• #1

Kann meine Schul-Freundin ihrem "Bekannten" vertrauen?

Meine alte Schul- Freundin hat mich heute Vormittag(01.Juni 2020) angerufen , weil sie meinen Rat braucht.
Folgendes: Sie ist 53 ,kinderloser Single ,frühpensionierte Beamtin und lebt in einer Zweizimmerwohnung auf dem Lande. Da sie in den letzten Jahren gesundheitliche Probleme hatte, ist ihr früheres "Soziales Netzwerk" geschrumpft auf ein paar Nachbarschaftskontakte.Diese helfen ihr, wenn sie kleinere "Erledigungen" hat wie einkaufen gehen bei fieberhafter Grippe, Fahrt zum nahen Krankenhaus/ Hausarzt-- etwa 5 im( als sie die Arthrose im Knie so schmerzte, daß sie nicht fahren konnte.)

Seit Anfang März 2020 wurde bei ihr an einem Auge der "Graue Star" festgestellt, den sie nun in einer etwa 100 km entfernten Stadt( wo auch ihre Eltern: Mutter: 73, Vater: 80) noch leben, operieren lassen soll mit stationärer Aufname.
In einem Bekanntschaftsportal hat sie nun seit Mitte April 2020 Kontakt zu einem Mann, der nur etwa 7 km von ihr entfernt wohnt. Sie hat ihn ein einziges Mal getroffen, und er bietet ihr an sie in die Stadt R. zum Anästhesie-Vorgespräch zu fahren und dann wieder nach Hause. Als "Beweis", daß er angeblich ein "ehrlicher" Mensch sei, hat er ihr per Email mit dem Smartphone eine Ausfertigung seiner Scheidungsurkunde mit seinem Namen, Geb.datum und Anschrift gemailt.
Meine Frage an Euch: Kann sie DIESEM Mann soweit vertrauen, daß er ihr nichts "Schlimmes" antut ,oder sollte sie lieber anderweitig( Bahn...etc) zusehen, daß sie zu diesem Termin kommt? Ich wohne leider in einem anderen Bundesland( 500 km entfernt) und wegen "Corona" ist es auch schwierig für mich sie zu dem Termin zu fahren und zu begleiten
 
  • #2
Ich sehe darin kein Problem, finde es positiv von ihm, dass er das macht, ein bestimmtes Urvertrauen setze ich voraus, zu ängstlich sein, bringt im Leben nix! Sie kann ihn 10 x treffen und kennt ihn deshalb nicht besser, wo liegt also das Problem?
 
  • #3
Da sie ihn schon getroffen hat, ist es wohl kein Problem, dass er sie fährt. Sie soll aber auf ihr Bauchgefühl hören. Ins Gespräch würde ich ihn allerdings nicht mit reingehen lassen.
 
  • #4
Nicht alle Männer sind Vergewaltiger (oder Mörder). Wenn sich deine Bekannte nicht traut, in sein Auto zu steigen - nachdem sie ihn bereits einmal getroffen hat - sollte sie das Online-Dating insgesamt vergessen. Dass ihr der Mann seine Unterlagen (Name, Anschrift, erfolgte Scheidung) geschickt hat, ist eine vertrauensbildende Maßnahme, über die sich viele freuen würden. Vermutlich ist »er« in der Vergangenheit immer wieder auf misstrauische Damen gestoßen und baut nun vor.

Ich finde es ausgesprochen nett, dass er ihr seine Fahr- und Begleitdienste angeboten hat. Im Übrigen ist die »Graue-Star-OP« ein absoluter Routineeingriff, der durchaus ambulant durchgeführt werden kann, zumal deine Bekannte ja noch relativ jung ist für diese OP. Da eine örtliche Betäubung erfolgt, ist eine Begleitperson (oder ein Taxi) Pflicht. Also alles normal.
Ganz nebenbei wäre diese Fahrt (es würden zwei weitere folgen, für die OP selbst und für die Nachuntersuchung) eine gute Gelegenheit, »den Bekannten« etwas besser kennen zu lernen.

Rede deiner Freundin gut zu, falls sie (und nicht du!) die Misstrauische ist. Dann sollte sie allerdings überlegen, ob sie ernsthaft eine Online-Partnersuche in Betracht ziehen sollte. Sie wäre ja bei jedem Kontakt übervorsichtig und käme wohl nie zum Zuge.
 
