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  • #1

Kommt meine Partnerin zu mir zurück?

Meine Partnerin hat sich kürzlich mit unserem gem. Kind von mir getrennt und ist zu ihrer Mutter gezogen. Grund hierfür ist (war) mein häufiges trinken, sich dann nicht melden, etc. Seit dem hab ich beschlossen mein Leben positiv zu ändern, trinke nicht mehr und besuche regelmäßig eine Therapie-Gruppe. Meine (Ex)Partnerin meinte nur: "Einmal Alki, immer Alki..." würde wieder rückfällig und dann ginge alles wieder von vorne los. Sie wolle nichts mehr mit mir zu tun haben!! Und das Kind hätte ich auch verloren!!!!! Dabei ist es mir ernst, denn ich will ihr und vor allem mir selbst beweisen, daß ich auch anders kann!!! Ich liebe die Beiden über alles! Ob sie mir wohl irgendwann verzeihen kann?
 
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  • #2
Gut möglich. Wenn Dir klar ist, dass Du Dich in erster Linie für Dich selbst ändern wirst, wird sie vielleicht irgendwann wieder Vertrauen zu Dir fassen und dann auch Rücksicht darauf nehmen, dass Du nie wieder Alkohol trinken darfst. Wenn sie aber glaubt, dass Du Dich nur wegen ihr/für sie ändern willst, wird sie wohl kaum (wieder) die Verantwortung für Dich übernehmen wollen. Also: Du hast nur dann eine Chance, sie und Euer Kind zurückzubekommen, wenn Du stark genug bist, nicht wieder zur Flasche zu greifen, wenn sie nicht mehr zurück kommt. Es geht nicht darum, dass sie Dir verzeiht, es geht darum, dass sie Dir vertraut. Und Vertrauen muss man sich erarbeiten. Klar!
 
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  • #3
Du kannst diesen Weg, den Du gegangen bist, nur weitergehen.

Aber weißt, egal ob sie Dir irgendwann verzeiht oder nicht, wichtig sollte Dein Leben sein, daß Du es in der Zukunft sorgenfrei leben kannst, will heißen: Nicht trinken und Therapie machen mußt Du auch und gerade für Dich tun - der Rest ergibt sich dann von Alleine.
 
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  • #4
siri
es ist dir klar, daß sie nichts anderes tun konnte, oder? Sie hat keinen anderen Ausweg mehr gesehen und ist mit eurem Kind zu ihrer Mutter gezogen. Das war richtig. Du hast eine Therapie angefangen, die du auch durchstehen kannst, das ist auch richtig.

Euere Situation hatte sich über einen längeren Zeitraum in eine immer schlimmere Richtung entwickelt, du kannst und solltest davon ausgehen, daß es etwa dieselbe Zeit braucht, bis es wieder gut wird. Eine Garantie dafür kann dir keiner geben, aber es ist die einzige Chance, die ihr habt. Laß ihr Zeit und nimm du dir Zeit für dich.

Auch wenn eure Partnerschaft nicht mehr in Ordnung kommen sollte, du bist der Vater eines Kindes. Schon deshalb mußt du dein Leben in Ordnung bringen! Dein Kind wirst du nie verlieren! Zum einen steht dir ein gesetzliches Umgangsrecht zu, zum anderen bist du sein Vater, mit dem es auch von sich aus irgendwann Kontakt haben will. Beides wird aber nicht funktionieren, wenn du nicht an dir arbeitest und 100%ig vom Alkohol wegkommst!
Ich wünsche dir Kraft und Glück!
 
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  • #5
vergiss es einfach.... die frau hat dich aus reinem selbstschutz verlassen. Ohne therapuie schaffst du es nicht. Das hat sie wohl glasklar erkannt
 
  • #6
Verzeihen? Das hängt doch in allererste Linie davon ab, was Du alles angerichtet hast und hier vielleicht noch nicht erzählt. Hast Du sie oder das Kind jemals geschlagen? Habt Ihr Euren Besitz wegen Deiner Sucht verloren? Eure Reputation oder Euren Freundeskreis? Geh mal ganz ehrlich in Dich und berichte, welche Folgen Deine Alkoholsucht für Dich und Deine Familie hatte. Das ist der nötige erste Schritt, um überhaupt vor sich selbst zu erkennen, was man angerichtet hat und welche Tragweite das hatte.

