G

Gast

  • #1

Keine Beziehung wegen Distanz?

Ich (m, 32) habe in den letzen Wochen zwei Mal eine Absage erhalten, weil sich die Frauen wegen der Distanz unserer Wohnorte nicht eine Beziehung vorstellen können.

Bei beiden Malen kam es zu zwei Dates. Dabei handelte es sich um eine Distanz von 150 bzw. 200 km, was ich nicht gerade eine Weltreise finde. Und bei sämtlichen Dates bin ich immer in die Stadt der Frauen gefahren, wo die Treffen stattfanden, da mir Reisen überhaupt nichts ausmacht.

Nun frage ich mich, ob eine solche Distanz wirklich ein so grosses Hindernis sind, wo doch die Reise nur eine Stunde oder was mehr dauert oder ob es sich hier nur um faule Ausreden handelt.

Ich bin gespannt auf eure Antworten.
 
  • #2
Das sit doch keine Frage, die man wirklich befriedigend beantworten kann. Das beinhaltet doch schon dein eigener Text. Für dich ist die Distanz nicht zu groß, für diese Frauen offensichtlich schon.

Da hat doch jeder Mensch seine eigenen Vorstellungen/Wünsche. Da gibt es keine eindeutige, allgemein gültige Antwort oder Empfehlung.

Das musst du wohl jedes Mal wieder neu heraus finden - oder deine Umkreissuche einschränken (kleiner Tipp). Sonst habe ich da keine Ideen für dich.
 
G

Gast

  • #3
Für den passenden Partner wäre mir das sicher nicht zu weit....
 
G

Gast

  • #4
Na, da scheinen die beiden Damen ja an ihrem Wohnort massenweise passende Partner finden zu können, wenn ihnen die paar Kilometer Entfernung zuviel sind.
Manch andere fragen sich, ob sie überhaupt (noch)mal jemanden finden, der zu ihnen passt. Und wenn, wen stören da 200 km?
 
G

Gast

  • #5
Nun ja, Frauen, die bei einer offensichtlichen Distanz-Konstellation erst nach zwei Dates soweit denken, wären schon deswegen geistig unattraktiv für mich.

Ich kann die nur raten: Fahr NIE wieder du die ganze Strecke. Trefft euch mittig, damit sie auch was machen muss ode gar nicht.

Hatte auch mal den Fall, dass eine Frau mit Skepsis wegen einer Fernbeziehung mich nach zwei Dates (bin beide male 200km gefahren) allen Ernstes fragte, ob ich mir deswegen schon Gedanken gemacht hätte. Ich musste daraufhin sowas von lachen und sagte ihr, dass ich doch keine 200km zu nem Date fahre, ohne mich vorher klar Pro oder Contra Fernbeziehung zu entscheiden.
 
G

Gast

  • #6
Für dich mögen 200 km kein Thema sein.
Aber 200 km mit dem Zug fahren dauert ziemlich lange, und 200 km mit dem Auto schlaucht jeden.
Und umsonst ist die Reise auch nicht...
Das alles dann jedes mal wenn man den Partner sehen will.

Nicht jeder oder jede kann und will diesen Aufwand betreiben für ne Beziehung.
Da gibts ganz andere Herausforderungen zu bewältigen. Da muss nicht auch noch die Entfernung dazukommen als schwieriger Umstand.
Die meisten Menschen wollen halt ne Beziehung wo man spontan sein kann und nicht erst planen muss, wann man den anderen wieder sehen kann.

