• #31
Wie bekomme ich nun heraus, ob es sich aber um eine
Eine rein sexuelle Affaire hat wenig "Tragkraft" oder um eine Affaire aus "Seelenverwandtschaft" wäre ist?
Wäre alles so sauber und ehrlich, würdest du hier schreiben? Was ist das für eine Seelenverwandtschaft oder Vertrautheit, wenn du diese Fragen nicht an ihn richten kannst?
Ihr habt eure Affäre schon 3 Jahre lang und da kann man doch offen miteinander reden, oder nicht? Ihr kennt euch doch intimer als alle anderen? Wo ist das Vertrauen, das dazugehört?

Ein Mann muss nicht schlecht über seine Frau reden oder die grosse Liebe versprechen, um eine Affäre zu haben. Damit entzieht er sich wenigstens aller Verantwortung (ich hab dir nie was versprochen). Was ist daran eigentlich ehrlich? Er geht den Weg des geringsten Widerstands und schweigt den Rest aus. Das ist Manipulation!

Sicher kann so etwas ganz lange gehen; aber das wird die Zeit zeigen und nicht irgendein Wahrsager. Da wirst du immer im ungewissen bleiben, wie übrigens bei allen Zukunftsfragen. Da kann man dir im Moment so von weitem wirklich nicht weiterhelfen.
 
  • #32
Hallo FS,

ich fürchte, meine Einschätzung dazu ist nicht besonders orginell und natürlich davon gefärbt, wie es mir selbst in so einer Situation ginge.

Ich würde mit der Zeit immer mehr unter dem Zustand der Unehrlichkeit meiner Ehefrau gegenüber leiden und davon ausgehen, dass ich sie und damit vielleicht auch einen gewissen sozialen, beruflichen, finanziellen etc. Status verliere, wenn ich ihr die Wahrheit über dich sage, oder sie unabsichtlich herauskommt (die Beziehung zu meinem Kind würde dadurch ja wahrscheinlich nicht komplett beendet werden, auch das ist eine tiefe Liebe).

Wenn du meine "Seelenverwandte" (bleiben wir mal bei diesem Begriff, vielleicht auch die "Liebe meines Lebens") wärest, hätte ich allerdings die viel größere Sorge, dass ich dich verlieren würde, wenn ich keine Nägel mit Köpfen mache und mich von meiner Ehefrau trenne, um mich ganz auf meine Beziehung zu dir einlassen zu können. Außerdem würde ich es einfach nur sehr schwer ertragen können, mehr meiner Zeit mit einer Anderen als mit dir zu verbringen.

Zusammengenommen heißt das für mich (unorginell, sagte ich ja...), dass dein Freund die Trennung von dir als das kleinere Übel in Kauf nehmen würde, um seine Ehefrau auf keinen Fall zu verlieren. Wenn sich die Beziehung mit dir intensiviert, wird es immer wahrscheinlicher, dass sein Schauspiel zuhause irgendwann auffliegt.... daher jetzt seine "Notbremse".

Was du natürlich tun kannst: ihn in Sicherheit wiegen, dich wieder ein Stückchen zurücknehmen und ihn die Affaire auf der ursprünglichen, gefahrlosen Ebene fortsetzen lassen.
Wenn dir das zu wenig ist, würde ich ihm das ruhig so sagen. Wenn meine Einschätzung stimmt, wird er dich dann allerdings verlassen.

manchmal
 
  • #33
Liebe FS,
ich finde Dich realitätsfern. Nur weil Du nicht im selben Büro arbeitest wie die Kollegin, mit der Du über Deine Affäre tratschst und weil Du meinst, seinen Namen nicht genannt zu haben, heißt das noch lange nicht, dass niemand von Euch weiß.
Ich arbeite in einem Großunternehmen, bin keine Raucherin, d.h. frequentriere nicht die Tratsch- und Klatschbörse, halte mich von den meisten Kollegen auch ziemlich zurück, aber selbst ich weiß über diverse Affären aus weit entfernten Abteilungen Bescheid.

Die Kollegin redet Dir nach dem Mund (nach Deinen Wünschen), damit Du ihr den langweiligen Arbeitsalltag auch zukünftig mit Deiner Affärenstory etwas spannender machst, nicht weil es so ist oder werden kann.

