• #1

Kann eine Beziehung mit jemandem funktionieren, der besserwisserisch ist?

Ich hielt bisher Besserwisserei für ein absolutes No-Go, wenn es um eine Beziehung geht.
Ich muss dazu sagen, dass ich bisher zum Glück keinen Partner hatte, der so drauf war. Ich kenne das aber aus meinem Bekanntenkreis und meiner Familie und weiß, dass ich damit nicht umgehen kann. Mir sind Augenhöhe, gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Toleranz wichtig und ich dachte immer, dass Rechthaberei dem widerspricht.

Nun hatte ich bereits einige Dates mit einem Mann, mit dem ich bisher ausgesprochen gut harmonierte, mich super wohl fühlte, viele Gemeinsamkeiten feststellte etc.
Es kam auch bereits zum Austausch von Zärtlichkeiten (küssen, umarmen, Händchenhalten,...), jedoch keinem Sex!
Ich hatte auch den Eindruck, dass wir beide schon ein wenig verliebt waren.

Nun kam es bei unserem letzten Treffen zu unserer Diskussion/Auseinandersetzung, wobei mir auffiel, dass er ziemlich rechthaberisch wirkte.
Bisher fiel mir das überhaupt nicht auf, allerdings machte er Hinweise, die darauf hindeuten, dass er generell oft rechthaberisch ist und kein einfacher Partner ist.

Dieser Punkt ist so ziemlich das Einzige, was momentan aus meiner Sicht gegen eine mögliche gemeinsame Beziehung sprechen würde und ich muss sagen, dass ich ihn echt total gerne mag und die Zeit mit ihm normalerweise extrem genieße !

Daher frage ich mich, ob eine Beziehung gelingen kann, wenn einer der Partner rechthaberisch ist.
Hat jemand damit Erfahrungen? Kann sich der betreffende Partner ein solches Verhalten abgewöhnen (wenn er es denn will), oder ist es einfach ein Ausdruck eines tiefer liegenden Problems/einger gewissen Haltung und Einstellung (wie bspw. Arroganz oder Intoleranz gegenüber anderen Meinungen)?
Ist es so, dass ich als Partnerin eines rechthaberischen Mannes automatisch immer den Kürzeren ziehen würde bzw. nachgeben müsste und den ersten Schritt zur Versöhnung machen müsste, oder kann auch ein recchthaberischer Partner eigene Fehler zugeben, Kompromisse finden, auf den anderen zugehen etc.?

Danke für eure Meinungen!
 
  • #2
Diskussion/Auseinandersetzung, wobei mir auffiel, dass er ziemlich rechthaberisch wirkte.
Eine Diskussion ist der Austausch von Argumenten. Von daher vertritt jeder seine Position und will mit dieser erstmal "recht haben", wenn man so will.

Worum ging es denn?
Wenn es da um grundsätzliche Einstellungen ginge, wäre das schon wichtig, dass man ähnlich tickt.

Was genau fandest du "rechthaberisch?
Wie hat sich das geäußert?

Ist es so, dass ich als Partnerin eines rechthaberischen Mannes automatisch immer den Kürzeren ziehen würde bzw. nachgeben müsste und den ersten Schritt zur Versöhnung machen müsste
Die Frage ist sehr theoretisch. Kann man so nicht beantworten.
Jeder Mensch ist anders. Es gibt Leute, die geradezu cholerisch reagieren, wenn es nicht nach ihrer Nase geht. Es gibt welche, die beleidigt reagieren, wenn man nicht ihre Ansicht teilt. Es gibt Menschen, die eben ihre eigene Haltung haben, aber auch die des anderen akzeptieren. Das muss dann aber nicht generell so sein. Es gibt auch Haltungen, die man so gar nicht akzeptieren kann. Deshalb siehe oben, wäre es wichtig, worum es in eurem Disput gegangen ist thematisch.

Weshalb wäre denn in deiner Theorie eine "Versöhnung" überhaupt notwendig, wenn man unterschiedlicher Meinung ist?
Das könnte ja dann auch ein bisschen an dir liegen, dass du entsprechend "beleidigt" wärst, weil der Partner eine andere Meinung hat.

Kann sich der betreffende Partner ein solches Verhalten abgewöhnen
Kommt auf das "Verhalten" an. Dafür müsste man erstmal ergründen, welches Verhalten nicht in Ordnung wäre aus deiner Sicht.
 
  • #3
allerdings machte er Hinweise, die darauf hindeuten, dass er generell oft rechthaberisch ist und kein einfacher Partner ist.

Was für Hinweise waren das denn?
Grundsätzlich sollte man Menschen, die solche Aussagen über sich machen, glauben.

