• #61
Mir gefallen frei's Beiträge auch (ihre und auch noch einige anderer Foristen), und ich finde es durchaus bereichernd, wenn hier persönliche Erlebnisse geschildert werden. Es sind eben die Erfahrungen, die jeder von uns macht. Über die wir uns unterhalten, so als würden wir zusammensitzen. Mir sind hier einige Foristen so vertraut (zumindest fühlt es sich so an), dass ich die eine oder den anderen schon bildlich vor mir sehe. Wir wären wahrscheinlich überrascht, wenn wir uns tatsächlich mal begegnen sollten ...

Ich würde es begrüßen, wenn wir uns weiterhin ganz ohne Scham hier unterhalten können.
Allen frohe Weihnachten ...
 
  • #62
Dies gehört zwar nicht zum eigentlichen Thema, aber vielleicht ist der Moderator so lieb, es trotzdem freizuschalten.

Liebe @frei, ich selbst lese hier erst seit wenigen Monaten mit und das auch nur sehr sporadisch. Einige Themen tangieren mich nicht, die klicke ich erst gar nicht an. Daher habe ich natürlich den Löwenanteil deiner Beiträge nicht gelesen, z. B. noch nie etwas von deiner Tochter, Asexualität, BDSM.... Da kann ich nicht mitreden.

Damit du dich nicht all zu sehr grämst, mein persönliches Feedback. Deine privaten Storys habe ich bisher als interessant und unterhaltsam empfunden, auch die Weihnachtsgeschichte aus dem anderen Thread. Ich lese sowas gern, andere auch, wieder andere nicht. Wir sind halt nicht alle gleich, haben unterschiedliche Erfahrungen und Bekanntschaften, die uns prägten. Vielleicht hast du Einige hier an ungeliebte Bekannte erinnert. Mir geht das vereinzelt so. Ich lese etwas und habe direkt das Bild einer bestimmten Person aus dem RL vor mir, die mir entweder sympathisch ist oder nicht. Auch wenn das natürlich Humbug ist, aber es passiert automatisch im Unterbewusstsein. Mir fallen hier im Forum z. B. ein Mann und zwei Frauen auf, die sich selbst wiederholt als das Beste beschreiben, das die Natur je hervorgebracht hat. Bei den Frauen habe ich das Bild von zwei Narzisstinnen im RL vor Augen, bei denen die Meisten sofort die Straßenseite wechseln, bei dem muskelbepackten Mann mit eigenem Fuhrpark und der geilsten Freundin ever schwebte mir ein pickliger Hänfling ohne Führerschein und ohne Job vor, dessen Freundin als Poster einer Zeitschrift entnommen wurde. Das wird sicher nicht der Realität entsprechen. Aber so wird wohl jeder hier von jedem unterschiedlich gesehen, je nach Erfahrung. Von daher, ich lese dich gern.
 
  • #63
Bespricht man beim Kennenlernen wirklich wie man Weihnachten/Silvester findet und begeht(oder nicht)?

Ich kann jetzt bei der Abneigung gegen Weihnachten nicht mitgehen. Ich bin überhaupt nicht religiös, für mich ist es einfach eine nette Tradition. Ich mag es ein schönes gemeinsames Abendessen in festlichem Rahmen zu genießen mit Menschen die ich liebe. Ich liebe es Geschenke zu verteilen und zu schauen ob sie gut ankommen. Das müsste nun nicht an Weihnachten sein, aber da passt es eben gut.

Aber wenn jemand meiner Freunde sagt er feiert da nichts, dann wäre das für mich kein Problem.
Bei meinem Partner wäre es insofern ein Problem, als ich dann doch versuchen würde auszuhandeln, dass derjenige zumindest mal zum unbefangen schauen mitkommt. Wir verprügeln uns nie gegenseitig mit Rohrstöcken, niemand muß was vorsingen oder rezitieren sondern wir genießen gemeinsam ein schönes Essen. Machen wir- nur ohne Weihnachtsdeko- auch zu anderen Gelegenheiten über das Jahr.
Mein Lebensgefährte hat dieses Jahr den Weihnachtsabend mit mir bei meiner Familie verbracht. Ein schöner, harmonischer Abend mit netten Gesprächen, ruhig, eben gelungen und für niemanden(außer die Köchin die sowas aber überaus liebt) stressig...

