• #1

Keine lange Beziehung, weil man nie heiraten und zusammenziehen möchte?

Hallo ihr Lieben,
und zwar habe ich mir Gedanken darum gemacht, was ich von meinem zukünftigen Leben erwarte. Natürlich hoffe ich darauf, die Liebe meines Lebens zu finden und mit ihr glücklich zu werden; allerdings denke ich einfach sehr realistisch und bin mir sicher, wenn ich einen Mann für mich finden sollte, dass das nicht ewig halten wird. Ich muss zugeben, dass ich zu den Menschen gehöre, die der Auffassung sind, dass es verschiedene Partner für einen jeweils anderen Lebensabschnitt gibt - zumindest für mich.
Auch hoffe ich, nach einer längeren beruflichen Karriere in der Zukunft mal 2 süße Kinder zu bekommen. Ich plane, mir immer wieder viel Geld zurückzulegen und später ein eigenes Haus zu kaufen bzw. bauen zu lassen - von MEINEM selbstverdienten Geld. Mit einem Mann etwas zusammen aufzubauen, das kann ich mir einfach nicht vorstellen, da eine Beziehung bis an das Lebensende für mich einfach zu unrealistisch ist, wenn man z.B. mit Mitte 30 so jemanden finden sollte (als Beispiel, da in diesem Alter ja sehr viele schon beginnen, gemeinsame Zukunftspläne in die Tat umzusetzen). Heiraten kommt von daher auch nicht infrage. Ich hätte keine Lust auf ein eventuelles Scheidungsdesaster und mich mal darum zu streiten, wem denn jetzt was finanziell zusteht. Ansonsten bin ich wirklich ein romantischer und liebevoller Mensch - es ist mir einfach wichtig, mal meine Freiheit und Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten in meinem eigenen Haus zu haben. Davor natürlich erstmal eine Wohnung. Das ist einfach nur meine Zukunftsplanung.

Meine Frage an euch: Könnte sich jemand hier vorstellen, mit jemandem lange zusammen zu bleiben, der nie eine Ehe eingehen und nie mit euch zusammenziehen möchte? Natürlich wäre ich froh, eine Partner für's Leben zu finden; aber sicher ist sicher.
 
G

Ga_ui

  • #2
Das ist doch das beste Beispiel wie Männer heutzutage unverpflichtet leben wollen - ohne Ehe und Kinderkriegen. Warum solltest du also Probleme bekommen?

Du bist da als Frau nicht Schuld mit deinen Gedanken, aber es muss ja einen Schuldigen geben und das sind nun mal die Männer, die sich dafür verantworten müssen, was sie aus ihrer einstigen Überlegenheit gemacht haben: Die Frauen soweit gebracht haben, dass sie lieber unabhängig sein wollen. Die Saat der bösen Emanzipation liegt im Fehlverhalten der heutigen Männer.
Wenn Frauen sich wie du verhalten, haben Männer einer ganzen Gesellschaft versagt.
 
  • #3
Ich denke, das ist stark altersabhängig.
Zum Kinderkriegen gehört für mich heiraten und zusammenwohnen einfach dazu, besonders das Letztere! Das ist für 2 Personen gemacht, und für einen einfach unglaublich anstrengend.
Jetzt könnte ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, jemals mit jemandem zusammenzuwohnen, das wäre eine zu große Verminderung meiner Lebensqualität.
w, 54
 
  • #4
Meine Frage an euch: Könnte sich jemand hier vorstellen, mit jemandem lange zusammen zu bleiben, der nie eine Ehe eingehen und nie mit euch zusammenziehen möchte?
Selbstverständlich, liebe KatzeHund12. Ich habe mehr als 20 Jahre genau so sehr glücklich gelebt... Leider verstarb mein Partner jedoch, der gleichzeitig auch die Liebe meines Lebens war. Für's Heiraten und eng aufeinanderglucken in einem gemeinsamen Haus haben wir niemals eine Notwendigkeit gesehen. Übrigens beide ledig und gewollt kinderlos, also keine Altlasten, uns selbst gegenseitig genug, und eine auf beiden Seiten freiwillige Lebensentscheidung, die für uns beide genau die richtige war. Lieben Gruß
 
  • #5
Meine Frage an euch: Könnte sich jemand hier vorstellen, mit jemandem lange zusammen zu bleiben, der nie eine Ehe eingehen und nie mit euch zusammenziehen möchte? Natürlich wäre ich froh, eine Partner für's Leben zu finden; aber sicher ist sicher.
1) Ich kenn einige Fälle, die machten es so: Ein Paar, keine Kinder, keine Ehe, getrennte Wohnungen. Sie sind beide über 60 und 30 + x Jahre glücklich damit.

2) Was Ehe und Kinder angeht hast Du zu viel Angst. Die Folgen der Trennung (Unterhalt, Sorgerecht, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich) kann man vorher regeln. Wenn dann einer die Scheidung will, wird eben die vertragliche Regelung umgesetzt. Wenn beide gut verdienen, um so besser, dann ist die Regelung nicht so leicht anfechtbar. Du kannst ja mal ein paar Euro investieren und zu einem Fachanwalt für Familienrecht oder einem Notar gehen - schreib ne mail so wie Deinen Beitrag im Forum, Deine Einkommens- und Vermögensverhältnisse und Deinen Beruf und frag, was ne grobe Beratung kostet wenn Du mal ne Stunde vorbei schaust (mehr als 100 € + USt würd ich dafür nicht zahlen)

3) Es gibt genug Leut, die Rückzugsräume brauchen, ihre Freiheiten brauchen, nicht im gleichen Schlafzimmer schlafen wollen. Auch hier zweifelst wohl zusehr an Dir als einfach zu sagen: "Ich bin so - Punkt." So wie Du bist, ist es normal und der Richtige wird Dich so nehmen wie Du bist.