Und ja, ich sähe das kritisch. Gewisse Charaktere versuchen, sich damit von vornherein einen Freibrief für schlechtes Verhalten zu sichern, im Sinne von "Ich hab dir ja gleich gesagt, dass ich schwierig bin!" oder "Du hast mich mit dieser Eigenschaft kennengelernt und genommen, also muss ich sie nicht ändern."

Ich denke, du tust gut daran, noch eine gewisse innere Distanz zu wahren, genau hinzuschauen und nichts zu überstürzen.

W, 29
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #4
Ich frage mich gerade, warum du andere fragen musst, ob du mit einem besserwissenden und rechthaberischen Menschen zusammen sein kannst? Das kannst doch nur du wissen! Gehen tut prinzipiell vieles/alles, es fragt sich nur wie? Es gibt genügend Frauen, die solche Männer haben, aber auch umgekehrt! Besserwisser und rechthaberische Menschen, sind meist Narzissten, sie suchen ständig nach Anerkennung und Bestätigung, sie haben ein gesteigertes Geltungsbedürfnis, sind ständig in Kampfhaltung, wollen ständig zeigen, wie wenig doch andere im Vergleich wissen! Die Gründe gehen weit in die Kindheit zurück! Ob du tatsächlich so einen willst, musst du entscheiden!
 
  • #5
@Röslein, ja, eine Beziehung mit einem Besserwisser kann gut funktionieren, wenn in vielen anderen Punkten Übereinstimmung herrscht und die Beziehung auf gegenseitiger Liebe und Achtung ruht. Mein LG hat am Anfang unserer Beziehung vor zwei Jahren auch versucht, mal unbedingt Recht zu haben, dann hat es halt ab und zu gekracht. Unsere Liebe hat das nicht erschüttert. Inwischen sind die Kanten abgeschliffen, wir nehmen es mit Humor und Ironie. Wenn ich merke, es kommt eine Besserwisserei auf, sage ich schon mal: Ja, Herr Professor, wir kennen Ihre Theorien, aber lassen Sie uns Toleranz üben.

Wenn es bei deiner Bekanntschaft nicht excessiv ist, würde ich die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Andere Männer haben andere und evtl. schlimmere Angewohnheiten.
 
  • #6
Daher frage ich mich, ob eine Beziehung gelingen kann, wenn einer der Partner rechthaberisch ist.
Hat jemand damit Erfahrungen?
Das kommt auf die Konstellation an. Solange beide Partner eine ähnliche Sicht auf die Dinge haben, ist Rechthaberei nicht problematisch. Ein solches Pärchen ist jedoch, je nach Ausprägung, nicht oder nur eingeschränkt diskursfähig. Wenn eine gemeinsame Entscheidung getroffen werden soll, wird, ein eher nachgiebiger Partner im Nachteil sein oder es kommt im Falle von beidseitigem Starrsinn zu keiner Entscheidung. Beides trägt nicht zur Stabilität der Beziehung bei. Umgekehrt ist es auch schlecht, wenn ein Partner gar nicht in der Lage ist seine Sicht zu vertreten.
 
  • #7
Bisher fiel mir das überhaupt nicht auf, allerdings machte er Hinweise, die darauf hindeuten, dass er generell oft rechthaberisch ist und kein einfacher Partner ist.
Rechthaberisch geht an sich noch, aber sehr schnell ist man dann auch bei übersteigerter Selbstwertdarstellung, Herabwüdigung des Anderen, ...etc. kurz Narzissmus.

Und solche Partner verbessern das eigene Leben nicht, sie verschlimmern es und zwar masssiv
(ich spreche aus Erfahrung)

Glaube mir:
Einen narzisstischen Partner willst Du nicht !

Ich rate deshalb zu äußerster Vorsicht, mein Rat:
Teste Ihn !
Schaue im Spiel , ob er auch verlieren kann, ob er auch tolerant mit Deiner Meinung sein kann, ob er von ausssen auch kritisch auf sich selbst schauen kann (Fehler eingesteht),
denn sowas können Narzissten überhaupt nicht, nichtmal beim Kennenlernen, hier ist ihr "Stolz" immer extrem dicht an der Oberfläche.
 
  • #8
Kann sich der betreffende Partner ein solches Verhalten abgewöhnen (wenn er es denn will), oder ist es einfach ein Ausdruck eines tiefer liegenden Problems/einger gewissen Haltung und Einstellung (wie bspw. Arroganz oder Intoleranz gegenüber anderen Meinungen)?
Das ist ein Charakterzug.

In deinen anderen Threads suchtest du den Dominanzler, der auf Augenhöhe kann.

