• #1

Karrierefrau "wider Willen"

Liebes Forum

Da ziehen die Jahre ins Land, man macht, was sich einem das Leben irgendwie aufdrängt und dann sieht man sich in der Position "Karrierefrau". So das Fremdbild. Das Selbstbild ist, dass einem das Leben eigentlich gar nichts anderes geboten und dass man eben Schritt für Schritt gemacht hat. Das Problem: Während man sich selbst noch "ordnet", spürt man von aussen, dass es doch nun Zeit ist, respektive die Zeit abgelaufen ist....

Liebe Frauen, wie empfindet ihr das?

(Mod. editiert)
 
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  • #2
Sehr gut beschrieben! ich glaube, so fühlen sich eine Menge "Karrierefrauen". Karriere passiert halt, weil man seinen Job ebenso gern wie gut macht. Tja. Dass es im Privatleben nicht so läuft, hat man sich nicht ausgesucht. Kann man ja auch schwieriger beeinflussen. w 40
 
  • #3
Das ist kein Zufall, sondern dann stimmen ein paar Zielformulierungen in so einem Lebensentwurf nicht ganz bzw. sind bestimmte Entscheidungen vielleicht überfällig.
Frauen definieren sich oft über Perfektion und Fleiß, damit arbeiten sie vielen Fällen nicht besonders effizient, weil sie glauben, sich für jede dünne Stelle und jeden Fehler irgendwann rechtfertigen zu müssen (statt nonchalant in Chefmanier andere verantwortlich zu machen). Delegieren ist oft auch nicht Frauenart. Wenn die "fleißiges Mädchen"-Anerkennung aus dem Job kommt, dann kompensiert der oft irgendwann das Privatleben. Das ist eine ziemlich böse Falle. (für beide Geschlechter, miese Work-Life-Balance und sich aufgeben für einen Arbeitgeber bringt unterm Strich nur Geld)
Der (noch zu suchende) Mann hinter der Frau ist entweder sehr autark und macht sein eigenes Ding ohne Partnerinnensupport oder er steckt zurück und ihm ist Kariere nicht wichtig. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Richtung der Männersuche, der Typ aus dem Klischee-Alpha-Beuteschema wird das nicht akzeptieren können.
 
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  • #4
Das ist ganz typisch. Frauen, die entweder nicht das Potential oder nicht die Bereitschaft haben, selbst Leistung zu bringen, gehen statt dessen ganz früh auf Männerjagd, weil sie sich aushalten lassen wollen. Sie vermarkten ihre Unfähigkeit oder Faulheit meistens auch prima, da fallen dann solche Begriffe wie "will für meine Kinder da sein, dem Mann den Rücken freihalten" etc. Der eigene Egoismus wird prima verpackt und Frauen, die ihnen auf der Ebene einer Beziehung viele Längen voraus sind, weil sie loyal genug sind, selbst einen adäquaten Beitrag zum gemeinsamen Leben zu leisten (ohne auch nur ein Quentchen weniger Frau mit fraulichen Fähigkeiten zu sein) werden erfolgreich diffamiert. Weil die viel zu sehr damit beschäftigt sind, ihre Pflicht zu erfüllen und viel zu wenig damit, für ein eigenes glücklicheres Leben zu sorgen, läuft die Zeit gegen sie. Wenn sie dann noch das Märchen glauben, dass sie bis 35 ihren Kinderwunsch realisiert haben müssen, Männer aber viel mehr Zeit haben, enden sie entweder in einer unglücklichen Vernunftehe oder als "Karrierefrau". Ich würde den Begriff schlicht ersetzen durch "Frau, die mehr bietet als die meisten Anderen". Aber dazu musste ich auch erst mal 50 werden und mich durch Schwangerschaft von einer Frau der anderen Kategorie einfangen lassen.
 
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  • #5
Es kommt nicht darauf an, wie Sie das Verhalten ihrer Geschlechtsgenossen empfinden. Wichtig ist, was der jeweilige Ehemann empfindet. Wenn mir meine Frau den Rücken freihält (und zwar in meinem Sinne), dann ist das ein fairer Deal und nichts anderes. Frauen müssen lernen, dass ihre Sichtweise nicht automatisch auf alle Männer anzuwenden ist.
 
