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Gast

  • #1

Ist nicht emotionale Intelligenz sogar wichtiger als ein hoher IQ?

Was hat ein hoher IQ für einen Wert, wenn ein Mensch geringe soziale Kompetenzen hat, nicht auf andere eingehen kann? Meine Emotionale Intelligenz ist, denk ich, höher angesiedelt, als mein IQ (wobei ich im normalen Durchschnitt liege). Liege ich nun unter dem bei EP geforderten Niveau?
 
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Gast

  • #2
Nur emotionale Intelligenz auf Dauer geht für mich nicht. Ich brauche ein bestimmtes Maß an IQ. Wäre auf Dauer für mich nicht interessant.

w45
 
  • #3
Das mit dem geforderten Niveau und IQ bei EP, das ist absoluter Blödsinn. Du findest hier nahezu jede Stufe des IQ und der emotionalen Intelligenz.

Worüber du dir Gedanken machen solltest (evtl.), ist dein Selbstbewußtsein, und das hängt auch mit der emotionalen Intelligenz zusammen.

Was hat dich bewegt, diese Frage zu stellen?

Sie wird übrigens immer wieder gestellt und ich kann sie nie nachvollziehen. Ich rede niemals über meinen IQ und frage auch nicht nach dem IQ, bevor ich die Menschen in meiner Umgebung näher kennen lerne und mir meine Meinung bilde.

Ob ein evtl. Partner zu mir paßt, das ist für mich tatsächlich eine Kombination aus allen Eigenschaften (und auch 'kleinen Macken'), die den Menschen zu dem machen, was er ist. - Um das feststellen zu können, war ich bisher emotional und vom IQ her sehr gut ausgestattet.

Sei einfach authentisch und ralistisch in dem was du erwartest und was du zu bieten hast, dann ist alles OK.
 
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Gast

  • #4
Wichtig ist, dass sowohl der EQ als auch der IQ der beiden Partner in etwa gleich ist.

w54
 
  • #5
Beides ist wichtig. Deine Fragestellung geht in die Richtung, dass IQ alleine nicht viel bringt, wenn man nicht auf andere eingehen kann. Umgekehrt gilt aber auch, dass ein mitfühlendes Dummchen, dessen intellektuelle Beschränktheit sich auch schon in alltäglichen Verrichtungen und Diskussionen zeigt, für eine Partnerschaft auch nicht für jeden der Hit ist.

Wie wichtig dem Einzelnen IQ und EQ der Partnerin oder des Partners sind, wird individuell sehr verschiedenen sein.

Du schreibst, Du habest einen durchschnittlichen IQ, aber einen überdurchschnittlichen EQ. Ich sehe also keinen Grund, warum Du nicht zu EP passen solltest, denn "Singles mit Niveau" kann sehr vieles heißen.
 
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Gast

  • #6
IQ und EQ wird in meinen Augen total überschätzt. Jemand, mit dem Du dich nicht unterhalten kannst, ist uninteressant. Jemand, der emotional nicht auf der Höhe ist, mit dem kann man nur schwierig umgehen. Das sind die beiden Punkte, die Du ansprichst. Ich würde weder das eine noch das andere vermissen wollen, aber die Mischung machts.

Beiss dich an solchen Sachen nicht fest, meistens weiss man nicht unbedingt, warum man jemanden mag und den anderen nicht. Da spielen auch viel mehr Faktoren mit rein als IQ und EQ.
 