Man kann an Blender geraten. An Möchtegern-Leute.

st es so, dass ich als Partnerin eines rechthaberischen Mannes automatisch immer den Kürzeren ziehen würde bzw. nachgeben müsste und den ersten Schritt zur Versöhnung machen müsste, oder kann auch ein recchthaberischer Partner eigene Fehler zugeben, Kompromisse finden, auf den anderen zugehen etc.?
Wenn du nicht auf Rechthaberei stehst und den Anfängen wehren möchtest, solltest du auf der Hut sein. Achte darauf, wie er bei Widerspruch reagiert. Wie er nicht nur mit dir, sondern auch mit anderen Menschen umgeht.
 
  • #9
Ich hielt bisher Besserwisserei für ein absolutes No-Go.... Ich kenne das aber aus meinem Bekanntenkreis und meiner Familie und weiß, dass ich damit nicht umgehen kann.
Warum denkst Du es dann jetzt an? Du hast bereits ein paar Lebenserfahrungen gesammelt hinsichlich "was tut mir gut, was nicht".
Warum willst Du sie nun negieren und Dir Unerfreuliches einhandeln?

einige Dates mit einem Mann.... wobei mir auffiel, dass er ziemlich rechthaberisch wirkte.
Bisher fiel mir das überhaupt nicht auf
Naja, dafür datet man - damit man sich kennenlernt.
Und lernt man sich kennen (hört die Positivdarstellerei sukzessive mit der Anzahl der Treffen auf), dann fallen solche Dinge auf.

machte er Hinweise, die darauf hindeuten, dass er generell oft rechthaberisch ist und kein einfacher Partner ist.
Finger weg von Männern die vor sich selber warnen. Sie wissen, warum sie das tun und sie tun es, weil sie es nicht ämdern wollen und weil es später immer zu Diskussionen um ihr sozial unverträgliches Verhalten kommt, die sie abwürgen mit "das habe ich Dir doch direkt gesagt".

Hat jemand damit Erfahrungen? Kann sich der betreffende Partner ein solches Verhalten abgewöhnen (wenn er es denn will)
Nein, erwachsene Menschen ändern sich in solchen Dingen nur noch auf einen ganz massiven Gongschlag, wenn überhaupt.
In der Regel sind es Jahrzehnte verfestigte Verhaltensweisen. Dein Exemplar hat nicht den Anspruch sich zu ändern und wird sich darum nicht änden s.o. und nur das zählt.

Ist es so, dass ich als Partnerin eines rechthaberischen Mannes automatisch immer den Kürzeren ziehen würde bzw. nachgeben müsste
Ja. Da sollte die Not ohne Mann zu sein schon sehr groß sein, wenn man sich das freiwillig antut, obwohl man es bereits in der frühen Kennenlernphase bemerkt hat und weiß: tut mir nicht gut.
 
  • #10
@VIER GEWINNT Was soll denn gleich wieder der Hinweis auf Narzissmus. Nur weil es jetzt Mode ist, ist jeder, der nicht ins Schema paßt oder eine Untugend hat, ein Narzisst. Natürlich ist Vorsicht geboten bei Rechthaberei, aber langsam mit die Pferde.
 
  • #11
Ich hielt bisher Besserwisserei für ein absolutes No-Go, wenn es um eine Beziehung geht.
Ich muss dazu sagen, dass ich bisher zum Glück keinen Partner hatte, der so drauf war. Ich kenne das aber aus meinem Bekanntenkreis und meiner Familie und weiß, dass ich damit nicht umgehen kann. Mir sind Augenhöhe, gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Toleranz wichtig und ich dachte immer, dass Rechthaberei dem widerspricht.

Nun hatte ich bereits einige Dates mit einem Mann, mit dem ich bisher ausgesprochen gut harmonierte, mich super wohl fühlte, viele Gemeinsamkeiten feststellte etc.
Es kam auch bereits zum Austausch von Zärtlichkeiten (küssen, umarmen, Händchenhalten,...), jedoch keinem Sex!
Ich hatte auch den Eindruck, dass wir beide schon ein wenig verliebt waren.

Nun kam es bei unserem letzten Treffen zu unserer Diskussion/Auseinandersetzung, wobei mir auffiel, dass er ziemlich rechthaberisch wirkte.
Bisher fiel mir das überhaupt nicht auf, allerdings machte er Hinweise, die darauf hindeuten, dass er generell oft rechthaberisch ist und kein einfacher Partner ist.

Dieser Punkt ist so ziemlich das Einzige, was momentan aus meiner Sicht gegen eine mögliche gemeinsame Beziehung sprechen würde und ich muss sagen, dass ich ihn echt total gerne mag und die Zeit mit ihm normalerweise extrem genieße !