Silvester: ich mag keine alkoholreichen Parties. Aber mit Freunden gegen später zusammenkommen, reden, gemächlich was feines essen und dann auf das neue Jahr- so fiktiv das ist- anstoßen, das finde ich schon schön.

Ich habe auch schon wegen Bereitschaftsdienst mal alleine und bei einer Gelegenheit mit einer Freundin bei mir mit der Katze den Silvesterabend verbracht. Auch da was schönes zu Essen, dann Feuerwerk geschaut und dann sobald es ruhiger wurde ins Bett. Wenn ein Partner da nirgends hin wollte, wäre das für mich gar kein Thema....dann gäbs ein gepflegtes Essen und bis zum Feuerwerk einen ruhigen Abend. Verreisen will ich allerdings an Silvester gar nicht. Ich will gegen ein Uhr nach Hause um der Katze (davor ab den ersten Böllern nicht ansprechbar unter dem Bett) wieder Normalität zu vermitteln. Das ist bei mir dann uU für jemand anderen ein Kompromiss der einzugehen ist(ich fahre nicht über Nacht/ein paar Tage weg über Silvester).

Was mich wirklich stören würde, wäre, wenn jemand beim ersten Treffen gleich all seine No Gos raushaut. À la: ich hasse Weihnachten, ich mag kein Silvester, ich esse kein Kalbfleisch, ich verabscheue Polo Shirts und alle die sie tragen, ich finde ekelerregend wenn jemand raucht....
Tatsächlich kann man sich ja auch ganz normal unterhalten und über Zeit subtil herausfinden was am Gegenüber interessant, toll oder auch für einen persönlich eher problematisch ist.

Möglicherweise glaubt der suchende Single ja aber auch er habe keine Zeit mehr.....aber ich denke: diese Zeit MUSS sein.
 
  • #64
Bespricht man beim Kennenlernen wirklich wie man Weihnachten/Silvester findet und begeht(oder nicht)?
Ich hatte es so verstanden, dass sie speziell danach gefragt wurde (es ist ja gerade Weihnachtszeit), die Männer dann aber mit ihrer ehrlichen Antwort nicht klar kamen. Passiert. Hätte sie geschwindelt, wäre das irgendwann sicher aufgeflogen. Und es hätte ja auch sein können, dass am anderen Ende ein Mann sitzt, der dem Weihnachtstrubel auch nichts abgewinnen kann, dann hätte es doch gepasst und somit vielleicht ein interessantes Gespräch ergeben.
 
  • #65
Liebe FS
Wenn ich ein Wort wirklich hasse ist es "normal". Was mich so stört daran ist, dass als normal betrachtet wird, was die Mehrheit macht/denkt. In diesem Sinne wäre deine Haltung zu Weihnachten tatsächlich nicht "normal", da geschätzte 97-98% der Menschen dieses Fest auf irgendeine Weise feiern. Deshalb solltest Du dich von diesem Begriff verabschieden.
Ich persönlich mag Weihnachten durchaus, vielleicht auch, weil ich keine zu grosse Erwartungen daran habe. Gar nichts anfangen kann ich aber mit diesem ganzen Vorweihnachtsgeplänkel (Weihnachtsmärke, spezielle Events etc).
Ich habe aber grosses Verständnis für Menschen, die nichts mit Weihnachten zu tun haben wollen. Ein guter Freund von mir, der alleinstehend ist und mit seinen Eltern ein sehr schwieriges Verhältnis hat, verreist jedes Jahr über Weihnachten weit weg in den Süden an die Sonne. Er geht so dem Ganzen konsequent aus dem Wege.
 