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Gast

  • #7
An den sehr abwertenden und oberflächlichen Antworten hier kann man schon ganz klar erkennen, wie der Mensch strukturiert ist und wie es mit der emotionale Intelligenz (EI) bei dieser Person aussieht, bzw nicht vorhanden ist! Deine Frage wird hier nicht so richtig verstanden, ist ja wohl eher klar! Warum? Menschen, die den Schwerpunkt ausschließlich auf Gehirntraining (Fachwissen) setzen, gehen meist an deiner Frage vorbei, es interessiert sie in der Regel recht wenig. Meine Erfahrung als Mann (Akademiker) ist die, dass sehr viele Menschen w/m zu gut wie keine oder zuwenig (EI) besitzen. Habe einige hoch stud. Karriere Frauen von hier getroffen, die aufgrund mangelnder EI, für mich nicht in Frage kommen, sie waren überwiegend reine Kopfmenschen. Neben einem bestimmten Allgemein - Wissen, ist für mich jedoch die emotionale Intelligenz eindeutig höher zu bewerten als der IQ, ich weiß worüber ich spreche. In unserer Gesellschaft wird jedoch die EI runter geredet! Warum? Der Zwiespalt zwischen Herz und Verstand, zwischen Emotionalität und Rationalität hat seine Geltung verloren. Es liegen erstaunliche Perspektiven, unglaubliche verborgene Kapazitäten für unsere Kultur und unsere Gesellschaft prach. Das emozionale Alphabet muss gelernt werden, wie jeder andere Job auch, was eben so gut wie niergendswo gelernt wird; die zutiefst menschliche Fähigkeit, mit den eigenen Gefühlen und denen der anderen bewusster, phantasievoller und vor allem sensibler umzugehen.
In Sekundenschnelle wird bei einem 1. Kontakt überwiegend unbewusst abgefragt und entschieden. Antoine de Saint - Exupe´ry, schrieb in seinem Buch "der kleine Prinz": richtig sieht man nur mit dem Herzen; das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. Hier ist doch wirklich alles gesagt.Die Herzensbildung ist für mich das Allerwichtigste! ich weiß jetzt kommen von den Karrieristen Einsprüche wie. kann man damit Geld verdienen, ich sage natürlich, sie ist und bleibt die Grundlage für ALLES im zwischenmenschlichen Bereich. "Sokrates" Ermahnung >> Erkenne dich selbst<< spricht genau diesen Grundpfeiler der EI an, sich der eigenen Gefühle in dem Augenblick, da sie auftreten, bewusst zu werden.
Das ist genau der Angel - Punkt, das Hauptproblem aller bestehenden Probleme im zwischenmenschlichen Bereich. Alle solche Probleme - übrigens auch alle hier im Forum zu lesenden Probleme - hängen mit diesem Thema zusammen. Auf den ersten Blick scheinen unsere Gefühle etwas Offenkundiges zu sein, aber wenn wir es uns genauer übertlegen, fällt uns ein, dass wir bisweilen gar nicht bemerkt haben, was wir wirklich empfanden oder dass wir diese Gefühle erst nachträglich wahrnehmen. Psychologen benutzen den schwerfälligen Begriff >>Metakognition<< für das Wahrnehmen des Denkprozesses und >>Metastimmung<< für das Wahrnehmen der eigenen Emotionen. Ich benutze lieber den Begriff >>mindfulness<< (>>Achtsamkeit - selbstreflexives Wahrnehmen<<), der in einer bestimmten Bedeutung die fortwährende Wahrnehmung der eigenen inneren Zustände bezeichnet. Diese selbstreflexsive Achtsamkeit als Verhalten vermisse ich überall, natürlich und gerade auch hier im Forum, daher die großen Probleme in Beziehungen und Partnerschaften. Da wir überwiegend das Gehirn in der Schule/Ausbildung und Studium trainieren, bleibt oft das Gefühl auf der Strecke, wundern wir uns also nicht, was deshalb so alles geschieht in der ganzen Welt. Für mich die wichtigste Frage im Leben, die/der FS uns stellt, Kompliment! m/44
 