Warum soll Dein Affärenmann schlecht über seine Frau mit Dir reden? Bestimmt hat er mit ihr eine zufriedenstellende Beziehung, sonst hätte er sich schon eine andere Frau gesucht. Er will sich nicht in schlechte Stimmung reden, sondern die Affäre genießen, deswegen schweigt er sich zu dem Thema aus.

Wie kann jemand Dein Freund sein, mit dem Du Dich garnicht austauschst, sondren nur Sex hast, wie Du im Eingangsthread schreibst. Jetzt redest Du Dir das Ganze schon wieder mit WA-Geschnatter schön. Als hätte das einen anderen Wert, als jemanden bei der Stange zu halten und sich die Langeweile zu vertreiben.

Meine Prognose: der Mann hat spitz bekommen, dass Du in der Firma über die Affäre tratschst und bringt sich vor Dir in Sicherheit. Dabei muss garnicht sein Name bekamnnt sein - es reicht, dass er mitbekommen hat, dass Deine Affäre Gesprächsthema in der Firma ist. Da ist ihm das Risiko zu hoch, dass sein Name damit in Verbindung gebracht wird. Also Rückzug.
Wenn er ein wirklich toller Man ist, wird er kein Problem haben, die nächste Affärenfrau zu finden, die sich die Affäre schönredet.

Ja, es ist eine Seelenverwandtschaft, wenn 2 Leute aufeinandertreffen, deren Seele ausschließlich unterhalb der Gürtellinie liegt - ansonsten ist es für ihn nur Sex mit einer beliebigen bereitwilligen Frau.
 
  • #34
die FS
es ist komisch wie viele Comments hier stehen, die immer auf dem selben Punkt rum reiten. Noch einmal: Meine Kollegin arbeitet nicht mit mir, nicht einmal in der selben Berufssparte. Und nochmal, mein Affäremann und mich verbindet eine Freundschaft in der wir uns gegenseitig unterstützen und wertschätzen. Der tolle Sex kommt einfach noch dazu. Wir kommunizieren auch ausserhalb meines Schlafzimmers miteinander täglich, nur die Themen Gefühle werden nicht tangiert. Ich glaube nicht dass er mich als Affärefrau einfach so eintauscht gegen eine andere, denn diese Freundschaft ist gewachsen, die würde er ja auch verlieren, genau so wie ich. Und ich glaube auch nicht, dass er sich nach 3 Jahren einfach so schnell eine andere Frau angelt obwohl das sicher kein Problem für ihn wäre. Ich glaube, dass zwischen uns mehr ist als nur Sex, sonst wäre das schon längst vorbei, ich weiss einfach nicht was es ist. Bitte also nur noch Antworten von Leuten die so eine Situation selbst auch einmal erlebt haben oder die sich einfühlen können in das Thema, und keine Antworten mehr von genervten Selbstdarstellerinnen die nichts anders zu tun haben als ihre Wut auf Männer hier raus zu hauen. Danke
 
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  • #35
Wenn ich Dich richtig verstanden habe im Eingangspost, geht es Dir nur darum, die Affäre aufrecht zu erhalten und Du machst Dir keine Hoffnung, dass er sich trennt. Da die Affäre drei Jahre schon hält und der Sex toll ist, denke ich nicht, dass er Dich als Affäre verlieren will. Ich glaube aber nicht, dass sich bei ihm tiefe Gefühle entwickelt haben, falls er sie nicht schon länger hat, weil das schon viel zu lange dauert mit euch, als dass man auf einmal bemerkt, dass man seinen Alltag lieber mit seinem Affärenmenschen verbringen will.
Wir kommunizieren auch ausserhalb meines Schlafzimmers miteinander täglich, nur die Themen Gefühle werden nicht tangiert.
Hast Du das Gefühl, es ist ein heißes Eisen, dh. wenn Du das mal ansprichst, hast Du Angst, dass er nicht mehr will, weil er befürchtet, dass Du ihn mit Deinen Gefühlen stresst? Manchmal spürt man es ja unbewusst, dass man irgendwas nicht berühren sollte, weil es das Ganze klärt und man die Wahrheit nicht wissen will.
Du hast auch im Eingangspost geschrieben, dass Du Angst hast, dass Du nicht mehr spannend bist als Affärenfrau. In Deinem letzten Beitrag klingt es so, als wärt ihr tief verbunden und es wäre wesentlich mehr. Ist Deine eigentliche Frage eher, warum er sich nicht trennt von seiner Frau, weil er DICH liebt? Dh. was wünschst Du Dir in eurer Verbindung?
Ich habe das Gefühl, Du hast aufgrund seiner Situation und seiner Schweigsamkeit Dir selbst verboten, von ihm diesbezüglich Klarheit zu verlangen, und hoffst nun, dass er von selber das will, was Du schon die ganze Zeit möchtest.
Ich glaube nicht, dass Deine Affäre Angst vor ihren Gefühlen hat, wenn Du so eine Innigkeit zwischen euch empfindest. Nur weil er nicht drüber spricht, kann er doch anscheinend trotzdem vermitteln, dass er viel für Dich empfindet.
Ich denke eher, er ordnet die Gefühle dem Nutzen in seinem Leben unter, und da er auf Dich "zurückgreifen" kann, wann immer er will, muss er auch nicht befürchten, dass falls er Gefühle hätte, diese nicht mehr mit Dir zu leben wären. Er kann beides haben: die Ehe und das mit Dir. Würdest Du sagen, dass Du gehst, wenn er sich nicht trennt, DANN würde ich denken, dass er Probleme mit seiner Gefühlswelt bekommt, weil er sich entscheiden müsste.
 