  • #5
Als "Beweis", daß er angeblich ein "ehrlicher" Mensch sei, hat er ihr per Email mit dem Smartphone eine Ausfertigung seiner Scheidungsurkunde mit seinem Namen, Geb.datum und Anschrift gemailt.
Wow! Das ist echt schräg. 🙈
Ich finde, man sollte schon ein bisschen Grundvertrauen in die Menschheit haben.
Wenn deiner Freundin das zu unsicher ist, mit dem Mann mitzufahren, dann muss sie ihm das eben sagen und ein Taxi nehmen. Wenn deine Freundin ansonsten Okay damit ist, dann lass sie einfach ihr Leben leben und ihre Erfahrungen machen. Was machst du dir da überhaupt Gedanken? Du bist doch sowieso 500km weit weg?!
Deine Freundin ist schon groß, Ü50, und bis hierhin durchs Leben gekommen. Sie wird schon zurecht kommen, und wenn nicht, wird sie sich selbst darum kümmern, sprich: Um Hilfe bitten und diese ggf. annehmen.
 
  • #6
Was hat bitte eine Scheidungsurkunde mit einem vertrauensvollen Chauffeur zu tun?

Auch ein geschiedener Mann kann ein Mörder/Vergewaltiger sein.

Es gibt im Grunde nur zwei Optionen:

1.) Er hat ihr die Urkunde gemailt, damit sie beruhigt ist und weil er wirklich nichts "Böses" im Schilde führt

2.) Er hat ihr die Urkunde gemailt um sie in Sicherheit zu wiegen und ihr früher oder später doch zu schaden.

So oder so - sie sollte auf ihr Bauchgefühl hören! Denn das trügt nicht. Besonders nicht bei 53 Jahren Alter und damit einhergehender Lebenserfahrung.

w.,33
 
  • #7
Wieso die Scheidungsurkunde als Beweis? Was soll das beweisen? Ich steh auf dem Schlauch. War noch nie ein Straftäter verheiratet? Sind Leute ohne Scheidungsurkunde suspekt?

Mit einem Fremden würde ich so eine Fahrt niemals machen. Nicht wegen Misstrauens, vielleicht das auch, aber eher, weil man in meiner Welt einen SO großen Gefallen nicht von Fremden annimmt. Wie will sie sich denn revanchieren? Sie kann doch auch nicht davon ausgehen, dass er zu viel Zeit und Geld hat, solche Fahrdienste zu machen. Er wird sie schon attraktiv finden oder sich was erhoffen, aber das muss nicht gleich was Kriminelles sein.
 
  • #8
Für solche Fälle gibt es Taxen. Abgesehen davon sehe ich nicht, warum sie sich fahren lassen muss. Wenn sie kein Vertrauen hat, hilft auch die Deutsche Bahn.
 
  • #9
Mit einem Fremden würde ich so eine Fahrt niemals machen. Nicht wegen Misstrauens, vielleicht das auch, aber eher, weil man in meiner Welt einen SO großen Gefallen nicht von Fremden annimmt. Wie will sie sich denn revanchieren? Sie kann doch auch nicht davon ausgehen, dass er zu viel Zeit und Geld hat, solche Fahrdienste zu machen. Er wird sie schon attraktiv finden oder sich was erhoffen, aber das muss nicht gleich was Kriminelles sein.
Olala, Frau Void, nicht mal ich würde auf solche Gedanken kommen und ich mache mir grundsätzlich sehr viel Gedanken. In diesem Fall hätte ich ehe Bedenken, dass er Nervensäge sein könnte oder komisch riecht und ich muss mit ihm halben Tag aushalten. Es ist schwer, was zu raten, weil wir nicht wissen, wie fit die Bekannte allgemein ist in der Menschenkenntnis. Wenn man jetzt rein logisch denkt - er hat seine Kontaktdaten hinterlassen und die Freundin hat ihn schon mal getroffen. Also ist das eine reale Person. Vor allem quasi um die Ecke. Ich würde mich nicht verpflichtet fühlen, aber zum Essen unterwegs einladen oder wenn der Mann komisch wird, kann man ihn zu Not für seine Fahrt bezahlen oder eben allein zurück fahren. Wir leben nicht in Slum, es gibt Handy, überall öffentliche Verkehrsmittel und man kann auf der Autobahn Hilfe holen an der Notsäule etc. Wenn das der Freundin zu heikel ist, dann kann sie ihn vor der Reise noch mal daten und einen Eindruck machen.
Wenn sie natürlich blödes Gefühl hat, was das auch immer ist, dann würde ich allein reisen und den Mann weiter unter die Lupe nehmen, ob er komisch ist oder ein netter. Es ist ja bloß ein Vorstellungsgespräch und keine OP und wenn das soweit ist, dann kann sie immer noch ein Hotel mieten und am OP Ort paar Tage übernachten, bis sie selbstständig reisen kann.
 
