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Gast

  • #31
I Aber Glück wünschen... ?!? Ein komischer Rat.
Jemanden Glück zu wünschen, der einen fies behandelt hat, hat was mit Gelassenheit und Selbstachtung zu tun.

Hier auf die Therapeutin rumzuhacken finde ich sehr komisch. Wir wissen nicht in welchem Kontex die Frau ihre Aussage zur FS gesagt hat. Die Fs kann die Aussage der Therapeutin auch aus einem ganz anderen Blickwinkel aufgefasst haben, als es wirklich gemeint ist.

Fakt ist, dem Ex nach der Trennung Glück und Frieden zu wünschen braucht Zeit. Ist ja logisch, dass das nicht von heute auf morgen geht und die Trennungsphasen durchlebt werden müssen. Wut ist absolut korrekt dabei. Aber irgendwann muss und wird der Punkt kommen, wo man loslassen kann und Friede in einem selbst einzieht. Und das ist dann vielleicht der Punkt der Selbsterkenntnis, wo man sehen muss, welchen Anteil man selber daran hat, dass es so gekommen ist, wie es kam.

Bei dem einen geht es schnell, der Andere braucht Jahre um an diesen Punkt zu kommen.

Der eine kann Glück von Herzen wünschen, der Andere ist nur in der Lage, nicht mehr wütend zu sein.

Mir war es wichtig, auch im Interesse des gemeinsamens Kindes, meinen Frieden mit diesem Mann zu schliessen. Mir ist es gut gelungen, mein Kind hatte immer regelmässig Kontakt zu ihm, durfte ihn lieben, so wie er ist und hat gelernt, dass es verschiedene Arten von Liebe geben kann und darf.

Heute rückblickend bin ich immer noch davon überzeugt, gerade was ich hier im Forum lese, dass man erst wirklich frei für eine neue Beziehung ist, wenn man mit sich selber in reinem ist, auf den Ex oder die Exe keine Wut, keinen Frust, sondern sie nur noch als Lebensbegleiter, Menschen sieht, die einen in der Entwicklung weiter gebracht haben. Ja, gerade solche negativen Menschen bringen einen oft in der Entwicklung weiter. War jedenfalls bei mir so.

Ich danke jedem Mann, den ich in meinem Leben kennengelernt habe. Jeder hat mir eine Aufgabe fürs Leben mitgegeben, die mich heute zur der Frau gemacht haben, die ich bin. Ich mag mich und bin mit meinem Leben sehr zufrieden.

Nun hoffe ich, dass ich das ausstrahle und einen Mann finde, der das toll an mir findet und der so ähnlich fühlt, denkt und lebt wie ich bzw. auf ähnlichen Entwicklungsstand ist.

w 49
 
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Gast

  • #32
Na ja um ihm jetzt schon viel Glück zu wünschen ist es vielleicht noch etwas zu früh. Ist auch etwas eigenartig was deine Psychologin da zum Besten gibt. Wenn du dich immer noch in der Wutphase befindest wünscht du ihm womöglich alles, aber Glück dürfte da nicht dabeisein.
Sehr richtig. In einer so frühen Phase nach einer Trennung kann und soll man dem Ex-Partner alles mögliche wünschen, aber kein Glück.
Guten Therapeuten ist das auch zu Genüge bekannt. Ich finde den Rat der Psychologin unsinnig, nicht hilfreich, ignorant und unprofessionell.
 
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Gast

  • #33
Aber irgendwann muss und wird der Punkt kommen, wo man loslassen kann und Friede in einem selbst einzieht. Und das ist dann vielleicht der Punkt der Selbsterkenntnis, wo man sehen muss, welchen Anteil man selber daran hat, dass es so gekommen ist, wie es kam.

Bei dem einen geht es schnell, der Andere braucht Jahre um an diesen Punkt zu kommen.

Der eine kann Glück von Herzen wünschen, der Andere ist nur in der Lage, nicht mehr wütend zu sein.
Was hat der Friede, den man mit sich selbst zieht, denn mit dem Ex zu tun? Ich bin von einem Ex seit vielen Jahren getrennt, ich habe mich verändert, ich habe mich in andere verliebt. Da ist kein Festhalten an etwas.

