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Apollo

  • #1

Könnt ihr euch eine bisexuelle Frau als Lebensgefährtin oder als Ehefrau vorstellen?

Ich meine: ich wißt schon im Vorfeld, daß sie es ist.
 
  • #2
ja, glaube da hätte ich kein problem damit, solange es nicht ausartet und sie nicht ständig andere frauen "daherzaht". Wenn sie eine normale freundin hat und die mich nicht eifersüchtig anbiestet bzw. solange sie in der beziehung "sauber" bleibt, kann ich mir das durchaus vorstellen. Würde versuchen die frau irgendwie familier einzubinden.
Früher in den harems war es ja auch nicht viel anderes, die badehäuser waren unter den frauen nicht nur wegen der körperpflege so beliebt.
 
  • #3
@#1: Das klingt so, als ob Du eher an einen Dreier denkst als an die Bisexualität der Freundin! :))

Empfindest Du es als Mann nicht als Fremdgehen, wenn Deine Freundin eine Frau wirklich lieben würde und Sex mit ihr hätte? Hast Du als Mann da wirklich keine Konkurrenzgedanken? Immerhin bist Du sonst ja bei Treue sehr streng...
 
A

Apollo

  • #4
Ich hätte damit auch kein Problem, solange sie weiß, daß sie das Zusamenleben mit mir vorzieht, d.h. mich als Standbein und ihre Freundin als Spielbein. Meinetwegen könnte sie auch ihre sexuellen Abenteuer haben. Eine manege á trois unter einem Dach wäre unter Umständen auch vorstellbar. Auch in einer nichtehelichen Beziehung wäre ich nicht dagegen unter der Voraussetzung, sie lebt mit mir zusammen.
 
G

Gast

  • #5
Wenn sich die Bisexualität rein auf sexuelle Aspekte beschränkt, hätte ich überhaupt kein Problem damit. Das hatte ich auch schon und war für mich und die Beziehung überhaupt kein Problem.
Wenn tiefere Gefühle im Spiel sind, wird es natürlich etwas kompliziert - aber da würde es sich grundsätzlich auch nicht anders verhalten, wie wenn ein anderer Mann im Spiel wäre. Schwer zu sagen, ob so etwas lebbar wäre.
Wobei ich zu #2 noch schreiben möchte: Für mich hat Liebe nichts mit Konkurrenzdenken oder um jeden Preis an sich binden zu tun. Mit so einem Verhalten bewirkt man genau das Gegenteil von dem, was man sich eigentlich wünscht.
Wenn ich jemand wirklich liebe, dann möchte ich in erster Linie, daß er glücklich ist. Und dieses Glück beim anderen erzeuge ich sicherlich nicht damit, in dem ich ihm vorschreibe, wie er sein muß.
 
A

Apollo

  • #6
#4 Ja, aber du mußt auch an dein Glück denken, erst recht wenn sie nicht daran denkt.
 
  • #7
@#4: Liebe und Partnerschaft haben für mich mit Treue und Exklusivität zu tun -- und zwar nicht erzwungernerweise, sonder freiwillig, selbstverständlich, natürlicherweise. Ich denke nicht, dass man das Ablehnen von Fremdgehen mit "Konkurrenz- und Besitzdenken" titulieren sollte.

Sicherlich gibt es die unterschiedlichsten Lebensgewohnheiten und Gefühlswelten zu diesem Punkt. Aber ich stehe dazu, dass Treue für mich absolute Voraussetzung ist -- und ich bin mir sicher, dass die überwältigende Mehrheit der Deutschen diese Meinung teilt. Wer sie nicht teilt, dem sei es gegönnt und er findet hoffentlich einen Partner, der das genauso sieht. Alles andere würde nämlich nur Schmerzen hervorrufen.
 
G

Gast

  • #8
@Apollo
Natürlich muß ich auch Antennen für meine eigenen Bedürfnisse haben. Wenn mein Partner aber die gleiche Einstellung zeigt (wenn es also "passt"), dann werde ich diese gar nicht oft kommunizieren müssen.
Ich wollte damit nur sagen: Es bringt m.M. nach nichts, sich jemand "zurechtzuzimmern".
M.M. nach bringt es nichts, jemand 100x am Tag zu sagen, wie er einen glücklich machen kann. Wenn das der Fall ist, dann passt es einfach grundsätzlich nicht.
 