  • #10
Meine Frage an Euch: Kann sie DIESEM Mann soweit vertrauen, daß er ihr nichts "Schlimmes" antut ,oder sollte sie lieber anderweitig( Bahn...etc) zusehen, daß sie zu diesem Termin kommt?
Liebe Ladyjane
Deiner Freundin würde ich Folgendes raten:
Vermutlich ist der Mann ganz okay und er möchte deine Freundin umwerben, indem er sich nützlich macht. So schön das ist, wäre es mir aber trotzdem unangenehm, begleitet zu werden von einem Date, wenn man sich erst einmal gesehen hat. Es ist einfach zu früh, es ist eine sehr grosse Geste der Vertrautheit - ob er nun "harmlos" ist oder nicht. Das Vertrauen soll sich in Ruhe bilden dürfen und nicht erzwungen werden durch kleinere logistische Hindernisse. Ich rate also, das Kennenlernen weiter zu führen, aber nicht auf das Angebot einzugehen.
Deine Freundin könnte grundsätzlich ihre Lebenssituation etwas genauer beleuchten bzw. wie sie es sich vorstellt, alleine auf dem Lande älter zu werden, mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und dem sozialen Netz. Aber das muss vielleicht nicht ausgerechnet jetzt thematisiert werden, sie hat ja schon genug um die Ohren.
 
  • #11
Deine Freundin ist zufällig so alt wie Du, frühpensioniert....

Du bist ja mächtig unterwegs, und immer Männer mit Fragezeichen?
Ich hätte eine Aktion wie die Scheidungsurkunde schräg gefunden - aber wenn ich so manche Posts/Kommentare lese, kann ich es fast verstehen.

Du hast den Mann getroffen, er wollte Dir beweisen, dessen Single ist, und jetzt wohnt er fast nebendran und mag Dir einen kleinen Gefallen tun.
Ist doch einfach nett.
Warum so ein Misstrauen?

Da würde ich als Mann die Flucht ergreifen.

W,50
 
  • #12
Ich sehe da kein Problem, man muss nicht hinter jedem Baum einen Feind sehen. Wenn sie ihn noch nie gesehen hätte, DANN würde ich das nie machen, klar.
Aber mein Bauch unterhält sich mit mir, sie sollte ihrem vertrauen. Wieso hat sie da solche Bedenken?
Ich finde es sehr nett von ihm und sie könnte ihn zum Essen gehen einladen, etc.
Muss ja nicht gleich bei ihr sein, Restaurants haben schließlich wieder geöffnet.
Und grauer Star ist wirklich Routine.
Sag ihr einen schönen Gruß, sie soll es nicht komplizierter machen als es ist😊
 
  • #13
Ich kann Deine Bedenken verstehen. Weniger aus Angst, dass er ihr etwas antun könnte. Krankentransport gehört mE nicht zum Kennenlernen.
Das sind keine Fahrten für fremde Leute.
Dass er ihr die Scheidungsurkunde hat zukommen lassen macht ihn aber durchaus suspekt. Wie kommt er darauf?

Wie kommt es, dass sie sich erst ein Mal getroffen haben, wo er doch um die Ecke wohnt? Coronabedingt?
Haben beide die gleichen Vorstellungen von dieser Bekanntschaft? Nicht dass sie ihm damit Hoffnungen macht, wo gar keine sind. 7km Distanz und ein Treffen finde ich sehr merkwürdig.

Ich würde vorher bei der Krankenversicherung nachfragen, ob die Krankenfahrten übernehmen und mir ein Taxi bestellen, anderenfalls auf eigene Kosten. Oder nimm zwei Tage Urlaub und begleite sie.
 
  • #14
Ich bin ja grundsätzlich auch ein eher misstrauischer Mensch, aber in diesem Fall hätte ich keine Bedenken.

Ja auch einen Taxifahrer kann plötzlich zum Vergewaltiger werden oder ein solcher kann auch mit der Deutschen Bahn einfach mitkommen und einen verfolgen, ein gewisses Lebensrisiko besteht nunmal.

