G

Gast

  • #1

Ledig oder Geschieden, was ist bei Ü40 günstiger?

Wenn ich Damenprofile ansehe, die bei Ü40 noch den Familienstand LEDIG ausweisen, ertappe ich mich teilweise beim Gedanken, ob das "übriggebliebene" sind, die mangels Optik oder wegen sonstiger Macken keinen Heiratspartner fanden. Ich habe erst eine ledige Dame getroffen, die schien mir völlig normal und wirkte geistig viel agiler, als Ex-Ehefrauen nach langen Ehen. Nun bin ich m 50 ebenfalls nie verheiratet gewesen und frage mich, ob die Damen da genauso denken und mich als ewigen Junggesellen mit allerlei Macken einstufen? Daher die Frage an m und w: würdet ihr einen Geschiedenen ü40 dem/der Ledigen vorziehen, oder andersrum?
 
  • #2
Ich wäre nie im Leben darauf gekommen, dass "ledig" ein Nachteil sein könnte. Für mich ist auf jeden Fall "geschieden" ein Makel, da immer juristische und finanzielle Konsequenzen zu berücksichtigen sind und es für mich auch emotional nicht so schön ist, dass derjenige sich schon mal so bombensicher war und dann gescheitert ist. Da käme ich mir wie die zweite Wahl vor.

Ich schließe zwar geschiedene Männer nicht kategorisch aus, aber letztlich doch ziemlich. Ein geschiedener Mann müsste schon ein ganz besonders toll passendes Profil haben, damit ich darüber nachdenken würde.

Nein ganz klar: Ledige sind hier erste Wahl, Geschiedene sind zweite Wahl. Dieser Tatsache muss man ins Auge sehen.
 
  • #3
Ob nun als ledig oder geschieden ausgewiesen ...
Erst einmal gehe ich davon aus, dass der eine wie der andere Typ Mann in Beziehung/en war. Daraus folgernd kann jeder Mann 'seelische Brüschen' mitbringen oder auch nicht.
Letztlich kann er aus der/den Beziehung/en negativ Resultierendes auch, bis er auf eine neue Liebe trifft, - zumindest ansätzlich - verarbeitet haben.
Einen Makel hat für mich weder ledig noch geschieden.
Und wenn 'engstirnig' denkend ... dann kann ledig genauso mit Makel behaftet sein wie geschieden.

Irgendwie schon müßig von diesen Begrifflichkeiten eine 'Regel' ableiten zu wollen.
 
G

Gast

  • #4
Bin selbst ledig w. und habe die Erfahrung gemacht, dass geschiedene Männer immer ein größeres Päckchen mit sich herum schleppen - selbst wenn sie keine Kinder haben. Eine Ex-Ehefrau hat fast immer einen nachhaltigeren Eindruck hinterlassen als eine Freundin/Partnerin. Ist ja auch klar: mit dieser Frau wollte er für immer. Wenn Kinder dazu kommen, wird sie auch auf ewig weiter Teil seines Lebens sein. Die Vorstellung finde ich ganz und gar nicht attraktiv. Außerdem passt der Lebensstil Lediger fast immer besser zu meinem; ehemals verheiratete Männer haben sich während der Ehe oftmals doch eher gehen lassen - geistig und auch körperlich - weil alles ja so sicher eingetütet war. - Gleiches beobachte ich umgekehrt auch bei Frauen.
 
G

Gast

  • #5
Lieber FS
Also bei Ü 40 geht es so grad noch, aber ab 45 läuten bei mir sofort die Alarmglocken. Ich bin 50 und schreibe von mir aus nie einen ledigen Mann an und wenn ich eine Anfrage bekommen, habe ich genau diese Gedanken - ist das ein "Übriggebliebener".
In meinem Bekanntenkreis habe ich einige männliche und weibliche Ledige und die meisten haben einen Knacks weg. Sie sind einfach nicht beziehungsfähig und meistens etwas schrullig.

