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Gast

  • #1

Ist Sex nur noch Freizeitbeschäftigung? Ist der Mensch Teilzeit-Funktionspartner?

Oft lese ich, dass Sex "auf dem Weg" zum(r) "Richtigen" einfach so mitgenommen wird. Das sind dannTeilzeit-Funktions-Partner für Sex.Die meisten glauben, den Sexpartner dann einfach austauschen zu können, wenn der/die Richtige kommt, bzw. wenn sie in einer Beziehung sind, was "Besseres" nachkommt. Wie geht das? Schalten diese Personen ihren Emotionalkörper völlig aus, nehmen diese die "Batterie heraus" oder wie soll das möglich sein? Beim Sex entsteht doch Intimität, das geht doch gar nicht ohne, oder tauschen die animalisch Körperflüssigkeiten aus.? Der Mensch ist doch eine Einheit aus Körper, Geist und Seele/Gefühl. Ist es nicht gerade diese Spaltung, die die Menschen u. Gesellschaft letztlich daran zerbrechen lässt?. Fast alle Probleme, die hier erörtert werden, lassen sich letzlich auf diese Spaltung zurückführen - dass der Mensch in Teilfunktionen zerlegt und nicht mehr als ganze Persönlichkeit wertgeschätzt wird. Das zerreisst m.E. auf Dauer das Herz
 
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Gast

  • #2
Wahrscheinlich bin ich zu zart besaitet - aber genau aus diesem Grund verzichte ich lieber auf so manche Erfahrung und warte lieber auf den Richtigen - oder bleibe eben alleine.

Mary
 
  • #3
Ich persönlich habe null Verständnis dafür, dass man Sex außerhalb stabiler Beziehungen vollzieht. Ich schlafe nur mit Männern, in die ich verliebt bin und mit denen ich mir eine Beziehung vorstellen könnte.

Je wahlloser Sexkontakte werden, desto beziehungsunfähiger werden meines Erachtens die Beteiligten. Die Tendenz zu Gefühlslosigkeit, Oberflächlichkeit und das Entkoppeln von Sexualität von Liebe ist keineswegs eine positive Entwicklung.

Ich empfinde es als erschreckend, wenn Sexualität als eine Form der Freizeitgestaltung dargestellt wird und Abstinenz während der Partnersuche geradezu absurd erscheinen läßt. Das ist alles nicht meine Welt.

Andererseits ist es jedem einzelnen natürlich freigestellt, wie er sein Leben und seine Sexualität gestalten möchte. Solange beide Beteiligten wissen, woran sie sind, ist an so einem Verhalten nichts unmoralisches oder verwerfliches. Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden.
 
M

Marianne

  • #4
Nein, Sex ist für mich keine Freizeitbeschäftigung. Aber manchmal versuchen vielleicht Menschen durch Sex dann doch Liebe zu bekommen. Denn wenn man sich näher kommt und schließlich auch miteinander schläft, dann ist dies ja ein legitimer Wunsch. Wird es dann nichts, kann man sich ja trennen und muss erkennen, einer falschen Fährte gefolgt zu sein. Ist nicht schön, aber so ist das Leben.

Ich kenne aber Frauen, die "brauchen" regelmäßigen Sex, wollen aber keine Beziehung. Also da gibt es dann oft Diskussionen, weil da echt die Meinungen auseinandergehen. Aber was solls, wir Menschen sind eben verdammt vielfältig.
 
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Gast

  • #5
Ich denke,das liegt einfach daran dass Sex einfach bei den Menschen unterschiedliche Plätze auf der Prioritätenliste einnimmt.Es gibt Frauen welche schlechten Sex in einer Beziehung tolerieren können(bzw.Standardsex)was mir z.B nicht möglich ist.Ich bin weiss Gott nicht nymphoman,aber ein Mann welcher z.B schlecht küsst oder beim Cunnilingus meine Erwartungen nicht erfüllt befriedigt mich nicht und somit ist die Beziehung für mich auch nicht befriedigend.Für mich ist Sex immens wichtig und unter anderem einer der wichtigsten Grundpfeiler einer Beziehung-meinen Ex liebte ich ehrlich und aufrichtig,nach drei Jahren merkte ich wie ich immer zappeliger und unausgeglichener wurde-er konnte mich NULL befriedigen(Penislänge eregiert 9cm!!!!!)Ich habe 3 Jahre lang nach Möglichkeiten gesucht dies auszugleichen aber es hat nicht funktioniert.Will jetzt nicht vom Thema abweichen,kurz gesagt gibt es Frauen für die Sexualität eben nicht den Stellenwert hat wie für andere und denen es wichtiger ist,ist es einfach nicht möglich in einer 3-jährigen Singlephase auf Sex zu verzichten.-Was nichts damit zu tun hat den Menschen zu "teilen"Mit gegenseitiger Sympathie,Ehrlichkeit und grossem Respekt ist das kein Problem sich auszuleben.Um dieser Frage vorzugreifen,ich hure nicht promisk in sämtlichen Betten rum und bin in Beziehungen immer monogam!
 
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Gast

  • #6
Ich stimme Frederika zu und finde diese Entwicklung auch nicht schön, aber etwas dagegen machen kann man auch nicht bzw .nur nach dem für sich passenden Partner suchen.
 
  • #7
ich habe noch niemand getroffen, der so lebt und wirklich glücklich dabei ist.
 
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Gast

  • #8
Fragestellerin: "dass der Mensch in Teilfunktionen zerlegt und nicht mehr als ganze Persönlichkeit wertgeschätzt wird" - Du kannst den Menschen eigentlich nie so wahrnehmen wie er wirklich ist. Wenn auch wir behaupten, einen oder anderen angeblich zu kennen, ist es nicht wahr. Wir sehen nur ein Bild von ihm, und das bleibt immer subjektiv. Es entspricht nie völlig der Wahrheit und ist immer einseitig.

Daher bleibt "die einzelnen Funktionen des Menschen wahrzunehmen" der einzig gerechte und realistische Weg. Mehr kannst du sowieso nicht wissen und nicht sehen, nur einbilden und reininterpretieren. Wer in der Welt der selbsterschaffenen Illusionen leben will, bitteschön.
 
  • #9
@#7: Du hast insoweit recht, dass man immer nur einzelne Facetten eines Menschen wahrnimmt. Das bedeutet aber eben nicht, dass man den Menschen bewußt und absichtlich auf jeweils einzelne "Funktionsbereiche" beschränken sollte, also z.B. Sexualität, Versorgung, Kumpel -- zumindest dann nicht, wenn man einen Partner suchts, mit dem man sein Leben teilen möchte.

Die Frage bezieht sich ja aber eigentlich darauf, wie es manchen möglich ist, Sexualität vom Gefühlen zu trennen. Das verstehe ich auch nicht, denn das Aufrechterhalten einer Intimsphäre ist zutiefst menschlich und sich einem anderen Menschen so zu öffnen und hinzugeben, ist schon sehr intim und vertraulich. Sexualität, Zuneigung, Vertrauen gehören auch in meinen Augen zusammen.
 
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Gast

  • #10
#7: Nur die einzelnen Funktionen kann bestenfalls der Verstand analysieren. Der Verstand ist aber nicht der, der liebt, sondern das Herz.Das Herz kann nicht in "Funktionsbereiche" aufteilen, es liebt immer das Ganze, nie teilweise - ganz oder garnicht