• #31
Was ich tatsächlich nicht normal finde ist, dass diese zuerst interessierten Männer den Kontakt abgebrochen haben, nachdem Sie mitteilten, dass Sie keine Lust haben, Weihnachten zu feiern!

Nicht jeder mag “auf Kommando“/ nach Kalender lustig drauf sein. Ich mag das auch nicht, daher feiere ich selten bis nie Silvester und Karneval. Mit Weihnachten ist es anders, das wird im kleinen Kreis gefeiert, aber auf eine stille, informelle, und auch bescheidene Art. -

Wenn jemand vom Mainstream abweicht, wird von vielen gleich die Nase gerümpft, nur weil diejenigen sich da nicht reindenken können.
 
  • #32
Hallo Corry,

eigentlich ist ja nichts dagegen einzuwenden. Allerdings aus meiner Sicht vielleicht ein wenig barsch formuliert.
Für mich ist Weihnachten ein Familienfest, ich freue mich also auch darauf, meine Freundin dabei zu haben. Und meine Eltern freuen sich auf sie.
Mir selber gibt Weihnachten auch nix - als Datum Die Ausgestaltung allerdings schon.
Ganz anders Sylvester - ich freue mich auf die grosse Party und die Ballerei. Da bin ich wie ein kleiner Junge. Aber ich verstehe es, dass die Damenwelt das ganze lieber durchs Fenster anschaut.

Ich denke, dass es bei dieser Frage auch darum geht, wie du deine Ablehnung formulierst. Man kann solche Dinge doof finden - aber man kann auch mal schweigen.
 
  • #33
Ich bin auch ein Weihnachtsmuffel. Als Atheistin habe ich nichts damit zu tun, die ganze Kommerzialisierung ist erschreckend. Familiäre Bindungen habe ich nicht.
Bisher habe ich mich Weihnachten immer freiwillig zum Dienst gemeldet. Damit hatte ich bei meinen Ex-Partnern eine gute Ausrede. Diese sind dann über Weihnachten zu ihren Eltern gefahren und alle waren glücklich.
Dieses Jahr arbeite ich zum ersten Mal nicht. Mein Freund hat auch keine Eltern mehr und ich hatte das Bedürfnis, ihn nicht alleine lassen zu wollen. Ihm bedeutet Weihnachten auch nichts, als Single war er an den Tagen einfach alleine zu Hause. Wir wollen die Tage nun gemütlich zusammen verbringen.
 
  • #34
Wie Du siehst liebe @Corry70, stehts Du mit Deiner Unlust auf Weihnachts- und Silvesrerfeiern gar nicht sooo allein da.

Mein schönest Weihnachtsfest, jenseits der Kindertage, verbrachte ich mit meinem Mann an einem menschenleeren Strand in Florida. Spazieren, lesen, küssen, was vom Chinesen zum mitnehmen. Keine Geschenke, kein BlingBling, nicht mal ein Gedanke an die Lieben zu Haus.
Wir nshmen uns vor, wenn meine Eltern nicht mehr leben, Weihnachten nur noch so oder ähnlich, fernab der deutschen Feiertagstrübseeligkeit zu verbringen.
Leider verstarben sie schneller als geahnt und wieder stehen wir in der familiären Pflicht bei meinem Bruder nebst Kindern.
Silvester verbringen wir zu Haus, fernab vom Partystress, mit Holzofenzuber, kleinen kulinarischen Köstlichkeiten und viel Zeit.
Feiern würde ich das nicht nennen, denn so verbringen wir doch recht viele freie Winterabende.
Vielleicht, es wurde hier schön erwähnt, vermittelst Du Deine Sicht auf diese Tage etwas absolut.
 
  • #35
Gefühlt ist die "Feiervermeidung" bei den Menschen, die dauerhaft im Singleuniversum kreisen, überproportioniert, oder?
Ja, denke ich auch, nicht nur gefühlt. Vermutlich weil einem an Feiertagen, die sehr familienbezogen sind, klar und deutlich vor Augen ist, dass man Single ist, während die anderen um einen herum den Partnern und Kindern liebevolle Geschenke machen.

Ich feiere auch nicht gerne Weihnachten, weil ich so viele negative Erinnerungen daran habe, die dann immer hochkommen. Alle anderen Feiern mag ich aber sehr, sogar Hochzeiten! Silvester ist ok, aber auch da habe ich mir schon mit meiner BF ruhige Abende zuhause gemacht.

Aber die Vorweihnachtszeit mit Glühwein, Märkten usw. liebe ich, ich gebe selbst immer eine Weihnachtsparty. Und pünktlich zu den Feiertagen mache ich mich dann auf zum Flughafen, um Silvester am Strand zu verbringen. Zum Glück habe ich Freunde, die mich gern begleiten.
 
  • #36
Vermutlich weil einem an Feiertagen, die sehr familienbezogen sind, klar und deutlich vor Augen ist, dass man Single ist, während die anderen um einen herum den Partnern und Kindern liebevolle Geschenke machen.
Naja, also es gibt ja doch auch Familien, wo manche Teile froh sind, wenn sie diese Leute wieder für ne Weile nicht mehr sehen "müssen". Uralte Kinder (Ü40) werden sich, um Knatsch zu vermeiden, von den Eltern wieder behandeln und vor den Verwandten bloßstellen lassen, als seien sie 5. Giftige Bemerkungen fallen mit einem Lächeln. Und Partner, die sich gerade an Feiertagen zoffen, weil sie dann wieder merken, was alles nicht stimmt in ihrer Beziehung.