  • #66
Selbst an Weihnachten komme ich nicht drum herum, hier über´s Smartphone hinein zunschauen.
Es sind die Menschen hier. Ich kenne niemanden hier wirklich und doch so viele eigentlich schon.
Auch ich lese unter anderem Frau @frei Beiträge sehr gerne wie von vielen anderen hier.
Während andere zum Teil für sich erkannt haben, dass sie sich, ihre Leitsung und auch die Entwicklung der Tochter etwas auf einen Sockel stellt,
so habe ich dass beim lesen ihrer Beiträge nicht so empfunden. Ich könnte auch von meinem Sohn berichten der sich prima entwickelt hat. Aber das ist nicht mein Verdienst alleine. Meine Exfrau hat da den Löwenanteil, weil sie auch die meiste Zeit der Erziehung übernommen hat.Aber ich bin dennoch sehr Stolz auf ihn und wie er sich entwickelt hat.
Ja die Frau @ frei hat einen an der Klatsche genau wie wir alle hier. Sie hat wie wir alle eine Vergangenheit die nicht so prickelnd war. Sonst wäre sie nicht so oft und so gerne hier bei uns. Bei Menschen die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Der eine mehr,die andere weniger.Jeder von uns hat diese Leiche im Keller und dennoch versuchen hier die meisten noch anderen mit ihrem Berichten zu helfen. Sicher gibt es hier spitze Bemerkungen, auch von mir und allen anderen.
Hier gibt es den Inspirationsmaster der festgefahren ist in manchen(meisten) Komentaren. Aber auch wenn er manchmal nervt und seine drei SSS manchmal nichts beitragen können, finde ich ihn gut hier. Die Löwin die immer wirklich immer auf eine ruhige und durchdachte Art schreibt und hier vielen Menschen wie auch mir schon, hilft die eigene (falsche)Sichtweise zu überdenken.Auch der Tom26 und Lebenslust welche hier und da sehr provozierend den Damen gegenüber treten, sind Klasse. Sie regen Diskussionen an.Die Frau Void deren gute Beiträge immer Ellenlang sind und ich mich frage ob sie das Gesetz der Zeichenbegrenzung ausser Kraft gehebelt hat.
Ja auch meine liebe Heidi die ich mir als ebenfalls sehr sehr liebe Frau vorstelle. Und so viele mehr. Ich finde hier fast alle gut. Nicht weil sie sind was sie vorgeben. Weil sie ,wie ich auch, alle eine Vergngenheit haben die nicht immer schön war und mich daran teilhaben lassen.
Aber wer da draussen geht mit Kritik um wie z.B. jetzt gerade die Frau @frei ? Oder auch viele andere hier.
Ich der hier und da mal auf die kacke haut mit dem was ich besitze.Auch ein Überbleibsel meiner Vergangenheit. Wenn du Zeiten erlebt hast wo du gar nichts und weniger hattest und dich dadurch minderwertig fühltest.
Manchmal habe ich das Bedürfniss Großkotzigkeit mit noch größerer Großkotzigkeit und Arroganz zu erschiessen. Daran arbeite ich, auch dank der Menschen hier.
Ich mag die Menschen hier, weil sie mit mir ihre Geschichte teilen.
Euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, auch die, die Weihnachten nicht mögen.
Aber das sucht sich ja niemand aus, sondern das haben dann andere verbockt.
Ich erhebe heute Abend mein Glas und werde dabei an die Menschen hier denken. Versprochen.
m47
 
  • #67
Guter Beitrag, lieber neverever. Sicher haben andere Menschen das "verbockt". Oft und besonders schmerzhaft, wenn es die eigenen Eltern waren. Groll und Wut sind da normal. Auf Dauer schädigen sie uns aber. Ich habe den Kontakt konsequent abgebrochen und mir geht es gut damit. Egal, ob Weihnachten oder nicht. Ich umgebe mich mit Menschen, die mir guttun und hadere nicht mehr mit der Vergangenheit. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, aber meine Einstellung dazu.
Zu Weihnachten: ich finde es in Ordnung, es so zu verbringen, wie man möchte. Dafür muss sich niemand rechtfertigen. Was vielleicht nicht ganz so gut beim ersten Date ankommt, ist Geschimpfe wie "Konsumsch..." usw. Man kann doch auch einfach neutral antworten, dass man Weihnachten eben nicht feiert. Wenn das Gegenüber Weihnachten mag, kommt Gezeter negativ an bzw. man fühlt sich angegriffen. Jeder kann seine Meinung zu Weihnachten haben, aber ohne bewertet zu werden. Meine Meinung. Kaktus, w, die morgen 53 wird und mit Röteln im Bett liegt. Kein Scherz. Nur nicht meckern...Das nächste Weihnachten kommt bestimmt.
 
