• #1

Ist es ratsam, bei der Partnersuche auch mal den Verstand auszuschalten?

Neues Interview im Magazin mit Dan Ariely (http://magazin.elitepartner.de/interview-einfach-mal-den-verstand-ausschalten.html): Dan Ariely studierte Psychologie und Betriebswirtschaft. Seit 1998 ist er Professor für Verhaltensökonomik am renommierten Massachusetts Institute of Technology. Er leitet dort u.a. die Forschungsgruppe eRationality. In seinem neuen Buch „Fühlen hilft zwar, nützt aber nichts“, erklärt er, warum wir den Verstand ruhig mal links liegen lassen sollten. Was sind Ihre Erfahrungen? Verstand: Ja oder Nein? Und Ihre Tipps, damit die (Online-)Partnersuche zum Erfolg wird.
 
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Gast

  • #2
Das frage ich mich auch gerade! Ich habe zwei Männer kennengelernt und stehe vor einer schweren Entscheidung.
Der eine ist absolut passend: gebildet, aufmerksam, Lebensstil und Interessen passen, wir können miteinander die Zeit vergessen, über Gott und die Welt reden, haben Spaß miteinander und unsere Werte und Ziele stimmen überein. Wie haben denselben Humor und verstehen uns richtig gut. Nur finde ich ihn leider wenig körperlich anziehend.
Der andere ist für mich körperlich sehr anziehend, obwohl kein typischer Adonis, aber bei ihm stimmt die Chemie: ich fühle mich in seiner Gegenwart sehr wohl und kann mich fallenlassen, entspannen, genieße seine Berührungen und berühre ihn gern, könnte in seinem Duft schwelgen und es besteht eine große körperliche Anziehungskraft. Mit ihm kann ich zwar auch die Zeit vergessen aber meine innere, geistige Welt kann ich mit ihm nicht teilen.

Wenn ich meinen Verstand ignoriere, ist die Entscheidung klar, bloß möchte ich eigentlich einen Mann, der mich geistig und körperlich anzieht. Ich will keinen von beiden missen, weil sie auf ihre Art beide perfekt sind, aber eben nicht als Ganzes. Ich will aber auch niemanden verletzen. Das hat niemand verdient und ich befinde mich echt in einer schwierigen Entscheidungssituation. Der Kopf will den einen, der Bauch den anderen :-(
 
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Gast

  • #3
Glückliche und liebevolle Partnersuche ist nicht über den Kopf zu regeln, wie viele es hier meinen und auch deshalb umsetzen. Mir kommt es hier vor wie wenn es um einen Job geht! Es ist viel mehr eine Frage von "geöffnetem Herz zum geöffnetem Herz", von Seele zu Seele! Wenn die Herzen verschlossen sind dann regelt der Verstand, was dabei rauskommt, können wir stündlich hier lesen! Viele werden jetzt lapidar und einfach zur eigenen Beruhigung sagen: "beides wird gebraucht". Ich sage einzig alleine ist es eine Herzensangelegenheit. Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen. m
 
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  • #4
@2
Du meinst also, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn eine Frau mit einem Mann zusammen lebt, der ihre Kinder schlägt, da ihr Herz sagt "ich liebe ihn"?

@1
Du verletzt eher, wenn Du mit einem von den 2 zusammen kommst und nicht glücklich bist. Früher oder später wirst Du Dich eh trennen bzw. die Männer merken, dass sie Deinen Ansprüchen nicht gerecht werden. Oder Du findest den 1. Kandidaten mit der Zeit doch anziehend, weil Du Dich in ihn verliebt hast, das kommt dann nämlich automatisch.

Ich bin dafür IMMER den Verstand einzuschalten, denn sonst schadet man sich selbst.
 
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  • #5
@1
Du wirst den dritten Mann suchen und ausprobieren müssen , der alles hat und verkörpert....und das kann sehr lange dauern, erfolgreiche Suche ist offen.
Tip
Der körperliche Sex nutzt sich ab ,Geist bzw die geistige Übereinstimmung nicht!
 
