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  • #1

Ist es normal, wenn man keine Freunde/Partnerin findet?

Wenn man hier so mitliest, scheinen Dates/soziale Kontakte ja etwas ganz alltägliches zu sein. Nur habe ich bisher kaum diesbzgl. Erlebnisse gehabt. Ich fühle mich auch in Gesellschaft immer alleine. Das geht seit der Schulzeit so bei mir. Von daher frage ich mich, ob es normal ist, wenn man in seinem Leben erst 3 Verabredungen hatte und keine Partnerin findet und auch keinen Freundeskreis hat. Bin auch sonst so nicht der gesellige und kontaktfreudige und meist lieber alleine.

Frage mich nun doch, ob das alles so normal ist. Beruflich ist alles gut, komme auch mit den Kollegen klar (so mehr oder weniger) nur privat ergibt sich halt nichts, was auf die Dauer schon sehr unbefriedigend ist.

m/48
 
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  • #2
In Deutschland haben junge gutaussehende Frauen die Wahl zwischen einer sehr großen Anzahl von Männern, eigentlich eine fast unbegrenzte Auswahl. Da die meisten Männer nicht an nicht gut aussehenden Frauen interessiert sind, bleiben daher viele Single. Ich habe schon wegen meines Jobs (bin Wirtschaftsprüfer) gar keine Zeit, mich diesem Wettbewerb zu stellen und war deshalb die letzten 20 Jahre meines Lebens ebenfalls Single.
Um deine Frage direkt zu beantworten: Ja, insbesondere Männer mit hoher beruflicher Belastung finden meist keine Partnerin bzw. beginnen erst gar nicht mit der Suche, da aussichtslos.
 
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  • #3
Naja - hier wird auch viel auf den "Busch geklopft" und man darf nicht immer alles für ganz bare Münze nehmen, was die Leute hier so erzählen. Offenbar sind ja viele hier wie du auch Single, sonst wären sie ja nicht ständig hier in einer Singlebörse unterwegs.

Das heißt, es gibt sicher auch genug Frauen, die alleine sind und suchen - man muss sie aber nur finden, das ist das Problem.

Die Grundfrage ist doch: Bist du glücklich und zufrieden mit deiner aktuellen Situation oder möchtest du sie gerne ändern? Oder anders gefragt: Möchtest du gerne (noch) eine Partnerin finden? Eins ist klar: Sie wird nicht bei dir vorbeikommen und an deiner Haustür klingeln. Du musst also selbst aktiv werden. Und wenn du nicht so der Partytyp bist und in deinem sozialen Leben schwer Frauen kennenlernen kannst, dann ist vielleicht die Online-Suche eine Alternative; also zum Beispiel könnte es sinnvoll sein, sich hier bei EP anzumelden, ein Profil anzulegen und dann einfach mal auf die Suche nach Frauen gehen, die ähnlich "ticken" - wirst sehen, es gibt genug davon, die auch eher zurückhaltend sind, aber gerne eine Beziehung hätten. Natürlich darf man dann nicht unbedingt das superattraktive Model um die 30 erwarten (ein Kardinalfehler vieler online suchender Männer) - bitte mit ganz realistischen Erfahrungen herangehen, Ansprüche an Alter und Optik der Damen ein wenig zurückfahren und mehr nach Charakter und Persönlichkeit schauen.

Wenn du grundsätzlich deinen Bekanntenkreis erweitern möchtest, dann funktioniert das in deinem Alter vermutlich nicht mehr so gut über div. Parties oder Discos (das ist doch eher was für u40), sehr gut aber zum Beispiel über Vereine (Sportvereine, Kegelclubs, FußballFanclubs, Schützenverein, Gesangsverein, Blasorchester, Heimatverein, kirchliche Gruppen u. ä). Dort trifft man sich eventuell wöchentlich, unternimmt etwas gemeinsam, feiert Feste, macht Ausflüge usw. Und vor allem gibt es dort meistens auch gleichaltrige Gleichgesinnte, die man da kennenlernt, mit denen man dann vielleicht auch mal privat etwas unternehmen kann. Oder einfach mal in der Zeitung inserieren, dass man Gleichgesinnte für gemeinsame Freizeitgestaltung sucht oder für eine nette Skatrunde o.ä.

