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  • #1

Kaiserschnitt?

Mein Freund und ich möchten bald eine Familie gründen, ich bin noch nicht schwanger, mache mir aber öfters Gedanken über die Geburt. Am liebsten wäre es mir, wenn ich mit der Klinik von Anfang an einen Termin für einen Kaiserschnitt ausmachen würde, damit ich keine Schmerzen haben muss. Meine Ärztin sagt, dies sei problemlos möglich, immer mehr Frauen würden das so machen. Ich habe in meinem Bekanntenkreis oft erlebt, dass Frauen ewiglange in den Wehen lagen, dass es Komplikationen bei der Geburt gab, das Kind in einer ungünstigen Position lag usw..
Klar, ein Kaiserschnitt ist eine Operation mit Narkose, aber trotzdem würde ich dies bevorzugen. Nun sagen mir aber viele Freundinnen und auch meine Mutter, dass ich dann was verpassen würde und es später womöglich bereue, das Kind nicht auf natürlichem Weg zur Welt gebracht zu haben. Aber was soll denn an einer schmerzhaften Geburt schön sein?
Wie habt Ihr Eure Kinder bekommen? Und die Frauen, die einen Kaiserschnitt hatten, haben sie das Gefühl, etwas verpasst zu haben?
 
  • #2
Ach was, falle nicht auf das Hebammengequatsche von schönen Schmerzen herein. Du verpasst absolut nichts bei einem Wunschkaiserschnitt.

Ein Wunschkaiserschnitt ist heutzutage das Normalste der Welt. Für die Babys ist es die mit Abstand ungefährlichste Art zur Welt zu kommen; wenn es nur um das Baby ginge, dann müsste man sich für einen Wunschkaiserschnitt entscheiden.

Natürlich birgt jede Operation ein Risiko, aber gerade Wunschkaiserschnitte sind ja ohne Vollnarkose möglich und minimieren diese Risiken entscheidend. Für die Mutter kommen als Vorteile hinzu, dass es keine postpartale Inkontinenz gibt, man keinen Dammschnitt bekommt, im Vaginalbereich alles beim Alten bleibt, die ewig lange, schmerzhafte Geburt erspart bleibt.

Ich persönlich würde auch immer einen Wunschkaiserschnitt einer langwierigen, eventuell komplizierten Geburt vorziehen. Auf jeden Fall die bessere Wahl für alle Beteiligten.
 
  • #3
Liebe FS,

ich habe zwei Kinder auf natürlichem Wege bekommen und fand das auch gut so. Eine Geburt ist das natürlichste auf der Welt und die paar Stunden Wehen sind nun wirklich kein Horrorszenario (auch wenn einem das, grade während der Schwangerschaft , gerne von allen Seiten eingeredet wird ).
Einen Kaiserschnitt aus "Bequemlichkeit" oder "Angst" wäre - zumindest für mich - nie in Frage gekommen.

(43)
 
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  • #4
Als Mann empfinde ich die Narbe am Unterbauch absolut abtörnend. So eine Narbe sollte man sich nicht wünschen.
 
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  • #5
Ein Kaiserschnitt ist gut, richtig und ein Segen, wenn es Komplikationen gibt oder eine Geburt schwierig zu werden droht.

Bedenke: er ist absolut unnatürlich. Glaub nicht den Schauergeschichten, die du über eine normale Geburt hörst. Eine Geburt ist nicht nur anstrengend und oft schmerzhaft (gerade gegen letzteres kann man aber was tun!), sondern auch ein wunderschönes und intensives Erlebnis.
Niemals würde ich mir das ohne zwingenden Grund nehmen lassen.
Ich kenne übrigens keine einzige Frau persönlich, die von vornherein einen Kaiserschnitt gewünscht und geplant hat. Alle meinen Freundinnen haben ihre Kinder auf natürliche Art zur Welt gebracht, sofern alles normal verlaufen ist, keine hat es bereut.

Was ist bloß mit den Frauen los, die sich nicht mehr trauen oder zutrauen, ein Baby auf die normalste und natürlichste Art der Welt zu kriegen?
Natürlich macht eine Klinik gern einen Kaiserschnitt und rät auch dazu. Weshalb wohl?
Es ist planbar, bequem, und es bringt Geld.
Informiere dich ganz genau. Vielleicht verlierst du die Angst vor diesem Erlebnis.
 
