• #61
Wie es dir geht, interessiert ihn null, er hat was er will.
Ich sehe das neutral, das Glück meiner Expartnerinnen ist nicht mehr meine Baustelle. Da muss ich weder etwas wünschen noch neiden. Im Regelfall wird eine Beziehung ja beendet, weil es nicht mehr passt.

Das sollte man unabhängig von der Situation aus meiner Sicht sowieso so handhaben.
 
  • #62
Ich finde es schwierig, aufrichtig Glück zu wünschen. Aber es geht.
Point of no Return.
Wenn du soweit bist, hast du abgeschlossen. Umgekehrt.. hm.
Die Psychologen zäumen da das Pferd einfach mal von hinten auf. Deswegen haben die auch so miese Erfolgsquoten
Tschuldigung!
 
  • #63
Ich war damals erleichtert, als mein Ex eine anscheinend ganz gute Beziehung hatte und stabiler war, mich nicht mehr mit seinen Problemen nervte und sein Leben besser in den Griff zu bekommen schien.

Ich hoffte, dass er sich dann endlich halbwegs normal um die Kinder kümmern würde, mal ein Wochenende mit ihnen verbringen würde.

Als dies trotz xxxx-fachen guten Zuredens einfach nicht statt fand, resignierte ich irgendwann. Er hat ohne jede Not effektiv verhindert, dass seine Kinder einen Vater hatten/haben - das ist seine Schuld und die kann ihm Niemand nehmen.
 
  • #64
Ich finde die Fragestellung völlig übertrieben. Wieso soll ich denn am Leben des Expartners noch teilhaben und ihm Glück wünschen, oder meinetwegen auch Pech? Das ist doch vorbei, danach macht doch jeder seins. Ich habe mich aber auch immer im Guten getrennt. Natürlich waren beide danach etwas traurig, aber es war kein Drama. Man hat sich zwar danach in Abständen noch geschrieben, oder was hören lassen, aber das ebbte dann nach und nach ab.

Liebe FS, du klammerst an ihm. Lass ihn los. Sein Glück oder Unglück ist nicht verantwortlich für dein Leben, was du dir aufbauen musst. Zugegebenermassen ist eure Trennung nicht schön gewesen, nicht von beiden Seiten gewünscht. Aber es ist nun Vergangenheit, da kann man im Nachhinein nichts mehr ändern. Deine Psychologin hat vielleicht insofern Recht, als dass negative Gedanken einen noch negativer stimmen lassen und man dann nur noch zum Spitzel wird, ob all dieses Schlimme nun wahr geworden ist oder nicht. Dann wünsch ihm lieber viel Glück als viel Pech.
 
  • #65
Nachdem ich keine Altruistin bin, kommt es darauf an.

Es waren jetzt nicht soviel Exen, aber
einigen wünsche ich wirklich von Herzen, dass es ihnen gut geht, weil dies gute, wichtige Beziehungen waren. Es gibt einen, da befürchte ich, und weiß gegenteiliges.
Und bei anderen ist es neutral, weil mir auch der Mensch inzwischen egal ist, ich aber trotzdem noch eine gewisse Dankbarkeit bewahren kann.

Was ich aber merke, wo auch das kleine Racheteufelchen sitzt, ist, wer meine Kinder verletzt hat. (Ihr Erzeuger, und ihr Großvater, der diesen Namen auch nie verdiente)
Da versuche ich mich in Neutralität und daran zu denken, dass es Kharma, eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt.

Abgeschlossen sind alle Geschichten.
 
  • #66
Natürlich kann ich einem Ex Glück wünschen. Warum denn auch nicht? So wie ich jeden Menschen gern glücklich sehen würde, wünsche ich auch und gerade einem Expartner nur das Beste.
Schließlich war dieser Mensch mal Teil meines Lebens und ist und bleibt damit für mich was Besonderes.
Es hat immer Gründe, warum eine Beziehung scheitert - niemand hat "Schuld", es passte einfach nicht. Daran habe ich dann genauso Anteile wie der Ex.
Ich bin auch eher der Typ Mensch, der sich über Erfahrungen freut und sich daran erinnern kann, was ich Schönes mit einem Menschen erlebt habe. Und ja, auch wenn es unschöne Zeiten usw. gegeben hat (sonst wäre es nicht zu einer Trennung gekommen), im Ergebnis hab' ich bisher noch jede Beziehung als "Gewinn" verbuchen können, keine diesbezügliche Erfahrung möchte ich missen.
 
