• #31
Liebe FS

Eine sich anbahnende Beziehung ohne gemeinsame Wellenlänge, (Insider), pragmatisch reflektiert ("Beziehungsexperiment"; "Platz nach oben"), ohne Schmetterlinge deiner- oder seinerseits, klingt für mich einfach nicht nach gefühlsmässigen 8 Punkten. Zwei Monate sind keine so lange Zeit, es ist wohl wert, noch eine Weile miteinander zu schauen, wohin das führt. Meine Vermutung ist aber, einer von euch beiden lässt sich nicht so ganz auf die Beziehung ein und darum bekommt die Sache einen kühlen, experimentellen Touch.
 
  • #32
Ob euch das reicht, könnt nur ihr allein wissen. Es kommt einzig auf eure Bedürfnisse und Prioritätensetzung an.

Die meisten suchen sowohl Leidenschaft als auch Geborgenheit, aber es ist schwer, beides in einer Person vereint zu finden. Die Mehrheit muss auf einer Seite Abstriche machen. Worauf ihr eher verzichten könnt, müsst ihr selbst herausfinden - und eure Prioritäten können sich durchaus im Laufe des Lebens ändern.

Oder: ihr sucht das Fehlende woanders. Ich persönlich glaube, dass das der gesündere Weg ist als dauerhafter Verzicht, wenn auch mit unserer Programmierung auf "die eine wahre Liebe" schwer vereinbar.

In meinen Mann war ich nie 'verknallt' dennoch liebe ich keinen Menschen so wie ihn und wir sind nach 20 Jahren immer noch total glücklich miteinander.
Du solltest allerdings dazu sagen, dass du, wie hier schon oft zu lesen war, keine monogame Beziehung führst. Dieses Detail finde ich im Hinblick auf die Fragestellung durchaus relevant.

Meine persönliche Einstellung dazu:

Jemanden an seiner Seite zu haben, mit dem man super reden und lachen kann; der verlässlich ist, Halt gibt... das ist viel wert.

Nur: für mich wäre das Freundschaft, wenn keine Verliebtheit hinzukommt. Und so, als Freundschaft, würde ich es auch leben. u.U. sogar in einer WG. Aber ich würde es nicht als Liebesbeziehung deklarieren, denn diese definiert sich für mich gerade über romantische/verliebte Gefühle. Ich denke auch, es hat seinen Sinn, dass es sowas wie "Verliebtheit" gibt. Sie mag nicht die optimale Grundlage für lebenslängliche Partnerschaft sein. Aber es wäre m.E. falsch, sein Dasein so einzurichten, dass etwas so elementares wie Verliebtheit darin nicht gelebt werden kann.

Platt gesagt: wir haben nicht zwei Geschlechter, die sich (von Homosexualität abgesehen) magisch anziehen, damit Mann und Frau tiefsinnige Gespräche miteinander führen. Das kann man genauso gut mit dem eigenen Geschlecht.

Gut, in eurem Fall passt auch der Sex. Ich kann mich da schwer reinversetzen - Sex ohne Verliebtheit ist für mich nie gut - aber das ist ja schon mal etwas, was bei euch über Freundschaft hinausgeht.

Und wie gesagt - was ihr in einer Beziehung braucht, könnt ihr nur selbst herausfinden. Wir können hier von unseren Erfahrungen berichten (mehr dazu in meinem nächsten Post), aber Menschen und ihre Bedürfnisse sind verschieden.
 
  • #33
Funktionieren kann es vermutlich für eine Weile, glücklich würde ich damit nicht. Ich habe meine erste Frau aus "Vernunftsgründen" sogar geheiratet. Es ging für ein paar Monate einigermaßen, war schnell eine Josefsehe und glücklich war ich nicht. Sie hat mir bei unserer Trennung gesagt, sie sei es gewesen. Sie hatte mehrere Affären, reichlich Geld und Freizeit. Der so oft verteufelte Alltag ist in einer Beziehung, in der man den Partner von Herzen liebt, viel leichter zu bewältigen und man ist glücklicher mit dem gesamten Leben. Es ist ein Unterschied, ob beide nach einem anstrengenden Arbeitstag zu dem Menschen kommen, den sie lieben oder nur in eine aufgeräumte Wohnung mit Mitbewohner. In so jungen Jahren sollte man nicht so bescheiden sein. Ich wäre es nicht einmal im Altersheim.
 