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  • #6
Liebe FS,

es gibt auch den umgekehrten Fall.
Da hat man seine Ausbildung abgeschlossen, ist nach einem Jahr Berufstätigkeit in den Familienbetrieb übergewechselt um sich der Familie zu opfern und 10-15 Jahre später stellt man fest, dass man den Anschluss verpasst hat, weil man letzten Endes zur Glucke und Putzfrau mutiert ist.
Richtig bemerkbar macht sich das erst als der geliebte Prinz auf dem weißen Ross, dem man den Rücken freigehalten hat fremdgegangen ist, die Scheidung vorliegt und die Kids haben ihren eigenen Kopf und gedeihen trotz aller Liebe und Zuwendung nicht so wie man sich das vorgestellt hat, sind zum Teil sogar rotzfrech und die beste Zeit des eigenen Lebens scheint auch noch vorbei zu sein.
Aber sagen, dass man sich in seiner Rolle nicht wohlfühlt oder besser was anderes gemacht hätte geht auch nicht. Bringt ja auch nicht viel - ändern kann man es eh nicht, höchstens sich selbst und seine Sichtweise.

Ich wäre lieber Karrierefrau wider Willen als das Gegenstück, auch wenn beim Gegenstück immer wieder beworben wird, dass das genau das sei, worauf es im Leben ankommt und diesem erst so richtig einen Sinn geben würde.
 
  • #7
Ist eine Frau, die beruflich ihren Weg macht, automatisch eine "Karrierefrau"? Dieses oberflächliche Etikett gefällt mir gar nicht. Schließlich ist ein erfüllendes Berufsleben für Frauen seit Jahrzehnten nichts Besonderes mehr.

Ein Mann in der gleichen Situation ist ja nicht auch automatisch ein Karrieremann.

Die Zeit, sich zu ordnen, Ziele, Wünsche, Bedürfnisse festzulegen und sein Leben aktiv zu gestalten sollte man sich regelmäßig nehmen. Wer plötzlich 40 ist und bisher den Focus nicht auf Ehe, Kinder und Familie hatte, hat vielleicht auch unbewusst diese Entscheidung zur Unabhängigkeit getroffen. Auch solche unbewussten Handlungsweisen müssen einfach mal reflektiert und respektiert werden. Ich finde, da muss man sich nicht gleich in ein Frauenbild pressen lassen, nur weil "Zeit abgelaufen" ist. In der Zukunft ist noch genug Zeit um Wünsche und Handeln in Einklang zu bringen.
 
  • #8
Man wird nicht "Karrierefrau wider Willen".
Es ist alles eine Frage der Setzung von Prioritäten. Wer sich so sehr auf seine Arbeit konzentriert, dass er keine Zeit für ein Privatleben hat, tut dies aus freien Stücken, und offenbar ist dann eben die Arbeit wichtiger als alles andere. Das ist nicht wertend gemeint, jeder wie er glücklich wird.

Karrierefrau ist aber m.E. auch nur, wer eben derart viel Arbeit auf sich nimmt. Beruflich erfolgreich kann man auch mit einer 40-Stunden-Woche sein, da hat man dann auch noch ein Privatleben, das würde ich dann aber nicht als Karrierefrau definieren.
 
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  • #9
Höchste Zeit das zu ändern, was sich ändern lässt: sich nicht mehr von außen steuern zu lassen, Spass haben und auch mal ein paar Früchte der vergangenen harten Jahre ernten.
Wenn Du die Zeit für das Projekt Familie verpasst hast, dann heißt das ja nicht, dass nun nur noch "saure Gurkenzeit" ist und es immer so weitergeht. Du kannst trotzdem einen Partner finden und Gemeinsamkeit erleben, wenn Du das möchtest oder eben als Single Freunde am Leben haben. Das ist alles eine Frage der Perspektive.
Wenn Du Dich darin einrichtest, Dich als Opfer Deiner Berufstätigkeit wahrzunehmen und einer nicht gegründeten Familie nachzutrauern - schöne Reise auf dem Weg in den Burn-Out. und Lebensfrust Du kannst aber auch Deinen Job gern machen und alle Vorteile genießen - gutes, sicheres Einkommen, angenehmer Lebensstil, Freizeit nach der Arbeit ....
Frau braucht einen tollen Mann an ihrer Seite, wenn beides Beruf und Familie möglich sien sollen. Leider gibt es von diesen Topexemplaren zu wenig, so dass viele Frauen eben leer ausgehen und das mit der Familie eben nichts wird.