Aber generell seh ich es als die Zeit im Jahr, in der allgemein gilt, dass man sie mit den lieben Menschen verbringt, also denen, die einem am nächsten sind. Und wenn die nicht mehr da sind oder man gar keine hat, die man so bezeichnen will, ist es halt eigentlich sehr einsam und man muss es sich allein gemütlich machen. Freunde können auch die Menschen sein, mit denen man Feiertage verbringt, aber die zu finden, ist ja auch nicht einfach, und in dem Fall müssten die genauso einsam sein.

Ich verbinde Weihnachten durchaus mit Stress, Frust, gemeinen Verwandtenbemerkungen und Pflichtprogramm, auch später das für die Verwandten meines Ex, und bin froh, dass ich das seit einigen Jahren nicht mehr habe. Mittlerweile legen alle, mit denen ich Weihnachten verbringe, Wert drauf, dass es harmonisch und ruhig zugeht. Dass keiner mehr den ganzen Tag hektisch in der Küche verbringt. Ich koche zwar, aber entspannt und keiner steht da mit der Stoppuhr, dass das Essen Punkt X auf dem Tisch steht, weil kurz danach gleich wieder Torte gegessen werden muss und danach dann in zwei Stunden auch Abendessen auf den Tisch muss.

Ich war in meinem Leben erst zweimal auf einer Party, die ich richtig super fand. Die anderen waren größtenteils irgendwie nett, aber nicht der Knaller, wenn man von den Gesprächen und Aktivitäten ausgeht. Deswegen denke ich zu Silvester nicht mehr, dass ich was verpasse, wenn ich das familiär feiere.

Wenn man wie Du Freunde hat, die Silvester genauso feiern wollen, wie Du, und alle zusammen sein wollen, statt lieber einsam mit seinem Partner, finde ich das aber auch super.
 
  • #37
Weihnachten ist ein Familienfest. Wenn man keine Familie (mehr) hat, verbringt man Weihnachten allein. Kein Weihnachten zu feiern heißt ja nicht automatisch, Weihnachten zu ignorieren oder gar zu verabscheuen. Deswegen kann man es sich zu Hause trotzdem gemütlich machen. Das Fernsehprogramm an Heiligabend und den beiden Weihnachtstagen ist doch in erster Linie für Menschen gedacht, die allein sind. Was sind das für Männer, die einer Frau den Laufpaß geben, weil sie aufgrund fehlender Familie Weihnachten nicht feiert? Ich vermute fast, dass waren diese Art Menschen, die sich über möglichst viele "Freunde" definieren. Wer beliebt ist, hat Freunde. Wer keine oder wenig Freunde hat, ist langweilig, und mit denen stimmt dann was nicht. Es gibt nicht wenige Menschen mit dieser Denkweise.

Umso mehr freut es mich, hier zu lesen, dass es doch mehr Leute (als mich) gibt, denen es z. B. nichts ausmacht, auch an Silvester allein zu sein. Ich mag die Knallerei auch nicht, aber gibt man das im RL zu? Man könnte als uncooler Sonderling gesehen werden. Deshalb wirkt es oft so, dass ALLE diese Feste genießen, nur man selbst ....nun ja.

Ich bin nun an einen Punkt angelangt, an dem es mir egal wird, wie andere mich sehen. Was ist auch so erstrebenswert daran, mainstrean zu sein? Stehen wir lieber dazu, wie wir wirklich sind.
 
  • #38
Was sind das für Männer, die einer Frau den Laufpaß geben, weil sie aufgrund fehlender Familie Weihnachten nicht feiert?
Ich vermute, dass der Eindruck entstand, dass sie Weihnachten ablehnt, und weil die Männer selbst noch Familie haben oder mit ihrer Partnerin Weihnachten feiern wollen, sich es gemütlich machen wollen, ihr was schenken wollen, klang die Absage in ihren Ohren wie "anti"-Haltung. Also als dürften sie dann entweder allein ohne Partnerin feiern oder ihnen wird das Weihnachtsfest und die Freude daran absichtlich kaputtgemacht?
Aber selbst wenn man sagt "ja, feier du allein mit deiner Familie und lass mich über die Feiertage einfach in Ruhe", ist das ja abschreckend. Wenn jemandem das Fest nichts bedeutet, er aber trotzdem Freude dran hat, Weihnachten beim anderen dann "mitzumachen", ist das ja was Entspannteres.

Ich vermute fast, dass waren diese Art Menschen, die sich über möglichst viele "Freunde" definieren.
Das können doch auch einsame Menschen sein, die dachten bei "Partnerin" an "toll, ich hab wieder wen, mit dem ich richtige Weihnachten feiern kann". Also mit Vorfreude, Planung, "warm" statt auf "anti gegen alles Weihnachtliche", nicht mehr so einsam usw..