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Gast

  • #6
#1
Einen von beiden wirst Du verletzten müssen - es sei denn, Du beschließt, zwei Männer zu "haben", aber ich glaube nicht, dass die da mitziehen. Eines kann ich Dir jetzt schon sagen: Ohne diese gewisse Anziehungskraft geht nichts!
 
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Gast

  • #7
aus zwei Hälften wird kein Ganzes, so sehe ich das, hatte auch das gleiche Problem vor einiger Zeit.
Bin mittlerweile wieder alleine - aber naja, das war meine Erfahrung. Warum nimmst du dir nicht Zeit - die beiden wissen ja nichts voneinander, lern sie einfach besser kennen und unternimm was mit ihnen. Aber das körperliche sollte schon von Anfang an da sein (sonst fehlt auch etwas), vielleicht ist ersterer ein Freund, Seelenverwandter?

Hirn ausschalten ist manchmal sogar sehr wichtig, aber ich denk wenn man verliebt ist spürt man das. Wenn ich Kriterien definiere, bin ich nicht verliebt - da agiert das Gehirn. Wenn ich verliebt bin denke ich nicht drüber nach was passiert, das Zeitgefühl geht verloren, man redet über Gott und die Welt und macht auch manchmal verrückte Dinge.
 
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Gast

  • #8
Kopf, Herz und Bauch müssen allesamt Ja sagen können - das ist die Kunst..

.und deshalb ist online-Suche "Missbrauch" von Partnersuchenden. Weil die wesentlichen Komponenten fehlen und über diesen Weg nicht übertragen werden können. Und erstmal tausenden schreiben und hunderte treffen ist völlig frustrierend, letztlich nicht zielführend, weil man völlig ausgemergelt, emotional verletzt und frustriert vielelicht beim richtigen ankommt, diesen dann aber vor lauter Frust dann gar nicht mehr wahrnehmen kann. Und auch online Plattformen scheuen sich nicht, am Frust der Menschen zu verdienen... Das geht ja sogar soweit, dass bewusst in Kauf genommen wird, dass Menschen vertrauensvoll andere anschreiben, die gar nicht antworten können, weil sie kein Mitglied sind, aber als solche nicht gekennzeichnet sind...

Liebe ist ein Seinsustand, der Herzöffnung voraussetzt - onlinesuche ist alles andere als Partnersuche mit Herz
 
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Gast

  • #9
Zu #1:
Glaube mir, es ist keiner von Beiden! Die Probleme sind bei Beiden schon vorprogrammiert! Ich entscheide immer nur für mich, insofern hat der andere das zu akzeptieren, ich sehe also daher niemals Probleme einer Verletzung, bei einer Absage. m
 
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Gast

  • #10
@ #1 Die Entscheidung ist doch eigentlich ganz einfach, es ist weder der eine noch der andere oder aber beide zusammen wenn sie bereit sind sich auf ein Dreierverhältnis einzulassen.

Die Ausgangsfrage ist so pauschal nicht zu beantworten, denn da dafür sind die Menschen mal wieder zu verschieden. Ich tendiere zwar zur Antwort #2 aber nicht bei jedem Menschen ist das Herz gleich weit geöffnet. Bei Kopfmenschen wird der Verstand fast immer mitreden wollen und dem Herzen seine Schranken aufweisen. Das heißt aber nicht das man bewusst an die Partnersuche mit dem Kopf ran gehen sollte und sich seine Schablonen zurecht legt sondern so weit es einem möglich ist seine Gefühle einsetzten und auf den Bauch hören.
Ausnahmen bilden Extremfälle, wie Menschen die gewalttätig werden, da muss der Kopf dann zum eigenen Schutz eingesetzt werden.

m44
 
  • #11
Ich will es mal so formulieren: Es ist zumindest gut, nicht allen Bedenken, die der Kopf hat, nachzugeben. Denn ein Haar in der Suppe findet man bei jedem potentiellen Partner, wenn man lange genug sucht.
Die entscheidende Frage ist m.E. wirklich, ob das Herz zum Herzen findet, ob man eine emotionale Basis miteinander hat, sich einander öffnen und einander annehmen kann.
 