Ich würde das Angebot annehmen und ihn dafür andermal zum Essen einladen, ins Restaurant.

Zu mir nach Hause würde ich ihn jedoch nicht gleich reinbitten. Man kann da ja auch gut damit argumentieren, dass man sich von der OP ausruhen möchte. Auch das würde ich vorher klarstellen.
 
  • #15
Ich mich schon, ich glaube, das wäre mein Problem. Ich bin wohl sehr mit Unabhängigkeitsfimmel unterwegs. Ich würde das Gefühl nicht mögen, diesen Gefallen anzunehmen, und dann, wenn er sich daraufhin Hoffnungen macht, sagen zu müssen "äh nee, wie kommst du drauf, dass ich was von dir wollen könnte". Wäre das ein Mann, mit dem ich sehr gern zusammenkommen würde, wäre das was ganz anderes. Da würde ich es sehr gern annehmen, weil ich ihm ja dadurch näher kommen kann und mich revanchieren kann.

Ich habe ein Problem damit, mich von Leuten umsorgen zu lassen, von denen ich nichts will. Hätte ich nicht so viele Schuldgefühle, dann zu sagen "wie kannst du glauben, dass ich an dir interessiert bin, nur weil du einen Urlaubstag geopfert und 200 km Fahrt nur wegen mir gemacht hast nebst Wartezeit".
Außerdem sind Krankentransporte nicht gerade sexy. Also ich würde nicht wollen, dass mich einer, den ich unbedingt weiter kennenlernen will, unbedingt so sehen "muss".

Die Frau kennt ihn auch erst kurz. Also wie sehr kann sie ihn schon mögen?
 
  • #16
Naja die angebliche Freundin, die frühpensionierte Beamtin in deinem Alter ist, bist ja du selber. Das erschließt sich ja einem gleich wenn man deine anderen Threads kennt.
Aber egal, warum gibst du nicht einer Freundin seine Adresse und Telefonnummer zur Sicherheit, dann fühlst du dich vielleicht sicherer.

Aber verstehen tue ich dich nicht. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so misstrauisch und ängstlich wie du mir könne was passieren. Selbst als ich noch blutjung war. Vielleicht naiv, aber passiert ist nie etwas.
Man kann auch morgen überfahren werden oder an Corona sterben. Du kannst dich nicht gegen alles im Leben absichern.
 
  • #17
Ich mich schon, ich glaube, das wäre mein Problem. Ich bin wohl sehr mit Unabhängigkeitsfimmel unterwegs. Ich
Das bin ich auch. Allerdings habe ich einige Themen aus der Kindheit verarbeitet, da meine Mutter die Meisterin darin war und teilweise ist, Schuldgefühle und schlechtes Gewissen zu vermitteln. Mein Ex hat praktisch erfolgreich zu Ende geführt, was meine Mutter nicht schaffte. Meine Erkenntnis war sehr verblüffend - nicht sie waren die bösen, sondern ich habe die gewissen Vorteile solcher Gefüge genossen. Es war recht bequem, Opfer zu sein, man kann sehr schön in dem Kindchenschema verweilen und andere machen lassen. Zweiter Punkt war mangelndes Selbstwertgefühl, nicht gut genug zu sein, um Geschenke zu erhalten, sondern sie verdienen zu "müssen", indem man sich revanschiert, was nicht anders heisst, das Geschenk zurück zu geben. Und dritter Punkt falsche Stärke - ich schaffe es allein, ich brauche keine Hilfe. Man schämt sich buchstäblich , dass man auf die Hilfe angewiesen ist. Man kann dazu noch vierten Punkt zählen - mangelndes Vertrauen. Man unterstellt den Menschen grundsätzlich böse Absichten und glaubt nicht daran, dass sie tatsächlich was Gutes für dich machen wollen.
 
  • #18
Meine Frage an Euch: Kann sie DIESEM Mann soweit vertrauen, daß er ihr nichts "Schlimmes" antut ,oder sollte sie lieber anderweitig( Bahn...etc) zusehen, daß sie zu diesem Termin kommt?
Lieber anderweitig. Ich würde einem flüchtigen Bekannten weder die Bürde aufbürden noch mich in eine vielleicht missliche Lage bringen wollen. Es muss doch andere Wege geben, die ca. 100 KM zu überwinden. Entweder per Bahn oder die 73-jährige Mutter? Oder der Vater? Können die nicht mehr Auto fahren?
den "grauen Star" kann man auch in Ruhe operieren lassen, vielleicht findet sich für Dich ja eine Gelegenheit, baldmöglichst mal zu ihr zu fahren und für Sie da zu sein. Wenn es Deine Schulfeundin ist, bist Du doch dort aufgewachsen, oder?
 