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  • #6
<MOD: Angriffe entfernt.>

Ich hatte leider zu wenig Wehen, daher musste ich nach einer Woche Einleitung einen Kaiserschnitt durchführen lassen. Klar war die Geburt selber sehr angenehm, sogar ein wenig lustig aber was danach kam, war gar nicht toll.

Die ersten Tage nach der Geburt konnte ich mein Baby nicht selber aus der Wiege heben, da ich sehr große Schmerzen hatte. Das erste Baden habe ich auch verpasst (hat alles mein Mann machen müssen). Auch die nächsten Monate hatte ich nach meinem Empfinden starke Schmerzen. Die Naht wollte nicht richtig heilen und ging immer wieder auf, bis mein Sohn etwa vier Monate alt war. Ich war etwa ein Jahr lang sehr empfindlich (Schmerzen beim Heben ect.) an dieser Stelle und auch heute, wo mein Kind sechs Jahre alt ist, meldet sich zwischendurch mal meine Kaiserschnittnarbe

Ich würde nicht sagen, dass ich was verpasst habe aber ich würde lieber eine harte Geburt vorziehen (einmal starke Schmerzen am Stück), als hinterher monatelang unter Schmerzen zu leiden. Es ist und bleibt nun mal eine Operation. Dieses Risiko sollte man freiwillig nicht unbedingt eingehen, wenn eine natürliche Geburt möglich wäre. Und klar werden Kaiserschnitte immer häufiger durchgeführt, sie bringen den Krankenhäusern ja auch mehr Geld ein.
 
  • #7
Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten.

Wer noch nie schwanger war, malt sich da die schlimmsten Horrorgeschichten von einer Geburt aus. Meine Schwester hatte drei stundenlange Geburten hinter sich. Ich hatte schon gedacht, daß sie von der ersten Geburt schon restlos bedient wär, um noch weitere Kinder auf diese Weise zu bekommen. Dennoch war es für sie eine Freude, auf natürliche Weise zu gebären. Man bekommt auf Wunsch eine Injektion, um die Presschmerzen zu überwinden.

Wenn Kühe oder Stuten gebären, tut es ihnen genauso weh. Auch sie bekommen vom Tierarzt eine Injektion und jammern nicht rum, wenn sie wieder Kinder bekommen.

Der Kaiserschnitt bietet sich nur an, wenn das zu enge Becken eine normale Geburt nicht zuläßt.

Merkwürdig ist auch die Geschichte mit der Inkontinenz. Ich kenne keine einzige Frau, die wegen einer Vaginalgeburt inkontinent wurde.
 
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  • #8
<MOD: Angriffe entfernt.>

@FS: Da du noch nicht schwanger bist, würde ich erst einmal abwarten wie sich deine Gefühle noch entwickeln. Ich kann deine Angst verstehen, dir aber auch sagen, dass sich das in der Zeit der Schwangerschaft noch drehen kann. Es ist einfach nicht abzustreiten, dass viele Mütter wie auch Väter die Geburt ihres Kindes als eines der schönsten Momente ihres Lebens begreifen. Ja, es tut weh, keine Frage, aber du musst dir auch die Frage stellen ob du darauf verzichten kannst "dabei" zu sein. Ein Kaiserschnitt bedeutet weniger Schmerzen- aber auch, dass du mit einem Kind in deinem Bauch einschlafen wirst und mehr oder minder plötzlich ohne aufwachen wirst. So ein Kaiserschnitt muss keine negativen Folgen haben, kann er aber. Die Schwangerschaft wie die Geburt ist ein Prozess und es kann schmerzlich sein, wenn man einen Teil davon auslässt. Ebenso kann (muss nicht!) das Kind darunter Leiden, dass es so aus der gewohnten Umgebung gerissen wird, denn auch für das Kind ist die Geburt ein wichtiger Prozess- sozusagem um von einer Welt in die andere zu treten.