4) Und wenn Du keine längeren Beziehungen hattest kann das auch gut sein. Lieber eine Beziehung - richtig - als viele gescheiterte im Leben, denn jede Beziehung prägt Dich sexuell wie nicht sexuell und so fällt es mit zunehmendem Alter schwerer, Dich auf jemanden einzustellen.

5) Vor Deiner Angst vor Beziehungen versuchst Dich materiell zu schützen ("Mein Haus, mein Auto, mein Schaukelpferdchen") - aber ist das notwendig ? Geld dient doch nur dazu, daß man das Leben genießt und sich wohl fühlt - bei Dir und bei ihm. Fühlen beide sich nicht mehr wohl, ab zu Punkt 2) oben: Die für die Trennung vorbereitete Vereinbarung gilt.

6) Und wenn du die Gelegenheit hast: Heirate. Ich beneide die, die es gemacht haben ("mein ein und alles") selbst wenn es scheiterte. Aber das gehört dazu. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Aber ich glaub da mehr an Dich als vielleicht Du selbst.

Irgendwie siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht, liebe FS - sorry für die klare Ansage.
 
  • #6
Du möchtest ein Haus kaufen von deinem eigenen Geld und zwei Kinder. Aber heiraten möchtest du nicht.
Da musst du aber sehr gut verdienen um das alles alleine finanzieren zu können. Hast du überhaupt eine Ahnung wie anstrengend zwei kleine Kinder sein können? Und dann musst du natürlich trotz Kindern ganztags berufstätig sein um dein Traumhaus abzuzahlen.

Naja, träumen kann man ja.....
Ich kann dir nur raten zu heiraten wenn du Kinder möchtest. Leicht wird das alles nicht.
 
  • #7
Nicht heiraten ist doch mittlerweile ganz normal. Dass du nicht unbedingt zusammenziehen möchtest, kann ich sogar auch verstehen. Aber wenn ihr dann noch Kinder in die Welt setzt, finde ich das nicht gut. Die sollen doch von Mutter und Vater so viel wie möglich haben, wenn dies machbar ist.
 
  • #8
Ich habe mit zwei Männern zusammen gewohnt ( nacheinander natürlich ).
Der eine hat sehr wenig bezahlt ( ab und zu Essen eingekauft ) und sehr wenig im Haushalt gemacht, der andere, der Kindesvater gar nichts.
Beide wollten permanent auf meinem Schoß sitzen ( im übertragenen Sinne ), beide wollten permanent Sex ( im eigentlichen Sinne ). Beide wollten mit mir in einem Zimmer / Bett schlafen, obwohl ich da kein Auge zu tue. Das war ihnen aber egal, sie machten da ein Riesenfaß auf, keine Liebe und so.

Ich war dann lieber ganz allein mit meinem Kind und wollte nicht länger ein weiteres Kind betüteln.

Jetzt habe ich einen Freund, mit dem zum ersten mal in meinem Leben alles wunderbar ist.
Er braucht genauso viel Zeit für sich wie ich für mich.
Wir wohnen nicht zusammen.
Wenn ich am WE bei ihm schlafe, habe ich mein eigenes Zimmer.
Wir sind beide großzügig und hilfsbereit.
Zum ersten mal in meinem Leben werde ich nicht ausgenutzt.

Wir sind jetzt zwei Jahre zusammen und ich kann mir gut vorstellen, für immer bei ihm zu bleiben ( wenn er mich will ), aber ich will nicht heiraten, er leider schon.
Ich will, dass jeder in seinem Haus wohnen bleibt und das will er auch, sogar falls wir heiraten ( werden wir aber nicht ).

Er baut sein Haus immer weiter aus, das ist jetzt schon viel wert und wird im Wert weiter steigen.
Ich verdiene ganz gut, habe bis jetzt aus eigener Kraft zwei Häuser schuldenfrei gekriegt und werde, bis ich in allerfrühestens 20 Jahren in Rente gehe, sicher noch zwei schaffen ( falls nichts dazwischen kommt, Krankheit oder so ). Unsere jeweilige Habe ist ganz eindeutig jeweils uns zuzuordnen. Eine Vermischung kommt für mich nicht in Frage, das gibt nur Ärger.