w, 55
 
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  • #10
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  • #11
Es kommt nicht darauf an, wie Sie das Verhalten ihrer Geschlechtsgenossen empfinden. Wichtig ist, was der jeweilige Ehemann empfindet. Wenn mir meine Frau den Rücken freihält (und zwar in meinem Sinne), dann ist das ein fairer Deal und nichts anderes. Frauen müssen lernen, dass ihre Sichtweise nicht automatisch auf alle Männer anzuwenden ist.
sollte es nicht eher heissen: im gemeinsamen sinne :)
 
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  • #12
dummes bescheuertes Vorurteil einer immer noch misogynen Gesellschaft, das Frauen trifft, die keine Familie gegründet haben - völlig unabhängig davon, ob diese Frauen das nicht wollten oder wirklich halt einfach Pech hatten im Leben.
Einerseits.
Andererseits, kann man sich auch fragen, wieviel Arbeit einem gut tut, unabhängig vom Privatleben.
w40
 
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  • #13
Das Problem lag doch beim "Schritt für Schritt" gemacht, um nicht korrekterweise zu sagen "Schritt für Schritt gemacht und nicht nach oben geschaut."

Das ist nicht nur ein Problem von Karrierefrauen, sondern passiert vielen. Man macht irgendwas vor sich hin und irgendwann stellt man fest, man ist irgendwo anders, als man wirklich sein möchte.

Kurs korrigieren und versuchen den kürzesten Umweg zu gehen, vielleicht findet man sogar eine Abkürzung. Und für die Zukunft entscheiden, nur noch mit wachem Kopf den Lebensweg zu gehen.
 
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  • #14
Warum muss eine Frau sich überhaupt entschuldigen wenn sie einen guten Job hat? Wieso ist ein guter Job mit gutem Einkommen ein Hindernis für eine Parnerschaft?

Ich bin Mitte 20 und beende dieses Jahr mein Studium. Ich hab sicher nicht studiert um danach nichts draus zu machen. Ich möchte schon noch einige berufliche Ziele erreichen. Trotzdem hält mich das doch nicht davon ab privat jemanden kennen zu lernen. Ich verstehe ja das manche sagen das man sich zwischen Karriere und Kindern dann irgendwann entscheiden muss, aber zwischen Karriere und Partnerschaft? Sorry das ist doch Blödsinn.
 
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  • #15
Entschuldigung, aber wir Menschen haben weitestgehend unser Leben und damit auch Glück selbst in der Hand. Etwas was uns heute wichtig ist, kann in Jahren vollkommen unwichtig erscheinen.

Von wegen "Selbstbild", dein Selbstbild basiert eher auf Selbstbetrug. Es ist ganz offensichtlich dass du dich voll auf deinen Beruf konzentriert hast - was ja auch in Ordnung ist - aber das war deine eigene Entscheidung. Jetzt darüber zu lamentieren bringt nichts - steh' dazu.
 
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  • #16
Nee ist es nicht. Was soll ich mit einer Partnerin die nie da ist? Die 70h die Woche ihren ach so tollen Job nachgeht. So was halte ich für sehr egoistisch. Partnerschaft bedeutet auch nähe und nicht nur zum schlafen nach hause kommen. Das meine ich jetzt Geschlechts neutral.

Ich kenne das aus dem Bekanntenkreis. Beide haben in schichten gearbeitet. Wenn er nach hause kam war sie schon weg. Umgekehrt genau das selbe. Die haben nur mit Zetteln verkehrt. Oder anders ausgedrückt, die konnten sich noch nicht mal streiten, weil sie sich fast nie sahen. Hatten aber 2 Kinder. Da rätselt man wie die die beiden gemacht haben. War bestimmt der Quicki unter der Dusche. Nee aber mal im ernst, ist so ein Leben erstrebenswert?

Ich glaube den sogenannten Karrierefrauen geht es nur ums Geld.

Und wenn man mit Mitte 20 sein Studium abgeschlossen hat und noch nicht einen Tag in seinem Leben gearbeitet hat, hat man leicht reden. Die Realität sieht ganz anders aus.
 
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  • #17
Warum muss eine Frau sich überhaupt entschuldigen wenn sie einen guten Job hat? Wieso ist ein guter Job mit gutem Einkommen ein Hindernis für eine Parnerschaft?