Was ist auch so erstrebenswert daran, mainstrean zu sein?
Ich finde nicht, dass das "mainstream" ist. Weihnachten wird ja als die schönste Zeit im Jahr bezeichnet (zu Unrecht, wenn man sieht, wie es in manchen Familien so zugeht). Also sich es da richtig schön zu machen und Weihnachten so zu feiern, wie es einem gemütlich und angenehm ist, weil man es vielleicht wirklich aus der Kindheit kennt und sich so ein Stück Behaglichkeit zurückholt, oder einfach so, weil es durch die Jahreszeit ja auch in eine natürliche Ruhezeit fällt, empfinde ich nicht "mainstrem", sondern gerade das Gegenteil. Traditionell, würde ich sagen. Klar kann man das auch ohne Advent, Kerzen und dem weihnachtstypischen Attributen machen. Aber dann ist es wie jeder Urlaub im Jahr.
 
  • #39
Mit "Mainstream" habe ich in erster Linie Silvester gemeint mit Böllern und nachts in der Kälte stehen. Den meisten macht das vermutlich Spaß, weil es ganz einfach - so ist.

Weihnachten ist sicher nicht Mainstream, sondern natürlich traditionell und - wie ich schon sagte - in erster Linie ein Familienfest. Wenn zwei Einsame sich finden und Weihnachten zusammen verbringen, ist das natürlich sehr schön. Aber selbst hier im Forum haben wir schon von Verpartnerten gelesen, die Heiligabend getrennt verbringen - sie bei ihren Eltern, er bei seinen Eltern. Die FS hat jetzt nicht direkt geschrieben, dass sie den Vorschlag eines Mannes nach einem gemeinsamen Weihnachtsfest abgelehnt hat, sondern dass sie nur geäußert hat, dass sie Weihnachten nicht feiert, nachdem sie - falls ich das nicht völlig falsch verstanden habe - gefragt wurde, was sie denn an Weihnachten so mache. Deswegen den Kontakt zu beenden und eine Frau als nicht normal zu bezeichnen, finde ich da halt sehr heftig.

Ich glaube aber schon, dass Weihnachten für Kinder überhaupt das Schönste im Jahr sein kann. Sehr gern erinnere ich mich an die Weihnachtszeit aus meiner Kindheit - damals noch mit echter Weihnachtsstimmung.
 
  • #40
Mit "Mainstream" habe ich in erster Linie Silvester gemeint mit Böllern und nachts in der Kälte stehen.
Okay, das ist auch nicht so mein Ding. Feuerwerk finde ich trotzdem schön, aber ich würde keins machen, wenn ich allein feierte.
Aber selbst hier im Forum haben wir schon von Verpartnerten gelesen, die Heiligabend getrennt verbringen - sie bei ihren Eltern, er bei seinen Eltern
Wäre für mich auch im Sinne von "Familienfest" und finde ich auch gut. Ich kenne das von meinen verpartnerten Bekannten, dass es immer eine Hetzerei für sie ist, dass wenn Kinder da sind, die Feiertage so aufgeteilt werden müssen, dass alle mal überall sind. Nix mehr mit Ruhe und Besinnlichkeit, aber man kann das auch nicht anders handhaben, denke ich.
Deswegen den Kontakt zu beenden und eine Frau als nicht normal zu bezeichnen, finde ich da halt sehr heftig.
Wenn das so gelaufen wäre, würde ich das auch so sehen. Aber sie schreibt ja nix mehr dazu. Deswegen vermute ich eher, dass es anders angekommen sein wird und der Mann oder die Männer, denn es waren ja anscheinend mehrere, meinten zu sehen, dass sie auch mit ihnen Weihnachten nicht feiern würde.
Sehr gern erinnere ich mich an die Weihnachtszeit aus meiner Kindheit - damals noch mit echter Weihnachtsstimmung.
Find ich schön. Ich hab es eher anders in Erinnerung und hab erst als Erwachsene entspannte Weihnachten kennengelernt, weil in meiner Kindheit einem gewissen Besuch sowieso aus Prinzip immer was quersitzen musste und das dann JEDESMAL das Fest versaute: schon im Vorfeld, dass diesem Menschen bloooß alles rechtgemacht werden kann, währenddessen, weil irgendwas wieder für Ihro Hoheit nicht so gaaaanz nach Gusto war, und im Nachhinein, weil die Person weitere Beschwerden geäußert hatte (immer dieselben, die nicht nach wirklichem Geschehen angebracht wurden, sondern weil man gewissen Familienmitglieder eben von Kind an nicht leiden mochte und deswegen IMMER negativ über sie reden musste in der ganzen Verwandtschaft, die es dann auch wieder zurücktrug. Und es war immer das gleiche, egal, wie man sich verhielt).[/QUOTE]
 
  • #41
Da überrascht die Forenmeinung aber gewaltig.
Wenn ich an die Threads über Geburtstage oder Jahrestage denke, sieht die Meinung der überwältigenden Mehrheit dort ganz anders aus: nur kleingeistige Langweiler bräuchten solche Tage (die der Kalender noch dazu diktiert) und Geschenke und Feiern etc.
Wenn es um Religion geht, ist die Elite zum größten Teil wenig engagiert (in alten Threads ebenfalls nachzulesen), aber Weihnachten ist dann plötzlich die große Ausnahme...
 
  • #44
Weihnachten wie bei meinen Eltern, war immer mein abschreckendes Beispiel.
Aber es gab einige Elemente, die mir damals schon wichtig wurden.

Und seit nun genau 30 Jahren gestalte ich mir diese Zeit genau so wie ich es mag.
Für mich eine sehr emotionale Zeit, und sehr berührend. Ich würde auch für mich alleine feiern, freue mich aber sehr, dass es meinen Kindern wichtig ist und auch mein Großer ganz selbstverständlich nach Hause kommt. Er müsste nicht, er will.

