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Meeresrauschen

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  • #1

Kommt zusammen was zusammen gehört?

Hallo Forengemeinde,
glaubt ihr an das Schicksal was die Zusammenführung von Menschen angeht? Wenn sich zwei Menschen wahrhaftig lieben, kommen sie irgendwann trotz aller möglichen widrigen Umstände (z. B. beide noch anderweitig vergeben, Krankheit, räumliche Trennung durch viele Kilometer) doch zusammen?
freu mich auf Antworten
 
  • #2
Wenn sich zwei Menschen wahrhaftig lieben ... beide noch anderweitig vergeben

Wie können zwei vergebene Menschen einander wahrhaftig lieben? Das würde ja bedeuten, daß sie sich vorher ohne das Gefühl der wahrhaften Liebe anderweitig gebunden haben. Und das noch nicht einmal konsequent, also unantastbar durch Dritte.

Zwei charakterliche Defizite auf einmal. Und zwar bei beiden. Und dann „wahrhafte Liebe”? Ich halte das für eine Selbsttäuschung, um die Schuld an der eigenen emotionalen Sprunghaftigkeit dem Schicksal in die Schuhe zu schieben.
 
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  • #3
Kann es sein, dass das Dein Wunsch / Traum ist und Du nun nach Möglichkeiten suchst, ihn in Erfüllung zu bringen ?
 
  • #4
Von nix - kommt nix.
Wenn die Beiden zusammen kommen wollen, müssen Beide was dafür tun.
Das heißt nicht Schicksal, sondern Machsal.
 
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  • #5
Früher hätte ich dafür alles verwettet, was ich habe, ich war auch immer überzeugt, dass das, was man sich im Leben am meisten wünscht, auch so kommt. Heute, mit Mitte 40 weiß ich, dass es nicht so ist. Für mich wohlgemerkt nicht. Ich habe alles erreicht, das mir an sich egal war aber meinen Herzenswunsch nicht. Ich wollte nie etwas anderes als eine glückliche Partnerschaft. Und auch wenn es sich jetzt depri anhört, ich glaube nicht mehr, dass mir das noch passieren wird. Aber ich kenne auch Fälle, in denen es genau so gekommen ist, wie Du es beschreibst. Also, niemals die Hoffnung aufgeben! Alles Gute dafür :)
 
  • #6
Ich halte das für Quatsch. Es kommt einem nur manchmal so vor, weil der Pool von Menschen die als Partner zu uns passen, eigentlich ziemlich groß ist, wir den meisten aber einfach keine Chance geben und sich keine Gelegenheiten ergeben. Wir sind halt alle Menschen und uns in vielem ziemlich ähnlich. Daher sollte man nicht zuviel in irgendwas hineininterpretieren oder darauf hoffen dass sich Schicksalhaft was ergibt.
 
  • #7
Ja ich glaube daran, aber das ist die Meinung einer Träumerin... Allerdings müssen in solchen Situationen viele Opfer gebracht werden und es besteht immer noch die Möglichkeit, dass wenn alle Hindernisse weggeräumt sind, verschwindet der Reiz...
wie ist denn deine Situation?
 
  • #8
Nein, ich glaube nicht an eine höhere Ordnungsmacht im Universum. Schicksalsgläubigkeit bzw. Ergebenheit sind was für Leute, die die Kontingenz unseres Daseins nicht aushalten. Werde ich morgen angefahren und sitze dann im Rollstuhl, dann muss ich das annehmen (oder die andere Option wählen). Nie könnte ich allerdings konstruieren, dass es Schicksal war und deswegen (!) ja ein tieferer Sinn darin stecken muss. Das tröstet manche vielleicht und ich will das auch nicht abwerten (insbesondere dann nicht, wenn es Menschen hilft schwere Krisen zu bewältigen)- für mich wäre es aber Augenwischerei!
Dass ich meinen Mann kennengelernt habe war ein großes Glück (Zufall/ Kontingenz). Dass daraus eine gute und stabile Ehe wurde, ist kein Schicksal, sondern durchaus tägliches Bemühen und sich dafür entscheiden. Und klar ist: er ist nicht der einzige Mann auf dem Planeten, der zu mir passt. Schicksalsgläubige denken immer, dass es da draußen noch den "absoluten Seelenverwandten" gibt. Sie rennen dieser Illusion hinterher und verstehen nicht, dass es viel wichtiger ist das Gute, das man hat zu wollen und zu pflegen.
 