  • #34
Ich hatte sowas auch mal und erkenne hier einige Parallelen zu damals, die mich skeptisch stimmen.

"Es ist halt eine 8 auf einer Skala von 1 bis 10"
Diese Aussage finde ich eher unglücklich. Es ist ein Unterschied, ob man sagt: "Ich bin nicht im klassischen Sinne verliebt und brauche dieses Gefühl auch nicht zu meinem Glück" - oder ob man durch die Nennung eines Scores dem Partner zu verstehen gibt: "Mit dir stimmt zwar Vieles, aber das Optimum bist du für mich nicht."

Unaufgeregte Beziehungen können sicher funktionieren, aber nur, wenn beide sich darin einig sind, gar nicht "mehr" anzustreben.

Euch genügt der Status Quo aber nicht. Wie du schon schreibst - es ist ein Experiment. Ihr schaut mal, was sich zwischen euch entwickelt und ob euch das genügt. De facto steckt ihr in der Kennenlernphase - warum nennt ihr es nicht einfach so? Hieß das Ganze schon Beziehung, finde ich ein Scheitern schwieriger zu verkraften.

Nicht verliebt zu sein, ist dabei kein Garant gegen Verletzungen. Du merkst ja schon, dass seine Nicht-Verliebtheit dich wurmt. Das ging mir damals auch so. Explizit gesagt zu bekommen: "Du bist für mich nicht so ganz der Knaller" ist einfach nicht angenehm.

Ich wurde damals ständig daran "erinnert", dass er nicht verliebt ist - wohl aus Angst, dass ich mich gefühlsmäßig zu sehr reinsteigere. Heute denke ich, dass ich da schon die Reißleine hätte ziehen sollen. Die ständigen Gespräche über die nicht vorhandene Verliebtheit - auch wenn sie immer auf: "Ach, ich kann und will mich gar nicht mehr verlieben, ist doch alles super so" hinausliefen - waren ein deutliches Zeichen dafür, dass er es eben doch als Problem wahrnahm.

Mich hat es irgendwann verletzt. Ich wollte nicht täglich auf dieses "Defizit" hingewiesen werden und merkte auch, dass ich auf Abstand gehalten wurde.

Bevor ich dazu kam, das anzusprechen, war Schluss - weil ihm die Schmetterlinge im Bauch doch fehlten. Aus heutiger Sicht, mit mehr Erfahrung, absolut vorhersehbar. Damals aber war ich enttäuscht, ich hatte wirklich gehofft, dass es funktioniert. Und die Art und Weise, wie kommuniziert wurde, hat meinen Selbstwert ziemlich untergraben.

Heute bin ich froh, dass es so kam - ich würde selbst keine Beziehung ohne Schmetterlinge mehr wollen. Damals aber hatte ich lange daran zu knabbern. Meinem Selbstwert ist diese Erfahrung nicht gut bekommen.
 
  • #35
das befürchte ich eben auch, das arge ist ja, dass mich meine - um es mit meinen Worten auszudrücken - gefühlten 8 von 10 ihm gegenüber gar nicht sonderlich stören, wohingegen es mich doch wurmt dass er dies genauso sieht .. das ist doch äußerst seltsam oder?
Nein das ist ganz normal. Du willst eben mit Haut und Haaren begehrt werden, das will doch jede Frau.
Wie schon andere gesagt haben, so ein Experiment kann schon funktionieren, so ab 50+, wenn man alles andere schon durch hat. Das ist der Punkt. Ihr seid viel zu jung für so eine halbherzige Sache. Du wirst immer das Gefühl haben, etwas versäumt zu haben, oder nach ein paar Jahren sowieso ausbrechen wenns so richtig eingeschlagen hat. Dann aber mit Kindern und verbrannter Erde, ich denke jetzt gerade an komische Regierungsmitglieder bei euch.
 