Ich mag einen Mann, der schon eine dauerhafte Beziehung hatte und daraus gelernt hat.
Natürlich gibt es Ausnahmen, z.B. "Ledige", die 20 Jahre in einer "wilden Ehe" gelebt haben. Andererseits mag ich auch keine Geschiedenen, die schon 4 x verheiratet waren oder die sich schon mit 25 scheiden ließen und seither Single sind.
 
G

Gast

  • #6
in gebildeteren familien wird zuerst wert darauf gelegt, dass ein beruf erlernt wird, diesem auch nachgegangen wird und dann erst wird sich um die paarbildung bemüht.
unter hinzurechnung einiger fehlgriffe und verarbeitungszeiten derselben kann dann schon mal die ü40-grenze überschritten werden und die frau ist dann eben immer noch ledig.
so ist es z. b. bei meiner freundin: sie ist hübsch, intelligent, vielseitig interessiert, ehrlich und herzensgut, kommunikativ, kompromissfähig und kommt mit meinen kindern zurecht - und sie hat natürlich ihre kleinen macken - ich wäre kein richtiger mann, wenn ich damit nicht umgehen könnte ;). es wundert mich nicht, dass ich mich in sie verliebt habe ;)
 
G

Gast

  • #7
Ledig gleich übriggeblieben? Nein, diese Damen und Herrn wollten aus verschiedenen Gründen nie heiraten. Als ob ein Mensch der geheiratet hat, keine Macken oder einen Knacks haben könnte.
Ist ja echt interessant, was sich die Menschen bei den verschiedenen Beziehungszuständen alles so denken. Geschiedene kommen nicht infrage, Ledige auch nicht, Getrennt Lebende sowieso nicht - da bleibt ja niemand mehr übrig - außer sich selber.
Ich gucke mir alle immer an und dann bilde ich mir ein Urteil.
 
G

Gast

  • #8
Ich bin weiblich, fast 50 und geschieden.

Ehrlich gesagt habe ich enorme Vorbehalte bei Ü45-Männern, die noch ledig sind.
Da ist mir einer der - jedenfalls zunächst mal offensichtlich - schon Beziehungserfahrung hat schon lieber.

Da ich aber davon ausgehe, dass kein halbwegs normaler Mann mit Ü45 noch keinerlei Erfahrungen mit irgendwelchen Beziehungen gesammelt hat, gehe ich auch bei den Ledigen die Sache immer erst mal vorsichtig an und frage mal genauer nach...

Aber einen der immer nur kleine Kurzzeitgeschichten hatte und keine wirklich GUTE Erklärung dafür hat, lasse ich effektiv nicht an mich heran.

Übrigens, Frederika... bei aller Liebe, aber hast du schon mal an all die Männer gedacht, die vielleicht für ihren Zustand "geschieden" beim besten Willen nichts dafür können und auch irgendwann WIRKLICH alles abgeschlossen haben?? Meinst du nicht, deine Radikalaussage ist da ziemlich ungerecht?
Ich kenne solch einen ganz lieben Kerl... leider zu jung für mich (37).
 
G

Gast

  • #9
Ich erwische mich auch bei dem Gedanken, dass ein lediger Mann mit Mitte 40 und ohne Kinder es wohl bisher nicht ernst gemeint hat, nicht bereit war Verantwortung zu übernehmen und es auch weiterhin so hält. Aber das ist völlig paradox. Denn ich bin selbst mit 43 noch ledig. Ich war immer in einer Partnerschaft, wollte nur einfach nie heiraten und es war auch meine Entscheidung keine Kinder haben zu wollen. Trotzdem halte ich mich für einen beziehungsfähigen Menschen und mein Freundeskreis bestätigt mir das auch. Man sollte nicht immer gleich das Schlimmste befürchten und sich selbst und seine eigenen Motive überdenken.
w, 43
 
G

Gast

  • #10
Ü 40 und ledig = Katastro*** das sind überwiegend Eigenbrötler und Egoisten, das sind meine große Erfahrungen, Finger weg. m45
 
G

Gast

  • #11
Großer Gott, welch ein Unsinn! Auf jeden Fall sollte Ü40 wissen, dass das nach Einzelfall zu entscheiden ist, oder?
 