Ich hatte auch mal ne Fernbeziehung über 160 km und würde es nicht mehr machen, wenn nicht mittelfristig Aussicht auf Umzug besteht.
Auf Dauer halt ich das nicht aus.

m28
 
G

Gast

  • #7
Lieber FS,
hier spielen mehrere Aspekte eine Rolle:

1. Region: Im ländlichen Bereich sind Menschen an das Zurücklegen größerer Strecken gewöhnt. Als Großstadtpflanze sage ich mir, vor Ort muss es ausreichend Auswahl geben, wozu neben Job, Freundeskreis, Sport usw. den Aufwand für eine Fernbeziehung in der Anbahnungsphase auf mich nehmen. Ich will den neuen Partner unkompliziert treffen können, unter der Woche abends auf eine Glas Wein, in unterschiedlichsten Situationen, mit meinen und seinen Freuenden, wenn mir danach ist, nicht bis zum Wochenende warten.

2. zu Fernbeziehungen: die Umwandlung einer langjährig bestehenden guten Beziehung in eine Fernbeziehung wegen beruflicher Veränderungen würde ich mitmachen, weil es den Aufwand wert ist. Als neue Beziehung käme eine Fernbeziehung nicht in Frage: zu aufwendig und man sieht nur Ausschnitte. Alle Lebensbereiche würden nur in den Hektikmodus geraten und nichts mehr richtig laufen. Ich bin so in eine Ehe geschlittert - man kennt sich ja schon so lange .... - nein man lernt sich über die Entfernung nicht richtig kennen, immer nur Facetten, man hat das Zusammenleben garnicht richtig erprobt, die Beziehung ist nicht kontinuierlich gewachsen.

3. Alter: Du bist jung, ich gehe mal davon aus, die kontaktierten Frauen waren noch jünger. In dem Alter gibt es einfach noch eine ausreichend große Auswahl an potenziellen Partnern, d.h. man kann vor Ort suchen. Ich denke, je älter man wird, desto größer wird der Suchradius oder eben man bleibt allein, wenn man den Aufwand nicht betreiben will und vor Ort die Auswahl zu gering ist. Ich bevorzuge letzteres, will in meinem Alter die knappe Freizeit nicht unterwegs verbringen udn dabei meine sozialen Kontakte vor Ort kappen, weil cih für die keine Zeit mehr habe.

4. Beide Frauen fanden Dich erstmal ausreichend interessant, um Dich kennenlernen zu wollen - sie wussten um die Entfernung. Offensichtlich hast Du sie beim Treffen nicht ausreichend überzeugt, um den Aufwand für den Aufbau einer Fernbeziehung auf sich zu nehmen.

Ich hatte vor ein paar Jahren meinen absoluten Traummann kennengelernt. Leider wohnt er über 800 km entfernt und nicht zentral erreichbar, sondern in einem bayrischen Dorf, weit ab vom Schuss. Wir hatten das sogar gut geregelt, dass ich freitags, während er noch arbeitete bereits anreiste (war auf Teilzeit gegangen). Die Fahrtkosten teilten wir uns. Das waren die schönsten 6 Monate in meinem Leben. Weil wir die Zeit miteinander verbringen wollten, gab es bald Interventionen von seinen Freunden, Familie, Sportkameraden, die ihn kaum noch zu Gesicht bekamen. Als Arzt hatte er eben lange Arbeitstage, d.h. alles findet am Wochenende statt. Ich wollte auch, dass er trotzdem mit ihnen lsogeht, aber es fing an, sich schlecht anzufühlen. Ich fühlte mich im Weg, er war im Hin und Her - es war stressig. Leider war die Entscheidung richtig, obwohl ich noch immer traurig bin und nach so einem Mann wohl keiner mehr kommt.

w, 55
 
G

Gast

  • #8
Die Damen haben mit dir Kontakt aufgenommen, obwohl sie um die Entfernung wussten. Sie haben sich sogar mit dir getroffen. Da ist es doch wohl ganz klar, dass die Aussage bezüglich der Entfernung, die nach einem Date kommt, nur eine willkommende Ausrede ist.