  • #36
.... nur die Themen Gefühle werden nicht tangiert.
Gefühle werden nicht thematisiert, weil keine Gefühle da sind - das ist so bei Affären. Warum sollte man bei einer Affäre nicht nett und aufmerksam miteinander umgehen, schließlich wollen beide eine gute Zeit zusammen verbringen? Das hat nichts zu sagen.

Glauben ist in der Kirche angemessen, in echten Leben sollte man mehr auf Wissen setzen.

Wenn Du meinst, dass alles so super ist zwischen Euch, dann warte doch einfach ab. Irgendwann legt sich der Stress in der Firma und dann ist er vielleicht nicht mehr so distanziert.
Wenn doch, könnte es ja sein, dass Euer intensives Liebeswochenende zumindest einen Anfangsverdacht bei seiner Frau geweckt hat und ihn das zu Zurückhaltung von Dir und zur Umpriorisierung seiner Freizeitaktivitäten veranlasst.

Dass er Dir seine echte Motivation für die Verhaltensänderung ehrlich mitteilt kannst Du nicht erwarten, allein um Dich nicht zu irgendwelchen Störmanövern zu motivieren - Jobanforderungen gehen immer durch. Vielleicht hofft er, dass Du von selber drauf kommst, dass die Distanzierung eine Bedeutung hat. Von einem Affärenmann sollte keine Frau Ehrlichkeit in solchen Themen erwarten.

Die wenigsten Ehen vertragen Affären. Das ist für die meisten Menschen mit Selbstwert ein Trennungsgrund.
Die wenigsten Männer riskieren die Ehe, wenn Gefahr im Verzuge ist und sie in der Hauptverdiener-Position sind, sondern die meisten beenden die Affäre. Und da ist es ziemlich egal, was für Gefühle sie mit der Affärenfrau verbinden und wie gut der Sex ist - der Kontostand und ggfs. das Image im Privatleben (erweiterter Familienkreis, Freundeskreis) sind wichtiger.

Ausnahmen davon sind seltene Einzelfälle - dazu gibt es hier Unmengen Themenstränge enttäuschter Affärenfrauen, die alle so tolle, intensive Beziehungen zu den Männern hatten. Warum sollte es bei dir anders sein? Und wenn es so wäre, kann Dir dazu niemand eine verlässlich Prognose oder zuverlässige Verhaltensdeutung geben, weil man die individuelle Situation nicht kennt, nur Fragmente aus Deiner verzerrten Perspektive.

Du wirst mit der Ungewissheit leben müssen, bis sich von ihm eine Aussage/wieder Interesse kommt oder Dich die Geduld verlässt.
 
  • #37
Ich werde vermutlich nie vollständig verstehen, warum die Frau - die in eine Ehe einbricht - Sympathien genießt, während das männliche Pendant Schmähungen ausgeliefert wird. Meines Erachtens stehen sich beide in (beinahe) nichts nach. Mein Mitleid hält sich in beiden Fällen in recht engen Grenzen.
Weil die Affärenfrau oftmals nichts für ihre Gefühle kann. Entweder weiß sie anfangs nichts von der Ehefrau und verliebt sich oder es wird hartnäckig um sie geworben und nach monaten knickt sie ein. Sie sitzt dann da, traurig verliebt, unglücklich und weiß nicht was sie machen soll, hofft der Mann trennt sich. Der Affärenmann hingegen macht dieses Spiel oftmals nur aus Zeitvertreib, langer Weile und Unzufriedenheit in der Ehe - hat aber zu keinem Zeitpunkt vor sich jemals zu trennen. Über diesen letzten Aspekt lassen die Männer die Affärenfrauen aber meistens im Unklaren und stellen gerne ein "ich würde mich so gerne trennen...ich brauche nur noch Zeit um mich zu sortieren"
Deshalb sind sie den "Schmähungen" ausgeliefert.
 
