• #1

Kinderwusch ohne Liebe?

https://www.elitepartner.de/forum/f...-sie-attraktiver-als-die-frau-mit-kind.63943/

bringt ein interessantes Thema.

1) Zum Problem:

Ich hätt gern Nachwuchs gehabt, doch die Frau dafür ist nicht in Sicht; ich bin nicht der Parties- / Fetentyp und auch das Gegenteil zu oberflächlich, mag Tiefgang und denke die Dinge zu Ende; nur war ich nie verheiratet hab keine Kinder und niemanden zum lieben. Es fehlt der Weg, die Erfahrungen weiter zu geben, die man im Leben hatte. Ich merke aber auch, daß ich mit zunehmendem Alter weniger Streß vertrage und auch weniger Kindergeschrei aushalte.

Ich sehe das Alter in dem ich - mit wenig Freunden - allein bin und gebrechlicher werde und ich möchte trotzdem für jemanden leben. Ich sehe, daß Frauen unter 40 schon die Altersdifferenz zu mir sehen mit der Folge, daß zu mir via Netz schon keine Kontakte mehr entstehen.

Also: Kinderwunsch unrealisierbar, weil es weder real (hab nicht viele Freunde und bin nicht der Fetentyp= und im Netz (fehlende Kontakte) klappt ?

2) ich denk mal es gibt Frauen mit dem gleichen Problem

3) Ist all das Getue um Liebe ein Umweg ? A muß sich in B "verlieben" und B in A nur weil am Ende die Zweckgemeinschaft stehen soll, daß beide Nachwuchs bekommen ? Warum all der Streß mit "Liebe" die eh irgenwann notfalls durch Scheidung endet, weil die Zweckgemeinschaft "Kind" nicht funktioniert ?

so bleibt die Frage, wie das Problem "Kinderwunsch" ohne Liebe lösbar ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Das Stichwort heißt "Co-Elternschaft". Man sucht sich einen passenden Partner des anderen Geschlechts und zeugt gemeinsam ein Kind. Ziel der Vereinbarung ist nur die Zeugung und Aufzucht des Kindes, kein Sex, keine Liebe, (meistens) kein Zusammenwohnen.

Es gibt mehrere Kontaktbörsen für Menschen mit Kinderwunsch ohne Wunsch nach einem Liebespartner. Wenn du eine seriösen Eindruck machst, wirst du bestimmt eine passende Mutter für dein(e) Kind(er) finden.
 
  • #3
Ich bin weltoffen und SEHR tolerant.
Aber ich sehe ein Kind nur als die Krönung der Liebe (auch unter Vorbehalt, dass die (leidenschaftliche) Liebe vergeht).
 
  • #4
Hier kommen sicher die typisch konservativen Antworten.
ABER: die Freundin meiner Tochter ist ein "Produkt" solcher Überlegungen. Die Mutter wollte ein Kind, hatte aber aus verschiedenen Gründen keinen Mann. Ein homosexueller Mann, den sie gut kannte, wollte auch ein Kind. Irgendwie haben die beiden es so arrangiert, dass eine Schwangerschaft daraus geworden ist.
Heute ist sie eine herrliche junge Frau, die besser nicht hätte werden können. Beide Eltern engagieren sich gemeinschaftlich hervorragend und sind ihrer gemeinsamen Tochter engagierte und wirklich hervorragende und liebevolle Eltern. Sie haben natürlich nie zusammen gelebt, aber teilen sich die Pflichten, Freuden und Stunden mit ihrer gemeinsamen Tochter. Es gab nie Kämpfe wegen unerfüllter oder verschmähter Gefühle, nie unerfüllte Wünsche zwischen den Eltern. Die Tochter - heute eine junge Dame mitte 20 - erzählt liebevoll von ihren Eltern, und man merkt, wie gelungen "das Projekt" hier geworden ist.
Es geht also. Aber wir leben auch in einem skandinavischen Land, wo Urteile und Vorurteile nicht so engstirnig abgegeben werden.
 