Ich stimme der FS zu. Erwirb deine Habe ganz allein, das ist eine klare Sache.

w 48
 
  • #10
@KatzeHund12: bei deinem Thread kommt mir die Thematik "selbst erfüllende Prophezeiung" in den Sinn... wenn du so gar nicht daran glaubst, dass du einen Partner fürs Leben finden wirst, dann wird es wohl so auch nicht sein können.... das hat mit unrealistischem Denken gar nichts zu tun. Eine Prise positiven Denkens wäre wohl nicht schlecht... nur weil es bei anderen nicht klappt, heisst das nicht, dass es bei dir nicht klappen muss. Es gibt ja auch die Beispiele, wo es eben klappt. Es kommt somit drauf an, ob man sich immer an den Negativbeispielen oder eben Positivbeispielen orientiert. Es hat doch auch mit eigener Sozialkompetenz, mit Menschenkenntnis zu tun, was für Leute man anzieht... ob man beim geringsten Problem wegrennt (wie das oft in diesem Forum auch angeregt wird), oder eben nicht...
 
  • #11
Witzig,

so ängstlich-planend war ich ja noch nie drauf, nicht einmal, als ich halb so alt - und damit vielleicht so alt wie du heute - war.... sich im Voraus zu überlegen, dass man das Vermögen, das man erst noch verdienen möchte, auf keinen Fall mit jemandem teilen wollen wird... ist das dein Ernst? Dann drängt sich die Frage auf, ob du überhaupt schon mal mit jemandem zusammen gewohnt hast... kannst du dir nicht vorstellen, dass du jemanden mal so gerne hast, dass du ihm so nahe wie möglich sein möchtest?

An deinem Lebensentwurf - falls die Frage kein Fake ist - als solchem ist sicher nichts "falsch", so ähnlich machen es viele... vielleicht ein bisschen befremdlich scheint mir, dass du davon ausgehst, mit jemandem, den du heute kennenlernst, "sicher" keine süßen Kinderchen zu bekommen, weil ihr euch davor trennen werdet, und dann - genau zur richtigen Zeit, wenn das Haus steht - von irgendwoher ein geeigneter Vater einschweben wird, der zwar Kinder, aber wiederum keine Ehe oder Zusammenleben möchte (oder dann doch?).

Ganz sicher "falsch" ist allerdings ist die Vorstellung, man könne die Dinge derartig kontrollieren... Schon auf rein materieller Ebene: Die Zeiten werden nicht besser werden, als sie heute sind - wahrscheinlich wird es in den nächsten Jahrzehnten schon einmal nicht so einfach werden, in aller Ruhe eine Menge Geld zu verdienen und sich ein Häuschen zu bauen. Die Idee von deinem "Single-Häuschen" ist sicher attraktiv... aber sie ist heute nicht mehr zeitgemäß und wird es in Zukunft noch weniger sein. Und die Nicht-Planbarkeit gesundheitlicher, emotionaler etc. Entwicklungen dürfte allgemein bekannt sein.

manchmal
 
  • #12
Liebe FS,
es gibt nichts, was es nicht gibt. Man muss nur wissen was man will und warum man das so will (Motivation) und den dazu passenden Partner finden, der das Gleiche aus den gleichen Gründen will.
M.E. wird es nie funktionieren, wenn LAT gelebt wird und nur einer es aus Freiheitsbestrebungen oder irgendwelchen Lebensaengsten will, der andere nicht. Gerade das Motiv für LAT sollte gefestigt und zueinander passend sein, sonst entsteht über kurz oder lang Beziehungselend.

Für mich funktioniert das Modell LAT/Fernbeziehung nicht. Wenn LAT, dann ist es auch LAT und zwar immer. Ich will keine Irritation durch Lebensformgemaschel, wo sich dann die persönlichen Dinge über zwei Haushalte verteilen. Ein LAT-Partner hat bei mir keine Zahnbürste und übernachtet auch nicht bei mir - ich bei ihm auch nicht.
Ich entferne mich in dieser Beziehungsform mit zunehmender Beziehungsdauer vom Partner. Die Partnerschaft verwandelt sich in eine lockere Angelegenheit (affaerenhaft) und wird von mir aufgegeben, weil ich sie nicht brauche bzw. so eine Beziehung nicht will.
Der entfernt lebende Partner (kann auch um die Ecke wohnen) ist genauso wichtig/unwichtig wie diverse andere Sozialkontakte (Freunde, Familie, Bekannte, Kollegen) und Freizeitaktivitäten. Er teilt sich mein Freizeitfenster gleichberechtigt, d.h. ist alle 2 Wochen mal dran, weil nicht interessanter als was anderes und wenn ich gerade einen anderen Brennpunkt hab auch noch seltener. Irgendwann ist das Ganze mehr oder weniger unbemerkt ausgelaufen.

Ich habe Erfahrungen mit einer Langzeitehe, davor auch schon LAT und Zusammenleben erprobt. Wenn ich eine Partnerschaft habe, dann will ich nach einer gewissen stabilen Beziehungsdauer einen gemeinsamen Alltag/Nähe leben, damit sich die Beziehungsweiterentwickelt und festigt. Ich brauche dafür aber ausreichenden Wohnraum, damit jeder einen Rückzugsbereich hat. Ausserdem gluckt man in der Freizeit nicht unentwegt aufeinander sondern hat jeweils eigene Aktivitäten. Nähe empfinde ich nachts wenn ich nach Hause komme und da ist wer oder wenn ich ihn nicht stören will, dann treffen wir uns spätestens am Frühstückstisch.
Gelebte Nähe geht mit mir gut als Langzeitbeziehung, LAT nicht.Weil ich das Familienalter hinter mir habe, ist heiraten kein Thema ausser bei der ganz grossen Liebe.
 
