• #1

Kinder - des Einen Freud des Anderen Leid?

Sind Kinder, gerade im Säuglingsalter "Gift" für eine Beziehung? Wie kann man vermeiden, dass es nur noch ein "Wir" im Sinne von "Vater, Mutter, Kind" gibt? Mich interessieren vor allem auch die männliche Sichtweise (Frauenmeinung natürlich auch erwünscht!)...
 
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  • #2
Ganz einfach : ein Säugling ist voll von den sich um ihn kümmernden Erwachsenen abhängig. Je nach Schlafverhalten (Schreibaby!) kann es für die Eltern sehr schwierig sein, überhaupt je zur Ruhe zu kommen. Deshalb : sobald das Baby nicht mehr nur an der Brust trinkt, Grosseltern oder Babysitter organisieren und regelmässig zu zweit etwas unternehmen, um auch ein Paar zu bleiben. Und nie aus den Augen verlieren dass die Babyzeit sehr schnell vorbei geht und man automatisch wieder mehr Zeit für sich als Paar hat.
 
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Gast

  • #3
Ich habe es selbst erlebt und auch bei vielen Freundinnen. Das Kind ist da, man freut sich, aber man ist trotzdem überfordert.
Mein Sohn hat so gut wie nie geschlafen, ist nachts stündlich aufgewacht und tagsüber waren 2 x 40 Minuten alles, was mir an Ruhe gegönnt wurde. Ich ging am Zahnfleisch.
Dazu kamen die blöden Sprüche von Fremden, die mir erklären wollten, dass ein Kind doch den ganzen Tag schläft und ich selbst schuld habe.
Wie gesagt, ich war fertig. Da ich nachts immer raus musste, war an ein Eheleben nicht mehr zu denken und ich zog dann irgendwann mal ins Kinderzimmer, damit wenigstens mein Mann schlafen konnte.
Das dauerte 1 Jahr. In dieser Zeit hat unsere Beziehung als Mann und Frau schon sehr gelitten. Wenn unser Sohn dann mal geschlafen hat, war die Wahl zwischen Schlaf und Sex nicht schwer, der Schlaf war wichtiger. Mein Mann hat sich immer mehr zurückgezogen und ich hatte wirklich manchmal Angst, dass er fremdgeht. Ich bin mir aber sicher, dass er das nicht gemacht hat, er ging nur oft mit seinen Freunden aus um dem Kindergeschrei zu entgehen.
Nach ca. 1 Jahr waren wir uns bewusst, dass wir etwas tun müssen. Wir haben uns dann immer einen Abend für uns genommen. An diesem Abend war das Kind bei den Großeltern übernacht. Der Dienstag war UNSER Abend und da haben wir immer etwas besonderes unternommen, mal zum essen gegangen, mal ins Kino oder Theater und immer ein romantischer Ausklang. Das war uns sehr wichtig und ich glaube, das hat uns damals unsere Ehe gerettet.
Früher wäre nicht gegangen, aber mit 1 Jahr war das ganz gut möglich. Wir hatten das Glück eine Oma in fahrbarer Entfernung zu haben, aber zur Not hätte es auch ein Babysitter getan. Allerdings schaut man da schon wieder auf die Uhr und ist nicht so frei, weil eben das Kind auch mal schreit, wenn man grad so schön bei der Sache ist ;-)

w 50
 
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  • #4
Also ich m/35 tue mir das nicht an! Sollen andere tun. Nein, ich will keine Kinder!
Warum? Möchte nur 10 Gründe von weitaus mehr Gründen hier nennen:

1. Einschränkung der Freiheit
2. Einschränkung der Unabhängigkeit
3. Einschränkung der Partnerschaftzeit
4. Einschränkung der Urlaube/Partys/Aktivitäten/Unternehmungen
5. Einschränkung der sexuellen Bedürfnisse
6. Einschränkung von Finanzen
7. Einschränkung bei Unterhaltszahlungen/Trennung/Scheidung
8. Einschränkung der beruflichen Weiterentwicklung der Mutter
9. Einschränkung auf Rücksichtnahme des Kindes
10.Nachteile von Seiten der politischen und gesellschaftlichen negativen Einstellung zur Familie

Warum sollte man sich all das aufladen, und vieles entbehren für ca. 18 - 20 Jahre und mehr?
Die blabla Gründe wie Fortpflanzung/Enkel etc. überzeugen mein Dasein nicht!
Verstehe auch die vielen Frauen nicht, warum sie sich mit 35 -45 soviel Druck machen und noch Kinder haben wollen, obwohl noch kein Mann da ist! Frauen überlegt doch Mal!
Hier schreibt ein positiv denkender und begeisterungsfähiger Mann, der kein Egoist ist.
 
