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  • #1

Künstliche Befruchtung für Singlefrauen?

Ich (w, fast 40) habe einen Kinderwunsch, aber bisher nicht den passenden Partner zur Familiengründung gefunden. Ich frage mich, warum es hier in Deutschland legal nicht möglich ist, sich in dieser Situation künstlich befruchten zu lassen. In anderen Ländern wie z.B. Spanien geht das doch auch und wird von vielen Frauen praktiziert.
Ich habe einen guten Job, bin finanziell abgesichert und könnte somit problemlos alleine ein Kind ernähren. Außerdem halten viele Ehen doch sowieso nicht und die Frauen stehen letztendlich mit den Kindern alleine da.
Ich überlege schon, mich z.B. in Spanien künstlich befruchten zu lassen. Was würdet Ihr mir raten?
 
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  • #2
Also ich denke für die Entwicklung eines Kindes sind beide Eltern wichtig oder besser gesagt die weibliche und die männliche Seite, wenn Du für dad Kind eine feste männliche Bezugsperson hast, dann wage den Schritt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich so eine Regelung in Deutschland gut finden würde. Sie ist aber sicher besser, als wenn Frauen sich von einem flüchtigen Bekannten schwängern lässt.
 
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  • #3
Ich würde dir raten, dass Dänemark näher ist und dass es sogar in Deutschland hilfreiche Ärzte gibt.

Und natürlich rate ich dir nicht zu lange zu warten. Du hast keinen Mann, wo es egal ist ob ihr 20 oder 50 mal Sex habt bevor du schwanger wirst. Du musst für jeden Versuch mehrere tausend Euro zahlen. Dementsprechend kosten dich altersbedingte Probleme beim schwanger werden viel Geld.
 
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  • #4
Ja, warum wohl ist das in Deutschland nicht möglich? Überleg mal, noch dazu in deinem Alter, eine finanzielle Absicherung hilft deinem Kind dann auch nicht weiter, wenn du mal krank wirst oder sonst was schief läuft, mit Geld kann man nicht alles richten.
 
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  • #5
Liebe FS

wenn du es allein schaffst- just do it. Ich bin jetzt gerade 43 geworden und wünschte ich hätte vor 3 Jahren
als meine letzte Beziehung wegen seiner Seitensprünge in die Brüche ging
einfach getan wonach mir war.
Costa Blanca, Spanien, Aarhus Dänemark. Es gibt viele Adressen.
Lass dich gut beraten.
 
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  • #6
Ich finde es auch merkwürdig! Alleine ein Kind groß zu ziehen, mach doch keinen Spaß! Ich finde ein Kind nur sinnreich, wenn man es mit dem Mann, den man liegt, aufwachsen sieht. Zudem solltest du ans Kind denken. Was erzählst du ihm später, wenn er nach dem Vater fragt? So weit denken viele Leute gar nicht, was mal in 30 oder 40 Jahren ist, und dass das unter Umständen ein schwerer traumatischer Schlag und ein schwerwiegendes Problem oder Demütigung für den späteren Erwachsenen darstellen kann.

Heute wächst ja schon die erste Generation Samenspenderkinder aus den 80er Jahren heran, die mit 30 solangsam im Leben wissen möchte, wer nun ihr Vater ist und diesen auch ausfindig machen!

Ich finde es auch schräg, nun alles erreicht zu haben und zu denken, man wäre nun die perfekte Mutti, weil man genug Lebenserfahrung hat. Das sind dann die Alles-Besserwisser-Frauen, die andere Mütter in Kindergärten und Schulen belehren, wie es besser geht. Nein, danke.

Der Fehler liegt bei dir. Was hast du die letzten 20 Jahre gemacht? Im Bunker gelebt? Keinen Mann kennengelernt, der so halbwegs akzeptabel war? Das kann ich mir irgendwo nicht vorstellen. Es soll ja kein One Night Stand sein, aber jede - wirklich jede Frau - hat mindestens eine Handvoll Verehrer, die ihnen sicher mit Handkuss ein Kind machen würden.
Ich frage mich echt, warum Leute immer so komisch denken.

w
 
  • #7
FS, ich kann Deine Gedanken nachvollziehen. Hätte ich es auch so gemacht, wäre mir viel Ärger erspart geblieben. Er zahlt sowieso schon 18 Jahre nicht für die Kinder, da hätte eine Samenspende auch gereicht. Dann wäre ich nicht auch noch auf Unterhalt verklagt worden. w52
 
  • #8
... aber jede - wirklich jede Frau - hat mindestens eine Handvoll Verehrer, die ihnen sicher mit Handkuss ein Kind machen würden.
Nein - längst nicht jede Frau.