  • #13
Meine Frage an euch: Könnte sich jemand hier vorstellen, mit jemandem lange zusammen zu bleiben, der nie eine Ehe eingehen und nie mit euch zusammenziehen möchte?
Prinzipiell schon, aber die Frage ist doch, warum du dich schon jetzt innerlich so mit Händen und Füssen dagegen wehrst, noch bevor du es überhaupt mal probiert und deine/n potentielle Partner/in kennengelernt hast?
Was du da beschreibst (Hochzeit, Haus, gemeinsame Wohnung) sind ja zunächst mal Äußerlichkeiten. Nur scheint mir, wenn ich deinen Text so durchlese, bei dir ein enormes Angstpotential vorhanden zu sein. Ich bin selber jemand, der eher zuviel als zuwenig Ängste hat, aber was ich bei dir lese, grenzt schon ein wenig an Paranoia. Hast du denn schon derartig schlechte Erfahrungen gemacht? Oder woher kommt sonst diese extreme Angst bei dir, dich auch nur in irgendeiner Weise in einer Beziehung festzulegen?
Wenn ich mir vorstelle, dass du mir das alles bei einer Unterhaltung über eine mögliche gemeinsame Zukunft erzählst, ich würde Reissaus nehmen vor dir. Und das sage ich als jemand, der sicherlich überdurchschnittlich viel Verständnis für "Angstpatienten" hat.
Warum? Weil du ein extremes Streben nach Sicherheit hast und nicht ansatzweise bereit zu sein scheinst, dich überhaupt ernsthaft auf einen anderen Menschen einzulassen. Das gilt nicht nur für die materiellen Dinge,die du angesprochen hast (die waren mir schon immer weitgehend egal), sondern, viel gravierender, auch für alles andere. Du gehst z.B. schon jetzt davon aus, dass deine nächste Beziehung nur eine gewisse Zeit lang halten wird. Fehlt nur noch, dass du schon mal die zeitliche
Dauer abschätzt. Das kann natürlich durchaus so passieren. Aber wer an mich als Partner schon von Beginn an so herangeht, dass ich eh ein Ablaufdatum habe und schon mal sicherheitshalber für die Zeit danach vorplant - wo soll da Nähe, Vertrauen und sich 100%ig einlassen entstehen? Da wird immer Distanz und Kluft bleiben - und diese wiederum tragen den Keim des Scheiterns der Beziehung in sich. Klassische, selbst erfüllende Prophezeihung. Mit anderen Worten: Mit dieser, deiner Einstellung wirst du mit 100% Sicherheit nie eine erfüllende Beziehung führen, sondern dir genau das einhandeln, wovor du dich am meisten fürchtest.
m/43
 
  • #14
Dass du nicht heiraten und mit niemandem zusammenziehen willst, empfinde ich nicht als Problem. Das dürfte dich für viele Männer eher zu einer attraktiven Partnerin machen.

Allerdings dürften sich Viele daran stoßen, wenn du erst gar kein "Für immer" anstrebst und quasi schon zu Beginn einer Beziehung die Trennung antizipierst. Dass eine Beziehung immer scheitern KANN und die Wahrscheinlichkeit dafür auch nicht eben gering ist, das ist jedem erwachsenen Menschen klar. Ich habe auch Verständnis dafür, wenn jemand aus diesem Bewusstsein heraus von bestimmten gemeinsamen Projekten, wie z.B. Hausbau, von Vornherein Abstand nimmt.

Aber: man kann bestimmte Risiken wie Ehe oder Hausbau aus Vernunftsgründen vermeiden, sich aber gefühlsmäßig dennoch ganz auf eine Beziehung einlassen und aus vollem Herzen auf ein "Für immer" hoffen, auch in dem Bewusstsein, dass es keine Garantien gibt. Und ich denke, genau das streben viele Männer an: ernsthafte, durchaus auf Dauer angelegte Beziehungen, die aber im Falle des Scheiterns nicht zum kompletten Ruin führen.

Vorzusorgen für den Fall des Scheiterns und sich gefühlsmäßig gar nicht erst auf eine Beziehung einzulassen, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Und entgegen dem, was hier von Frauenseite gern über das beziehungsgestörte starke Geschlecht geschrieben wird, denke ich nicht, dass die meisten Männer "Hurra" schreien, wenn eine Frau gleich zu Beginn vermittelt: "Na ja, seien wir mal ehrlich, es wird eh nicht für immer halten."

Wobei ja auch anklingt, dass du eine Beziehung "für immer" grundsätzlich erstrebenswert findest - aber die Hoffnung darauf aufgegeben hast. Auch das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich denke, da solltest du dich erstmal sortieren sowie frühere Enttäuschungen verarbeiten, bevor du auf Partnersuche gehst.
 
  • #15
Du bist da als Frau nicht Schuld mit deinen Gedanken, aber es muss ja einen Schuldigen geben und das sind nun mal die Männer, die sich dafür verantworten müssen, was sie aus ihrer einstigen Überlegenheit gemacht haben: Die Frauen soweit gebracht haben, dass sie lieber unabhängig sein wollen. Die Saat der bösen Emanzipation liegt im Fehlverhalten der heutigen Männer.
Wenn Frauen sich wie du verhalten, haben Männer einer ganzen Gesellschaft versagt.
Sehr klug. Allerdings war es historisch auch im Interesse der Männer, das mitteralterliche Paarungsverhalten zu überwinden. Desweiteren war es auch im Interesse der Männer, die Emanzipation zu bekommen, damit Frauen nicht mehr so passiv sind.
Was wir Männer aus unserer Überlegenheit heute machen? Gar nix. Wir sind völlig eingeschüchtert.
 