Ich bin Mitte 20 und beende dieses Jahr mein Studium. Ich hab sicher nicht studiert um danach nichts draus zu machen. Ich möchte schon noch einige berufliche Ziele erreichen. Trotzdem hält mich das doch nicht davon ab privat jemanden kennen zu lernen. Ich verstehe ja das manche sagen das man sich zwischen Karriere und Kindern dann irgendwann entscheiden muss, aber zwischen Karriere und Partnerschaft? Sorry das ist doch Blödsinn.
Die richtigen Männer haben da nichts gegen, und freuen sich mit dir, wenn es für dich beruflich läuft. Ich glaube auch nicht, dass es davon wenige gibt, nur werden die aus anderen Gründen zielsicher übergangen und abgeheftet.

Deswegen glaube ich auch nicht an die unbeeinflussbare private Verdammnis wie #1. Ihr Frauen habt es euch vor ein paar Jahrzehnten hart erkämpft und nun alles selbst in der Hand. Macht bitte etwas draus, anstatt euch nun dieselben Blender auszusuchen, die euch vor 30 Jahren ausgesucht hätten...
 
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  • #18
Hier noch mal die 13:

1. Ich habe vor meinen Studium eine Ausbildung gemacht, ich habe waherend des Studiums permanent gearbeitet und ein halbes Jahr Praktium im Ausland gemacht

2. Ich rede nicht von einer 70 h Woche, man kann auch Karriere machen ohne jede Woche 70 Stunden arbeiten zu muessen. Karreire faengt fuer mich nicht erst als CEO an
 
  • #19
Ich glaube den sogenannten Karrierefrauen geht es nur ums Geld..
Dies ist doch sehr einseitig gedacht. Bei "Karrieremänner" geht es wohl nicht um das liebe Geld?

Was soll ich mit einer Partnerin die nie da ist? Die 70h die Woche ihren ach so tollen Job nachgeht. So was halte ich für sehr egoistisch.
Wenn dann eine Frau mit einen "Karrieremann" liiert ist, ist dies dann anders?

Eigentlich kommt es eher auf den Typus Mensch an. Wenn beide sehr viel Zeit in ihren Job Investieren,
kann das eher gut gehen als wenn es nur einseitig ist. Die 2 entscheidenden Faktoren sind doch,
dass es sich bei Karrieremenschen um absolute Alphatiere handelt. Vom Zeitmanagement wäre es dann am besten, wenn sich 2 Alphas zusammen tun. Vermischt man die Alphas und Betas dann kommt schon dass nächste Problem. Alphamännchen haben kein Problem mit einen "Betaweibchen". Auf der anderen Seite keine ich kein Alphaweibchen, das in Erwägung zieht sich auf ein Betamännchen einzulassen.
Eventuell aber auch aus dem Grund, dass sich Männer viel weniger damit arrangieren können als Frauen.
Frauen kennen diese Rolle ja schon Jahrhunderte.
 
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  • #20
Karrierefrau "wider Willen" gibt es nicht. Niemand ist gezwungen, sich in irgendeine Rolle stecken zu lassen, die er nicht will. Wenn ich was nicht machen will, mach ichs nicht. Fertig. Und wenn sie alle anderen auf den Kopf stellen wegen mir. Das ist Konsequenz und Freiheit für mich. Und ich denke auch nicht (mehr) darüber nach, was andere von mir oder meinem beruflichen Status denken könnten. Die Zeiten sind vorbei, in denen ich mich rechtfertige. Wems nicht passt, was ich mache, der darf gehen.

Mir wurde auch der Chefsessel des Unternehmens meiner Eltern angeboten. Über 30 Jahre lang. Ich habe abgelehnt. Irgendwann haben sie endlich aufgegeben, zu drängeln und mich zu belästigen.
Sicher, ich wäre lebtags abgesichert gewesen und hätte gewisse Geldprobleme nicht, aber das will ich nicht.
Also verstehe ich dein Problem nicht?

Oder hast du ein Problem mit dem Begriff "Karriere" selbst, weil das sichtbar Erfolg bedeutet, gefolgt von vielleicht Luxus, Eitelkeit, Verwöhntheit und Vernobtheit? Dann mußt du einfach selbstbewußt zu dem stehen, was du machen willst. Und wems nicht passt, der soll gehen!

Ich hab kein Problem mit Erfolgsmenschen. Oder Leute die gerne hohen Status erreichen wollen. Wenn mir die Leute nicht gefallen, umgehe sie ganz einfach. Andersrum erwarte ich das Selbe von anderen Leute auch, wenn sie ein Problem mit mir haben.

Nur, wer sich erst rechtfertigen muss für das was er ist oder macht, der hat doch eh schon verloren in dieser Welt.

