• #1

Ist mein Partner auf dem Weg zum Alkoholiker?

Hallo liebes Forum,

ich möchte euch kurz meine Situation schildern. Vielleicht könnt ihr mir ja Meinungen zu einer Einschätzung geben, die mir selber schwerfällt.

Seit etwa eineinhalb Jahren bin ich mit meinem Freund (beide um die 30) zusammen. Es gibt hin und wieder Unstimmigkeiten, da mein Freund manchmal eine sehr feste Meinung hat, wie die Dinge zu tun sind, aber im Großen und Ganzen führen wir eine harmonische Beziehung. Ich hab das Gefühl, wir fühlen uns beide wohl und lieben uns. Was ich nur seit einigen Wochen verstärkt bemerke und was mir sehr zu denken gibt, ist, dass mein Freund zur "Entspannung" bzw. Erleichterung bei Sorgen etc zuviel trinkt. Das geschieht nicht regelmäßig, sondern immer anlassbezogen zuletzt etwas einal wöchentlich, also zum Beispiel, wenn er sich wegen eines konkreten Termins am nächsten Tag sorgt, etwas als belastend empfindet oder Ähnliches, und er weiss dann auch noch, was er tut und ist sehr lieb zu mir. Nur trinkt er dann schon so viel, dass ihm Missgeschicke passieren (Sachen fallen runter, er rutscht aus ...) und er natürlich trotz vielleicht einiger Stunden im Bett, in denen er mal nicht neben mir wach liegt, am nächsten Tag müde/unfit ist. Was mich besonders beunruhigt, ist, dass er sagt, dass ein wirklicher Mechanismus, Trinken zur Erleichterung, dahintersteckt. Richtig haben wir noch nicht darüber geredet - werde ich baldmöglichst tun - aber ich weiss nicht, wie ich ihm helfen kann. Geht das überhaupt? Oder muss er nicht nur einsehen, was er tut (das scheint er ja zu wissen), sondern es auch ernstnehmen und ändern wollen (davon bin ich nicht ganz überzeugt)? Und woher weiss ich, dass sich das Ganze nicht steigert und mein Freund bei "wirklichen" Belastungen (im Moment finde ichs eher überschaubar) sich zu einem Alkoholiker entwickelt? Was kann man tun?

Vielen Dank Euch!

[Mod: Bitte beachten Sie, dass das ElitePartner Forum kein medizinisches Fachforum ist und ggf. auch Laien antworten.]
 
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ak18

Gast
  • #2
Trinken um zu.... ist immer ganz schlecht!

Du kannst dir Hilfe bei Alkoholiker Selbsthilfegruppen holen. Google einfach mal, die gibt es auch in deiner Nähe.

Eine andere Möglichkeit für eher aktive Menschen ist, (wenn es dir machbar ist und ihn anspricht) ihn an Abenden, an denen er gefährdet ist, zu schnappen und ein Programm zu machen, dass ihn ablenkt: das kann von Badminton spielen im nächsten Fitnesscenter, Kino, Saunabesuch, Bowling, Geocaching,...... sonst etwas sein. Etwas finden was euch beide begeistert, ablenkt und auch als Paar stärkt. Einfach zum Ausgleich aktiv werden. Etwas mit Regelmäßigkeit Man kann anschließend gut schlafen und ist am nächsten Tag fit!

Findet eine Alternative zum Alkohol.... um zu...

Viel Erfolg
 
  • #3
Ganz ehrlich, liebe magie...

Wende dich mit deinem Problem an ein Forum das sich mit dieser Problematik auskennt und dir fachkundiger helfen kann als wir hier.

[Mod: Nebenthemen entfernt.]
 
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Gast

Gast
  • #4
Dein Freund hat ein ernsthaftes Problem. Helfen kannst du ihm nicht, aber sei dir bewusst, dass dies gravierende Auswirkungen auf dich und deine Gesundheit haben kann. Am Besten du gehst selbst, sofort, auf eine Suchtberatung. Die beraten auch Angehörige kompetent.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Viele Menschen trinken Alkohol, um sich zu entspannen. Die, die abends ein Glas Wein trinken, weil es sooo gut zum Essen schmeckt, tun das durchaus auch, weil sie damit "runterkommen". Manche können sich gar nicht amüsieren, wenn sie nicht ein Bierchen vorher trinken. Das ist auch, um mal die Sorgen zu vergessen.
Dein Freund trinkt allerdings für meinen Geschmack zu viel, wenn er sich dann nicht mehr unter Kontrolle hat.
Da Du schreibst, Dein Freund hätte eine feste Meinung zu manchem und dann wird es schwierig, scheint er ja eine verbohrte Ader zu haben bzw. teilweise ein sehr krampfiges Weltbild. Es klingt für mich auch so, als würde er sich sehr unter Druck setzen. Meiner Ansicht nach müsste er lernen, dass er Fehler machen darf, und dass es in vielem kein absolutes Richtig oder Falsch gibt.
Dass er unbedingt auf dem Weg zum Alkoholiker ist, glaube ich erstmal nicht.
 
  • #6
Du bist sehr aufmerksam, beschönigst das Trinkverhalten Deines Partners nicht und siehst die weiteren möglichen Gefahren. Das ist ein guter Anfang.

Ich kann Dir auch nur empfehlen, Deine Beobachtungen einer Suchtberatung zu schildern. Unterstützen kannst Du Deinen Freund nur, wenn er sein Verhalten selber kritisch sieht. Solange er das leugnet, bist Du machtlos.

Du kannst ihn nur mit den Folgen konfrontieren und aufpassen, dass Du nicht in eine sogenannte Co-Abhängigkeit gerätst. Die äußert sich darin, dass man die Trinkgewohnheiten des Partners verharmlost und vor anderen vertuscht. Das darf nicht passieren, aber da sehe ich bei Dir keine Gefahr.

Es gab eine alkholabhängige Schauspielerin, die irgendwann genervt das Trinken aufgegeben hat, weil ihr Mann ihr die Hölle heiß gemacht hat. Zum Beispiel hat er Anrufern gesagt: "Meine Frau kann jetzt nicht mit Ihnen sprechen, sie ist betrunken." Das war ihr so unangenehm, dass sie schließlich keinen Alkohol mehr trinken mochte.
 
  • #7
Um ehrlich zu sein, ist es mir einmal genauso ergangen, wie deinem Freund. Ich hatte Stress und hab dann ca. 2 Wochen lang jeden Tag zur Entspannung mindestens ein Bier oder ein Glas Wein getrunken. In dem Moment hat es mir wirklich geholfen " einfach mal runterzukommen". Allerdings war das auch nur eine Phase, die wieder vorrüberging.
Hätte mir mein Partner in dieser Zeit jedoch eine Suchtberatung vorgeschlagen, wäre ich an diesem Punkt doch zugegeben sauer geworden...
Mein Tipp also: wie wäre es, wenn du ihm zur Entspannung etwas anderes vorschlägst wi zb. eine Massage von dir oder grminsam ins Kino gehen etc.
Falls er dann immer noch übermäßig Alkohol konsumieren sollte, dann könntest du ihn vorsichtig auf deine Sichtweise ansprechen
 
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