  • #9
Definitiv!!!! Ich glaube fest daran, dass das Schicksal die Karten mischt und dass zusammen kommt, was zusammen gehört.
 
  • #10
Ich glaube, dem Schicksal ist unser Liebesglück egal. Wenn zusammenkommt, was zusammengehört, dann nur, weil die Menschen das so wollen und was dafür tun. Wenn widrige Umstände überwunden werden, dann nur verbunden mit hohen emotionalen Kosten und Aufwand: Migration, Scheidung, etc. passieren nicht von selbst.
 
  • #11
Sagen wir's mal so: Ich denke schon, dass der Erfolg bei der Partnersuche, wie alle anderen Bereiche des Lebens eben auch, von gewissen Determinanten abhängig ist.

Wenn also zum Beispiel zwei attraktive Menschen aufeinandertreffen, die vielleicht aus Leidenschaft dem gleichen Beruf nachgehen, dasselbe Werteverständnis teilen, ähnliche Hobbies, Interessen und Vorlieben haben, und und und ..., dann kann man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhersagen, dass aus den beiden ein Paar werden könnte. Natürlich niemals mit absoluter Gewissheit.

An das Schicksal im Sinne einer (göttlichen) Prädestination glaube ich aber nicht.
 
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  • #12
Nein, nicht wirklich. Viele Menschen gehen ja auch mit Menschen zusammen, die sie überhaupt nicht lieben, z.B. aus Not, Einsamkeit, Ego. Und ich glaube ehrlich gesagt nicht an das Märchen vom : "Alles hat seinen Sinn, alles passiert, so wie es passieren soll." Ich glaube nur an die menschliche Dummheit und Naivität, sein Glück eben nicht richtig zur rechten Zeit greifen zu können.

Da nehme ich mich selbst nicht von aus! Ich war auch schon mit schlimmen Typen zusammen aus Egoproblemen oder Abhängigkeit und Schwächegefühlen und weil ich nicht allein sein wollte. Ich war dumm und jung und mir fehlte das Selbstvertrauen, mich mit den richtigen Leuten zusammenzutun.
 
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Zuckerpüppi

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  • #13
Guter Gedankengang da vollkommen in positiver Grundstimmung.
"Das zusammen kommt was zusammen gehört" ist die gesunde & optimistische Überzeugung, da sie schlussfolgert, dass "wer nicht zusammen kommt gehört nicht zusammen".
Damit "tröstet" man sich schneller, ist weniger rückblickend - mindestens aber freudig vorausschauend und geht hoffnungsvoll Richtung Zukunft. Denn, wenn man zusammen gehört wird es sich ja einfach finden.. Gleich, heute, morgen, bald.
 
  • #14
Nein, das ist ein Ammenmärchen - kein Schicksal bringt irgendwelche Leute zusammen.

In einem Buch über Singles las ich mal folgenden Satz:
...es geschieht nichts weil es geschehen sollte, es geschieht nur, wenn sie etwas dafür tun...

Und so ist es auch. Wenn Bindungen oder die Kennlernphase "fruchten" haben entweder beide viel dafür getan oder einer hat sich besonders angestrengt.

Wenn wir zu Hause auf der Couch liegen und uns das große Liebesglück nur wünschen oder erträumen, träumen wir in alle Ewigkeit davon - ohne dass in der Realität was passiert.

Dann glaube ich auch nicht, dass zusammen kommt, was zusammen gehört. Eher das Gegenteil, denn viele suchen nicht den Richtigen, die nehmen die Gelegenheit und das ist meist der Falsche oder die Falsche auf beiden Seiten, denn sonst würde es nicht soviele Trennungen geben - mit dem richtigen Partner gibt es nämlich keine Trennung.
 