  • #68
Ich erhebe heute Abend mein Glas und werde dabei an die Menschen hier denken. Versprochen.
Ich danke Dir, lieber @neverever ! Ich hätte gestern fast meiner lieben Schwester von diesem Forum hier erzählt, denn sie ist nicht besonders glücklich. Sie hatte nie einen Partner und hätte gerne einen guten und verlässlichen Mann an ihrer Seite, weil sie Angst hat vor dem Alleinsein während des letzten Lebensabschnittes. Und überhaupt, Männer sind ihre Großbaustelle, das ist ihr Wunder Punkt im Leben. Vielleicht erzähle ich ihr doch mal davon...
Und jetzt möchte ich dem Moderatorenteam meinen Dank aussprechen. Ich merke, dass jedes Jahr um die gleiche Zeit uns hier die Möglichkeit gegeben wird, mal frei zu plaudern, uns die Gelegenheit gegeben wird uns mal auszusprechen, auch wenn wir vom eigentlichen Thema Abkommen, ohne dass gelöscht wird. Ganz lieben Dank!
Liebe @Kaktus , gute Besserung ! Also auch ein Steinbock :) Meine Mutter hatte am 23.12. Geburtstag, meine Schwester hat am 29.12. Geburtstag....:)
 
  • #69
Natürlich ist es normal, Weihnachten nicht feiern zu wollen. Dass was die meisten dieser Tage feiern, hat mit dem christlichen Weihnachtsfest auch nicht viel am Hut.
Aber dass dich gleich fünf Männer für nicht normal klassifiziert haben, erscheint mir doch als bemerkenswert. Etwas für sich nicht zu möchten, ist eine Sache, aber anderen eine Sache, die ihnen offensichtlich etwas bedeutet, madig zumachen, ist was anderes.
Man kann ja auch sein eigenes Ding machen, ohne die Feste der anderen zu torpedieren.
Zum @frei-Nebenstrang.
frei scheint schon ein extremer Charakter zu sein. Verbittert hab ich sie noch nie wahrgenommen. Ich finde sehr erfrischend, pointiert und treffend in der Analyse. Ich mag sie und lese sie gerne.
 
  • #70
Danke, lieber neverever, ein sehr bewegender Beitrag - und danke für das große Kompliment.

Liebe Kaktus, Dir gute Besserung, und trotzdem oder gerade erst recht,
Alles Gute zum Geburtstag.

Euch allen einen guten Jahresabschluss, und einen guten Start ins Neue Jahr, mit Kraft, Energie, Mut, Freude, dem Quäntchen Glück
Wie auch immer Ihr ihn gestaltet.

Und auch mit weiterhin vielseitigen Diskussionen hier im Forum.

Am Rand, ich schreibe hier, nicht weil ich mich einer "Elite" zugehörig fühle, sondern weil ich die Qualität des Forums schätze.
 
  • #71
Nun ist Weihnachten ja fast vorbei. Ich hab mal so drüber nachgedacht und glaube, dass viele, die die Weihnachtszeit als was Besonderes zelebrieren wollen, gar nicht so viele besondere Erwartungen haben und Konsumstress, Geschenketerror usw. betreiben, wie manche denken, die Weihnachten ablehnen. Stressige Familien sind ja nun immer stressig, von daher ist ein sich-Entziehen verständlich, aber den Gedanken hätte ich dann bei jeder Familienfeier.

@frei Bitte schreib weiter so wie bislang, ich lese Deine Beiträge supergern! Und ich seh keinen Grund, sich nicht auch mal auf die Schulter zu klopfen.

@neverever Leider konnte ich die Zeichenbegrenzung nicht aushebeln.

An alle, die eine Krankheit zwickt oder punktet, gute Besserung und an die Geburtstagskinder herzliche Glückwünsche! Den Forenlesern wünsch ich einen schönen und besinnlichen Restweihnachtstag.
 
  • #72
Mir ist heute bei mehreren Gelegenheiten aufgefallen, dass "Martinsumzüge" jetzt "Lichterumzug" heissen. Ja, ich bin spät dran. Die Kinder in den Schulbüchern heissen jetzt Murat oder Amir. Die Konfirmation bringt ein paar Tausend Euro, die Kirche ist an Weihnachten ziemlich leer, die Läden sind vorher umso voller.