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Gast

  • #5
Vorher einen Elternkurs besuchen, denn wenn man weis, was auf einen zukommt, kann man sich schon vorher Gedanken machen und sich Hilfe in Form von Oma etc. einbestellen, dass Frau und Mann gemeinsam Zeit füreinander haben, ohne Baby und Geschrei.

Mann muss und soll auch Frau viel unterstützen, damit sie mal schlafen kann und danach hat sie viel mehr Kraft und Lust, gemeinsm was mit dem Mann zu machen.

Es gibt auch gute Bücher dazu, wie ein Baby eine Beziehung leider negativ beeinflussen kann und was man dagegen vorher schon unternehmen kann, damit es erst nicht zu einer Entfremdung zwischen Mann und Frau kommt.

w 47
 
  • #6
#3
offen gesagt haben mich meine Partner meistens mehr und vor allem dauerhafter eingeschränkt als meine Kinder - denn die konnten sich irgendwann auch mit sich selbst und ihren Freunden beschäftigen.
Männer mögen es, wenn sie bespielt, beschäftigt, bekocht und bei Laune gehalten werden - die wenigsten können mit sich etwas anfangen und die wenigsten haben Freunde, mit denen sie auch mal alleine was unternehmen.
Wenn man sich zu wenig um sie kümmert, weil man eigene Interessen hat, fühlen sie sich vernachlässigt - mit den üblichen Folgen.
 
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  • #7
@3
Klar doch, ist wahrscheinlich auch besser so. Es muss eben auch Egoisten geben und die müssen ihr Erbgut ja nicht auch noch weitergeben. Deinem nicht geborenen Kind tust du damit auf jeden Fall einen Gefallen.
 
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  • #8
Ich hatte auch einige schwere Jahre und unser Ehe hat gelitten.
ABER: Unsere Ehe wurde auch durch die Kinder bereichert und ist an ihnen gewachsen. Sowohl ich als auch mein Mann haben die Zeit mit den Kindern genossen.
Sie haben uns eingeschränkt - für ca. 3 Jahre - aber sie haben uns mehr gegeben als wir ihnen und ich bedauere eigentlich alle Menschen, die keine Kinder haben können.
Und noch mehr bedauere ich Menschen, die sich absichtlich gegen Kinder entscheiden. Es ist ihre eigene Entscheidung, aber diese Menschen werden nie wissen, was ihnen entgeht.
Eltern wissen es, denn sie kennen ein Leben ohne Kind und mit Kind. Nur wenige Eltern haben es bereut, Kinder zu haben. Warum wohl?
 
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  • #9
@5: Da die #3 aber nun mal ein Mann ist spielen deine Beobachtungen über Männer für ihn wohl keine Rolle sofern er nicht homosexuell ist.

@6: Erweist du deinen nicht geborenen Kindern denselben Gefallen und verschonst sie von einem Leben mit so einem feindseligen Erbgut?
#3 hat nur seine Gründe dafür dargelegt wieso er keine Kinder haben möchte, da fragt man sich wieso du dich dazu berufen fühlst ihn dafür hier anzugreifen? Muss wohl genetisch bedingt sein, genauso wie der Wunsch keine Kinder zu haben.
 
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Gast

  • #10
Die einfachste Möglichkeit ist es natürlich einfach keine Kinder zu haben, für diesen Weg habe ich mich persönlich ebenfalls entschieden.
Für alle anderen gilt einfach den Kopf einschalten und auch ich dafür von den üblichen politisch über korrekten Menschen angefeindet werde gilt das im ganz besonderen für die Frauen. Sobald man das Kind auch mal in der Obhut anderer lassen kann gibt es einfach keinen Grund mehr das nicht zu Nutzen um wieder mehr Zeit mit dem Partner zu verbringen.
 