  • #67
Es kommt sehr darauf an, wie die Beziehung lief, und vor allem, wie sie geendet ist.
Hat man sich halbwegs im Guten getrennt, ist mir entweder egal, wie sein weiteres Leben verläuft, oder ich wünsche ihm von Herzen Glück. Dieser Zustand tritt nach ein paar Monaten oder Jahren ein, wenn man Abstand zu der Sache gewonnen hat.

Meinem Ex-Mann würde ich aktiv keinen Schaden zufügen, habe also keine Rache-Gedanken.
Mit seinem Verhalten vor und während der Trennung hat er sich allerdings derartig und nachhaltig bei mir disqualifiziert, dass es mir völlig egal wäre, selbst wenn er irgendwo in der Gosse verenden sollte.
Ab einem gewissen Punkt der Schäbigkeit hat jemand einfach das Recht auf mein Wohlwollen verwirkt.
Ich bin nicht Jesus, ich muss nicht jeden Menschen lieben und ihm noch die zweite Wange hinhalten. Allein meine dämliche Gutmütigkeit und Nachsicht während der Ehe haben dazu geführt, dass er sich über Jahre bei mir durchparasitieren konnte, anstatt dass ich ihn schon sehr viel früher rauswarf.
Da werde ich mich sicherlich nicht von einem Psychologen bequatschen lassen, ihm alles zu vergeben und noch Glück zu wünschen. Irgendwann ist auch genug der Gutmütigkeit.

Für mein persönliches Seelenheil war es viel wichtiger, bei mir selbst anzusetzen. Aus der Geschichte zu lernen, damit mir so etwas nie wieder passieren kann. Mein Glück wichtiger zu nehmen als seines, mich stärker zu machen, zu lernen, meine Grenzen besser zu schützen. Ich hatte glücklicherweise nach der Scheidung einen Coach, der mich genau in diese Richtung geführt hat, anstatt aus mir einen noch naiveren Gutmenschen machen zu wollen.
 
  • #68
Ich halte auch nichts von so esoterischen Ratschlägen. Ich bin ebenfalls der Meinung, man durchlebt die verschiedenen Phasen (Wut, Trauer usw.) und am Ende hat man hoffentlich alles verarbeitet und kann nach vorn schauen. Man könnte das Abschließen auch Verzeihen (sich selbst und dem Partner) nennen, aber warum muss man in der Lage sein, dem anderen Glück zu wünschen? Also ich bin absolut über die zwei Beziehungen vor meiner jetzigen hinweg, obwohl bei beiden große Verletzungen dabei waren, allerdings von beiden Seiten. Daher fällt es dann logischer Weise auch leichter, dem anderen gegenüber neutral zu sein. Wenn jetzt jemand im krassesten Fall gewalttätig, oder eben einfach nur selbstsüchtig, hinterhältig oder gemein gegenüber mir gehandelt hat in der Beziehung, mich betrügt oder sonstwas, dann muss ich damit zwar auch abschließen, aber ihm nicht noch Glück wünschen. Manche Menschen mag man, manche nicht, manche findet man doof, weil sie doofe Sachen machen, und dazu kann auch der Ex gehören.
Liebe Fragestellerin, du durchlebst einfach die normalen Phasen nach einer schlimmen Trennung und mit der Zeit wirst du wieder Ruhe in dir selbst finden und dann ist dir dein Ex irgendwann auch egal, bzw. die Gefühle wieder neutral. Ob du ihm dann Glück wünschen kannst oder nicht, wird sich zeigen, ist aber jedenfalls kein Muss. Lass dich nicht in deiner traurigen Situation noch durch solche Aussagen unter Druck setzen.
 