Rückfälligkeit? Ja, das ist ein Problem, das nicht aus der Luft gegriffen ist. Zeige erst einmal zumindest einige Monate, dass Du das durchhalten kannst. Viele Alkoholiker haben noch JAHRE später Probleme damit.

Ich persönlich kann die Frau gut verstehen -- und ihre Angst um ihr Kind und die Zukunftsperspektiven. Auch ich wäre äußerst skeptisch bei Alkoholismus. Dein Weg der Abstinenz, Therapie und Dein Wille zur Verbesserung sind aber toll und diese Dinge solltest Du unbedingt eisern weiterverfolgen. Viel Glück.
 
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  • #7
Hallo Fragesteller,
ich war vor 20 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen und wir haben einen weiteren in unserem Bekanntenkreis. Das war und ist verdammt hart. Jemand der keinen Alkoholiker kennt, weiß nicht von was man redet. Sie können die Freundin und die Familie (egal ob Kinder oder Eltern oder Ehefrau) dermaßen seelisch peinigen und quälen, dass man dies kaum in Worte faßen kann.
Ich sage seit ein paar Jahren immer:
Nur ein toter Alkoholiker ist vielleicht ein guter Alkoholiker.

Ich hoffe, für dich, dass du es wirklich schaffst vom Alkohol loszukommen.
Aber geh in Therapie. Allein klappt es nicht.
Den ersten Schritt hast du schon getan, weil du zugibst, dass du Alkoholiker bist.
Ich kenne einen, der versucht einem zu erklären, dass er doch gar keinen Alkohol trinkt und er auch gar nicht weiß, was man von ihm will - während er zugleich eine Flasche Bier in der Hand hält.
 
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  • #8
Es hängt davon ab, was du ihr und dem Kind bis jetzt alles angetan hast.
Manche Dinge kann man nicht verzeihen. Irgendwann ist auch die Schmerzgrenze überschritten.
Ich kenne einen Alki, der seiner Tochter ein Bier über den Kopf geschüttet hat.
Und schlimmer geht immer - bei Alkis.
 
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  • #9
Nein


7E1C2154
 
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  • #10
zico,m
Geh deinen Weg der Besserung und Umorientierung,zieh es durch dann werden die "Karten" wieder neu gemischt.Wenn es so sein sollte kommt ihr wieder zusammen,wenn nicht gibt es noch genug andere Weibleins---das Kind aber wird immer auch deins bleiben.Schau nach vorn und behalte deinen Job....dein Weg ist schon der Richtige.
 
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  • #11
Frage:
Würdest Du zu Dir zurück kommen?
Würdest Du Deinen neuen Versprechungen vertrauen?

Wenn ja, dann regle Dein Leben erst einmal alleine und zeig Deiner Expartnerin, dass sich wirklich was geändert hat.

Wenn nein, wieso sollte Deine Expartnerin Dir dann vertrauen?
 
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  • #12
Du hattest hier doch schon vor ein paar Wochen einen Thread, oder?
Damals hattest Du geschrieben, dass sie damit droht, Dich zu verlassen, weil du ''öfters Durst auf Bier hast'' und dann nicht heim kommst?
Sie war verdammt jung, hat das Kind mit 19 oder so bekommen und macht seit 2 1/2 Jahren diese Hölle mit Dir durch?

Gott sei dank ist sie nun bei ihrer Mutter. Besser für sie und das Kind.