  • #9
#2 Frederika, nein an einen dreier denke ich nicht, wobei ich ihn wahrscheinlich auch mal testweise nicht ablehnen würde *lol* ( alles andere wäre gelogen)
Aber im grunde sehe ich es so, sie kann von einer frau nicht schwanger werden und auch beim besten willen kann ich ihr keine frau ersetzen. Deshalb wenn sie mich liebt und die beziehung mit ihr passt, dann habe ich lieber eine glückliche partnerin als eine frustrierte, die sich nach einer frau sehnt.
 
  • #10
Wenn sie mich in ihre Bisexualität einbeziehen würde und das ganze sich rein auf der sexuellen Ebene abspielen würde, fände ich es eigentlich gar nicht schlecht. Ist doch eigentlich eine ganz schöne Vorstellung, sich zusammen eine Frau für einen Dreier auszugucken :)
 
  • #11
@#9: Ich befürchte bloß, dass die meisten lesbischen Frauen, die als Gespielin für eine Bisexuelle in Frage kommen, rein gar nichts von Dreiern halten. Deine Träume kann ich gewissermaßen nachvollziehen, aber die Realität sieht wahrscheinlich oft anders aus. Da kommt sie von ihrer Gespielin zurück und will nicht mit Dir schlafen, weil sie gerade mehr als genug Sex hatte. Aus der Traum.
 
  • #12
@ #10: Lesbische Gespielinnen wären ihr natürlich verboten. Nur bisexuelle Gespielinnen würden akzeptiert :)
 
  • #13
@#11: Alles klar, soviel zu den Freiheiten einer bisexuellen Freundin... :))
 
G

Gast

  • #14
Tja jetzt wundert mich nichts mehr. Erzähle ich einem Mann, das ich bi bin, blitzen entweder lüstern seine Augen oder er will nichts mit mir zu tun haben..

Ich hatte Beziehungen zu Männern und Frauen, die alle mindestens 1 Jahr gehalten habe, ich jedesmal treu und ohne Verlangen nach Fremdsex war.
Von Promiskuität halte ich nichts, in welcher Konstellation auch immer sie mir begegnet.
Von Sex zu dritt halte ich auch nichts, da mir Sex ohne Gefühle nichts bedeutet und eine Beziehung zu 2 Menschen gleichzeitig ist für mich unvorstellbar.

In Zukunft halte ich mich mit Äußerungen über meine Vergangenheit einfach zurück..
 
  • #15
@#13: Wenn Du mal eine Familie gründen möchtest, wirst Du Dich aber festlegen müssen. Meinst Du, dass Dir das möglich ist, Dich fest für Heterosexualität zu entscheiden?
 
B

Berliner30

  • #16
Theoretisch ist das vorstellbar, wenn es keine "bessere/tiefere" Liebe ist und ich ihr Partner bin und sie nur eine bessere Freundin (halt mit Sex) ist.
Direkt danach suchen würde ich nicht, aber es würde mich auch nicht schocken, wenn sie so wäre.
 
G

Gast

  • #17
Never ever!!! Ich biete und erwarte Exclusivität. Einem solchen Partner könnte man aber niemals alles geben was er braucht, also muss man Sie zwangsläufig teilen...Klingt jetzt vielleicht intolerant, aber es ist wenigstens ehrlich. Jungs, (also Apollo, Thomas etc.) ich nehm Euch diese liberalität ehrlich gesagt nicht so richtig ab. Jedenfalls nicht für eine Partnerin mit der Ihr alt werden möchtet, oder?
 
G

Gast

  • #18
auch hier, #16 is Kalle
 
A

Apollo

  • #19
#16 EXCLUSIVITÄT ist ein Lieblingswort von Frederika, scheint Mode zu machen. Was mich betrifft, will ich mit einer Frau nicht alt werden, sondern jung bleiben. Und was würdest du die Dame fragen, die die nämliche Toleranz für sich in Anspruch nähme?
 