Daher frage ich mich, ob eine Beziehung gelingen kann, wenn einer der Partner rechthaberisch ist.
Hat jemand damit Erfahrungen? Kann sich der betreffende Partner ein solches Verhalten abgewöhnen (wenn er es denn will), oder ist es einfach ein Ausdruck eines tiefer liegenden Problems/einger gewissen Haltung und Einstellung (wie bspw. Arroganz oder Intoleranz gegenüber anderen Meinungen)?
Ist es so, dass ich als Partnerin eines rechthaberischen Mannes automatisch immer den Kürzeren ziehen würde bzw. nachgeben müsste und den ersten Schritt zur Versöhnung machen müsste, oder kann auch ein recchthaberischer Partner eigene Fehler zugeben, Kompromisse finden, auf den anderen zugehen etc.?

Danke für eure Meinungen!
No way. Auch in Freundschaften nicht! Keine Augenhöhe = keine soz. Bindung mit mir 🤗
 
  • #12
Worum ging es denn?
Wenn es da um grundsätzliche Einstellungen ginge, wäre das schon wichtig, dass man ähnlich tickt.
@Schnuppe78

Bei grundsätzlichen Einstellungen und Werten sind wir sehr ähnlich gelagert.

Es ging um ein Sachthema, also nichts Persönliches. Er behauptete Dinge, die einfach falsch waren und ließ sich auch nicht vom Gegenteil überzeugen, obwohl herauskam, dass ich ein größeres Wissen und mehr Erfahrung in diesem Bereich habe, da ich mich bereits länger damit befasst habe, im Gegensatz zu ihm Literatur dazu gelesen habe etc.
Was genau fandest du "rechthaberisch?
Wie hat sich das geäußert?
Indem er Fakten, die ich genannt habe, verleugnete und seine subjektive Darstellung als absolut richtig darstellte und sich auch später nicht vom Gegenteil überzeugen ließ.

Außerdem gab er hinterher zu, dass er ein sehr rechthaberischer Charakter wäre.

Was mich auch störte, war, dass er das Thema nicht ruhen lassen konnte, sondern später noch einmal damit angefangen hat. Dabei meinte er zuvor selbst, dass er harmoniebedürftig ist. Jedoch in dieser Situation hatte ich eher den Eindruck, dass er gerne diskutiert und auf seiner Meinung beharrt, komme was wolle, und die Harmonie zwischen uns ihm in dieser Hinsicht nicht so wichtig war.
Ich bin da eher so gelagert, dass mir Frieden und Harmonie in einer Beziehung wichtiger ist - was nicht heißt, dass ich zu allem "Ja und Amen" sage oder nicht meine Meinung vertreten kann. Aber in so einer Situation, wo klar war, dass wir uns jetzt gleich verabschieden müssen, hätte ich gerne noch eine gewisse Harmonie hergestellt und nicht nochmal mit dem Diskussionsthema angefangen.
 
  • #13
Weshalb wäre denn in deiner Theorie eine "Versöhnung" überhaupt notwendig, wenn man unterschiedlicher Meinung ist?
@Schnuppe78

In diesem konkreten Fall wäre eine Versöhnung nicht notwendig gewesen, da wir ja gar nicht gestritten haben. Die Versöhnung nannte ich für den Fall eines Streits.

Trotzdem hätte ich es schön gefunden, wenn wir das Thema vorerst ruhen hätten lassen können anstatt dass er es kurz vor der Verabschiedung noch einmal aufgebracht hat, was ich sehr schade fand, da ich mich lieber in einer harmonischeren Stimmung von ihm verabschiedet hätte.
Das könnte ja dann auch ein bisschen an dir liegen, dass du entsprechend "beleidigt" wärst, weil der Partner eine andere Meinung hat.
Es ging mir nicht darum, dass ich beleidigt war, weil er eine andere Meinung hat, sondern darum, dass er womöglich nicht akzeptieren konnte, dass mein Wissen in diesem konkreten Bereich größer ist als seines (er machte bereits in einem anderen Zusammenhang bei unserem ersten Date so eine Bemerkung, dass ich in gewissen Punkten mehr weiß als er und er das so nicht gewohnt wäre...muss dazu sagen, dass er anscheinend ein großes Allgemeinwissen hat oder vielleicht auch nur so ein erworbenes Halbwissen, was beeindruckend wirkt - jedenfalls so lange, solange man nicht selbst belesen ist in dieser Hinsicht und erkennen kann, dass Vieles einfach nur Vermutungen/Annahmen/persönliche Meinungen sind und nicht absolute Wahrheiten.
 