  • #36
Guten Morgen FS,

da gibt es doch noch, für mich, hochinteressante Fragen hier.

Ja, ich lebe momentan eine Beziehung ohne Verliebtheit, aber ich bin auch ein paar Jährchen alter als Ihr. Warum sich das bei Euch anders, unpassender, anfühlt, weiß ich auch nicht. Vielleicht weil ihr jung/jünger seid.

Interessant und wichtig finde ich, dass ihr Beide(!) die Gemeinsamkeiten bei 80% feststellt und zu wissen scheint was 100% sind sowie ehrlich und offen darüber kommuniziert.

Noch interessanter finde ich die fehlenden 20%. Was machen diese und die fehlende "Verliebtheit" aus? Ich bin überzeugt, dass fühlt und wisst Ihr genau.

Ich selbst weiß sehr sicher was das Fehlende, ich kann es nicht in Zahlen messen, ausmacht und will es mir nicht zu gestehen, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Ich befürchte: Mein Perfektionismus mir und anderen gegenüber und würde mich gerne eines anderen belehren lassen.

Das Leben ist nicht perfekt und nicht vollkommen, nur dieses auch (so) zu leben ist nicht ganz einfach. Ich habe vieles "Müssen" schon aus meinem Leben eleminiert, aber es gibt da noch einige Baustellen, und ob es die richtige Entscheidung ist wird sich erst zeigen, aber es fühlt sich (zur Zeit/überwiegend) gut an.

Ob es bei Euch mehr wird, kann Dir keine/r, nicht mal Ihr selbst, vorhersehen. Zumindest sprechen die vielen Trennungen, nicht nur Scheidungen, auch trotz (anfänglicher) Verliebtheit/Liebe, eine deutliche Sprache. Insofern seid einfach nachsichtig mit Euch, nicht nur in der Liebe. Jeden Tag aufs Neue.
 
  • #37
...es ist kein Garant dafür, dass aus Verliebtheit Liebe wird, leider....
Schmetterlingsgefühle können, müssen aber nicht, der Einstieg in eine Liebe sein, Genauso umgekehrt.....
Es wird nie, egal welche Form der Liebe gelebt wird, eine Garantie geben. Zu schauen auf das, was sich gut anfühlt und darauf aufzubauen, halte ich für mich persönlich für wichtiger, als Ausschau nach Schmetterlingsgefühlen zu halten.. Anders würde ich das bewerten, wenn körperliche Anziehung nur sehr wenig vorhanden wäre. In dem Fall der FS ist sie aber zufriedenstellend vorhanden. Ein beständig wärmendes Feuer ist schöner, als ein loderndes Flammeninferno, was nur noch eine Glut hinterläßt und all zu oft Schutt und Asche.....
 
  • #38
... aber es passt eben doch nur "eigentlich", denn: die großen "Verliebtheitsgefühle", damit meine ich die klassischen Schmetterlinge im Bauch, das 100%ige Gefühl der Glückseligkeit bzw Zufriedenheit bleibt aus
Liebe FS, es hängt stark von den eigenen Vorstellungen ab, wie man sich den idealen Beginn einer Partnerschaft vorstellt und diesen dann bewertet, d.h. ob dieses "Feuer und Flamme sein" am Anfang unbedingt dazugehören muss oder ob es auch ohne Schmetterlinge geht.
Für mich stellt sich dabei die Frage, ob man sich von diesen Idealvorstellungen und den damit verbundenen Zweifeln frei machen kann. Ich persönlich kann mir das zwar überhaupt nicht vorstellen und selbst mit Ü50 wäre eine Partnerschaft ohne die großen Gefühle zu Beginn für mich nicht infrage gekommen.
Das heißt aber absolut nichts, denn es gibt durchaus stabile Partnerschaften, die zu Beginn ohne große Verliebtheitsgefühle ausgekommen sind, also kann es durchaus funktionieren.
Viel wichtiger finde ich das Gefühl, dass dieser Partner der "Richtige" ist, dass man dieses gewisse Ausschließlichkeitsgefühl für den Partner empfindet: DER oder keiner, mit Haut und Haaren. Und ich vermute, dass man dafür nicht unbedingt die dicken Schmetterlinge braucht, denn dieses Gefühl setzt erst etwas später ein, wenn man den Partner gut genug kennengelernt hat. Daher mein Tipp: Nicht zu sehr in diese Idealvorstellung hineinsteigern und das genießen, was ist. Deinen Worten zufolge ist das eine ganze Menge... viel Erfolg!
 
