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  • #1

Kann ich die Verantwortung tragen, wenn er nie Vater wird?

Ich bin mit einem Mann zusammen, den ich sehr liebe. Er hätte gerne eine Familie - schon vor ein paar Jahren gegründet. Er weiß, dass ich aufgrund sehr negativen Erfahrungen innerhalb meiner Familie keine Kinder möchte. Er sagt, dass dies nicht macht und es müßte mit den Kindern nicht unbedingt sein. Ich habe aber ein schlechtes Gewissen, denn er ist ein wundervoller Mensch und er hätte es verdient Vater zu werden ... Manchmal denke ich, dass ich ihn verlassen sollte, damit er frei für eine jungere Frau ist, die seinen Kinderwunsch teilt.
 
  • #2
Wenn er aus Liebe zu Ihnen auf Kinder verzichtet, dann sollten Sie das auch glauben und annehmen.
 
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  • #3
Wie alt bist Du?
Kannst Du unter Umständen Deine negativen Erfahrungen mit qualifizierter Hilfe be- und verarbeiten und euch beiden damit eine gemeinsame Familie ermöglichen?

Liegen Deine 'sehr negativen Erfahrungen' in einer vererbbaren Erkrankung begründet?

Weshalb schliessen Deine 'sehr negativen Erfahrungen' offenbar kategorisch aus, dass Du selber Mutter wirst? Ist das eine rationale Entscheidung oder Angst?
 
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  • #4
wenn das ein netter Mann ist und du ihn wirklich liebst, dann solltest du mit ihm ein Kind bekommen.

Wenn er Kinder will, dann wird er dich irgendwann mal für eine Frau verlassen, und als Frau hat man ja nicht ewig Zeit.. Aber wenn er jetzt sagt, dass es nichts macht, weißt du nicht, wie er es in Paar Jahren sehen wird- vielleicht sucht er auch schon und bleibt bei dir, solange er nichts anderes hat (sehr beliebt bei Männern)

Wenn Du 100% sicher bist, dass du NIE Kinder willst, dann kannst dich dich darauf einstellen, dass es mit der Beziehung auf Dauer nichts wird. In der heutigen Zeit verzichtet man nicht solche Wünsche und bei der Vielzahl der alleinstehende Frauen, die gerne Kinder wollen, ist es für einen Mann ein leichtes Spiel..
 
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  • #5
Wie alt bist Du?

Mit Mitte 20 habe ich aufgrund meiner familiären Geschichte eine ähnliche Einstellung gehabt.
Ich hatte eine glückliche Kindheit, aber es gibt eine Erbkrankheit, vor der ich Angst hatte.

In der Zwischenzeit haben meine Geschwister beide jeweils ein gesundes Kind und ich denke darüber etwas anders. Wenn es einen passenden Partner gäbe, könnte ich mir durchaus ein Kind vorstellen.

Zermarter Dir nicht so viel den Kopf - wenn Du kein Kind kriegen "kannst" aufgrund der Gene - dann kannst Du doch noch eines adoptieren?
Wenn Dich Deine Kindheit traumarisiert hat, dann kannst Du diese Traumata auch aufarbeiten - mit professioneller Hilfe geht das sicher schneller - aber es gibt auch Traumas die das Leben selber auflöst.

w
 
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  • #6
Ich würde an Deiner Stelle anfangen, mal das über Bord zu werfen, was war. Wenn es eine genetische Erkrankung ist dann laß Dich in England künstlich befruchten, da kann man sich die Eizellen anschauen ob das Kind den Gendefekt hat oder nicht. Wenn es etwas anderes war, z. B. Gewalt, Mißbrauch etc. dann mußt Du sagen "ich will Kinder" weil Du, so lange Du keine Kinder willst, die Vergangenheit nicht wirklich über Bord geworfen hast und immer noch drunter leidest.

Aber wenn Du ihn liebst und er Dich - sei froh, das ist der Idealzustand aber warum willst allein aus rationalen Gründen Dich trennen wenn Du den Idealzustand hast. Du wirst danach leiden ohne Ende, jahrelang.

Willst Du nun leiden oder glücklich sein ? Wenn Du glücklich sein willst, schau, daß Du schwanger wirst, und wenn Du Dir wirklich sorgen machst was mit den Kindern ist, wenn Ihr Euch trennt, dann rede mit ihm ... ihr macht eine Vereinbarung daß bei Trennung und Scheidung die Kinder bei ihm sind.

Weil wenn Du ihm so viel Liebe geben kannst, dann kannst auch Deinen Sprößlingen viel Liebe geben und wenn Du erlebt hast, wie es mit Kindern nicht gut läuft - dann um so mehr.

