• #31
Dafür, dass es um einen Beziehungsgestörten, schwierig, mit schlechter Kindheit gibt, hat der Liebste der FS, eine wahre Leistung vollbracht.
Ein Jahr um eine Frau seines Herzens zu buhlen, Hut ab. Tja, man kann es drehen wie man will, vielleicht neidvoll, weil selbst auch gerne so etwas als Erfahrungsschatz verbuchend, wird das natürlich gerne als gestört wahrgenommen. Ich denke, wenn eine Frau, wie die FS, sich nach einen Jahr darauf eingelassen hat, muss er schon feste was geboten haben, mehr als das, was man hier im Forum liest. PUA's, die eine Frau in himmlischen Sphären wortreich hineinkatapultieren und ihnen Einiges vorgeigen, um sie dann unsanft auf den Boden der Tatsächlichkeiten fallen zu lassen, z.B. Das würde ich dann eher als beziehungsgestört bezeichnen, oder männliche Wesenheiten, die sich entspannt zurücklehnen und kommen lassen., damit sie kommen können, oder Möchtegerngurus, die eine Frau mit geistigen Ergüssen oberhalb und unterhalb der Gürtellinie zu- und volldrönen.....

Ich denke, dass der Liebste von der FS, sich ihr nicht kachektisch auf allen Vieren, lechzend um Liebe bettelnd, genähert hat. Die taffe, moderne, junge FS hätte ihn windegeschwind entsexualisiert und entsorgt, da bin ich sicher. Er muss sie also schon überzeugt haben mit dem, was er eingesetzt hat, um ihr Herz zu berühren. Wo gibt es noch so ein Prachtexemplar von einem Mann. Ich nehme so etwas nur noch bei Rüden wahr, die riechen, dass die Hündin läufig ist und des Nächtens vor dem Wigwam der Hündin tagelang ausharren.

Es geht hier nicht um einen Beziehungsgestörten, sondern um einen Störfall in der Beziehung. Störfälle, die im Idealfall gemeinsam gelöst werden sollten, unter Beachtung der individuellen Einzigartigkeiten des jeweiligen Partners. Da hat jeder seine ganz eigene Art, mit sich und der Welt fertig zu werden. Der eine schluckt, der andere beißt den Tisch rund, der andere zündet eine Rakete und wieder ein anderer verkriecht sich in der Höhle, Frauen gehen in den Keller, oder zum Friseur. Das gehört zum Kennenlernen mit dazu, zu erleben und zu erfassen, wie verhält sich der Partner in Störfällen.
 
  • #32
Hi,

also ich finde in diesem thread wird etwas inflationär mit schweren Geschützen wie "Trauma" und "Bindungsstörung" und "kaputte Psyche" rumgeworfen.
Davon steht nix im post. Vergewaltigung, Krieg, sexueller frühkindlicher Missbrauch und Flucht, DAS sind Traumen.
Lasst mal die Kirche im Dorf.

Ein Partner will nach 1,5 Jahren ne Auszeit, hat noch andere Probleme. So what??!! Ist er deshalb gleich "gestoerttraumatisiertkaputt"???

Das hilft der FS nicht weiter und wir haben viel zu wenig infos.
Bindungsaengstlichkeit ist außerdem immer in Relation zum jeweiligen Partner zu sehen.

Liebe FS, nutze die Zeit für Dich!! Krieche nicht in seine Psyche. Leb Dein Leben. Überlege ob Du ihn wiederhaben willst und wenn ja welche Beziehungsstandards Du einfordern wirst (zum Beispiel kein " abtauchen " mehr).

Das wird schon wieder. Egal wies ausgeht.
 
  • #33
Dann ist es schwierig sich aus diesen Muster heraus zu bewegen. Dabei gibt es immer wieder Rückfälle.
Ich bin ein Mensch mit traumatischen Kindheitserinnerungen und einer extrem destruktiver Partnerschaft mit dem ähnlichen "Opfer" .Ich war auch in gewisser Weise ein " Täter" sowohl zu meinem Ex, als auch zu meinen Kindern. Also kenne ich beide Seiten. Ich habe an mir gearbeitet und bin im Prinzip anderer Mensch geworden, aber es gibt noch Rückfälle. Aus diesem Grund bleibe ich momentan Single , weil ich mich in diesem Zustand nicht auf andere Menschen lassen will. Mein Ex ist komplett abgestürzt ohne je eine Hoffnung auf Besserung.
Das es im Berufsleben besser klappt ist überhaupt kein Indiz dafür, dass es im Beziehungsleben genauso gut klappen müsste.
Hätte man einige berufliche Skills wie klare Ansagen, Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen usw. in der Partnerschaft angewendet, hätte man viele Beziehungen retten können. Im Beruf fürchtet man Konsequenzen und privat meint man, eine Beziehung ist ein emotionaler Mülleimer und wenn es problematisch wird, haut man einfach ab in die nächste, es passiert doch einem nichts. Der Freund der FS hat ein Jahr durchgehalten und konnte sie für sich überzeugen. Sie hat anscheinend nichts bemerkt, also kann man davon ausgehen, dass er genug Intelligenz und Durchaltevermögen besitzt. Viele destruktive Menschen schaffen es in die Beziehung, also sind sie in der Lage, klar genug zu denken, oder verstehe ich irgendwas nicht? Ich habe es bei mir gesehen, ich erlebe es in der Bekanntschaft und lese auch hier täglich- in den meisten Fällen steckt eine Bequemlichkeit und Unwille, Verantwortung zu übernehmen.
Befor man hier weiter Realwoman- Bashing betreibt und meint, mich teeren und federn zu wollen, soll man eins bedenken- die viel gepriesene Nächstenliebe hat sehr wenig mit tatsächlicher Liebe zu Nächsten zu tun, sondern mit Angst, dass einem selbst nicht geholfen wird, sollte man sich in der ähnlicher Lage befinden. Also hört auf, Selbstbetrug zu betreiben und versucht wenigstens in einem anonymen Forum ehrlich zu euch selber zu sein.
 
  • #34
auch unsere Beziehung in frage gestellt und ich soll mir klar werden, ober er der richtige für mich ist.