  • #38
Und nochmal, mein Affäremann und mich verbindet eine Freundschaft in der wir uns gegenseitig unterstützen und wertschätzen. Der tolle Sex kommt einfach noch dazu. Wir kommunizieren auch ausserhalb meines Schlafzimmers miteinander täglich, nur die Themen Gefühle werden nicht tangiert. Ich glaube nicht dass er mich als Affärefrau einfach so eintauscht gegen eine andere, denn diese Freundschaft ist gewachsen, die würde er ja auch verlieren, genau so wie ich. Und ich glaube auch nicht, dass er sich nach 3 Jahren einfach so schnell eine andere Frau angelt obwohl das sicher kein Problem für ihn wäre. Ich glaube, dass zwischen uns mehr ist als nur Sex, sonst wäre das schon längst vorbei, ich weiss einfach nicht was es ist. Bitte also nur noch Antworten von Leuten die so eine Situation selbst auch einmal erlebt haben oder die sich einfühlen können in das Thema, und keine Antworten mehr von genervten Selbstdarstellerinnen die nichts anders zu tun haben als ihre Wut auf Männer hier raus zu hauen. Danke
Dann hast Du ja nichts zu befürchten und die tolle Freundschaft und der super Sex sind Dir auf weitere Jahre hin gesichert. Mir ist völlig schleierhaft, wo Dein Problem liegt und Deine Arbeitskollegin hat wahrscheinlich recht: Ihr befindet euch nun eben auf einer "anderen" Ebene der Beziehung, die wir hier alle nicht verstehen
 
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  • #39
Ich werde vermutlich nie vollständig verstehen, warum die Frau - die in eine Ehe einbricht - Sympathien genießt, während das männliche Pendant Schmähungen ausgeliefert wird.
Der Singlemann, der eine Affäre mit einer verheirateten Frau anfängt, ist meiner Leseerfahrung nach nicht solchen Schmähungen ausgesetzt wie die böse Hexe, die den verheirateten Mann "verführt". Den Armen, der nicht selber denken und entscheiden kann. Das wird gern geglaubt von Frauen, dass ihr Betrüger-Mann oder der Affärenmann, der ja auch ein Betrüger ist, nur nicht mit seinen Gefühlen klarkommt oder nicht weiß, was er fühlt und "Männer sind eben so".

Falls Du als männliches Pendant den verheirateten Mann meinst, der sich auf ne Singlefrau einlässt, so ist er ja ein Lügner, während eine Singlefrau sich meist vormacht, es sei Liebe bei ihm und nicht nur sexuelle Bedürftigkeit, und vordergründig niemanden betrügt, es sei denn, die verheiratete Frau ihres Lovers ist ihre Freundin. Die unbekannte Ehefrau ist doch in diesem Fall egal und gern selbst schuld, wenn sie sich was vormacht wegen der Integrität ihres Mannes oder ihrer Beziehung. (wenn man so rangeht, dass man möglichst hochmoralisch leben will, könnte man ganz woanders anfangen als bei einer betrogenen Ehefrau, die vermutlich "nicht schlecht" lebt mit den Lügen.)
Schlussendlich kann man den Affärenmenschen vorwerfen, dass sie Beihilfe zum Betrug leisten und sich nicht mal fragen, ob sie sich an jemanden mit fragwürdigen Charaktereigenschaften verschwenden. Dem gegenüber steht aber, wie auch die FS schreibt, grandioser Sex. Da ist einem wohl das Hemd näher als der Rock.
 