Wahrscheinlich heißt Weihnachten demnächst "Geburtsfest" und es stört niemanden wirklich. Ich denke, 80% der Bevölkerung feiern kein Weihnachten. Ich eigentlich auch nicht. Es ist aber doch toll, dass es ein langes Wochenende gibt, man die Familie sieht und dazu besinnlich Hunderte von Kilometern über die Autobahn gondelt, gemeinsam isst, bis man fast platzt und eigentlich nur noch die Kinder mit Geschenken wirklich erfreut werden. Ich will das gar nicht schlecht reden, aber nüchtern betrachtet empfinde ich Weihnachten nicht als "froh" und ruhig. Eigentlich bin ich froh, wenn ich mich am 2.1. im Büro wieder etwas erholen kann.

Und wenn ich jetzt angeregt durch Deinen Beitrag mal darüber nachdenke, dann finde ich irgendwie sympathisch, wenn jemand einfach keine Lust auf den Rummel hat. Wahrscheinlich würde mich meine Umgebung für "nicht normal" halten, wenn ich über den Jahreswechsel in die Karibik fliege, um dem Rummel zu entgehen. Deshalb würde ich Deine Gedanken vielleicht auch nicht wirklich äußern, weil sonst meine Mutter denkt, die traditionelle Gans hätte nicht geschmeckt.

Euch allen einen guten Jahresabschluss, und einen guten Start ins Neue Jahr, mit Kraft, Energie, Mut, Freude, dem Quäntchen Glück
Wie auch immer Ihr ihn gestaltet.

Und auch mit weiterhin vielseitigen Diskussionen hier im Forum.
Ich schließe mich an!
 
  • #73
Lieber@Lebens_Lust, dein Beitrag hat mir ein breites Grinsen auf's Gesicht gezaubert. Ich glaube auch, dass die überwältigente Mehrheit still und heimlich kein Weihnachten feiert. Ich sehe in meiner Umgebung z. B. auch kaum noch Weihnachtsbäume in den beleuchteten Wohnzimmern und die Schwibbögen in den Fenstern sind fast vollständig verschwunden. Das war vor 20 Jahren noch anders. Ich wohne schon sehr lange hier und weiß daher, dass auch die Helgas und Hansis keine Lust mehr auf Weihnachten haben. Wenn mir jemand “Frohes Fest“ wünscht, wünsche ich das Gleiche, lächle ganz entzückend und keiner weiß, was ich von dem ganzen Trubel halte.

Als meine Kinder noch zur Schule gingen, wollte in der 9. Klasse ein einziges Mädchen (von 24) eine Weihnachtsfeier. Der Klassenlehrer sagte “Die kannst du gerne in deiner Freizeit machen, wir sind ja nicht im Kindergarten hier.“ Der Rest der Klasse war erleichtert (alles Frank's und Susi's).

Auch ich möchte allen hier ein gutes 2018 inklusive Rutsch in selbiges wünschen. Gleichzeitig verabschiede ich mich von hier. Mein Neujahrsvorsatz ist, meine Online-Zeit auf das Notwendige zu beschränken und die eingesparte Zeit in meine Fitness zu investieren. Für mich war es eine kurze, aber interessante Zeit hier.

Alles Gute euch allen!
 
  • #74
Als meine Kinder noch zur Schule gingen, wollte in der 9. Klasse ein einziges Mädchen (von 24) eine Weihnachtsfeier. Der Klassenlehrer sagte “Die kannst du gerne in deiner Freizeit machen, wir sind ja nicht im Kindergarten hier.“ Der Rest der Klasse war erleichtert (alles Frank's und Susi's).
Das finde ich aber sehr schade.

Ich finde, die Diskussion hier fokussiert sich sehr auf individuelle Befindlichkeiten ("Was bedeutet MIR Weihnachten? Brauche ICH Familienzusammenkünfte/Traditionen zu dieser Zeit des Jahres?") , während ich gerade die gemeinschaftsstiftende und den Jahreskreis strukturierende Funktion der Feste des Kirchenjahrs mag und für wichtig halte.

Je weniger Leute sich einfach auch mal innerlich die Augen verdrehend denken, "ok, dann mach ich da halt mit, auch wenn ich gerade keinen Bock darauf habe", umso mehr verlieren diese Feste ihre gemeinschaftsstiftende Funktion in den Familien im Kleinen und der Gesellschaft im Großen.
 