Ein Partner, der dies nicht mit mir teilen wollen würde, das würde für mich nicht gut gehen.
Mir würde etwas sehr Wichtiges fehlen.
Schöne Momente möchte ich mit einem Partner teilen, mich mit ihm freuen, genießen.
 
  • #45
Ich glaube aber schon, dass Weihnachten für Kinder überhaupt das Schönste im Jahr sein kann. Sehr gern erinnere ich mich an die Weihnachtszeit aus meiner Kindheit - damals noch mit echter Weihnachtsstimmung.
Ich habe ja schon oft von meiner trost- und freudlosen Kindheit erzählt, darf ich einen typischen Heiligabend schildern ?
Vorab: Irgendwas Adventliches wie Deko oder Tee mit Zimt oder Plätzchenbacken gab es nicht.
An Heiligabend ging mein Vater morgens los und besorgte einen Baum und die Geschenke (einmal war ich dabei und erlebte, wie er bei Wertkauf innerhalb einer halben Stunde alle Geschenke in den Einkaufswagen schaufelte).
Eingepackt wurden die in gebrauchtes Papier und wir waren dabei ! Beim Einpacken !
In allen anderen Jahren habe ich mich sehr gelangweilt und sah immer 'Michel aus Lönneberga' im Fernsehen.

Mein Vater stellte den Baum auf, hängte drei hässliche Kugeln und steckte fünf Kerzen dran und mein Bruder füllte einen Eimer mit Wasser und stellte den bereit.
Wir waren dabei und glotzen fern.
Nix mit Aufregung und Spannung und Vorfreude.

Meine bigotten Eltern schleppten uns in alle drei Gottesdienste, weil er die Orgel spielte und/oder im Chor sang und sie 'und es begab sich aber zu der Zeit, dass...' die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium vortrug und später die Kollekte zählte.
Wir waren von 15 bis 20 Uhr in der Kirche, würg.

Dann nach Hause.
Klavier mit Gesang, Mindestanforderung: 3 Lieder.
Bescherung = die Päckchen, die er am Mittag vor unseren Augen eingepackt hatte (und ich einmal sogar bei der Beschaffung zugegen war), auspacken.
Danke sagen, Hand geben.
(Weihnachen war einer der drei Anlässe im Jahr, meinen Vater zu berühren, die anderen waren sein und mein Geburtstag.)

Dann jedes Jahr Fondue, mit Brühe, weil Fett zu viele Kalorien hat.
Fleisch, sauere Gurken, Silberzwiebeln, Baguette, fünf verschiedene Soßen, das war's.
Hat mir nicht geschmeckt und es dauerte mindestens zwei Stunden, die wir durchzuhalten hatten.

Dann gingen wir ins Bett und ich las die Bücher, die ich eben bekommen hatte.

Bis heute ist Weihnachten bei uns ähnlich, nur dass ich mich seit ca. 10 Jahren weigere, mit in die Kirche zu gehen, dass ich koche oder dieses Jahr meine Tochter und dass ich nicht mehr in tiefer Langeweile 'Michel aus Lönneberga' gucke.

Übrigens verbrachten mein Bruder und ich den 25. bei unserer leiblichen Mutter, die mit einem Muslim verheiratet war, weshalb es außer einem Geschenk kein Weihnachten gab.
Und am 26. gingen wir zu meinen Großeltern, die die Gutsherrennummer abzogen, wieder nix mit Emotionen, nur mit gerade Sitzen und gefälligst Zungenbraten Essen ohne zu würgen.

Ich denke, ich konnte erläutern, woher meine Emotionslosigkeit zum Thema Weihnachten rührt.

w 50
 
  • #46
Mich hat es doch sehr amüsiert, dass hier im Thread Weihnachtsabneigung mit Einsamkeit gleichgesetzt wird. Bitte... ich mag das Fest nicht, eben weil die Familie so riesig ist und es seit ich denken kann ein wahnsinniger Stress war, die an den drei Tagen abzuklappern, zu beschenken und zu futtern. Denkt euch etliche Tanten, Onkels, Großeltern, Urgroßomas, Eltern und zig Cousins und Cousinen. Alle wollen besucht werden. Termine werden schon ab Spätsommer klar gemacht. Ewige Diskussionen wer wann wo bei wem und wieso und wieso dieses Jahr schon wieder so. Als ich erwachsen wurde und mir immer bewusster wurde, dass allein der Gedanke an Weihnachten über mir ab September schwebte wie ein Damoklesschwert, mich diese drei Tage mehr stressten als jeder Arbeitstag, habe ich mich doch einfach erdreistet und fuhr mit meinem damaligen Partner weg. 23.12. bis 27.12. Protest. Muss das denn gerade an Weihnachten sein. Ja, muss. Das waren die besten Weihnachten überhaupt. So entspannt. Seitdem läuft der Zirkus weitgehend ohne mich. Herrlich!

