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Gast

  • #1

Ist man ab 30 " anders" verliebt?

Ich hatte vor kurzem eine Diskussion mit einer Freundin, die auch noch auf der Suche nach dem Richtigen ist. Ich meinte zu ihr, dass ich - wenn ich verliebt bin - die ganze Welt umarmen könnte, von morgens bis abends an ihn denke, das bekannte Kribbeln spüre und die Finger nicht mehr von ihm lassen kann, dieses Gefühl jedoch seit meiner schmerzlichen Trennung bei keinem Mann mehr gespürt habe.

Sie dahingegen meinte, dass man in unserem Alter das Ganze" realistischer" sieht und das eigentliche Verliebtsein einfach anders warnehme. Man versteht sich gut, schaut ob man gemeinsame Interessen hat und sieht ob es eben einfach passt. Habe das Ganze dann einem guten Kumpel (m. 41) erzählt, der dem Ganzen auch zugestimmt hat.

Wie seht ihr das?

w. 31
 
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Gast

  • #2
Liebe FS, ich dachte bis vor kurzem auch, daß man ab einem gewissen Alter rationaler mit dem "Verliebtsein" umgeht...bis ich mich Hals über Kopf in einen 46Jährigen Mann verliebt habe - mit Bauchkribbeln, ständig an ihn denken,... und ihm geht es genauso!

W39
 
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  • #3
Aus meiner persönlichen Sicht hat sich nicht viel geändert. Wenn es mich erwischt hat und ich bin verliebt, dann fühlt es sich genau so an, wie mit 19. Aufgrund der Lebenserfahrung wird man aber etwas vorsichtiger wie schnell man sich verliebt.

m/45
 
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  • #4
FS ich glaube richtiges Verliebt sein ist im jedem Alter gleich aber wenn man älter wird und das eine oder andere mal derbe auf die Nase gefallen ist, dann lassen viele Menschen dieses Gefühl nicht mehr so stark zu, weil die Gefahr dass man die Kontrolle über sich verliert und der andere nichts so fühlt, sehr groß ist...

Da ist es angenehmer oder leichter, wenn man warme Gefühle für jemanden hat und noch seinen Verstand beieinander.

Liebe oder verliebt sein wird mit einem Kokain -Rausch verglichen, naja... und mit der selben Zurechnungsfähigkeit.
 
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  • #5
Das Gefühl ist noch genau das gleiche wie mit 16, aber ich verliebe mich nicht mehr so schnell.

Außerdem war mir als Jugendliche das Aussehen sehr wichtig und auf den Rest habe ich nicht so sehr geachtet.

Das ist mittlerweile genau umgekehrt. Eine gewisse Grundattraktivität muss da sein, aber es zählen in erster Linie ein offener, liebevoller Charakter, Zielstrebigkeit, eine ähnliche politische Einstellung usw.
 
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  • #6
Echte liebe oder mit vorlauf des verliebt seins bedeutet nicht nur kribbeln, man braucht auch eine gewisse reife und verstand dazu. Alles andere sind nur biochemische reaktionen, eine anziehungskraft. Das ist zwar etwas besonderes aber macht noch jeinen potentiellen partner aus. Verstand gehört zur richtigen auswahl und die darauffolgende möglichkeit einer wahren tiefen liebe, die auch noch nach jahren die seele beflügelt (ich meine nicht das oberflaechliche kribbeln) dazu.

Daher sehe ich es so: ab einer gewissen reife ist es immer dasselbe gefühl. Und man begeht es neben gefühlen auch mit verstand und realitaet. Alles andere ist nur der körper und seine reaktionen, die sich eine zeit lang melden.
 
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  • #7
Nein - das Gefühl ist genau dasselbe (Kribbeln, ständig an ihr/sie denken, Lust auf Nähe...). Aber im Gegensatz zu früher, kontrolliere ich heute, ob ich es zu diesen Gefühlen in ganzer Ausprägung kommen lassen will. Der Verstand hat vorher ein Wörtchen mitzureden. Als ich noch jünger war: wow, der ist aber süss und dann einfach "go for it" und schon steckte ich Hals über Ohren verliebt darin... Manchmal sage ich auch "besser schnell weg" (wenn ich denke, er wäre wahrscheinlich nicht gut für mich) damit ich mich nicht verliebe. Das habe ich mit 20, mangels Erfahrung, nicht gemacht.
w,41
 
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  • #8
Ja..sofern man sich menschlich weiterentwickelt hat, etwas reife erlangt und schon öfter mal verliebt war...fühlt man auch nicht mehr ganz so Rosarot blind..