  • #40
Eine andere Antwort, die Dir weniger gut gefallen wird:
1. Du hast (wie wohl die allermeisten Affärenfrauen und -männer) ein recht schräg anmutendes Verständnis von "sauber" - blitzsauber ist nur die Polyamorie, wäre er denn tatsächlich ehrlich (auch zu seiner Frau).
2. Ich sehe überhaupt keinen Grund, weshalb er zu Dir ehrlicher sein sollte als zu seiner Frau.
3. Jeder ist seines / jede ist ihres Glückes Schmied. Dauerhaft wirst Du es in dieser "Beziehung" kaum finden; dafür verbaust Du Dir bessere Möglichkeiten, hast derweil fröhlich (?) hoffentlich wenigstens "guten" Sex und verplemperst damit Deine besten Jahre.
Denke genau gleich! "Sauber" wäre alles erst dann, wenn er entweder gar keine Affäre begonnen hätte mit der FS oder wenn er sich von seiner Frau getrennt hätte!

Er weiss sehr wohl, was er tut, dass er seine Frau belügt und betrügt (schon das ist nicht "sauber") als auch vermutlich den besseren Sex von der FS schon 3 Jahre nur zu gerne mitnimmt.

@Diadem was soll der Mann mit dir reden? Dass er dich über alles liebt, wo es doch gar nicht stimmt oder sogar sich überlegt, seine Frau deinetwegen zu verlassen? Beides stimmt nicht! Es ist Quatsch, wenn Frauen von einer Seelenverwandtschaft träumen! Was soll denn das genau sein? Für dich genau und wie müsste sich ein solcher Mann verhalten und was sollte er tun?

Und projizierst du nicht in diesen Mann aus Verliebtheit deine Wünsche und Bedürfnisse nach mehr; konkret nach einer normalen und exclusiven Liebesbeziehung? Dass er das nicht lebt und leben kann beweist er schon, dass er mit dir eine Affäre hat und sich mit seiner Frau schläft oder glaubst du sie liegen händchenhaltend im Bett nebeneinander!

Der Mann schweigt und geniesst und wenn seine Affäre nie auffliegt, wird er dieses Geheimnis ins Grab nehmen ausser er hat das Bedürfnis es mal seiner Frau zu beichten. Ihm sind ansonsten deine und die Gefühle seiner Frau egal, sonst würde er euch beide nicht verar****en.
 
  • #41
Wir kommunizieren auch ausserhalb meines Schlafzimmers miteinander täglich, nur die Themen Gefühle werden nicht tangiert. Ich glaube nicht dass er mich als Affärefrau einfach so eintauscht gegen eine andere, denn diese Freundschaft ist gewachsen, die würde er ja auch verlieren, genau so wie ich. Und ich glaube auch nicht, dass er sich nach 3 Jahren einfach so schnell eine andere Frau angelt obwohl das sicher kein Problem für ihn wäre.
Er sprich nicht über Gefühle, denn wenn er ehrlich wäre, würde er dir sagen, dass er nicht in dich verliebt ist und nicht mit dir zusammen sein möchte. Diese Wahrheit würde dich sehr tief verletzen und du würdest dir überlegen, ob du weiterhin mit ihm ins Bett gehst oder diese Affäre doch lieber beendest.

Du sprichst auch nicht über Gefühle und fragst ihn nicht, ob er in dich verliebt ist und dich liebt, weil du auch selbst intuitiv spürst dass das ein heisses Eisen ist wie @void schreibt. Du fürchtest auch die Wahrheit. Und im Grunde genommen wisst ihr ja beide, was Sache ist nur sprecht ihr sie nicht aus!

Er nicht, weil du ihm als Affärenfrau für den sexuellen Genuss nicht zur Verfügung stehen würdest, weil er sicherlich spürt, dass du dir nach 3(!) mehr wünscht.

Du nicht, weil du Angst hast alleine zu sein, denn würdest du über deine Gefühle mit ihm sprechen wollen, so wird es sich vermutlich vollständig zurückziehen und seinerseits die Affäre beenden. Unbewusst weisst du auch, dass dieser Mann offenbar gar nicht fähig ist wirklich zu lieben, denn ansonsten würde er seine Frau nicht betrügen. Wenn er schon seine Frau betrügt und mit dir Sex hat, dann weisst du genauso gut, dass er das leicht mit anderen Frauen machen kann. D.h. er könnte dich ohne mit der Wimper zu zucken sehr leicht ersetzen und damit kommen wir zum Ausgangspunkt deiner Befürchtung:
Meine Befürchtung ist, dass ich als Affäre einfach nicht mehr so spannend bin und er mich nur noch warm hält bis er etwas anderes gefunden hat.
Dass du für ihn als Affäre nicht mehr spannend genug bist und er sich eine andere sucht und findet! Du bist von ihm abhängig und hängst am seidenen Faden. Er spürt, dass du ihn nicht verlieren willst und kann tatsächlich mit dir machen, was er will - jederzeit fallen lassen.