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Gast

  • #12
Der Verstand darf und muß natürlich helfen, sonst nützen auch alle schönen Gefühle auf Dauer nichts. Entgegen der weit verbreiteten Hoffnung ' es werde sich schon richten', führen gravierende Unterschiede bei der Bewältigung des Alltags und Lebensvorstellungen zu einem Verschleiß der schönsten Gefühle. Da nützen auch zwei 'geöffnete Herzen' nichts.
Wir können eben nicht unbegrenzt Kompromisse, nur um der Liebe willen machen.
 
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Gast

  • #13
Es gibt niemanden der alles was man sucht in Perfektion verkörpert,Beziehung und Partnerschaft beruht auf Kompromissfähigkeit-und da tun sich eben so einige sehr schwer,gerade auffällig viele Frauen.Es ist so in etwa wie mit dem Mittelstand,nicht Reich,nicht arm-aber haben alles was man zum Leben braucht.
Ich persönlich bin kein Bauchmensch,also trifft bei mir der Verstand für eine Beziehung die vordergründige Entscheidung-aber diese ist dann kompromissfähig.

m48
 
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Gast

  • #14
Wenn ich so richtig verliebt bin, dann schlägt mir das ohnehin mächtig auf´s Hirn !
Damit meine ich, dass mein Herzallerliebster noch so unpassend sein kann, mein Verstand blendet das glatt aus.
Meine Freundinnen schreien "Achtung,Achtung, große Not !" , aber ich finde ihn wunderschön und wundervoll. Vom Klang seiner Stimme kriege ich eine Gänsehaut und in seinen Armen ist der schönste Platz auf der ganzen Welt.
Es ist ein Zustand mittelschwerer geistiger Umnachtung, man ist nicht wirklich zurechnungsähig.

Liebe macht blind und blöd. Fühlt sich aber toll an .
w49
 
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  • #15
Liebe macht blind und Blindheit bringt Gefahren mit sich. Wer den Kopf nicht einschaltet setzt sich einer Gefahr aus. Diese kann sogar zum Tod führen, aber wenigstens hat es sich bis dahin gut angefühlt.
 
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Gast

  • #16
Die Behauptung, man solle "ruhig mal den Verstand links liegen lassen" finde ich in dem zitierten Artikel nicht oder höchstens indirekt. Von daher weiß ich nicht, was das Zitat für die hier gestellte Frage soll.

Wenn man aber mal darauf Bezug nimmt, dass den Verstand einzuschalten bei der Partnersuche im Internet bedeutet, nur auf Worte zu achten, dann sollte man definitiv hinterfragen, ob die Benutzung des Verstandes zur Interpretation von Wörtern hier zielführend ist, denn

1) Worte können mit Täuschungsabsicht gesprochen werden (Lüge)
2) Die Bedeutung von Wörtern variiert mit dem persönlichen Hintergrund und der Biographie von Sender und Empfänger (Missverständnis)
3) Es gibt schlicht und ergreifend nicht für jeden komplexen Sachverhalt passende und schlagkräftige Worte und Sätze (Unvollständigkeit)

Natürlich sind also Gefühle wichtig, da sie alleine die Komplexität einer sich anbahnenden Beziehung angemessen wiederspiegeln können, wenn überhaupt. Aber auch da wird es wieder schwierig, wenn der eine der Beteiligten seine Gefühle mehr oder weniger gut verbergen kann, bzw. der andere die trotzdem versteckt durchdringenden Signale nicht zu deuten vermag.

Summa summarum ist es denke ich wichtig, beides, Gefühl und Verstand zu einem stimmigen Gesamtbild zu vereinen.
 
  • #17
Tut mir leid, aber ich habe kaum Beiträge von Frau Sommerfeld hier gefunden, die mir in irgendeiner Weise in meinem Leben hätten helfen können.

Diese Fachleute haben z. T. schon eigenartige Theorien auf Lager und ich zweifele sehr, dass die alle wirklich kompetent sind (egal, welchen Titel sie haben).