Sicher ist die Entfernung nicht gerade förderlich für eine Beziehung, aber so weit sind 100 bis 200 km nun auch nicht. Sollte man allerdings nur negativ gegenüber einer größeren Fahrtstrecke eingestellt sein, dann sagt man alle kategorisch auch alle Kontaktversuche von Personen ab, die etwas weiter weg wohnen. Das haben die beiden Frauen nicht getan. Ich wette, wenn es sofort bei dem ersten Date gefunkt hätte, wäre die Entfernung auch nie erwähnt worden.
 
G

Gast

  • #9
Nochmal Gast #4:

4. Beide Frauen fanden Dich erstmal ausreichend interessant, um Dich kennenlernen zu wollen - sie wussten um die Entfernung. Offensichtlich hast Du sie beim Treffen nicht ausreichend überzeugt, um den Aufwand für den Aufbau einer Fernbeziehung auf sich zu nehmen.
Gut, auch wenn bei mir die Distanz dann doch nicht das Hindernis gewesen wäre, bestätigt das im Endeffekt meine Erfahrung und Lehre:

Als Mann bei einem Date über eine große Distanz nie, nie, niemals die ganze Strecke selbst fahren, sondern maximal auf die Hälfte einlassen, denn Frau lässt einen sowieso sogar mehrmals ankarren, obwohl sie nicht mal weiß, ob sie überhaupt eine Fernbeziehung will oder nicht. Die Logik "Ich schau ihn mir mal an und entscheide dann über eine FB" halte ich für hanebüchern naiv, ganz nach dem Motto "ach, für den einen Prinz auf seinem Schimmel mach ichs". Mal ernsthaft, ob ich eine FB will, weiß ich doch vorher und hat nichts mit der Person zu tun, die Aufwendungen bleiben die gleichen.
 
G

Gast

  • #10
Hallo,

Eine Beziehung jenseits 1 Stunde Auto- oder Zugfahrt funktioniert nur unter besonderen Umständen. Ich hätte keine Lust drauf. 45 min sind ok, ausserdem kann man sich in ab und zu in der Mitte treffen (zum Wandern etc).

m42
 
G

Gast

  • #11
Distanzbeziehungen werden von vielen Frauen abgelehnt, die sich eine enge Beziehung wünschen, weil man sich über die Distanz nicht richtig kennenlernen kann und weil man den Partner so selten im Alltag erleben kann. Nur sehr selten werden Distanzbeziehungen zu engen Beziehungen. Die meisten scheitern aus den verschiedensten Gründen. Es stimmt einfach nicht, dass Distanzbeziehungen besser funktionieren.
Hinzu kommt, dass viele beziehungsunfähige Menschen Distanz dringend brauchen, um sich überhaupt jemandem nähern zu können. Eine "normale" Beziehung mit Alltag und allem drum und dran macht ihnen zu viel Angst. Daher ist die Gefahr (gerade im Internet) sehr groß, an einen solchen ängstlichen Vertreter zu geraten.
Auch polyamore Menschen bevorzugen meist Distanzbeziehungen, denn sie führen mehrere Beziehungen parallel und das läßt sich über die Distanz am besten bewerkstelligen. Einige von ihnen führen solche Mehrfachbeziehungen verdeckt, d.h. die beteiligten Partner ahnen nichts von den anderen Partnern, die auch noch mit im Boot sind. Sehr unfair!
Das alles sind gute Gründe, um Distanzbeziehungen kategorisch abzulehnen. Ich nehme an, dass die Damen einfach mal wieder ein Date wollten und neugierig waren. Aber sie lehnen es ab, dauerhaft Distanz zu akzeptieren. Damit wirst du dich leider abfinden müssen. Such doch lieber in deiner Nähe. Was spricht dagegen?
 
G

Gast

  • #12
Ich (w) habe solchen Männern auch eine freundliche Absage erteilt.
Eine Fernbeziehung hatte ich mal, für mich käme eine mit Sicherheit nicht mehr in Frage,
Manche Partnersuchende finden eine Entfernung nicht schlimm; ich habe einen Partner gesucht und gefunden, der allerhöchstens 30-50 km von mir entfernt wohnte. In meiner Großstadt war das auch gar kein Problem. Wenn ich auf dem Lande wohnte, wäre das vielleicht anders.