  • #19
Nun, ich denke, der Herr wollte mit dem Scheidungsurteil bezüglich seiner Identität und seiner geordneten Lebensverhältnisse in Vorleistung gehen.

Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber warum denn nicht? Man muß sich nämlich, wenn man sich auf den Bekanntschaftsmarkt begibt, auch etwas locker machen und sich aus der Deckung wagen.

Irgendwann kommt idealerweise immer der Tag, an dem man seine Bekanntschaft in sein Leben lassen muß und spätestens dann käme der Augenblick, wo man überfallen, vergewaltigt oder entführt werden könnte, sprich: man muß einfach vertrauen.

Abgesehen davon kann sie natürlich auch auf ihr Bauchgefühl vertrauen, wenn das nein sagt, dann ist das auch okay, ich würde mich auf gar keinem Fall von jedem zum Arzt fahren lassen.
 
  • #20
Liebe FS,
Deine Schulfreundin ist ein unselbstständiger Jammerlappen, der ständig andere Leute für sich was tun lässt.
Als frühpennsionierte Beamtin ist sie gut abgesichert und kann 5 km mit dem Taxi fahren - kostet nicht die Welt und wäre es wirklich erforderlich, würde sie es von der Beihilfe erstattet bekommen. Sie muss nicht ständig andere für sich springen lassen, sondern sollte selbstständiger werden.

Eine graue Star-OP wird in qualifizierten Augenarztpraxen ambulant gemacht (dauert 20-30 Minuten) - gerade wenn nur ein Auge betroffen ist. Dafür muss man keine 100 km fahren und stationär gehen. Man kann es, wenn man wegen einer anderen Erkrankung ein Risikopatient ist, auch in entsprechenden Fachabteilungen an so ziemlich allen Augenkliniken machen lassen.
Woher ich das weiß? Habe ich selber vor 15 Jahren als Risikopatient machen lassen: 2 Augen, 2 ambulante Eingriffe im Abstand von 1 Wochen.

Was Du als Notwendigkeit beschreibst, ist lediglich eine Ausprägung beamtischer Überversorgung. So machen Privatkliiniken das, weil ja die Beihilfe zahlt - egal, ob es notwendig ist.

Meine Frage an Euch: Kann sie DIESEM Mann soweit vertrauen, daß er ihr nichts "Schlimmes" antut ,oder sollte sie lieber anderweitig( Bahn...etc) zusehen, daß sie zu diesem Termin kommt?
Sie soll einfach in den Zug steigen und hinfahren oder weniger Gewese um sich machen und gucken, welche Augenarztprxen den Eingriff ambulant in ihrer Nähe machen.
Ich konnte mit Augenklppe zurück mit dem Bus fahren - soviel zum Schweregrad.
Sie macht sich vor ihrem "Bekannten" lächerlich.

Und wenn sie damit durch ist, sollte sie eine Verhaltenstherapie machen und lerne ein selbstständiges, altersgerechtes Leben zu führen, statt sich in allen Lebenslagen wie ein ängstliches Kleinkind zu verhalten.
 
  • #21
Ich würde mich niemals von einem Mann hinfahren lassen den ich erst einmal gesehen habe. Schonmal gar nicht vom online dating. Auch ins Auto von Männern steige ich nicht alleine, es sei denn ich kenne sie lange und gut. Dazu gehört Zeit, viele treffen und Begegnungen, viel erleben in Situationen, viele Kenntnisse über seine private Situation. Man muss auch überlegen, warum er das tut, wo heutzutage kaum ein Mann irgendwas für jemanden tut ohne Hintergedanken. Selbst wenn ich jetzt zu einem flüchtig bekannten Kollegen ginge, weiß ich nicht ob er mich zu einem weit weniger entfernten Ort mitnehmen würde. Heutzutage ist das so. Ich rate dringend ab!!! Ich habe mich mit einem Kollegen getroffe. Augen auf!

W32
 
  • #22
Ich denke, dass sie auf ihre Menschenkenntnisse vertrauen soll. Hat sie Zweifel, dann sollte sie es lassen und eine Freundin bitten mitzugehen. Ansonsten würde ich die Hilfe des Mannes annehmen. Vielleicht ist es der Anfang einer wunderbaren Freundschaft. Wer weißt es schon :).
 