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  • #15
Hallo Meeresrauschen,

ich wollte eigentlich das selbe antworten, wie Apfeldieb, deshalb schließe ich mich einfach mal an ;-) "beide vergeben" UND "wahrhaftige Liebe" ist auch für mich ein Paradoxum als solches, wo man gar nicht mehr weiter drüber nachdenken braucht...

ansonsten so ähnlich gibt's das nur im Märchen bei den Prinzen und Prinzessinnen, und bei Camilla und Charles... aber das sind ja auch wieder Prinz und Prinzessin ;-) nee, was Du Dir wünschst, gibt es nicht

wenn jemand sich hat aus "unwahrhaftigen" Gründen in eine Ehe drängen lassen, dann hat er nichts "Wahrhaftiges" an und in sich, haut also echt nicht hin... Grüssle
 
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  • #16
Ich glaube nicht (mehr) "unbegrenzt", dass sich durch irgendeine Macht irgendwas fügen muss. Lange Zeit wollte ich das glauben, und ich habe auch jetzt noch ohne Religion und Kirche einen starken Glauben, dass sich für mich alles so fügt, wie es für mich richtig ist. Es fühlt sich so an. Dh. wenn ich einen bestimmten Mann nicht haben kann, auch wenn es sich so anfühlt, als würden wir zusammengehören, sage ich mir: Ich kenne nicht alle Parameter, irgendwas ist so, dass es besser ist für mein Leben, dass ich nicht mit ihm zusammenkomme. Das ist ein sehr langer Prozess, in dem ich sehr leide. Aber es ist der einzige Weg für mich, da rauszukommen.

Mir ist mittlerweile bewusst, dass es so viele Schicksale gibt, die ganz furchtbar ungerecht sind in meinen Augen. Ich hab auch ne Menge zu tragen gehabt, aber kein Vergleich zu manch anderem. Was also ist mit diesen Menschen? Fügt sich das Leben bei denen so, wie es zu sein hat laut Gott oder Universum? Gibt es nicht "einfach" Dinge, die keinerlei Nutzen im Leben haben, die einem einfach sinnlos passieren und eine totale Katastrophe sind?

Und wenn man hier "ja" sagt, warum soll dann nicht bei mir selbst auch das sinnlose Unglück zuschlagen? Oder rede ich es mir dann ein, dass darin ein Sinn besteht und ich daran wachsen sollte? Letzte Woche hörte ich von einer Frau, deren Tochter im Alter von 43 Jahren die Diagnose Krebs bekam und noch drei Wochen gelebt hat. Was sagte sich diese Tochter bzgl. ihres Schicksals? Oder will man sich einreden, dass es Anzeichen gab und sie hätte ihr Schicksal vermeiden können?

Wenn Du an das Schicksal glaubst, was die Zusammenführung zweier Menschen angeht, denke ich im Zusammenhang mit dem ganzen oben Geschriebenen, dass das nicht funktioniert. Wenn BEIDE es wollen, funktioniert es. Das hat man ja in der Hand, und es ist nicht wie plötzlich "grundlos" krank werden.
Das Schicksal hat wenig damit zu tun, wenn sich ein Paar zusammenfindet, außer bei der Begegnung. Das ist eine Chance, aber wenn einer zu feige ist, sie zu ergreifen, muss der andere damit weiterleben. Es ist angenehmer zu glauben, dass das Schicksal es nicht will, als sich klarzumachen, dass der andere einen nicht so liebt, wie man selbst ihn, oder dass er einfach zu feige ist, sein bisheriges Leben zu beenden und mit Dir zusammen zu kommen.
 
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  • #17
Zitat von Apfeldieb:
Wie können zwei vergebene Menschen einander wahrhaftig lieben? Das würde ja bedeuten, daß sie sich vorher ohne das Gefühl der wahrhaften Liebe anderweitig gebunden haben. Und das noch nicht einmal konsequent, also unantastbar durch Dritte.
Passiert doch aber dauernd, dass Leute heiraten, ohne zu wissen, wie sich Liebe wirklich anfühlt. Es passt halt irgendwie und weil man es nicht anders kennt, wird der sympathische Mensch, dem man irgendwie wichtig ist, der Partner.
Und während sie die Jahre über die Beziehung führen, entdecken sie dabei, wer sie wirklich sind, was sie wirklich brauchen, und dann steht auf einmal jemand vor ihnen, der sie tief innerlich berührt. Auf einmal ist klar, was Liebe wirklich ist, wie sie sich anfühlt, wie es ist, wenn man wirklich zueinander passt in Bezug auf dieses Gefühl (denn es heißt nicht, dass man keine Differenzen hat, gut miteinander kommunizieren kann, etc.).
Damit ist nicht das plötzliche Verliebtsein in einen schönen Menschen gemeint, sondern das Gefühl, das man hat, wenn man vor dem anderen steht. Dieses tiefe Gefühl der Verbundenheit, das man noch bei keinem anderen Menschen hatte, auch nicht beim lieben Partner. Den liebt man natürlich auch, aber es ist anders.