  • #75
Mir ist aufgefallen, dass hier einige mit dem Wort "unnormal" irgendwie was Negatives verbinden. Wenn man jetzt vom Eingangspost ausgeht, hat es auch was Negatives, allerdings steht ja dort "abnormal".
Ich finde das Wort nicht negativ besetzt, "normal" ist für mich in solchen Zusammenhängen "Durchschnitt, was die Masse macht, der Norm entsprechend (die Norm bestimmt die breite Masse)". Gefühlt würde ich sagen, die Masse macht was Besonderes an Weihnachten, es gibt überfüllte Weihnachtsmärkte, es gibt viele geschmückte Häuser, die Lebkuchen werden ab September verkauft und man kriegt ne Woche oder zwei vor Weihnachten keine mehr. Die Stadt ist geschmückt.

In anderen Kategorien wollen viele ja gar nicht "normal" im Sinne von "breite Masse" sein, sondern überdurchschnittlich schlank, hübsch, intelligent, ...

Was ist negativ an "unnormal", würde mich interessieren.

Schulweihnachtsfeiern sind für mich was anderes. Hat aber auch niemanden damals so gestört, dass er nicht gekommen wäre.
Meine Forschungsgruppe hat auch jedes Jahr ein Weihnachtsessen gemacht, an dem manche nicht teilnahmen und das halt ein Zusammen-Essen war. Meine Studiengruppe hat jedes Jahr gewichtelt, das fanden wir alle echt schön. Ist allerdings auch schon ein paar Jahre her.
 
  • #76
Je weniger Leute sich einfach auch mal innerlich die Augen verdrehend denken, "ok, dann mach ich da halt mit, auch wenn ich gerade keinen Bock darauf habe", umso mehr verlieren diese Feste ihre gemeinschaftsstiftende Funktion in den Familien im Kleinen und der Gesellschaft im Großen.
Du hast da vollkommen Recht. Das ist ein kirchliches, politisches und gesellschaftliches Problem. Die Kirchen verlieren immer mehr an Zuspruch, weil sie sich kaum mehr um die Menschen bemühen (so empfinde ich das jedenfalls). Die Politik spaltet unsere Gesellschaft im Moment immer mehr als dass sie sie zusammenführt und die Gesellschaft entwickelt sich in Richtung multikulturell. Und damit verlieren religiöse Feste an Bedeutung, siehe das Lichterfest zu St. Martin oder andere Stellen, an denen unsere kulturelle Geschichte für mein Empfinden in den Hintergrund gerückt wird, z. B. Halloween. Ich persönlich finde das schade und falsch.
Aber andererseits finde ich immer, wenn die Mehrheit eine Gesellschaft anders entwickeln möchte, dann sollte man das konsequent tun. Ich persönlich würde daher dann die Säkularität auch so durchsetzen, dass Kirche und Staat konsequent getrennt werden, alle Arbeitnehmer 10 Tage mehr Urlaub statt religiösen Feiertagen bekommen und dann jeder die religiösen Feste begehen kann, die seiner Religion entsprechen. die Gemeinschaftsstiftung durch Religionen ist in meinen Augen heute immer weniger möglich. Sowohl, weil immer mehr Menschen aus der Kirche austreten als auch, weil wir immer mehr Menschen anderer Religionen hier haben. Was ich auf keinen Fall möchte ist mehr Einfluss von Religionen, speziell des Islam.
 
  • #77
Ich denke, 80% der Bevölkerung feiern kein Weihnachten
Guck Dir mal eine Statistik an "Weihnachtsbaumverkauf bis 2017". Wir haben nun auch noch "unnormalerweise" einen sehr schönen synthetischen Baum, weil wir es unpassend finden, für zwei Wochen Blingbling einen Baum zu töten und ihn dann wegzuschmeißen (ja ich weiß, sie werden extra dafür angebaut. Trotzdem fehlt mir da irgendwie der ethische Gedanke). Also die "Synthetiker" gibt es auch noch und die, die sich nur ein paar Zweige und ne Kerze hinstellen.

Ich seh das keineswegs, dass Nichtfeiern das sein sollte, was nun gang und gäbe sein soll.
 