Ich kann dir also nur raten abzuwarten- wenn du im 8 Monat noch immer eine unbändige Angst vor den Schmerzen hast kannst du dich nach wie vor für einen Kaiserschnitt entscheiden. Wenn die Angst dich beherrscht kann es keine schöne Geburt werden und es ist zu einem Kaiserschnitt zu raten.
 
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  • #9
Liebe FS,
meine Frau hatte auch imense Angst vor der ersten Geburt, sie war angeblich eng gebaut usw.
Sie hat dann auf natürliche Weise kurz nach dem errechneten Termin entbunden und die Kinder flutschten quasi raus. Okay, Wehenschmerzen gab es schon aber die waren schon nach einer Minute vergessen, als sie ihr Baby im Arm hatte.

Und lass dir einen Kaiserschnitt auch nicht als ganz problemlos darstellen. Klar die Medizin ist heute ganz toll; aber Narben wird es trotzdem geben und wenn die Narkose weg ist, kannst du dich auf wochenlange Wundschmerzen einstimmen.

m51
 
  • #10
Schöne, neue Welt... Ich frag mich grad, ob du nicht das Pferd ein bisschen von hinten aufzäumst, immerhin bist du noch nicht mal schwanger. Frederika hat zwar Recht, ein Kaiserschnitt ist wohl heutzutage keine große Sache mehr. Mach Dir also keine Sorgen, das geht immer. Trotzdem würde ich an deiner Stelle mit einer Entscheidung warten, bis sie ansteht, also ein paar Wochen vor der Geburt. Was du bis dahin mit deinem Körper erlebst, kanst du dir jetzt noch gar nicht vorstellen. Ich hab auch nur zugeschaut, aber allein das war schon beeindruckend genug...
 
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  • #11
Ich finde einen Wunschkaiserschnitt sehr bedenklich. Du riskierst: Infektionen, Wundheilungsstörungen und den Verlust der Gebärmutter. Außerdem birgt der Kaiserschnitt ein höhreres Risiko der Muttersterblichkeit als die normale Geburt.

Und glaube ja nicht, dass Du Dir mit dem Kaiserschnitt Schmerzen ersparst: Die hast Du tagelang NACH der Entbindung. Und zwar heftig.

Die Nachteile für Dein Baby: Risiko von Allergien und Diabetes Typ 1. Außerdem Bindungs- und Stillprobleme.

Es hat schon einen Grund, warum die Natur die vaginale Entbindung "erfunden" hat. Das kann man nicht einfach vom Tisch wischen.
 
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  • #12
Es gibt nicht nur den Kaiserschnitt in Narkose und die vaginale Entbindung ohne schmerzstillende Massnahmen, dazwischen existieren Möglichkeiten einer schmerzarmen, schmerzfreien Geburt.
M52
 
  • #13
Ich habe alle meine Kinder durch Kaiserschnitt geboren. Leider !!!
Das erste Kind wurde im letzten Augenblick durch einen nicht geplanten, akuten Kaiserschnitt geboren - Vollnarkose und alles drum und dran. Er wollte einfach nicht raus, aber er wurde ein wunderbarer Sohn, der heute erwachsen ist und mir viel Freude macht. Die nachfolgenden Kinder wurden aus medizinischen Gründen auch durch Kaiserschnitt geboren.
Ich hatte nie eine Wahl - ob Kaiserschnitt oder nicht.
Ich hätte mir gewünscht, eine "richtige" Geburt erlebt zu haben, aber es ging nun mal nicht anders, und alle meine Kinder sind gesund auf die Welt gekommen. Hätten wir im Mittelalter gelebt, gäbe es weder mich noch die Kinder, denn ich wäre mitsamt dem ersten Kind gestorben (habe ich zu wissen bekommen hinterher!).
Ich würde mich NIE für einen Wunsch-Kaiserschnitt entscheiden. Niemals !!!
Die Forschung auf dem Gebiet auch herausgefunden, dass eine natürliche Geburt für das Kind das beste ist, wenn es denn möglich ist. Natürlich geborene Kinder haben statistisch seltener Allergien, denn sie bekommen durch die natürliche Geburt Antistoffe mit auf den Weg. Die Bakterien, die sich in der Scheide befinden und mit dem Neugeborenen in Berührung kommen, immunisieren das Kind.
Also NIE - wenn überhaupt vermeidbar - einen Wunsch-Kaierschnitt!! Das sage ich, nachdem ich alle meine Kinder aus medizinischen Gründen durch Kaiserschnitt geboren habe.
Das Natürliche ist immer das beste, aber die Medizin hilft eben da weiter, wo die Natur Steine in den Weg wirft.
 