Aber: Ich denke schlicht, dass er ein Mensch ist, der aus heutiger Sicht überhaupt nicht zu mir passt, und den ich persönlich, umgangsprachlich, richtig doof finde. So wie es auch andere Menschen gibt, die ich nicht mag, und andererseits auch welche, die ich super finde! Warum genau sollte jetzt der Ex eine Sonderstellung bekommen? Warum darf man über einen "doofen" Bekannten lästern, wenn ich Lust dazu habe, und bei einem Ex heißt es dann, man wäre nicht "in der Lage, ihm Glück von Herzen zu wünschen"? Was interessiert mich das Glück von irgendwem, den ich nicht mag?

Und welchen Anteil man selbst hat, interessiert doch gar nicht mehr. Es geht nicht um Schuld oder Unschuld, es hat einfach nicht gepasst. Manche Beziehungen sieht man im Rückblick als Fehltritt, und man lacht mir Freunden darüber, wie verblendet man war. Das gibt lustige Geschichten und hat nichts mit Unfrieden zu tun. Ich bezweifle eher, dass Ex-Partner, die ewig über die Gründe der Trennung und die schönen Seiten ihres Partners nachdenken, wirklich und überzeugt darüber hinweg sind.
 
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  • #34
Was hat der Friede, den man mit sich selbst zieht, denn mit dem Ex zu tun? Ich bin von einem Ex seit vielen Jahren getrennt, ich habe mich verändert, ich habe mich in andere verliebt. Da ist kein Festhalten an etwas.
Sehr viel hat der eigene Frieden mit dem Loslassen vom Ex zu tun. Du hast deinen Weg des Loslassens geschaft, herzlichen Glückwunsch. Du hast dich in andere verliebt, das heißt aber noch lange nicht, dass daraus eine feste, langjährige und gute Beziehung geworden ist. Hast du die inzwischen?

w 49
 
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  • #35
Sehr viel hat der eigene Frieden mit dem Loslassen vom Ex zu tun. Du hast deinen Weg des Loslassens geschaft, herzlichen Glückwunsch. Du hast dich in andere verliebt, das heißt aber noch lange nicht, dass daraus eine feste, langjährige und gute Beziehung geworden ist. Hast du die inzwischen?
Die Frage möchte ich nicht beantworten, weil sie nichts zur Sache tut. Es ist unlogisch und in der Tat esoterisch, seine Theorien durch beliebige aus der Luft gegriffene Fakten zu "belegen" (wie: ob EINE Person danach eine lange Beziehung hat).

Da könnte man genauso sagen, nur, wenn man seinem Ex NICHT alles Gute wünscht, kann man danach gute Beziehungen haben und jeden, der keine gute Beziehung hat, als Beleg nehmen. So funktioniert das nicht. Eine Einzelperson kann eine Theorie widerlegen, aber nicht belegen.

Du sagst also, man könne keine langjährige Beziehung haben, wenn man seinem Ex nicht alles Gute wünscht? Entschuldigung, aber das ist doch absurd. Mir fallen spontan einige Paare ein, teils verheiratet, die sich gemeinsam über die Ex-Partner/innen amüsieren oder ablästern. Auch das gehört dazu. Nicht jeder muss brav, friedlich, jedermanns Freund sein.
 
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Gast

  • #36
Den einzigen Sinn, den dieser Rat der Therapeutin vielleicht haben könnte, wäre, die Patientin irgendwie zu provozieren, in dem Sinne, dass sie selbst herausfindet und sagt, WAS sie ihrem Ex wünscht oder ob sie ihn einfach zum Teufel wünscht.

Ansonsten ist dieser Ratschlag meines Erachtens total daneben, da er nicht authentisch sein kann und nicht dem entspricht, was die FS fühlt und in dem Moment gut für sie wäre.

W43
 
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  • #37
Ich habe dem ein oder anderen Expartner _nicht_ "Alles Gute" gewünscht und habe dennoch meinen Frieden geschlossen und bin anderweitig glücklich liiert.

Man ist doch schon ein Stückchen weiter, wenn man die Beziehung verarbeitet hat und einem der Ex völlig egal geworden ist. Ich muss nicht jedem Menschen zwangsläufig Glück wünschen, damit ich nicht frustriert und unglücklich ende.

Der Rat der Therapeutin ist für mich etwas illosorisch und esoterisch angehaucht.
 