Ich kenne aktuell eine junge Frau mit Kinderwunsch - der bestimmt kein Mann ihr erfüllen wolle.
Weil diese Frau nicht einmal mit sich selber zurecht kommt. Und mit einem Kind sehr überfordert wäre.

Männer müssen sehr genau überlegen, ob und wem sie ein Kind machen.
Denn dann müssen sie i.d.R. für dieses Kind aufkommen. Und tlw. auch für die Mutter.
Und das Kind ist mit dem Pflichtteil erbberechtigt, an seinem leiblichen Vater.
Man schätzt sowas zusammen auf bis zu 180.000 Euro - pro Kind.

Juristischer Ausweg: Künstliche Befruchtung via Samenbank.
Denn diese Samenspender müssen für diese Kinder nicht aufkommen.
 
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  • #9
Hm, absurde Frage...
Ich bin ein Mann und hätte auch gern ein Kind.
Leider habe ich bisher nicht die passende Frau kennen gelernt, welche mit mir eine Familie gründen wollte.
Nun, One Night Stands kamen für mich auch nicht Frage.
Ich suche nun eine Leihmutter, welche sich mit meinem Sperma befruchten lässt.
Das Kind trägt sie dann aus, nach Geburt nehme ich dann das Kind...
Die Mutter stelle ich von allen Pflichten frei, Rechte soll sie natürlich auch nicht haben.

Eine anonyme Samenspende bedeutet nix anderes, nur eben andersrum.
Daher zu Recht in D verboten.
 
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  • #10
Alleine ein Kind groß zu ziehen macht Spaß, sehr viel Spaß sogar!

Ann Deinem Wunsch ist rein gar nichts schräg. Die Grundlagen stimmen:
Du wünscht Dir ein Kind, hast die Möglichkeit, Dir diesen Wunsch zu erfüllen ohne in materielle Not zu fallen, hast nicht mehr die ständige Angst, wer weiss was im Leben zu verpassen, leg los und warte nicht mehr lange.

Ich habe in meiner Arbeit (Familienberatung) einige Frauen in den letzten Jahren getroffen, die auf diese Weise Mutter wurden und kann nur sagen, dass ihre Kinder es oft besser haben, als die aus so manchen vermeintlich intakten Beziehungen. Selbst wenn da kein Partner ist, an männlichen Beziehungspersonen mangelt es den Kinder nicht, sie entbehren nichts.
 
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  • #12
Mir tun die Kinder leid, die so gezeugt werden und aufwachsen müssen. Ich finde das inhuman. m
 
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  • #13
Das wäre mir neu. Juristisch gesehen sind auch das Väter, die unterhaltspflichtig sind. Vorausgesetzt natürlich, dass man sie identifizieren kann. Aber dieses Daten muss die Samenbank ja auch an die Kinder herausgeben.

Deshalb geht frau doch ins Ausland oder bestellt zumindest bei einer dänischen Samenbank. Das dänische Familienrecht unterscheidet zwischen "Vater" und "Samenspender".
 
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  • #14
Ich bin zwar mit 30 noch weit vom kritischen Alter entfernt, aber wenn ich bis Mitte/Ende 30 keinen passenden Partner mit Kinderwunsch gefunden habe (oder bis dahin wieder verlassen wurde) würde ich auch diesen Weg gehen und vermutlich nach Dänemark fahren.

Der Schritt ist vielleicht ein bisschen erklärungsbedürftig, aber ich denke jeder der nicht erzkonservativ ist, versteht das schon irgendwie. Von fremden wirst du sowieso nicht darauf angesprochen, niemand "sieht" die Entstehungsgeschichte des Kindes von außen. Letztlich lebt jeder sein Leben und was gibt es schöneres, als ein absolut gewünschtes Kind zu bekommen und ihm alles bieten zu können. Es ist ja auch nicht ausgeschlossen, dass man irgendwann später doch noch einen Mann für den Rest des Lebens findet, nur leider endet die Fruchtbarkeit bei uns Frauen irgendwann für immer.