  • #16
Ich habe übersehen, dass Du Dir Kinder wünschst. Unter dieser Prämisse wäre ich sehr dafür, mit dem Partner zusammenzuleben. Mußt ja nicht heiraten. Jedes Kind sollte in meinen Augen die Chance haben in einer Familie aufzuwachsen... sonst wachsen Deine Kinder auf wie AE-Kinder. Nee wirklich, dann schaff' Dir lieber 'nen Hund an! Mein verstorbener Partner und ich siehe #3 konnten uns unseren Ego-Trip erlauben, weil wir keine Kinder wollten und keine Verantwortung hatten. Aber als Eltern sollte man nicht so egozentrisch sein. Gönne Deinen Kindern viel Liebe, eine Mama und einen Papa und ein Familienzuhause. Eine intakte Familie mit viel Liebe ist das, was für's Leben prägt. Lieben Gruß
 
  • #17
P.S.Du planst dein Leben generalstabsmäßig wie ein Projekt, mit Schwerpunkt Rückversicherung gegen alle Eventualitäten. Es ist o.k., dass du dich materiell absichern willst - kein Problem. Aber Liebe lässt sich nicht planen. Und wer mich als Mensch und Partner VON VORNHEREIN nur als eine Zwischenstation sieht, der weiß nicht, was Liebe ist. Für den bin ich nur einer unter mehreren "Meilensteinen" im großen Gesamtprojekt. Austauschbar. Und letztlich verzichtbar.
Am Ende wirst du vermutlich ein schickes Haus haben und viel Geld wird übrig sein fürs Jenseits, vielleicht wirst du auch Kinder haben, aber echte Liebe und eine innige, erfüllende Beziehung, die wirst du nicht gehabt haben. Denn die gibt es nicht mit Rückversicherungsklausel, dazu gehört Risiko ohne Hintertüren (abgesehen vom Materiellen), sich ganz einlassen WOLLEN. Wer schon im VORAUS vom Auseinandergehen ausgeht, der kann nie wirklich zusammenkommen.
Aber jede/r, wie er/sie mag...
m/43
 
  • #18
Wenn die FS als Single einen Job oder Geschäft hat, wo sie 13.000 Euro netto/Monat verdient - davon 10.000 Euro/Monat spart -> in vier Jahren ihr eigenes Haus kaufen oder bauen kann.

Haus ist da - die FS verdient weiter 13.000 Euro netto/Monat.
Nun ein Jahr lang weiter sparen, je 10.000 Euro/Monat.

Nun hat sie 120.000 Euro auf ihrem Sparkonto, lässt sich im Ausland von einer Samenbank schwängern, bekommt ihre Kinder, und kann die erste Zeit von den 120.000 Euro zehren.

Die zwei Kinder sind etwas größer, und können nun von Personal und Kindergarten betreut werden = die FS kann wieder arbeiten gehen. Und von den 13.000 Euro netto/Monat auch ihr Personal bezahlen.

Nun hat sie ein eigenes Haus, eigene zwei Kinder, ist nicht verheiratet, und kein Mann im Haus = vollkommen unabhängig.

Nun kann sie sich einen Mann suchen, für eine Affäre oder Beziehung mit getrennten Wohnungen, ohne Heirat.

Aufgabe: So ein Einkommen erzielen, und so vorgehen.

Und dann einen Mann finden, der eine "Alleinerziehende" mit zwei Kindern + Personal akzeptiert, und das er nicht mit ihnen zusammen wohnen darf. Viel, viel Glück bei der Partnersuche.

Utopisch ? Hm, sowas würde ich z.B. Top-Mode-Models zutrauen.
Mit so einem Einkommen. Oder einer Geschäftsfrau mit eigenem. florierenden Unternehmen. z.B. TV-Produktionsfirma. Oder am besten mit exklusiven Patenten oder Nutzungsrechte.

".... aber das kann ich nicht"
Tja, dann die eigenen Pläne doch besser der eigenen Wirklichkeit anpassen ?
 
  • #19
Zwei Kinder und berufstätig und nicht heiraten und Haus....

Da kann ich Dich nur beglückwünschen, dass Du nicht da her kommst, wo ich herkomme.

Haus kannst Du trotz Doppelverdienerehepaar nicht kaufen (ich rede von gut situierten Akademikern, auch für mich habe ich die Rechnung schon durchgespielt, chancenlos).

Zwei Kinder und berufstätigkeit, bei meinem letzten job hätte ich den per sofort verloren, da reduzieren nicht drin liegt, und Kitas haben kein Kind bis 19, 20 Uhr... (Und bei 2 Kindern geht die Rechnung schon kaum mehr auf).

Nicht heiraten und Kinder kriegen ist wo ich herkomme, eine existentielle Kamikatzefahrt. Denn wenn Du nicht nach wenigen Wochen 100% zurück bist, wo Kinder nicht mal abgestillt sind, tja Pech. Und Altersvorsorge kannst Du dann auch knicken.