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  • #38
Jemanden Glück zu wünschen, der einen fies behandelt hat, hat was mit Gelassenheit und Selbstachtung zu tun.
Das hat mit keinem von beiden etwas zu tun. Dies wird zwar immer behauptet, jedoch nie bewiesen dass es so sein muss. Ich habe Selbstachtung und lebe glücklich in einer neuen Beziehung. Muss ich deshalb meiner Ex, die mich eiskalt und wiederholt sehr verletzt hat Glück wünschen? Wohl kaum. Mit der Trennung gehe ich inzwischen gelassen um. Nur den Betrug und das jahrelange Doppelleben werde ich ihr nie verzeihen.

Zumindest ist mein Fall ein Beweis dafür, dass obige Behauptung so nicht stimmt bzw. nicht allgemein gültig ist. Andere hier im Thread berichten ähnliches.
 
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  • #39
Das hat mit keinem von beiden etwas zu tun. Dies wird zwar immer behauptet, jedoch nie bewiesen dass es so sein muss. Ich habe Selbstachtung und lebe glücklich in einer neuen Beziehung. Muss ich deshalb meiner Ex, die mich eiskalt und wiederholt sehr verletzt hat Glück wünschen? Wohl kaum.
Das glaube ich auch nicht. Mir fällt dazu ein, dass ich es eher befremdlich fand, wenn ein Mann so posititv und gönnend von einer Ex sprach, die ihn verletzt hat. Die/der Ex wird dadurch häufig schön geredet, und die Erinnerung verklärt, obwohl das Scheitern vorprogrammiert war. So etwas finde ich viel schwieriger für eine neue Beziehung als jemand, der mit der Vergangenheit abgeschlossen hat, die neue Beziehung zu schätzen weiß und sich dessen bewusst ist, was an dieser Beziehung besser ist als an der alten, gescheiterten.
 
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  • #40
Liebe FS

Auch wenn es hier viele nicht glauben, aber verzeihen ist etwas vom Wichtigsten, das man tun kann und muss. Es klingt jetzt vielleicht etwas blöd, aber das Verzeihen kommt nicht primär dem Täter (in dem Fall deinem Ex) zu gute sondern in erster Linie Dir. Nur wer verzeihen kann, kann auch endgültig mit einer schlechten Erfahrung abschliessen, nur dann wird es endgültig ruhig in Dir. Ich selbst bin ein religiöser Mensch und betreue da auch Menschen, sprich ich gehe ab und an bei Ihnen vorbei höre Ihnen zu und versuche so gut es geht zu helfen. Ich habe da schon erlebt, dass auch nach viele Jahrzehnten immer noch Dinge hochkommen und die Person regelrecht in Rage bringen, man merkt, dass sie einfach noch nicht abgeschlossen haben und sie diese schlechten Erfahrungen immer noch beschäftigen, auch wenn sie das Gegenteil behaupten. Das selbe gibt auch für eine verflossene Liebe. Ich habe diese Erfahrung persönlich auch schon gemacht und es tut gut, wenn man verzeihen kann und somit eine negative Erfahrung abschliessen kann. Ich wünsche Dir viel Kraft, dass Du das auch schaffst.
 
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  • #41
Das glaube ich auch nicht. Mir fällt dazu ein, dass ich es eher befremdlich fand, wenn ein Mann so posititv und gönnend von einer Ex sprach, die ihn verletzt hat. Die/der Ex wird dadurch häufig schön geredet, und die Erinnerung verklärt, obwohl das Scheitern vorprogrammiert war. So etwas finde ich viel schwieriger für eine neue Beziehung als jemand, der mit der Vergangenheit abgeschlossen hat, die neue Beziehung zu schätzen weiß und sich dessen bewusst ist, was an dieser Beziehung besser ist als an der alten, gescheiterten.
Bitte lernt zu differenzieren. Nur weil man höflich und respektvoll von der/dem Ex spricht, heißt das nicht, dass man die vergangene Beziehung und das was schief gelaufen ist schön redet.

Wer so denkt, ist eifersüchtig auf die/den Ex anstatt sich zu freuen, den das Verhalten bzw. Denken des/der Ex spricht eher dafür, dass es ein kluger Mensch ist und es sehr gute Anzeichen gibt, dass die vergangene Beziehung wirklich beendet ist.