Was würde passieren, wenn du ihn vor die Wahl stellst, sich für eine Frau zu entscheiden? Bist du dazu bereit?
 
  • #42
Guten Morgen FS,

ich mag mal wieder dafür plädieren, dass eine Affäre auch "nur" eine (Art von) Beziehung ist und so wie jede Beziehung hat auch diese ihre Halbwertzeit. Manchmal halten sie ein Leben lang. Nicht immer aber immer seltener.

Bei Deiner vermute ich auch: Du bist ihm zu nahe gekommen. Er stellt(e) jetzt die gewollte Distanz wieder her. Wenn Du diese nicht (be)achtest, wird die Halbwertzeit Euer Beziehung schnell erreicht sein/werden.

Du bist halt "nur" eine Affäre!
 
  • #43
Und nochmal, mein Affäremann und mich verbindet eine Freundschaft in der wir uns gegenseitig unterstützen und wertschätzen. Der tolle Sex kommt einfach noch dazu. Wir kommunizieren auch ausserhalb meines Schlafzimmers miteinander täglich, nur die Themen Gefühle werden nicht tangiert.
sorry dass ich Dir nicht schreiben kann was Du gerne hören möchtest. Daher auch von mir ein "und nochmal": Miteinander reden würde helfen. Wenn ihr eine wertschätzende Freundschaft (mit tollem Sex meinetwegen) habt, dann kannst Du mit ihm darüber reden statt mit anderen ... (Kollegen, anonymes Forum etc.)

Kannst ja mal über das Gespräch berichten, sofern Du Dich traust über Deine Fragen, Wünsche und Bedürfnisse mit ihm zu sprechen. Wäre echt spannend!

Ich wünsche Dir viel Mut und Glück (ist von Herzen ehrlich gemeint) ...
 
  • #44
Ich habe mir nach meiner ersten Antwort doch mal die Mühe gemacht den Thread, einschließlich Deiner Statements, durchzulesen und versuche Dich in gewisser Weise zu verstehen. Ich führe eine Beziehung, augenscheinlich um vieles besser, als das was ich um mich herum wahrnehme, ohne Liebe/verliebt zu sein. Ich kommuniziere dies genauso, auch und vor allen Dingen über Gefühle(!), und sollten WIR zu dem Schluss kommen, dass wir uns nicht mehr gut tun, dann würde ich mich erst trennen und dann vielleicht, eher wohl nicht, wieder umschauen.

NUR: Ich bin (ansonsten) nicht gebunden. Was an einem verheirateten Mann, der eine Affäre hat, ehrlich und sauber sein soll, entzieht sich mir völlig. Das ist doch paradox und Du realitätsfern sowie -fremd. Was bitte schön möchtest Du "mehr"?
 
  • #45
Die unbekannte Ehefrau ist doch in diesem Fall egal und gern selbst schuld, wenn sie sich was vormacht wegen der Integrität ihres Mannes oder ihrer Beziehung. (wenn man so rangeht, dass man möglichst hochmoralisch leben will, könnte man ganz woanders anfangen als bei einer betrogenen Ehefrau, die vermutlich "nicht schlecht" lebt mit den Lügen.)
Schlussendlich kann man den Affärenmenschen vorwerfen, dass sie Beihilfe zum Betrug leisten und sich nicht mal fragen, ob sie sich an jemanden mit fragwürdigen Charaktereigenschaften verschwenden. Dem gegenüber steht aber, wie auch die FS schreibt, grandioser Sex. Da ist einem wohl das Hemd näher als der Rock.
Interessant. Die betrogene Ehefrau ist wahlweise selbst schuld und/oder lebt besser mit dem Nichtwissen? Die Affärenfrau dagegen "kann nichts für ihre Gefühle" und ihr ist - alles andere wäre ja "hochmoralisch" (mal ein anderes Wort, sonst werden hier gerne moralisierende Moralapostel geortet, sobald jemand darauf hinweist, dass es im Leben mehr Werte gibt als Lustgewinn) - "das Hemd näher als der Rock"? Soll wohl heißen,"grandioser Sex" setzt ihren Verstand außer Funktion? (Ironiemodus an: Ich vermutete bisher, das gäbe es nur bei Männern? Ironiemodus aus). Was bleibt, ist die Umdeutung der weiblichen Rolle: aus der ehebrechenden Täterin wird das Opfer ihrer großen Gefühle.
 