  • #69
Ob ich einem ExPartner von Herzen Glück wünschen kann hängt nicht unmaßgeblich davon ab warum er mein Ex wurde.
Ich kann mir durchaus Fälle vorstellen, in denen ich diesem die Pest und ewiges Unheil an den Hals wünschte.
Ein zweites Kriterium könnte der zeitliche Abstand zur Partnerschaft sein.
Wobei er mir dann wahrscheinlich schlicht egal würde und ich ihm weder Freund noch Leid wünschen würde.
Da ich keinen Mann verließe, der liebevoll, nett, ehrlich, treu, etc. ist, gäbe es wohl auch keinen Fall, in dem ich spontan und kurz nach der Trennung hoffte, das Leben würde ihn mit ewigen Glück bedenken.
Meine Freundin hat seit 5 Jahren einen Ex, leider der Vater ihres Kindes, was einen endgültigen Kontaktabbruch unmöglich macht. Dieser Typ ist das Letzte, was er anfangs ganz gut verblenden kann.
Sie wird ihn wohl ewig hassen, schon allein deswegwn, weil sie, solange der gemeinsame Sohn nicht erwachsen ist, ihm zwangsläufig ständig begegnet.
Da ich die Geschichte der Beiden hautnah miterlebte, kann ich sie absolut verstehen und wünsche mit ihr, dass ihm jeden Tag ein anderes schmerzhaftes Erlebnis zuteil werden möge.
 
  • #70
Ja. Ich kann all meinen Verflossenen Glück wünschen. Es gibt keine Liebe, keinen Hass. Es gibt Gleich-Gültigkeit. Alles ist gleich gültig. Was sie denken, was ich denke. Was sie fühlen.. was ich.

Mein Ex-Mann, der Mensch, mit dem ich zwei Kinder habe (mittlerweile 20 und 23) ist mir immer noch nicht grün und schadet mir, wo immer er kann. Hier fällt es mir noch sehr schwer, mich gleichgültig zu verhalten. Ich verhalte mich dann eben wie er: gar nicht.

Von seiner Seite aus ist das für mich eine nonverbale Aggression, von meiner Seite aus einfach nur Passivität und Hilflosigkeit.

Er hat ein Vielfaches an Vermögen und Möglichkeiten die Kinder zu unterstützen, ich krebse am Existenzminimum und muss nun auch einen der Söhne durchfüttern, der von ihm fallen gelassen wurde. Alles nicht schön.

Also: es sind auch immer die Umstände, in welchem Gemütszustand man sich befindet und wie man gewisse Dinge beurteilt.
 
  • #71
Wenn man jemanden liebt oder in ihn sehr verliebt ist und der sagt, er ist am glücklichsten, wenn er NICHT mit einem selbst zusammen ist, dann sollte man ihm alles Glück von Herzen wünschen. Habe ich schon gemacht, aber das war kein Ex, sondern nur ein Mann oder zwei, in die ich verliebt war und mit denen ich nicht zusammenkam. Ich hatte allerdings selbst irgendwann auch gesehen, dass es nicht wirklich passte. Es war aber ein großer Kampf, das zum ersten Mal zu durchleben, nicht zu sagen "ich bin so verliebt, ich will dich", sondern "ich will, dass wir beide glücklich sind" und dann sagen zu müssen - ok, ich werde es nicht sein, wenn du es bist und ich kann es auch nicht sein, selbst wenn du bei mir bist, aber unglücklich.

Ich denke mal, der Fragestellerin ging es ähnlich, also es war einseitige Verliebtheit und auch, wenn sie zusammenkamen, hatte es keine Richtigkeit im Sinne von beidseitiger Liebe.

Wünsche ich meinem Ex Glück von Herzen... Die Frage stellte sich irgendwie nicht, weil die Beziehung am Ende leidvoll war. Also dass jeder seiner Wege ging, war einfach gut und es war kein Hass oder kein Klammern an den anderen da, dass ich einen inneren Kampf gehabt hätte. Die Zeit war vorbei, die Wege trennten sich und es war gut. Ob ich ihm Glück von Herzen wünsche, ist genau dieselbe Frage, ob ich Freunden von irgendwann von Herzen Glück wünsche oder meinen Nachbarn usw.. Im gutmenschlichen Sinne müsste ich sagen "ja, natürlich" und sage ich auch, aber das ist kein so tiefes Gefühl wie damals, als ich demjenigen Glück wünschte, der ohne mich glücklich war. Von Ex und Nachbarn will ich ja nichts und muss nicht innerlich eine großmütige Haltung einnehmen, um mich ohne Trauer oder Groll zu distanzieren.

