• #1

Klamotten sich gegenseitig runterreissen nach mehr als 10 Jahren Ehe/Beziehung?

Ausgehend vom Thread "Nach 10 Jahren Beziehung kaum noch Sex" und der Aussage eines Gastes, dass er sich einen Partner wünscht, dem er auch noch nach Jahren die Klamotten runterreissen will, frage ich mich nun, ob ein solcher Wunsch überhaupt realistisch ist.

Gibt es das? Selbst bei den leidenschaflichsten Charakteren und bester sexuellen Kompatibilität, kann ich mir dies nicht wirklich vorstellen. Vielleicht "once in a blue moon" aber ständig?

Ist jemand unter euch, der dies bejahen kann? Und wenn ja, woran liegt es?

Meine Frage richtet sich vorwiegend an jene, die auch unter demselben Dach wohnen, Alltag, Tisch und Bett teilen.
 
G

Gast

  • #2
Das ist doch eine Frage, wie und wann man mit dem Sex gestartet hat! Alles in einer Plateauphase auszuführen, lässt einen logischerweise abstumpfen, aber es gibt doch Zeiten oder eben auch Jahre, da hat man nunmal gar keinen oder wenig Sex, das kann sich aber auch wieder ändern, wenn man neu zueinanderfindet.
 
G

Gast

  • #3
Der Wunsch hier ist eine immerwährende Liebe/Leidenschaft in einer Kultur, wo Menschen von Dauersex abgestumpft sind. Haha!

Für so etwas was du beschreibst, sind 98% der Menschen schlichtweg zu doof, unloyal, primitiv, beziehungsgestört und sexistisch eingestellt. Außerdem kommt Liebe und Leidenschaft nur, wenn man das ins sich trägt und nicht wenn man den anderen für sein eigenes Glück verantwortlich macht, wie eben fast 98% aller Leute!

Es geht zudem bei vielen nur um Sex, Sex, Sex. Das zeigt, dass solche Menschen nie eine tiefe Liebe erfahren haben, die tiefer geht, als nur oberflächlicher Sex. Die meisten Paare können keine Gespräche führen. Sie kompensieren ihre Sehnsucht im Stillen von möglichst viele lustvollen Sex haben.

Moderation: Nebenthema entfernt
 
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P

Provence

  • #4
Vielleicht "once in a blue moon" aber ständig?
»Ständig« würde irgendwann reizlos sein, denke (oder erlebte?) ich. Aber öfters als »ab und zu« darf es dann doch gerne sein …

In meiner fast 30jährigen Beziehung fanden solche events bis kurz vor unserer Trennung statt, z.B. dann, wenn wir uns - aus beruflichen Gründen - mal ein paar Tage/Nächte nicht gesehen haben. Das lag vor allem daran, dass wir auf vielen Gebieten »kompatible« waren, besonders eben auch auf dem der Sexualität. Dennoch ist diese Verbindung Vergangenheit - aus ganz anderen Gründen.

… frage ich mich nun, ob ein solcher Wunsch überhaupt realistisch ist.
Auf diesen Wunsch »hinarbeiten« - dass geht wohl nicht. Es ist Glückssache, genau den Partner erwischt zu haben, mit dem/der das möglich ist und die Spannung erhalten bleibt. In meiner neuen Beziehung, die nun auch schon eine Weile hält und sehr schön ist, geht es nicht weniger leidenschaftlich zu. Allerdings haben wir getrennte Wohnungen und sehen uns »nur« 2-3mal wöchentlich.
 
  • #5
Doch das geht. Ich selbst habe es erlebt und im Umfeld kenne ich auch ein Paar.
Keine essenziellen Verletzungen in der gesamten Beziehung,sexuell von Anfang an sehr sehr kompatibel sein gepaart mit ECHTER tiefer Liebe,den Geruch des anderen zum Beispiel vermissen,seine Haut,sein Haar,auch die angeblichen Schönheitsfehler, trotz alledem nicht ständig aufeinander hocken,Frau darf Frau sein und Mann ein Mann,gegenseitiger Respekt ohne den Hintern sich dabei zu verklemmen, zwar schöne Gespräche aber nicht so wie wenn man mit dem besten Freund spricht,das KANN diese sexuelle Leidenschaft irgendwann zum abflauen bringen. Und ganz wichtig ,beide müssen gleichzeitig das ganze fühlen und leben ,weil wenn nur einer so empfindet nützt das ganze rein gar nichts.
Und wenn wir uns so umschauen dann erkennt man das viele zusammen sind mit tausend Kompromissen und dann darf man so eine magische Beziehung eben nicht erleben.Ist vielleicht doch so das manche einfach zusammen gehören .
 