Bei 14h Täglich + 2 Stunden an- und abfahrt + 8h Schlaf = 24h!!!
Da bleibt ja noch nicht mal zeit zum Essen. Man kann natürlich weniger Schlafen, aber irgendwann kommt der Zusammenbruch. Und das nur um mehr Geld auf dem Konto zu haben?

Das klappt ohnehin nicht. Menschen, mit einem "fettem Bankkonto" haben sich das selten selbst innerhalb 14 Stunden täglich erarbeitet.
Ich arbeite auch 18 Stunden täglich selbstständig, aber eher aus Spaß, und ja, da kommt im Eifer des Arbeitens, Schlaf und Essen oftmals zu kurz, trotzdem habe ich nicht mehr Geld als alle anderen auch!

Wer Geld hat, der läßt es für sich abeiten! Oder andere Leute für sich arbeiten! Die Arbeitsstunden haben für mich nichts mit Karriere zu tun. Wer sich so derart überarbeiten muss um an viel Geld zu kommen, der hat schlichtweg den falschen Job gewählt und das hat für mich nichts mit Karriere zu tun.
 
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  • #21
@FS
Im Prinzip kann es so laufen. Frau hat gute Ausbildung gemacht, studiert, ggf. promoviert, ist auch praktisch sehr leistungsfähig und erfolgreich, und mit Erfolg folgt Chef- oder hohe Führungsposition - Frau macht echte Karriere, und im Privatleben vergehen die Jahre eher ohne die highlights.
Ich habe nie Kinder gewollt, langjährige Beziehungen mit Karrieremännern scheiterten an deren Familienwunsch und Vorwürfen wie die folgenden:
- reicht es nicht, wenn ich schon ständig auf Dienstreise bin, ich will, dass jemand Zuhause ist, wenn ich nach Hause komme, Du musst doch nicht arbeiten
- ohne Kinder kann ich mir mein Leben nicht vorstellen
- ich wollte nie eine Frau haben, die Karriere plant
usw.
Mitte 30 stellte ich fest, dass ich in meinem Alter einfach keinen gleichaltrigen Mann kennen lerne, der mir gefällt, derselber erfolgreich und gebildet ist und eine Frau als Partnerin haben möchte, die ihren Job auch gerne macht und Chefposition anstrebt.
Nach meiner letzten Trennung vor etlichen Jahren habe ich keinen Mann mehr kennen gelernt, mit dem sich eine Partnerschaft hätte ergeben können. Ungleiche Lebensmodelle.
Lange Jahre bin ich in meinem Job aufgegangen und habe mich ohne Störfaktor beruflich entwickeln können, Geschäftsführung, pipapo.
Ich bin jetzt Mitte 40, habe vor 2 Jahren das erste mal bewußt gemerkt, dass ich eine glückliche Partnerschaft in meinem Leben nicht erreicht habe. Ich hatte den Wunsch nach Partner lange aus Frust nach der letzten, sehr schmerzhaften Trennung völlig verdrängt. Ich habe nichts vermisst.
Natürlich ist das heute nicht optimal. Ich habe mich schon gefragt, ob ich wertvolle Jahre weg geschmissen oder falsche Prioritäten gesetzt habe. Aber ich bin, wie ich bin, hätte ich einer Partnerschaft zuliebe auf Karriere verzichtet, gegen meine Überzeugung Kinder bekommen, wahrscheinlich würde ich dann damit hadern, auf die Karriere verzichtet zu haben.
Vielleicht ist es so, dass ich auch darum Karriere gemacht habe, weil mich niemand davon abgehalten hat. Aber wäre da jemand gewesen, wer sagt mir, dass er heute auch noch da wäre und nicht mir einer Midlifecrisis schon längst bei einer Mitte 20jährigen Zuflucht gesucht hätte?!
Man kann eben sehr oft nicht alles haben.
 
  • #22
Dies ist doch sehr einseitig gedacht. Bei "Karrieremänner" geht es wohl nicht um das liebe Geld?
Nein! Es geht um Sex.

Das tut es eigentlich immer, auch wenn vielen Männern das gar nicht bewusst ist. Der Hauptantrieb, erfolgreich zu sein, ist, dass der Erfolgreichste ganz einfach die meisten Weibchen bekommt. Macht und Geld sind da im Grunde nur Mittel zum Zweck: Wer am meisten davon hat, ist der Größte, und bekommt deshalb auch die meisten Frauen.

Das ist der Urantrieb, der in uns Männern steckt, alles andere ist m.E. sekundär.

m/34