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  • #8
Ich wüsste wirklich gern mal, was ihr hier unter dem "Singes mit Niveau"-Slogan eigentlich versteht? Ich habe das immer so betrachtet, dass hier möglicherweise /hoffentlich ein paar mehr Männer versammelt sind, die nicht nur Affären haben wollen, die auch lesen und mal ins Theater gehen, die beruflich einigermaßen drin sind, die ihr Leben nicht am Tresen und in der Disco verbringen und mit Frauen nicht nur Sex haben wollen, sondern mehr, die auch refklektieren können und sich allgemein für das Leben und Gesellschaft interessieren. Hört sich allgemein und ziemlich flach an? Ja, ist es auch, ganz bewusst. Denn wer sich als Mensch "mit Niveau" bezeichnet, muss nicht unbedingt wirklich was haben. Aber der Tital schreckt möglicherweise einige ab.
Und so sind auch meine Erfahrungen hier. Ganz unterschiedliche Männer, einige mit merkwürdigem Verhalten, andere total interessant, auch die gut ausgebildeten können sich unmöglich verhalten und andersherum auch. Wie im realen Leben eben. wie der IQ bei den einzelnen ist, dazu habe ich noch niemals einen befragt und mir auch selber noch die die Frage gestellt. Denn man merkt doch ziemlich schnell, ob man sich auf Augenhöhe (ich weiß, das ist individuell und gefühlt) begegnet oder nicht. Und das ist doch das einzig entscheidende.
w
 
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  • #9
na, jetzt hat es uns die #6 aber gegeben. Wir sind alles Wesen, die im Umgang mit Menschen nichts wissen, soso.

Wenn ich mir das nichtssagende Statement durchlese, dann erinnert es mich an den Herrn Otto West aus dem Fisch namens Wanda, der Nietzsche liest, herrlich.

Liebe Fragestellerin, an was machst Du fest, dass dein EQ höher ist als dein IQ? Findest Du, dass Du damit höher liegst als die Allgemeinheit und warum?

Der EQ ist genauso wie der IQ ein dehnbarer Begriff, je nachdem wie man ihn auslegt. Bist Du im Umgang mit Menschen sehr geschickt oder denkst Du, dass deine Umwelt dir in diesem Punkt nicht das Wasser reichen kann? Findest Du zu wenige Zeitgenossen, die deinem EQ entsprechen?

Die Welt ist voller unterschiedlicher Leute und jeder hat die Möglichkeit, sich mit den Menschen zusammen zu tun, die zu einem passen. Wenn man keine findet, hat man einen zu niedrigen EQ. Gleiches bei der Partnerwahl, wenn Dir alle aus irgendwelchen Gründen nicht gefallen, liegt es eher an dir selber. Aktiv auf andere Menschen zugehen und offen zu sein entspricht für mich, einen hohen EQ zu haben. Aktiv anderen Menschen Freude bereiten (und hier meine ich nicht materiell) gibt dir selbst Befriedigung und die Leute sind gerne mit dir zusammen.


Wenn Du jetzt einem Menschen begegnest, der viel IQ besitzt (wie auch immer sich das äussert) und lieber zurückgezogen lebt und Menschen nicht so mag, muss das auch kein Zeitgenosse mit sehr wenig EQ sein. Unter der Voraussetzung, dass er damit zufrieden ist, ist alles in Ordnung für ihn.

Was die Frage mit dem Niveau bei EP betrifft, hab keine Bedenken. So wie im richtigen Leben gibt es hier auch alles, was Du dir vorstellen kannst. Du bist also in bester Gesellschaft und brauchst nicht schüchtern zu sein. Ein paar Menschlein passen sicher zu dir, sei dir gewiss.
 
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  • #10
Was hat ein hoher EI für einen Wert, wenn ein Mensch geringe Intelligenz hat, nicht die einfachsten Zusammenhänge erkennen kann?
Man kann es drehen und wenden wie man will, man braucht beides.

Ansonsten gibt es bei EP kein speziell gefordertes Niveau an Intelligenz oder sonst was, wenn du durchschnittlich Intelligent bist dann gibt es massenhaft potentielle Partner für dich, aber es heißt nun mal nicht das jeder für dich in Frage kommt.
Also wo genau ist jetzt das Problem?
 
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  • #11
Kein Problem... die Frage diente nur dem Meinungsaustausch.
Meine Schnittpunkte mit potenziellen Partnern liegen halt auf einer anderen Ebene als bei Anderen.
@2:
Über mein Selbstbewusstsein mache ich mir ehrlich keine Sogen. Ich bin mir selber treu und davon überzeugt, dass irgendwann der passende Deckel da ist.
Ich muss nichts über´s Knie brechen. Dann bin ich lieber allein, als mich verstellen zu müssen.