A

Ars_Vivendi

  • #6
Es geht zudem bei vielen nur um Sex, Sex, Sex.

Das zeigt, dass solche Menschen nie eine tiefe Liebe erfahren haben, die tiefer geht, als nur oberflächlicher Sex.
Die Sichtweise ist nicht weniger oberflächlich. Auch diese "tiefen" Lieben sind meist am Ende, wenn der Partner den Sex woanders hat. Warum erhebt die "tiefe" Liebe ohne Sex dann den Treueanspruch?
 
  • #7
Ja, das geht! Melodie #4 hat es meiner Meinung nach total schön und treffend beschrieben... dankeschön! Ich bin dankbar, dass mein Mann und ich immer noch das Bedürfnis haben, uns "gegenseitig die Klamotten vom Leib reißen zu müssen" ;) Nicht immer, aber doch sehr häufig. Wir haben auch nach fast zwei Jahrzehnten noch täglich Sex und es "passiert" auf der Grundlage wie Melodie es beschrieben hat. Nur in einem Punkt würde ICH ihr für uns(!) widersprechen: wir empfinden uns auch als "beste Freunde" (haben aber jeder noch einen gleichgeschlechtlichen besten Freund) und reden auch situationsangemessen so miteinander. Aber eben nicht immer. Wir kriegen das Zusammenspiel zwischen Partner, Geliebten, Freunden gut hin - auch über die Jahre. Ich denke, weil wir keine/kaum Kompromisse machen, uns nicht verstellen müssen und unsere Partnerschaft pflegen. Und der entscheidende Punkt ist dann wohl einfach: wir "ticken" beide gleich und unterscheiden uns in einigen Punkten doch. Passt halt einfach...
 
  • #8
Warum soll das nicht gehen? Wie lebst Du, dass Du in Deinem Umfeld nicht solche Beziehungen siehst?

Du hast den Titel vielleicht etwas drastisch geschrieben und zu erwarten, dass das nach 10 Jahren dauerhaft jeden Tag so ist, ist wirklich eine durch Medienkosum fehlgesteuerte komplett unrealistische Erwartung - außer Du knallst Dich jeden Tag mit Koks voll, dann mag es täglich möglich sein.
Ich sehe 30-jährige Ehen mit sehr viel Zuneigung, Zuwendung und liebevollen Gesten aus denen sich schlußfolgern lässt, dass in den Beziehungen alles ok ist und Sex miteinander für sie zum Leben gehört. Im Freundinnenkreis stelle ich fest, dass für diese Frauen Sex kein Thema ist, denn den haben sie offensichtlich zufriedenstellend und ausreichend mit ihrem Ehemann.
Zum Hauptthema ihres Lebens machen das nur Menschen, die nicht zu echter Liebe fähig sind und in Affären oder kurzfristigen immer wieder scheiternden Beziehungen kreisen. Die kommen vor lauter Sexfixierung garnicht dazu, eine solide partschaftliche Grundlage aufzubauen, welche die Basis für eine langfristig auch sexuell zufriedenstellende Beziehung ist.
 
G

Gast

  • #9
Keine essenziellen Verletzungen in der gesamten Beziehung,sexuell von Anfang an sehr sehr kompatibel sein gepaart mit ECHTER tiefer Liebe,den Geruch des anderen zum Beispiel vermissen,seine Haut,sein Haar,auch die angeblichen Schönheitsfehler, trotz alledem nicht ständig aufeinander hocken,Frau darf Frau sein und Mann ein Mann,gegenseitiger Respekt ohne den Hintern sich dabei zu verklemmen, zwar schöne Gespräche aber nicht so wie wenn man mit dem besten Freund spricht,das KANN diese sexuelle Leidenschaft irgendwann zum abflauen bringen.
Warum das alles als Grund die sexuelle Leidenschaft zum Abflauen bringen könnte, weiß ich nicht, das müsste Melodie erklären. (Ansonsten kann ich ihren Post nur unterstreichen) Aber für mich ist als erstes Voraussetzung dafür, dass man sexuelle Kompatibilität auch als Punkt in die Partnersuche einbezieht, und nicht denkt "ich brauche einen Versorger, ich will Kinder, der muss das auch zahlen können" oder "ich will eine, die mir den Rücken freihält, ich will eine, die keusch ist", ... Oder irgendwelche Projektionen, die man leider mit sich rumschleppt und deswegen falsch wählt.