Liebes reale Weib,

ich kann deinen Enthusiasmus aufgrund deiner fiesen Erfahrung verstehen, habe ich auch schon hinter mir. Die Entmaterialisierung von jetzt auf gleich. Zurück blieb ich, schwanger mit der Nachricht, drei Wochen später, dass eine andere Frau vor den Traualtar gezerrt wurde.

Aber...., die von der FS, oben zitierte Aussage ihres Liebsten, lässt mich vermuten, dass Selbstzweifel aufgrund seiner Probleme ihn in die Enge drücken. Das Ausmaß und den Schweregrad vermag ich nicht erfassen zu können, das zu beurteilen, vermag ich ebenso wenig.
Ich kenne das Gefühl der Entwertung, zu Zeiten, als einige Probleme überhand nahmen und mich in die Verschlankung meiner Seele quetschten. Ist ein ganz fieses Gefühl und leider nicht steuerbar. Ich bin dann so eine, die sich anderen grundsätzlich nicht zumuten möchte und webe mich ein, bis ich den Tisch auf 40 cm Durchmesser rundgebissen, mich sortiert und wieder gerade auf 175,5 cm aufgerichtet habe, das Futter wieder schmeckt, die Wunden geleckt sind und meine Klüsen nicht mehr an Chinacksen erinnern. So hat jeder seins.

Kuckuck, liebe FS, wo bist du, wir hätten gerne gewusst, wie der aktuelle Stand ist, gab, gibt es ein Happy End, oder müssen wir uns hier weiter die Haare raufen?
 
  • #35
Arbeit läuft nicht wie er sich es vorstellt ... er müsse nochmal schnell in die Arbeit ... dass erstmal nicht wieder kommt weil im alles zu viel wird.
Für einen Arbeitseinsatz von einer Hochzeit weglaufen ist kein Pappenstiel, da muß schon etwas wirklich Schwerwiegendes passiert sein. Und dann dauert es möglicherweise auch noch länger als vermutet, so daß der Mann die Wahl hat, wer ihn nachher zur Minna macht, die verständnislose Freundin oder der mit seinem Wasserrohrbruch allein gelassene Kunde.

In dieser Situation macht dann die persönliche Erfahrung den Unterschied, ob er sich nach getanem Einsatz (ich gehe davon aus, daß er Manns genug ist, nicht der Freundin zuliebe die Arbeit hinzuschmeißen) die zu erwartenden verbalen Hiebe abholt oder ihr eben per SMS erklärt, daß das so nicht weitergehen kann.
 
  • #36
Und ich kann dieses superentspannte, "souveräne" Gedöns, dass man Verständnis für jeden Hinz und Kunz haben soll, nicht mehr lesen...... Entweder geht es mir so schlecht, dann mache ich was dagegen oder ich bin im Besitz meiner Kräfte. Alles andere sind faule Ausreden.

Das geht mir genauso. Es ist doch eine Frage, wie man sich den benötigten Freiraum verschafft.

Die beiden leben zusammen, da kann man doch nicht sagen "ich gehe noch in die Firma" und Stunden später eine SMS schicken "ich komme erstmal nicht wieder. Warum sage ich nicht und damit Du nicht zur Ruhe kommst, terrorisiere ich Dich mit SMS, rede ader nicht mit Dir und Du darfst mich auch nicht kontakten".
Was sllen denn das mal für Familien werden, wenn beide Elternteile sich so verhalten.

Ich habe Verständnis dafür, wenn einer belastet ist und keine Beziehung führen kann. Aber dann muss man ein Gespräch führen und sich erklären, sich gemeinsam auf eine Lösung einigen, statt so einer Inszenierung, die für den Zurückgelassenen ein Schock ist, nicht ein Trauma.
Und ja, ich kann dem so Zurückgelassenen nur raten, sich entschieden gegen derartige emotionale Brutalität zu wehren. Es ist wirklich erstaunlich, was Leute, die für sich eine Opferkultur pflegen, sich anderen gegenüber rausnehmen, obwohl sie es aus eigenem Erleben besser wissen müssten.
Ich würde dem Mann in gleicher Weise einen Aufweckschock (Schluss machen) präsentieren - genauso OneWay-Komunikation per SMS ohne weiteren Kontakt. Nur dadurch lernen so egoistische Menschen fürs Leben was.
 
  • #37
Nur dadurch lernen so egoistische Menschen fürs Leben was.

....mich erstaunt immer wieder, wie sehr du gleich Rundumschläge anrätst. Gerade du, die aufgrund eigener Erfahrungen in einer Opferrolle verharrte, egal ob aus Unwissenheit, oder Dummheit, es spielt keine Rolle.
Ich erinnere mich noch an deinen geschilderten Fauxpas, weil dein Liebster eine Nebenbuhlerin nicht deutlich genug, so wie du das erwartet hattest, abwehrte und du zutiefst, aufgrund deiner eigenen Erfahrungen, getroffen warst, dass du vorerst einen Rückzug für dich beansprucht hattest. Du hattest das Glück, dass dein Liebster verständnisvoll reagierte und sich auch noch entschuldigte, für etwas, was noch nicht einmal vorsätzlich, mit böser Absicht geschehen ist. Ich fand deine Reaktion derzeit ziemlich überzogen, konnte sie aber aus deiner Sicht gesehen, verstehen. Du hast Glück, dass dieser Mann über so viel Empathie verfügt, dass er dich nicht hat auflaufen lassen und dir die Kante geben hat, so wie du es hier gerne und oft, ohne genaue Hintergründe zu kennen, anrätst. Ich kann deine schnittfeste Voreiligkeit und Härte nicht nachvollziehen.

Für mich wäre eine Beziehung nicht akzeptabel, wenn ich immer gleich das Schlimmste befürchten würde, schlimmer noch, von einer Besessenheit getrieben, draufschlagen müsste, um zu zeigen, wo es lang zu gehen hat. Das wäre mir zutiefst zuwider. Ich bin dankbar, dass meine Opferrolle mir noch keine Hornhaut auf der Seele eingebracht hat. Lieber irre ich mich einmal zu viel, als Befindlichkeiten zu übersehen, oder eine seelische Not nicht zu erkennen. Viel zu oft habe ich im Leben beobachten dürfen, dass Menschen sich das Leben genommen haben, weil sie nicht funktioniert haben, so wie es erwartet wurde und ihnen Verständnis, Menschlichkeit und ein offenes Ohr versagt wurden. Man nennt es hier im Forum souveränes Gedöns für Hinz und Kunz. Wie tief muss man in seiner Opferrolle stecken, dass man sogar sein eigenes Selbst opfert und sich an Hinz und Kunz abarbeiten muss.
 