  • #5
Wie schon erwähnt gibt es heutzutage viele Plattformen für das sogenannte "Co-Parenting“. Dort finden fremde Menschen zueinander die nur eins verbindet, der Kinderwunsch. Man lernt sich kennen und kann sich dort das passende Gegenstück raussuchen um das "Projekt" Baby zu realisieren.
Dort könntest du also mal schauen, ob es auch in deiner Nähe entsprechende Angebote gibt.

Für die Kinder kann so ein Familienmodell von Vorteil sein, schließlich gibt es viele Probleme die in einer Partnerschaft aufregen können einfach nicht. Allerdings sollte man immer bedenken das man dadurch auch die nächsten 18 Jahre an eine fast wildfremde Person gebunden ist. Und ob das Modell noch so gut funktioniert, wenn einer von beiden einen festen Partner findet weiß ich auch nicht.

Für mich persönlich wäre das ganze nichts. Für mein Kind habe ich mir eine feste Partnerschaft gewünscht. Unsere Tochter ist für uns nun die Krönung unsere Beziehung und Liebe. Ein stabiles Umfeld und liebevolle Eltern ist für mich das wichtigste.

Für dich wäre es eventuell das richtige.
 
  • #6
Kind als Geschäftsmodell?
Ehrlich, wie traurig ist das denn. Dazu gibts eigene Börsen?
Das Konzept, daß ich mit einem mittelmäßig Fremden ein Kind habe, ist doch ein Bankrotterklärung ... Ich kann mir nicht vorstellen, daß man sich zu sowas vertraglich verpflichten kann oder sollte, das ist eine lebenslange Sache. Und das ohne Basis außer genau einer Gemeinsamkeit bzw. gemeinsamen Wunsch.
Die Konflikte will ich mir nicht vorstellen!
Dann noch lieber die Version mit dem schwulen besten Freund. In Hollywoodfilmen funktioniert die Variante wunderbar, immer mit Happy End.
 
  • #7
...eine provokante Frage zum Thema: warum muß es das eigene Kind sein? Es gibt unendlich viele Menschen,Projekte in die man seine Lebenserfahrung und Energie schenken kann.....Und Erwachsene Kinder bleiben heutzutage oft nicht in der Nähe wohnen,
Sind also im Alter nur in den seltensten Fällen vor Ort....Für das Alter mit den Kindern zu rechnen ist Spekulation....sehe ich öfters in meinem Umfeld..es kommt oft sehr anders als man denkt oder wünscht.
W 50+
 
A

Ares

  • #8
Warum all der Streß mit "Liebe" die eh irgenwann notfalls durch Scheidung endet, weil die Zweckgemeinschaft "Kind" nicht funktioniert ?
Ich bin in der gleichen Situation. Irgendwo habe ich neulich auch was gelesen von Co-Parenting-Börsen. Das Konzept erscheint mir auf den ersten Blick etwas seltsam, aber vielleicht ist es auch nicht so verkehrt. Der Vorteil ist auf jeden Fall, dass das Kind weniger davon abhängig ist, ob die Eltern zusammenbleiben möchten oder nicht. Vielleicht könnte es durchaus harmonischer sein, sich für Liebesbeziehungen und fürs Kinderbekommen mit unterschiedlichen Menschen zusammenzutun.
 
