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Gast

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  • #1

Können unterschiedliche Essgewohnheiten zum Problem werden?

habe mit meiner Freundin sehr viele Gemeinsamkeiten, nur in einem Punkt nicht: während sie gern nach den 5 (asiatischen) Elementen kocht und dabei noch Mondphase u.ä. berücksichtigt, genieße ich auch gern mal ein Wiener Schnitzel oder einen Schweinsbraten. Was aber nicht heißt, dass ich das jeden Tag brauche.
 
  • #2
Berücksichtigung von Mondphasen beim Kochen und derlei "Zeugs" (wusste gar nicht, dass man das beim Kochen auch machen kann, kannte ich nur vom Gärtnern...) würde in mir als rationalem, anti-esoterischem Menschen gleich die Eingeweide zusammenzucken lassen. Die Frage, die sich mir darum sofort stellt, ist weniger die nach den Essgewohnheiten an sich als auch und v.a. nach den sonstigen Einstellungen im Leben. Du schreibst, Ihr versteht Euch super und habt viele Gemeinsamkeiten. Das ist ja schon mal gut. Aber ist sie sonst auch so "esoterisch" angehaucht und Du nicht? Ich kann nur von mir aus reden, aber damit hätte ich grosse Mühe. Mein Tipp: Versuche Deine Fragestellung in einem solchen breiteren Kontext zu sehen - und/oder gib ein paar mehr Hintergrundinfos zu Dir und ihr und Eurer Beziehung hier!
 
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  • #3
Schmeckt dir, was deine Freundin kocht? Wohnt ihr zusammen, esst ihr täglich zusammen? Ist sie bereit, dir auch mal ein Schnitzel zu braten?

Der Mann, mit dem ich zusammenlebe und ich, wir haben auch unterschiedliche Essgewohnheiten. Ich koche und esse gern mediterran, orientalisch, asiatisch. Ihm schmeckt es gut, ich mache aber auch Kompromisse und serviere ab und an deutsche Hausmannskost. Schnitzel kann auch Pute oder, besonders gut, Kalb sein. Außer Schwein esse ich im Prinzip alles. Ihm schmeckt es, mir schmeckt es, wir machen beide auch mal ein Zugeständnis.

Übrigens, man muss nicht besonders esoterisch angehaucht sein, um nach den 5 Elementen zu kochen. Das ist einfach nur ein Teil der TCM (traditionellen chinesischen Medizin), es schmeckt hervorragend und schadet ganz bestimmt nicht. (Ich selber koche nicht so, aber ich weiss ein bisschen was darüber von meiner Ärztin, die neben ganz normaler praktischer auch TCM anbietet.)
 
  • #4
Mondphasen und ähnlicher esoterischer Quatsch sind dermaßen dumm und absurd, dass ich mit so einem Partner mit 100%iger Sicherheit nicht zusammenleben könnte. Das hat gar nichts mit Essen zu tun, sondern mit Dummheit und Aberglauben. Geht echt gar nicht.
 
  • #5
Obwohl ich begeistert koche und alles neue auch teste, ist mir von dem mondphasen-kochen auch noch nichts zu ohren gekommen. Ich sehe das absolut so wie #2 es schon geschrieben hat.
Probleme gibt es nur bei extremen wie essstörungen oder missionierenden veganern bzw, vegetariern.
In einer gesunden beziehung wenn keiner einen extrtemen standpunkt einnimmt wird essen sicher zu keinem Problem.
 