Wünsche dir alles Gute.

m, 47
 
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  • #4
Hallo!
Mir geht es auch so....ich habe zwar einen Partner, aber Freunde finden fällt mir auch schwer. Das liegt an meinen sehr speziellen Interessen, die die breite Masse nicht mit mir teilt. Mich langweilt es zu Tode über Fussball, Partys und Klatsch und Tratsch zusprechen. Mit Frauen, die nur über Mode oder Männer reden, kann ich auch nicht. Ich interessiere mich sehr für Wissenschaft, Literatur und Technik....das ist nun mal nicht jedermanns/fraus Sache. Smalltalk kann ich so einigermassen, wenn der andere anfängt, aber ich bin froh, wenn ich dann wieder meiner Wege gehen kann. Ich hatte zwar immer ein oder zwei Freundinnen, aber ich bin kein Netzwerker, und ganz ehrlich die meisten Menschen gehen mir nach kurzer Zeit furchtbar auf die Nerven. ich bin halt introvertiert, aber wirke extro...da fühlen sich die Menschen irgendwann abgelehnt, wenn ich mich ohne Grund zurückziehe.....ist auch verständlich. Dazu kommt, dass ich noch sehr hübsch bin und ernst dabei ausschaue, dann wird man gleich als arrogant abgestempelt, wenn ich meinen Rückzug antrete. Naja das Alter wird auch bei mir zuschlagen, somit hoffe ich dann wenigstens nicht mehr arrogant zu wirken. Aber ich kenne auch genug Leute mit denselben Problemen. Einzelgänger halt! w34
 
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  • #5
Normal ist das sicherlich, selbst Mathematiker oder Figuren Dr. Dr. Sheldon Cooper haben Beziehungen und Freunde.
Normal ist ein Begriff aus der Statistik, aber Du bist für Psychologen bestimmt sehr bemerkenswert, weil die meisten Menschen sich nur in Gruppen wohlfühlen

M,37 , Naturwissenschafter
 
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  • #6
Lieber FS, es geht doch nicht darum, ob deine Art zu leben normal ist, oder nicht. Wichtig ist nur, ob du mit deinem Leben zufrieden bist. Offensichtlich nicht, denn sonst würdest du hier keinen Beitrag einstellen.

Du möchtest Freunde oder eine Partnerin? Dann musst du etwas dafür tun. Du schreibst selbst, du bist lieber allein und gehst auch nicht gern aus. Was erwartest du? Dass jemand an deine Tür klopft und dich fragt, ob du sein Freund werden möchtest? Nein, darauf wirst du vergeblich warten. Geh unter Menschen, such dir ein Hobby, einen Verein, mach etwas Ehrenamtliches. Alles Dinge bei denen man andere Menschen kennen lernt.

Und Freundschaft muss von beiden Seiten gepflegt werden!

Viel Glück für dich

w46
 
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  • #7
Du schreibst, eher wenig gesellig und kontaktfreudig. Ebenso dass Du lieber alleine bist. Das ist völlig in Ordnung und normal, wenn dies deine Art zu leben ist.

Aber ich lese auch, dass Du mit 48 Jahren erst 3 Verabredungen hattest. Hat sich daraus mehr ergeben oder waren das einmalige Treffen? Offensichtlich möchtest Du gerne Freunde und auch eine Partnerin haben. Das kann ich gut verstehen, denn keiner ist gerne allein.

Du findest diesen Zustand unbefriedigend und möchtest etwas ändern. Ich denke Du steckst in einer Zwickmühle. Denn einerseits bist Du lieber alleine und andererseits hättest Du gerne Freunde und auch eine Partnerin. Ich würde Dir empfehlen für Dich zu klären, wie viel Du von dem alleine sein aufgeben kannst. Wenn Du etwas ändern willst, dann musst Du für Freundschaften oder eine Partnerschaft Raum in deinem Leben schaffen. Mit 48 hast Du dich in im Leben schon eingerichtet und die eingefahrenen Strukturen sind nicht zu unterschätzen. Hilfreich wäre es auch zu wissen, weshalb jetzt erst der Wunsch nach mehr Kontakt vorhanden ist.

Es ist nie zu spät und es gibt immer einen Weg. Dazu gehört unter Menschen zu gehen, um Kontakte zu finden. Da die Schwierigkeiten mit zwischenmenschlichen Kontakten bis in die Schulzeit zurückreichen, würde ich an deiner Stelle einen Versuch mit einem guten Psychologen machen. Die fehlende Kontaktfreude und Rückzugstendenz hat eine Ursache, bei der er hilfreiche Unterstützung geben kann.

Alles Gute für Dich und ein baldiges Ende dieses unbefriedigenden Zustands.
 
  • #8
Was hat denn dazu geführt, dass du so isoliert lebst? Was ist mit deiner Familie (Eltern, Geschwister, usw.)? - Nein, normal finde ich deine Lebensweise nicht.