Auf diesen Wunsch »hinarbeiten« - dass geht wohl nicht. Es ist Glückssache, genau den Partner erwischt zu haben, mit dem/der das möglich ist und die Spannung erhalten bleibt.
Denke ich auch. Und man muss die gleiche Menge Energie hineinstecken in die Partnerschaft und das Sexleben.

Es gibt Menschen, die lösen jedesmal, wenn man sie sieht, Liebe, Begehren usw. aus. Wenn die dann noch wesensmäßig passen, genauso empfinden und sich des Glückes bewusst sind, so jemanden wie einen selbst getroffen zu haben, dann sind das die besten Voraussetzungen für das, was ich mir wünsche. Alles Lauwarme ist schlechter, und wenn man wie ich denkt: Ganz oder gar nicht, bleibt man glücklicher allein.

Wenn es nur sexuelle Anziehung war, geht das sicher schnell wieder kaputt. Aber viele wisse weder, was sie anziehend finden, weil sie dem noch nicht begegnet sind, oder aus Verklemmung ausweichen bis sie es mal merken, noch messen sie dem Sex besonderen Wert bei und sind dann nach Jahren in einer toten Beziehung und total frustriert.
 
G

Gast

  • #10
Hier ist nochmal der Gast mit dem zitierten Wunsch und einem Nachtrag:

Ich habe meinen Exfreund geliebt. Richtig geliebt und das noch nach 9 Jahren. Wenn man uns sah, dachte jeder, wir seien ein frischverliebtes Paar. Und irgendwie war das auch so, weil wir unsere Persönlichkeiten geachtet haben.
Leider war der Sex nicht einfach abgeflaut, sondern mir wurde immer bewusster, dass wir auf diesem Gebiet nicht zusammenpassen. (auch auf einem anderen, was irgendwie auch mit diesem Problem verstrickt ist)
Warum sollte das nicht auch im sexuellen gehen, und nicht nur in Sachen Liebe und Verliebtheit. Wir waren auch auf der intellektuellen Ebene und beim Sinn für Humor so kompatibel.

Das alles war schön, aber ich habe erst IN dieser Beziehung gelernt, dass es bzgl. Sex überhaupt Kompatibilitäts- und Temperamentsfragen gibt.
Ich denke, man kann sich auch noch nach Jahren heiß finden, genauso wie ich meinen Exfreund auch noch nach Jahren und mit ein paar Kilos mehr schön fand und mit ihm liebevoll umgegangen bin. Trotzdem fehlte genau dieses wichtige Detail, das ich in meiner nächsten Beziehung haben will. Dazu muss es gleich am Anfang vorhanden sein und der Partner muss genauso viel Energie in die Partnerschaft und das Sexleben stecken. Wenn einer so gestrickt ist, aber seine Aufmerksamkeit doch auf was anderes lenkt und die Partnerschaft als Nebensache sieht, ist das sehr, sehr schade, aber dann nutzt auch diese Kompatibilität nichts, weil sie nicht wertgeschätzt wird und man unterschwellig meint, es sei nichts Besonderes und man fände sowas immer wieder in einer anderen Person, so dass man es nicht pflegen muss, um die jetztige Person als Partnerin zu erhalten.
 
  • #11
Nein!

Woher soll diese grandiose Begierde bei einem eingewöhnten Alltags-Paar, dass sich auch in Schlabberlook und Übergewicht auf der Couch hocken sieht - denn herkommen?

Das frag ich mal ganz provokant.
Bei Fernbeziehungen, wo man sich selten sieht und beide sich nicht gehen lassen, da liegt wohl noch ein gewisser Reiz, kann ich mir noch vorstellen, obwohl nach Jahren??