Ich kann dich nur bestärken, das zu tun. Wie auch einige Vorredner kenne ich im Familienkreis kinderlose Frauen, die es heute nur bereuen, wenn alle Besuch von Kindern und Enkeln bekommen und sehen wie das Leben weitergeht.

Auch wenn man offiziell nicht so viel darüber redet, glaube ich dass viele Kinder heute unkonventionell gezeugt werden. Wie viele Menschen sind eingeschränkt fruchtbar oder unfruchtbar oder erfüllen sich als Single den Kinderwunsch? Keiner kann sagen wie viele, aber alleine dass es in jeder großen Stadt diese Kliniken gibt, spricht doch Bände :)
 
  • #15
aber jede - wirklich jede Frau - hat mindestens eine Handvoll Verehrer, die ihnen sicher mit Handkuss ein Kind machen würden.

Selten so gelacht... Ich kenne nur Männer, die entweder in einer festen, funktionierenden Beziehung Kinder wollen und Männer, die überhaupt niemals Kinder wollen. Dass ein Mann einfach so eine Frau, für die er schwärmt, schwängern wollte, habe ich ja noch nie gehört. Die Herren wissen doch ganz genau, dass da einige Verpflichtungen dranhängen.

Ich habe auch noch nie von einer Frau gehört, dass sie ein solches Angebot bekommen hätte.
 
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  • #16
Ich habe beruflich viel mit Spaniern zu tun und die meisten kennen persönlich eine oder mehrere Singlefrauen, die per Samenbank Mutter wurden. Und finden es völlig normal, das ist kein großes Thema (mehr) in Spanien. Dasselbe gilt für berufstätige Mütter, die meisten Spanierinnen arbeiten bereits nach kurzer Zeit wieder Vollzeit, ähnlich wie in Frankreich. Das "Rabenmutter"-Bild gibt es dort nicht - entgegen aller mediterranen Macho-Klischees. Und übrigens behalten spanische Frauen auch nach einer Heirat selbstverständlich ihren bisherigen Familiennamen.
Die Spanier, die ich so treffe, schütteln immer nur den Kopf, wenn sie bemerken, wie extrem konservativ das angeblich so moderne und fortgeschrittene Deutschland in Familienangelegeneheiten doch ist. Dabei sieht die gesellschaftliche Realität hier ja auch längst anders aus (hohe Scheidungsrate, viele AE-Mütter, viele verhaltensgestörte Kinder usw.). Trotzdem halten gerade die Westdeutschen stur an ihrem 50er-Jahre-Familien-und-Mutterbild fest. Irgendwie seltsam und vor allem unrealistisch.
 
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  • #17
Mir tun die Kinder leid, die so gezeugt werden und aufwachsen müssen. Ich finde das inhuman. m

Mir tun eher die Kinder von irgendwelchen "bildungsfernen" Leuten im Hochhaus leid oder die, deren Vater die Mutter verlassen hat und sich nie meldet.
Ein gewolltes und geliebtes Kind einer Singlefrau, die ihm ein schönes Leben bieten kann, hat es da hundertmal besser.
 
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  • #18
Mir tun eher die Kinder von irgendwelchen "bildungsfernen" Leuten im Hochhaus leid oder die, deren Vater die Mutter verlassen hat und sich nie meldet.
Ein gewolltes und geliebtes Kind einer Singlefrau, die ihm ein schönes Leben bieten kann, hat es da hundertmal besser.

Der Meinung bin ich zum Teil auch. Heute dürfen ja auch homosexuelle Paare Kinder adoptieren oder zeugen (gut zeugen konnten sie es schon immer). Warum sind zwei Menschen vom selben Geschlecht für ein Kind besser, als ein Mensch?

Solange dem Kind von Anfang an erklärt wird, warum es etwas anders aufwächst als andere Kinder, dann müsste jedes Kind damit klar kommen können.
 