  • #14
Indem er Fakten, die ich genannt habe, verleugnete und seine subjektive Darstellung als absolut richtig darstellte
Ok, dann hat es sich wohl unterlegen gefühlt in dem Moment.
Er konnte nicht beeindrucken.
Das war aber sein Ziel bei diesem Date.
Man muss auch berücksichtigen, dass manche Menschen glauben, auch mit einer uninformierten Meinung beeindrucken zu können. Sie sind dann stolz darauf, dass sie völlig konträr argumentieren, obwohl es gar keinen Sinn ergibt.
Außerdem gab er hinterher zu, dass er ein sehr rechthaberischer Charakter wäre.
Würde ich nicht überbewerten.
Das war eben eure erste Diskussion. Er hat gemerkt, dass es dir sauer aufstößt, dass er sich in seiner Ansicht festgebissen hatte.
Somit wollte er das wieder "ausbügeln" mit einem "manchmal bin ich etwas rechthaberisch".
Eigentlich sollte das Vertrauen wieder herstellen, nachdem ihr da so in die Diskussion geraten seid.
die Harmonie zwischen uns ihm in dieser Hinsicht nicht so wichtig war
Ich denke, es war ihm wichtig zu beeindrucken und es nagte an ihm, dass das so in die Hosen ging. Er startete dann womöglich nochmal einen Rettungsversuch.
er machte bereits in einem anderen Zusammenhang bei unserem ersten Date so eine Bemerkung, dass ich in gewissen Punkten mehr weiß als er und er das so nicht gewohnt wäre
Joa also das ist ja eine klare Ansage.
Er hat das also schon sehr früh selbst gemerkt.
Er ist das nicht gewohnt, fühlt sich unterlegen.
Entsprechend nahm er neuen Anlauf.
Könnte ein Hinweis sein, dass es anstrengend wird, falls diese "Unterlegenheit" für ihn ein Problem darstellt. Könnte sogar zur Impotenz führen, im schlimmsten Fall.
Aber sicher kann man das an der Stelle zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Arroganz oder Intoleranz würde ich aus seinem Verhalten nicht rauslesen. Eher Komplexe.
 
  • #15
@_snowwhite_

Er sprach zu Beginn davon, dass er kein einfacher Charakter wäre und nach unserer Diskussion bezeichnete er sich selbst als sehr stur, eingebildet und besserwisserisch. (was für mich als sehr harte Selbstkritik ankam! dass er eingebildet ist, wäre mir noch nicht aufgefallen, das mit der Sturheit und Besserwisserei nur bei diesem Treffen)
Und ja, ich sähe das kritisch. Gewisse Charaktere versuchen, sich damit von vornherein einen Freibrief für schlechtes Verhalten zu sichern, im Sinne von "Ich hab dir ja gleich gesagt, dass ich schwierig bin!" oder "Du hast mich mit dieser Eigenschaft kennengelernt und genommen, also muss ich sie nicht ändern."

Ich denke, du tust gut daran, noch eine gewisse innere Distanz zu wahren, genau hinzuschauen und nichts zu überstürzen.
Danke für diesen Hinweis und den Rat!
 
  • #16
Ich frage mich gerade, warum du andere fragen musst, ob du mit einem besserwissenden und rechthaberischen Menschen zusammen sein kannst? Das kannst doch nur du wissen!
Eben weil ich noch keine Beziehungserfahrung mit solch einem Menschen habe und darum gerne gewusst hätte, über welche diesbezüglichen Erfahrungen andere berichten!

Es wäre doch schade, wenn ich von vornherein jemanden als Partner ausschließe, der ein einziges absolutes No-Go erfüllt, sonst aber nahezu perfekt zu passen scheint.
Manchmal ist es eben sinnvoll, seine eigenen No-Gos zu hinterfragen und zu schauen, ob diese denn noch aktuell bzw. wirklich unumstößlich sind!

Besserwisser und rechthaberische Menschen, sind meist Narzissten, sie suchen ständig nach Anerkennung und Bestätigung, sie haben ein gesteigertes Geltungsbedürfnis, sind ständig in Kampfhaltung, wollen ständig zeigen, wie wenig doch andere im Vergleich wissen! Die Gründe gehen weit in die Kindheit zurück! Ob du tatsächlich so einen willst, musst du entscheiden!
Narzissten möchte ich natürlich keinen als Partner, allerdings muss ich sagen, dass mir bisher noch keine möglichen narzisstischen Züge aufgefallen wären. Die Rechthaberei wäre das Einzige in dieser Hinsicht gewesen, das mir aufgefallen ist!
 
  • #17
ja, eine Beziehung mit einem Besserwisser kann gut funktionieren, wenn in vielen anderen Punkten Übereinstimmung herrscht und die Beziehung auf gegenseitiger Liebe und Achtung ruht. Mein LG hat am Anfang unserer Beziehung vor zwei Jahren auch versucht, mal unbedingt Recht zu haben, dann hat es halt ab und zu gekracht. Unsere Liebe hat das nicht erschüttert. Inwischen sind die Kanten abgeschliffen, wir nehmen es mit Humor und Ironie. Wenn ich merke, es kommt eine Besserwisserei auf, sage ich schon mal: Ja, Herr Professor, wir kennen Ihre Theorien, aber lassen Sie uns Toleranz üben.