Die viel interessantere Frage finde ich, ob es Menschen gibt, denen man insbesondere nicht Glück von Herzen wünschen würde. Bei mir gibt es da erstmal niemanden. Aber wer z.B. eifersüchtig oder neidisch ist, findet vielleicht jemanden, wenn er ehrlich ist. Was die Fragestellerin angeht, wäre das vielleicht die neue Freundin ihres Ex gewesen, obwohl sie ja sehr sauer auf den Mann war und die Schuld nicht der neuen Frau gab, dass die Beziehung auseinander ging. Der Thread ist ja nun von 2012, also wird sie es hoffentlich schon alles gut überwunden haben.
 
  • #72
Definitiv Nein......So verzweifelt werde ich hoffentlich nie sein müssen einem Ex-Partner Glück wünschen zu müssen. Da geht mir ganz klar mein Stolz vor. Wenn einen Beziehung vorbei ist, ist der Ex-partner für mich jemand mit dem ich nichts mehr tun haben möchte.
 
  • #73
Definitiv Nein......So verzweifelt werde ich hoffentlich nie sein müssen einem Ex-Partner Glück wünschen zu müssen. Da geht mir ganz klar mein Stolz vor. Wenn einen Beziehung vorbei ist, ist der Ex-partner für mich jemand mit dem ich nichts mehr tun haben möchte.
Im Prinzip eine klare Ansage, aber was soll das mit Verzweiflung zu tun haben? Dann ist da noch irgendetwas nicht verarbeitet, glaub mir.
Wenn mich mein Partner ablehnt, dann bin ich auch eher dafür, jeglichen Kontakt abzubrechen, auch den rein platonischen. Er lehnt mich ab, fertig. Aber trotzdem wünsche ich ihm Glück oder alles Gute..in Gedanken. Meine Gefühle für ihn sind neutral, erkaltet. Soll es ihm doch gut gehen, das schafft er auch ohne mich. Mir geht es ja auch aus eigener Kraft gut, sogar besser als zuvor.
 
  • #74
Die Frage, ob ich einem Ex von Herzen alles Gute wünschen kann, ist für mich der Gradmesser, ob ich mit ihm durch bin, ob ich abgeschlossen, die Beziehung verdaut habe, durch bin mit dem, was wir zusammen hatten und was zur Trennung führte, ihm vergeben habe, mir vergeben habe.

Ich richte mich dabei seit vielen Jahren nach einem uralten Herz-Schmerz-Lied von Whitney Houston, "I hope life treats you kind (...) I wish you joy and happiness, but above all, I wish you love". Wenn ich das aus vollem Herzen sagen kann (und der letzte Teil mit der Liebe dauert immer am längsten), dann habe ich meinen Seelenfrieden wieder. Mein Seelenfrieden ist mir wichtig, es tut mir nicht gut, jemandem zu grämen.

Frau 51
 
  • #75
Das hat aus meiner Zeit nichts mit Verbitterung zu tun sondern mit Konsequenz und Stolz. Und man(n) sollte sich halt für bestimmte Dinge zu schade sein wenn man(n) etwas Stolz besitzt. Warum soll ich jemanden Glück wünschen mit dem ich nicht mehr zusammen bin? Bringt mir offen gesagt null. Ich werde hoffentlich nie so verzweifelt sein mich an einen Expartner anbiedern zu müssen.
 
  • #76
werde hoffentlich nie so verzweifelt sein mich an einen Expartner anbiedern zu müsse
Wir haben verstanden, das hat allerdings nichts mit anbiedern zu tun. Jeder Mann , jede Frau hat das Recht, sich vom anderen zu trennen. Egal, welche Umstände da mit rein spielten. Da muss man nicht wie ein trotziger kleiner Junge mir dem Fuß auf stampfen. Lass sie ziehen, zeige nie Zorn oder Wut, bleibe ganz gelassen. Den Trennung schürt muss du selbst verarbeiten mithilfe von Freunden, Therapeuten, allein oder das Forum hier :) .....Meine Würde und meinen Stolz behalte ich so viel leichter. Alles Gute!
 
  • #77
Wenn ich so manche Beiträge lese, merke ich, dass ich sehr richtig damit liege, beim Kennenlernen zuzuhören, wie jemand über ExPartner*Innen redet.

Sagt sehr viel über die Grundeinstellungen eines Menschen aus.