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  • #19
Der Fehler liegt bei dir. Was hast du die letzten 20 Jahre gemacht? Im Bunker gelebt? Keinen Mann kennengelernt, der so halbwegs akzeptabel war? Das kann ich mir irgendwo nicht vorstellen.

w

Ich bin zwar ein Mann, aber diesen Mist muß ich mir auch andauernd anhören!

Das Leben läuft manchmal nicht so, wie man es sich wünscht ...und das sogar, wenn man selber nichts, aber auch gar nichts dazu beigetragen hat, es zu versemmeln! Meine Frau wurde in einem Alter sehr krank, in dem andere anfange an Kindern zu basteln (wollten wir auch gerade) ...und starb mit Anfang 30. Ich habe dann selber ein paar Jahre gebraucht, um wieder an der Oberfläche zu erscheinen und habe weitere Jahre (bisher) extrem unerfolgreich nach einer neuen Partnerin gesucht.

Jetzt bin ich fast 44 und beneide Frauen darum, das es für sie relativ einfache Wege gibt, alleine ein Kind bekommen zu können!

m43
 
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  • #20
Mir tun eher die Kinder von irgendwelchen "bildungsfernen" Leuten im Hochhaus leid oder die, deren Vater die Mutter verlassen hat und sich nie meldet.
Ein gewolltes und geliebtes Kind einer Singlefrau, die ihm ein schönes Leben bieten kann, hat es da hundertmal besser.

Warum vergleichen Sie soziale Problemsituationen damit? Damit es humaner wirkt? Ich gehe mal einfach davon aus, dass es im Prinzip ein Menschenrecht ist, zu wissen, wer der eigene Vater ist. Frauen, die dieses Recht vorsätzlich verletzen, handeln nicht nur inhuman, sondern auch egoman. m
 
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  • #21
Warum vergleichen Sie soziale Problemsituationen damit? Damit es humaner wirkt? Ich gehe mal einfach davon aus, dass es im Prinzip ein Menschenrecht ist, zu wissen, wer der eigene Vater ist. Frauen, die dieses Recht vorsätzlich verletzen, handeln nicht nur inhuman, sondern auch egoman. m

Ihr Männer habt leicht reden, ihr könnt ja sogar im hohen Alter noch Vater werden. Aber für eine Frau ist der Zug spätestens mit Mitte 40 nun mal definitiv abgefahren.
Warum sollten diese Frauen also nicht nachhelfen, wenn kein passender Mann für die Familiengründung in Sicht ist? Gerade konservative Menschen sind doch meistens der Meinung, dass "jede Frau zur Mutter bestimmt ist" , oder?
 
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  • #22
Warum vergleichen Sie soziale Problemsituationen damit? Damit es humaner wirkt? Ich gehe mal einfach davon aus, dass es im Prinzip ein Menschenrecht ist, zu wissen, wer der eigene Vater ist. Frauen, die dieses Recht vorsätzlich verletzen, handeln nicht nur inhuman, sondern auch egoman. m

Also im Leben ist vieles nicht human! Wenn ich mir aussuchen sollte welches Schicksal mir lieber ist, dann würde ich mich gegen H4 Eltern entscheiden.

In Deutschland ist die Spende erlaubt aber es können nur Verheiratete nutzen und da weiß das Kind auch nicht wer der Biologische -Vater ist.

Bei Adoption da weiß das Kind auch nicht, wer die leiblichen Eltern sind.

In Deutschland hat seit kurzem jedes Kind das Recht die Daten von dem Spender zu erfahren, von welchem es gezeugt wurde. So muss eine Frau ins Ausland, wird es für das Kind schwieriger, diese Daten zu bekommen.

Wenn eine Frau, ein Kind selber finanzieren kann, dann habe ich kein Problem damit, dass sie eins allen bekommt. Das Kind sollte nur zeitig über die Zeugung aufgeklärt werden und eine feste männlich Bezugsperson haben.
 
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  • #23
Gast 20 und 21

Bei alledem geht es es aber doch wohl vor allem um die Selbstverwirklichung und das Kind ist eine Funktion dafür. Eine Art Spielzeug. Aber auch ein Kind ist keine Funktion, sondern ein Mensch.