Liebe FS, was waren das bitte für seltsame Männer. Ist noch etwas anderes vorgefallen? Ich kenne einige Männer, die zum Beispiel gerne an Neujahr morgens zum Skifahren gehen und Silvester dafür ausfallen lassen. So ein aktiver Typ, das wär doch was für dich oder?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #47
Da überrascht die Forenmeinung aber gewaltig.
Wenn ich an die Threads über Geburtstage oder Jahrestage denke, sieht die Meinung der überwältigenden Mehrheit dort ganz anders aus: nur kleingeistige Langweiler bräuchten solche Tage (die der Kalender noch dazu diktiert) und Geschenke und Feiern etc.
Wenn es um Religion geht, ist die Elite zum größten Teil wenig engagiert (in alten Threads ebenfalls nachzulesen), aber Weihnachten ist dann plötzlich die große Ausnahme...
Finde ich nicht.
Ich habe diese Threads ähnlich erlebt wie diesen hier, es gibt einige, die an solchen Tagen keine Freude haben, während sie anderen wichtig sind.
Wenn man sich mal so richtig langweilt, könnte man überprüfen, ob es jeweils die gleichen Leute sind, was ich vermute.
Ich jedenfalls habe an allen solchen Festen kein Interesse und auch nicht an Religion.

Übrigens flackert in Threads zu verschiedenen Themen immer mal wieder der Nebenschauplatz 'Elite' auf in der Form, dass sich jemand ungehörig benimmt oder wir uns alle am Kopp haben oder jemand eine Haltung vertritt, die wenig elegant oder integer erscheint und dann jemand selbstgefällig mit einem 'tztztzt, ihr wollt die Elite sein ?' um die Ecke kommt
Wenn es um Religion geht, ist die Elite zum größten Teil wenig engagiert /QUOTE]
Voilà

Wir kommen dann nach einigem Hin und Her dann meist zur dutzendfach wiederholten Erkenntnis, dass sich hier mitnichten die Elite versammelt hat, zumindest räumen wir hier in vollendeter political correctness ein, selbst nicht zur Elite zu gehören, was ich hiermit auch wieder tun möchte.

Und dann möchte ich dir noch sagen, lieber @Basketballer, dass ich dich und deine Beiträge wirklich sehr mag und sehr froh bin, dass du hier mitspielst.
Deine Watschen, die uns sagen 'jetzt kommt mal wieder runter' sind einfach umwerfend erfrischend. Ich mag Leute, die anderen nicht nach dem Mund reden, sondern bereit sind, sich unbeliebt zu machen.
Ok, das tun hier viele, aber du schaffst das in (mir) sehr angenehmer Form.

w 50
 
  • #48
In der letzten Zeit habe ich zwar einige Anfragen erhalten, aber wenn es darum geht, was ich zu Weihnachten mache, endet der Kontakt. 5 Männer meinten sogar, dass ich nicht normal bin.
Vielleicht waren das Single-Männer, die sich der Hoffnung hingegeben haben, doch noch vor Weihnachten eine Partnerin zu finden, die ihnen ein schönes Weihnachtsfest ausrichtet, so mit Weihnachtsbaum, Kerzenschimmer, lecker Essen ... da passt ein "Weihnachtsmuffel" natürlich nicht.
 
  • #49
dass hier im Thread Weihnachtsabneigung mit Einsamkeit gleichgesetzt wird.
Mich wundert das auch. Wieso sollten nur Einsame kein Weihnachten mögen. Ich bin kein Single und meine Kinder musste ich regelrecht ausladen. Sie dürfen natürlich herkommen, aber nicht mit Deko, Gans und Geschenken rechnen.
Während mir der Gedanke an Weihnachten früher ein Magengeschwür bescherte, konnte ich dieses Jahr entspannen. Überhaupt glaube ich, dass viel mehr Leute kein Weihnachten feiern, als einige sich hier vorstellen können. Es wird nur nicht an die große Glocke gehängt.

Hach frei, da können wir uns die Hände reichen. Mein Opa war noch Generation Rohrstock und das merkte man auch. Diesem Opa musste ich bis er starb an Heiligabend was vorsingen. Meine Mutter zwang mich im Befehlston und drohte mir, falls ich nicht schön genug singe. Geschenke gab es anfangs keine, später wurde mir im Sommer etwas weggenommen und Weihnachten wieder hingelegt. Einmal bekam ich sogar ein neues Buch, das meine Mutter am nächsten Tag meiner Cousine schenkte. Kaum war ich alt genug, wurden von mir Geschenke gefordert, die ich nur mühsam aufbringen konnte. Die wurden mit Vergnügen dann abgewertet.

Auf meinem Teller lag an Heiligabend meist Fisch samt Kopf und Augen. Mein Vater brüllte, dass ich erst aufstehen darf, wenn mein Teller leer ist und dass ich den Rest des Tages nichts anderes mehr bekomme. Da saß ich nun bis zu 2 Stunden vor meinem Fisch, allein, bis mich jemand erlöste.

Meine Kinder wussten ihr liebevolles Weihnachten nicht so zu schätzen. Da wurden schonmal Geschenke lachend in die Ecke gefeuert mit dem Spruch “Das wollte ich gar nicht haben“. Gab es die gewünschte Spielekonsole, wurde genörgelt, dass xy ja noch ein Kaninchen dazu bekam.

Ich feiere nicht mehr und fühle mich befreit.
 
  • #50
Finde ich nicht.
Ich habe diese Threads ähnlich erlebt wie diesen hier, es gibt einige, die an solchen Tagen keine Freude haben, während sie anderen wichtig sind.
Wenn man sich mal so richtig langweilt, könnte man überprüfen, ob es jeweils die gleichen Leute sind, was ich vermute.
Ich jedenfalls habe an allen solchen Festen kein Interesse und auch nicht an Religion.