  • #9
Es gibt wohl für nichts eine Garantie und überall im Notfall gebrochene "Verträge ".
Nicht alle Menschen, die Kinder in einer Beziehung zeugen, sind liebevolle Eltern!
Sozusagen ein emotionaler Vertragsbruch.
Aber ein gemeinsames Aufziehen baut meist eine sehr emotionale Bindung zwischen Kind und Elternteilen auf, die auch eine Scheidung nicht zerstört!
So kannst du als vertraglicher Vater, diese Bindung sicher auch aufbauen ohne Liebe zur Mutter.
Nur wie weit lässt Mann /Frau das zu?
Zwei Fremde leben in den Nächten zusammen um Baby zu füttern, zu wickeln zu tragen? !
Kinder sind Gäste in Deinem Zuhause aber kein Garant später nicht alleine zu sein!
Nicht aus Lieblosigkeit sondern weil sie beruflich weit weg sind.
Ok mit Kindern ist die Chance höher als ohne. ..Schwiegerkinder, Enkel etc.
Aber Du darfst keinem Kind die Verantwortung Deiner Lücke , aufbürden!
Ein Bekannter meiner Eltern hat damals eine Patenschaft für einen peruanischen Jungen übernommen. Zahlte nicht nur sondern flog sooft es ging dorthin. ...Die Eltern des Jungen starben als dieser 17 Jahre alt war.
Er hat hier studiert und wohnt heute mit Frau und Kinder 3 Straßen entfernt. ..Und seine Schwester auch.
Eine große wunderschöne Familie!
Mit viel Herz wirst vielleicht auch Du Liebe schenken und bekommen.
Es gibt viele Kinder denen das fehlt und die schon gezeugt wurden!
 
  • #10
Kind als Geschäftsmodell?
Ehrlich, wie traurig ist das denn. Dazu gibts eigene Börsen?
Das Konzept, daß ich mit einem mittelmäßig Fremden ein Kind habe, ist doch ein Bankrotterklärung ... Ich kann mir nicht vorstellen, daß man sich zu sowas vertraglich verpflichten kann oder sollte, das ist eine lebenslange Sache. Und das ohne Basis außer genau einer Gemeinsamkeit bzw. gemeinsamen Wunsch.
1) Check die Optionen. Wenn die Frau zum Lieben nicht zu finden ist - ich bin 46.

2) und Eltern neigen zu Streit. Besser einer entscheidet der andere ist der Ratgeber. Das ist viel konfliktfreier.
 
  • #11
2) und Eltern neigen zu Streit. Besser einer entscheidet der andere ist der Ratgeber. Das ist viel konfliktfreier.
Auch das sind Eltern. Aus welcher Einsicht über die menschliche Natur glaubst du, daß die sich anders verhalten als verpaarte Eltern? Sie kommen ja zusammen, weil sie beide einen so starken Kinderwunsch haben, daß sie den mit einem "Fremden" umsetzen. Und dann zieht sich einer zurück und wird "Ratgeber"? Wohl kaum.
 
  • #12
hallo FS,

du schreibst, dass Du Kindergeschrei und Stress weniger aushältst und glaubst durch eine "Kinderproduktion" ohne Liebe schrei-und stressfreie Kinder geschenkt zu bekommen?
Weil das Kind bei der Mutter in spe sein wird und Du nur am Wochenende mal vorbei schaust? Also einen "Geschiedenenstatus" im Umgang mit dem Kind anstrebst?
Kind, aber kein Stress und die - scheinbare - Aussicht aus Deiner im Moment einsamen Situation befreit zu werden?
Du würdest Dich sogar aus der Erziehung raus halten und nur beraten…….

Das habe ich schon so richtig verstanden?

Ich verstehe Deinen Wunsch so, dass Du das Leben aus der Distanz erleben möchtest. Kind, aber nicht zuviel davon. Ich glaube, das ist öfter bei Männern der Fall.

Was ist wenn das Kind behindert ist? Was , wenn die Mutter stirbt? Was machst du dann?

Nach meiner Überzeugung sollte man einem Kind nicht die Verantwortung für das eigene Leben auferlegen….was für eine Aufgabe für einen kleinen Menschen…….also weder sollte das Kind Lebenssinn geben, noch einen aus der Einsamkeit holen, das ist nicht die Aufgabe eines Kindes! Das ist Deine Aufgabe….