  • #6
mir wäre es völlig egel, was die frau kocht.
im gegenteil, ich bin immer wieder überrascht, wie unterschiedlich frauen kochen und wie sie verschiedene stile variieren.
ich ess eigentlich alles, bis auf milchreis mit zimt - das reinste brechmittel.

gerade wenn frauen gern orientalisch, mediterran oder anderer länder küchen zubereiten, finde ich das immer sehr interessant. man lernt mal neue geschmacksrichtungen kennen.

was mir nicht so, liegt ist die deutsche, fleischlastige küche mit braten und co.
esse würde ich es trotzdem...muss ja nicht so oft sein;-)
 
  • #7
So ganz allgemein zum Thema Essgewohnheiten fällt mir ein, dass mich sehr stört, wenn ich am Tisch eine Person habe, die geradezu schlingt. Das macht mich nervös, ich fühle mich unwohl und breche i.d.R. das Essen komplett ab. Ich bin auch schon in einen anderen Raum ausgewandert.
Das Problem hatte ich mit meinem Exmann der es nicht anders gewohnt war, als zu schlingen.
Seine Hektik hat sich anfänglich so auf mich übertragen, dass ich Magenschmerzen bekam, obwohl ich selbst langsam gegessen habe.
Meine Herkunft prägte mich zu einem langsamen, intensiven und genussvollem Essen. Ich könnte es auch keine Woche in einer Firma aushalten, oder ich würde ganz mager werden weil ich nicht schnell essen kann und mich Hektik "mitnimmt".
Wegen diesem Thema bin ich mit dem Exmann dauernd aneinander geraten.
Da haben wir es wieder; je mehr Gemeinsamkeiten, desto besser.
Hoffentlich hat er jetzt eine, die mit ihm gemeinsam schlingt. Ich bin gottfroh, den schlingenden Fernsehglotzer gut rausgeschmissen zu haben. Mir selbst habe ich für meine Falschwahl und Ungeduld die Ohren lang gezogen. Das hat zumindest geholfen wie es scheint.
 
  • #8
Wo ist das Problem, wenn Du einen Schweinsbraten magst gehst halt ab&an ins Wrtshaus deine Holde kann ja dort ein Süppchen zu sich nehmen. Nach den Vegetariern & Veganern kommen jetzt die Esoteriker.

Ich suche eine rasierte Veganerin die auf Volksmusik steht und gern Golf spielt aber Hochdeutsch spricht
 
  • #9
Naja, wenn sie traditionelle Asiatische Küche mag und noch selbst Asiatin ist dann kann man den "Mondphasen"-Ansatz noch verkraften. wenn allerdings ein Weissbrot diesen doch recht traditionellen Ansatz mit den 5 Elementen (den nicht mal die meisten Asiaten nutzen) zum "lifestyle" hochstilisiert dann wirds albern. Mondphasen an sich sind normale natürlich Realität und jeder der mal am Meer gewohnt hat oder bei Vollmond nicht schlafen kann weiss wovon ich rede, dennoch sobald man das ganze in die Eso-kiste schiebt und eine Wissenschaft draus macht wirds albern.

ich persöhnlich würde mir schwer tun mit einem betont langsam essenden Menschen, das sieht immer so aus als würde der wiederwillig essen. Es sollte allerdings auch nciht aussehen als würde ein Schwein einen Trog leerfressen.-
 
  • #10
@Loisl

oje, ich glaub, aus uns wird nix, zuwenig Matching-Punkte ;-))

Ich glaube, wenn die Eßgewohnheiten nicht zu sehr voneinander abweichen, ist das kein Problem. Wenn es aber extrem wird, z. B. Vegetarier - Fleischliebhaber, dann wird es mit der täglichen Küche zu hause auf Dauer kompliziert.
Außerdem gilt für mich der Grundsatz "jeden so lassen, wie er ist". Ich frühstücke lieber süß, aber stelle gerne Wurst und Käse hin. Die ewigen "iiih, wie kannst du das morgens nur runterbringen", oder "weißt du eigentlich, woher das kommt" nerven mich tierisch.
 
  • #11
@Martina

da stimm ich Dir vollkommen zu, wenn die Geschmäcker verschieden sin darf das nicht ständig thematisiert werden und schon gar nicht moralisiert werden Fleisch &Körner auf den Tisch als Partner auf Augenhöhe
 
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