Nur weil ich von dem/der Ex positiv rede, heißt das ja nicht, dass ich die neue Beziehung nicht zu schätzen weis. Wenn allerdings nur über die vergangene Beziehung so positiv geredet wird, obwohl sie nicht gut war, dann stimmt die Balance nicht und dann muss miteinander gesprochen werden. Dann stimmt was mit der Kommunikation nicht und der Andere merkt oft nicht, wie falsch manche Dinge beim Anderen ankommen, die gar nicht so gemeint sind.

w 49
 
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  • #42
Auch das gehört dazu. Nicht jeder muss brav, friedlich, jedermanns Freund sein.
Du hast das Thema nicht verstanden, du hast gar nicht verstanden, um was es geht.

Wenn ich in Frieden und Glück wünsches über meinen Ex denken, bin ich weder brav, friedlich und jedermanns Freund.

Über den/die Ex zu lästern hat was mit Schwäche und kindischen Getue zu tun. Vor allen Dingen macht man sich selber damit schlecht, immerhin hat man mit so einem Menschen mal Zeit verbracht und war intim. Also muss ja die Wahl dieses Ex nicht gut überdacht gewesen sein....

Sich mit Respekt von jemanden zu verabschieden, egal wie der Andere war, hat was mit Selbstachtung und Würde zu tun.

w
 
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  • #43
Du hast das Thema nicht verstanden, du hast gar nicht verstanden, um was es geht. Wenn ich in Frieden und Glück wünsches über meinen Ex denken, bin ich weder brav, friedlich und jedermanns Freund.

Über den/die Ex zu lästern hat was mit Schwäche und kindischen Getue zu tun. Vor allen Dingen macht man sich selber damit schlecht, immerhin hat man mit so einem Menschen mal Zeit verbracht und war intim. Also muss ja die Wahl dieses Ex nicht gut überdacht gewesen sein....

Sich mit Respekt von jemanden zu verabschieden, egal wie der Andere war, hat was mit Selbstachtung und Würde zu tun.
Eben doch, aus meiner Sicht klingt genau der Satz, dass es mit kindischem Getue zu tun habe, brav und nach jedermanns Freund. Es gibt Menschen jeden Alters, die Spaß am lästern haben. Kannst du das nicht tolerieren?

Und natürlich kann die Wahl des Ex unter Umständen nicht gut bedacht gewesen sein, es ist sogar klar, dass es so ist, sonst hätte die Beziehung nicht geendet. Oder aber, man hat sich auseinander verändert. Tut das deiner Selbstachtung oder deiner Würde einen Abbruch, unter Umständen zuzugeben, den Falschen gewählt zu haben, oder in der Vergangenheit anders gewesen zu sein? Meiner nicht, ich kann das sehr gut trennen. Natürlich kann ich mich und alte Entscheidungen schlecht machen und denken, dass ich verblendet war, damit kommt mein Selbstbewusstsein bestens klar. Das ist der Grundstein für eine Weiterentwicklung.

Und mir kommt genau dieses "Verzeihen" deshalb so geheuchelt vor. Nach eurer Vorstellung hat man ja gar keine andere Wahl, als zu verzeihen, man MUSS die eigene Vergangenheit gut finden. Das ist ja fast schon ein Zwang. Dieser Zwang existiert für andere aber nicht, für manche ist der Ex auch einfach einer von den Menschen, die man nicht schätzt.

Und selbstverständlich können neue Partner unterschiedlicher Meinung dazu sein, wie jemand zu einer vergangenen Beziehung steht. Es geht hierbei gar nicht darum, wie gut man von der aktuellen Beziehung spricht, sondern darum, dass man einfach mal erkennt, was zu dem Ex-Partner nicht passte und warum er - aus der eigenen Sicht - dadurch weniger beliebt bei einem selbst ist als andere Menschen, bis hin zu geringgeschätzt. Denn man mag besonders die Menschen, die zu einem passen, mit denen man gut klarkommt. Der Ex ist keiner (mehr) von denen, da gab es gravierende Unpässlichkeiten.

Darf ich einen Menschen, den ich entfernt kenne, aus meiner Sicht doof finden? Wenn ja, dann darf ich das auch bei meinem Ex, denn es ist möglich, dass ich es nunmal so empfinde! Und dann ist es nur ehrlich.

Ich schätze viele Gedanken von Verzeihen bestimmter Religionen, aber genau dieses Missionieren und Regeln daraus ableiten, zieht die Religionen so runter und macht sie vor anderen unbeliebt. Das ist genau dem Grundgedanken gegenläufig, dass man Menschen regelhaft aufzwingt, und von verzeihen "müssen" spricht.
 
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  • #44
Liebe FS,

zunächst solltest du deine Psychologin wechseln! Und deinem Ex auf gar keinen Fall Glück wünschen!
Was für ein unempathischer Rat deiner sogenannten Psychologin. Du befindest dich in einer Trauerphase, wo sich Schmerz um den Verlust und Zorn ob dieser Kränkung abwechseln.

Er wird eines Tages ebenso abserviert werden wie er es mit dir getan hat. Es rächt sich alles im Leben ohne unser Zutun! Also, lass es bleiben, ignoriere ihn und verbanne ihn aus deinen Gedanken und aus deinem Leben. Sei nicht unterwürfig sondern stolz!

Hat er dir denn Glück gewünscht für deine Zukunft? Na siehste.......!
Deshalb gibt es keinerlei Anlass diesem Treulosen Glück zu wünschen.

Viel Glück im Neuen Jahr
 
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  • #45
Hallo,
also ich hab meinem -Noch-Ehemann alles gute gewünscht. Er hatte 3 Wochen nach meinem Auszug wieder eine Freundin. Fand´s jetz nicht schwer. Da er mich schon lange vor der Trennung links liegengelassen hat, was Freizeit und Reden an geht. Hab mich abgeschoben gefühlt. So wie du, durch seine neue Beziehung. Hab eben realisiert dass es mit den schönen Zeiten mit ihm vorbei ist und ich nach Vorne schauen muss!
Also Kopf hoch, du findest dein wahres Glück bestimmt bei einem anderen!
Wie heißt es so schön, man muss vielleicht viel Frösche küssen, bis der richtige dabei ist!

Wünsch dir viel Kraft dafür!

w26
 
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  • #46
Das könnte ich niemals, jedem Menschen, nur meinem Ex-Mann nicht. Wie sollte ich einem Narzissten und Psychopathen, welcher jahrelang tyrannisiert und körperlich gewalttäig war, alles Gute wünschen? Damit er weiter Frauen derart beahndeln kann. Nein niemals. Ich wünsche ihm nur, dass alles was er mir und meiner Familie angetan hat, auf ihn zurückfällt.
 
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  • #47
. Tut das deiner Selbstachtung oder deiner Würde einen Abbruch, unter Umständen zuzugeben, den Falschen gewählt zu haben, oder in der Vergangenheit anders gewesen zu sein?

Und mir kommt genau dieses "Verzeihen" deshalb so geheuchelt vor.
Lies deine Zeilen noch mal durch. Sie widersprechen sich m.E. Indem ich zugebe, dass ich unter Umständen den/die Falsche/n gewählt habe, hat auch was damit zu tun, mit mir und mit Ihr/Ihm Frieden zu schliessen. In diesem Augenblick verzeihe ich mir und auch dem Anderen, weil ich und auch der Andere damit einen Anteil hat, dass die Beziehung gescheitert ist.

w
 
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  • #48
Das könnte ich niemals, jedem Menschen, nur meinem Ex-Mann nicht. Wie sollte ich einem Narzissten und Psychopathen, welcher jahrelang tyrannisiert und körperlich gewalttäig war, alles Gute wünschen? Damit er weiter Frauen derart beahndeln kann. Nein niemals. Ich wünsche ihm nur, dass alles was er mir und meiner Familie angetan hat, auf ihn zurückfällt.
Frieden und Glück wünschen, heißt auch mit sich selbst Frieden schliessen. Immerhin hast du dir diesen Mann erwählt und geheiratet. Ein Narzisst und Psychopath wird man nicht erst nach der Heirat. Du selbst hast dich jahrelang von ihm selber schädigen lassen, Du alleine hast es zugelassen, dass er so fies zu dir ist.

Also fange bei dir selber an, deinen Anteil an deiner Geschichte zu sehen. Solange du das nicht machst und alle Wut auf den Ex zu schieben, wirst du seelisch nicht heilen. Erst wenn du deinen Anteil bei dir gesehen hast, ihn akzeptierst hast, dann wirst du vielleicht auch mit dem Ex besser umgehen können, denn auch er hat seine Geschichte, genauso wie du, warum er so ist, wie er ist und du so dumm warst, dich auf so einen Mann einzulassen.

Damit will ich seine Verhalten in keiner Weise entschuldigen! Aber man kann gewissen Dinge von vielen Seiten betrachten, was hier aber anscheinend einige nicht können.

w
 
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  • #49
nach vier Monaten dürfte das etwas verfrüht sein. Auch wer schändlich betrogen und verletzt wurde, wird seine Schwierigkeiten haben, Frieden zu schließen.

Wenn jedoch die Trennung abgeschlossen und verarbeitet ist - ohne dass von welcher Seite auch immer nachgekarrt wird - dann ist ein Frieden schließen und Glück wünschen möglich.

Mein Ex und ich respektieren uns als Mensch, aber als Paar funktionierte es nicht mehr. Er hat nun eine Partnerin, die zu ihm passt, ich einen Partner, der wirklich zu mir passt. Ich wünsche ihm/beiden wirklich von Herzen alles Gute, weil ich weiß, dass er als Mensch charakterlich einwandfrei ist, es nur mit uns beiden auf Dauer eben nicht passte.
 
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  • #50
Warum sollte ich meiner Ex Glück wünschen? Ich habe sie geliebt und ihr jeden Wunsch erfüllt. Die Wünsche konnten ja nicht groß genug sein. Reisen, Haus, Porsche, Platinschmuck. Mir war das Geld egal. Ich wollte nur eine glückliche Familie. Sie hingegen ist schlicht geldgeil und benötigt Statussymbole. Vor 3 Jahren stellte ich dann fest, dass sie mich nach 18 Jahre Ehe seit Jahren betrügt. Sie hat mir gegenüber nie Probleme erwähnt bzw. mit mir gesprochen. Sie hat mich jahrelang eiskalt belogen und betrogen und ohne Vorwarnung meine Familie zerstört, für die ich alles tat. Der Familie spielte sie über Jahre die heile Welt vor. Ich werde ihr das nie verzeihen. Warum sollte ich ihr nachdem, was sie mir und meinem Kind angetan hat, Glück wünschen?

Wenn sie fair, offen und ehrlich gewesen wäre... aber so. Inwischen lebe ich wieder glücklich in einer Beziehung. Den Kontakt zu ihr haben mein Kind und ich komplett abgebrochen.

Ich denke, wenn man offen und ehrlich miteinander umgegangen ist, dann funktioniert das auch mit gewissen Abstand mit dem Glück wünschen. Wenn Lügen und Betrug im Spiel sind, funktioniert das nicht wirklich. Schon gar nicht ist es zwingend die Grundlage um wieder in einer neuen Beziehung glücklich zu sein.
 
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  • #51
Frieden und Glück wünschen, heißt auch mit sich selbst Frieden schliessen. Immerhin hast du dir diesen Mann erwählt und geheiratet. Ein Narzisst und Psychopath wird man nicht erst nach der Heirat. Du selbst hast dich jahrelang von ihm selber schädigen lassen, Du alleine hast es zugelassen, dass er so fies zu dir ist.
Das Letztere ist richtig, jedoch hat Frieden mit sich schließen nunmal nichts mit dem anderen Glück wünschen zu tun. Das ist nur eine Behauptung. Diese Ex-Frau scheint noch wütend zu sein. Sicherlich kann sie irgendwann friedlicher werden, aber warum sollte sie überhaupt? Es geht gar nicht darum, ob sie selbst dazu beigetragen hat. Sie hat vielleicht am Anfang nicht erkannt, was es für ein Mann ist.

Wut ist ein berechtigtes Gefühl, das auch etwas bewirkt. Ich wurde von keinem Mann misshandelt, trotzdem würde auch ich dem Ex-Mann dieser Frau nicht alles Gute wünschen aufgrund dessen, was ich hier lese. Ich finde, dass ein Psychopath einen Denkzettel verdient hat. Du kannst nicht begründen, warum Glück wünschen, jedem verzeihen, besser sein sollte. Aus meiner gelegentlichen Wut erwächst viel Kraft und Durchsetzungsvermögen. Wir müssen ja nicht alle Friedensprediger sein. Wäre das der Fall, hätten die Tyrannen und Diktatotoren freie Bahn, auch wenn manche meinen, mit Verständnis für alles und jeden wäre alles getan.
 
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  • #52
was die frau dir da sagt ist in meinen augen schlicht quatsch.

es kommt doch darauf an wie der ex dich behandelt hat und wie du selber damit umgehst. er trennt sich und du verzeihst nach einiger zeit. das ist normal, aber muss ich ihm nun alles glück der erde wünschen? nein, muss ich nicht.

ich wünsche meinem noch-mann von ganzen herzen alles gute. warum? er hat mir nichts getan. wir haben 3 traumhaft tolle kinder zusammen und hatten gute 15 jahre zusammen. ich habe allen grund der welt ihm glück zu wünschen.

mein lebensgefährte hat eine exgattin die der horror ist. sie redet schlecht über ihn, erpresst die kinder, lügt, fordert geld, hat nie gearbeitet und will das auch nicht. tja, wieso sollte mein freund dieser frau glück wünschen?
 
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  • #53
Ggf. wird die Äußerung der PT aus dem Zusammenhang heraus missverstanden.

- falsch ist, dass eigenes Glück erst wieder möglich ist wenn man dem anderen verzeiht ...
- richtig ist, dass der eigene Seelenfrieden möglich ist wenn man sich selbst verzeiht (= Eigenanteil)

Nein! Ich wünsche meinem Ex (auf Grund seines damaligen Verhaltens) nicht alles Glück der Welt, schon gar nicht von Herzen!

Aber ich wünsche es mir und habe es auch gefunden!

w, 54
 
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Gast

  • #55
- falsch ist, dass eigenes Glück erst wieder möglich ist wenn man dem anderen verzeiht ...
- richtig ist, dass der eigene Seelenfrieden möglich ist wenn man sich selbst verzeiht (= Eigenanteil)

Nein! Ich wünsche meinem Ex (auf Grund seines damaligen Verhaltens) nicht alles Glück der Welt, schon gar nicht von Herzen!
w, 54
Bevor man seinen Eigenanteil an den Verletzungen nicht sieht, kann man sich selber nicht verzeihen und schon gar nicht dem Anderen.

Diese Verletzungen hat man sich zum Teil ja selber zufügen lassen.

Dem Anderen Glück zu wünschen bedeutet auch, zuzugeben, dass man ja selber bei den Verletzungen mitgemacht hat, sie zugelassen hat.

Die Verantwortung komplett auf den Anderen zu schieben ist daher nicht ganz fair.

Ich setzte Glück wünschen mit Frieden und Heilung wünschen gleich.

Meine Lebenserfahrung hat mir gezeigt, wenn ich das mache, geht es mir besser und ich kann mit dem Vergangenen und meinem Anteil daran Frieden schliessen.

w
 
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  • #56
Kommt darauf an, wie alles verlaufen ist.
Dem einen wünsche ich von ganzem Herzen Glück, den anderen entlasse ich nur erleichtert aus dem inneren Bereich meines Herzen mit der Auflage, nie mehr meinen Weg zu kreuzen und dem Wunsch, nie wieder etwas über ihn erfahren zu müssen.
 
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  • #57
Bevor man seinen Eigenanteil an den Verletzungen nicht sieht, kann man sich selber nicht verzeihen und schon gar nicht dem Anderen.
Es kommt darauf an, ob überhaupt ein Eigenanteil vorliegt aus der eigenen Sicht. Wenn es keinen gibt, muss man sich selbst auch nicht verzeihen. Dem anderen sowieso nicht.

Diese Verletzungen hat man sich zum Teil ja selber zufügen lassen.
Dem Anderen Glück zu wünschen bedeutet auch, zuzugeben, dass man ja selber bei den Verletzungen mitgemacht hat, sie zugelassen hat.
Sorry, das ist sehr verdreht: Erstens, nur weil ich zugebe, dass ich selbst meinen Beitrag geleistet habe, muss ich dem anderen kein Glück wünschen. Das eine hat schlicht nichts mit dem anderen zu tun.

Zweitens gibt es NICHT immer einen Eigenanteil und nicht jeder hat bei den Verletzungen mitgemacht. Es kann auch sein, dass jemand von einem auf den anderen Moment austickt und den anderen verletzt. Da gibt es kein "Mitmachen". Alles bis zum Tage X kann einvernehmlich abgelaufen sein, und dann geschah etwas, was nicht mehr zu verzeihen ist.