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Gast

  • #11
Ich würde die Kinder und die Frau lieben,der Unterschied-viele Frauen lieben am Ende nur noch die Kinder....und gehen selbst in Erwartungshaltung!
#5 Ich muß weder bespielt,noch bei Laune gehalten werden,mit mir etwas anfangen kann ich auch-aber ich spiele auch kein JOJO nach Frau belieben.Wenn und Wann ich mich dann selbst wo und wie lange selbst beschäftige-bestimme ich dann aber auch allein....egal ob lang Weile und Kopfkino bei Frau ausbricht.Wenn du A sagst,mußt du auch B akzeptieren!

m48
 
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  • #12
Mir ist nur der Gedanke schrecklich, das meine drei fleißigen, erfolgreichen Söhne eines Tages die Renten all der kinderlosen Egoisten zahlen müssen.

w54
 
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  • #13
Zu #8 bin #3:
nein bin nicht homosexuell. #6 dürfte irgendwelche Probleme haben. Es kann doch jeder seine Meinung anbringen! Unsere Kanzlerin hat auch keine Kinder, allerdings kann und darf sie das nicht so sagen, was ich hier schreibe, das macht schon Unterschied auch in einer "Demokratie" wo man eigentlich alles sagen dürfte und könnte, weit gefehlt!
 
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  • #14
@11: Wieso ist ein Mensch egoistisch wenn er keine Kinder haben will. Ist es nicht vielmehr egoistisch von anderen Menschen zu verlangen das sie ein Leben führen sollen das sie nicht wollen weil es einem so besser in den Kram passt?
 
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  • #15
Ich habe mich bewusst gegen Kinder entscheiden-und könnte den Punkten von 3. noch hinzufügen (nur in Punkt 10 habe ich eine andere Ansicht):
ich habe keine einizge Ehe gesehen die durch Kinder besser wurde!!!!
In meiner Familie sind sehr viele kinderreiche Familien und auch wir sind 5 Geschwister (ich bin die einzig kinderlose davon) und alle knabbern an den Kindern, am Geld und an der Beziehung.
Warum?
Weil die Mütter ihre berufliche Ausbildung nicht hinten anstehen lassen und sich fast zerreissen zwischen Kind, Haushalt, 50%-Stelle, als Ehefrau und allem denn wenn die Beziehung zu Ende ist oder es sonst ein Problem gibt dann müssen sie finanziell auch alles alleine schaffen können.
Keine halbwegs gebildete Frau ist so blöd und verlässt sich heutzutage auf den Mann mehr als Ernährer.
Meine Mutter, also die Oma ist abwechselnd bei einem meiner Geschwister als Babysitter und zieht gefühlt neben 5 Kindern noch 4 Enkel mit gross.
Ich habe es auch schon gemacht und fand es auch nett aber nach ein paar Tagen gehe ich auch gerne wieder.
Ich verstehe mich mit allen gut, iwir halten uns gegenseitig keine Moralpredigten über richtig und falsch und wir respektieren uns gegenseitig. Mein Gästezimmer ist auch immer gut besucht-mal von einer Mama, mal von einem Papa oder auch meinen Eltern-es ist immer nett Besuch zu haben und auch sehr einfach-sie schlafen nämlich alle nur.....
Wenn die Kinder mal grösser sind können sie natürlich auch gerne mal in den Ferien länger kommen-und mein grösster Neffe (6) findet es jetzt schon toll, mal einen Tag bei der Tante zu sein-und auch mal als Grosser entscheiden zu dürfen was er machen will (Schwimmbad, Zoo oder sonst etwas, was finanziell evtl. auch bei meinem Bruder nicht drin wäre, ich muss Gott sei Dank nicht so darauf achten...)
Ich bin also sicher keine Kinderhasserin aber ich hatte einfach nie das Bedürfniss danach.

w, 38 (kinderlos ohne spezielle Probleme mit Kindern zu haben)


und zu 11:
Sich auf die Kinder als Rentenzahler zu verlassen ist ungefähr genauso dämlich wie sich als Frau Kind(er) und Küche zu widmen und darauf zu hoffen, dass der Mann das Geld heim bringt (und man nicht irgendwann Klo'sputzen muss weil man 10 Jahre vom Beruf weg war und er sich trennt..)
 