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  • #14
<MOD: Angriffe entfernt.>

Zunächst, Deine Gedankengänge kann ich gut nachvollziehen, da die Angst vor den Geburtsschmerzen verständlich sind.

Abgesehen von den Annehmlichkeiten eines Kaiserschnitts, feststehender Geburtstermin, weniger Schmerzen während der Geburt, solltest Du jedoch die Nachteile gut bedenken. Eine Narkose bedeutet immer Risiken, die Heilung ist in keinster Weise ohne Schmerzen. Solltest Du Stillen wollen, ist dies wesentlich schwieriger in den ersten 4 Wochen, als ohne Kaiserschnitt.

Ich wollte damals eine natürliche Geburt, nach einigen Stunden Wehen, wollte das Kind aber sich nicht so legen, dass es gegangen wäre. Also bekam ich einen Kaiserschnitt. Meine Narbe war sehr problematisch und auf die Mütter die natürlich ihr Kind zur Welt brachten, und sich sehr schnell wieder bewegen konnten, musste ich lange liegen. Bei mir ging die Narbe nach 7 Tagen wieder auf und es war nicht wirklich lustig. Das Stillen war sehr schwierig die ersten 4 Wochen und nur weil ich es unbedingt wollte, klappte es nach der Zeit doch. War aber kurz davor aufzugeben.
Wäge in Ruhe ab, lass dich aber auch nicht verrückt machen, von Horrorgeschichten einer natürlichen Geburt. Ich hätte es mir sehr gewünscht.
w/44
 
  • #15
Eine gute Bekannte hatte beim 1. Kind eine Geburt die so verlief daß sie sechs wochen nicht gerade sitzen konnte. Beim 2. Kind wollte sie einen Kaiserschnitt - wunderbar, dachte sie, doch hat sie - obwohl man ihr deutlich mehr Narkosemittel gegeben hat - alles mitbekommen.

Wie du es machst - es kann verkehrt sein und vor allem warum willst es nicht mal erleben wie es ist ? Ich denke man sollte Abstand nehmen vor der Bequemlichkeitsmedizin.
 
  • #16
Ich finde einen Wunschkaiserschnitt sehr bedenklich.
Nein, bedneklich sind Notkaiserschnitte, Saugglockengeburten und alle andere Arten von schrecklichen Dingen, die zu etlichen Prozenten während einer normalen Geburt passieren.

Die Nachteile für Dein Baby: Risiko von Allergien und Diabetes Typ 1. Außerdem Bindungs- und Stillprobleme.
Sachlich falsch. Es gibt keinerlei Hinweise auf Diabetes (was für ein Schwachsinn aber auch!) oder Allergien. Welcher Mechanismus sollte auch eine Geburt mit Allergien verbinden. Das verwechselst Du ganz offensichtlich mit Still-Studien. Bindungsprobleme gibt es auch keine, schließlich erkennt das Baby seine Mutter nicht am Geburtskanal, sondern am Geruch und Stimme. Die Mutter kann es nach einem Wunschkaiserschnitt ebenso schnell im Arm halten. Nur Notkaiserschnitte sind diesbezüglich geringfügig schlechter.

Es hat schon einen Grund, warum die Natur die vaginale Entbindung "erfunden" hat. Das kann man nicht einfach vom Tisch wischen.
Der Grund wird wohl sein, dass die Natur nicht in Technik und Kultur denkt...
 
  • #17
Keine halbwegs normale Frau kommt auf die Idee, schwanger zu werden, um mit Hilfe der Apparatemedizin entbunden zu werden. Da kann sie sich auch eine Leihmutter nehmen. Nur bei Komplikationen während des Geburtsvorganges wird eine Kaiserschnittgeburt als letzter Ausweg in Erwägung gezogen.