7E2176FE - m
 
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  • #7
Ich habe auch sehr negative Erfahrungen innerhalb meiner Herkunftsfamilie gemacht, aber diese Erfahrungen sind kein Schicksal, sondern nur ein Problem, das sich beheben lässt. Durch genügend Abstand zur Herkunftsfamilie bzw. Vergangenheit, intensive Konzentration auf positive Beispiele und Alternativen, und mit der Hilfe eines verständnisvollen Partners, einer verständnisvollen Schwiegerfamilie lässt sich eine eigene Zukunft gestalten. Ein Kind ist dabei der Beweis, dass mit viel Liebe und Geduld ein glückliches Leben möglich ist. Dafür wünsche ich Dir viel Mut.
 
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  • #8
@5 Man kann einem Sprößling keine Liebe geben, wenn man tot ist!
Warum muß es denn eine Erbkrankheit sein? Warum kann es nicht andere Schicksalsschläge geben?
Unfall - um nur ein Beispiel zu nennen.
Bei uns in den Familien, gibt es kein einziges Elternpaar, denen es vergönnt war seine Kinder großzuziehen. Mindestens ein Elternteil ist gestorben (nein - keine Erbkrankheit und nicht blutsverwandt).
Es war und ist wie ein Fluch (obwohl wir natürlich nicht an so einen Blödsinn glauben).
Reicht folgender Bericht?
Witwe mit 40; Mann Krebs, Sohn 9 Jahre
Witwe mit 43, Mann Herzinfarkt, Tochter 6 Jahre
Witwer mit 45, 3 Jahre später war der 15 jährige Sohn Vollwaise (Unfall);
soll ich die anderen Schicksale auch noch aufzählen?
Es gibt Familien, die werden nicht gemeinsam "alt".
Und kommt mir doch jetzt nicht mit dem Ratschlag zu einen Psychologen zu gehen!!!
Was nützt einem Kind, das im Heim lebt oder bei einem Onkel, der Kinder nicht mag - denn ein Psychologe?
Das Kind weiß auch, dass es halt nur Pech hatte und es eben kein böses Kind ist.
Ich selbst habe nie meine Großeltern oder meine Vater gekannt;
auch zwei Onkels nicht..
Warum?
Ganz einfach -> tot, tot, tot
 
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  • #9
An #3
Wie kannst Du so eine pauschale Behauptung aufstellen? Nicht alle Männer sind so, und man kann seine Beziehung und sein Leben nicht von vorne bis hinten durchplanen wie ein Projekt. Es kommt sowieso oft anders als man es will - das Leben ist nicht so berechenbar. Klar, wenn der Mann unbedingt ein Kind will und die Frau nicht, ist die Beziehung irgendwann vermutlich vorbei. Aber wenn es nur ein allgemeiner "Wunsch" ist, kein absolutes Muss, und so stellt die Fragestellerin es dar, sehe ich die besten Chancen für eine glückliche Ehe.

An FS:
Ich kann Dich voll verstehen: Die Probleme in meiner Herkunftsfamlie waren so verstrickt und ich voll in der Coabhängigkeitsmühle, aus der ich mich jetzt - mitte 40 - endlich herauswinde, dass eine eigene Familie nie ein Thema war. Es war keine bewusste Entscheidung - ich konnte es mir einfach nicht vorstellen und es ist nicht passiert.
Kinder bringen neben vielen freudigen Momenten auch Belastungen für eine Beziehung mit sich. Also ist es durchaus verantwortungsvoll, lieber keine in die Welt zu setzen, wenn/solange man sich nicht bereit fühlt.

Zuerst halte ich eine stabile liebevolle Beziehung für essenziell, ehe man an Kinder denken kann.
In diesem Punkt scheinen bei Dir und Deinem Partner doch die besten Voraussetzungen zu bestehen: Wenn der Mann dich liebt und keine versteckten Hoffnungen hegt, dass Du es dir mit dem Kind vielleicht doch noch überlegst, solltest Du ihm vertrauen und dich nicht aus vorweggenommenem Pflichtgefühl trennen. Rede mit ihm über deine Ängste und wenn er weiterhin zu seiner Aussage steht - Gratulation! Dann hast Du das große Los gezogen, nämlich einen Partner mit bedingungsloser Liebe. Sowas wirft man nicht weg.

Es kann durchaus sein, dass Du das Trauma durch deine Herkunftsfamilie durch diese vertrauensvolle Beziehung mit einem geduldigen Partner überwindest und doch mal bereit für KInder bist , vielleicht auch mit Hilfe von Therapeuten. Mache aber keine Therapie mit dem Ziel "Ich will Kinder haben wollen, weil mein Mann sich welche wünscht", sondern nur, wenn Du z.B. mit Dir und Deiner Familie ins Reine kommen willst, um vertrauensvoll und lebendig zu werden. Alles andere ergibt sich.