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  • #16
@3
Mein Gott, Deine Eltern tun mir leid ...
 
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  • #17
@5
Siri, viellleicht hattest du ja auch nur die falschen Männer?? Schonmal darüber nachgedacht?
Ich brauche niemanden, der mich bekocht und bespaßt...
Und meine Freizeit kann ich auch sehr gut allein gestalten!
Aber solch latentes 'Männerbashing' zieht sich ja wie ein roter Faden durch deine Postings...
 
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  • #18
@11
Bis das soweit ist, wird der Generationenvertrag längst aufgekündigt sein.
Ich halte es ebenso wie die #3, aber auf die gesetzliche Rente werde ich gewiss niemals angewiesen sein...
Von daher, deine Sorgen sind also unbegründet!
 
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  • #19
Ich hab keine Ahnung, warum #6 hier angegriffen wird.
Ich selbst habe keine Kinder, aber ich gebe ihr völlig recht:
Der Beitrag von #3 lässt bei mir eine Gänsehaut entstehen.
Ich (w) habe mir nie Kinder gewünscht, aber diese Liste ... nee.
#6 sagt es ganz richtig: Gut, dass er sein Erbgut nicht weitergibt.
Auch wenn ich nie einen Vater für meine Kinder gesucht habe,
einen Mann mit Ansichten wie #6 habe ich glücklicherweise nicht kennengelernt.

Bei Freunden von mir sehe ich, dass Kinder selbstverständlich eine Einschränkung in gewissen Dingen bedeuten, aber das Glück und die Freude, die sie schenken, wiegen das hundertfach auf.

Wer das nicht sieht, der kann mir einfach nur Leid tun.
 
  • #20
#16
nein, ich hacke nicht auf Männern herum, ich mag sie ganz gerne.

Es ging nur um die Feststellung, wie anstrengend u.s.w. Kinder sind, und ich teile diese Ansicht aus meiner Erfahrung heraus nur begrenzt. Als Alleinerziehende hatte ich kein Problem, berufstätig zu sein (mit au-pair und Großmutter), wirklich anstrengend wurde es erst, als ein neuer Partner dazukam. Ist aber vielleicht ein Generationenproblem und die "neuen Männer" sind gaaanz anders ;-)
 
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  • #21
@18
Siehste, das unterscheidet dich zu #3.
Du hast ebenso solch eine ''Liste'' - sonst hättest ja wahrscheinlich Kinder!
Aber die #3 ist wenigstens so ehrlich und spricht es aus...
Du nicht!
Oder klär' uns doch mal auf, warum DU dir nie Kinder gewünscht hast??
 
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  • #22
@19
Ja, glaube ich schon, dass Vieles bei dir ein Generationsproblem zu sein scheint.
Ich bin auch um einige Jahre jünger...
 
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  • #23
@20
Ich bin 18
Nein, ich habe keine Liste und habe nie eine gehabt.

Ich hatte einfach nicht den richtigen Mann, und ich hab auch nicht gezielt jemanden gesucht, mit dem ich und der mit mir Kinder haben wollte. Das war für mich einfach kein Auswahlkriterium.

Als ich meinen Mann, mit dem ich jetzt ein paar Jahre zusammen und mittlerweile verheiratet bin, kennengelernt habe, waren wir beide schon zu alt für Kinder.
Hätten wir uns 10 Jahre früher getroffen, hätten wir sehr gern welche gehabt.

Ich kenne etliche sehr glückliche Familien mit ganz reizenden Kindern. Die Entscheidung für oder gegen Kinder ist immer eine sehr persönliche, aber das Argument der "Einschränkung" finde ich gänzlich unverständlich, egoistisch und kalt.
 