  • #23
Das Problem bei sehr misstrauischen Menschen ist doch das sie vereinsamen. Sie trauen ja niemanden bzw. vielen Menschen ist es echt zu blöd misstrauischen Menschen ihr Misstrauen zu nehmen. Deswegen hat dieser Mensch keine Freunde mehr und muss sich nun an ein Forum wenden.
Da sie in den letzten Jahren gesundheitliche Probleme hatte, ist ihr früheres "Soziales Netzwerk" geschrumpft auf ein paar Nachbarschaftskontakte.
Leider ist Misstrauen auch ansteckend. Schlimmer als Corona.

Die Freundin kann sich auch Pfefferspray besorgen, welches sie dann einsetzen kann wenn der Mann, was sehr unwahrscheinlich ist, ihr an die Wäsche gehen sollte.
 
  • #24
Ich habe immer meinem Bauchgefühl vertraut.
Habe mich ab und zu mit einem Mann bei seinem Zuhause getroffen, weil wir von dort aus was machen wollten, war auch zum Kaffee, bin heim gefahren worden.
Nie war irgendwas, nie wurde mein Vertrauen missbraucht.
Bauchgefühl.

Ob ich jetzt von einem Mann nach einem ersten Date so einen Gefallen annehmen würde, wohl eher nicht.
Es geht ja nur um ein Vorgespräch? Da fahre ich hin, und wieder heim, ggf. noch einen Kaffee bei den Eltern.
Und wenn es dann stationär wäre, warum auch immer, dann kann man selbst hinfahren, und am nächsten Tag zurück, oder Taxi, oder Zug/Taxi.

Ladyjane - warum schiebst Du eine Freundin vor? Das bist doch Du selbst.

Ich werde aber immer misstrauisch, wenn mir jemand gleich etwas beweisen will - wie "ich bin geschieden". Dann will ich wissen, warum er meint, es beweisen zu müssen. Ich glaube nämlich erstmal. Vertrauensvorschuss - ohne geht es für mich nicht. Habe ich das Gefühl, das kann ich nicht geben, lerne ich so einen Mann nicht kennen.

W,50
 
  • #25
Liebe FS,
könnte es vielleicht sein, dass es nicht deine Freundin ist, sondern du selbst, die diese OP hat?
In anderen Threads betonst du doch dein Alter und Beruf bzw Pensionierung, die Angaben sind identisch.
Wenn es so wäre, warum hast du als ehemalige Offizierin vor so etwas Angst ?
Du hast in deinem Leben mit Sicherheit schon ganz andere Hürden überwinden müssen.
Also trau dich. Gefahren lauern überall. In der Bahn/ Bus sitzen doch viel mehr Menschen, somit auch viel mehr potentielle Straftäter.
Also Dankeschön könntest du ihn doch zum Essen einladen. Dann habt ihr gleich ein nächstes Date.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #26
Sicher, dass du nicht von dir selbst schreibst...? Würde zu deinen früheren Texten passen und ich fände es auch seltsam, für eine Freundin hier zu fragen. Da wäre ja die naheliegendste Sache, dass du sie hinfährst.
Ich finde es schon besser, wenn - auch bei einer kleinen OP - jemand mit da ist, falls irgendwas schiefgeht. Bei einem Freund meiner Mutter war auch die Aussage, es reicht kein Taxi, sondern jemand soll dann dabei sein und auch zuhause noch dabei sein, das war so eine Linsen-OP am Auge. Ist ja schön, dass viele hier so mega unabhängig sind, aber ist doch in dieser Lage wirklich nicht schlimm, mal jemanden um Hilfe zu bitten?
An sich kann sie das nur selbst entscheiden. Mit genug Menschenkenntnis sollte man nach einem Mal treffen schon wissen, ob man das von diesem Mann möchte oder nicht, dass er hilft. Ich würde wohl eher eine Freundin oder eine Nachbarin bitten, wenn ich mir unsicher wäre. Da wird doch wohl irgendwer Zeit haben? Wenn mich jemand um sowas bitten würde, selbst wenn ich den nicht so gut kenne, würde ich das auf jeden Fall möglich machen.
Mein Freund hatte einen Monat nach unserem "Zusammenkommen" eine Augen-OP, wo es auch klar war, dass jemand da sein muss, der ihn nach Hause bringt und dann dort auch 24 Stunden auf ihn aufpasst. Er fragte mich gleich am Anfang der Beziehung, ob ich dann dort als Begleitung mitkommen würde, und natürlich habe ich das sehr gern gemacht, mich sogar geschmeichelt gefühlt, dass er mir da so vertraut und mich da haben möchte statt einen Kumpel oder jemanden aus seiner Familie. Aber er war keine Frau und ich kein stärkerer Mann, den er kaum kennt, daher versteh ich, dass das was anderes ist.