Dieses Klamotten herunterreißen kenne ich nur aus Zeiten allererster Verliebtheit, wenn noch nicht alles entdeckt war, der Partner, mit dem man noch nicht Tisch und Bad teilte, irgendwie noch Plattforum für Phantasie und heimliche Sehnsucht war, aber mir kann keiner erzählten, dass sich ein Paar nach zig Jahren immer noch die Schlabberklamotten vom Leib reißen will - höchstens im Streit vor lauter Wut - grins.
 
  • #12
Gast 8 ..... Entmystifizierung ....deshalb.
Herakles.... ja,wenn man sich so gehen lässt dann beginnt die Entmystifizierung und dann passiert das was du anscheinend erlebt hast. Es mag dann vielleicht ein bequemes,sich sicher anfühlendes Miteinander sein...aber sexuell gesehen ist das dann bei vielen der Todesstoß.

Entmystifizierung.....
 
P

Provence

  • #13
aber mir kann keiner erzählten, dass sich ein Paar nach zig Jahren immer noch die Schlabberklamotten vom Leib reißen will - höchstens im Streit vor lauter Wut
Die meisten deiner Beiträge, liebe Herakles, klingen frustriert … und traurig. Ich glaube, dir ist viel entgangen in deinem Leben und damit kannst du dir wohl auch kaum vorstellen, dass es in vielen (anderen) Beziehungen liebevoll, leidenschaftlich … zugeht - sogar völlig unabhängig von der Dauer dieser Verbindungen.

Alleine deine Vorstellung, dass »…ein gewöhntes Alltags-Paar ... in Schlabberlook und Übergewicht auf der Couch hockt…« käme mir nicht in den Sinn.

Dreh’ doch mal an deiner »Fröhlichkeits-Schraube«, falls du überhaupt so eine hast, dann bekommen wir vielleicht auch von dir mal einen zuversichtlichen Beitrag vor die Augen. Darüber könnte ich mich tatsächlich freuen ….
 
G

Gast

  • #14
Dieses Klamotten herunterreißen kenne ich nur aus Zeiten allererster Verliebtheit, wenn noch nicht alles entdeckt war, der Partner, mit dem man noch nicht Tisch und Bad teilte, irgendwie noch Plattforum für Phantasie und heimliche Sehnsucht war, aber mir kann keiner erzählten, dass sich ein Paar nach zig Jahren immer noch die Schlabberklamotten vom Leib reißen will - höchstens im Streit vor lauter Wut - grins.
Doch das gibt es. Und denen, die das machen, sind die Meinungen der Mitmenschen ganz egal.
 
  • #15
Danke euch allen für eure Antworten.

@ Vikky: In dem Umfeld wo ich lebe, habe ich es tatsächlich noch nie erlebt, dass sich Paare vor meinen Augen die Klamotten runtergerissen haben ;). Und ja, du hast recht, die Fragestellung ist etwas drastisch/überspitzt geschrieben.

Ein paar Schilderungen aus euren Beziehungen, beschreiben oder erklären ganz schön, dass Begehren Liebe (oder auch andersrum) nicht ausschliessen muss. Dass Liebe auch Gewohnheit beinhalten kann, diese aber nicht zum "Lustkiller" führen muss. So eine Beziehung wünschen sich sicherlich die meisten und das Rezept dazu scheint eigentlich simpel zu sein, sofern die richtigen oder passsenden Zutaten auch vorhanden sind: Anziehung, Zuneigung, Pflege, etc. gepaart mit Kompatibilität in mehreren Bereichen. Der Spruch "drum prüfe wer sich ewig bindet" fällt mir dabei ein. Andererseits könnte man aber auch ewig prüfen, da gewisse Inkompatibilitäten sich erst im Laufe der Beziehung zeigen, wie z.B. bei der Kindererziehung. Wahrscheinlich braucht es also schon auch etwas Glück dem passenden Partner zu begegenen, sowie auch Glück im weiteren gemeinsamen Lebenslauf, denn oftmals bringen kleinere oder grössere Schicksalschläge Veränderungen mit sich, die leider nicht jede Beziehung übersteht.