Eine Vaginalgeburt ist so ziemlich nach der Hochzeit das tiefgreifendste Erlebnis. Wer von vornherein eine Kaiserschnittentbindung ohne medizin. Notwendigkeit in Erwägung zieht, wird keine gute Mutter werden. Erst die Schmerzen der Vaginalentbindung erzeugen die tiefe Bindung zum Kind. Man hat es leibhaftig gespürt.

Frauen, die sich ohne medizin. Notwendigkeit zum Kaiserschnitt entscheiden, sind lieblose Gestalten.
 
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  • #18
Ich hatte eine natürliche Geburt, allerdings mit Saugglocke. Sofort danach war ich in der Lage mich um mein Kind zu kümmern.
Meine Schwester hatte beides, beim ersten Kind einen Kaiserschnitt wegen Steißlage, beim zweiten eine natürliche Geburt. Sie fand die natürliche Geburt um Vieles angenehmer. Kann ich auch verstehen. Ich habe meine Schwester nach dem Kaiserschnitt im Krankenhaus besucht. Sie hatte starke Schmerzen, konnte nicht alleine aufstehen, geschweige denn ihr Kind versorgen. Aufgrund der starken Schmerzen hatte sie anfangs auch kein Interesse an ihrem Kind. Man musste ihr das Baby geradezu aufdrängen, damit sie es mal auf den Arm nahm. War bestimmt nicht gut für das Kind. Zu ihrem zweiten Kind hatte sie von Anfang an eine viel engere Beziehung. Das konnte sie ja auch von Anfang an selbst versorgen.

Aber Kaiserschnitt ist heurzutage modern. Die Kliniken verdienen mehr daran. Die Schauspielerinen und Models machen es vor.

Und immer daran denken: ein Kaiserschnitt erfordert einen 10 cm langen Schnitt, damit das Baby durchpasst. Das dauert Wochen, bis so eine Wunde komplett verheilt ist und man nichts mehr spürt. Und wenn man Pech hat, verheilt die Wunde nicht schön und man hat eine hässliche wulstige Narbe.
 
  • #19
Liebe FS, doch, du verpasst etwas Wertvolles, wenn du dich ihne Not für einen Kaiserschnitt entscheidest! - Und NUR Frauen, die bereits entbunden haben, können dies beurteilen.

Du musst vor Schmerzen heutzutage keine Angst haben, mit einer PDA bekommst du alles Schöne, Ergreifende und Einmalige bei vollem Bewusstsein mit - ganz ohne Schmerzen! Da kannst du schon ein paar Stunden später wieder einen Spaziergang machen, während die Dame mit dem Wunschkaiserschnitt noch mit Schmerzen und einem Wundbeutel im Bauch wehleidig im Bett liegt.

Viel Erfolg für die Schwangerschaft, und nochmals: Keine Angst!
 
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  • #20
Ich habe zwar keinen Kinderwunsch. Aber wenn, würde ich mich auch für einen Kaiserschnitt entscheiden.
 
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  • #21
Sachlich falsch. Es gibt keinerlei Hinweise auf Diabetes (was für ein Schwachsinn aber auch!) oder Allergien. Das verwechselst Du ganz offensichtlich mit Still-Studien. Bindungsprobleme gibt es auch keine, schließlich erkennt das Baby seine Mutter nicht am Geburtskanal, sondern am Geruch und Stimme. Die Mutter kann es nach einem Wunschkaiserschnitt ebenso schnell im Arm halten. Nur Notkaiserschnitte sind diesbezüglich geringfügig schlechter. Der Grund wird wohl sein, dass die Natur nicht in Technik und Kultur denkt...

Nein, Frederika, ich verwechsle da gar nichts, ich kenne mich da nämlich aus.

Außerdem ist es sinnvoll, wenn Du Dir die zahlreichen Erfahrungen der Mütter in diesem Thread durchliest. Es ist tragisch, wenn eine Frau nach der Entbindung noch ewig Schmerzen hat (teilweise sogar jahrelang) und deswegen ihr Kind nicht heben kann - also etwas, was eine Mutter nun wirklich können muss.

Lieber einmal Geburtsschmerzen haben und sich dann aber richtig und schmerzfrei dem Kind widmen können, als später die ganzen Kaiserschnitt-Komplikationen, die den Kontakt zwischen Mutter und Kind erschweren.
 