Wenn es bei deiner Bekanntschaft nicht excessiv ist, würde ich die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Andere Männer haben andere und evtl. schlimmere Angewohnheiten.
@Pieramore

Vielen Dank! Auf so ein positives Gegenbeispiel habe ich gehofft!
Das macht mir ein wenig Mut, da tatsächlich bei uns viele Übereinstimmungen in wesentlichen Punkten gegeben sind und er bisher auch auf mich eingegangen ist, empathisch und rücksichtsvoll, sowie zuvorkommend war und mir auch mit Respekt begegnet ist.

Ich muss dazu sagen, dass er vom Typ her in einigen Punkten anders ist als die meisten meiner bisherigen Beziehungspartner (extrovertierter, redseeliger bzw. kommunikativer, evtl. selbstsicherer). Daher kann ich mir vorstellen, dass es in gewissen Punkten vielleicht zu mehr Reibereien kommen könnte, einfach weil er kampflustiger/konfrontativer ist. Solange es nicht ständig Streit gibt und man sich immer wieder versöhnt bzw. zusammenrauft, könnte ich womöglich damit leben (lernen). Wobei ich trotz allem gerne eine harmonische Beziehung führen möchte - nur stehe ich nicht auf dem Standpunkt, dass es keinen Streit und keine Diskussionen geben darf!
 
  • #18
Ich rate deshalb zu äußerster Vorsicht, mein Rat:
Teste Ihn !
Schaue im Spiel , ob er auch verlieren kann, ob er auch tolerant mit Deiner Meinung sein kann, ob er von ausssen auch kritisch auf sich selbst schauen kann (Fehler eingesteht),
denn sowas können Narzissten überhaupt nicht, nichtmal beim Kennenlernen, hier ist ihr "Stolz" immer extrem dicht an der Oberfläche.
@VIER GEWINNT

Danke für den Rat!
Wir haben bereits miteinander gespielt, wobei ich gewonnen habe und er konnte damit auch gut umgehen, kein Zeichen von Eifersucht bzw. Neid, eher Bewunderung ;).

Er gestand bereits einige Fehler ein, siehe:

Er sprach zu Beginn davon, dass er kein einfacher Charakter wäre und nach unserer Diskussion bezeichnete er sich selbst als sehr stur, eingebildet und besserwisserisch.

Wobei ich mich hierbei schon fragte, ob er das evtl. so hart formuliert, damit ich dann sage: "nein, nein, so schlimm ist es nicht!"
oder eben wie hier angeführt

Gewisse Charaktere versuchen, sich damit von vornherein einen Freibrief für schlechtes Verhalten zu sichern, im Sinne von "Ich hab dir ja gleich gesagt, dass ich schwierig bin!" oder "Du hast mich mit dieser Eigenschaft kennengelernt und genommen, also muss ich sie nicht ändern."
 
  • #19
Es ging um ein Sachthema, also nichts Persönliches. Er behauptete Dinge, die einfach falsch waren und ließ sich auch nicht vom Gegenteil überzeugen, obwohl herauskam, dass ich ein größeres Wissen und mehr Erfahrung in diesem Bereich habe, da ich mich bereits länger damit befasst habe, im Gegensatz zu ihm Literatur dazu gelesen habe etc.
Um Gottes Willen: nein!
Hast du @Vikky s Beitrag schon gelesen?
Eine ganz ganz rote Red Flag!
Finger weg
 
  • #21
Er behauptete Dinge, die einfach falsch waren und ließ sich auch nicht vom Gegenteil überzeugen, obwohl herauskam, dass ich ein größeres Wissen und mehr Erfahrung in diesem Bereich habe,
Das musst Du halt mögen, dass der Mann Dich für dumm hält (weil Du eine Frau bist?) und er alles besser weiß, wenngleich er keine Ahnung hat. Ich finde sowas ziemlich respektlos und solche Gespräche maximal unerfreulich.

Mir wäre es egal, ob es eine sachliche oder persönliche Diskussion ist, weil ich weiß, dass ich ihm nie vertrauen könnte, dass er sein Wissen und seine Fähigkeiten richtig einschätzt. Verlassen würde ich mich also in keiner Weise auf ihn, nichts gemeinsames mit ihm angehen, weil man dann mithängt in den Folgen seiner Selbstüberschätzung.