Es gibt wahrhaftig genügend inhumane Situationen auf der Welt, aber eine solche vorsätzlich herbeizuführen, ist besonders unmoralisch. Das gilt auch für die Samenspender. Der Zusammenhang Mutter-Vater-Kind wird mutwillig und geplant auseinandergerissen zu Lasten des Kindes, dass sich nicht wehren kann. Sehr viele dieser Kinder werden nicht einmal wissen, wer der Vater ist. Sie bekommen aber ja eine "Bezugsperson" verordnet wie vietnamesische Boatpeople, die ihre Eltern schicksalhaft verloren haben und damit ein Leben lang fertig werden müssen.

Wir leben wirklich in einer Egogesellschaft, die vor gar nichts mehr halt macht. Und das ganz normal findet. Es ist einfach nur widerlich und hoffentlich werden sich Menschen, denen das mutwillig und vorsätzlich angetan wurde, später aktiv dagegen engagieren. m
 
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  • #24
Go for it!!!

Meine beste Freundin hat mit 43 gerade ihre 4. IVF hinter sich und sie bereut so sehr (so) zu lange gewartet zu haben um mit dem 'Richtigen' ein Kind zu bekommen. Nun zerrinnt die Zeit, ihr (Traum)Partner seit fast Jahren ist zwar bereit mit ihr all den in vitro Aufwand mitzugestalten, aber bislang leider erfolglos.
Sie meinte vor Kurzem, dass sie - rückblickend - mit spätestens 40 zur Samenbank hätte gehen sollen ...

Du hast (noch) das richtige Alter, Du bist bereit allein erziehend zu sein, Du hast die finanziellen Mittel und Du möchtest Mutter sein - Also, ran an die Samenbank und lass die Leute lästern... (dazu gibt es das sehr treffende Lied der Aerzte!).

Alles Gute,
w, ü40
 
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  • #25
Liebe FS,

ich kann dich auch nur in deinem Vorhaben bestärken...mach es, bevor der Zug abgefahren ist! Und, wenn ich dir den Tipp geben darf, denk nicht noch ewig darüber nach, sondern fang sobald wie möglich an, es zu versuchen...man ist ja auch nicht automatisch nach dem 1. oder 2. Versuch schwanger, sondern gerade jenseits der 35, 36 kann das gut und gern auch mal einige Versuche mehr in Anspruch nehmen.

Heutzutage, wo (allergrößtenteils zum Glück) das ganze Leben flexibler und freier geworden ist als in der Generation unserer Mütter und erst recht Großmütter, leben wir alle in dem angenehmen Gefühl, dass alles möglich ist - wir können mit 50 eine Affäre mit einer Frau haben, mit 55 in eine WG ziehen, mit 60 zum ersten Mal heiraten und als Rentnerin Workshops zum Thema Erotische Selbsterfahrung besuchen. Darüber vergessen wir aber ganz gern, dass es eben dennoch Dinge gibt, für die die Natur einen recht engen Rahmen vorgegeben hat - und wer prinzipiell Kinder will, sollte noch rechtzeitig aufwachen!

Zumindest in Dänemark gibt es die Möglichkeit von "offenen Spenden", d.h., das Kind hat mit 18 ein Recht darauf, zu erfahren, wer der Erzeuger ist und zumindest einen Kontakt zu ihm zu haben. Das finde ich persönlich sehr wichtig, denn selbst, wenn es dann natürlich kein Vaterverhältnis gibt, so weiß der/die Betreffende zumindest, von wem er/sie zu 50% abstammt.

Alles Gute!!

w 36 (die hoffentlich noch diesen Monat den 1. Versuch in Dänemark starten wird!)
 
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  • #26
Gast 22, wo ist Bitte diese Situation unhuman, um die es hier geht!

Die Situation ist vielleicht nicht perfekt oder optimal, um ein Kind zu bekommen. Aber sie ist ganz weit weg von absoluter Grausamkeit.

Natürlich ist es egoistisch Kinder auf diese Art zu bekommen. Aber auch wenn Mann und Frau zusammen ein Kind bekommen, dann ist da Egoismus dabei.
 
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  • #27
Gast 22, wo ist Bitte diese Situation unhuman, um die es hier geht!