Übrigens: dass du zu den Frauen fährst, spricht sehr für dich. Etwas anderes wäre und ist für mich gar nicht erst in Frage gekommen.
Aber dann - wie geht es weiter? Jedes 2. Wochenende unterwegs sein? Vielleicht gar mit der Bahn?
Nie ohne mittelfristige Planung zusammen sein können? Was ist, wenn einer mal krank ist? Oder wegen irgendwas Trost und Nähe braucht oder einfach Sehnsucht hat? Ich hab das 5 Jahre lang gehabt, und für mich war ganz klar: nie wieder!
 
G

Gast

  • #13
Das Krasse daran ist, wie einige Vorredner bereits treffend erwähnten, dass man sich völlig verarscht vorkommt, wenn die Distanz als Grund für die Absage angegeben wird.

Da kann man nur danken, dass einem ein weiterer Kontakt mit Menschen, denen das diplomatische Feingefühl so vollkommen fremd zu sein scheint, versagt geblieben ist.
 
G

Gast

  • #14
Die Logik "Ich schau ihn mir mal an und entscheide dann über eine FB" halte ich für hanebüchern naiv, ganz nach dem Motto "ach, für den einen Prinz auf seinem Schimmel mach ichs". Mal ernsthaft, ob ich eine FB will, weiß ich doch vorher und hat nichts mit der Person zu tun, die Aufwendungen bleiben die gleichen.
Ich bin völlig anderer Ansicht als du.
Wenn es DER MANN oder DIE FRAU überhaupt ist, dann lohnt sich eine Fernbeziehung, die hoffentlich nicht über viele Jahre eine bleiben wird. Ob man eine FB will, hat eine Menge mit der Person zu tun. Die Aufwendungen nehmen viele Menschen gern in Kauf, wenn es der Traummann oder die Frau ist, mit der sich eine große Liebe zu entwickeln scheint.
 
G

Gast

  • #15
Ich möchte um meinen Liebsten zu sehen keine 2stündige Fahrt auf mich nehmen müssen bzw. diese von ihm erwarten. Der abendliche Drink oder das spontane gemeinsame Mittagessen unter der Woche macht einfach Spaß, verbindet und so wünsche ich mir das.
Das ist keine faule Ausrede sondern Lebensart und Einstellung und das ist zu respektieren.
 
G

Gast

  • #16
Das ist doch keine Diskussion für oder wider Fernbeziehungen. Schon komisch, dass hier jetzt plötzlich fast alle Damen Fernbeziehungen vehement ablehnen und in den entsprechenden Threads die es zu diesem Thema schon gegeben hat im Gegensatz zu diesem Stimmungsbild viele sehr positive Meinungen, also pro FB, stehen. Was hier diskutiert werden soll, ist doch die Tatsache, warum man erst sich überhaupt auf einen Fernkontakt einlässt und nach dem ersten Date plötzlich die Entfernung für eine Absage herhalten muss. Meines Erachtens sind sich da die Kandidatinnen keinesfalls sicher und treiben ein nicht ganz ehrliches Spiel, denn zu 95% vermute ich mal, dass der Hauptgrund wohl eher das Nichtgefallen der Person war als die Problematik der Entfernung.

m.
 
G

Gast

  • #17
Ich finde es sehr traurig, dass diese "Damen", sich nicht rechtzeitig überlegen konnten, ob sie sich überhaupt eine Fernbeziehung oder einen Umzug vorstellen können... Als ich auf Partnersuche war, hatte ich mir, bevor irgendein Kontakt entstehen konnte, überlegt, was für mich die maximale Entfernung ist...
w
 
  • #18
Hallo FS,

Na klar, entweder einfach nur eine Ausrede oder die damen haben sich vorher nicht klargemacht was eine (anfängliche) FB wirklich bedeutet.
In beiden Fällen kein Verlust.

