte nicht wie "am anderen masturbieren" sein.

Kann es nicht in beiden Fällen nur um Befriedigung gehen?
Ja, das ist richtig. Und jetzt kommen wir auch zum eigentlichen Unterschied zwischen den einen und den anderen. Die einen können Liebe und Sex trennen, die anderen nicht. Ich denke, das können sehr, sehr viele Männer von Anfang an, manche wollen es, manche wollen es nicht. Aber bei Frauen scheint das im Gros anders zu sein. Die entdecken meist erst später oder nie, dass sie Liebe und Sex trennen können. Und ja, dann geht es in beiden Fällen NUR um Befriedigung. Und dann kann frau beides. Der Mann, dem es IMMER NUR um Befriedigung ging, nicht. Der kennt immer noch nicht den Unterschied, wenn er mit einer Frau schläft, an der er sich nur befriedigen will, und wie es sein kann, wenn er eine Frau lieben würde, wenn er könnte.

wagen sich viele Frauen aus verinnerlichtem So-uns-So-muss-ich-doch-als-Frau-sein nicht, ihre Sexualität auch ohne Liebe offen und mit Freude auszuleben?
Weiß ich nicht, ob es an der Erziehung und Prägung liegt. Müsste eigentlich, weil es ja auch Frauen gibt, die in jungen Jahren schon gut ihr Sexualleben ausleben. Ich finde das auch besser. Sonst kommen sie nämlich wie die Jungfrau aus dem Elfenbeinturm in eine Beziehung mit einem Mann, der sexuell gar nicht zu ihnen passt oder sich sexuell nie Mühe gibt, und BEIDE denken, so muss Sex sein und es liegt an der Frau, wenn sie nie einen Orgasmus hat.
 
  • #23
Sex mit irgendwelchen Menschen, bloss zu Befriedigungszwecken, setzt einen starken Sexualtrieb voraus, welchen hauptsächlich testosterongesteuerte oder sehr junge Zeitgenossen haben. Sich mit irgendwelchen Menschen, welche einem nichts bedeuten, durch die Laken zu wälzen hinterlässt oft ein schales Gefühl und mutet irgendwie sexsüchtig an, beim weiblichen Geschlecht zumindest. Männer können und wollen ja angeblich Sex oft von liebevollen Gefühlen trennen. Klar tut auch die kulturelle Prägung etwas dazu dass eine Frau nicht stolz auf viele Geschlechtspartner ist, im allgemeinen. Dennoch ist es biologisch so dass Frauen mehr Sicherheit, Geborgenheit und Bindung brauchen um Sex wirklich tiefgreifend geniessen zu können. Manche Männer übrigens auch.
 
  • #24
Das andere – hier auch zu lesende Argument – dass Frauen gegenüber Männern das volle Risiko beim Sex zu tragen hätten, stimmt doch in einer modernen Gesellschaft nur noch sehr bedingt: FRau kann Pille nehmen und vom Mann zusätzlich das Kondom einfordern. Das SChwangerschaftsrisiko tendiert dann gegen Null. Abgesehen davon ist der Mann im Fall der SChwangerschaft doch ebenso Leidtragender, da er aufgrund von Gen-Nachweisbarkeit für die Alimente mit aufzukommen hat. Und Krankheiten können sich beide holen – sofern der GV ungeschützt ist.
Das stimmt aber so nicht. Erstens haben die Frauen das höhere Risiko bei Geschlechtskrankheiten, auch was Auswirkungen für die Gesundheit der Frau betrifft. Der Mann hat oft keine Symptome und überträgt das einfach fröhlich weiter. Informiere Dich da doch ein bisschen ausführlicher. Kondom schützt zu 100% weder von der Schwangerschaft noch von allen Krankheiten. Auch wollen heutzutage nicht alle Frauen sich mit Pillen vollpumpen.. Auch deine Aussage bei der Schwangerschaft ist so komisch: auch hier hat die Frau doch viel mehr zu verlieren. Und wenn sie die Schwangerschaft belässt dann verändert sich doch ihr ganzes Leben, inklusive Körper und womöglich Gesundheit. Während der Mann hier im schlimmsten Fall nur leichte finanzielle Einbußen hat.
 
  • #25
Wenn Frauen und Männer da statistisch gleich wären mit reinem Sex ohne jegliches Interesse für die Person, hätte es auch schon immer männliche Prostitution gegeben, egal, wie das kulturell angesehen war.
Glaube ich nicht. Kulturell, in der Erziehung und erst recht religiös gab es da immer einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Was bei Männern völlig folgenlos war, war bei Frauen verpönt. Rein praktisch hatten Frauen früher auch die Folgen zu tragen.
Schau Dir an, was im islamischen Kulturkreis heute passiert und Du siehst, wie das hier früher war.
 
  • #26
Anders als von den Frauen oft vermutet ist jedoch nicht die sexuell aktive, freizügige Frau das Objekt des Männespottes, sondern die zurückhaltende.
Das stimmt für bestimmte Kreise gar nicht. Die Männer an der Uni teilten Frauen sehr wohl ein in "zurückhaltend - gut" und "sexuell aktiv - duweißtschonwas". Einige hatten trotzdem ihren Spaß mit den Aktiven, aber schon eine zu sexy angezogene Frau wurde hinter dem Rücken ausglacht als "hat es nötig", "primitiv" oder "notgeil" und dergleichen.
 