  • #38
Meiner Ansicht nach ist das ganze Verhalten des Partners der FS gegenüber ist unter aller Kritik und nicht zu entschuldigen.

Zuerst ist er die letzte Woche komisch und negativ, auf sein ganzes Leben bezogen. Heißt für mich, es geht ihm alles, - auch die FS-, auf den Geist. Seine Arbeit läuft nicht wie er sich es vorstellt, er hat Stress mit seiner Stiefmutter, wegen Erbe und dann gab es noch Streit mit der FS, wegen einer Kleinigkeit, aufgrund dessen es „richtig geknallt hat“ mit schreien, Tränen usw. Danach hat man am Donnerstag einen „unendlich schönen Abend verbracht“ und die FS ging davon aus, dass wieder alles in Ordnung ist.

Doch einen Tag später, am Freitag, stellt sich heraus, dass mitnichten alles wieder im grünen Bereich ist. Er verschwindet gleich nach der Trauung von der Hochzeit, unter dem Vorwand zur Arbeit zu müssen (wo er mit Sicherheit nicht hin musste) und schickt nach zwei Stunden eine SMS, dass er erstmal gar nicht wiederkommt, weil ihm alles zu viel ist auch die FS. Er stellt ihre gemeinsame Beziehung in Frage und meint, sie soll sich darüber klar werden, ob er überhaupt der Richtige für sie ist. Außerdem soll sie ihn hübsch in Ruhe lassen, bis er sich meldet, nämlich dann, wenn ihm zum Reden ist.

So verhält sich kein Mann, der seine Partnerin liebt und mit ihr eine Lösung für Probleme finden will, sondern ein Feigling, der zu einer anderen Frau geflüchtet ist, weil er sich seinen Problemen nicht stellen will, weil ihm das zu viel ist.

Ich habe Verständnis dafür, wenn einer belastet ist und keine Beziehung führen kann. Aber dann muss man ein Gespräch führen und sich erklären, sich gemeinsam auf eine Lösung einigen, statt so einer Inszenierung, die für den Zurückgelassenen ein Schock ist, nicht ein Trauma. Und ja, ich kann dem so Zurückgelassenen nur raten, sich entschieden gegen derartige emotionale Brutalität zu wehren. Ich würde dem Mann in gleicher Weise einen Aufweckschock (Schluss machen) präsentieren - genauso OneWay-Komunikation per SMS ohne weiteren Kontakt. Nur dadurch lernen so egoistische Menschen fürs Leben was.

Der Ansicht bin ich allerdings auch und ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass der FS noch geraten wird sich diesem Verhalten von einem Mann, der für mich längst kein Partner mehr wäre, unterzuordnen und bis zur Selbstaufgabe Verständnis aufzubringen. Eine Opferhaltung, welcher Art auch immer, ist hier nicht angebracht und wird die FS auch in keiner Weise weiterbringen.

Im Gegenteil. Sie sollte es sich wert sein, sich nicht auf diese Weise von ihrem „Freund“ für Dumm verkaufen zu lassen und daraus ihre Konsequenzen ziehen.

Wenn sich letztlich herausstellt, dass keine andere Frau involviert ist oder war, um so besser. Doch selbst dann sollte die FS neue Bedingungen für das weitere Zusammenleben aushandeln, wenn sie die Beziehung weiterführen will.
 
  • #39
Ich bin dankbar, dass meine Opferrolle mir noch keine Hornhaut auf der Seele eingebracht hat. Lieber irre ich mich einmal zu viel, als Befindlichkeiten zu übersehen, oder eine seelische Not nicht zu erkennen. Viel zu oft habe ich im Leben beobachten dürfen, dass Menschen sich das Leben genommen haben, weil sie nicht funktioniert haben, so wie es erwartet wurde und ihnen Verständnis, Menschlichkeit und ein offenes Ohr versagt wurden. Man nennt es hier im Forum souveränes Gedöns für Hinz und Kunz. Wie tief muss man in seiner Opferrolle stecken, dass man sogar sein eigenes Selbst opfert und sich an Hinz und Kunz abarbeiten muss.

Sicher ist es gut, nicht jedem Menschen sofort mit Misstrauen zu begegnen und erst einmal bedingt das Beste anzunehmen.

Auch ein offenes Ohr macht Sinn. Allerdings nicht aus der Sicht für Menschen die sich unbedingt selbstzerstören wollen/müssen, sei es durch Selbstmord, Sucht oder instabiles Beziehungsverhalten, Verantwortung zu übernehmen. Wer sich selbst kaputt machen will/muss, macht dies egal was ich dazu sage.

Wichtig ist das offene Ohr um zu sehen und zu hören mit wem man es nun tatsächlich zu tun hat. Daraus ergibt sich dann Klarheit, wie eine Beziehung (nicht nur Partnerschaft sondern auch Freundschaft oder nur Bekanntschaft) mit diesem Menschen überhaupt funktionieren kann.

Versuche den anderen auf dieser Basis zu ändern sollte man aber schön sein lassen. Die Erfolgsaussichten sind mehr als gering. Allerdings das eigene Verhalten kann man entsprechend gestalten.

Jemand der sich generell und häufig zurück zieht ist jedenfalls für eine Partnerschaft oder Freundschaft unbrauchbar, da nur er über gemeinsame Zeiten und deren Inhalt entscheidet. Aus Sicht des Anderen ist dies (versuchte) Machtausübung bzw. Spielchen. Rückzug ist dann angesagt. Ob man unbedingt mauern muss ist wahrscheinlich davon abhängig wie weit man sich vorher auf diesen Menschen eingelassen hat und von seinem Verhalten verletzend überrascht wurde.

Das beleidigte Leberwurst Verhalten von @Vikky ggü. ihrem Partner ist ein sehr deutliches Grenzen ziehen. Ihr Partner hat die freie Wahl sich diesen Grenzen anzupassen oder sich zu verabschieden. Aber vielleicht empfindet er @Vikky 's Verhalten überhaupt nicht so schlimm. Jedenfalls zieht sie sich nicht schweigend zurück und lässt ihn im Ungewissen was die Ursache dafür ist.
 
