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  • #1

Kleine Lügen übersehen?

Ich w26 finde auch kleinere Lügen in der Kennenlernphase schlimm. Meine beste Freundin hingegen meint, ich solle sowas nicht so ernst nehmen. 2 Beispiele: Ein Mann gab sich als promoviert aus, sprach auch immer so als wäre er es und erst auf konkrete Nachfrage kam heraus, dass er noch auf die Korrektur seiner Arbeit wartet. Ein anderer Mann legte sehr viel wert darauf zu erfahren, ob meine Eltern geschieden sind, weil er meinte dies würde sich auch negativ auf spätere Partnerschaften auswirken. Später kam heraus, dass seine Eltern geschieden sind. Es geht mir jetzt wirklich nicht darum, ob jemand promoviert ist oder seine Eltern geschieden sind. Aber solche Schummeleien oder Lügen werfen doch gerade ein schlechtes Licht auf eine Person. Oder sehe ich das tatsächlich zu eng?
 
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  • #2
meiner meinung nach zu eng!!
 
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  • #3
Lügen ist voll daneben. Egal wann, wie oder warum. Da bin ich auch voll allergisch dagegen.
 
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  • #4
Ich finde Lügen generell und solche total unnötigen Lügen im speziellen zwar auch total daneben, aber einen an sich interessanten Mann wegen sowas wie "Dissertation ist fertig oder noch nicht fertig" abzuschießen, finde ich kleinlich. Es würde mich sicher auch nerven, aber wenn der Gesamteindruck sonst gut ist, muss man kleine Fehler in Kauf nehmen.

Bei Lügen wie "vergessen" die Kinder/Ehefrau etc. zu erwähnen oder auch - um bei Ausbildung zu bleiben - zB ein Studium zu "erlügen" obwohl man nie eine Uni von innen gesehen hat, würde aber auch bei mir die Toleranz schlagartig verschwinden.
 
  • #5
Also ich gehöre ja nun zu denen, die Alters- und Profilschummeleien generell nicht in Ordnung finden, aber in diesem Fall übertreibst du es ein bisschen, liebe Fragestellerin.

Ich glaube, dahinter steckt auch ein bisschen Unwissenheit. Während der Promotionszeit baut man ja ein kollegiales Verhältnis zu seinem Doktorvater auf und man lernt normalerweise auch den Zweitgutachter kennen und einschätzen. Insofern bekommt man relativ schnell Feedback, ob die Arbeit überhaupt durchgeht. Am Ende ist es dann meistens nur noch eine Frage der Note. Die Disputation geht normalerweise auch immer reibungslos. Wenn man seine Dissertation also abgegeben hat, dann ist das Ding quasi durch. Insofern hätte ich kein Problem, wenn sich jemand in dieser Phase als "promoviert" bezeichnen würde, auch wenn das formal noch nicht der Fall ist. Ich sähe da mehr den Ausdruck von Stolz und Freude dahinter und weniger die Absicht zu lügen.

In der Scheidungsangelegenheit HAT doch dein Kontakt gar nicht gelogen, oder? Hat er denn vorher behauptet, seine Eltern seien NICHT geschieden? Ich würde mir eher Gedanken über dessen merkwürdige Aussage machen - dass Kinder geschiedener Eltern nennenswert schlechtere Partner darstellen sollen, wäre mir neu.
 
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  • #6
Hallo FS,

meines Erachtens siehst Du das genau richtig. Die Leute, die sowas machen, haben offensichtlich ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein und sind daher für mich schonmal uninteressant. Ist meine persönliche Meinung und Erfahrungswert ;-)

w, 33
 
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  • #7
Wer einmal lügt, der lügt immer!! Ich will und kann mit solchen Menschen absolut NICHTS anfangen!! Vertrauen (gutes Gefühl!) entsteht ausschließlich über Aufrichtigkeit und Authentizität! Ich bin so und erwarte das auch von Anderen. m
 
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  • #8
Ich finde Du hast recht.
Sich als promoviert ausgeben, das darf man erst, wenn man es auch wirklich ist. Vorher ist es einfach eine Lüge. Und ich finde es ist sogar eine große Lüge.
Was kostet es ihm, wenn er Dir gleich sagt wie es wirklich ist?

Der Zweite ist einfach ein Depp. Der hat nicht gelogen, sondern hat einfach komische Vorstellungen.

Ich würde von beiden die Finger lassen.
Sorry Leute, aber Lügen sind ein no-go!
 
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  • #9
Ich schliesse mich voll und ganz #1 an. Hey, wenn jemand schon fertig mit der Promotion ist, dann ist er promoviert (und der ganze Buerokratiequatsch laesst sich dann meistens auch regeln). Und das sage ich als W3-Prof, der durchaus schonmal eine Promotion durchgewunken hab. Get real.
 
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  • #10
ich finde es viel schlimmer, wenn ein mann sich um 10 jahre jünger macht. spätestens das bild zeigt doch ob jemand mitte 50 oder mitte 60 ist.
da nutzt das ganze geschwafel von sich jung fühlen nichts...
erfundene studiengänge sind für mich genauso ein nogo wie erfundene scheidungen, obwohl er noch im gleichen haus aber schon "getrennt" lebt.
w,50
 
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  • #11
Die Grenzen sind natürlich fließend, aber für mich ist es auch nicht akzeptabel, wenn jemand grob daneben liegt mit seinen Angaben.
Was ich an ehemaligen Kontakten z.B. nicht akzeptabel fand:
- aus einmal geschieden wurde plötzlich zweimal geschieden
- aus Realschulabschluss + BOS wurde (statt Fachhochschulreife) Abitur
- aus Wochenendheimfahrer wurde "getrennt lebend"
 
  • #12
"Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er doch die Wahrheit spricht."

Kurze Antwort: Lügen gehen gar nicht. Vertrauen ist das Fundament einer jeden Beziehung und ohne Vertrauen würde ich niemals wollen, aber nach Lügen hätte ich auch niemals wieder Vertrauen.

Also ganz klar: Lügen sind Tabu. Auch kleine Lügen.
 
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  • #13
Was sollte das für einen Sinn machen? Die Wahrheit kommt auf den seltsamsten Wegen daher und sie kommt immer heraus...
 
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