  • #39
Hallo,

Kenne ich.
Die Schmetterlinge gab es nicht, es passte aber anfänglich viel.
Also warum nicht? Damals der Entschluss, Schmetterlinge sind eh nur Illusion, Gemeinsames ist solide Basis.
Nur - die Liebe entwickelte sich nie, die Gemeinsamkeiten wurden unwichtig, wichtiger das Trennende. Die Distanz immer größer, und trotz konkreter Arbeit daran nicht umkehrbar.
Letztendlich Trennung bzw. Scheidung.

Für mich inzwischen mein nicht diskutierbarer Anspruch, es muss passen UND kribbeln. Und aus dem Verliebtheitsgefühl muss sich in Liebe entwickeln.
Ansonsten bleibe ich weiterhin lieber Single, pflege meine Freundschaften, als jemals wieder alleine (bzw. einsam) in einer Beziehung.
 
  • #40
Ich habe vor geraumer Zeit das Ergebnis einer Untersuchung über die Zufriedenheit in romantischen Ehen, wie wir sie in der Regel leben und arrangierten Ehen gelesen. Mann und Frau werden dort von der Verwandtschaft an einen Tisch gebracht, wenn beide Seiten ein hohe Passung feststellen. Die beiden Auserwählten können dann entscheiden, ob die Sympathie für den anderen ausreicht, um zu heiraten. Verliebt sind sie zu dem Zeitpunkt nicht.

Die Zufriedenheit ist bei den Paaren, die als Verliebte zueinander gefunden haben, in den ersten 4 bis 5 Jahren höher. Die Partner in den arrangierten Ehen holen aber beständig auf und überflügeln die Romantiker nach diesen Jahren. Das soll mit der besseren Übereinstimmung von Werten, Interessen, Zielen und Sozialstatus zusammenhängen.

Spricht doch für Euch, FS.
 
  • #41
Das funktioniert genau so lange, bis einer von beiden sich verliebt und dann gibt es kein Halten mehr, dann ist der oder die weg trotz Kid, trotz Haus usw. Für so eine armselige Konstruktion seid ihr viel zu jung! Nachträglich stellen sich die Schmetterlinge nicht ein! Die Reihenfolge ist umgekehrt: erst Schmetterlinge, so ca. 1,5 Jahre und dann zeigt sich, ob die Beziehung hält nach der Verliebtheitsphase. Dass die meisten Geschiedenen aus solchen Freundschaftsehen kommen, hast du ja wohl gehört. Das ist eine Parkbeziehung, wie früher ein Parkstudium das auf die Wartezeit auf den Traumstudienplatz mit NC angerechnet wurde. So etwas ist armselig, das solltest du nur in Erwägung ziehen, wenn ein Partner sehr reich und großzügig ist und du einen Ernährer brauchst. Warum bist du mit einem Mann zusammen ohne Schmetterlingsflug? Wozu? Hast du keine Familie und keine Freunde? Sex bekommt Frau an jeder Ecke, das kann es ja wohl kaum sein.
 