  • #40
Ich würde dem Mann in gleicher Weise einen Aufweckschock (Schluss machen) präsentieren - genauso OneWay-Komunikation per SMS ohne weiteren Kontakt. Nur dadurch lernen so egoistische Menschen fürs Leben was.

Es kann ja nun jeder halten wie er möchte.
Ich persönlich halte von solchen "Auge um Auge, Zahn um Zahn" Aktionen nach dem Motto "Du hast mich verletzt. Jetzt verletze ich Dich" GARNICHTS. Man gewinnt dadurch nix, am Ende stehen zwei! Verlierer da. Und der konfliktscheue Part wird nach der Erfahrung noch mehr mauern und das Vertrauen ist futsch.

Damit will ich nicht sagen dass man sich alles bieten lassen will.
Aber sinnvoller ist dass die FS überlegt ob sie mit so jemand glücklich ist. Ihre Standards setzt (einseitige whatsapp Kommunikation kann man sich höflich verbieten, z.B. mit dem Satz :"melde Dich gerne bei mir, aber erst wenn Du weisst was Du willst und zum konstruktiven Gespräch bereit bist. Vorher will ich nix von Dir hören. "

Und falls es zum Gespräch kommt, kann sie dem Partner dann ruhig mitteilen welche Wirkung sein Verhalten auf sie hat und seine Reaktion beobachten.
DAS ist konstruktiv.
Und unabhängig von ihm und Rachegelüsten ueberlegen, wo sie steht!
 
  • #41
Naja, drei Tage sind rum. Sternli, wie siehts aus, kannst du jetzt eher verstehen, warum er abgetaucht ist? Hat er mal ein Zeichen gesandt, dass er sich auch um dich sorgt oder wie er sich das weiter mit euch vorstellt?

In drei Tagen sollte er immerhin so weit sein, dass er sich auch um dich und dein Befinden Gedanken macht, eine grobe Richtung vorgibt.

Nach meiner Erfahrung liegen Bewährungsproben und auch Phasen von Meinungsverschiedenheiten und Streit für eine Beziehung meist beim Zusammenziehen, wenn Kinder kommen oder aus dem Haus gehen. Laut werden, Tränen, Weggehen gehören mitunter dazu, sind jedoch Warnzeichen. Ein bisschen rumbocken, zicken oder sich für ein paar Stunden zurückziehen sind menscchlich. Schreien, Handgreiflichkeiten oder tagelang abtauchen finde ich hingegen nicht mehr im grünen Bereich. Sowas untergräbt das Vertrauen in eine tragfähige liebevolle Beziehung.
 
  • #42
Wenn sich letztlich herausstellt, dass keine andere Frau involviert ist oder war,

....ja und was dann, das zerschlagene Porzellan, die Unterstellungen reumütig zurücknehmen? Was soll dann verhandelt werden, ein zerstörtes Vertrauen ist kaum verhandlungsfähig. Worum ging es eigentlich in dem Streit, was kam auf den Tisch. Es muss so banal gewesen sein, dass sofort hinterher Schönwetterwolken aufziehen konnten. Ich bin sicher, dass in dem Post Wesentliches unter dem Tisch gefallen ist, damit man es sich in der Opferrolle gemütlich machen kann. Auch in diesem Theater, wo der Kerl sich so fürchterlich mies verhält, von nix kommt nix, da gehört noch ein zweiter Part dazu.

Warum meldet sich die FS eigentlich nicht mehr, sie hat sich stillschweigend verdünnisiert, gewiss kein wertschätzendes Verhalten, nachdem man hier Infos, Ratschläge, Meinungen einkassiert hat. Jeder Forist gibt sich Mühe, investiert Zeit und gibt sein Bestes. Ich ziehe daraus meine Rückschlüsse, es war wieder mal hohle Luft, um sich abzureagieren, weil es zu Störfällen kam. Weil jemand randvoll, nicht mehr in der Lage war, ein Prinzesschen auf der Erbse, in die Schönwetterzone zu schubsen, weil sie es ja schließlich gewohnt ist, dass man hinter ihr her rennt und ihr gereicht. Da geht jedem mal irgendwann die Puste aus.

Dein Part wäre es, dass du ihm jetzt einmal hinterherschaufelst, wenn du nicht längst schon wieder mundgerecht betüdelt wirst und die Welt wieder für dich und nur für dich, in Ordnung ist.
 
  • #43
....ja und was dann, das zerschlagene Porzellan, die Unterstellungen reumütig zurücknehmen?

Die FS hat kein Porzellan zerschlagen und ihm auch nichts unterstellt, was sie reumütig zurücknehmen müsste. Sie möchte nur wissen was los ist und dass er mit ihr darüber redet.

Der Streit soll wegen einer Kleinigkeit gewesen sein und trotzdem hätte es "geknallt mit schreien, Tränen und versöhnen".
Danach hätte es dann einen unendlich schönen Abend der Versöhnung gegeben, so dass die FS den Eindruck hatte, "jetzt passt wieder alles".

Ich bin inzwischen der Ansicht, dass er diesen Abend am Donnerstag deswegen für sie so schön und unvergesslich gestaltet hat, weil er bereits wusste, dass es der letzte Abend mit ihr sein würde und er zu diesem Zeitpunkt schon den Plan hatte, sich gleich nach der Hochzeit zu verdünnisieren. Ich glaube auch nicht, dass er sich irgendwo alleine zum Nachdenken verbarrikadiert hat, sondern dass er sich bei einer anderen Frau aufhält und die FS darüber solange im Ungewissen lässt, bis er weiß, ob die neue Sache sich für ihn lohnt oder er lieber wieder zur FS zurückgeht.

Warum meldet sich die FS eigentlich nicht mehr, sie hat sich stillschweigend verdünnisiert, gewiss kein wertschätzendes Verhalten, nachdem man hier Infos, Ratschläge, Meinungen einkassiert hat. Jeder Forist gibt sich Mühe, investiert Zeit und gibt sein Bestes. Ich ziehe daraus meine Rückschlüsse, es war wieder mal hohle Luft, um sich abzureagieren, weil es zu Störfällen kam. Weil jemand randvoll, nicht mehr in der Lage war, ein Prinzesschen auf der Erbse, in die Schönwetterzone zu schubsen, weil sie es ja schließlich gewohnt ist, dass man hinter ihr her rennt und ihr gereicht. Da geht jedem mal irgendwann die Puste aus.
Dein Part wäre es, dass du ihm jetzt einmal hinterherschaufelst, wenn du nicht längst schon wieder mundgerecht betüdelt wirst und die Welt wieder für dich und nur für dich, in Ordnung ist.