Wenn man dieses tiefe Gefühl hat, kommen einem Gedanken, dass es das Schicksal geben muss, das einen mit diesem Menschen zusammenführt. Es fühlt sich so richtig an und es KANN nicht sein, dass man ohne diesen Menschen sein soll. Wenn man sowas einmal empfunden hat, will man das andere Lauwarme auch nicht mehr.
Die Frage ist nur, ob man in diesem Moment in einer Partnerschaft ist oder Single. Denn es gibt Menschen, die Pflichtbewusstsein, Angst und Finanzen VOR die Liebe stellen.
Da kann das Schicksal dann auch nichts mehr ausrichten.
Das Schicksal schenkt die Begegnung, alles andere muss man selber machen.
 
  • #18
Ich führe seit 1997 ein Traumtagebuch weil ich zeitweise sehr intensiv träume. In all den Jahren gab es mehrere Träume die sich Monate oder sogar Jahre danach erfüllt haben. Besonders von Kindern träumte ich oft. So träumte ich von einem süßen Mädchen in meinen Armen und ein Jahr später wurde ich schwanger mit meinem 3. Kind, einer Tochter. Ich träumte dass meine ältere Schwester eine Abtreibung macht, Jahre bevor das tatsächlich passierte, und mir wurde eiskalt als ich davon erfuhr. Ich konnte es nicht glauben. Ich war am Boden zerstört weil ich Kinder so sehr liebe. Es gab noch andere Träume die sich später erfüllten, aber niemals mehr bekam ich so einen Schock. Deshalb glaube ich dass gewisse Geschehnisse einfach vorherbestimmt sind, auch wenn ich den Sinn im Moment nicht sehe.

Aus diesen Erfahrungen glaube ich dass wir zwar einen begrenzten freien Willen haben, aber gewisse Ereignisse und Menschen die in unser Leben kommen für uns bestimmt sind. Anders sind präkognitive Träume nicht zu erklären. Ich bin ein sehr feinfühliger Mensch mit großer Intuition. Rationale Menschen die nie etwas in dieser Richtung erfahren haben können damit natürlich nichts anfangen. Das Leben ist ein so großes Mysterium, das ist den wenigsten Menschen bewusst weil sie in ihrer kleinen Welt des Geldverdienens und dem Alltag leben.

Ja, ich glaube fest daran dass Menschen zusammenfinden die sich lieben. Und ich glaube fest daran dass alles miteinander zusammenhängt und verbunden ist. Aber für uns kleine Menschen ist dieses Mysterium unbegreiflich.
 
  • #19
Nein, ich glaube nicht an eine höhere Ordnungsmacht im Universum. Schicksalsgläubigkeit bzw. Ergebenheit sind was für Leute, die die Kontingenz unseres Daseins nicht aushalten. Werde ich morgen angefahren und sitze dann im Rollstuhl, dann muss ich das annehmen (oder die andere Option wählen). Nie könnte ich allerdings konstruieren, dass es Schicksal war und deswegen (!) ja ein tieferer Sinn darin stecken muss. Das tröstet manche vielleicht und ich will das auch nicht abwerten (insbesondere dann nicht, wenn es Menschen hilft schwere Krisen zu bewältigen)- für mich wäre es aber Augenwischerei!
Genauso wie du hatte ich Zweifel daran, ob es eine Art Vorbestimmung/Schicksal gibt und ich bin aufgrund eigener Erfahrungen zu anderem Schluss gekommen.
Durch eigene Vorahnungen (als Bauchgefühl) und Träume über mich selbst als auch Träume über den Tod anderer Menschen!
Von meinem Armbruch träumte ich 2x das zweite Mal drei Tage davor, als mich der Knochenschmerz im Traum weckte. In mehreren Träumen bekam ich Ergebnisse über ein Problem//Sorge.
Die meisten Träume auf mich bezogen erfüllten sich am dritten Tag und zwar spiegelverkehrt.