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  • #24
@22 von #20
''....und ich hab auch nicht gezielt jemanden gesucht, mit dem ich und der mit mir Kinder haben wollte''
Das interpretiere ich mal schlicht und ergreifend als egoistisches Vermeidungsverhalten!
Und klar hätte man, wenn man gehabt hätte....
Das lässt sich dann auch immer recht einfach sagen!
Aber genug dazu, deine wahren Beweggründe musst du natürlich nicht sagen...
Mich nervt nur, dass hier die #3 durch'n Kakao gezogen wird!
 
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  • #25
Kinder bereichern eine Partnerschaft, aber sie belasten sie auch. Und dann zeigt sich, ob man wirklich zusammengehört - oder aber eben nicht.

Achtet aufeinander als Paar, und zwar von Anfang an. Kein Kind darf eine Partnerschaft dominieren. Wenn es mal nicht schlafen kann und zu euch ins Bett steigt - gut. Aber das kann nie eine Dauerlösung sein. Kinder müssen lernen, dass Mama und Papa auch Auszeiten haben, in denen sie nicht Mama und Papa sind.

Wenn man sich daran hält, sind Kinder etwas ganz Tolles!

w, 41, Mutter von 3 Kindern
 
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  • #26
@23 von#22
Interessant, dass du so genau weisst, wie mein Leben verlaufen ist und warum.
Interessant auch, dass du so glasklar erkennst, dass ich egoistisches Vermeidungsverhalten an den Tag gelegt habe.
Noch interessanter ist, dass du ganz genau weisst, wie meine Ehe jetzt läuft, was mein Mann und ich wann zueinander gesagt und wie wir es gemeint haben.
 
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  • #27
Hallo zusammen, hier geht´s ja richtig rund! Ist ja auch ein Thema, bei welchem immer stark polarisiert wird.

Sehr interessant, was die Diskussionsteilnehmer hier so an Gedankengängen einbringen, denn es spiegelt ziemlich exakt das wider, was ich im Freundes- und Familienkreis auch immer erfahren habe.

Ich (m, 52), habe insgesamt drei Kinder (eine Tochter mit fast 15 aus erster Ehe und zwei Töchter mit 9 bzw. 7 Jahren mit meiner Lebensgefährtin). Ich habe es noch nie bereut, Kinder zu haben und wollte auch immer welche. Meine Meinung ist: Natürlich kosten Kinder Zeit und oft auch Nerven. Man hat nur eingeschränkt die Möglichkeit, seine Freizeit zu gestalten, weil die Kinder, vor allem wenn sie noch ganz klein sind, natürlich die ganze Aufmerksamkeit fordern. Das lässt sich allerdings in einem gewissen Rahmen durch den Einsatz von Babysittern, Freunden oder Großeltern meistern. Ganz klar, dass die Eltern auch mal Zeit für sich brauchen und auch mal ohne Kinder etwas unternehmen wollen. Bei uns hat das eigentlich immer geklappt.

Was man aber nicht vergessen darf, ist das, was man von den Kindern zurückbekommt: Kinder machen eben einfach auch Freude, schenken einem ihr Lachen und ihren Spaß, lassen einen daran teilhaben.

Selbstverständlich sind Kinder auch manchmal nervig, es gibt Ärger mit der Schule und ähnliche Dinge, aber das ist meist schnell vergessen.

Man muss sich auf Kinder einlassen, versuchen, sie zu verstehen und wird dann feststellen, dass man selbst als Kind auch so war.

Meine Tochter aus erster Ehe ist jedes zweite Wochenende bei uns, und dann geht hier richtig die Post ab. Auch wenn es manchmal ziemlich laut wird, hat es uns eigentlich nie gestört (wir haben natürlich den Vorteil, im eigenen Haus zu wohnen, das macht selbstverständlich einen Unterschied, ich weiß, ich weiß). Die drei Kinder vertragen sich prächtig und auch wenn hinterher das Haus und der Garten aussieht, wie ein Katastrophengebiet, sind alle in der Familie glücklich. Wir genießen die Zeit mit den Kindern - der Ernst des Lebens kommt für die Kinder früh genug.