Stolz kann ein Gefühl sein, dass einem sehr oft Riesenbalken auf dem Lebensweg legt. Und meistens verbirgt sich dahinter Angst und ein sehr kleines Ego, sonst müsste man diesen nicht so als Schild vor sich hertragen.

(Ich rede nicht von Stolz auf eine Leistung, einen Erfolg, davon etwas Positives erreicht zu haben - das ist Anerkennung und Motivation).
 
  • #78
dass ich sehr richtig damit liege, beim Kennenlernen zuzuhören, wie jemand über ExPartner*Innen redet.
Da gebe ich dir komplett Recht.
Gerade beim Zuhören erfährt man mehr, als wenn man redet.

Wenn eine Dame beim 1. oder 2. Date nur über ihren Ex herzieht, dann weiß ich ja, was sie eventuell später über mich redet.
Deshalb habe ich auch immer gerne mit der Dame vor dem Date telefoniert.

Oft habe ich nach 5 oder 10 min. festgestellt, dass ich sie niemals treffen möchte. Gut andere Menschen halten nicht viel von dem Telefonieren und dann beschweren sie sich, dass das Date nur 10 min. dauerte. Dieses Date hätte man auch schon im Vorfeld ausmustern können.
 
  • #79
Das hat aus meiner Zeit nichts mit Verbitterung zu tun sondern mit Konsequenz und Stolz.... Ich werde hoffentlich nie so verzweifelt sein mich an einen Expartner anbiedern zu müssen.
Vielleicht solltest Du erstmal den Eingangspost lesen, der vom Datum her zwar schon älter ist, inhaltlich aber immer aktuell.
Es geht nicht um Stolz, Verbitterung, Verzweifelung und Konsequenz, die verhaltensbestimmend sind oder sein sollten. Es geht um Depression nach einer Trennung und um einen "Therapeutentipp" fraglicher Qualität.
Der Therapeutentipp funktioniert für die FS nicht (innere, einseitige Zwangsversoehnung).
Die Therapeutin scheint ihr Lehrbuch unterzubeten, mit esoterischem Anstrich, ist aber unfähig der FS auf den Weg dahin zu helfen. Darum fragte sie hier nach.

Für mich stellte sich die Frage nie, ob ich einem Ex von Herzen Glück wünsche. Ich war getrennt und der Ex interessierte mich nicht mehr die Bohne.
Ob einer meiner wenigen Exen glücklich oder unglücklich ist, ist mir bezogen auf seine Person schlichtweg egal.
Daher brauchte ich das formale "Glück wünschen" nicht zur Versöhnung. Ich brauchte noch nichtmal Versöhnung sondern aufarbeiten für mich selber: erkennen, welche Charaktereigenschaften und welches Partnerverhalten zu mir inkompatibel ist und ich daher zukünftig ausschließen kann. Und natürlich, welche Fehler ich in der Beziehung gemacht habe und es inneuer Partnerschaft zu vermeiden gilt.

"Von Herzen Glück wünschen" funktioniert nicht, wenn es einfach so sein soll, wie die FS es beschrieben hat - verordnet by Therapeut, mit der latenten Bedrohnung "tu's oder es geht Dir nie besser mit Deiner Depression". In dem Zusammenhang ist es nur kontraproduktiv.

Auf einem gewissen Abstraktionsniveau wünsche ich allen Menschen, dass sie glücklich sind und ein gutes Leben führen - also auch meinen Exen.
 
  • #80
Die Frage ist uralt, aber nie aus der Mode. Mir ist Reifen und Entwicklung sehr wichtig und darum möchte ich mich nicht in Groll gegenüber einem Ex aufhalten. Einer hatte mir böse zugesetzt, lebt aber heute ein Leben, wie ich es ohnehin nicht wollte und so hielt sich mein Frust in Grenzen. Menschen die mich triggern suche ich in sporadischen Abständen auf, um zu sehen, woran ich bei mir noch arbeiten muss. Wenn mich dann kein Gefühl mehr schmerzt oder triggert, weiß ich dass ich drüber weg bin und mich nach vorne katapultiert habe. Glück wünsche ich jedem Menschen - warum also nicht auch dem Ex. Würden wir uns begegnen, würde ich ihn freundlich bitten zur Seite zu treten, damit ich an ihm vorbeigehen kann. Ich bin kein Engel und werde nie einer sein. Dazu bin ich viel zu rebellisch und frech. Von daher weiß ich sehr gut, dass Dinge (die auch ich schon bös‘ getrieben) zu uns zurück kommen werden. Karma schläft (leider) nicht. Ich bin meinem Exfreund dankbar dafür, mir die Augsn geöffnet zu haben, etwas rücksichtsvoller mit Menschen umzugehen, denen ich die Welt bedeute. Das nehme ich mir zu Herzen. Ich habe dafür bitter bezahlt. Nun wird es an ihm sein dafür zu bezahlen, dass er nicht rücksichtsvoll mit mir umging, obwohl er mir die Welt bedeutet hatte. Ich hoffe auf ein gnädiges Schicksal. Unsere Welt ist besser, wenn nicht so viel Schlimmes und Schmerzvolles passiert. Und davon profitieren wir alle. Glück ist essentiell.
 