Es ist also eine Frage welche Art von Beziehung Du anstrebst - lockere Sache und wenn er Dir auf die Nerven geht, drehst Du Dich um und gehst oder wirfst ihn aus Deiner Wohnung - warum nicht wenn er sonst guten Unterhaltungswert hat?

er machte bereits in einem anderen Zusammenhang bei unserem ersten Date so eine Bemerkung, dass ich in gewissen Punkten mehr weiß als er und er das so nicht gewohnt wäre...muss dazu sagen, dass er anscheinend ein großes Allgemeinwissen hat oder vielleicht auch nur so ein erworbenes Halbwissen, was beeindruckend wirkt
s.o. zum Thema: Du kannst dem nicht vertrauen was er sagt.

Gerade: er ist nicht gewöhnt, dass jemand schlauer ist als er verheißt üble Dauerk(r)ämpfe, weil er Dir immer beweisen will, dass er Dir nicht unterlegen ist.
Ich hatte das mal, ich brauche das nie wieder.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #22
Arroganz oder Intoleranz würde ich aus seinem Verhalten nicht rauslesen. Eher Komplexe.
Arroganz und Intoleranz hätte ich auch nicht herausgelesen, allerdings bezeichnete er sich ja selbst als stur, eingebildet und besserwisserisch:

Er sprach zu Beginn davon, dass er kein einfacher Charakter wäre und nach unserer Diskussion bezeichnete er sich selbst als sehr stur, eingebildet und besserwisserisch. (was für mich als sehr harte Selbstkritik ankam! dass er eingebildet ist, wäre mir noch nicht aufgefallen, das mit der Sturheit und Besserwisserei nur bei diesem Treffen)
 
  • #23
Eben weil ich noch keine Beziehungserfahrung mit solch einem Menschen habe und darum gerne gewusst hätte, über welche diesbezüglichen Erfahrungen andere berichten!
Ich denke, das wird dir nicht viel bringen! Warum? Da Menschen, viel lieber selber ihre Erfahringen machen möchten, auch wenn die Erfahrung der Erfahrenen eine andere Sprache sprechen, darauf nicht gehört wird! Dein Bauchgefühl weiß, was Sache ist, darauf solltest du hören! Nehme dein Bauchgefühl ernst! Hinterfrage dich, warum du hier schreibst?
Es wäre doch schade, wenn ich von vornherein jemanden als Partner ausschließe, der ein einziges absolutes No-Go erfüllt, sonst aber nahezu perfekt zu passen scheint.
Manchmal ist es eben sinnvoll, seine eigenen No-Gos zu hinterfragen und zu schauen, ob diese denn noch aktuell bzw. wirklich unumstößlich sind!
Ein einziges NoGo in wichtigen Bereichen reicht völlig aus, dass es nicht gehen kann! Die Nichtpassung ist am Anfang schon da, auch wenn sie nicht gesehen wird und/oder nicht gesehen werden möchte!
Narzissten möchte ich natürlich keinen als Partner, allerdings muss ich sagen, dass mir bisher noch keine möglichen narzisstischen Züge aufgefallen wären. Die Rechthaberei wäre das Einzige in dieser Hinsicht gewesen, das mir aufgefallen ist!
Wie größer die Sympathie ist, umso mehr will man der Realität nicht wirklich in die Augen sehen!
Vielen Dank! Auf so ein positives Gegenbeispiel habe ich gehofft!
Das macht mir ein wenig Mut, da tatsächlich bei uns viele Übereinstimmungen in wesentlichen Punkten gegeben sind und er bisher auch auf mich eingegangen ist, empathisch und rücksichtsvoll, sowie zuvorkommend war und mir auch mit Respekt begegnet ist.
Du hast auf eine solche Bestätigung gehofft und die auch bekommen!
Wir haben bereits miteinander gespielt, wobei ich gewonnen habe und er konnte damit auch gut umgehen, kein Zeichen von Eifersucht bzw. Neid, eher Bewunderung
Jetzt wird kräftig zurückgerudert und abgeschwächt!
Um Gottes Willen: nein!
Hast du @Vikky s Beitrag schon gelesen?
Eine ganz ganz rote Red Flag!
Finger weg
100% Zustimmung!
 