Mein persönliches Fazit: Klamotten runterreissen nach langjähriger Beziehung muss nicht unbedingt sein. Sich hin und wieder (oder je nach Kompatibilitätsbedarf) gegenseitig mit Freude die Kleider auszuziehen, reicht völlig aus und ist auch durchaus wünschenswert und realistisch :).

@ Ars_Vivendi: Meine Frage bezog sich ja nicht auf keinen oder zuwenig Sex. In diesem Fall ist Transparenz der eigenen Bedürfnisse gegenüber dem unlustigen Partner gefragt. Entweder findet man dann einen gemeinsam akzeptablen und zufriedenstellenden Kompromiss oder zieht die Konsequenzen. Verheimlichte Untreue sollte nicht sein.

@ Gast 9 und von mir zitiert: Ich verstehe deinen Wunsch.

@ Herakles: Du hast du mich gerade zum lachen gebracht! (wer hätte das gedacht...), so erging es mir in etwa, bevor ich die Frage formulierte. An Schlaberlook und Übergewicht aber habe ich mal wieder nicht gedacht.
 
  • #16
Nein!

Woher soll diese grandiose Begierde bei einem eingewöhnten Alltags-Paar, dass sich auch in Schlabberlook und Übergewicht auf der Couch hocken sieht - denn herkommen...

Dieses Klamotten herunterreißen kenne ich nur aus Zeiten allererster Verliebtheit, wenn noch nicht alles entdeckt war, der Partner, mit dem man noch nicht Tisch und Bad teilte, irgendwie noch Plattforum für Phantasie und heimliche Sehnsucht war, aber mir kann keiner erzählten, dass sich ein Paar nach zig Jahren immer noch die Schlabberklamotten vom Leib reißen will - höchstens im Streit vor lauter Wut - grins.
Schade, Herakles, Du tust mir regelrecht leid. Natürlich gibt es das - aber man lungert dann auch nicht ständig im Schlabberlook nebeneinander auf der Coach rum.
 
  • #17
Nein!
Woher soll diese grandiose Begierde bei einem eingewöhnten Alltags-Paar, dass sich auch in Schlabberlook und Übergewicht auf der Couch hocken sieht - denn herkommen?
Zunächst sollte nochmal betont werden, dass die Fs nach Erfahrungen aus langjährigen Ehen/Beziehungen gefragt hat. Deine beiden Beziehungen, die Du je hattest, haben nach Deinem mehrfachen Bekunden, nicht länger als 6 Jahre gedauert.
Auf diese Beziehungsdauer bringe ich es auch (wie Du sogar mit 2 Partnern, der eine ist mein Ehemann) und ich bin 20 Jahre jünger.

In meinem familiären aber auch kollegialen Umfeld überblicke ich viele langjährige Ehen. Bei sehr vielen sieht man einfach einen innigen und zärtlichen Umgang miteinander. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Paare alle nur noch platonisch oder außerhäusig unterwegs sind. Ich denke bspw. an ein Paar, das ich aus meinem politischen Umkreis kenne: beide 46, seit 30 Jahren zusammen, 3 Kinder, die beiden kennzeichnet so ein freundlicher und auch körperbetonter Umgang miteinander, so dass anzunehmen, dass die selbstverständlich miteinander schlafen.

Und Deine ewige Litanei über die Jogginghose ist wirklich nichts, was man zum allgemeinen Gesetz erheben könnte! Mein Mann ist die ganze Woche im maßgeschneiderten Anzug unterwegs. Am besten gefällt er mir aber am WE. Da trägt er immer Jogginghose oder Jeans. Einen Mann, den man wirklich begehrt, begehrt man einfach! Außerdem sieht sein Po in der Sporthose besser aus... :)Ach und dann gibt es ja noch so etwas wie Empathie: Warum sollte ich ihn, der nur mal am WE entspannen kann, dazu zwingen sich soundso zu kleiden? Wir sind in unseren vier Wänden, in unserem ganz privaten Eheleben doch nicht auf einem Maskenball!
 