M

Marianne

  • #20
Ehefrau? Also die Mami mit der heimlichen Gespielin... das stell ich mir irgendwie abartig vor... ;)
 
G

Gast

  • #21
Ich verstehe es nicht. Irgendwie wird bei vielen Antworten suggeriert, dass Bisexualität was mit Untreue zu tun hat. Eine Partnerin, die bisexuell ist, traut man auch mal zu, dass sie während der Beziehung was mit einer Freundin hat. Wieso eigentlich?
Wenn ich sage, dass ich sowohl Frauen mit blauen Augen attraktiv finde als auch Frauen mit grünen Augen, würde ja meine blauäugige Beziehung auch deshalb nicht vermuten, dass ich mit einer grünäugigen Frau einen Seitensprung habe, weil ich nicht so festgelegt bin.
Warum wird dann einer Frau, die grundsätzlich Männer und Frauen als Partner in Betracht zieht, dieser Seitensprung, Dreier oder sonstwas unterstellt.
@13 scheint mit genau diesem Verständnisproblem öfters konfrontiert worden zu sein.
 
A

Apollo

  • #22
#19 Nicht heimlich, weil toleriert.
 
  • #23
#20, nee, hat nicht zwangsläufig was mit untreue zu tun, aber es ist trotzdem ganz klar dass ich als Mann nicht alle Ihre sexuellen Bedürfnisse erfüllen kann, bin nunmal nicht beides. Also wird Sie entweder irgendwann ünglücklich weil eben was fehlt, oder es gibt dann halt den Seitensprung. Beides nicht gut.
Sorry das kannst du nicht mit einer Augenfarbe gleichsetzten.
#Apollo, ob ich mit meiner Partnerin alt werden will und dabei im Kopf jung bleibe... Wirst Du jünger? Wie auch immer Du das ausdrückst, eine "offene" Beziehung endet doch meistens im totalen Gefühlschaos, das ist nichts für mich und wenn Ihr ehrlich zu Euch selbst seid wahrscheinlich auch nicht für Euch.
 
G

Gast

  • #24
Bin Frau und bisexuell und kann nur den Kopf schütteln über die bisherige Diskussion. Ihr scheint keine bisexuelle Frau zu kennen und habt lediglich Vorurteile und irgendwelche Vorstellungen im Hirn.

@ 20:
Du hast völlig recht! Bisexualität sagt überhaupt nichts aus über Treue oder Nichttreue, über Verbindlichkeit oder ihr Gegenteil.
Bisexualität sagt lediglich, dass Frau sowohl einen Mann als auch eine Frau lieben kann - - ABER BITTE DOCH NICHT SELBSTREDEND GLEICHZEITIG!!! Das ist Stuss und Oberquatsch und einfach nur Rumgehirne ohne Erfahrungen.

Wenn ich mich für eine/n Partner/in entscheide, dann ist das eine Entscheidung. Nichts anderes tun (hoffentlich) Lesben, Schwule und Heteros. Warum sollten Bisexuelle weniger verlässlich sein???
Ich halte das für eine falsche, grobe und respektlose Unterstellung.

Anders gefragt:

Wer von euch hatte schon eine Partnerschaft mit bisexueller Partnerin oder mit bisexuellem Partner? Und? War irgendetwas daran anders als mit gleich- oder gegengeschlechtlichen Partnern?

Wenn ihr euer Kopfkino mal abschalten könntet, hättet ihr einfach eine Frau vor euch, die nicht unterscheidet in "Männer? Lieben? OK" und "Frauen? Lieben? Nicht ok", sondern die sich für den Menschen entscheidet, den sie liebt. Das kann sowohl eine Frau als auch ein Mann sein.

Bisexuelle Frau kann potenziell jeden Erwachsenen lieben, wenn sie ihn liebt.
Lesben und homosexuelle Frauen nur die Hälfte.
(w, 56)
 
G

Gast

  • #25
hier 13
wieso soll der Sex sich von einem Partner zum anderen nicht genauso wesentlich unterscheiden als der zwischen den Geschlechtern?

Mein erster männlicher Partner und meine letzte Partnerin waren sich sexuell viel ähnlicher als z.B die beiden Männer..

..sorry ich vermisse vielleicht etwas in einer Beziehung, das ich schon einmal genossen habe, das ist aber nicht aufs Geschlecht bezogen.. schön wenn das so einfach wäre.