Ich glaube nach wie vor, dass der allerbeste Ratgeber das Leben selbst ist! Bisher bin ich damit auch sehr gut zurecht gekommen.

Für mich sind Gefühle und Instinkte übrigens sehr wichtig, aber niemals wichtiger als das Denken. Die Realität wird einen immer einholen.

Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Gefühlen und Verstand herzustellen.
 
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  • #18
@ 16 "Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Gefühlen und Verstand herzustellen." Mit deinem letzten Satz hast du es auf den Punkt gebracht. Das ist der Weg zur wahren Erkenntnis. Übrigens nicht nur in Liebesdingen. w
 
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  • #19
Also, ich war süße 17 Jahre alt, da stand er vor mir! Udo Jürgends sang seinen Song, 17 Jahr ...nein in in Wirklichkeit mag ich Schlager nicht

Aber wie gesagt, ER stand vor mir, blond, gutaussehend, immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen!/

OK, ich war dunkelhaarig, zierlich, mit blauen Augen und einer Haut wie Schneewittchen!

Mein Verstand sagte mir zwar recht schnell, er passt nicht, weil er eben ein Macho war, ein verwöhnter Muttersohn, der einzige Sohn im Hause, und entsprechend gepolt! Und nachdem ich an meinem 19ten Geburtstag Mutter wurde, gezeugt wurde mein Sohn von diesem blondem oberflächlichem Macho, aber ich dachte immer noch, es wird schon werden!

Es wurde nicht, meine Gefühlswelt hatte mich aufs Glatteis geführt, und ich hatte nicht auf meinen Verstand gehört.

Mit 24 Jahren wurde ich geschieden, weil ich es mit diesem blonden, gutaussehendem oberflächlichem Macho ganz einfach nicht mehr ausgehalten habe!

Das einzige was ich wollte, war das alleinige Sorgerecht für meinem Sohn, das habe ich auch bekommen!

Und seit diesem Tag, gab es kaum noch etwas, wofür ich nicht mein Hirn und meinen Verstand nutzte.

Ein Mann muss mir heute zuerst beweisen, dass er meinem Hirn, meinem Verstand gewachsen ist, und dann, ja dann, werde ich ihm zu erkennen geben, wie viel Gefühl, wie viel Tiefgang in mir vorhanden ist!

Zuerst der Verstand, dann das Gefühl, wobei Berechnung für mich wieder etwas ganz anderes ist.

Nur mit Gefühlen zu leben sind das eine, davon lesen wir tagtäglich in diesem Forum, und mir bestätigt das immer wieder, dass Verstand, zumindest für mich, etwas sehr wichtiges ist, und ich mir zumindest damit eine richtige Lebensbasis geschaffen habe.
 
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Gast

  • #20
Dem verlinkten Artikel entnehme ich lediglich, dass Dan Ariely rät, sich bei der Online-Partnersuche nicht ausschliesslich auf das von ihm eingestellte, virtuelle Profil zu verlassen, sondern sich live zu treffen. Was das mit der obigen Fragestellung oder "auch mal den Verstand ausschalten" zu tun hat, erschliesst sich mir nicht.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich genau mit den Männern, in denen meine Emotionen/ Bauchgefühl JA und mein Verstand viel zu leise NEIN gesagt hat, furchtbar auf die Nase gefallen bin. Eine Trennung erfolgte immer aus genau den Gründen, die mein (ungehört gelassener) Verstand mir signalisiert hatee.

Aus dieser schlechten Erfahrung lasse ich jetzt beides gleichberechtigt zu Wort kommen.

w, 49
 
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  • #21
Mich wundert, dass sowohl im verlinkten Interwiev, als auch in der Frage hier der Titel des Buches falsch angegeben ist. Er lautet richtig "Fühlen nützt nichts, hilft aber":
 
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  • #22
Den Verstand kannst Du gern mal ausschalten wenn Du den Menschen getroffen hast der Dich wirklich liebt. Alles andere wäre nicht ratsam. Das aber herauszufinden kann eine lange Zeit der Prüfung und Vertrautheit voraussetzen.