Was aus Dir wird, entscheidest Du. Aber lass sie erst mal in Ruhe, sie hat wegen Dir genug durchgemacht.
Nun zieh Deinen Entzug durch und sorg für Dich. Alles andere wäre unrealistisch.
Alles Gute
 
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  • #13
Wenn du aufhören willst, dann tu es, egal ob sie dich wiederhaben will oder nicht. Hörst du für jemand anderen auf, dann wird es nicht so bleiben, das gebe ich dir schriftlich. 3-5 Jahre dauert es bis ein Alki wieder klar im Kopf ist. Manche fangen nach 20 Jahren wieder an. Mit einem Alki zu leben ist wie auf einem Vulkan zu tanzen. Ich spreche aus Erfahrung. Wenn sie dich nicht wiederhaben will, gratuliere ich ihr zu der Entscheidung. Beweise das du was beriffen hast, Worte sind nur Worte, dann nimmt sie dich vielleicht zurück, irgendwann.
 
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  • #14
Lieber Fragesteller,

Du bist den ersten Schritt auf einem langen Weg gegangen,
ich weiß wovom ich rede/schreibe.
Jetzt musst Du nur konsequent sein.
Glaube mir das Leben ist auch schön ohne Alk, wirklich,
und es ist zu schaffen, tue es für Dich, verabschiede Dich von den
Saufkumpanen !! oder mache ihnen unmissverständlich klar, dass Du
keinen Alkohol mehr anrührst. Meist verstehen die das nicht und versuchen
Dich zu einem Glas Bier oder anderem zu überreden, da darfst Du nicht
"weich" werden.
Diese sind möglicherweise auch schon abhängig.
Keine Medikamente, keine Süßigkeiten und sonstiges mit Alkohol, wo er auch explizit
ausgewiesen ist,
kein alkoholfreies Bier, Wein, Sekt -- Du verbindest mit dem Geschmack eine Wirkung,
die ausbleibt - ist "gefährlich".
- 3 Wochen Entzug
(gegen die physische Abhängigkeit, körperliche Entzugserscheinungen,
möglichst in einer guten Sucht-Klinik),
- 3 Monate Entwöhnung als erste Phase gegen die psychische Abhängigkeit,
- 3 Jahre für die grundlegende Umstellung von Lebensumständen und
Verhaltensweisen, davon mindestens ein Jahr unter Therapie und Gesprächen
bei Psychotherapeuten, ggf. bis zu einem Jahr mit medikamentöser Unterstützung.

Ohne Mitleid zu erschleichen, mach Dir klar, dass Alkoholabhängkeit eine (selbstverschuldete)
Krankheit ist. Dabei können äußere Umstände das Krankwerden stark gefördert haben,
es nützt Dir jedoch nicht wirklich etwas, die moralische Schuld bei anderen zu suchen.
Du bist und bleibst für immer alkoholkrank,
nur die beharrliche Abstinenz bringt sie zum Stillstand.
Wenn Du das Gefühl hast wie neu geboren zu sein, immer einen klaren Kopf
zu haben und ohne Alkohol genießen kannst, siehe das als Mutmacher.

Ob Du Deine Partnerin zurückgewinnen kannst, weiß ich leider nicht.
Das hängt davon ab, wie krank sie dabei selbst geworden ist
(Co-Abhängigkeit, die i.d.R. auch einer Therapie bedarf).

Auf jeden Fall solltes Du sie bitten (ca. nach einem halben Jahr "Trockenheit"),
Dein Kind wieder zu sehen, und wenn es einmal alt genug ist,
ihm auch alles zu erklären. Vielleicht gibt sie Dir noch eine Chance, ansonsten
bemühe Dich, wenn Du ohne Alk auf sicheren Beinen stehst, um eine andere Partnerin.

Literaturtipp
Die Suchtfibel: Wie Abhängigkeit entsteht und wie man sich daraus befreit.
Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte (Broschiert)
von Ralf Schneider (Autor)
Preis: EUR 18,00
oder frühere Ausgabe

Viel Erfolg, Du schaffst das!!!
 
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  • #15
PS zu # 13:

http://www.aida-selbsthilfe.de/Rueckfall/index.htm

Die Rückfallquten sind leider erschreckend hoch, doch lass Dich davon nicht
schockieren und sage Dir stets
"Ich WILL trocken bleiben!!!"
Rückfall nach 20 Jahren halte ich für eine absolute Ausnahme.
3-4 Jahre sind schon ein gutes Fundament.

Ich - 12 Jahre "trocken",
also es ist zu schaffen.
 
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