Ich musste das damals auch erst lernen und hab Kontakte die sich als ziemlich weit entfernt entpuppten (man kann auch im benachbarten PLZ-Gebiet 2h Fahrzeit haben) VOR einem Treffen nachgefragt ob eine FB und ggf.Umzug in Frage kommt. Er wenn diese Frage mit einem klaren Ja beantowrtet wird macht es Sinn solche Damen zu treffen.

Ich sehe das ansonsten wie Du, 2h Stunden sind machbar wenn man es will und die Frau es Wert ist. Eine "so-lala" Beziehung braucht Nähe, Menschen die es für unzumutbar halten für die Liebe einen gewissen Aufwand zu betreiben sind auch gerne bei kleinen Schwierigkeiten wie Krankheiten etc. weg.

Und lass Dich nicht verwirren von solchen Statements wie #10
werden von vielen Frauen abgelehnt, die sich eine enge Beziehung wünschen, weil man sich über die Distanz nicht richtig kennenlernen kann und weil man den Partner so selten im Alltag erleben kann.
Doch kann man, man muss es nur wollen und sich entsprechend einteilen. Wir haben das sehr gut hinbekommen und jetzt nach fast einem Jahr zusammen wohnen hat sichs immer noch nicht geöndert, keine Überraschungen oder sowas. Wieso auch, schliesslich hat man ja bereits an den Wochenenden zusammen gelebt. Ich möchte wetten dass wir mehr Zeit zusammen waren als die meisten Nahpaare.

Nur sehr selten werden Distanzbeziehungen zu engen Beziehungen
Ja, aber sie sind meistens besser überdacht. Man überlegt es sich schon sehr gründlich weil man aus seinem bisherigen Leben raus muss.
Hinzu kommt, dass viele beziehungsunfähige Menschen Distanz dringend brauchen
Yep, aber der Umkehrschluss ist nur gültig wenn jemand NUR FB sucht. Wenn Die Traumfrau halt 2h entfernt lebt hat das so gar nichts damit zu tun
Auch polyamore Menschen bevorzugen meist Distanzbeziehungen, denn sie führen mehrere Beziehungen parallel und das läßt sich über die Distanz am besten bewerkstelligen.
Auch hier ist einfach der Umkehrschluss nicht i.O.

All das kannst Du leicht ausschliessen wenn die FB so organisiert ist dass man die WE´s zusammen verbringt. Man ist dann an den WE´s im Leben des anderen integriert, Beziehungstauglichkeit, Polyamorie etc.pp kommt dann raus.

Das alles sind gute Gründe, um Distanzbeziehungen kategorisch abzulehnen
Nööö, es sind gute Gründe genau hinzuschauen, nicht mehr. Aber ich finde das sollte man auch bei Nahbeziehungen tun.
 
G

Gast

  • #19
Ich hatte in meinem Profil immer stehen, dass ich höchstens 75 km fahre für eine Beziehung, da ich ein Mensch bin, der nicht stundenlang fahren möchte und auch mal spontan seinen Partner sehen will, wenn mir danach ist.
Trotzdem habe sich auch Männer bei mir gemeldet, die weiter weg wohnten, mich sogar davon überzeugen wollten, dass es doch wohl kein Problem wäre 200 km oder mehr zu fahren.

Ich gehe davon aus, dass jemand durchaus weiß ob er eine Beziehung führen möchte die auf Ferne aufgebaut ist wenn er von jemanden angesprochen wird, der deutlich weiter weg wohnt.

Schade, dass beide Frauen sich diesbezüglilch nicht ehrlich geäußert haben.