Warum die FS sich nicht mehr meldet hat ist sicher kein Prinzessinnengehabe, sondern hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sie zur Zeit völlig fertig ist. Vielleicht hat er sich inzwischen ja gemeldet und sie aufgeklärt oder sie hat von anderen erfahren was los ist.

@Sterni

Melde dich doch mal und erzähle wie es dir inzwischen geht.
 
  • #44
Was immer bei dem Mann los ist, Abtauchen mit lediglich einseitiger Kontakterlaubnis finde ich unpartnerschaftlich und "erzieherisch".
Dieses mal muss die FS das wohl aushalten, für zukünftige Krisen (und die wird es geben!) würde ich etwas Anderes aushandeln.
Mir wäre das Gefühl, nur auf Abruf geduldet zu sein, ein deutlicher Dorn im Auge. Es muss erlaubt sein, seine eigenen Standards da klarzustellen und ggf. einen Kompromiss auszuhandeln.
Wenn einer der Partner bei Problemen mit Ansage auf längere Zeit abtaucht, dann ist das für mich mehr als eine alleinige Problembewätigung - sondern auch ein Ausgrenzen mit der Tendenz zum Abweisen.
Es mag Menschen geben, die das schätzen und in Ordnung finden. Für eine Partnerin, die teilhaben möchte, fehlt da die Passung.
 
  • #45
Ja, ich kann das verstehen.
Die Mutter meines Sohnes flüchtete das erste Mal als der Kleine 2 Wochen war. Keine SMS sondern einen Zettel hatte ich.Melde mich bald. Sie kam nach knapp einer Woche wieder. Das nächste Mal war sie weg, da war unser Sohn drei Monate und kam nach fast zwei Monaten wieder. Beim nächsten Mal wusste ich sie kommt nicht wieder.
Dein Fall ist jetzt nicht so, aber es gibt Menschen, die können manchmal nicht mehr. Na klar, es wäre besser würde er rechtzeitig reden, aber der andere Part fehlt hier, nicht um Schuld zuzuschieben aber jemand, der untertaucht ist am Ende. Ich hab damals von meiner Ex-Freundin etwas erwartet, was sie gar nicht geben konnte, alle haben auf sie eingeredet und ich war ihr auch keine Stütze.
TE, geh mal tief in Dich und überleg mal warum er so reagiert.
 
  • #46
Gerade du, die aufgrund eigener Erfahrungen in einer Opferrolle verharrte......
Ich weiß nicht, wie Du auf die Idee kommst, dass ich in einer Opferrolle verharrte. Ich habe mich in meiner Ehe nie als Opfer gefühlt sondern versucht zu verstehen, was da passiert, mich dem anzupassen und als ich Verstand, dass es mir nicht guttut und sich nicht ändern wird, habe ich es beendet und nicht einen Tag bedauert, was es mich gekostet hat sondern war nur froh, dass es vorbei war.
Opfer geht definitiv anders.

Du hattest das Glück, dass dein Liebster verständnisvoll reagierte und sich auch noch entschuldigte, für etwas, was noch nicht einmal vorsätzlich, mit böser Absicht geschehen ist. Ich fand deine Reaktion derzeit ziemlich überzogen...
Nein, ich habe kein Glück, dass mein Partner verständnisvoll reagiert sondern ich habe bewusst den richtigen Mann gewählt.
Und er hatte auch nicht verständnisvoll readiert sondern er hat verstanden, dass sein Verhalten nicht ok ist, weil wir das gleiche Wertesystem haben. Ich will und brauche keinen verständnisvollen Papa als Partner denn ich bin schon erwachsen.

Ich habe einen Partner gewählt der einen Selbstanspruch hat. Dazu gehört, dass man sich nicht nur für Fehlverhalten aufgrund von Vorsatz entschuldigt sondern auch für Fehlverhalten aufgrund von Alkoholisierung, Dummheit etc.- für Fehlverhalten generell.

Du warst nicht dabei, Du hast ein anderes Wertesystem und daher ist egal, ob Du etwas, was in anderen Beziehungen stattfindet, überzogen findest. Es geht nur die beiden etwas an, die es betrifft.

Du hast Glück, dass dieser Mann über so viel Empathie verfügt, dass er dich nicht hat auflaufen lassen und dir die Kante geben hat, so wie du es hier gerne und oft, ohne genaue Hintergründe zu kennen, anrätst.
Wiederum, kein Glück sondern richtige Partnerwahl.
Ich suche mir eben keinen Partner, der mich auflaufen lässt oder mir "die Kante gibt", wenn ich mich mit ihm an einen Tisch setze und mit ihm rede.

Empathie gibt es bei uns auf Gegenseitigkeit. Ich mache in der Situation kein Drama und blamiere meinen Partner nicht sondern ich frage später, was bei ihm los war, warum das passiert ist - um ein Missverständnis auszuschließen.
Darüber hinaus mache ich deutlich, was mir nicht gefallen hat.

Niemals mache ich, was der Partner der FS tut: lügen, verschwinden, manipulieren und den anderen in Unsicherheit stürzen - weil ich weiß, was Unsicherheit ist.
 
  • #47
Wiederum, kein Glück sondern richtige Partnerwahl.

.... es ist beachtenswert, dass du die richtige Partnerwahl getroffen hast. Das ist nicht jedem gegeben und beruht auf Erfahrungsschätzen, de die beiden, die noch sehr jung sind, nicht haben. Du hattest in jungen Jahren Fehlgriffe und daraus dein heutiges Wissen schöpfen und umsetzen können. Um etwas in einer Partnerschaft umsetzen zu können, bedarf es auch des richtigen Gegenparts, der mitzieht und auf dem gleichen Level schwingt.
Die beiden sind jung, müssen lernen, wie Beziehung geht und dass mangelnde, schlechte Kommunikation zu 95% die Ursache dafür ist, dass die Beziehung zum Drama wird. Hier in diesem Fall geht es schwergewichtig um mehr, als nur einen kleinen Störfall. Da ist mehr vorgefallen und ein wichtiger Teil fehlt. Wir wissen zudem, dass in den allermeisten Fällen zu Ungunsten des Abwesenden formuliert wird. Was und in welcher Schwere hier vorgefallen ist, kann man erahnen, aber nicht wissen. Vielleicht hat dieser Mann eine falsche Wahl getroffen, vielleicht sie, wir werden es nicht erfahren.
Für mich gehören immer zwei zu einem Theater.