Die Situation ist vielleicht nicht perfekt oder optimal, um ein Kind zu bekommen. Aber sie ist ganz weit weg von absoluter Grausamkeit.

Natürlich ist es egoistisch Kinder auf diese Art zu bekommen. Aber auch wenn Mann und Frau zusammen ein Kind bekommen, dann ist da Egoismus dabei.

Ein Mensch hat ein Recht auf seine Eltern. Auf beide. Das Schicksal kann ihm dieses Recht streitig machen, daran kann man nichts ändern. Aber es ihm vorsätzlich und mutwillig aus egoistischen Gründen wegzunehmen ist inhuman und unmoralisch. Das mag von "absoluter Grausamkeit" weit weg sein, wird aber dadurch nicht besser und entschuldbar. Und ein Ehepaar mit Kinderwunsch mag auch "egoistisch" sein, aber das geht nicht auf Kosten ihres Kindes, eines Menschen, der sonst lebenslang daran zu tragen haben wird. m
 
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  • #28
Gast 22, wo ist Bitte diese Situation unhuman, um die es hier geht!

Kurz vorweggeschickt: Nur weil es schlechte Standarts gibt, sollte man diese nicht zum Maßstab machen. Nur weil es Kinder gibt, die unter schwierigen Verhältnissen aufwachsen müssen, sollte man nicht sagen, alles ist egal und es gibt immer noch schlimmeres. In manchen Ländern leben Kinder auf der Müllkippe. Was folgert daraus? Alles was besser ist als Müllkippe ist gut? M.E. nicht.

Auch das Argument, liebe FSin, dass viele Ehen sowieso nicht halten, kann kein Argument sein. Denn viele Ehen halten und bei vielen gescheiterten Ehen sind nach wie vor beide Elternteile vorhanden.

Nochmal zu Humanität, also Menschlichkeit. Eine Frau, die zehn oder zwanzig Jahre lang keinen passenden Partner zur Familiengründung gefunden hat, mit der kann doch irgendwas nicht stimmen, sorry dass ich das so sage. Irgendwann kann es einfach nicht sein, dass immer nur die anderen/die Männer schuld sind. Vielleicht mangelt es da auch an Kompromissfähigheit oder sonstwas. Da kann man doch nicht einfach sagen: Egal, die Frau wünscht sich ein Kind und dann soll sie das Sperma bekommen.
 
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  • #29
Liebe W

Singlefrau mit Verantwortungsgefühl und ohne leichtsinniges ONS-Gebaren
wird in Deutschland ewig kinderlos bleiben müssen.

Die Freuden auch ein Kind haben zu können sind eben für allein lebende Personen, gleich Männer oder Frauen,
in diesem Land nicht vorgesehen. Selbst Schwule haben es da besser. Sie tun sich zusammen und adoptieren ein Kind.
 
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  • #30
Ein Mensch hat ein Recht auf seine Eltern. Auf beide. Das Schicksal kann ihm dieses Recht streitig machen, daran kann man nichts ändern. Aber es ihm vorsätzlich und mutwillig aus egoistischen Gründen wegzunehmen ist inhuman und unmoralisch. Das mag von "absoluter Grausamkeit" weit weg sein, wird aber dadurch nicht besser und entschuldbar. Und ein Ehepaar mit Kinderwunsch mag auch "egoistisch" sein, aber das geht nicht auf Kosten ihres Kindes, eines Menschen, der sonst lebenslang daran zu tragen haben wird. m

Also ein Mensch hat auf vieles ein Recht. Auf gewaltfreie Kindheit, auf genug Essen und Liebe, Schulbildung, Gesundheit u.s.w.

Ich keine keinen einzigen Menschen bei dem alle Bedingungen zu 100% erfüllt sind.

Also ich denke, nicht zu wissen woher die eigenen Gene kommen, ist das was erheblich leichter zu verkraften ist, im Vergleich zu den anderen Problemen.

Solange es keine Geburtenkonttolle gibt, wo die Menschen zuerst fragen müssen, ob sie unter ihnen vorhandenen Bedingungen ein Kind bekommen dürfen, solange braucht hier keiner mit der Moralkeule zukommen.
 
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