G

Gast

  • #12
Ich denke auch, dass es vermutlich mehr Geschiedene ü40 mit irreparabelem Knacks gibt als Ledige ü40. #5 ist die Ausnahme - danke, dto. ;-)
 
G

Gast

  • #13
Lieber Fragesteller, ich würde einen Mann Ü50 der ledig ist einem Mann der geschieden oder verwitwet ist (getrennt lebend/verheiratet kommt schon gar nicht in Frage) ist vorziehen. Bei einem solchen Mann würde ich annehmen, dass er auf die Richtige gewartet hat und hoffen, dass ich die Richtige für ihn bin bzw. mich bemühen, die Richtige für ihn zu sein. Mir ist schon klar, das ist etwas anmaßend, aber ich bin eben ein wenig romantisch.

w/48 (geschieden)
 
G

Gast

  • #14
Grundsätzlich gilt auch hier -wie bei vielen anderen Diskussionen auch- dass man nicht verallgemeinern kann/soll. Dennoch hätte ich Ledige eher mit Vorsicht genossen, weil da zu vermuten ist, dass die Macken größer sind als bei den Geschiedenen, sonst hätten sie doch sicherlich schon eher den Mut gehabt, zu einer festen Beziehung zu stehen.

@....."diese Damen und Herren wollten aus verschiedenen Gründen nie heiraten". Aha! Und warum sind sie dann seit sehr langer Zeit -wenn man das Forum aufmerksam verfolgt- hier angemeldet und immer noch nicht fündig geworden?!?
 
  • #15
wie kommt man zu dem schluss, dass ein lediger keine beziehungserfahrungen hat?
warum sollte ein lediger schrulliger sein, als ein geschiedener?

mir wäre es egal, ob eine potentielle partnerin geschieden, ledig oder sonst was ist - nur gebunden sollte sie nicht sein.
 
G

Gast

  • #16
Ich bin auch so eine die Ü40 noch nie verheiratet war. Warum?, früher fühlte ich mich dazu nicht reif genug, studierte erst mal, dann kam die Wende, beruflicher Neuanfang, Wohnen im Westen, beruflicher Neueinstieg der viel Kraft kostete, die Zeit verging..., die Ost-Männer in meinem Alter waren längst verheiratet, oder lebten gerade in Trennung, die West-Männer, wollten noch nicht, dann ein "Versuch" mit einem West-Mann, es ging schief, aber wir haben dafür ein tolles gemeinsames Kind, dann Single-Mama, wenig Zeit, da Job und Kleinkind sehr anstrengend sind, dann 40zig geworden, langsam wieder mehr Zeit für mich, neue Versuche, mit Ost-Männern, die inzwischen immer mehr getrennt lebend und sich viel über Konsum definierten, nicht wirklich frei im Kopf und im Herzen waren, oft noch in der Vergangenheit lebten, ich war inzwischen zu sehr Wessi-Frau geworden :), brauche auch eine gewisse Freiheit und... die Zeit vergeht.

Heute mit 47, 2 Jobs, gesunde finanzielle Basis, lerne ich leider nur "freie" Männer kennen, die noch so viel ungesunden negativen Balast mit sich rumschleppen, den ich halt nicht habe. Deswegen bin ich eigentlich unfreiwillig Single.

Heute bin ich froh, früher nicht geheiratet zu haben, weil ich mir sicher bin, hätte ich das, wäre ich auch geschieden und würde sicherlich nicht so aufgeräumt, psychisch stabil, finanziell und mit stabilen Kind leben. Dazu bin ich als kleine, wirklich schlanke Frau nicht unattraktiv, dazu schauen mich viel zu sehr die Männer auf der Strasse an.