Ich drück' Dir die Daumen.
Alles Liebe
w/45
 
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  • #10
Die Verantwortung, dass er keine Kinder mit dir haben wird, übernimmt doch in diesem Falle der Mann. Er hat dir doch schon gesagt, dass die Kinderfrage nicht so wichtig für ihn ist, er will dich.
Wenn das mal keine Aussage ist. Ich würde sie ernst nehmen und so annehmen. Die Verantwortung für seine Entscheidung liegt bei ihm. Du warst ehrlich.
Lass dich bitte nicht von Meinungen verunsichern, die dir voraussagen, dass er in einigen Jahren dann doch Kinder will. Die Menschen ändern sich, das ist richtig, aber niemand kann jetzt schon übersehen, was einmal in einigen Jahren sein wird. Die Zukunft kann zum Glück keiner lesen.

Bleib im Hier und Jetzt, genieße die schöne Beziehung zu ihm und glaube ihm.
Wer weiß schon, ob nicht du einmal deine Meinung bezgl. Kinderwunsch änderst. Ich wollte zunächst auch wegen einer unglücklichen Kindheit keine Kinder und war mir mit meinem Mann einig, bis ich auf einmal nach Jahren doch den dringenden Wunsch nach Kindern hatte und nun haben wir Nachwuchs und alles ist gut.
Ich wünsche dir viel Glück
 
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  • #11
Das sind sehr schwerwiegende Worte, die Du hier formulierst. Und es zeugt von Liebe Deinerseits, dass Du bereit waerst, ihn zu verlassen, nur weil er vielleicht dann Kinder haben kann. Du schreibst sehr warm von ihm.

Wenn Du soviel Liebe und Waerme in Dir hast - da schliesse ich mich den Vorschreibern an - dann solltest Du ihn wohl nicht verlassen. Sondern Dir ueberlegen, wie es eine andere Loesung geben kann.

Viele fragen ja nach, warum genau Du keine Kinder haben kannst und willst. Diese Fragen sind naheliegend, Antworten musst Du aber vielleicht nur fuer Dich selbst finden. Dennoch, wenn es so ist, dass Du denkst, Du seist nicht reif fuer Kinder, oder denkst, Du wuerdest mit der Verantwortung nicht klarkommen, dann gibt es vielleicht einen Weg. Frag doch mal einen Profi, der sich mit solchen Fragen auskennt und der Dir Rat geben kann. Sicher bist Du nicht mit Deinem Problem nicht alleine.

Sollte es ein medizinisches Problem geben, dann kann man das vielleicht auch loesen? Es ist viel mehr moeglich als noch vor Kurzem. Auch koenntet ihr ueber Adoption nachdenken?

Alles Gute!

m, 39
 
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  • #12
Lieber #7, dies ist ein sehr trauriges Schicksal. Aber glaubst Du, der Fragestellerin ist mit Deinem Beitrag geholfen?
 
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  • #13
Durch Förderungen werden in der Wissenschaft heute auch seltenste Krankheiten erforscht.
Bekannte Gendefekte werden duch die Medizin ausgeglichen.
Zum Glücklichsein reicht es oftmals aus, eigene Erfahrungen aus Leben und Beruf in die eigene
neue Familie mit einzubringen. Das was gut war von früher kann man weiterführen, das was nicht gut war in der Vergangenheit, lass einfach ausser acht, vergiss es.
Die Vielfalt des modernen Zeitalters bringt auch ohne Kinder, die nur ca. 18 Jahre bei einem sind,
genug Abwechslung.
Die Entscheidung für ein Kind liegt ganz einfach nur bei deinem Mann selbst, nicht bei Dir!
Zeig ihm das du selbständig bist und er sich nicht gezwungen fühlt, aus Mitleid bei Dir zu bleiben.
 
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  • #14
Also ich hatte das so verstanden, dass #7 die Fragestellerin ist.
Egal, #7 kann ich nur noch raten, zu einer Wahrsagerin, einem Schaman, einem Magier, einer Zigeunerin, einem Wunderheiler, einer Kartenlegerin oder wahlweise zu einem Priester oder Pfarrer zu gehen, die kennen Möglichkeiten, mit einem solchen Problem fertig zu werden.
 