Vielleicht kannst du mal mit einem Kollegen ein Bier trinken gehen oder gemeinsam Sport machen? Hast du ein Hobby, bei dem du andere Menschen triffst?

Außerdem würde ich mir an deiner Stelle professionelle Hilfe suchen. Und wenn man will, kann man sein Leben jederzeit verändern.

Alles Gute!
 
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  • #9
Hallo M,

das gehört zum Threat "Wie findet man ab 50 noch Freunde" dazu.

Ich hätte einen Vorschlag: auf andere zugehen und fragen ob man auch mit kommen, mit feiern, mit sporteln und mit ausgehen könnte ... mehr als ein Nein kann es nicht werden. Die meisten Menschen ahnen ja oft gar nicht wie einsam oder kontaktarm jemand ist weil sie selbst in ihrem Family Business mega eingespannt sind. De kommen gar nicht mehr auf die Idee dass du etwas mehr sozialen Austausch belebend fändest.

Es wird sich nichts im Alltagsverkehr ergeben. In der U-Bahn, im Zug, Im Bus. Selten sprechen Fremde Leute einander an (höchstens wenn was Unangenehmes passiert). Aber in einer Buchhandlung kannst du wohl jemanden fragen "Was raten Sie mir von der Bestsellerliste zu lesen ?" und keiner reisst dir den Kopf ab wen du mal eine harmlose Frage stellst.
 
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  • #10
Lieber FS,

du bist fast so alt wie ich und fragst dich jetzt erst, was mit dir los ist?

Es gibt verschiedene Menschentypen, extrovertierte, Einzelgänger, Hochsensible usw. Oft sind diese Menschen in der Beschreibung dir ähnlich. Sehr viele und gute Informationen gibt es darüber im Internet oder auch in guten Bücher zu finden. Dazu gibt es Prägungen aus der Familie usw.

Man muss ich erst selbst richtig kennen, ehe man weiss, welche Typ von Mensch zu einem passt.

Nur weil du eher für dich bist, bist du nicht abnormal, sondern nur anders. Aber wenn du die wirklichen Gründe heraus finden möchtest, warum du so wenig private k´Kontakte hast, dann fange an zu lesen.

Viel Spass und Erfolg auf dem Weg des Finden nach dir selbst.

w50
 
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  • #11
Lieber FS,
wenn du gerne mehr Kontakte haben und eventuell ein Partnerschaft eingehen möchtest, musst du nicht resignieren. Vermutlich hast du soziale Ängste, die dich daran hindern, auf Menschen zu zugehen und mittlerweile die zu geringe Erfahrung dich zusätzlich hindert. Ich kann dir vom ganzen Herzen eine Therapie empfehlen, die dir helfen wird, dich auf den Weg zu machen. Es ist ein steiniger Weg, der viel Ehrlichkeit zu sich selbst verlangt, aber er kann einen viel weiter bringen (spreche aus eigener Erfahrung). Viele Menschen bekommen von Zuhause wenig Selbstliebe und Zuversicht vermittelt und müssen schwer das alles allein erarbeiten. Lieben, Streiten, Empathie lernt man normalerweise im Kindesalter und es ist kein Wunder, dass man Schwierigkeiten im Zwischenmenschlichem hat, wenn niemand es einem vorgelebt hat. Dann kannst du jetzt für dich gut sorgen.
Wünsche dir alles Gute!
 
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  • #12
Hallo,
da würde ich sagen, jeder tut das was ihm gut tut oder sollte das tun was ihm gut tut. Normal ist relativ. Wenn du gerne allein bist, warum stellst du dann so eine Frage?
Bei mir persönlich ist es so, dass ich mich alleine grundsätzlich nicht langweile und gerne mal ein Wochenende alleine bin, andererseits liebe ich meine Freunde und hänge gerne mit anderen ab. Verabrede mich gehe raus, mache viel Sport und nehme aktiv am Vereinsleben teil. Besuche und schätze meine Familie. Und warum ich das so mache? Weil es mir so gut tut! Ich bin glücklich. Wenn du es auch bist? Warum stellst du dann so eine Frage? Und wenn du die Gemeinschaft von anderen Menschen vermisst, dann frage dich, warum du nicht was dagegen unternimmst?!
w,26
 
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  • #13
Am ehesten könntest Du vielleicht jemanden über gemeinsame Interessen finden. Dann hat man eine Basis. Ich weiß ja nicht, was Du gerne machst. Es gibt ja beispielsweise Zeichenzirkel, Tanzkurse usw.. Im Internet gibt es sicher auch Foren, wo es um besondere Interessen geht.

w, 49
 
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  • #14
Ich mache da einen großen Unterschied zwischen Freundschaft einerseits und Beziehung oder Affäre andrerseits. Freundschaft ist für mich die eher langweilige Variante von dem, was eigentlich alle wollen, nämlich eine emotionale und, natürlich, auch erotische "Sache" mit dem Geschlecht, das einen erotisch interessiert, in meinem Fall Frauen.

