• #1

Komme nicht über ihn hinweg

Mein Ex und ich sind seit 2 Monaten getrennt, trotzdem ist es schwer für mich, mit dem ganzen abzuschließen. Er war mein erster richtiger fester Partner, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen konnte.

Die Trennung kam ziemlich plötzlich, klar kriselte es eine längere Zeit, aber wir haben beide darüber gesprochen, das wir an unseren Problemen arbeiten wollen und unsere Beziehung nicht aufgeben wollen. Es waren eher alltägliche Probleme, die sich etwas hochgeschaukelt haben, zumindest dachte ich das.

Seit der Trennung haben wir noch Kontakt. Die ersten zwei Wochen nach der Trennung hatten wir gar keinen Kontakt, nur ein Telefonat, indem wir einen Tag ausmachten, an dem ich meine Sachen bei ihm abholen könne. Diese zwei Wochen ging es mir auch ziemlich gut, ich habe viel Zeit mit meiner Schwester verbracht und sie hat mir auch klar gemacht, dass ich schon jemand neues irgendwann finden werde und das ich ohne ihn doch besser dran bin, weil er die letzten Wochen der Beziehung doch sehr eklig zu mir war und mich oft zum weinen gebracht hat.

Seitdem wir uns aber das erste mal wiedergesehen haben, fällt es mir immer schwerer Abstand zu gewinnen. Er sagt solche Dinge wie, dass er immer für mich da sein will und mir immer helfen will und er mich immer lieben wird. Aber das anzunehmen ist ein Fehler in meiner Situation oder?

Im Moment kommt bei mir alles zusammen, Jobwechsel, gesundheitliche Probleme meiner Mutter, die oft Pflege von mir braucht, was mich manchmal überfordert.

Ich versuche mich ja abzulenken, aber im Moment habe ich oft das Gefühl, dass mich nichts so richtig glücklich macht und ich mich einsam fühle.

Die Nähe des Expartners suchen und mit ihm über die Probleme, die ich habe zu sprechen, weil er mich nunmal am besten kennt, ist nicht der richtige Weg oder?

Kann mir jemand Tipps geben? Abschließen oder kämpfen?
Wie komme ich überhaupt am besten über eine Trennung hinweg? Freundschaft geht wohl nicht, wenn mich das ganze so aus der Bahn wirft oder? Allerdings gefällt es mir auch, ihn um mich zu haben, weil ich ihn als Mensch als sehr erfrischend empfinde und seine Meinung mir wichtig ist.
Bitte gebt mir einen Rat...
 
  • #2
Es ging Dir schon ganz gut, als Ihr keinen Kontakt hattet. Mache eine strikte Kontaktsperre und erlaube ihm nicht mehr, Dir so ein Gesülze vorzusabbern: er will immer für Dich dasein. Das ist ein Warmhalten, falls sich nichts besseres für ihn findet. Auf Deine Kosten.

Wo war er denn während der Beziehung?? Wie oft war er da für Dich da?? Das typische Exen-Gelaber.

Man kann sein Glück nicht da suchen, wo man es verloren hat.

Normalerweise ist es völlig unmöglich sofort von Beziehung auf Freundschaft umzuswitchen. Es wird Dir nicht gelingen. Denk an Dich und Dein Wohlergehen. Und kümmere Dich fortan um Deine anderen Baustellen. Und dann denke immer an die Situationen, in denen er Dich zum Weinen brachte, weil er so ekelig war. Den willst Du wirklich noch um Dich haben??
 
  • #4
Hallo Marie,

ich bin in einer ganz ähnlichen Situation ... Meine Trennung ist nun 8 Wochen her. Und in den Wochen ging es immer hin und her ... Was mir persönlich überhaupt nicht gut getan hat. Ich habe gekämpft, aber wünschte mir an dieser Stelle, dass ich schon viel früher diesen Kampf aufgegeben hätte.
Wenn Du glaubst, es gibt ein zurück, dann kämpfe, denn das ist eine echte Liebe immer wert. Wenn Du aber in dich hinein hörst und glaubst, dass es keinen Sinn hat, aus welchen Gründen auch immer, dann versuch Abstand zu nehmen und zu halten ... Ich übe mich auch darin. Ist schwer, aber ich merke immer wieder, dass es mir erst anfängt besser zu gehen, wenn ich einige Tage Abstand habe. Vielleicht geht es Dir ja ähnlich!

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
 
  • #5
Hm..... Was denkst du könnte dir aufgrund deiner Schilderung hier überhaupt jemand raten? Nichts. Wirklich. Wie alt seid Ihr. Wie lange war Eure Beziehung. Woran ist es gescheitert. Es gibt Mrd. Alltäglicher Probleme! Sprecht ihr darüber? Und, und, und.....
m45
 
  • #6
Solange du nicht abschließt und solange du mit ihm Kontakt hast, solange wirst du leiden und keinen Neuanfang bekommen, darum mache jetzt konsequent das Richtige für dich!
 
  • #7
Hallo FS,
Zwei Monate ist noch keine lange Zeit. Es ist normal, dass man zwischenzeitlich anfängt nochmal zu zweifeln und sich fragt, ob man nicht doch kämpfen soll. Versuche diese für dich schwere Zeit auszuhalten, sie geht vorbei. Versuch aber den Kontakt zu ihm abzubrechen, zumindest vorerst. Du kannst ihn im Moment nicht in deiner Nähe gebrauchen, das behindert dich nur. Das hört man häufig nach einer Trennung: "er bedeutet mir einfach als Mensch etwas". Das ist mt Sicherheit auch so und völlig logisch, immerhin wart ihr ein Paar. Aber um voneinander loszukommen und abzuschließen ist dieser Kontakt erst einmal Gift.
 
  • #8
Hallo Marie,

Ich kann dich echt gut verstehen und glaub mir, du bist nicht allein und es wird auf jeden Fall besser werden! Meine Trennung ist fünf Monate her und es hat mir echt den Boden unter den Füßen weg gezogen, ich habe mich richtig depressiv gefühlt, aber jetzt ist es schon soooo viel besser und ich fühle mich richtig stark und merke auch wieder, wie ich mich entwickle und zum positiven verändere. Das wird auch bei dir so sein! Wichtig ist nur, dass du wirklich konsequent Abstand nimmst, sein Gesülze hilft dir dabei aber leider nicht.

Bitte jemanden, dich zu unterstützen, dass du standhaft bleibst. Das ist auf Dauer das Einzige, was dir wirklich helfen wird. Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

w(28)
 
  • #9
Die Antwort heißt, kurz und bündig:
Kontaktsperre. Sofort und absolut.

Und ... schon oft habe ich es empfohlen: lies das Buch
"Wenn der Partner geht" von Doris Wolf. Lies es nicht nur, arbeite damit, denn dafür ist es gedacht. Es bietet ein ganzes Programm.
Dieses Buch ist das mit Abstand beste, was ich zu dem Thema kenne.

Ganz wunderbar auch: "Nein, ihr könnt nicht Freunde bleiben!" von Greg Behrendt und vom selben Autor "Schieß ihn einfach auf den Mond. Es heißt Schluss machen, weil dann Schluss ist"
Die beiden letztgenannten sind leichte Kost, nicht so sehr tiefgründig, eben amerikanisch. Genau das Richtige, wenn man bereit ist, über sich selbst und die ganze Katastrophe zu lachen.
Das von D. Wolf sehr deutsch-ernsthaft. Äußerst hilfreich.