  • #27
Wenn Frauen sagen, sie könnten nur mit einem Mann Sex haben, den sie lieben, interpretierst Du das SO???
Ich bin gerade geplättet. Das ist wie bei einer Geschichte aus Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein".
Wenn eine Frau sagt "ich liebe dich", denkst Du dann auch, dass irgendeine Hinterlist der Grund sein muss?
Stimmt, das hatte ich ganz überlesen. Ist wirklich seltsam, "Liebe und Sex nicht trennen können" mit "Sex als Währung" gleichzusetzen. Das ist ja eben das Gegenteil. Ich hab ganz sicher nicht Sex aus Kalkül mit meinem Freund, auch am Anfang der Beziehung nicht, sondern, weil ich mich in ihn verliebt habe und das will. Es gibt sicher Frauen, die denken, mit Sex können sie den Mann an sich binden (was ja wie wir hier oft lesen meist schiefgeht), aber das hat nichts damit zu tun, Sex und Liebe nicht trennen zu können.
Und es klingt dann auch so, als ob der FS das gar nicht nachvollziehen kann, was denn der Unterschied bei Sex in der Beziehung und ohne Liebe ist. Auch ein Mann, der gern ONS hat, muss doch bemerken, dass es eben verschiedene Sachen sind, wenn man den anderen liebt, und das man sich dann in die Frau hineinversetzen kann, die eben nur diese eine Art von Sex haben möchte?
 
  • #28
Allerdings frage ich mich, was eine erwachsene Frau daran hindern sollte, anonym in einer Großstadt ihre Sexualität auszuleben?
Nichts hindert sie daran, aber sie muss ja erst mal einen Mann finden, mit dem sie Sex haben möchte. Und das ist auch in der anonymen Großstadt nicht so einfach.
Damit bei mir das Bedürfnis nach Sex entsteht, muss es nicht gleich Liebe oder Verliebtheit sein, sondern der Mann muss mir außerordentlich gut gefallen. Das heißt er muss (für mich) sexuell attraktiv sein (nicht zu klein, nicht zu dick, Haare auf dem Kopf) ... da fallen schon mal ganz viele Männer raus. Ich muss mich auch mit ihm unterhalten können ... da fallen alle "Dumpfbacken" raus (nichts ist unsexier als als ein dummer Mann). Er muss gepflegt sein ... ich bin nicht seine Mami, die ihm erst beibringen muss, wie man Körperpflege betreibt ... auch da sind einige Männer recht sorglos unterwegs und wundern sich noch, warum nie eine Frau scharf auf sie ist. Und am allerwichtigsten ... ich muss ihn "riechen" können, die "Chemie" muss stimmen. Und das ist sehr sehr selten. Es gibt natürlich attraktive, gepflegte Männer, mit denen man sich toll unterhalten kann, aber es scheitert dann an der "Chemie". Das Bedürfnis, sie anzufassen, zu küssen, mich anfassen und küssen zu lassen, kommt bei mir gar nicht erst auf. Warum sollte ich dann noch mit ihnen ins Bett gehen? Das würde mich ja Überwindung kosten und das kann es ja nicht sein. Da bleibe ich lieber bei SB, alles andere ist nur unangenehm und frustrierend.
Ich kann einfach nicht mit jedem "körperlich" werden, konnte ich noch nie. Mich überfordert es schon allen möglichen Leuten die Hand zu schütteln (Corona sei Dank muss man das jetzt nicht mehr).
Und für Sex müssen schon viel Faktoren zusammen kommen. Sex als reine Triebabfuhr mit irgendeinem beliebigen Mann kommt für mich daher nicht in Frage. Meine Erziehung oder "was die Nachbarn denken" spielt dagegen keine Rolle, wenn mir ein Mann wirklich gefällt.
 
  • #29
Hoffentlich ist Liebe und Sexualität vereinbar, wäre ja schlimm, wenn es sich ausschließen würde. 😉

Nun, es gibt hier einfach unterschiedliche Einstellungen, Erfahrungen, Hintergründe - am Ende sollte jede*r den Weg wählen, den sie bzw. er die sich als richtig entscheidet.

Wie ich meine Sexualität lebe, geht nur mich und den jeweiligen (Sexual-)Partner was an.
Am Ende muss ICH mich gut fühlen.

Als wichtig finde ich, dass man jeder/jedem zugesteht, so zu leben, wie es für die /denjenigen passt - ohne Abwertungen.

Dass manche Menschen Sex als Leistung sehen, an Erwartungen knüpfen - auch das das Problem der jeweiligen Person. Enttäuschungen sind dann, wie in unzähligen Threads zu lesen, vorprogrammiert.
Wer zu sich und seinen Wünschen und Grenzen steht, wird nicht enttäuscht werden, meine persönliche Erfahrung.

W, 51
 
  • #30
Ich schließe mich der Antwort von @ Charline an und füge noch hinzu:

1. Die wenigsten Männer verstehen, wie Frauen zum Orgasmus kommen. Und da hat man eventuell GAR NICHTS davon, wenn man einfach mit irgendjemanden in die Kiste springt. (und als Hinweis: dann fühlt man sich benutzt, weil er kam und sie nicht).

2. Abgesehen von Schwangerschaften gibt es noch jede Menge Krankheiten usw....der Unterleib einer Frau ist komplexer und komplizierter als der eines Mannes

3. Charme und Verführung, das fehlt den meisten Männern...es steht denen, die nur Treibabfuhr suchen, @ SvnBln, im Gesicht geschrieben und ist einfach nur widerwärtig

4. Man weiß als Frau nicht, auf wen man sich einlässt, wenn man mit jedem x-beliebigen mitläuft. Glaubst du, die haben alle ein Kondom dabei, sind feinfühlig und empathisch?

Sex habe ich nie als Mittel eingesetzt und fühlte mich auch nicht "entehrt", wenn daraus keine lange Beziehung wurde. Dennoch ist es wichtig für mich, den anderen einschätzen zu können und ihm vertrauen zu können....zusätzlich zur Attraktivität, Persönlichkeit/Charakter/Intelligenz....ja, ja, da wird die Luft ganz dünn...