Gäbe es so etwas wie eine höhere Ordnungsmacht nicht (und da frage ich mich wie ist das oder die Universen überhaupt entstanden, denn von nichts kommt nichts), so hätte ich selber keine Vorahnungen haben können und nichts geträumt, was sich dann erfüllt hätte, weil wenn es so etwas, wie keine Vorbestimmung/Schicksal/Zufall (wie du es nennst) gibt, kann auch niemand etwas sehen oder spüren. Dann ist das eigene Leben ein ungeschriebenes Blatt und niemand kann darin lesen.

Wenn man auf YouTube den Film "das Geheimnis der Palmblatt Bibliotheken" gesehen hatdann stellt das sein ganzes Weltbild auf den Kopf und man wundert sich, ob das was man denkt und glaubt (der Mensch als das mächtigste und selbstbestimmende Wesen auf Erden) der Wahrheit entspricht.

Ich muss nicht daran glauben oder nicht ich habe es selbst erfahren!
 
  • #20
Dann glaube ich auch nicht, dass zusammen kommt, was zusammen gehört. Eher das Gegenteil, denn viele suchen nicht den Richtigen, die nehmen die Gelegenheit und das ist meist der Falsche oder die Falsche auf beiden Seiten, denn sonst würde es nicht soviele Trennungen geben - mit dem richtigen Partner gibt es nämlich keine Trennung.
Wer ist der Richtige? Vielleicht lebt sie in Deutschland und er in Australien und sie werden sich vermutlich nie begegnen.

Eine Frau kürzlich im Thread glaubte, den richtigen Mann an ihrer Seite zu haben, weil die sich 41 Jahren kennen bis dieser Mann sich so verändert hat, und er das Gefühl hatte, sich eine jüngere Geliebte zu nehmen und seine Ehefrau zu betrügen. 41 Jahre treu und sie leidet jetzt darunter und wollte sogar der Geliebten einen Brief schreiben!

Das ist das Problem in den Beziehungen: ich habe leider keinen Einfluss darauf, wie mein Partner denkt, welche Wünsche und Bedürfnisse er hat und ob er den Mut hat mit mir ehrlich und offen zu sprechen.
Voraussetzung dafür ist allerdings, dass beide die gleiche Wertschätzung und Respekt für einander empfinden und dass beide einander ehrlich und offen die Wünsche und Bedürfnisse mitteilen, anderenfalls ist es nicht möglich, wenn nur einer sich darum bemüht, dass die Beziehung schön wird. Eine Beziehung ist immer eine Zweibahnstrasse.
 
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  • #21
Nein, aber jeder Mensch lehrt einen was und man erfahrt dadurch viel über sich selbst, um sich weiterentwickeln zu können.
Vielleicht gibt es nie den richtigen Partner.
 
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  • #22
ich warte auch noch auf die Antwort, aber ich glaube auch an Schicksal, Vorbestimmung... oder ist es nur ein vorgegebener Weg der persönlichen Weiterentwicklung ?

Ich bin -rückblickend - seit 5 Jahren immer wieder einem Mann begegnet, hab ihn erst im letzten Jahr näher kennengelernt, als ich innerlich von einem anderen frei war (den ich auch anno dazumal für eine ganz besondere Verbindung hielt), als ich innerlich bereit war, ihn - also sein wahres Ich, seine Art und seinen Charakter, sehen zu können. Vorher hat er mich nicht interessiert, weil er nicht äußerlich gar nicht mein Typ ist.

Eine Reihe von Zufällen (?) spielte da mit rein oder ist es Vorbestimmung ?

Zwischen uns ist auch eine besondere Verbindung, hätte er es nicht in dem Moment ausgesprochen, als ich es dachte, hätte ich es für Schmeichelei gehalten oder gedacht, dass es wieder nur mein Wunschdenken ist.