  • #18
Nein sage auch ich wie Herakles. Jedoch das mit der schlabber Hose ist Quatsch. Aber sie hat in meinen Augen recht damit. Und ich war fast 25 Jahre verheiratet. Es passierte hin und wieder, dass uns die Leidenschaft überkam und wir Wild aufeinander waren. Aber doch nicht jedesmal und schon gar nicht täglich. Das ist doch Blödsinn. Und ich denke das wollte sie auch wieder geben. Mit ihren manchmal etwas herben aber auch lustigen Ausführungen.
M44
 
  • #19
Ich habe soetwas wie Klamotten runterreissen in meiner langjährigen Beziehung erlebt (13 Jahre zusammen, davon 5 auch zusammengelebt).
Meine damalige Freundin hatte die Angewohnheit vor mir ins Bett zu gehen (daher keine Klamotten runterreissen - sie war schon nackt). Ab und zu hat sie auch mittels Vibrator schon mal vorgeglüht. Meist nach einer knappen halben Stunde rief sie mich dann. Mir war dann die TV-Sendung egal, schnell auf Aufnahme stellen und beim Weg ins Schlafzimmer ausziehen und schon ging es los. Das Tolle an ihr war, dass sie sich fast immer etwas überlegt hatte wie es den heute gehen soll. Für mich war es immer spannend was mich erwartet. Unsere Liebe ist dann an der Entfernung (die letzten drei Jahre Fernbeziehung) gescheitert.
Mit ihren Nachfolgerinnen hatte ich nur in den ersten Jahren spannenden abwechslungsreichen Sex. Meist war es so, dass wir nach einigen Monaten ein Standardprogramm hatten und mir langweilig wurde. Versuche und Gespräche haben nichts gebracht. Eine sagte mir direkt, dass sie keine Veränderung wünscht, da sie bei unseren bisherigen Ablauf ja eine Orgasmusgarantie hat.
Leider habe ich diese Erfahrung mehrmals gemacht, es wird rumprobiert und wenn dann ein Ablauf / eine Stellung / ein Programm gefunden wurde bei dem sie kam, war es das. Nun gab es nur noch Wiederholungen.
Inwiefern meine Erfahrungen zu verallgemeiner sind kann ich nicht beurteilen.
 
  • #20
Dass Liebe auch Gewohnheit beinhalten kann, diese aber nicht zum "Lustkiller" führen muss.
Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
"Gewohnheit" wird hier immer sehr negativ konnotiert - aber was ist mit "liebgewordenen Gewohnheiten"? Wieso sind die in anderen Bereichen was Schönes, aber in einer Beziehung darf es sowas um Himmels Willen nicht geben, weil das ist ja laaaaaangweilig?

Ich schätze die Gewohnheiten meiner Ehe. Sie geben Stabilität. Aber sie sind natürlich nicht das einzige Element.

Mein persönliches Fazit: Klamotten runterreissen nach langjähriger Beziehung muss nicht unbedingt sein. Sich hin und wieder (oder je nach Kompatibilitätsbedarf) gegenseitig mit Freude die Kleider auszuziehen, reicht völlig aus und ist auch durchaus wünschenswert und realistisch :).
Genau so sehe ich das auch. ;-)
 
  • #21
Klamotten runterreissen kenn ich auch nur aus deftig, anzüglichen Seifenopern/Comedys im Fernsehen, mit den Alphatypen und dem angeblich großen Penis, was etwas peinlich ist, da es das im wahren Leben nicht gibt. Hat in meinem Leben nie Eile gehabt. Immer morgen, oder St. Nimmerleinstag.
 
  • #22
Klamotten runterreissen, warum denn nicht?
Gut, wenn es das Gucci-Kleid oder der Armani-Anzug wäre, dann wird man sich später ärgern.

Habe wirklich viel Ärger mit meiner Frau; diesbezüglich aber nicht.....(grins)
 
G

Gast

  • #23
Klamotten runterreissen kenn ich auch nur aus deftig, anzüglichen Seifenopern/Comedys im Fernsehen, mit den Alphatypen und dem angeblich großen Penis, was etwas peinlich ist, da es das im wahren Leben nicht gibt.
Penisgrößen und Leidenschaft haben nichts miteinander zu tun. Das "Klamottenrunterreißen" ist auch eher eine Metapher dafür, dass man sich noch nach Jahren der Beziehung heiß findet, und nicht, dass man sich dauerhaft aufeinander stürzt.
Die Ansicht, dass nach einigen Jahren sowieso die Luft und die Lust aus einer Beziehung ist, die habe ich damals in Frage gestellt, als ich die FS zu ihrer Fragestellung inspiriert hatte.
 