@8:
DANKE!!!
 
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  • #12
Zur FS und #10:
Bin #6:
Ich kann dich sehr gut verstehen, es gefällt mir, was du schreibst, mir ist klar, dass du hier kaum (wahrscheinlich nicht!) verstanden wirst, wie auch im RL. Ich schätze, dass es in den Promillebereich geht, die passenden Menschen zu finden, du bist also nicht alleine, mach dir keien Sorgen, lieber so als anders!
 
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  • #13
@6 Sehr sehr gut formuliert.

@8 Ein EQ wird nicht einfach durch Offenheit und durch das Ansprechen neuer Menschen definiert.

Intro - und Extraversion haben mal rein aber wirklich rein gar nichts mit dem EQ zu tun..

Ich persönlich behaupte, dass es - ohne einen gewissen IQ zu besitzen - ein EQ gar nicht möglich ist --> Selbstreflektion, Wahrnehmung anderer Menschen, die Fähigkeit andere Menschen zu führen, zum Lachen zu bringen zu motivieren etc etc setzt immer einen relativ hohen IQ voraus..

Sowieso, heutzutage ist in einem modernen Unternehmen aber eine gewissen Stufe ein hoher EQ unabdingbar! Menschen führen Menschen - nicht Zahlen.

EQ > IQ.

m, 34
 
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Gast

  • #14
Korrektur: mein Dank gilt der #6

@8:
Ich interessiere mich für Psychologie und wurde/bin bereits berufl. wie privat mit verschiedenen Krankheitsbildern konfrontiert. Es ist schon wahnsinn, was man alles daraus lernen kann, wenn man positiv denkt. Für die/das eigene Persönlichkeit/Verhalten meine ich.
Menschen, die sich nicht so intensiv damit auseinanderstzen, können eben vieles nicht so verstehen, wie ich. Ich bin durchaus ein offener und aktiver Mensch, doch einen (für mich) interessanten Gesprächspartner zu finden ist nicht immer so einfach.
 
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Gast

  • #15
Es gibt schlicht keine Modewort "Emotionale Intelligenz" entsprechende psychologische Eigenschaft. Es gibt nonverbale Kommunikation und die ist vom kulturellen und mikrokulturellen Hintergrund abhängig. Jemand, der bestimmte Formen der nonverbalen Kommunikation nicht versteht oder missversteht, gehört schlimmstenfalls zu einer anderen Gruppe Menschen, die eine andere nonverbale Kommunikation gewohnt sind.

So kann jemand, der für die meisten hier als emotional intelligent oder sagen wir einfach altmodisch "feinfühlig" gelten kann, in einem anderen Kontext durchaus als Tölpel erscheinen. Dazu genügt es überspitzt gesagt schon, in einem ungewohnten Umfeld nicht die subtile Ablehnung registrieren zu wollen, die einem entgegenschlägt, wenn man nicht "den kleinen Finger von der Teetasse abspreizt".

Auch dem einfühlsamsten Kinderarzt werden z.B. im Kreise eingefleischter BMW-Tuningfetischisten gewisse unterschwellige Verhaltenskodizes entgehen, weswegen er als wenig zugänglich empfunden wird. Vielleicht liegt es dann im schlimmsten Fall nur daran, dass er den anderen nicht kräftig auf die Schulter klopft, oder nicht im rechten Moment die Bierflasche absetzt und kräftig rülpst.