Aber zusammengekommen bin ich mit ihm bislang nicht, obwohl er viel für mich empfindet, ist er nach wie vor anderweit liiert. Ich fange nichts mit ihm an, das habe ich bereits gelernt, dass ich da sonst zu sehr darunter leide.

Ich denk, wenn es so sein soll, dann wird es passieren, dann wird er sich trennen oder ich werde wieder etwas lernen, was mich weiterbringt.

Wenn es wirklich wahre Liebe ist, wenn es vorbestimmt ist, dann wird es passieren, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Ich kann dann sowieso jetzt nichts machen oder vorantreiben.

Wenn du an Schicksal glaubst, dann vertrau ihm auch.
 
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  • #23
Wenn du das glaubst, dann geh doch zu einer Wahrsagerin und laß dir die Tarotkarten legen.
Ich bin immer wieder fassungslos, wie viele Menschen an Hokuspokus glauben.

Wenn ich dringend Geld braeuchte, würde ich mir eine schwarze Katze auf die Schulter setzen, mich mit Zigeunerschmuck behängen und in einem schummrigen Raum vorhersagen, wann die große Liebe sich erfüllen wird. Das soll eine gute Einkommensquelle sein :)
Das ist genauso ein Quatsch wie Astrologie und wie viele Leute glauben daran, dass alle Menschen, mit gleichem Sternzeichen ähnliche Charaktereigenschaften und Schicksale haben.

Ich empfehle die Trennung von den ungeliebten Partnern und das Zusammenleben mit "der ganz großen Liebe", das waere sicher zielführender. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.

Ausweglose große Liebesgeschichten gibt es in der heutigen Zeit gar nicht mehr, das ist Groschenromankitsch aus Uromas Zeiten, wo Menschen durch Trennungen wirtschaftlich und gesellschaftlich ins Bodenlose stürzten, bzw. durch gesellschaftliche und religiöse Kluften nicht zusammenkommen konnten und bekanntlich ist ja immer das am Begehrtesten, was man nicht oder schwer bekommen kann.
 
G

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  • #24
Ich bin überzeugt, dass nicht jeder Mensch mit seiner großen Liebe oder dem Seelenpartner eine lange glückliche Beziehung führt... wenn Du das meinst.

Ich bin überzeugt, dass sich Paar finden, die zusammen passen sowohl im Positiven als auch im Negative, deshalb ist es wichtig, dass du selbst möglichst viel Positives einbringen kannst.

Wir sind Schicksalsverwalter nicht Schicksalsgestalter und als Gestalter kannst du einiges dafür tun, damit du einen beeindruckenden Partner triffst und mit ihm eine gute gemeinsame Zeit verlebst.
 
  • #25
Wer an das Schicksal glaubt - hat zuwenig Mumm, um selber was für sein Schicksal zu tun.

Diese Paare, die trotz widriger Umstände zusammen kamen: Weil sie diese widrigen Umstände angepackt und überwunden haben. Mit sehr viel Einsatz, Energie und hoch motiviert. Sie haben nicht darauf gewartet, dass das Schicksal sie (näher) zusammen bringen würde.
 
  • #26
Wenn das keine hypothetische Frage ist und Du betroffen bist, klingt die Frage wie ein Strohalm. Alles wird gut, man darf das Schicksal nur nicht bei der Arbeit stören ...

Ist es Schicksal wenn zwei Menschen sich verlieben, jedoch ihre widrigen Umstände beklagen weil sie leider vergeben sind an einen Partner, den sie „eigentlich“ gar nicht wollen?

Ist es Schicksal wenn ein Partner krank wird und vom Anderen, trotz „wahrhaftiger Liebe“, im Stich gelassen wird?

Ist es Schicksal wenn der Liebe leider „zu viele Kilometer“ im Weg stehen?

Oder ist es angenehmer die Realität auszublenden, weil’s weniger schmerzt?

„... sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief“, klingt auch viel beruhigender als: Hätte ich nur mehr Mut gehabt .... Denn Letzteres kann übel belasten, weil es für persönliches Unvermögen steht, da der Mensch sein Schicksal (außer bei Krankheit) selbst in der Hand hat.
 