  • #78
Ich halte von Weihnachten auch wenig aber was ich daran liebe, ist dieses grosse Kochen!
Ich bin Single und koche oft für Freunde aber einen ganzen Truthahn oder so macht man doch eher weniger.
Also koche ich was grosses, lade alle Singles,Nachbarn und so ein, steh 2 Tage in der Küche und bin happy auch wenn ich danach noch 5 Tage Reste esse (Truthhahn Sandwich ist köstlich:)).
Ich wohne im warmen Ausland, den anderen Tag sassen wir mit Freunden am Strand, also eher entspannt.
Meine Familie ist eh überall verteilt und sieht es eher lockerer da wir selten alle auf dem gleichen Kontinent leben, den ganzen Stress haben wir also eh nicht.
Was ich nicht austehen kann, ist Silvester. Als ich einen Hund hatte musste der immer als Ausrede herhalten, ich habe aber auch schon jedem gesagt dass ich eine EInladung habe und bin einfach daheim geblieben. War einfacher als diese öden Diskussionen....
 
  • #79
Das finde ich aber sehr schade.

Ich finde, die Diskussion hier fokussiert sich sehr auf individuelle Befindlichkeiten ("Was bedeutet MIR Weihnachten? Brauche ICH Familienzusammenkünfte/Traditionen zu dieser Zeit des Jahres?") , während ich gerade die gemeinschaftsstiftende und den Jahreskreis strukturierende Funktion der Feste des Kirchenjahrs mag und für wichtig halte.

Je weniger Leute sich einfach auch mal innerlich die Augen verdrehend denken, "ok, dann mach ich da halt mit, auch wenn ich gerade keinen Bock darauf habe", umso mehr verlieren diese Feste ihre gemeinschaftsstiftende Funktion in den Familien im Kleinen und der Gesellschaft im Großen.
Das ist schon wahr. Ich feiere auch nicht mehr Weihnachten wie vor Jahren. Ich genieße einfach die etwas langsamere Zeit. Aber gönne jedem sein Weihnachten. Ich frage mich ob die Weihnachtsgegner auch alle artig auf ihr Weihnachtsgeld verzichtet haben? Hm....
M47
 
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  • #80
Ich könnte mir vorstellen, dass es von der Gegend in der man wohnt, abhängig ist ob und wie Weihnachten gefeiert wird. Bei uns sieht man aller Orts Weihnachtsdeko.

Vor ein paar Jahren, nahmen meine Kinder Heilig Abend am Krippenspiel in der Kirche teil. Als Eltern sind wir damals - zugegebener Maßen nur der Aufführung wegen - Heilig Abend in die Kirche. Obwohl die Bevölkerung unseres Ortes überwiegend katholisch ist war die evangelische Kirche überfüllt. Wer nicht rechtzeitig kam bekam nur noch einen Stehplatz. Ich gehe nicht davon aus, dass sich daran inzwischen viel geändert hat.

Und der 'Lichterumzug', den die Kindergärten organisieren, heißt bei uns auch immer noch Martinsumzug.
 
  • #81
Ich feier schon seit ewigen Zeiten (gut 30 Jahre jetzt) weder Weihnachten, Ostern, Silvester, Geburts- und Valentinstage oder was auch immer.

Vollkommen stressfrei geniesse ich die Ruhe. Der Konsumterror geht mir auf die Nerven und mit Menschen, die ich das Jahr über sonst auch nicht sehen will (umgekehrt ebenso), möchte ich auch meine Zeit nicht vertun.
Warum sich verbiegen?

Ich mache mir nichts aus alle dem. Ich bin ohnehin ein eigenbrötlerischer Einzelgänger und mag keinerlei Trara um mich herum. In Gesellschaft bekomme ich die Zähne kaum auseinander und wenn es turbulenter wird, wird das für mich sehr anstrengend.
Ich habe halt gerne einfach meine Ruhe.

Vor den Weihnachtstagen kaufe ich mir ein paar besondere Leckereien und koche etwas besonders Gutes. Gerne mache ich mir dann selbst eine kleine Freude.
Im letzten Jahr 2 tolle Bücher, die ich die Tage über gelesen habe, im Jahr davor war es Chanel No.19 und einen Nagellack von Chanel und dieses Jahr steht ein paar Westernstiefel von New Rock auf dem Plan.

Ich schenke im Übrigen wahnsinnig gerne und überrasche Menschen, die ich mag immer wieder mal mit etwas Schönem, um ihnen Freude zu bereiten und wenn es auch zum Beschenkten passt.
Das kommt von Herzen und ist nicht an irgendwelche Tage gebunden.

Die Menschen die ich kenne, wissen das auch von mir und können damit gut umgehen und ich bin ihnen dafür wirklich dankbar.

Wie andere das sehen, ist mir egal.