Mir hat auch ein Mann schon erzählt er sucht eine Partnerin, die ihn so reitet, wie eine seiner Exen.
Trotzt fast wöchentlichen (!!) Sexabenteuern mit verschiedenen Frauen " fand" er diese Art der Stimmulation bei keiner Frau..


Danke #20 ;)
 
  • #26
@#23: Ein sehr interessanter und wertvoller Beitrag von einer Insiderin. Danke!

Wäre es für Dich ein Problem, Dich endgültig für einen männlichen Partner zu entscheiden und somit auch die Entscheidung zu treffen, dass wenn alles gut läuft, Du nur noch mit diesem Partner Sex haben wirst und keine Frau mehr anfassen wirst? Oder wäre das doch irgendwie traurig? Würde Dir doch irgendwann die lesbische Komponente fehlen?
 
G

Gast

  • #27
hier 13 ( und 25)


Vielen Dank und liebe Grüße " missverstandene Genossin" #23:)

# Frederika:
denke ich darf ebenfalls deine Frage beantworten..
.. nein wenn ich liebe fehlt mir definitiv nichts!!

bist du traurig, wenn du dich für einen Mann entschieden hast, dass du keine anderen Männer mehr anfassen darfst?
( es gibt übrigens genug hetero-bi-und lesbisch orientierte Menschen, die mit den Gedanken an verpasste Chancen nicht leben können und dann irgendwann verführbar werden)
 
  • #28
@#26: OK, Du könntest Dich also endgültig für einen Mann entscheiden, ohne Angst zu haben, Dich nach einigen Jahren doch nach einer Frau zu sehnen?

Ich selbst habe keinerlei Problem mit dem Gedanken, mich endgültig für einen Mann zu entscheiden -- ich habe mich während einer Beziehung noch nie nach anderen Abenteuern gesehnt.

Aber ganz ehrlich kommt die Frage bei einer bisexuellen Frau schon ganz von alleine, weil eben der Sex mit einer Frau ganz gewiß völlig anders als mit einem Mann ist -- insofern hätte ich gedacht, dass es da vielleicht mehr zu vermissen gäbe?!

Gerade von bisexuellen Männern ist das allgemein bekannt, dass sie neben ihrer Ehe doch immer wieder homosexuelle Abenteuer suchen -- das soll sehr verbreitet sein!
 
  • #29
Klar will ich in erster Linie, daß derjenige, den ich liebe, glücklich ist - aber ich wäre sehr unglücklich wenn er zu seinem Glück noch Sex mit anderen Menschen bräuchte, ganz egal welchen Geschlechts die dann sind und wann es im Lauf einer Beziehung geschieht. (Und ich denke an wirklich langjährige Beziehungen, die im Idealfall bis ans Lebensende gehen.) Und das kann es doch auch nicht sein.
Sex mit anderen ist Fremdgehen. Egal mit welchem Geschlecht das der Fall ist.
Bin zwar kein Mann und wurde hier nicht gefragt, aber ich kann Kalle nur zustimmen (etwas wird dem anderen immer fehlen und irgendwann wird er es sich holen, wenn er nicht unglücklich bleiben will) und somit könnte die Frage eigentlich meiner Ansicht nach gleichzusetzen sein mit " Könnt Ihr Euch einen bekennenden Fremdgänger als Ehepartner vorstellen?"

Thomas erstaunt mich - seine Haltung hätte ich nicht erwartet.

Für mich wäre mal interessant zu erfahren, wie es ein bisexuelles Paar wirklich sieht (da ja dann jeder der beiden betroffen wäre. Gibt es so etwas im Real-Leben?).

Mary - the real
 
  • #30
#23 da mag bei dir so sein, ich hatte selbst über viele jahre, zwar keine beziehung aber sehr innigen freundschaftlichen kontakt zu einer bisexuellen und auch wenn sie einen freund hatte, den sie beteuerte zu lieben, hat sie immer mit ihrer langzeitfreundin herumgeknutscht und mehr..

es kommt nicht auf die sexuelle ausrichtung an, das mag sein, aber zumindest auf den charakter und das gefühlsleben des einzelnen menschen.