Dies alles sind Dinge, bei denen mir nicht im entferntesten in den Sinn käme, an die Kosten, Einschränkungen usw. zu denken.

Soweit meine Meinung zum Thema Kinder.

Was mich etwas stört, ist der Umstand, dass hier ziemlich auf dem Diskussionsteilnehmer #3 rumgehackt wird. Ich habe mit seiner Einstellung kein Problem und habe ehemalige Schul- und Studienkollegen, die genauso denken, und eben keine Kinder haben. Das akzeptiere ich und werde bei ihnen nicht versuchen, mit missionarischem Eifer das Kinderkriegen voranzutreiben. Diese vorgenannten Schul- und Studienkollegen sind übrigens immer noch unsere Freunde geblieben und habe ihrerseits akzeptiert, dass wir eben auch mal schon um elf Uhr abends nach Hause mussten, weil der Babysitter "Schichtende" hatte.

Also alle mal locker bleiben
 
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  • #28
Sorry, aber diese Liste von Nr. 3 finde ich einfach nur egoistisch. Da geht es nur um Einschränkung, Einschränkung und nochmal Einschränkung. Ja was sonst würde man denn als egoistisch bezeichnen. Diese Liste macht auf mich den Eindruck, als wolle jemand nur alles haben, nie etwas geben.
Von mir aus, jeder kann denken wie er will, aber ich denke eben, dass das egoistisch ist und für mich ist das ein sehr schlechter Charakterzug.
Ich habe leider nur 1 Kind, weil mein Mann auch so egoistisch war und immer nur daran dachte, was doch ein Kind kostet und wie stark es ihn doch einschränkt.

Für mich ist es eine sehr bereichernde Sache, etwas zu geben. Einem Kind Liebe und Geborgenheit zu geben und dafür auch nur ein Lachen zu bekommen, das ist keine Einschränkung, das ist Glück.
 
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  • #29
@27: Du zeigst in deinem eigenem Post das du selbst doch genauso egoistisch bist. Für dich ist es eine bereichernde Sache und für dich ist das Glück, also Sachen die für dich gut sind.
Das heißt aber nun mal nicht das es automatisch das es für jeden so ist, #3 hat einfach nur ganz ehrlich geschrieben welche Nachteile Kinder haben und das diese Nachteile für ihn nun mal dazu führen das er keine Kinder haben will.
In dieser Hinsicht handeln wir alle egoistisch, wir überlegen uns die Konsequenzen einer Handlung (oder des Unterlassens einer Handlung) bis zu einem gewissen Grad und darüber kommen wir zu dem Schluss ob wir das tun wollen oder nicht, im Grunde ist die Handlung rein egoistisch.
 
  • #30
Hallo liebe #27, hier ist die #26

ich kann Dir insofern nachfühlen, wenn Dein Mann immer nur die materielle Seite betrachtet hat, aber das ist nun mal der Zeitgeist heute. Ich bin, weiß Gott, kein konservativ denkender Mensch, aber Kinder als Kostenfaktor - da kriege ich total die Krise! Was wäre denn, wenn sich unsere Eltern genauso verhalten hätten? Ich (Jahrgang 1959) bin in einer Familie aufgewachsen, die voll im Aufbau war - mit vergangenem Wirtschaftswunder und so was. Dazu politische Krisen und so weiter. Meine Eltern haben uns Kindern oft erzählt, wie schwierig es war, sich zu einer "Familie " zu bekennen. Ich höre immer wieder von Leuten, dass es doch töricht sei, in diesen Zeiten Kinder in die Welt zu setzen... Ich lächle dann und denke mir, dass jede Generation ihre Probleme hat, und jede Generation auch damit fertig wird - auch die Generation unserer Kinder - denn die sind ja nicht dümmer als wir.

Trotzdem: Meine Meinung ist, dass wenn sich jemand gegen Kinder entscheidet, er / sie das ganz alleine mit sich selbst ausmachen muss. Was wäre mir alles an Lebensfreude entgangen, wenn ich keine Kinder hätte!

Die Rechnung, Kinder = Kosten, keine Kinder = Lebensqualität, ist für mich absurd, aber ich akzeptiere, dass manche Zeitgenossen so rechnen.