Mal ganz ehrlich, was "hat" man eigentlich davon, mit jemandem befreundet zu sein? Auf diesem schmalen Grat zwischen Verpflichtung und ... ein paar netten Abenden im Monat zu wandeln? Freundschaft zwischen Männern und Frauen gibt es sowieso nicht, da ist immer der Sex im Weg.

Mit meiner Art ecke ich bei Normalos ziemlich oft an, Freunde hatte ich bisher auch so gut wie keine, und viele Frauen verhalten sich ein wenig reserviert, wenn sie mich kennenlernen, sie spüren wohl, dass ich die landläufige Auffassung nicht teile. Andrerseits hatte ich nie ein Problem, Frauen zu finden, sie als Partnerin zu bekommen, das zieht sich auch durch meine Zeit bei diversen Singlebörsen hindurch.

In eine feste Beziehung mit einer netten Freundschaft zu Nachbarn oder Kollegen passe ich absolut nicht rein. Probiert habe ich es, aber es hat nicht geklappt. Und warum sollte ich etwas weiter verfolgen, wobei ich nur verlieren kann? Ich habe seit meiner Jugend immer mal wieder depressive Phasen, das merkt man mir auch oft an, und das ist zum einen der Grund dafür, dass viele "auf Abstand" gehen. Auf der anderen Seite führt das aber dazu, dass ich "hinter die Dinge" sehe, und das macht mich dann für einige, und zwar m. E. für die besseren, wieder interessant.

Dir würde ich den Rat geben, nachzuschauen, ob dir denn Freundschaft genauso wichtig ist wie Beziehung. Versteh das nicht falsch, aber für Frauen hast du dann so eine gewisse, eher langweilige, Ausstrahlung. Freunde gewinnt man durch Nettigkeit, die ist aber, wenn sie die vornehmlichste Eigenschaft ist, für eine Beziehung eher ein Killer. Keine Frau will einen Mann, der ihr auf zwar nette, aber völlig harmlose, Art Komplimente macht.

m 51
 
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  • #15
Mir (m, 34) fällt es jedenfalls auch sehr schwer, neue Freunde zu finden. Das liegt vor allem auch daran, daß ich mit vielen (den meisten?) meiner Geschlechtsgenossen leider nichts anfangen kann. Das war schon immer so. Ich interessiere mich nicht für Fußball, Party machen, Autos, mag mich nicht besaufen, mag das machohafte Gelaber über Frauen nicht usw., um es mal überspitzt zu formulieren.

Natürlich gibt es auch Männer, mit denen ich auf einer Wellenlänge liege. Die findet man im RL aber leider nicht so einfach, da das oft auch eher die ruhigeren, zurückgezogenen Typen sind - mich findet man ja auch eher im Internet.

Natürlich gibt es z.B. auf der Arbeit auch den ein oder anderen netten Kollegen. Die sind dann i.d.R. aber in Partnerschaften/Familie, so daß hier wirklich tiefe Freundschaften leider nicht entstehen (können), da hierfür einfach keine Zeit da ist. Es bleiben letzten also gute Bekanntschaften.

Und Freundschaften zu Frauen halte ich persönlich für etwas problematisch, daher lasse ich das auch.

Um Deine Frage zu beantworten: Wen interessiert und wer definiert, was "normal" ist? Solange Du nicht unter dem Alleinsein leidest, ist doch alles OK. Ich hätte aber zumindest gerne eine Beziehung, wenn es schon mit echten Freunden nicht mehr klappt ... Da muss man dann aber auch das Glück haben, eine Frau zu finden, der es egal ist, daß man keinen Freundeskreis (mehr) "vorzuweisen" hat.
 
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  • #16
Unabhängig davon, ob das nun "normal" ist: Fang doch einfach mal mit Geselligkeit an. Suche dir zum Beispiel eine Tanzpartnerin und besuche mit ihr einen Kurs. Oder mache Kurse an der Volkshochschule. Trete einem Sportverein bei.
 
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  • #17
Hallo FS,
ich kenne einen Mann, 48, der beruflich sehr erfolgreich ist, mit Kollegen kommt er gut zurecht. