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Gast

  • #31
Rosenrot
@Apollo #18
Den Begriff hat 1995 eine Havard-Professorin geprägt, die sich ausführlich mit dem Thema Bisexualität und Exklusivität in einer Beziehung bzw. Dreiecksbeziehungen geschäftigt hat. ;)

Schöne Literatur, für jemanden, der sich mit deinen Threads beschäftigt. ;)

Ich sag nur Stammtisch! ;)
 
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Gast

  • #32
Hallo 13/ 25/ 26 du sprichst mir so aus dem Herzen! Danke auch für deinen Gruß!
und 20 ich grüße auch dich! Du hast es genauso erfasst, dass von bisexueller Frau bitteschön genauso Liebe und Treue zu erwarten ist, wie von Heteros. Danke.

Beide schreibt ihr davon und verteidigte auch ich empört (oben 23), dass die Bisexualität einer Frau lediglich aussagt, dass sie sowohl Männer als auch Frauen lieben kann, dies aber nicht automatisch GLEICHZEITIG geschieht, wie hier im Forum allgemein angenommen und diskutiert wurde.

@ Thomas: dass deine Freundin neben ihrem Partner eine Frau liebte und mit ihr zärtlich war, ist nicht typisch bisexuell, sondern typisch untreu!
Das findest du auch bei allen andern Erwachsenen, seien sie hetero- oder homosexuell oder eben auch bisexuell.
Aber wie schon öfter und jetzt nochmals mit Nachdruck gesagt: Bisexualität ist nicht "Frau mit automatisch eingebauter Untreue"!

Die Frage, ob neben bestehender Partnerschaft eine weitere zärtliche Beziehung in Frage kommt oder nicht, muss sich jede/r erwachsene Mensch ebenfalls gefallen lassen.
Sowenig, wie das von irgendjemand von vorneherein angenommen wird, sei es doch bitte auch bei bisexuellen Frauen der Fall!!

@ Frederika:

du schreibst: "...Wäre es für Dich ein Problem, Dich endgültig für einen männlichen Partner zu entscheiden und somit auch die Entscheidung zu treffen, dass wenn alles gut läuft, Du nur noch mit diesem Partner Sex haben wirst und keine Frau mehr anfassen wirst? Oder wäre das doch irgendwie traurig? Würde Dir doch irgendwann die lesbische Komponente fehlen?..."

Deiner Antwort, 26, schließe ich mich voll und ganz an.

Wie ist das für dich, Frederika, (ich weiß wohl, du hast es in 27 bereits beantwortet, trotzdem frage ich nochmals, um es zu verdeutlichen): wäre es für dich ein Problem, dich endgültig für den einen Mann, sagen wir für Peter zu entscheiden und damit gleichzeitig die Entscheidung zu treffen, dass du ab jetzt nur noch Sex mit Peter hast und nicht mehr mit Fritz und Franz und auch Carl nicht mehr anfassen wirst? Wäre das irgendwie traurig für dich? Würde dir doch irgendwann die Variante von Carls Sex oder von Fritzens Zärtlichkeit oder die spezielle Komponente von Franz fehlen?

Es ist nichts anderes, ob ich mich aus 50% der erwachsenen Bevölkerung für die/den einen entscheide oder aus 100%.

Wen ich erwähle, das ist der Mensch, den ich liebe.
Wen ich liebe, diesem Menschen bin ich treu.
Wen ich liebe und geliebt bin, ist der einzige Mensch, dem ich mich ganz und gar öffne und hingebe.
Von diesem Menschen, von dem ich geliebt bin, empfange ich, was mir geschenkt wird.
Was um alles in der Welt soll mir da fehlen???

(w, 56, post 23)
 
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Gast

  • #33
und dann noch 'was:

@ Frederika:
natürlich "fehlt" mir in jeder Liebesbeziehung, neben dem Geschenk der erfüllenden Liebe und einmaligen Persönlichkeit meiner Partnerin bzw. meines Partners, alles was sie/er nicht ist, sagt, denkt, fühlt, tut.