  • #27
Genauso wie du hatte ich Zweifel daran, ob es eine Art Vorbestimmung/Schicksal gibt und ich bin aufgrund eigener Erfahrungen zu anderem Schluss gekommen.
Durch eigene Vorahnungen (als Bauchgefühl) und Träume über mich selbst als auch Träume über den Tod anderer Menschen!
Von meinem Armbruch träumte ich 2x das zweite Mal drei Tage davor, als mich der Knochenschmerz im Traum weckte. In mehreren Träumen bekam ich Ergebnisse über ein Problem//Sorge.
Die meisten Träume auf mich bezogen erfüllten sich am dritten Tag und zwar spiegelverkehrt.

Es gibt für dieses Phänomen einen Begriff, der mir gerade nicht einfällt. Nur so viel: Du träumst wahrscheinlich mehrfach in Deinem Leben, dass Dir oder anderen irgendetwas zustößt (z. B. träumt man gelegentlich aus großen Höhen zu stürzen oder dass Zähne ausfallen etc). Meist kann man sich gar nicht mehr dran erinnern oder vergisst das schnell wieder. Weil hundertmal nichts passiert! Nun tritt einmal die geträumte Situation ein (oder so ähnlich) und sofort gruselt man sich. Nach dem Motto: ich hab's ja vorgeahnt. Das ist aber m.E. ein Trugschluss.
Natürlich kenne ich auch solche Gefühle oder Träume, habe auch gelegentlich Déjà-vus. Deswegen muss ich aber noch lange nicht annehmen, dass mich "da oben" einer steuert oder im Universum ein vorbestimmter Film abläuft. Die meisten dieser Phänomene, wie Deine sog. "Wahrträume" sind heute schon ganz gut zu erklären. Manche noch nicht- da müssen Hirnforscher, Physiker und Philosophen vielleicht noch ein paar Jahrhunderte nachdenken.
Sehr empfehlenswert in diesem Zusammenhang ist die Lektüre von Büchern von Walter von Loucadou. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht solchen Phänomen mit Vernunft, wissenschaftlicher Neugierde und Unbefangenheit zu begegnen.
 
  • #28
Also wenn es so etwas wie Schicksal gibt, dann wäre es sehr ungerecht verteilt. Die einen werden in Wohlstand geboren, die anderen in den Slums.

Die einen haben super Gene und bleiben ihr Leben lang fit und gesund, andere haben schlechte Gene und sind ihr Leben lang kränklich.

Also ist Schicksal Quatsch, auch ein Zufall ist für mich ein Zufall und keine kosmische vorbestimmte Konstellation.

Wir sind alleine für unsere Taten, Erfolge und Mißerfolge zuständig, sonst niemand. Jeder kann Millionär werden, wenn er Ehrgeiz, ein gutes Konzept, ein scharfer Denker und weitblickend ist - ja, kann man sich aneignen und jeder kann zum Alkoholiker und Loser werden, weil er sich und seine Gefühle nicht kontrollieren kann - jeder ist dafür selbst Schuld aber nicht das Schicksal, denn sonst wären wir Marionetten und wir sind selbständige Wesen mit freiem Willen.
 
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  • #29
Ja es kommt zusammen, was zusammen gehört. Und zwar weil dann ZWEI Menschen Himmel und Hölle in Bewegung setzen um zusammenzukommen.
 
  • #30
„... sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief“, klingt auch viel beruhigender als: Hätte ich nur mehr Mut gehabt .... Denn Letzteres kann übel belasten, weil es für persönliches Unvermögen steht, da der Mensch sein Schicksal (außer bei Krankheit) selbst in der Hand hat.

Der Mensch mag sein Schicksal selbst in der Hand haben, bestimmte Grenzen sind jedoch vorgegeben - ob man das nun Schicksal nennt oder nicht. Das hat nicht unbedingt mit Mut zu tun, sondern vielleicht auch mit bestimmten Umständen, die man nicht mal so eben wegen der "großen Liebe" ändern kann. Es kann auch mutig sein, auf etwas zu verzichten. Zu denken, dass man im Leben alles erreichen kann, wenn man sich nur genug anstrengt, ist für mich genauso naiv wie der blinde Glaube an ein vorbestimmtes Schicksal. Die Realität liegt meiner Meinung nach irgendwo dazwischen.
 
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