  • #42
Somit wäre bewiesen, dass sie Frauen nicht immer beim Sex verlieben ;-)
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass ihr in 1,5 Jahren nicht mehr zusammen sein werdet.
Und es ist auch keine 8 auf der Verliebtheitsskala, sondern eher eine 3. Wenn ich richtig gelesen habe, seid ihr erst 2 Monate zusammen... bei mir war der erste "Knacks" bei solchen Beziehungsversuchen immer so nach 3 Monaten. da merkte ich, dass ich auf ein "Ich liebe Dich" nicht mit "Ich Dich auch" antworten konnte - es wäre auch gelogen gewesen.
nach weiteren 3 Monaten hat es mich genervt, wenn er mich verliebt angeguckt hat und beim nächstbesten Konflikt oder Streit, der ja immer mal irgendwann kommt, habe ich es dann beendet.
Wenn die Liebe fehlt, dann wird es keine glückliche Beziehung. Heutzutage muss man als Frau nicht mehr "versorgt" sein, da die meisten sich selber versorgen können.
Ihr habt ja auch einen relativ hohen Altersunterschied. Ich denke, er ist schon in einer anderen Lebensphase als Du - für dich ist das nicht der Mann, mit dem Du dein Leben teilen wirst.
Aus meiner Erfahrung heraus gebe ich Euch noch 3-6 Monate.
Hatte aber auch schon Freundinnen, die eine solche Beziehung aus Ermangelung eines besseren und aus Angst alleine zu sein 3 Jahre hinausgezogen haben.
 
  • #43
Ich habe vor geraumer Zeit das Ergebnis einer Untersuchung über die Zufriedenheit in romantischen Ehen, wie wir sie in der Regel leben und arrangierten Ehen gelesen.
...
Die Zufriedenheit ist bei den Paaren, die als Verliebte zueinander gefunden haben, in den ersten 4 bis 5 Jahren höher. Die Partner in den arrangierten Ehen holen aber beständig auf und überflügeln die Romantiker nach diesen Jahren.
Kommt drauf an, was man sich wünscht als Beziehung.
Ich bezweifle, dass die arrangierten Eheleute deswegen Liebe zueinander empfinden. Sie werden sich schätzen können, wenn sie beide einander mit Respekt begegnen und viel zum Aufbau des Lebensstandards beitragen, sie werden sich verlässlich finden, falls die Charaktere reflektiert und entwickelt sind.

Was ist so schlimm daran, wenn eine Beziehung nach 5 Jahren auseinandergeht, weil es nicht (mehr) passt? Ich finde es zwar wichtig, dass wenn Kinder da sind, Stabilität herrscht. Allerdings glaube ich nicht, dass die Menschen, die wesensmäßig unstet sind, sich in arrangierten Ehen besser verhalten und keine Schäden auf der Kinderseele hinterlassen. Irgendwo muss es ja hin, dass man emotional unglücklich ist und Sehnsucht nach was anderem hat in seiner arrangierten Ehe. Minne-Leute sind ausgestorben als Sehnsuchtsstiller, Mätressen des Gatten sind vermutlich nicht so prickelnd für die arrangierte Ehefrau. Die Bedürfnisse, als Mann/Frau begehrt zu werden, unterstelle ich mal jedem Menschen, sexuelle Passung wird aber bei Arrangierten völlig außer Acht gelassen (Oder können die Verwandten das einschätzen? Ich denke, nicht). Außerdem finden vermutlich auch diese Leute Abwege, ihren Partner zu hintergehen, wenn es halbwegs liberal zu geht in der Gesellschaft, in der sie leben.

Im Grunde sind doch sehr viele Beziehungen ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch arrangiert, weil längst erkannt wurde, dass man was anderes will, aber doch zusammenbleibt, weil man die Hoffnung aufgegeben hat, es zu finden, oder Geld oder sonstwas wichtiger ist.

Keiner meiner Verwandten ist übrigens in der Lage, wen auszusuchen, der zu mir passt.
Ich habe eine neutrale Einstellung dazu, dass Beziehungen kaputt gehen. Es wird einen Grund haben, dass man sich trennen will, und wenn es Unreife ist. Aber ich bezweifle sehr stark, dass die Menschen in arrangierten Beziehungen deswegen automatisch reifer sind.
 
  • #44
Eigene Erfahrungen in der Richtung habe ich nicht.
Aber wie sich deine Beschreibung liest seíd ihr vielleicht nicht "verliebt", weil ihr euch bereits liebt.

Wenn eure Beziehung platzt, dann vermutlich, weil sie einer von euch kaputtjammert, da er Verliebtheit und Liebe verwechselt und emotional noch halb im Teenageralter festhängt.