Übrigens flackert in Threads zu verschiedenen Themen immer mal wieder der Nebenschauplatz 'Elite' auf in der Form, dass sich jemand ungehörig benimmt oder wir uns alle am Kopp haben oder jemand eine Haltung vertritt, die wenig elegant oder integer erscheint und dann jemand selbstgefällig mit einem 'tztztzt, ihr wollt die Elite sein ?' um die Ecke kommt
Und andere wie du liebe @frei benutzen dieses Forum als Therapie, um am laufenden Band noch die letzte Ecke ihres Privatlebens auszubreiten (incl. ständigem Betonen der eigenen übermenschlichen Leistungen und wenn die nicht reichen, dann noch die der Tochter): ob jeder von deinem dementen Vater, der dich nie gelobt hat, deinem nutzlosen Bruder, deiner Intelligenz, deiner Asexualität und deinen BDSM Erfahrungen lesen muss?
Und auch du hast dich bei ELITEpartner im Forum angemeldet und nicht anderswo... Also bitte nicht ständig dein herablassendes Spötteln rausholen, sondern vor der eigenen Haustüre kehren. Grad an Weihnachten.
 
  • #51
Ich habe den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen und bleibe über Weihnachten alleine zu Hause.
Es ist einfach nur herrlich. Ich komme gerade zur Ruhe, der Arbeitsstress des Jahres fällt ab und ich komme endlich dazu, mal eine Grundreinigung zu machen, stundenlang zu lesen, Serien zu schauen- ein Traum.
Mein Partner ist 600km entfernt bei seiner Familie. Da ich diese noch nicht kenne und die Eltern geschieden sind, bin ich lieber zu Hause geblieben. Mein Partner besucht dort auch alte Freunde und da möchte ich nicht stören.

Gestern kam eine Freundin zu Besuch, heute ebenso. Wir machen es uns gemütlich, trinken was und schauen DvD.
So soll es sein!
Silvester feier ich dafür alleine mit meinem Partner. Da kommt dann Zweisamkeit auf und wir starten gemeinsam ins neue Jahr.

Was andere von meiner Regelung halten, ist mir vollkommen egal. Mein Leben- meine Regeln.
 
  • #52
Gut so @Emrix, genauso handhabe ich das auch und ich wette, sehr, sehr viele Andere ebenso.

Irgendwo schrieb hier jemand sinngemäß, wer nicht Weihnachten feiert, weicht vom Durchschnitt ab und wäre somit unnormal. Da ist mir beim Lesen gleich der Kuchen aus dem Gesicht geplumst und ich habe mich vor Lachen erstmal nicht mehr eingekriegt.

1. gibt es sicher keine verlässlichen Zahlen darüber, wie viele überhaupt wirklich Weihnachten feiern, insofern ist der Durchschnitt reine Spekulation.

2. würde das heißen, dass jeder, der in irgendwas nicht dem Durchschnitt entspricht, unnormal ist. Jeder Schüler, der bessere oder schlechtere Noten hat. Wer längere oder kürzere Haare hat, eine größere oder kleinere Wohnung als der Durchschnitt, alle unnormal.

Der Durchschnitt errechnet sich aber nunmal aus allem, insofern völliger Quatsch.

Viele werden Weihnachten feiern "müssen", z. B. weil die Kids schon im Kindergarten auf Weihnachten getrimmt werden, andere werden nicht zugeben, dass sie nicht feiern, weil sie keine Lust auf Rechtfertigung haben.

Wenn man meint, man wäre "richtig", nur weil man der Masse folgt, dann ist das schon irgendwie traurig. Die Masse hat in der Weltgeschichte schon verheerende Fehler begangen. Meine Grundschullehrerin fragte oft: "Wenn xy von der Brücke springt, springst du dann auch?" Dieser Satz bleibt mir nun seit über 40 Jahren im Gedächtnis und hat mich zu jemandem gemacht, der nicht ohne nachzudenken mit dem Strom schwimmt. Ich treffe meine eigenen Entscheidungen. Alles andere wäre schlimm.
 
  • #53
Ich verbringe Weihnachten am liebsten bei meiner Familie oder bei der Familie meines Partners. Silvester feiere ich mit meinen Partner und Freunden.

Es gab auch Momente da hatte ich schlichtweg einfach keine Lust auf Big-Party und habe deshalb Silvester alleine zu Hause verbracht.
Ich habe mir ein Vollbad eingelassen
und alles was noch an Badeperlen und
sonstigen Duftgedöns übrig war dazugeben, Kerzen aufgestellt, Entspannungsmusik aufgelegt

und dazu ein gutes Gläschen Wein genossen.
Danach habe ich mich in einen kuscheligen unerotischen Homedress geworfen und den Abend mit einen Filme Klassiker ausklingen lassen. Herrlich :)

Ich habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht, ob ich deswegen auf Andere einsam oder verbittert wirken könnte, denn jeder soll Weihnachten oder Silvester nach eigenen Gefallen zelebrieren.
Mit dieser Einstellung braucht man sich dann auch keine Gedanken machen "abnormal" zu sein.

Liebe FS,
es muss dir dabei gut gehen, niemand anders.

Genießt die Feiertage doch so wir Ihr es mögt und es Euch glücklich macht.

In diesen Sinne frohe Weihnachten.
 