Vlt. fragst du beim nächsten Mal explizit nach? Ist nervig, aber schützt dich vlt. auch vor weiteren solchen Enttäuschungen
 
  • #20
Mehr als 200 km Autobahn käme für mich nicht in Frage. Das wären ca. 1,5 Stunden Fahrzeit. Für ein ganzes, gemeinsam verbrachtes Wochenende von Freitag abend bis Sonntag abend ist das vertretbar. Dazu gemeinsame Urlaube, da sollte man sich doch genug kennenlernen, um irgendwann zusammenzuziehen?
 
G

Gast

  • #21
Hallo FS,

Na klar, entweder einfach nur eine Ausrede oder die damen haben sich vorher nicht klargemacht was eine (anfängliche) FB wirklich bedeutet.
In beiden Fällen kein Verlust.

Ich musste das damals auch erst lernen und hab Kontakte die sich als ziemlich weit entfernt entpuppten (man kann auch im benachbarten PLZ-Gebiet 2h Fahrzeit haben) VOR einem Treffen nachgefragt ob eine FB und ggf.Umzug in Frage kommt. Er wenn diese Frage mit einem klaren Ja beantowrtet wird macht es Sinn solche Damen zu treffen.

Ich sehe das ansonsten wie Du, 2h Stunden sind machbar wenn man es will und die Frau es Wert ist. Eine "so-lala" Beziehung braucht Nähe, Menschen die es für unzumutbar halten für die Liebe einen gewissen Aufwand zu betreiben sind auch gerne bei kleinen Schwierigkeiten wie Krankheiten etc. weg.

Und lass Dich nicht verwirren von solchen Statements wie #10

Doch kann man, man muss es nur wollen und sich entsprechend einteilen. Wir haben das sehr gut hinbekommen und jetzt nach fast einem Jahr zusammen wohnen hat sichs immer noch nicht geöndert, keine Überraschungen oder sowas. Wieso auch, schliesslich hat man ja bereits an den Wochenenden zusammen gelebt. Ich möchte wetten dass wir mehr Zeit zusammen waren als die meisten Nahpaare.

Ja, aber sie sind meistens besser überdacht. Man überlegt es sich schon sehr gründlich weil man aus seinem bisherigen Leben raus muss.
Yep, aber der Umkehrschluss ist nur gültig wenn jemand NUR FB sucht. Wenn Die Traumfrau halt 2h entfernt lebt hat das so gar nichts damit zu tun
Auch hier ist einfach der Umkehrschluss nicht i.O.

All das kannst Du leicht ausschliessen wenn die FB so organisiert ist dass man die WE´s zusammen verbringt. Man ist dann an den WE´s im Leben des anderen integriert, Beziehungstauglichkeit, Polyamorie etc.pp kommt dann raus.

Nööö, es sind gute Gründe genau hinzuschauen, nicht mehr. Aber ich finde das sollte man auch bei Nahbeziehungen tun.

Kalle, du sprichst von Fernbeziehungen, die in absehbarer Zeit zusammengeführt werden und ich denke, diese haben schon Aussicht auf Bestand. Ältere Partner haben meist das Problem, dass eine berufliche Änderung nicht mehr möglich ist (zu viele Abstriche z.b. wegen Verlust der Abfertigung bzw. mit 55+ eine adäquate Stelle mit den bestehenden Einstufungen zu finden ist irreal) und so ist möglich, dass ein Zusammenziehen erst nach 8 bis 14 Jahren möglich ist, also in der Pension. Bei einer Entfernung von ca. 120km sieht man sich so bestenfalls 1,5 Tage pro Woche, das sind 6 Tage / Monat.. . Ich sage mal, dass unter diesen Bedingungen in den 8-14 Jahren eine Beziehung sich nicht so entwickeln kann, wie ein zusammengelebte Partnerschaft.Und plötzlich wird einem klar, dass man all die Jahre nur in einer gedachten Partnerschaft gelebt hat und eigentlich doch immer SINGLE war. (w, 53)
 