Deshalb ist die Benutzung des Wortes "Emotionale Intelligenz" für mein Verständnis extrem kontraproduktiv, da sie einen Mangel an Verständnis für die kommunikativen Probleme von Mitmenschen offenbart.

m41
 
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Gast

  • #16
Ich stelle immer wieder und überall fest, dass dieser Begriff ""Emotionale Intelligenz" unterbewertet ist, weil er nicht verstanden und deshalb auch nicht umgesetzt werden kann! #6 bringt es ziemlich genau auf den Punkt, hat es sehr gut beschrieben, er versteht sehr wohl, wie auch Fs`in, was damit gemeint ist und wie man damit richtig umzugehen hat. Ich denke auch, dass nur wenige Menschen das drauf haben. m
 
  • #17
Ich empfinde den Ausdruck "Emotionale Intelligenz" als erschreckendes Modewort und sowohl hier wie auch an vielen anderen Stelle wird es als sozialkritisches Füllwort ohne greifbaren Inhalt verwendet. Dieses "IQ-Bashing" ist eigentlich abstoßend und für sich selbst genommen ein Zeichen, das es womöglich an beiden Formen mangelt.

Emotionale Intelligenz ist ein Konglomerat aus Fähigkeiten, die sich einzeln viel exakter, griffiger und treffender beschreiben lassen.

Sie beinhaltet vorallem EMPATHIE, also die Fähigkeit, fremde Gefühle wahrzunehmen und sich in die Emotionen, Gedanken und Persönlichkeit anderer Menschen hineinzuversetzen, deren Gefühle nachempfinden und deren Absichten erkennen zu können. Empathie ist damit eine sehr wichtige Fähigkeit des Menschen, um in sozialen Gruppen zu bestehen und erfolgreich zu interagieren. Dementsprechend ist Empathie auch für eine Partnerschaft ein wichtiges Attribut.

Zur emotionalen Intelligenz gehört darüber hinaus aber zum Beispiel auch die Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu reflektieren, zu erkennen, zu verstehen und beeinflussen zu können, also zum Beispiel Wut und Zorn oder Euphorie und Jubel mäßigen und sozialadäquat und situationsangemessen empfinden, zeigen und verbergen zu können. Die gilt auch für die Selbstkontrolle in Fällen von unglücklicher und gefährlicher Verliebtheit. Gerade auch im Bereich Beliebtheit, Wertschätzung, Ausgrenzung, Ablehnung spielt die Fähigkeit, Gefühle kontrollieren und gezielt steuern zu können, eine wichtige Rolle.

Zum weiteren Umfeld der emotionalen Intelligenz gehören dann auch Fähigkeiten wie verbale und nonverbale Kommunikation, Selbstkontrolle, Rücksicht, Hilfsbereitschaft, Aufrichtigkeit, Zuverläsigkeit -- also der fließende Übergang in grundlegende Charakterwerte.

Emotionale Intelligenz bedeutet also eben gerade nicht Gefühlsduselei und Abwesenheit von rationalem Denken, sondern ein kognitiv sinnvollen und konstruktiven Umgang mit Gefühlen. Dies wird von den laienhaften Protagonisten des EQ oftmals verkannt und in eine dümmliche Ablehnung von Verstand, Vernunft und Intelligenz umgedeutet.

Insofern jetzt meine Antwort auf die Titelfrage: Intelligenz ohne Empathie und Charakter bringt gar nichts, aber Empathie und Charakter ohne Intelligenz bringt auch nicht viel. Ich erwarte von einem Partner beides in einem Ausmaße, das Zusammenleben sowohl emotional als auch rational erfüllend werden lässt. Eine Priorisierung erscheint mir vermessen. Kaum ein einzelnes Attribut hat eine herausragende Rolle, es kommt auf die Mischung und den Menschen in seiner Gesamtheit an.
 
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Gast

  • #18
Hallo, ich habe mich jetzt in Wikipedia einmal schlau gemacht.
EQ beinhaltet ja viel, im wesentlichen besteht der Vorteil darin, eigene und fremde Gefühle erkennen und steuern zu können.

Gut, am Erkennen mangelt es durchaus bei vielen Menschen und steuern können sie noch viel weniger. Mal angenommen, beide befassen sich tiefer mit dieser Thematik, dann müssten beide nicht in der Lage sein, den anderen zu steuern, da dieser sowohl seine eigenen Gefühle erkennt, als auch die des anderen.