Du klingst recht distanziert, erwarte nicht, dass du im Alter durch ein Kind automatisch in einer Rama-Reklame-Kulisse in einer Großfamilie sitzen wirst und alles toll sein wird…..

Ich würde an Deiner Stelle nach einem ehrenamtlichen Einsatz für Kinder schauen, vielleicht kann so ein für Dich guter Langzeitkontakt entstehen mit genug stressfreien Zeiten…..

w
 
  • #13
Ich finde gar nichts dabei, in meinem Freundeskreis gibt es zwei homosexuelle Männer. Einer hat sich seinen Kinderwunsch mit einem lesbischen Paar erfüllt, der andere mit einer heterosexuellen Frau, die mittlerweile wieder einen Partner hat.
Beide Modelle klappen ausgezeichnet, die Kids sind offen und fröhlich, die Erwachsenen hoch zufrieden.
Schwierigkeiten mit dem neuen Partner der einen Frau gibt es überhaupt nicht, weil Eifersucht kein Kriterium ist und keine alten Rechnungen offen sind.
Problematisch finde ich allerdings, dass du dich als nicht (mehr) stressresistent beschreibst. Die Co-Parents versorgen ihre Kinder in den vereinbarten Zeiten nämlich alleine, eine derartige Elternschaft ist also mitnichten weniger aufreibend. Kinder sind fordernd und bringen einen an seine Grenzen, immer wieder und egal in welchem Familienmodell. w, 48
 
  • #14
Beide Modelle klappen ausgezeichnet, die Kids sind offen und fröhlich, die Erwachsenen hoch zufrieden.
Das list man hier dauernd:

Bespiele von Kindern , wo es ohne diesen oder jene Elternteil gut geht.

Gewiß, wir alle sind biologisch so angelegt, das wir erwachsen werden können (und wenn unser unser eigener Charakter das so vorgibt, eben auch "offen und fröhlich")

Wäre es anders, hätten Waisenkinder ja kaum eine Chance. Des ist aber ja gar nicht so.

Die Tatsache , dass meine Kinder auch ohne mich verantwortungsvolle Erwachsene werden können, entbindet mich aber nicht von der Pflichtaufgabe, dieses so viel wie möglich wirksam zu unterstützen und der Vater zu sein, der ich auch bin.

Und die Schlußfolgerung, dass es deswegen auch ohne Eltern gehe, finde ich daher fast sträflich....
 
  • #15
Ich persönlich bin ja davon überzeugt, dass jemand ein guter Elternteil ist, wer sich wie einer verhält und nicht wegen des biologischen Ursprungs.
Und auch die Liebe zu einem Kind bei der Umsorgung/ Nähe entsteht und nicht rein durch die weitergegebenen Genre!
Ich hatte damals bei der Geburt meiner Zwillinge eine Not-op.
Vollnakose und die Kinder sofort auf die Frühchenintensivststion. Ich habe sie am Tag ihrer Geburt nicht gesehen.
Als ich sie sah habe ich heimlich geweint, weil kein Glücksgefühl keine Liebe in mir war.
Heute weiß ich, dass so auch das Glückshormon nicht ausgeschüttet wurde.
Ich habe sie aber angenommen und versorgt und mich in meine Kinder verliebt!
Ich behaupte aber, dass hätte ich auch, wenn es nicht meine Leiblichen wären.
Mein Vater und ich lieben uns auch heiß und fettig. Mein Biologischer ist er nicht und ich war fast erwachsen als er mit zu meiner Familie wurde.
Aber er war immer wie ein Vater für mich da und bleibt es für mich auch wenn er mal krank ist.

Nur wie ich es beim FS verstehe, wirkt es eher als ginge es um die Fortpflanzung und später um die Beratung.
Das führt meinerserachtens nicht in die Liebe die es braucht. ..Wenn er zb alt ist und nicht alleine sein möchte.

Und vorsichtig gefragt , was ist denn mit einer Liebe +Kind? = AE