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  • #22
Ich persönlich würde mich auch für einen Kaiserschnitt entscheiden, da ist mir das gequatsche von Wehenschmerzen oder natürlicher Geburt als wundervollstes Erlebnis in der Welt sowas von egal.

Im übrigen ging dieser Tenor unter Müttern auch mal andres rum. Heute ists wohl das tollste Erlebnis, der reinste Spaziergang bei dem es gerade so flutscht und keiner hatte Angst oder Schmerzen - selbst diejenigen nicht, bei denen es hätte Komplikationen geben müssen.
Vor einigen Jahren hat man noch glauben können (wenn man den Leuten so zugehört hat), dass die Mutter, die die meisten Schmerzen und am längsten in den Wehen gelegen hat, die beste Mutter sei - da hat man ich gerade andersrum übertrumpft - vor allem weil es dann auch wirklich wert war weil die Kinder danach noch natürlicher und besser gelingen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die paar Jahre "Evolution" so viel am Vorgang verändert haben - höchstens dass die Medizin beser geworden ist und die Betäubungen besser wirken.
 
  • #23
Keine Vorfreude, kein Ziepen, keine Wehen, die sich verändern, nicht dieses unnachahmliche Gefühl, wie die Kinder "durchgerutscht" sind? Nein, danke!

Jegliche Panik vor einer natürlichen Geburt ist völlig unangebracht. Bei meiner Tochter dauerte es wirklich lange, aber für eine normale, sportliche Frau ist das problemlos zu schaffen. Ich hatte bei einem Kind eine winzige Schürfung im Vaginal-Bereich, sonst keinerlei Verletzung- dafür habe ich alles, auch den Abgang der Plazenta, voll mitbekommen- finde ich einfach unersetzlich!

Zudem konnten mir die Würmchen sofort auf den Bauch gelegt werden, die Große hat sofort ein wenig getrunken, der Kleine nach einem Schläfchen. Es lief alles sehr locker, selbstbestimmt, das Personal hat ganz wenig tun müssen- es waren einfach meine Geburten und nicht die irgendeines Arztes.

Ich würde mich nie freiwillig für einen Kaiserschnitt entscheiden- never ever!
 
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  • #24
Liebe Fragestellerin,

ich hatte zwei Geburten - eine sogenannte 'natürliche' und einen Kaiserschnitt.

Vorweg: die Wehen werden von Frauen nicht nur unterschiedlich empfunden, es gibt auch unterschiedliche: die von den Hebammen als 'Kreuzwehen' bezeichneten, scheinen direkt aus der Wirbelsäule zu kommen und verursachen das Gefühl, diese quasi auseinander zu ziehen. Wer schon einmal Schmerzen durch eine defekte Bandscheibe, einen eingeklemmten Nerv hatte, weiß wie schlimm das sein kann.

Dann gibt es die beneidenswerten Frauen, bei denen sich die Wehen auf die Bauchmuskulatur zu beschränken scheinen - ein himmelweiter Unterschied.

Die hochgelobte PDA ist zum einen äußerst unangenehm und kann viele Nachwirkungen haben: wochenlange Kopfschmerzen, meine Freundin hat ihr Bein fast ein Jahr lang nachgezogen. Beides nicht ganz selten, wie mir meine Gynäkologin in einem Gespräch sagte.

Eine sogenannte natürliche Geburt ist ein Erlebnis, das durch Schmerzen und Erschöpfung überschattet ist. Diese haben bei mir die ersten Kontakte mit meinem Kind extrem beeinträchtigt!

Meine zweite Geburt durfte ich mit einem Kaiserschnitt haben - schon am nächsten Tag habe ich wieder zeitweise auf den Beinen gestanden und mein Kind selbst versorgt. Schmerzmittel habe ich nur unmittelbar nach dem Kaiserschnitt erhalten und außerdem voll gestillt.

Ein guter Kaiserschnitt ist übrigens kein willkürlicher Schnitt, sondern folgt dem Verlauf der Muskeln in diesem Bereich. Er ist bei mir schon nach zwei Jahr gar nicht mehr zu sehen gewesen.

Der Kontakt zu meinem 'Kaiserschnittkind' war von Anfang an entspannter und viel intensiver!