Niemals mache ich, was der Partner der FS tut: lügen, verschwinden, manipulieren und den anderen in Unsicherheit stürzen - weil ich weiß, was Unsicherheit ist.

...stimmt, das ist ein fieses Gefühl, ich denke hier ist der Mann vielleicht schon vorher im Meer von Unsicherheit geschwommen. Jetzt ist geballt etwas vorgefallen und manchmal hilft einfach nur, die Klappe zu, weil einfach nichts mehr geht. Er meldet sich täglich und bittet darum, zu warten, bis er soweit ist, dass er mit der FS sprechen kann. Das ist aus meiner Sicht menschlich, abzuwarten, was da vorgefallen ist, was so ein Verhalten ausgelöst hat. Er ist nicht einfach mir nix, dir nix, so verschwunden und hat sich in Luft aufgelöst. Vielleicht muss er sich aus seinen Manipulationsverstrickungen erst einmal lösen, wissen wir nicht.
Ich bedaure sehr, dass die FS sich nicht meldet, sondern sich in Luft aufgelöst hat.

Liebe Vicky, mir fehlt hier einfach zu viel von der anderen Seite, als dass ich so hart urteilen mag.
 
  • #48
Ja, ich kann das verstehen.
Die Mutter meines Sohnes flüchtete das erste Mal als der Kleine 2 Wochen war. Keine SMS sondern einen Zettel hatte ich.Melde mich bald. Sie kam nach knapp einer Woche wieder. Das nächste Mal war sie weg, da war unser Sohn drei Monate und kam nach fast zwei Monaten wieder. Beim nächsten Mal wusste ich sie kommt nicht wieder.
Dein Fall ist jetzt nicht so, aber es gibt Menschen, die können manchmal nicht mehr. Na klar, es wäre besser würde er rechtzeitig reden, aber der andere Part fehlt hier, nicht um Schuld zuzuschieben aber jemand, der untertaucht ist am Ende. Ich hab damals von meiner Ex-Freundin etwas erwartet, was sie gar nicht geben konnte, alle haben auf sie eingeredet und ich war ihr auch keine Stütze.
TE, geh mal tief in Dich und überleg mal warum er so reagiert.

Klar kann man für psychische oder sonstige Gründe solcher Fluchten Verständnis haben. Das muss man aber nicht, denn egal was die Gründe sind, so ein Verhalten ist respektlos und verletzend. Wenn dann noch das eigene Kind zurück gelassen wird ist dies absolut asozial.

Klar es gibt Menschen die können nicht anders. Sie kämpfen erfolglos mit Traumata aus ihrer Kindheit u.ä. Es wird gerne argumentiert auch solche Menschen haben einen Anspruch auf Glück und Liebe.

Das sehe ich völlig anders. Jeder Mensch hat darauf Anspruch, dass zu bekommen was er selbst geben kann. Nur wenn ich mich selbst verlässlich verhalte habe ich einen Anspruch auf Verlässlichkeit. Das Verhältnis muss nicht ausgewogen sein. Auch Ausrutscher sind akzeptabel. Ist Unverlässlichkeit aber dauerhaft, existiert so ein Mensch für mich irgendwann überhaupt nicht mehr. Über Entschuldigung wie eine schwere Kindheit kann ich da nur lachen. Dies zeigt doch nur das ablehnen jeder Verantwortung.
 
  • #49
Hallo zusammen, danke für viele Meinungen.
Mein Freund und ich hatten gestern ein Gespräch.
Es war wie manche geschrieben haben, ein Rundumschlag. Ihm ist alles zu viel geworden und dann hat er auch an uns gezweifelt. Wir versuchen an uns zu arbeiten.
Bin ich auch der Meinung, dass man den Partner in schlechten Zeiten unterstützen sollte. Die Art von seine Abgang war nicht richtig, das hab ich ihm auch gesagt. Wenn er wieder mal eine Auszeit braucht soll er mit mir sprechen und nicht einfach abtauchen. Ich denke, wir bekommen das hin.
Danke, für eure Unterstützung :)
 
  • #50
Liebe Sterni,

ich freue mich für dich/euch.
Ihr könnt wachsen und euch entwickeln und seid in guten, wie in schlechten Zeiten füreinander da. Eine gute Basis für eine Beziehung mit einem besonderen Rundumschlag ;-) Richtung tragfähige Liebe.

Ich wünsche euch von Herzen alles Liebe und *Daumendrücks* packe ich gerne noch obendrauf....
 
  • #51
Liebe FS, das ist erstmal sehr schön und auch sehr gut, dass Du ihm für die Zukunft gesagt hast:
Ich akzeptiere xy aber nicht so...

Damit hast Du auch eine Grenze gezeigt.

Ansonsten habe ich innerlich mehrfach Beifall geklatscht, wenn ich @Pia62 hier gelesen habe.

Nach 1 1/2 Jahren, darf man auch mal straucheln ohne direkt in die Schubladen der psychokiste zu landen.
 
  • #52
@Ejscheff
Ich hab ja geschrieben, dass ich dafür Verständnis habe. Asozial hat sich meine Ex-Freundin nicht verhalten, Trauma und schlechte Kindheit hatte sie auch nicht.

Es ist sehr verletzend, auch weil man selber nicht die Vertrauensperson ist mit der der Partner spricht. Und natürlich hat solch eine Sache auch Konsequenzen, aber trotzdem verstehe ich es.
 
  • #53
Wenn dann noch das eigene Kind zurück gelassen wird ist dies absolut asozial.

Klar es gibt Menschen die können nicht anders. Sie kämpfen erfolglos mit Traumata aus ihrer Kindheit u.ä. Es wird gerne argumentiert auch solche Menschen haben einen Anspruch auf Glück und Liebe.