"You can have it all", " lean in", "Vereinbarkeit", dieses Märchen hatte ich auch mal geglaubt, verdiente U30 schon pro Monat im 5 Stelligen Bereich. Es war einfach klar, wenn ich mal Kinder wollte (oder nur schon wirklich gut verdienen), musste ein anderer Job her, wenn ich nicht ohne Job dastehen wollte. Also, high potential Job geknickt, da ich nicht mit 40 ohne K und wirkliche K dastehen wollte.

Gott war ich naiv. Die Rahmenbedingungen sind bei Dir andere. Aber lass Dich vorab gut beraten, und viel Glück dass Deine Ideen nicht so von der Realität erdrückt werden wie meine.
 
  • #20
Du bist da als Frau nicht Schuld mit deinen Gedanken, aber es muss ja einen Schuldigen geben und das sind nun mal die Männer, die sich dafür verantworten müssen, was sie aus ihrer einstigen Überlegenheit gemacht haben: Die Frauen soweit gebracht haben, dass sie lieber unabhängig sein wollen. Die Saat der bösen Emanzipation liegt im Fehlverhalten der heutigen Männer.
Wenn Frauen sich wie du verhalten, haben Männer einer ganzen Gesellschaft versagt.
Absolut. Es wird oft übersehen, dass die Dinge, die nachher geschehen ("Fehlverhalten" der heutigen Männer) ja immer ursächlich sind für das, was vorher war (die Saat der "bösen" Emanzipation). Das Kind ist ja schließlich auch die Ursache für die Schwangerschaft. Wenn ich das konsequent weiter denke, komme ich nicht umhin zu schlussfolgern, dass die Emanzipation der Frau letztlich auch die Ursache war für die vorangegangene Unterdrückung durch die Männer. "Mann" wusste schon, wozu das sonst führen würde und siehe, jetzt haben wir den Salat. Da sich das inzwischen schon teilweise ins Gegenteil zu verkehren beginnt (Stichwort "rechtlose Väter", eingeschüchterte Männer) können wir schon mal dem Tag entgegensehen, wenn wir die sich abzeichnende Dominanz der morgigen Frauen verantwortlich machen können für das heutige, zunehmend verkorkste Bild beider Geschlechter vom jeweiligen Gegenüber.
;-)
m/43
 
  • #21
allerdings denke ich einfach sehr realistisch
Dabei klingt dein Beitrag nur wenig danach.
Jeder von uns hat Wünsche und Pläne für die Zukunft.
Man arbeitet daraufhin.
Ich möchte mal wissen, welche, sagen wir mal 60jährigen ihr bisheriges Leben mit ihren damaligen Träumen vereinbaren können.

Für mich klingst du, als willst du nur die Kontrolle über alles behalten, auch über deinen potentiellen Partner.

Romantisch und liebevoll ist was anderes.

Ich hoffe, du hast bei deinen Zukunftsplänen auch gewisse Rückschläge bedacht.
 
  • #22
Stichwort "rechtlose Väter", eingeschüchterte Männer) können wir schon mal dem Tag entgegensehen, wenn wir die sich abzeichnende Dominanz der morgigen Frauen verantwortlich machen können für das heutige, zunehmend verkorkste Bild beider Geschlechter vom jeweiligen Gegenüber.
Schon heute wundern sich so manche (gutverdienenden), dominanten Frauen warum sie keinen Mann bekommen, sondern Diese flüchten ?

z.B. Frau (46) mit 1 Kind(?) verlangt vom (zukünftigen) Partner: Strikt getrennte Wohnungen, aber möglichst jeden Abend bei ihr zuhause sein. So kann man einen Mann fast wie einen Hund herum komandieren.

Eine andere dominante Frau, diesmal mit gehobenem Einkommen aber eiskalter Ausstrahlung, hatte einen so schwachen Mann als Partner, weil der sich Alles von ihr gefallen ließ.

Sie wohnen in IHRER Eigentumswohnung, sind seit 13 Jahren ein Paar, keine Kinder und heiraten nicht. Die Kreditraten für die Wohnung zahlt sie bequem aus ihrer Steuerersparnis, weil sie im angrenzenden Ausland wohnen. Immobilien-Preise billiger, und weniger Steuern auf das Einkommen. Aber sie wohnen immerhin zusammen.
 
  • #23
Wenn eine Frau so unabhängig leben will, dann kommt man sich als Mann dabei "überflüssig" vor.

Besonders die Vorstellung: Als Paar, sowie zwei Kinder, aber nicht zusammen wohnen ?

Für das bischen Zweisamkeit, was da noch für den Mann übrig bliebe, könnte sich die Frau einen Teilzeit-Liebhaber anstellen.
Mit Stundensatz und Kilometergeld. Tag und Nacht bereit. Ähnlich wie ein Taxifahrer ?
 