Und jetzt komme nicht damit, dass man es dann hätte wissen müssen oder dergl. Man ist nicht für alles verantwortlich, das ist Quatsch. Ich bin auch nicht dafür verantwortlich, wenn mein Nachbar einen Unfall baut. Genauso wenig ist jemand dafür verantwortlich, wenn der Partner Mist macht.

Die Verantwortung komplett auf den Anderen zu schieben ist daher nicht ganz fair.
Doch. Jeder trägt für sich und sein Verhalten die Verantwortung. Nur weil man in einer Beziehung ist, kann man diese Verantwortung nicht einfach mal dem Partner übergeben.

Ich setzte Glück wünschen mit Frieden und Heilung wünschen gleich.
Meine Lebenserfahrung hat mir gezeigt, wenn ich das mache, geht es mir besser und ich kann mit dem Vergangenen und meinem Anteil daran Frieden schliessen.
Das ist doch schön für dich, aber bei anderen läuft es, wie du hier liest, anders, und sie finden trotzdem ihren Frieden, ohne anderen Glück zu wünschen. Vielleicht gibt es auch Menschen, die etwas Feuer in sich haben und das gar nicht alles dem Frieden schließen opfern wollen.
 
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  • #58
Das hängt doch alles vom Grad der Verletzungen ab.
1. Wenn mich jemand vorsätzlich betrogen, belogen, beklaut etc. hat, dann ist der Schwarze Peter eindeutig nicht bei mir. Warum also sollte man dem Täter mehr psychologisches Verständnis gegenüberbringen, als dem geschädigten Opfer??? Wenn jemand das Verhalten eines Täters jahrelang ertragen hat, dann hat er dies vermutlich aus Glaube, Liebe und Hoffnung getan - das zeugt von Größe, nicht von Dummheit.
2. Wenn jemand, den ich liebe, mich verlässt, dann ist das in erster Linie einfach nur traurig.

In beiden Fällen kann man zwar irgendwann verzeihen, aber doch nicht SOFORT von Herzen Glück wünschen, im erstgenannten Fall schon gar nicht. Es entsteht auch kein "Unglück" daraus, wenn man dies nicht tut - das ist doch purer Aberglaube.
Vermutlich wirken sich LEBENSLANGE Rachegedanken negativ auf die eigene Befindlichkeit und Gesundheit aus, da man so die Vergangenheit nicht loslassen kann. Aber es ist doch ein Unterschied, ob ich aus Verbitterung mein Leben lang nicht mehr zur Ruhe komme, oder kurz nach einer Trennung aufgrund der Größe des Schmerzens nicht sofort von Herzen Glück wünschen kann.
Fall 2 haben wir doch alle schon erlebt. Man ist traurig, muss Trennung und Schmerz irgendwie überwinden, tut dies auch, und kann IRGENDWANN, mit genügend Abstand und wenn die Wunden verheilt sind, dem anderen auch wieder Glück wünschen.
 
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  • #59
Nein, das ist nicht übermenschlich. Ich wünsche meinem Ex von Herzen alles erdenklich Gute, alle Liebe, alles Glück! So wie auch als wir zusammen waren. Wie sollte ich ihm etwas Schlechtes wünschen, wenn ich ihn doch so sehr liebe. Natürlich bin ich wütend auf ihn, er versprach mir, sein Leben mit mir zu teilen, komme was wolle. Er versprach mir, in guten und in schlechten Zeiten mit mir zusammen zu sein. Er versprach mir, mich für immer zu lieben. Natürlich bin ich wütend und traurig, dass dies nun nicht mehr so ist. Deshalb wünsche ich ihm trotzdem aber von Herzen alles Gute. Ich konnte ihn nie traurig sehen, ich wollte nie, dass er verletzt wird. Das hat sich nicht geändert.
 
  • #60
Liebe FS
Ich habe die gleiche Situation wie du vor vielen Jahren erlebt. So einem Mann würde ich kein Glück wünschen. Du hast ihn geliebt und wolltest Kinder mit ihm. Er hat dich tief verletzt, und geniesst sein Glück mit einer anderen Frau und erfüllt ihr den Kinderwunsch. Wie es dir geht, interessiert ihn null, er hat was er will. Mit so einem gehören keine Glückwünsche. Am besten Kontaktabbruch.