Um zur Fragestellerin zurück zu kehren: Da dein EQ höher ist als dein IQ (wo mich immer noch interessieren würde, woran Du das festmachst), heißt das, Du kannst deine Gefühle gut erkennen sowie das des emotionalen Partners. Eins kannst Du ihm doch nicht absprechen, egal wie abgestumpft er deiner Meinung ist, jeder Mensch hat Gefühle. Wenn Du gut bist, könntest Du seine Gefühle auch steuern. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch erkennt, ob er traurig oder fröhlich ist, wütend oder einsam. Die großen Gefühle nimmt wohl fast jeder Mensch wahr. Wird der Mensch mit hohem IQ und keinem EQ? für dich langweilig, weil er diese nicht hat oder weil Du ihn nicht steuern kannst?

Was ich auch eine interessante Frage finde: Es wird hier von einigen die Behauptung aufgestellt, dass sie aufgrund mangelndem EQ bei ihrem Gegenüber kaum interessante Ansprechpartner finden (FS, #6, #13). Gerade das Gegenteil müsste doch der Fall sein, da ihr doch einen Vorteil gegenüber der großen Menge an Menschen geniesst?

Sowohl IQ als auch EQ sind Fähigkeiten, die ein Mensch hat. Wenn die Fragestellerin sich gerne mit EQ auseinandersetzt, sollte sie sich im Umkehrschluss nach der Definition besser auf Menschen eingehen können, die nicht dazu in der Lage sind.

Nicht umsonst habe ich in meiner #8 den Satz reingeschrieben: Die Welt ist voller unterschiedlicher Leute und jeder hat die Möglichkeit, sich mit den Menschen zusammen zu tun, die zu einem passen. Dieser hat sehr viel mit EQ zu tun und es gibt nicht wenige, die das ohne Wissenschaft sehr gut hinbekommen. Bei den folgenden Absätzen geht es hauptsächlich um die positive Beeinflussung meiner Mitmenschen.

Und ich bin immer noch der Ansicht, dass die Fragestellerin ohne Gefahr bei EP sein kann.
 
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Gast

  • #19
Kalle, sag Du mal was! Irgendwas, was mit "Leute, nun macht doch mal nicht so`n Wind..." beginnt und mit einer "Kalle- Weisheit" endet, das brauche ich jetzt!
Lieben Gruß, w 53
 
  • #20
Diese hier ist die beste, wenn nicht sogar die wichtigste Frage, die mir im ganzen Diskussionssforum begegnet ist! Was er mit der Frage gemeint hat, kann ich gut nachvollziehen!
@6 Du hast in meinen Augen, den schönsten Beitrag geschrieben, der vermutlich ohne nachhaltige Veränderung oder Erkenntnis bei allen Lesern bleiben wird; zumindest wäre das Thema EI - ich nenne es, wie Du auch, lieber Herzensbildung - eines Denkanstosses wert. Und du schreibst mir aus der Seele.

Diese menschliche Gabe bzw. Fähigkeit - welche sogar die Primaten (Affen) besitzen - sich intuitiv in andere Menschen hineinzuversetzen ihre Empfindungen, Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen sind uns in die Wiege gelegt; sie beruht auf das Vorhandenseins der sog. Spiegelneurone, eine neurobiologische Entdeckung des Giacomo Rizzollatti, Chef des Physiologischen Instituts der Universität Parma.

Doch was ist auf dem langen Weg zum Erwachsenen geschehen, dass sehr vielen Menschen, dieses Geschenk der Spiegelnervenzellen zum intuitiven Verstehen verloren gegangen ist? Die Fähigkeit seine eigenen Gefühlen, Gedanken, Empfindungen und Verhaltensweisen bei sich selber zu reflektieren, zu verstehen und anzunehmen; und genau das Gleiche beim Gegenüber zu spiegeln?