Man kann bestimmte Dinge einfach besser einschätzen , weiss das sich in der Anfangszeit beide besondere Mühe um den anderen geben die mit der Zeit nachlässt..

Und man interpretiert auch weniger "Traumhafte" Dinge in den anderen die sich erstmal durch "die Zeit" des zusammenseins und des Alltags bestätigen müssen..

Letztendlich ist verlliebtsein eben auch ein "Erfahrungswert"

Und wie mit allen Erfahrungen die man im Leben macht geht man mit der 10, 11 auch anders um als mit der 1, 2 usw....

Manche Menschen jedoch bleiben jedoch immer am Anfang stehen..

m47
 
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  • #9
Sie dahingegen meinte, dass man in unserem Alter das Ganze" realistischer" sieht und das eigentliche Verliebtsein einfach anders warnehme. Man versteht sich gut, schaut ob man gemeinsame Interessen hat und sieht ob es eben einfach passt. Habe das Ganze dann einem guten Kumpel (m. 41) erzählt, der dem Ganzen auch zugestimmt hat.

Wie seht ihr das?

w. 31
Ich denke, so eine Aussage kommt von Menschen, die noch nie richtig verliebt waren. Sie kennen das Gefühl nicht und halten den rationalen, kalten Kaffee für die normale Beziehungsanbahnung. Ja, ich glaube, nur die wenigsten haben sich in ihrem Leben richtig verliebt. Die meisten haben Vernunftbeziehungen, um nich allein zu sein.
 
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Gast

  • #10
Ich habe mich mit 40+ noch mal so richtig heftig verliebt, volles Programm, mit Herzklopfen, weichen Knien, Schmetterlingen im Bauch, ständigem Denken an ihn und Erröten... Da nützt auch der Verstand nichts. Klar ist man "abgeklärter", "vernünftiger" - aber wenn das Herz verrückt spielt, ist man machtlos. Leider.

w / 43
 
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  • #11
Das Gefühl des Verliebtseins kann auch im späteren Alter noch wie mit 16 sein, aber leider verliebe ich mich nicht mehr so schnell wie früher und war schon seit Jahren nicht mehr richtig verliebt...

w, 44
 
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  • #12
Das ist doch immer das Selbe, ob man 20, 40 oder 60 ist, nur wenn man älter ist schaltet man den Verstand nicht ganz aus. Aber besser ist das auch nicht so kämpft der Verstand gegen das Gefühl und umgekehrt. Ist auch nicht einfacher :)



w, 61
 
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  • #13
Ich hatte das vor drei Jahren, ein Blick und in diesem Moment war es um uns geschehen. Er war gebunden und wir waren unglaublich verliebt. Wie Teenager in ihren besten Zeiten. Aber so häufig wie in jungen Jahren verliebe auch ich mich nicht mehr. In meiner Single-Zeit von 10 Jahren gab es nur 3 Männer, in die ich mich verlieben konnte (waren leider alle liiert). Gerade bin ich's wieder und er ist frei. Freu!
w/46
 
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  • #14
ich kann's meist gar nicht an irgendeinen genauen Moment festmachen... dieser eine Blick oder so - nein. Es sind ja meist mehrere Blicke...ich fühle mich etwas im Focus des anderen und er gerät in meinen. Wenn mir diese gewisse körperliche Anziehung zum anderen dann auffällt... dann bin ich etwas verliebt. Aber richtig verlieben tue ich mich dann erst, wenn wir uns tatsächlich körperlich und menschlich auch nahe kommen...
w,41
 
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  • #15
Ich (w35) kann aus eigener Erfahrung sagen: es ist genau das gleiche Gefühl wie mit 16. Gerade geht es mir so. Ich denke permanent an ihn, glotze stundenlang auf sein Foto, kann nicht schlafen und nur wenig essen, gehe extra viel joggen um für ihn eine gute Figur zu haben, starre das Handy an und warte auf die nächste SMS, lese immer wieder alte Nachrichten usw. Total absurdes Verhalten halt. ;-)

Aber vor allem bete ich, dass es ihm genauso geht. Da bin ich mir nämlich noch nicht sicher.

Von dem her: nein, echte Verliebtheit ändert sich nicht mit dem Alter :) Jeder, der rational Vor- und Nachteile abwägt, ist nicht richtig verliebt.