  • #46
Die betrogene Ehefrau ist wahlweise selbst schuld und/oder lebt besser mit dem Nichtwissen?
So wird es sich dann gern vorgemacht, habe ich bei einer Freundin auch selbst erlebt. Sie als Geliebte hat wirklich gelitten (klar, selbstgewählt) und die Freundin beneidet, weil sie nichts wusste und für sie die Welt in Ordnung war. Und natürlich will eine Geliebte dann, dass die Freundin den Mann nicht befriedigen kann in Sachen Schönheit, Sex und Liebe, denn sonst wäre er ja nicht bei ihr.
Die Affärenfrau dagegen "kann nichts für ihre Gefühle" und ihr ist "das Hemd näher als der Rock"?
Ich glaube, die meisten verliebten Affärenfrauen denken, wie oben geschrieben ("Ehefrau kann den Mann nicht halten" - auch wieder so ein Bild des hirnlosen Mannes, der gehalten werden muss, oder er weiß nicht, was er tut), dass der Mann ein toller Mann ist, mit dem sie glücklich werden können. Die Hoffnung ist es, die sie in der Affäre hält.
Die FS hat aber geschrieben, dass es der beste Sex ihres Lebens ist. Es gibt doch diesen Spruch, man würde die Dinge, die man nicht getan hat, mehr bereuen oder so. Ich halte das für Quatsch, ich denke, man bereut nur, wenn man genau wusste, irgendwas ist nicht gut im Leben, und man könnte es ändern, aber tat es nicht und die Chance ist verpasst. Wie es bei ihr ist, weiß ich nicht. Vielleicht kriegt sie nie wieder so guten Sex. Ihr würde ich nicht vorwerfen, dass sie die Ehe des Mannes doch schützen sollte und sich schlaflose Nächte zu machen hat, weil er die Frau betrügt. Ich würde mich aber nie mit einem solchen Lügner und Betrüger einlassen. Aber das muss sie mit sich selbst klären, sie hat es auch als saubere Sache beschrieben, und dass er zu ihr ehrlich sei. Wer die Ehefrau belügt, belügt auch andere, weil das ein Lebenskonzept ist, bzw. seins ist ja eher Schweigen. Vielleicht ahnt auch die Ehefrau was und fragt nicht nach, weil sie Angst vor Konsequenzen hat. Damit kommt der Mann gut durchs Leben.
 
  • #47
Was bleibt, ist die Umdeutung der weiblichen Rolle: aus der ehebrechenden Täterin wird das Opfer ihrer großen Gefühle.
Ich würde jede Frau erstmal hassen, mit der mich mein Freund betrügt. Aber ich sehe die Schuld NICHT bei der Frau, sondern beim Mann (der wäre ja dann wohl sowieso irgendwann fremdgegangen, ob nun mit ihr oder eben der nächsten) bzw. bei mir, weil es mir nicht aufgefallen ist, dass ich mit einem zusammen bin, der sowas als Lösungsmöglichkeit für Beziehungsprobleme ansieht.

Ich kann Lügner nun mal nicht ausstehen, und die Frau hat mich nicht belogen, sondern nur mitgenommen, was sie kriegen konnte und! was sich anbot! Der Lügner ist der Affärenmann. Und sie darf den Mann gern haben. Noch was: Weil sie aufgedeckt hat, dass ich mir unglaublich was vorgemacht habe mit dem Mann, bin ich irgendwann auch froh, dass ich nicht noch mehr Zeit vergeudet habe in so einer Beziehung.
Sie ist für mich kein Opfer, nicht mehr oder weniger als ich als Betrogene. Ich würde sagen, wir sind beide auf den gleichen Mann reingefallen, aber sie weiß das noch nicht.

Ich finde es viel zu simpel, das Problem moralisch zu betrachten. Das würde nämlich bedeuten, dass wenn man die Moral nicht beachtet, automatisch fremdgegangen würde. Moral ist eine Kopfsache, Treue eine Sache des Gefühls. Ich brauche hier keine Kopf-Werte-Liste, was ich machen darf oder nicht, ich entscheide das allein. Ich würde niemals meinen Partner hintergehen. Mit nichts, weder Geld noch Sex.