Das sehe ich völlig anders. Jeder Mensch hat darauf Anspruch, dass zu bekommen was er selbst geben kann. Nur wenn ich mich selbst verlässlich verhalte habe ich einen Anspruch auf Verlässlichkeit. Das Verhältnis muss nicht ausgewogen sein. Auch Ausrutscher sind akzeptabel. Ist Unverlässlichkeit aber dauerhaft, existiert so ein Mensch für mich irgendwann überhaupt nicht mehr. Über Entschuldigung wie eine schwere Kindheit kann ich da nur lachen. Dies zeigt doch nur das ablehnen jeder Verantwortung.

Hmm..bemerkenswert. Jeder vierte Vater lässt das eigene Kind bei Trennung "zurück". Dass sich hier eine Frau so verhält.. ungewöhnlich. Aber auch irgendwie verständlich da sie als frische Mutter mit Wochenbett, Schlafmangel, totalem Eingebunden sein etc sehr viel schneller an die Grenze kommt als der Vater. Warum hauen eigentlich die Mütter nicht öfter ab sondern die Väter? Es waere logischer...
 
  • #54
Klingt wie ein Mann, der ein Strohfeuer ist. Welcher ernsthafte Mann zieht in heutiger Zeit schon innerhalb 1,5 Jahren zusammen? Meiner Ansicht nach sind das schnelllebige Männer, mit denen man schnell und kurz eine flotte Nummer haben kann, aber die genauso schnell wieder innerlich abkühlen.

Kann es sein, dass er eine neue Frau kennengelernt hat? Ich kenne eigentlich keinen Mann, der einfach so geht, weil er bisschen Stress hat oder es nicht so läuft, wie er es sich vorstellt. Männer mögen einen festen Alltag und brechen da nicht einfach mal so aus.

Also mir scheint, da liegt was im Argen und mich würde nicht wundern, wenn er dir in paar Tagen oder Wochen vermittelt, dass da eine andere Frau ist.
 
  • #55
Sternli ,

Das freut mich für Euch.

Besonders, dass es gelungen ist, zu kommunizieren.
Jetzt gilt es zu schauen , wie ist grundsätzlich die Kommunikation, wie könnt Ihr Euch da verbessern? Denn solche Vorkommnisse bergen zwar die Chance zur Entwicklung, aber können auch Verletzungen hinterlassen.
Du hast Grenzen, Gefühle , Wünsche - wichtig .

Und bei ihm man schauen, wie man dauerhafter den Stresslevel hinunter bekommt. Das war ein großer Warnschuss.

Ansonsten schließe ich mich Pixi und Pia an,

Alles Liebe.

@jasmina_jj, wenn ich nach 1,5 Jahren Partnerschaft noch nicht an einem Punkt bin, dass man zusammen lebt, dann ist es sinnlos. Für mich gehört nämlich LAT nicht zu einem dauerhaften Beziehungsmodell (Fernbeziehung mit Perspektive ist ein anderes Thema).
 
  • #56
Klingt wie ein Mann, der ein Strohfeuer ist. Welcher ernsthafte Mann zieht in heutiger Zeit schon innerhalb 1,5 Jahren zusammen? Meiner Ansicht nach sind das schnelllebige Männer, mit denen man schnell und kurz eine flotte Nummer haben kann, aber die genauso schnell wieder innerlich abkühlen.

Kann es sein, dass er eine neue Frau kennengelernt hat? Ich kenne eigentlich keinen Mann, der einfach so geht, weil er bisschen Stress hat oder es nicht so läuft, wie er es sich vorstellt. Männer mögen einen festen Alltag und brechen da nicht einfach mal so aus.

Also mir scheint, da liegt was im Argen und mich würde nicht wundern, wenn er dir in paar Tagen oder Wochen vermittelt, dass da eine andere Frau ist.
Nn ja, 1,5 Jahre finde ich nicht wenig für Zusammenziehen, ansonsten stimme ich deinem Beitrag zu. Kein Mensch geht von heute auf morgen, weil ihm alles zuviel ist, und schon gar nicht Männer- im Gegenteil, sie sind froh, wenn sie Rückendeckung haben.
FS, ihr habt doch Streit und danach " die Welt ist wieder in Ordnung". Am nächsten Tag ist er abgetaucht. Jetzt habt ihr euch" ausgesprochen". Du darfst gern anfangen zu zählen, wie lange es diesmal hält. Manche brauchen es einfach, nach dem Motto" jeder ist der Schmied seines (Un)glücks".
 
  • #57
Du hattest in jungen Jahren Fehlgriffe und daraus dein heutiges Wissen schöpfen und umsetzen können. Um etwas in einer Partnerschaft umsetzen zu können, bedarf es auch des richtigen Gegenparts, der mitzieht und auf dem gleichen Level schwingt.

Richtig, man muss Lebenserfahrungen sammeln und aus Fehlern lernen. Das Wichtigste ist aber zu erkennen, dass man nicht den richtigen Partner hat und dass daher nichts schwingt sondern es aneinander scheppert.

Mein Hauptfehler war der, den die FS auch macht (typischer Frauenfehler):
- zuviel beim Mann, zu wenig bei sich selber sein
- Entschuldigungen/Erklärungen für sein Fehlverhalten suchen und natürlich liegen die bei einem Mann mit Mitte 30 in der Kindheit und werden als unveränderlich akzeptiert
- akzeptieren, dass er ein schwieriger Mensch ist und das begründet alles, statt zu hinterfragen, ob man mit einem schwierigen Menschen dauerhaft zusammensein will, wenn dieser gegen sein "schwierig sein" nichts tut.
- sich vol ihm vorgeben lassen, wie es weitergeht, statt eigene Wünsche und Forderungen zu entwickeln.

Solange ich mich so verhielt wie die FS, machte mein Exmann weiter wie gehabt. Ich musste mein Verhalten ändern und die Verständnisschiene verlassen, damit Bewegung in die Sache kam.
Man muss sich beim ersten Vorfall dieser Art nicht unbedingt trennen, sollte aber klarmachen, dass man nicht bereit ist, das ein zweites Mal zu akzeptieren.

Ich bin mir auch sicher, dass der Vorfall eine längere und heftige Vorgeschichte hatte, denn so ein Abgang kommt nicht aus dem Nichts. Dito wieder das schnelle Zusammenkommen nach dem Abgang. Das ist ein Muster in einer nicht halb so guten Beziehung, wie die FS sie schildert.
 