  • #54
Ja! Weiße Festtage! Hier in Berlin schneit es gerade gewaltig. Es gab einen Temperatursturz mit einsetzenden Schneefällen. Und das soll eine ganze Woche anhalten und allmählich nach Westen abziehen, lieber @neverever :) für mich bedeutet Weihnachten eigentlich ein Weihnachtsstimmungsabsturz. Ich verbringe diese drei Tage ganz gemütlich bei mir zu Hause und entspanne, lese, gehe spazieren . Vielleicht besuche ich noch schnell den Weihnachtsmarkt vor unserem Schloß Charlottenburg. Heute kommt lieber Besuch, da wird gekocht, gegessen, gequatscht und gelacht. In der Küche, ganz gemütlich. Liebe FS, mach Dir keinen Stress. Nutze diese Tage einfach zur Erholung. Alles Liebe Euch allen!
 
  • #55
Und wahrscheinlich ist es genauso gegen den Mainstream zu sagen,
Mir ist die Christmette wichtig, und ich bin gläubig, nicht als Konfessionschrist.
Mir ist Glaube ein wichtiges, stützendes Element. Heute noch mehr als früher. Ein Danke, ein Innehalten, draußen in der Natur, mal in einer Kapelle, in einer (leeren) Kirche. Nachdenken. Eine Kerze anzünden. Spüren. Ich mag die Bücher von Anselm Grün.

Weihnachten, und es passt für mich auch zur Wintersonnwend, ist nach einem abgeschlossenen Jahreszyklus der Neubeginn, mit Hoffnungen, und allem. Gerade dieses Jahr an einem neuen Ort.

- Heute sind über den Tag Nachbarn vorbei gekommen, einfach so, und es werden noch welche kommen, hier gibt es das Christbaumloben und man hat schon (zur Sicherheit ) gefragt, ob ich das kenne und mitmache. Ich bin hier angekommen, auch ein Moment für Dankbarkeit -

Deswegen mag ich auch die stade Zeit vorher, zum zur Ruhe kommen, Nachdenken, Resümee ziehen, manches abschließen, diversen Ballast abwerfen.
Und nachher werden wir Drei zusammen singen, essen, anstoßen und uns verbunden fühlen. Mit dem Abschluss in der großen Stadtkirche. Die dunkle Kirche, nur die Kerzen und dann Stille Nacht.
Mich berührt dies immer ganz tief. Und für mich auch ein sehr, sehr friedlicher Moment.

Aber dies ist sicher auch nicht Mainstream. Sowas schreibt man nicht.

Gesegnete Weihnachten.
 
  • #56
Und andere wie du liebe @frei benutzen dieses Forum als Therapie, um am laufenden Band noch die letzte Ecke ihres Privatlebens auszubreiten (incl. ständigem Betonen der eigenen übermenschlichen Leistungen und wenn die nicht reichen, dann noch die der Tochter): ob jeder von deinem dementen Vater, der dich nie gelobt hat, deinem nutzlosen Bruder, deiner Intelligenz, deiner Asexualität und deinen BDSM Erfahrungen lesen muss?
Und auch du hast dich bei ELITEpartner im Forum angemeldet und nicht anderswo... Also bitte nicht ständig dein herablassendes Spötteln rausholen, sondern vor der eigenen Haustüre kehren. Grad an Weihnachten.
Dem schließe ich mich leider an. Liebe frei, meine Kindheit und Jugend war auch nicht rosig und auch ich habe eine Tochter, auf die ich stolz bin. Du klingst leider so verbittert über Weihnachten, dass Du Deinem Vater schon fast ähnlich bist. Sicher unbewusst, aber so ist meine Einschätzung aus all deinen Beiträgen. Schließe mit der Vergangenheit ab, hebe Deine Tochter nicht so in den Himmel, denn damit tust Du weder Dir, noch ihr einen Gefallen. Man hat sich als Kind nicht für Dich interessiert, Dich nicht gelobt, sich nicht genug gekümmert. Das ist schade. Du aber verfällst ins andere Extrem. Du musst uns nicht überzeugen, dass Du und Deine Tochter wertvolle Menschen sind. Das sind wir alle. Wertvoll und einzigartig. Jeder auf seine Art. Frohe Weihnachten an alle Teilnehmer des Forums.
 
  • #57
Aber dies ist sicher auch nicht Mainstream. Sowas schreibt man nicht.
Mag sein. Aber ich finde es gut, wenn jemand aus Überzeugung an christlichen Ritualen teilnimmt und dazu steht. Wieviele strömen an Weihnachten in die Kirche nur weil es dazu gehört, weil man das so macht?
Mit persönlich gibt es nichts, aber ich respektiere den Glauben anderer Menschen.

Frohe Weihnachten,
allen die Weihnachten feiern.
 
  • #58
Und andere wie du liebe @frei benutzen dieses Forum als Therapie, um am laufenden Band noch die letzte Ecke ihres Privatlebens auszubreiten (incl. ständigem Betonen der eigenen übermenschlichen Leistungen und wenn die nicht reichen, dann noch die der Tochter)
Hier war ich noch drauf und dran, mich zu erklären, fand aber auch bei dir schon gut, dass du mir ehrlich sagst, wie du mich siehst, denn ich bin da offenbar tumb und hatte nicht gedacht, dass ich so nervend rüberkomme. In der Tat nerven mich bei anderen Teilnehmern die Wiederholungen gerade ihrer Vorzüge aber auch, keine Ahnung, warum ich das nicht auf mich adaptiere.
Immerhin hatte ich selbst schon lange erkannt, dass es immer besser ankommt, von seinen Problemen zu reden, als von den Rundläufen, aber offenbar nicht, dass ich überwiegend prahle. Uff, miese Nummer, sorry.