W

wahlmünchner

  • #24
Meine Frage an euch: Könnte sich jemand hier vorstellen, mit jemandem lange zusammen zu bleiben, der nie eine Ehe eingehen und nie mit euch zusammenziehen möchte?
Ein klares Nein. Vor allem nicht wenn du dann trotzdem Kinder willst

Natürlich wäre ich froh, eine Partner für's Leben zu finden; aber sicher ist sicher.
Es ist nie irgendetwas sicher ( leider). Wenn du da anfängst darfst du nicht mehr aus dem Haus. Ich kannte mal einen der mit 40! seine Wohnung behindertengerecht eingerichtet hat..." man weiss nie, sicher ist sicher" sage er. "Und"..fragte ich ihn.." was machst du wenn du deinen Verstand verlierst, Schlaganfall, Schädelbruch, Zustand nach Koma oder so etwas erlebst? Dann kannst du auch nicht in der behindertengerechten Wohnung bleiben sondern brachst 24 Tod Pflege?" ... ich weiss nicht mehr wie das Gespräch weiter ging. Aber wer so denkst braucht keinen Sport treiben, sollte nicht Autofahren, sich von Menschenmassen fern halten ...
Mach einfach was sich ergibt und zu dir passt und sei ehrlich und rücksichtsvoll zu dir und anderen. Mehr Rat kann ich da nicht geben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #25
Das klingt gut, wenn alle gesund und jung sind. Aber ich glaube, es wird ein Problem, wenn Du mal 30 oder 40 wirst.

Denn dann ist es einfach so, dass das Leben mal nicht mehr so glatt läuft.
1) Das "Partnerwechseln" wird schwieriger weil man nicht mehr so attraktiv ist und weil die meisten vergeben sind.
2) Es gibt das Risiko gesundheitlicher Belastungen (das beginnt beim Burn-Out, später können aber chronische oder lebensveränderte Krankheiten hinzukommen)
3) Die Kinder und Familie erfordern viel Zeit und Energie

All das funktioniert besser, wenn man zu zweit ist, und sich aufeinander verlassen kann - auch in schlechten Zeiten und auch bei Stress. Eine Partnerschaft ist dann nicht mehr nur Liebe+Sex, sondern auch eine gegenseitige Versicherung gegenüber kommenden Problemen und eine Unterstützungsgemeinschaft für gemeinsame Herausforderungen wie die Kinder.

Im Übrigen, wie stellst Du Dir das mit dem "selbst einen Haufen Geld verdienen und zurücklegen" denn vor? Als Frau kannst / solltest Du nicht zu lange mit Kindern warten, und bis dahin ist die Möglichkeit, Dich reich zu sparen, begrenzt. Wenn Du studierst und z.B. mit 25 fertig bist, bleiben Dir dafür vielleicht 5-10 Jahre. Sobald Du Kinder hast, kannst Du aber nicht mehr 100%ig nur auf Karriere powern und der Geldbedarf (auch Betreuung, Wohnraum) steigt schlagartig an. Hast Du Dir das mal durchgerechnet?
 
  • #26
Meine Frage an euch: Könnte sich jemand hier vorstellen, mit jemandem lange zusammen zu bleiben, der nie eine Ehe eingehen und nie mit euch zusammenziehen möchte? Natürlich wäre ich froh, eine Partner für's Leben zu finden; aber sicher ist sicher.
Hallo liebe FS,

Das ist ganz sicher vorstellbar. Ich finde es sogar ehrlicher, als mit diesem Lebensstil zu warten, bis die Kinder aus dem Haus sind und die Ehe geschieden ist. Es gibt sicher eine Menge Frauen, die nicht erpicht darauf sind, mit einem Mann zusammenzuleben. Rein sachlich betrachtet gibt es dafür auch kaum Beweggründe.
Ich hätte sehr gern mit dem Vater meines Kindes zusammengelebt, aber das Schicksal wollte es anders. Vermutlich wirst gerade Du, liebe FS, eine der wenigen glücklich Verheirateten sein.

Es ist interessant, zu sehen, wie auch im Jahr 2016 so manch ein Mann noch meint, Frauen mit Stichworten "Liebe" und "Romantik" in eine Rolle drängen zu wollen, die ihr nicht entspricht.
Einerseits möchte ein Mann Liebe, Romantik und Geborgenheit...und wenn er sie dann gefunden hat, ist er schneller weg, als frau gucken kann. Woran natürlich auch die Frau die Schuld trägt.
Ein Mann mit diesem Lebenskonzept ist etwas völlig Normales und wäre er in der Lage, Kinder zu bekommen, dann würde er auch diesen Teil des Lebens knallhart in seinen dominanten Lebensentwurf integrieren, und zwar völlig ohne Romantik und Liebesblabla. Einen "entrechteten" Vater habe ich noch nie kennengelernt, aber dafür jede Menge entrechtete Frauen, eiskalt kalkulierende, in Scheidung lebende Männer, die mit ihrem Anwalt jeden Pups hieb - und stichfest ausklamüsern, nebenbei sich eine 20 Jahre jüngere Gespielin zum Egostreicheln halten und mit der Frau, die sie mal geliebt haben wollen, um die Kinder streiten, als wären das Gegenstände.
Es ist erwiesene Realität, dass in den vergangenen Jahrhunderten, bis vor ein paar Jahrzehnte, der Mann die Kontrolle über alles und jeden, ganz besonders auch über seine Frau, behalten will. Und nun kommt das große Klagen, dass eine Frau das auch will! Und statt darüber nachzudenken, ob mann die Frau nicht vielleicht in ein Rollenklischee gepresst hat, das vor allem aus "dem mann gefallen wollen" und "lieb und umgänglich sein" besteht, und somit ganz und gar nicht ihrer kraftvollen, wilden Natur entsprach, laufen die Männer davon. Nun, Reisende soll man nicht aufhalten.
 