Wenn ich nochmal wählen müßte, würde ich auf diese Art noch etliche Kinder bekommen, nie mehr anders.

Und bitte, liebe Fragestellerin, lass Dir keinen Weg vorgeben, höre auf Dein Gefühl - das ist so individuell, wie Du!
 
  • #25
Laß dir nichts erzählen, von Frauen, die nicht wissen, wie sich eine Geburt anfühlt. Herumtheoretisieren und Angelesenes weitervermitteln ist in dieser Hinsicht nicht zielführend.
Ich bin beim Thema Kaiserschnitt gespalten. Ich wollte unbedingt eine natürliche Geburt. In der Zeit, als ich schwanger war, haben die Ärzte, einfach um die Schichten planen zu können und nachts weniger Einsätze zu haben (Kinder kommen meistens nachts), viele Frauen überredet, die Geburt mittels Wehentropf einzuleiten. Pervers. Ein Kind weiß schon, wann es kommen will.
Bei der Geburt meiner Tochter gab es ein paar - auf den ersten Blick - harmlose Komplikationen. Ich hatte Muskel- und Bänderrisse im Beckenboden. Vermutlich auch, weil es dann doch irgendwann brutale medikamentöse Verstärkung bei den Wehen gegeben hat und der Körper gar nicht so schnell mitkam.
Die harmlosen Komplikationen wuchsen sich nach den Jahren zu Problemen aus. Inkontinenz mit 30 ist nicht witzig. Im Laufe der Zeit gab es noch zwei OPs, um den kaputten Beckenboden wieder zu stabilisieren. (Ab einem bestimmten Grad geht es nicht mehr mit Training.)
Trotzdem, im Nachhinein ist die Geburt meiner Tochter eines meiner wichtigste Erlebnisse im Leben. Die Schmerzen sind nebensächlich. Die sind an einem Tag vergessen. Und sie sind eine Kraftprobe mit dir selbst. Außerdem, wenn du jemals in deinem Leben eine Nierenkolik hattest, weißt du, wie das ist.
Undenkbar, daß ein Arzt mir ein Kind aus einem Schnitt herauszerren sollte. Das hört und fühlt sich nämlich nicht witzig an, auch wenn du betäubt bist, wie mir eine Freundin berichtete. Hat was von Metzgerei.
 
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  • #26
Ich frage mich wirklich warum man sich ohne Not unter ein Skalpell legt, und das kommt beim Kaiserschnitt nun mal zum Einsatz. Mit dem Effekt einer Narbe die nicht immer schön wird. Das ist doch eher was für die, die Schmerzen nicht aushalten können oder wollen.

Kein Arzt rät heute ohne Not zu einem Wunschkaiserschnitt wenn die Schwangerschaft normal verläuft und die Geburt ohne Komplikationen verlaufen wird. Ganz abgesehen davon sollten die die noch keine Geburt hinter sich haben mal eher etwas zurückhaltender argumentieren.

Ein Kaiserschnitt ist ein chirurgischer Eingriff, den macht man nicht einfach mal so weil Frau rummemmt.

w45
 
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  • #27
<MOD: Angriffe und Gehässigkeiten entfernt. Schreiben Sie einfach Ihre eigene Meinung zum Titelthema und unterlassen Sie das Diffamieren fremder Beiträge.>

Ich habe 3 Kinder bekommen, 1 x ein Kaiserschnitt, da das Kind falsch lag. Das war wirklich die Geburt, die ich gerne anders gehabt hätte. Ich war sehr unglücklich und ich habe am Kaiserschnitt mehr gelitten als bei den anderen beiden Geburten. Ich war sehr benebelt und danach furchtbar müde, die Wunde schmerzte, ich war fast 2 Tage völlig aus der Spur und hatte wesentlich länger gesundheitliche Probleme.