Dem schließe ich mich leider an. ... Du klingst leider so verbittert über Weihnachten, dass Du Deinem Vater schon fast ähnlich bist. Sicher unbewusst, aber so ist meine Einschätzung aus all deinen Beiträgen.
Na und das hat mich regelrecht schockiert.
Ich bin verbittert...
Owei, so habe ich mich noch nie gesehen.
Ja, ich bin natürlich tieftraurig über meine Kindheit und gleichzeitig sehr froh, dass ich mich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen habe, aber ich hatte es bislang nicht so gesehen, dass ich eine Therapie brauche.
Da werde ich nachdenken, danke für den Anstoß.
Aber du hast ganz sicher recht, dass ich gerne davon erzähle, wie mir das Aufdiebeinekommen gelungen ist, da bin ich echt stolz drauf und ja, kann schon sein, dass ich das tue, weil ich dieses Egostreicheln brauche.
...ja, das dränge ich euch auf, ja, ich sehe ein, dass das bei euch aufdringlich und nervend ankommt.

Ok, als Sofortmaßnahme werde ich versuchen, da ich gerne weiter hier mitspielen will, meine Äußerungen nicht mehr mit Beispielen aus meinem Leben zu verdeutlichen.
Geht sicher auch ohne von Vater, Bruder, Ex, Freund, Tochter, Beruf, Domsenvergangenheit zu reden. Außerdem kennt ihr das alles schon...das ist sicher richtig.

Sorry, hab das nicht gewollt und nicht so gesehen.

Euch allen frohe Weihnachten.

w 50
 
  • #59
Es ist beim Schreiben sehr oft leichter, und eigentlich adäquater, zu sagen, schau TS bei mir sah es so und so aus, und ich habe dann dieses und jenes gemacht.
Als positive Erfahrung oder wo man selbst ein paar auf die Nase bekommen hat. Statt zu schreiben, mache Dies oder jenes - Ratschläge sind auch Schläge.

Und bei manchen Threads ist der Background des Antwortenden durchaus wichtig, weil man dann selbst manche Antworten in einem Kontext bringen kann.
Wer länger hier schreibt, wiederholt sich natürlich in solchen Aspekten, und man liest ebenso immer wieder die diversen Geschichten.

Aber für ein/e neue Fragesteller/in sind diese Infos für ein rundes Bild wichtig.

Ich persönlich schätze @freis Beiträge sehr, auch die anderer.
Als Prahlen empfinde ich positive Geschichten nicht, ich freue mich darüber.
Hier liest man genügend kleinere bis große Katastrophen.

Aber den Denkanstoß, liebe @frei zum Thema Verbitterung dürftest Du Dir gerne Dir zuliebe mal anschauen.
Nicht nur bei diesem Punkt.
Aber Warnung - die Büchse der Pandora.

Dir liebe Grüße
Lionne.
 
  • #60
um am laufenden Band noch die letzte Ecke ihres Privatlebens auszubreiten (incl. ständigem Betonen der eigenen übermenschlichen Leistungen und wenn die nicht
Als ich das las, liebe @frei , dachte ich, ah, bin ich also doch nicht die einzige, bei der das so rüberkommt. Dich mag ich sehr gerne und Deine Richtigstellung und Entschuldigung war auch nicht ohne die liebe Tochter usw zu erwähnen. Vielleicht bin ich da einfach auch zu empfindlich, keine Ahnung. Ich denke mal, wir alle haben unsere "Leichen im Keller". Mit meinem Sohn lief nicht alles so optimal, einige Einzelheiten, die ich mal erwähnte, wurden gar nicht erst freigeschaltet. Als Kind war ich für meine Eltern die kleine "Doofe", die es nicht geschafft hat, zu studieren, nur meine große Schwester. Ich war das richtige kleine Mädchen, die mit Puppen spielte, im Ballettunterricht war und dann eine Ausbildung als Maßschneiderin absolviert hatte in einem prominenten Salon in der Fasanenstraße, nahe dem Kudamm. Trotzdem bin ich mit meinem Leben zufrieden, ich verstehe mich (wieder) mit meiner Schwester und mein Sohn hat mir gezeigt, dass nicht alles so gelingt, wie man es sich als Mutter/Vater so wünscht. Trotz Liebe, Zuwendung, Zeit.
Seine Kindheit war geprägt von Gesprächen mit Lehrern, Logopäden und anderen Besuchen bei Therapeuten. Die ganze Familie war in Sorge und für diesen Jungen da. Jetzt ist einfach alles gut. Keiner macht sich Vorwürfe, etwas falsch gemacht zu haben. Eltern versuchen in den meisten Fällen alles richtig zu machen. Und machen sie etwas falsch, dann aus Sorge um das Kind. In den meisten Fällen ist das so.
Wir hatten gestern einen gemütlichen Weihnachtabend und da war das wieder Thema. Aber ganz entspannt und ohne Groll.
Jeder Mensch ist liebenswert.
Und Du bist eine tolle Frau, liebe @frei :)