w, 36
 
  • #27
Meine Frage an Euch: Kann sie DIESEM Mann soweit vertrauen, daß er ihr nichts "Schlimmes" antut ,oder sollte sie lieber anderweitig( Bahn...etc) zusehen, daß sie zu diesem Termin kommt? Ich wohne leider in einem anderen Bundesland( 500 km entfernt) und wegen "Corona" ist es auch schwierig für mich sie zu dem Termin zu fahren und zu begleiten
Komische Frage von einer Exbundeswehrpilotin. Militärische Piloten sind alle Offiziere, daher Menschen mit Führungserfahrung und meistens auch -kompetenz.

Solche Menschen sind normalerweise nicht so unsicher. Das alles gilt auch für zivile Berufspiloten.

Auch ohne Führungsaspekt muss ein Pilot schnell und allein entscheiden und Probleme lösen.

Geld dürfte für eine pensionierte Offizierin auch kein Engpass sein.

Davon losgelöst würde ich mir die Frage stellen möchte ich seine Begleitung, ist er mir sympathisch oder stößt er mich eher ab.

Gefällt er mir würde ich sein Angebot in Anspruch nehmen, auch wenn es stimmt, dass es sehr früh ist soetwas zu machen.

Ich würde mich dadurch auch in überhaupt keiner Schuld ihm ggü. sehen und ihm in keiner Weise einem Ausgleich anbieten zu dem ich selbst nicht stehe (z.B. Sex). Den Ausgleich bekäme er nur wenn dies mir selbst Freude machen würde.

Gefällt er mir weniger dann würde ich ihn nicht in Anspruch nehmen weil das tatsächlich Ausnützen wäre.

Das theoretische Gefährdungsrisiko kann man schon dadurch reduzieren in dem man Bekannte über die gemeinsame Tour informiert und ihn das wissen lässt.

Was aber passieren kann ist, dass er abspringt wenn er nicht vorher "belohnt" wird. Aber das wäre auch nicht schlecht, denn es schafft Klarheit.
 
  • #28
Nein, kann sie nicht. Wir kennen doch diesen Mann nicht?! Baust du dein Vertrauen auf das, was andere Menschen dir raten? Sehr dumm!

Deine Freundin klingt sehr unbeholfen. Wie oft im Leben hat man denn schon eine schwere Grippe? Dazu noch in dem frühen Alter so viele körperliche Probleme und einen komischen Mann, der ihr ihre Identität bestätigen will? Warum auch immer...
Ich finde das sehr seltsam und solche Frauen müssen sich nicht wundern, wenn sie von vorne bis hinten reingelegt werden.

Ja, sie sollte zusehen, dass sie alleine dorthin kommt. Sonst muss sie sich nicht wundern, wenn ihr die Männer unterstellen, sie ausgenutzt zu haben. Wenn ich mich von einem Mann fahren lasse, ist das doch eher die Bestätigung, dass ich was von ihm will.
Niemals würde ich mich so abhängig machen.

Wenn sie Beamtin war, hat sie ja Geld und kann sich einmal alles Schaltjahr ein Taxi leisten. Kann man in dem Alter nicht mal alleine was machen?

Fazit: Nein, man kann man niemandem vertrauen, dem man schon von vornerein nicht traut.
Papiere kann man auch fälschen. (Bildbearbeitung). Das kriegst du gar nicht mit, wie professional das heute geht.

Ich würde aber schon allein deswegen mit niemandem fahren, weil ich niemandem einen Gefallen schuldig sein will. Warum will sie sich einen fremden Mann als Klotz ans Bein binden?

Ich finde die Lösungskompetenz deiner Freundin mehr als bescheiden. Man kann heute übers Internet Kontakte aufbauen, ab und zu mal zu Gemeinschaftstreffen gehen oder ähnliches. Im Rollstuhl wird sie wohl nicht sitzen.