Also, nicht jeder Mensch, der nie geheiratet hat, hat ne Macke, ist schrullig oder sonst was. Man muss das immer im Einzelfall sehen.

Vielleicht sind manche Menschen einfach nur zu klug, um zu heiraten :).
 
G

Gast

  • #17
Ich wohne in einer Großstadt und bewege mich in einem akademischen Umfeld. Glücklicherweise wundert sich hier niemand über Ü40-Singles, egal ob m oder w. Ich finde auch nicht, dass die anderen Singles, die ich so kenne, einen Knacks weg habe. Ich selbst sehe keine Notwendigkeit zu heiraten (auch in der Zukunft nicht), hatte aber Zeit meines Lebens (bis auf die letzten Jahre) langjährige Beziehungen.

Demzufolge habe ich erst mal keine Vorbehalte gegenüber Ü40-ern, die "ledig" angeben. Ganz im Gegenteil ist mein erstes Gefühl beim einem Ledigen wesentlich besser als bei einem Geschiedenen. Bei einem Geschiedenen assoziiiere ich: gescheitert; zu früh geheiratet; zu konventionelle Vorstellungen; eine Frau, die ggf. noch Ansprüche jeglicher Art stellt; ggf. noch Besitztümer, um die gestritten wird; alles in allem zu viel Altlasten.

w, 40
 
G

Gast

  • #18
Natürlich ist "geschieden" besser. Wer will einen Überständer?
Da geht gleich das Vorurteil im Kopf ab: "unattraktiv, noch nie eine Beziehung auf die Reihe bekommen, Ansprüche passen wahrscheinlich nicht zum Marktwert" usw.

Und das trifft i.d.R. auch zu! Es gibt keine superattraktiven, beziehungsfähigen Menschen, weder weiblich noch männlich, im Alter um die 50 die freiwillig noch nie verheiratet waren.
 
  • #19
@#17: Warum in aller Welt folgerst Du, dass Ledige weniger feste Partnerschaften hatten? Weil alle nur Sex in der Ehe wollen oder immer gleich heiraten?

Viele Ledige haben längere, bessere, stabilere Partnerschaften geführt als Geschiedene!

Das Aufarbeiten einer Scheidung dauert meistens länger als das einer Trennung. Geschiedene haben oft weniger und weniger erfüllende Partnerschaften genossen, weil sie meistens länger an den scheiterenden Beziehungen festhalten. Zudem haben Geschiedene bewiesen, dass sie sich "100%ig sicher sein können" und sich dennoch grundlegend geirrt haben. Ledige haben diesen massiven Fehler nicht gemacht.
 
G

Gast

  • #20
zu #18

Ja, Frederika, jetzt muss ich dir mal recht geben und dazu noch so nett und sachlich geschrieben. Geht doch, wenn du willst :).
 
G

Gast

  • #21
Der jeweilige Mensch im Einzelfall zählt. Ein Begriff wie " ledig" oder "geschieden" verrät wenig über zugrundeliegende Umstände und Motive. Warum immer in solch eingen Kategorien denken und sich nicht bei Sympathie ein näheres, persönliches Bild machen? Alles andere ist unreif.....
 
G

Gast

  • #22
Also ich habe 3 Ü40 Männer die ledig waren kennengelernt. Alle waren mit Ihrem Beruf verheiratet und hatten immer mal wieder Beziehungen, die aber nie länger als 5 Jahre gehalten haben. So jemand muss ich nicht haben - für mich ein Nogo!
 
S

Sphynx

  • #23
Ich schließe keinen aus und denke bei "ledig" ab und an : na ein ewiger Jungeselle...wer weiß...
Wenn das Profil mir aber trotzdem gefällt mache ich keinen Nachteil aus seinem Status.
bei getrennt lebend lasse ich es darauf ankommen. Wie lange ist er getrennt, hat er das verarbeitet und in welcher Situation ist er jetzt.

NOGO: Ich wohne noch mit meiner Frau zusammen, ich schlafe aber im Gästezimmer.
 