  • #27
Wenn eine Frau so unabhängig leben will, dann kommt man sich als Mann dabei "überflüssig" vor.

Besonders die Vorstellung: Als Paar, sowie zwei Kinder, aber nicht zusammen wohnen ?

Für das bischen Zweisamkeit, was da noch für den Mann übrig bliebe, könnte sich die Frau einen Teilzeit-Liebhaber anstellen.
Mit Stundensatz und Kilometergeld. Tag und Nacht bereit. Ähnlich wie ein Taxifahrer ?
Das wäre eine Überlegung wert, aber nicht offen umsetzbar, denn eine Frau tut sowas nicht.
Nein, besser ist es, als Frau an die große Liebe zu glauben, Jahr um Jahr enttäuscht zu werden und trotzdem weiter an die Liebe zu glauben, bis ihr Leben vorbei ist.
 
  • #28
(...)
All das funktioniert besser, wenn man zu zweit ist, und sich aufeinander verlassen kann - auch in schlechten Zeiten und auch bei Stress. Eine Partnerschaft ist dann nicht mehr nur Liebe+Sex, sondern auch eine gegenseitige Versicherung gegenüber kommenden Problemen und eine Unterstützungsgemeinschaft für gemeinsame Herausforderungen wie die Kinder.
Ein Traum....Realität ist aber, dass man sich nicht aufeinander verlassen kann, schon gar nicht in schlechten Zeiten. "Unterstützungsgemeinschaft" klingt gut, aber lies Dir doch mal die zahlreichen Threads durch, es wimmelt nur so von verarschten, im Stich gelassenen, verratenen und desillusionierten Menschen.
Ich kannte mal einen, der hat nach 20 Jahren Ehe, und zwei gemeinsamen Kindern und mit gemeinsamem Haus von jetzt auf gleich seine Frau verlassen, aufgrund sexueller Defizite!
Es ist so haarsträubend, was sich da zwischen Mann und Frau abspielt, und so langsam kann ich den Plan der FS verstehen. Ich habe nie derlei Pläne gehegt, hab immer an die Liebe geglaubt, aber alles, was ich gesehen habe, außer bei meinen Eltern und bei einem Paar in der Verwandtschaft, war es ein unsägliches Schmierentheater, was da ablief.
Ich wage sogar, so weit zu gehen und zu behaupten, dass kaum eine Frau in dieser Gesellschaft glücklich ist. Wie auch? Sie ist doch voll und ganz auf die Bedürfnisse des Mannes ausgerichtet.
Erst wenn die Frau konsequent und, ohne sich von Männern (oder auch anderen Frauen!) reinreden lassen, ihr Leben lebt, und zwar zu 100% so, wie es ihrem naturell wirklich entspricht, kann sie glücklich werden.
Die Rollen, die für die Frauen auch im 21.Jh noch vorgesehen sind, machen eine Frau nicht glücklich.
 
  • #29
Ich stimme der FS zu. Erwirb deine Habe ganz allein, das ist eine klare Sache.
Das eine (alleiniges Eigentum) schließt das andere (zusammen wohnen) doch gar nicht aus. Ohne Kinder ist das auch gar kein Problem, wenn sie einen Partner findet, der nichts gegen getrennte Wohnungen hat. Wenn sie einen Partner hat, der sie ausnutzt, kann sie den dann auch entsprechend vor die Tür setzen. Aber von vornherein MIT Kinderwunsch ausschließen, dass man zusammenzieht? Würde sie die Kinder dann auch dauerhaft beim Vater wohnen lassen, wenn er das möchte oder beansprucht sie das für sich? Und wie möchte sie dann die Raten für Wohnung/Haus begleichen, wenn sie die Kinder erst einmal Vollzeit betreut? (Ich gehe mal von durchschnittlichen finanziellen Verhältnissen aus.)

Ich würde sagen, dass die FS erst einmal den Mann kennenlernen sollte, mit dem sie Kinder plant und dann kann man immer noch gucken, wie er zu allem steht, ob er das überhaupt mitmacht etc.

Ich kann dir nur raten zu heiraten wenn du Kinder möchtest.
Das versteh ich wiederum nicht. Warum sollte man heiraten, wenn man Kinder bekommt? Welche Vorteile haben die Kinder dadurch? Uneheliche Kinder sind seit Jahren gleichgestellt und es gibt auch Ehepaare, die keinen gemeinsamen Namen wählen.
 
  • #30
Hallo,
erstmal kann ich gar nicht verstehen,wie man alles bis ins Kleinste planen möchte? Das Leben steckt voller Überraschungen (im Positiven wie im Negativen) und fast jeder "Ü 40" hat sicher Situationen erlebt , in denen sich alles komplett änderte und nichts mehr so lief wie vorher.
Außerdem brauchst du Mitmenschen ,die deinen Plan mitmachen. Aber ,welcher Mann zeugt mit dir Kinder und möchte dann nicht mit euch zusammen leben?
Freiräume kann und sollte man sich auch im Zusammenleben schaffen.
Alles und jeden absichern , so funktioniert meiner Meinung nach Leben und Lieben nicht.