G

Gast

  • #24
Eine sagte mir direkt, dass sie keine Veränderung wünscht, da sie bei unseren bisherigen Ablauf ja eine Orgasmusgarantie hat.
Leider habe ich diese Erfahrung mehrmals gemacht, es wird rumprobiert und wenn dann ein Ablauf / eine Stellung / ein Programm gefunden wurde bei dem sie kam, war es das. Nun gab es nur noch Wiederholungen.
Inwiefern meine Erfahrungen zu verallgemeiner sind kann ich nicht beurteilen.
Das ist bei sehr vielen Frauen so, dass sie beim GV nur in einer bestimmten Stellung einen Orgasmus haben (und das ist schon mega super! Viele kommen nur bei der Masturbation oder gar nicht!!! Der Rest ist Schauspielkunst) Da ist es ja wohl verständlich, dass sie diese Stellung bevorzugen. Es gibt zwar Frauen, die vorgeben, in fast jeder Stellung einen Orgasmus haben zu können, oder dass ein Orgasmus beim GV nicht wichtig sei (genauso ein Quatsch, wie der, dass die Penisgröße egal sei, denn: size does matter), aber das sind meist diejenigen, die beim GV eh keinen O. haben und als Schauspielerinnen kaum zu toppen sind.
Solche Frauen geben sie sich natürlich experimentierfreudig, da es ja eh egal ist, da es eh nichts bringt in bezug auf einen O.

Als Mann, der so gut wie immer einen Orgasmus haben kann, wäre etwas Empathie mal nicht übel. Falls dies die männliche Vorstellungskraft sprengt, empfehle ich einmal seriöse Literatur über die Sexualität der Frau. Pornos sind da eher kontraproduktiv, denn die "dauergeilen, experimentierfreudigen" Damen werden für das Theater bezahlt und drehen meist noch unter Drogen, ansonsten könnte eine normale Frau so etwas i.d.R. gar nicht ertragen!

Die "lustbetonten, leicht erregbaren Sexgöttinnen" :)_)), können ihre Gegenpostings stecken lassen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel und hier war von der Mehrzahl der Frauen die Rede
 
G

Gast

  • #25
Klar, Männer können fast immer einen Orgasmus haben. Aber was für einen? Viele sind doch ziemlich "genügsam"..
 
  • #27
Seit 13,5 Jahren ein paar, seit 13 Jahren gemeinsamer Haushalt, seit einem Jahr verheiratet.

Unsere Sexualität steckt noch in Kinderfüßen, wie ich immer wieder erstaunt feststellen muss; es wird von mal zu mal prickelnder, aufregender, spannender und zeitgleich vertrauter.


Was ich so über die Jahre beobachte ist, dass unser beider Verlangen wächst UND stets gleich gepolt ist; es gibt Wochen wo alles ruhig und gleichmäßig dahinplätschert und plötzlich überkommt uns eine Leidenschaft (...) :)
 
  • #28
Seit 13,5 Jahren ein paar, seit 13 Jahren gemeinsamer Haushalt, seit einem Jahr verheiratet.

Unsere Sexualität steckt noch in Kinderfüßen, wie ich immer wieder erstaunt feststellen muss; es wird von mal zu mal prickelnder, aufregender, spannender und zeitgleich vertrauter.


Was ich so über die Jahre beobachte ist, dass unser beider Verlangen wächst UND stets gleich gepolt ist; es gibt Wochen wo alles ruhig und gleichmäßig dahinplätschert und plötzlich überkommt uns eine Leidenschaft (...) :)
Das finde ich persönlich Ideal. Man macht sich keinen Stress wegen Sex. Das schreiben hier immer wieder sehr viele Menschen. Sex, Sex, Sex. Die wichtigkeit ist bei manchen so sehr hoch, dass ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Ich habe es ähnlich wie du in meiner Partnerschaft. Wenn die Leidenschaft uns überfällt, dann machen wir wonach uns ist. Oder einer animiert den anderen. Aber diesen fürchterlichen Druck machen wir uns nicht. Sex ist nicht Wichtig. Aber schön. Dumm nur wenn einer das nur so sehen würde. Dann gibt es Problem und der Sex wird ganz schnell Wichtig.
m44