  • #22
@20
Klar rede ich von FB´s die Aussicht auf eine Änderung haben. Eine Dauerhafte wäre auch für mich nicht in Frage gekommen. Auch wenn diese Rechnung
Bei einer Entfernung von ca. 120km sieht man sich so bestenfalls 1,5 Tage pro Woche, das sind 6 Tage / Monat..
So nicht hinkommt, wir hatten sogar noch mehr Entfernung aber zum einen warens immer Freitag Abend bis Sonntag Abend- oder oft sogar Montagmorgen. Plus Feiertage, Brückentage, Urlaub etc. Daher wage ich ja die Behauptung dass wir wohl mehr Zeit miteinander verbracht hatten als viele Nahpaare. Der sponatne Konzertbesuch mitten in der Woche ist ja eh nur theorischer Natur.

Tja, und dann muss ich Dir auch widersprechen mit dem job. Der Wechsel hat Ihr nicht geschadet sondern Sie in eine höhere Gehaltsstufe gebracht. Keine Frage- in manchen Berufen ist das tatsächlich schwierig- aber zumeist gehts nicht beiden so.
Ich übrigens habe sogar vor mit 55, spätestens 60 aus der Verantwortung zu gehen und mir einen ruhigeren Job zu gönnen. Klar mit weniger Kohle, aber immer noch ausrechend....Lebensqualität gibts nicht umsonst.
 
G

Gast

  • #23
Ich war bereit jedes WE 400 km Zug zu fahren. Freitag nach der Arbeit hin, Sonntagnachmittag zurück. So 6-12 Monate. Der Mann ist es mir wert. Zumindest schien das so. Aber von Fernbeziehungen habe ich - Ulrich Becks Studie hilft da auch nicht- erstmal genug. Distanz lässt sich überwinden. Es gibt Telefonflats, Skype, emails, Videotelefonie, Briefe, Pakete mit hübschen Überraschungen, Züge, Autos, Flugzeuge und Raketen. Gerade Techno-Männer werden ziemlich einfallslos wenn es um die Überwindung der geo-Distanz geht. Ich kann dir nur raten mach es besser: die Anlaufschwierigkeiten in der FB sind enorm. Am besten zurecht kommen damit langjährig geübte Paare. Für Anfänger ist das wirklich schwer. Ich habe es nicht gepackt, mir fehlte die körperliche Präsenz. Damit meine ich gar nicht dauernd Sex. Ich meine einfach dass der Partner einfach da ist, das du ihn spürst, dass du ein Gefühl für ihn entwickeln kannst. Ich kann nicht jemanden lieben den ich alle 3-6 mal am WE treffe. Wenn du das mit intensiveren Zeiten kombinieren kannst, z.B. regelmässig mit ihr urlauben oder Fortbildung an ihrem Ort machen oder so, dann könnte das Chancen haben. Aber es braucht immer zwei die das auch wollen. Und meist will in einer FB der eine von Anfang an, dass mehr Distanz statt Nähe entsteht: das alte Balanceproblem. Wer will Freiraum, wer "klammert". In diesem Fall war ich die Klammernde (es war meine erste FB, ich bin 41) weil ich zum Aufwärmen einfach mehr Nähe brauche. Sonst kommt nichts so richtig in Gang. Man hängt irgendwie fest und die Reifen und Nerven drehen durch. Es reicht Grippe, eine harte Arbeitswoche, und schon gibt es mehr Streit als in einer Vor-Ort-Beziehung. Weil natürlich das WE wie Holiday oder Honeymoon sein soll. Das ist es aber selten, dank Deutscher Bahn bist Du evt. froh wenn du endlich am Ziel bist. Daher sagen Dir die Frauen ab, sie können rechnen, und sie schonen ihre Kräfte.
 