  • #81
ich habe gehofft, dass er sich trennt und auf die Nase fällt.
Das mag erst einmal naheliegen, aber man soll und darf Menschen (auch wenn man einander nicht mehr grün ist) nicht als starr geprägte Charaktere betrachten, irgend etwas verändert sich immer, und sei es nur, daß man die Eigenheiten des neuen Partners anders gewichtet, als man das beim alten getan hat. Dein Ex-Partner tut mit der neuen Frau, was er auch mit Dir hätte haben können. Aber nicht, weil Dir etwas fehlte, sondern weil er seine Lektion gelernt hat.
 
  • #82
Wie verzweifelt muss man sein seinem Expartner Glück zu wünschen? :) Wenn man(n) sich trennt hat es Gründe, warum also der Person noch Glück wünschen. Ganz offen: Jemand der mich ablehnt dem brauche ich nicht noch Glück zu wünschen. Vom Tag der Trennung ist diese Frau für mich Luft und brauche auch von so einem Menschen keine Freundschaft.
 
  • #83
Wenn man(n) sich trennt hat es Gründe, warum also der Person noch Glück wünschen. Ganz offen: Jemand der mich ablehnt dem brauche ich nicht noch Glück zu wünschen. Vom Tag der Trennung ist diese Frau für mich Luft
NEIN !!!
Jede einzelne Exfreundin hat einen Teil meines Weges begleitet. Jede einzelne habe ich in mein Leben geholt. Dass es nicht für immer war ... lag immer an beiden.
Für mich ganz selbstverständlich - ich wünsche den Menschen, die für mich wichtig waren zum Abschied alles Gute und viel Glück. Für mich sind und waren immer nur Menschen wichtig die ICH mag. Es mag ein Teil des Abschiedes sein .....
 
  • #84
NEIN !!!
Jede einzelne Exfreundin hat einen Teil meines Weges begleitet. Jede einzelne habe ich in mein Leben geholt. Dass es nicht für immer war ... lag immer an beiden.
Für mich ganz selbstverständlich - ich wünsche den Menschen, die für mich wichtig waren zum Abschied alles Gute und viel Glück. Für mich sind und waren immer nur Menschen wichtig die ICH mag. Es mag ein Teil des Abschiedes sein .....
Absolut. Irgendwann muss man es gut sein lassen und wieder im Leben ankommen.
Die die das so verbissen sehen, schieben ihren Frust darüber das es gescheitert ist, nicht selten ein ganzes restliches Leben vor sich her. Traurig und frustriert solche Menschen.
Welche Zeit und Energieverschwendung.
M48
 