  • #58
Hmm..bemerkenswert. Jeder vierte Vater lässt das eigene Kind bei Trennung "zurück". Dass sich hier eine Frau so verhält.. ungewöhnlich. Aber auch irgendwie verständlich da sie als frische Mutter mit Wochenbett, Schlafmangel, totalem Eingebunden sein etc sehr viel schneller an die Grenze kommt als der Vater. Warum hauen eigentlich die Mütter nicht öfter ab sondern die Väter? Es waere logischer...

Die Annahme, dass ich mich nur auf Frauen beziehe ist sexistisch und spricht für vorhandene Vorurteile.

Ich habe meine Tochter übrigens auch verlassen. Sie war 21. Sie bekommt freiwillig höheren Unterhalt, fährt mit mir auf ihren Wunsch in den Urlaub, sieht mich in Regel zweimal im Monat ...

Wenn sie unzufrieden wäre, hätte sie mit 23 wohl nicht so viel Zeit für mich.
 
  • #59
Nn ja, 1,5 Jahre finde ich nicht wenig für Zusammenziehen, ansonsten stimme ich deinem Beitrag zu. Kein Mensch geht von heute auf morgen, weil ihm alles zuviel ist, und schon gar nicht Männer- im Gegenteil, sie sind froh, wenn sie Rückendeckung haben.
FS, ihr habt doch Streit und danach " die Welt ist wieder in Ordnung". Am nächsten Tag ist er abgetaucht. Jetzt habt ihr euch" ausgesprochen". Du darfst gern anfangen zu zählen, wie lange es diesmal hält. Manche brauchen es einfach, nach dem Motto" jeder ist der Schmied seines (Un)glücks".

Man schmeißt eine Partnerschaft nicht nach 1,5 Jahren wegen eines (!) Streites weg.
Nirgendwo steht, dass sie sich permanent streiten, oder dass er sich permanent zurück zieht. Das war auch das erste Mal.
Grund des Streites, und des sehr kurzen Rückzugs - massive Überlastung, da ist ein Mensch dünnhäutig, empfindlich.

Jetzt hat man miteinander geredet, sucht die Ursachen und Lösungen - das ist das , was man als Erwachsener tun sollte.

Aber man kann natürlich die Welt immer schwarz und negativ sehen. Hinter jedem Gebüsch andere Frauen stehen sehen und den potentiellen / realen Betrug, oder massive Persönlichkeitsstörungen.
(Zu meiner Erfahrungswelt gehört weder das Eine noch das Andere).
Ich erlebe nur Menschen (m/w), bei denen halt mal nicht alles glatt und rund läuft, sondern auch mal Stolperstellen auftauchen, wie hier dieser eine Streit bzw. seine Stressreaktion.

Die Qualität einer Partnerschaft zeigt sich in Krisenzeiten, nicht bei Schönwetter.
Man kann natürlich dann auch eine Partnerschaft sofort beenden - das ist, wenn dies Frau tut, dann natürlich auch kein Weglaufen, sondern konsequentes Tun.(Ironie off )
Oder man schaut sich an, was war und verändert - weil die Grundbasis, die Liebe, das Vertrauen, etc. immer noch da sind .

Ich wünsche Sternli und Ihrem Partner auf jeden Fall alles Gute.

W,48
 
  • #60
Die Qualität einer Partnerschaft zeigt sich in Krisenzeiten, nicht bei Schönwetter.
Man kann natürlich dann auch eine Partnerschaft sofort beenden - das ist, wenn dies Frau tut, dann natürlich auch kein Weglaufen, sondern konsequentes Tun.(Ironie off )
Oder man schaut sich an, was war und verändert - weil die Grundbasis, die Liebe, das Vertrauen, etc. immer noch da sind .
Wenn mann wegläuft,weil ihm alles zuviel ist, dann ist es normal. Wenn frau die Beziehung beendet, weil sie ihrem Partner aufgrund seines Verhaltens nicht mehr vertraut, dann ist das Weglaufen. Interessante Logik.
Du hast recht, dass Partnerschaft in Krisenzeiten das wahre zeigt. Der Mann hat es gezeigt. Nicht, dass er gegangen ist, sondern WIE. Hier wird eintscheidender Satz oft übergangen- die FS bezeichnet ihren Freund als " schwierig". In solcher Konstellation sind das die Menschen, AUF DIE Rücksicht genommen wird oder sie erwarten das selber. In diesem Fall bemüht sich der andere Part, besonders viel Harmonie herzustellen. Schau dir jede ungleiche Konstellation- immer regiert das " Problemkind". Ich nehme an, dass FS schon öfters Rücksicht saufuf ihn genommen hat. Und jetzt wieder tut. Warum erwartet ein schwieriger Mensch, für alles Verständnis zu bekommen, warum glaubt er, eine erwachsene Beziehung führen zu wollen, ohne sich erwachsen verhalten zu müssen?? Das ist oft eine Eltern- Kind- Beziehung, wo Mama oder Papa schon lieb werden und mir nichts tun.
Ich BIN so ein schwieriger Mensch und weisst du was - ich arbeite an mir. Mir sind meine Defizite bewusst, aber ich kenne auch alle Verhaltens- und Denkweisen, um diese anstrengende Selbstreflexion nicht tun zu müssen. Ich sehe es an mir, aber auch an anderen Menschen- Problemfälle bleiben solange problematisch, solange sie in ihrer destruktiver Art von dem Umfeld akzeptiert werden. Fehlt der nötige Feedback, bleiben sie genauso schwierig. Was hat der Freund gelernt- er muss ein bisschen blabla machen, dann nimmt ihn Freundin zurück. Wenn er nächsten mal wegläuft, muss er sie nur solange bequatschen. Sobald ich aufgehört habe, irgendwelche Ausreden zu betreiben, warum dies oder jenes nicht möglich ist, habe ich das auch bei anderen aufgehört. Natürlich akzeptiere ich auch, dass manches Zeit braucht oder mir ist bewusst, wann ich mir selber was vormache. Das gestehe ich auch dem Gegenüber. Aber für alles gibt es eine Grenze. Wie hat so schön Samanta Jones aus" Sex and the city" gesagt - " Ich liebe dich, aber mich liebe ich mehr".
 
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