G

Gast

  • #24
Bei einer Frau, die nicht bereit ist, ihren gewöhnlichen Aktionsradius zu überschreiten, sondern alles am besten vor der Tür haben möchte, erscheint mir suspekt. Wieviel Toleranz und Engagement hat solch eine Frau? Ihre Attraktivität sinkt für mich als Mann, je weniger sie bereit ist, eine gewisse Distanz in Kauf zu nehmen, wenn am anderen Ende der Traumpartner steht.
 
G

Gast

  • #25
wenn es schon zu einem Date oder zwei kam und erst dann eine Absage wegen Distanz als Grund angegeben wurde, behaupte ich mal ist es eine Lüge! Ich selbst will keine Entfernung von mehr als 45 Min Autofahrt mehr! Erhalte ich Zuschriften von größerer Distanz lehne ich SOFORT ab. Würde ich mich dennoch aufgrund eines überragend Superprofils und tollen Zuschriften auf ein Treffen einigen, wäre bei anschließender Ablehnung nicht die Distanz sondern die Person der Grund!
Natürlich kann es mir passieren dass ich zufällig jemanden kennenlerne, den ich Klasse finde und im Nachhinein stellt sich raus, er wohnt sehr weit weg. Dann würde ich es mir überlegen. Aber wenn ich schon weiß dass ich die Distanz scheue lasse ich mich NICHT auf ein Date ein.

w31
 
G

Gast

  • #26
mein letzter Freund wohnte 400km weiter weg. Im ersten Jahr sahen wir uns jedes Wochenende, telefonierten jeden Tag. Im 2. Jahr zog er in meine Stadt,
 
G

Gast

  • #27
mein letzter Freund wohnte 400km weiter weg. Im ersten Jahr sahen wir uns jedes Wochenende, telefonierten jeden Tag. Im 2. Jahr zog er in meine Stadt,
Ja, so kann eine Fernbeziehung gut gehen. Aber es setzt eine Bereitschaft der Ortsänderung eines Partners oder beider Partner voraus und dazu wäre ich nicht bereit. (Ich habe einen Top-Job und ohne finanzielle Einbüßen könnte ich mich nicht örtlich verändern) Meist sollte die Frau diesen Ortswechsel vornehmen (so wie es bei Ihnen war). Und das genau ist der Grund, warum Frauen eher keine Fernbeziehung wollen, denn eine dauernde Fernbeziehung verläuft sich irgendwann im Sande und man hat Gefühle investiert und Visionen gehegt und übrig bleibt - Liebeskummer.
Also lieber Fragesteller, die Absagen haben nichts mit ihrem Profil, ihrer Persönlichkeit, ihrem Aussehen zu tun, der einzige Grund ist die Perspektivenlosigkeit einer Fernbeziehung.
 
  • #28
@26
Aber es setzt eine Bereitschaft der Ortsänderung eines Partners oder beider Partner voraus und dazu wäre ich nicht bereit. (Ich habe einen Top-Job und ohne finanzielle Einbüßen könnte ich mich nicht örtlich verändern)
Woher willst Du das wissen? Wer echte Top-Jobs hat ist gefragt und kann meistens bei einem Jobwechsel dazugewinnen. Da gibts nur wenige Ausnahmen.

Ist aber eine willkommene Ausrede ja nicht zuviel investieren zu müssen.

Meist sollte die Frau diesen Ortswechsel vornehmen (so wie es bei Ihnen war).
Ähem, Sie schreibt doch
mein letzter Freund wohnte 400km weiter weg. ...... Im 2. Jahr zog er in meine Stadt,
Wer lesen kann ohne Geschlechterkampfbrille ist im Vorteil.

Ich bleibe dabei- eine FB ist nichts für Menschen die die Liebe so nebenbei in Ihr gewohntes Leben integrieren wollen. Gerne einen Partner aber dafür Zeit aud Mühe investieren- nööö, dann lieber in der Komfortzone bleiben.
Die sollten wirklich die Finger davon weglassen.