Geht das nicht allen so, die reif genug sind, sich für eine Partnerschaft und für Treue zu entscheiden?

Ist dieser "Verzicht" auf alles Übrige, zu Gunsten des Einmaligen, nicht das besondere Geschenk, das sich Menschen machen (können)? Ist das nicht ein wichtiger Teil dessen, was wir "Liebe" nennen?

"Dich wähle ich unter allen..." und lege mich fest, bin verbindlich, will nicht mehr "alles", sondern sage "Du bist es".
Was daran sollte da traurig sein?
Und gibt es nichts, das trauriger sei als das?

Ist das nicht der Preis, den solche Liebe kostet.
Ist das nicht der Preis, den solche Liebe erringt?

(w, 56, post 23 und grade eben davor)
 
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JoeRe

  • #34
Bin Nr. 20 hier wieder.
@32: Ich finde Deinen Schlusstext unglaublich schön. romantisch und treffend, und dabei kein bisschen kitischig.
Und dabei muss er nicht auf Bisexualität bezogen sein, auch wenn er das Thema mit einschließt.
 
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Gast

  • #35
@JoeRe: Danke! Tut gut zu lesen.

Natürlich schrieb ich nicht mehr von irgendeiner Form des sexuellen Lebens. Ich schrieb von der Liebe. Die setze ich jeder sexuellen Praxis voraus. Andersrum will ich das nicht (mehr).

Liebe ist Liebe. Sie ist unabhängig davon, ob sie zwischen Mann und Frau statt findet, zwischen Frau und Frau, zwischen Mann und Mann, zwischen Frau, die Frau oder Mann lieben kann oder zwischen Mann, der Frau oder Mann lieben kann.

(w, 56 Jahre, post 23/ 31/ 32)
 
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Gast

  • #36
Ich wäre sogar froh, wenn meine Frau eine Partnerin für gelegentlichen gleichgeschlechtlichen Sex hätte. Der Grund: ich hatte mal ein Gespräch mit meiner Frau mit dem Ergebnis, das wir beide Bi-Interesse haben. Und ich meine, man/frau sollte seine Bisexualität auskosten und nicht sein ganzes Leben lang mit sich rumschleppen. Ich habe bereits meine bisexuelle Erfahrung mit einem gemacht (allerdings nur einmalig). Und es wäre doch toll, wenn wir beide unsere Bisexualität innerhalb unserer gemeinsamen Ehe (mit Kindern) auskosten könnten. Wir wären beide sexuell voll befriedigt und keiner braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, da es der Partner ja auch macht. Ehepaar, in den 40ern.
 
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Gast

  • #37
Ich wäre auch froh, weil es mich anturnt. Wenn ich jedoch deshalb zu kurz kommen würde, wäre es aber blöd.
 
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Gast

  • #38
Das ist wieder einmal ein Beweis für den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Hätte die Frage ein Mann gestellt, dann würde es nur negative Reaktionen geben. Lesbischer Sex wird grundsätzlich toleranter behandelt als Sex zwischen Männern.
 
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Gast

  • #39
Das liegt einfach daran das Sex zwischen zwei Frauen etwas schönes ist und Sex zwischen Männern eklig.
 
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Gast

  • #40
Das ist wieder einmal ein Beweis für den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Hätte die Frage ein Mann gestellt, dann würde es nur negative Reaktionen geben. Lesbischer Sex wird grundsätzlich toleranter behandelt als Sex zwischen Männern.
Aber doch sicher nur von Frauen. Heteromännern kann es ziemlich egal sein, wenn andere Männer mit Männern schlafen, schließlich werden sie nie eine Partnerschaft mit Männern eingehen.

Ja, ich denke Frauen kämen damit schlechter zurecht, wenn ihr Partner einen männlichen Geliebten hätte.