G

Gast

  • #24
Ich war unvoreingenommen und für jeden Typus Mann offen, egal ob ledig, getrennt lebend, geschieden oder verwitwet, und hatte Dates mit allen vier Typen.

Die Witwer erschienen mir mit Abstand am "normalsten", was Beziehungsfähigkeit und Charakter anbelangt. Am wenigsten kam ich mit Ledigen zurecht, die erschienen mir eher intorovertiert, mutterfixiert, bindungsunwillig, "verkorkst".

Aber bitte, das soll kein Pauschalurteil sein, es sind nur meine persönlichen Erfahrungen. Und meine Datepartner waren auschließlich 53+, überwiegend um die 60, und ausschließlich Akademiker.

w54
 
G

Gast

  • #25
Ich bin ja froh, dass nicht nur ich diese Gedanken habe.
Bei Ledigen bin ich kritischer - ja, ich geb es zu; extrovertierte Ledige werden nicht angeschrieben. Wobei ledige Muttersöhnchen auch nicht erwünscht sind. Ledig mit Kindern ist ok, weil dann hat der Mann schon was erlebt im Leben.
Ich bin selber geschieden, und hoffe einfach mal, dass alle anderen Geschiedenen die bisherige Ehe(n) so abgeschlossen haben wie ich.
Komischweise hatte ich bisher nur Dates mit Ledigen - und bin noch immer auf der Suche....
 
G

Gast

  • #26
Wenn jemand Ü40 ist und war noch nie verheiratet dann weil man/frau es so wollten oder konnten. Man muss sich einfach bewusst machen, dass man selber mit so einem Partner keine klassische, bürgerliche Ehe anstreben kann. Damit würde man sich selber nur unglücklich machen. Der Wunsch, dass jetzt doch alles auf einmal so ganz anders sein möge...sehr unwahrscheinlich, lebens-, realitätsfremd. Warum aber sollte alles andere nicht möglich sein?
 
G

Gast

  • #27
Ich (w/42, keine Kinder) bin zum jetzigen Zeitpunkt seit 1 1/4 Jahren getrennt, die Scheidung war jetzt vor dem Amtsgericht (wir wollten es beide) und ich schätze, in nun 5 Wochen (nach Einhaltung aller Fristen) werden wir rechtskräftig geschieden sein. Nach 11 Jahren Ehe bin ich auch seit dem Single.

Dieses ewige hin- und her, welcher "Status" für das zukünftige (auch mögliche partnerschaftliche) Leben nun besser, schlechter oder vorteilhafter ist, finde ich ehrlich gesagt langsam demotivierend. Man bekommt das Gefühl, dass alles - egal was man ist - im Grunde ein "Stempel" oder "Makel" ist, dass es fast eine Diskriminierung ist. Ob man nun alleine (oder auch Single) ist weil geschieden, ledig oder verwitwet und dazu zähle ich auch -nicht rechtlich betrachtet- das "getrennt lebend" (da es ja nicht immer an einem selbst liegen muss, warum eine Scheidung noch nicht vollzogen wurde).

Vielleicht ist es ja ausgesprochen naiv gedacht von mir - und es gibt aus rechtlicher Sicht sicherlich gute Gründe dafür, dass es diese "Einteilungen" gibt -, aber warum kann man nicht einfach nur "verheiratet" und "nicht verheiratet" sein, ohne dass man sich "outen" muss? Ganz egal, ob man ledig ist oder geschieden oder verwitwet.

Es gibt Gründe, warum man "nicht verheiratet" oder einfach nur "Single" ist. Und je nach persönlichen Erfahrungen hat sich man sich vielleicht auch mal (vor)schnell ein "Bild gefertigt", welches die Objektivität nehmen kann, die Neutralität, wenn man jemanden kennenlernt. Wenn man auch demjenigen seine "Lebensgeschicht" erzählt mit den Gründen, die dafür oder dagegensprechen bzw. -sprachen, so ist es doch auch immer "die eine/meine Seite". Die könnte ich auch immer offen und ehrlich bezeugen, aber wer weiß, ob man selbst auch wirklich immer alles so richtig nachvollziehen und reflektieren kann/konnte? Stimmt die Selbsteinschätzung mit der Wirklichkeit, den Tatsachen, überein? Vielleicht war man auch zu (selbst)kritisch mit manchen Situationen und/oder bekam von Dritten kein ehrliches feedback?