  • #85
Im Prinzip eine klare Ansage, aber was soll das mit Verzweiflung zu tun haben? Dann ist da noch irgendetwas nicht verarbeitet, glaub mir.
Wenn mich mein Partner ablehnt, dann bin ich auch eher dafür, jeglichen Kontakt abzubrechen, auch den rein platonischen. Er lehnt mich ab, fertig. Aber trotzdem wünsche ich ihm Glück oder alles Gute..in Gedanken. Meine Gefühle für ihn sind neutral, erkaltet. Soll es ihm doch gut gehen, das schafft er auch ohne mich. Mir geht es ja auch aus eigener Kraft gut, sogar besser als zuvor.
Huch Heidi! Das ist jetzt mehr als ein Jahr her. Im Prinzip wünsche ich jetzt meinem Ex wirklich von Herzen alles Gute. Egal ob mit oder Ohne Parnerin. Schließlich haben wir ja auch eine tolle gemeinsame Zeit miteinander verbracht. Wenn mich einer nicht mehr will, warum soll ich in meinem Stolz verletzt sein, es wird auch an mir gelegen haben, ich werde es nie erfahren, schließlich hatten wir kein Abschlußgespräch. Ist auch egal. Ich selber war ja am Schluß auch im Ablösemodus.
Alles menschlich, wenn man sich trennt. Ich war nur über die Art und Weise wütend, mehr über mich selbst. Ich wünsche ihm hiermit in aller Form von Herzen alles Glück der Welt, echt. Er hat mich weiter gebracht , mir geht es gut. Ich bin mir sicher, dass er das gleiche denkt. Hoffentlich. :)
 
  • #86
Für mich ganz selbstverständlich - ich wünsche den Menschen, die für mich wichtig waren zum Abschied alles Gute und viel Glück.
Zum Abschied schon alles Gute? Zum Abschied habe ich meinen Ex Rotz- und Wasserheulend angeschrien. Er hatte es aber auch wirklich verdient!!
Wir waren und sind aber nunmal auch Kollegen. Ich habe mich daher schnellstmöglich wieder fangen müssen und das war auch gut so!
Er hat damals selbst und alleine unserer 11jährigen Tochter die Trennung mitgeteilt und ihr gesagt, dass er immer hinter uns stehen wird. Genau das macht er, seit Jahren und bis heute. Und ich weiß, dass ich mich in größter Not bei ihm melden kann und er mir helfen wird. Aber er hilft mir auch schon immer bei kleinen Dingen, meist handwerklicher Natur.
Wir quatschen uns auch oft schon mal fest. Unsere Tochter sagt immer, sie sei froh, dass wir so miteinander umgehen können. Wir haben auch ihren 18. zusammen mit beiden Familien in seinem neuen Haus mit seiner Lebensgefährtin (dem Trennungsgrund) gefeiert.

Ja. Ich kann meinem Ex alles Glück der Welt wünschen!
... weil ich eben alles Gewesene nicht ändern kann.
 
  • #87
Naja, meinem Ex alles Glück der Welt.....

Angesichts dessen, wie er sich unseren Kindern gegenüber verhalten hat, wünsche ich eher seinen weiteren Kindern und auch seiner Partnerin alles Gute. Ich hoffe sehr, dass er sich weiter entwickelt hat und wenigstens nicht mehr seine ganz fiesen Aktionen bringt.

Aber ihm persönlich - er ist mir solide egal geworden, wenn es ihm gut ginge, würden vermutlich die profitieren, die von ihm abhängig sind - insofern, ja, ok, ich wünsche ihm Wohlergehen. So ganz wirklich verdient hätte er es nicht.....
 
  • #88
Nach einer Trennung habe ich bemerkt, dass das was mir so gut gefallen hat, in das ich mich so verliebt hatte, Eigenschaften waren, die ich gerne gehabt hätte, aber glaubte nicht zu haben. Ich habe dann, wie Trauernde, die einen Lieben verloren haben, es tun, den Vermissten integriert, also ich habe versucht, dass was der verlorene Geliebte für mich bedeutet hat, in mir zu finden und zu leben. Ich bin heute sehr dankbar, dass er da war. Ich bin heute sehr dankbar, dass ich anders bin, als vor ihm. Er hat auf diese Weise sehr viel für mich getan und ich kann ihm, meistens zumindest, Glück wünschen.
 
  • #89
Nach Trennungen wünsche ich dem Ex gar nichts mehr. Für mich zeigt das nur, dass die Trennung nicht verarbeitet ist. Ist die Trennung wirklich vollzogen, ist die Sichtweise neutral. Schön, wenn der Ex wieder eine Beziehung hat, aber es geht mich nichts mehr an. Alles andere finde ich ungesund.
 
  • #90
@Florentina70
Für Dich mag das ungesund sein.
Für mich und insbesondere meine Tochter war und ist es sehr gesund.
Aber ich habe auch beruflich immer wieder Kontakt mit ihm. Und sowas funktioniert nicht mit Groll hegen.
Wäre Kind und Job nicht gewesen, wäre es Vll auch anders gekommen.