Die Regulation der 8 Basisemotionen (wenn auch ein Konstrukt EINER VON MEHREREN Emotionstheorien) - wie Freude, Zorn, Trauer, Angst, Ekel... - beginnt der Säugling bereits in den ersten Wochen ab seiner Geburt zu erlernen. Idealerweise in einer liebevollen, zärtlichen, aufmerksamen Kommunikation mit seiner Mutter. Mit einer Mutter, die selber ihre Gefühlsregungen spüren, erkennen, deuten und angemessen mit ihnen umgehen kann. So kann das Kind lernen, wie es mit der Trauer umgehen kann. Tröstet die Mutter ihr Kind indem sie es liebevoll und zärtlich in den Arm nimmt, lernt das Kind später sich selber Trost und Zuwendung zu spenden. So sollte es zumindest theoretisch sein.

Die Zusammenhänge zw. den gemachten Erfahrungen im Kindesalter und das Denken, Fühlen, Verhalten im Erwachsenenalter werden mit der Bindungsforschung als eine eigenständige Disziplin innerhalb der Psychologie in zahlreichen Studien belegt. Die bekanntesten Akteure in DE sind das Ehepaar Klaus und Karin Grossmann, wie auch der Kinder- und Jugendpsychiater Karl-Heinz Brisch.

In unserer westlichen Zivilisation wird in der Tat zu viel Wert auf die Rationalität als auf die Emotionalität gelegt, eigentlich noch unverständlicher, wenn man bedenkt, dass sogar unsere tierischen Verwande Freude, Zorn, Trauer usw. ausdrücken, d.h. genauso wie wir Menschen, die Basisemotionen kennen.

Die Bindungstheorie von John Bowlby und Mary Ainsworth haben den Grundstein zur Bindungsforschung als eine eigenständige Disziplin innerhalb der Psychologie gelegt. Die bekanntesten Akteure in DE sind das Ehepaar Klaus und Karin Grossmann, wie auch der Kinder- und Jugendpsychiater Karl-Heinz Brisch.

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinz_Brisch

Wer nur aufgewachsen ist, die Welt und alle Lebewesen rational zu betrachten, zu erklären, zu klassifizieren, hat sich selbst disqualifiziert. Wer mit dem Verstand (IQ) die Wünsche, die Bedürfnisse, die Emotionen, die Motivation und die Handlung der Mitmenschen verstehen und begreifen will, hat nicht begriffen, das er die eine Hälfte von sich abgeschnitten hat.

"Richtig sieht man nur mit dem Herzen" - legt A. de Saint Excupe`ry dem kleinen Prinzen in den Mund. Wahre Worte.

Einige Beispiele, die die Problematik der mangelnden Empathiefähigkeit illustrieren:

http://www.elitepartner.de/forum/gewalt-in-einer-liebesbeziehung.html
http://www.elitepartner.de/forum/kann-man-emphatie-lernen.html
http://www.elitepartner.de/forum/einordnen-von-menschen-beim-date-anhand-der-kleidung.html
http://www.elitepartner.de/forum/maenner-wuerdet-ihr-eine-beziehung-mit-einer-rollstuhlfahrerin-eingehen.html

Dem Fragesteller und @6 wünsche ich viel Glück, den/die Partner/in mit einer höheren Sozialkompetenz (Herzensbildung) kennenzulernen, aber auch all jenen, die dies für bedeutsamer und erfüllender als ein hoher IQ erachten.
 
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Gast

  • #21
EQ ist das allerwichtigste auf dieser Welt. Ohne lebt man nicht. Ohne funktioniert man nur und dazu sind wir Menschen nicht geboren. Reist mal in wärmere Länder oder muslimische Länder. Da werdet ihr den Wert der Herzlichkeit spüren. Das steigert die Lebensqualität.
 
G

Gast

  • #22
Ihr wollt den zukünftigen Partner wohl in jeder Hinsicht wiegen und vermessen, bevor ihr Euch auf ihn einlasst. Redet doch stattdessen einfach mit ihm und lasst das Bauchgefühl entscheiden.

Eine Freundin von mir ist sogar soweit gegangen, von ihrem zukünftigen Partner eine Computerthomographie des Gehirns zu fordern, obwohl der keinerlei Ausfallerscheinungen zeigt. Tse, tse