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  • #15
Dein Mann entscheidet sich selbst gegen Kinder indem er sich für dich entscheidet, du brauchst dir da absolut keine Vorwürfe machen, wenn er nicht glücklich mit dir und eurer Situation wäre würde er sich in dieser Hinsicht schon bemerkbar machen.
Hör bloß nicht auf die anderen Poster hier die versuchen dir einzureden das du ein Kind mit ihm bekommen solltest, du hast dich gegen Kinder entschieden und da brauchst du dir von niemandem rein reden lassen.
 
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  • #16
Wenn solche schlechten Zeiten hinter Dir in Deiner Familie liegen, heisst das doch nicht, das die Zukunft auch so wird wie die Vergangenheit. Mit ein bisschen Gottvertrauen wird es schon gehen.
Oder, ... - willst Du wieder davon vor ihm davonlaufen?
 
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  • #17
#7 Ich gehe mal einfach davon aus, dass du die FS bist:
Es ist zwar mehr als schlimm, was du da schilderst, doch, wenn alle Menschen so denken würden und diese Angst vor der Zukunft hätten, dann würde die Menschheit binnen einer Generation aussterben!

Ich selber bin vor einem Jahr Witwe geworden und habe zwei Kinder (13 und 10)...
Doch, ich hatte das große Glück, einen wunderbaren Mann kennenzulernen. Wir lieben uns sehr und schauen mit viel Hoffnung in die Zukunft. Solche Gedanken, was wäre, wenn....laße ich überhaupt nicht zu. Es ist meine Art, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und der Zukunft mit Hoffnung und positiven Gedanken zu begegnen.

Alles Liebe für Dich und Deinen Partner.
w/42
 
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  • #18
Mein Partner wolle auch mal Nachwuchs. Wie du, FS-in, will ich auch kein Kind. Er will bei mir bleiben und sagt wie dein Mann, dass es mit dem Kind nicht sein müsse.
In Kürze lässt er sich sogar sterilisieren.
Bei mir ist es nicht der Grund wegen einer schlechten Kindheit, sondern wegen den Unannehmlichkeiten von Schwangerschaft und Geburt. Desweiteren ist mir das Leben ohnehin schon stressig genug.
 
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  • #19
Wenn Du wirklich keine Kinder möchtest dann sag es ihm deutlich und lass ihn gehen! Gib ihm und Dir die Chance das Leben zu führen, das ihr euch wirklich wünscht.

Ich kann keine Kinder bekommen und habe meinem Partner dies auch zu Beginn unserer Beziehung gesagt. Er hat immer von eigenen Kindern geträumt, mir aber glaubhaft versichert das ihm unsere Liebe wichtiger ist als eine Familie zu gründen. Die erste Zeit war das auch wirklich kein Problem. Wir hatten sehr viele gemeinsame Interessen und haben auch im Alltag wunderbar harmoniert.
Drei Jahre später habe ich dann eine Unterhaltung von ihm und seinen Bruder mitbekommen. Da hat er ihm erzählt das er mich sehr liebe, aber es ihn sehr unglücklich mache das ich keine Kinder kriegen kann.
Einige Zeit später kam es dann zu Spannungen und auch zu einem Streit. Er machte mir Vorwürfe wegen mir keine Familie gründen zu können. Ich hatte solche Schuldgefühle das ich die Beziehung dann beendet habe. Darunter leide ich noch heute, aber ich wollte auch nicht das er nur aus Pflichtgefühl bei mir bleibt.
Mittlerweile ist er glücklich verheiratet und Vater einer Tochter. Ich leide noch immer, aber es wäre auf Dauer nie gut gegangen. Wer wirklich diesen starken Kinderwunsch hat, wird diesen nie aufgeben.
W33
 
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  • #20
@18 ex #17
Es hängt wohl vielmehr damit zusammen, wie stark sich ein Mann ein Kind wünscht. Deiner sah offensichtlich in der Reproduktion seiner Selbst eine sehr wichtige Aufgabe.
Abgesehen davon findet nicht jeder Mann eine Frau die sich mit ihm/für ihn reproduzieren will. Manchmal findet sich dennoch eine, aber keine mit der der Mann sich reproduzieren will.
Mich fanden bisher sehr viele Männer in mütterlicher Hinsicht sehr attraktiv, aber ich habe mich dennoch nie dazu überreden lassen. Ich will es nicht, es entspricht mir nicht, ich habe keine Lust darauf und das ist keine Sache des Mannes. Es könnte der liebe Gott persönlich sein, der vor meiner Tür stände, ich würde mein Wunsch gewiss nicht ändern.
 
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  • #21
Zeig ihm, das du selbständig zurechtkommst, und gib ihm seine Freiräume, das er sich selbstverwirklichen kann, wenn ihm danach ist.
 
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