  • #26
Das kommt auf die Konstellation an. Solange beide Partner eine ähnliche Sicht auf die Dinge haben, ist Rechthaberei nicht problematisch. Ein solches Pärchen ist jedoch, je nach Ausprägung, nicht oder nur eingeschränkt diskursfähig. Wenn eine gemeinsame Entscheidung getroffen werden soll, wird, ein eher nachgiebiger Partner im Nachteil sein oder es kommt im Falle von beidseitigem Starrsinn zu keiner Entscheidung. Beides trägt nicht zur Stabilität der Beziehung bei. Umgekehrt ist es auch schlecht, wenn ein Partner gar nicht in der Lage ist seine Sicht zu vertreten.
Wenn beide die gleiche Ansicht haben gibt es keine Rechthaberei. Recht sieht vor, dass es das Gegenteil gleichzeitig gibt. 🤦‍♀️
 
  • #28
Nun kam es bei unserem letzten Treffen zu unserer Diskussion/Auseinandersetzung, wobei mir auffiel, dass er ziemlich rechthaberisch wirkte.
Wirkte oder war? Wie äußerte sich das konkret?
Bisher fiel mir das überhaupt nicht auf, allerdings machte er Hinweise, die darauf hindeuten, dass er generell oft rechthaberisch ist und kein einfacher Partner ist.
Ich habe eine eiserne Regel: immer glauben was der Mann über sich selber sagt und selbst den Subtext ernst nehmen.
dass ich ihn echt total gerne mag und die Zeit mit ihm normalerweise extrem genieße !
Dann zerdenke es nicht! Ihr lernt euch gerade kennen. Du solltest das einfach weiter tun.
Ich lernen einen Menschen vor allem kennen, wenn ich um seine unangenehmen Seiten weis. Nur dann kann ich entscheiden wie schwer sie für mich wiegen.
Daher frage ich mich, ob eine Beziehung gelingen kann, wenn einer der Partner rechthaberisch ist.
DU solltest DICH fragen ob du mit dieser/seiner Art und Weise umgehen kannst und willst. Ich für mich schließe das aus. Selbstreflexion und die Fähigkeit andere Meinungen zu tolerieren, ist für mich eine der wichtigsten Eigenschaften eines potentiellen Partners. Kämpfe ums Recht haben wollen führe ich nach Möglichkeit nicht mehr. Schon gar nicht in einer potentiellen Partnerschaft. Davon bin ich kuriert.
Hat jemand damit Erfahrungen? Kann sich der betreffende Partner ein solches Verhalten abgewöhnen
Ich glaube das sich Menschen ändern können, wenn sie es selber wollen. Zu Hoffen er ändert sich für dich?! Niemals wieder. Ich nehme heute den Menschen wie er ist. Ich begehe hoffentlich nicht mehr den Fehler, meinen Partner ändern zu wollen.
Ist er wirklich Rechthaberisch, wird das schwierig. Naturgemäß sind diese Menschen überzeugt von sich und wollen von ihrem Standpunkt nicht weichen. Das ist das Muster. Sie leiden selten unter sich selber, warum sollten sie etwas ändern. Sie haben Recht, der andere nicht.
(wenn er es denn will), oder ist es einfach ein Ausdruck eines tiefer liegenden Problems/einger gewissen Haltung und Einstellung (wie bspw. Arroganz oder Intoleranz gegenüber anderen Meinungen)?
Für mich ist in so einem Fall Wurscht was dahinter steckt. Das Ergebnis ist mit mir nicht kompatibel.
Ist es so, dass ich als Partnerin eines rechthaberischen Mannes automatisch immer den Kürzeren ziehen
Das kommt wohl auf die Ausprägung an und es kommt auf die Frau an, die das auszuhalten bereit ist. Hier ist keine Pauschale Meinung möglich.
 
  • #29
Ich hielt bisher Besserwisserei für ein absolutes No-Go, wenn es um eine Beziehung geht.
Ich muss dazu sagen, dass ich bisher zum Glück keinen Partner hatte, der so drauf war. Ich kenne das aber aus meinem Bekanntenkreis und meiner Familie und weiß, dass ich damit nicht umgehen kann. Mir sind Augenhöhe, gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und Toleranz wichtig und ich dachte immer, dass Rechthaberei dem widerspricht.
Ganz klare Aussagen zu Deinen Werten. Wie soll der Mann dazu passen? Meinst Du, dass Du ihn ändern kannst?
 
  • #30
Klingt so, als ob ihr nicht so gut zueinander passen würdet.

Eine hitzige Diskussion - sofern sie sachlich verläuft- steht für mich nicht im Widerspruch zu Respekt, Toleranz, Augenhöhe oder gar Wertschätzung.

Er ist halt überzeugt von sich und "gewinnt" ganz gerne. Das hat mit dir als Menschen ja nichts zu tun.

Ich kenne durchaus Paare, die vieles miteinander ausdiskutieren. Da beide recht willensstark und selbstbewusst sind. Diese Menschen brauchen das aber auch, sich am Partner/an der Partnerin "zu reiben".

Wenn du allerdings gerade bemerkst, dass du harmoniebedürftiger bist als er. Dann sehe ich da eher wenig Zukunftspotenzial für euch.

Wenn dir dieses Verhalten jetzt schon sauer aufstößt, was glaubst du, wie es dir dann in einigen Monaten damit gehen wird?
 
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