Egal, ob der andere geschieden, verwitwet oder ledig ist - Hauptsache ist doch, dass der Kopf und das Herz frei und bereit ist!

Ich lese hier schon seit längerem mit und so mancher Beitrag hat mir die Augen geöffnet, mich erkennen, verblüffen, aber auch verwirren lassen...

Speziell an "Kalle":
Ich mag Deine sympatischen und "deinerdirselbsttreubleibenden" Beiträge. Ich finde es auch einfach schön zu lesen, dass Du nach nun doch schon längerer Zeit Dich immer noch als "frisch verliebt" bezeichnest. Man spürt, dass Du sie wirklich sehr schätzt. Es tut gut, über die Art und Weise wie Du über sie, Dich bzw. euch oder Deine Vergangenheit schreibst, zu lesen. Das wollte ich nur mal sagen.
 
G

Gast

  • #28
Ich (m, 42) lebte 19 Jahre in einer wilden Ehe.
Jeden Tag, wenn ich nach Hause komme, denke ich: Was bist du für ein Glückspils. Wärst du verheiratet gewesen, wäre das Haus (während der Beziehung gebaut) jetzt weg. Und die Hälfte von allem anderen auch.
Nach 19 Jahren meinte meine Ex, fremdpoppen zu müssen. Ich warf sie hinaus und fertig. Kein Scheidungskrieg, kein Zugewinnsausgleich, kein Versorgungsausgleich und auch keine Unterhaltsforderungen. Keine Altlasten. Nichts.
Wäre ich verheiratet gewesen, hätte ich für das fremdgehen meiner Ex auch noch bezahlen müssen.
So konnte ich nach einiger Zeit mit einer neuen Frau (ledig und toll!) einfach nochmals von vorne anfangen.
Mögen mich die geschiedenen Frauen hier gerne für beziehungsunfähig oder schrullig halten. Irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Oder doch zumindest besser, als meine geschiedenen oder getrennt lebenden - und angeblich so beziehungsfähigen -Freunde.
Und übrigens: ich hätte mich nach meiner Trennung niemals mit einer geschiedenen Frau eingelassen. Ich habe selbst keine Altlasten und will daher auch keine von meiner Partnerin.
 
G

Gast

  • #29
Bin w41,ledig und sehr stolz darauf!

Allerdings habe ich ein fast erwachsenes Kind.

Natürlich hatte ich trotzdem Beziehungen.

Ich würde ebenfalls einen ledigen Mann einem Geschiedenen vorziehen.

Wobei dies in meiner Prioritätenliste nicht so weit oben steht.

Ich muss hier Frederika einmal (was nicht so häufig vorkommt) in allem zustimmen
 
G

Gast

  • #30
Ich habe die konkrete gemacht (bei einer anderen Single-Börse), dass ledig für Frauen -zumindest in meinem Alter, bin 50- ein ganz gravierender Makel ist.

Ich hatte in dieser Single-Börse zunächst ein Profil mit ledig, kinderlos (da war ich noch 49) und bekam nur eine Handvoll Zuschriften. Seit 2 Wochen habe ich das fast gleiche Profil mit "geschieden, kinderlos" eingestellt und bekomme massenhaft Zuschriften!

Ich kläre diese Lüge übrigens schon ganz am Anfang des schriftlichen Kontaktes auf und keiner der "Interessenten" ist deshalb abgesprungen. Ich denke, das LEDIG in höherem Alter wird von Männern als "alte Jungfer, die keiner wollte, vermutlich schwerste Mängel" eingeschätzt und die Profile sofort weggeklickt.