Die erste Geburt war schwer, ich lag 24 Stunden in den Wehen, mein Sohn hatte einen sehr großen Kopf und ich habe echt gelitten. Aber er war da und dieses Erlebniss, dass ein Kind aus einem raus rutscht, dass du es so mit Nabelschnur und allem sofort auf dem Bauch hast - das ist der Wahnsinn. Das hätte ich mir nie so vorgestellt. Ich habe nach 24 Stunden Wehen um 23 Uhr entbunden und war sofort wieder fit, wir haben noch ein paar Stunden zu dritt gekuschelt, es war einfach perfekt. Am nächsten Tag habe ich mein Kind selbst versorgt, denn ich hatte außer einem kleinen Dammschnitt keine Verletzungen. Das 3. Kind kam fast von alleine, ganz natürlich und es wäre eine Schande gewesen, wenn ich es per Kaiserschnitt bekommen hätte.

Angstmachen gilt nicht. Eine Geburt ist das Schönste Erlebniss im Leben einer Frau und das sollte man sich nicht von Modeerscheinungen ausreden lassen.
 
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  • #28
Ich hatte enen KS wegen Steisslage, war wirklich kein Problem, auch wegen Schmerzen nicht und ich konnte auch schon am nächsten Tag aufstehen und meine Tocher baden, gestillt habe ich auch und fühle mich nicht als bessere oder schlechtere Mutter deswegen.

Du bist noch nicht schwanger und hast Dich sicher mit dem Thema noch nicht richtig befasst. Lass es auf Dich zukommen. Vieleicht willst Du im entscheidenden Moment keinen KS mehr und falls doch - es ist Dein Leben. Besser ein gut gelebter KS als eine widerwillige vaginale Geburt.
 
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  • #29
Laß dir nichts erzählen, von Frauen, die nicht wissen, wie sich eine Geburt anfühlt. Herumtheoretisieren und Angelesenes weitervermitteln ist in dieser Hinsicht nicht zielführend.
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Ja Du hast recht, ich bin auch zwiespältig gestimmt und ich versteh auch was davon , ein bissle anders als Du aber trotzdem ;-) Ein Kaiserschnitt ist kein Patentrezept aber die natürliche Geburt ist auch kein Kinderspiel ohne Risiken. Mich stört es wenn der Kaiserschnitt als modern und problemlos dargestellt wird, ebenso wie es mich stört , dass eine vaginale Geburt das allergrösste Erlebnis im Leben einer Frau ist, wo Licht da Schatten.
M52
 
  • #30
Ich hatte einen Notkaiserschnitt und rate Dir vom Kaiserschnitt ab. Ich lag erst mal drei Tage auf der Intensivstation, voll verkabelt mit Flexüle, Pulsmesser, mit Schmerzmitteltropf, diesen aparten Netzhöschen und natürlich Katheder. Du fühlst Dich danach wie eine achtzigjährige Greisin, der man die gesamte Bauchmuskulatur durchgeschnitten hat. Mein Interesse am Kind hielt sich in den ersten Tagen in Grenzen - einfach weil ich genug mit mir selbst zu tun hatte. Daß Bindungs- und Stillprobleme auftreten können ist zweifellos richtig. Man war halt nicht wirklich dabei... und vollwertig kümmern kann man sich auch nicht um sein Kind. Ohne ständig anwesenden Partner oder Großeltern geht es nicht.

Mein Kind war zu schwach um gestillt zu werden, es mußte zwei Wochen in die Kinderklinik. Danach hat es mit dem Stillen nicht mehr geklappt, sondern ich habe neun Monate abgepumpt. Letzteres allein ist ein Halbtagsjob.
Ich brauchte gefühlt 5-6 Wochen um halbwegs wieder die Gleiche zu sein wie vorher. Durch das lange Liegen nach dem Kaiserschnitt war meine gesamte vorherige Kondition im Eimer.

Die junge Mutter, welche sich mit mir das Zweibettzimmer teilte, lief bereits am selben Tag durch die Gegend und wurde nach drei Tagen entlassen.

Ich habe aber einen Tip für Dich: Google mal. Es gibt ein Gerät (ich hoffe, daß ich hier nicht falsch liege) Epi-No. Eine Art aufblasbarer Ballon, den man in die Vagina einführt und der jeden Tag ein bisschen gedehnt wird. Man fängt damit einige Wochen vor der Geburt an. Dieser Prozeß weitet den Geburtskanal und erleichtert die Geburt. Eine Bekannte von mir hat damit relativ problemlos ihren sehr großen Sohn entbunden und würde es jederzeit weiterempfehlen.
 
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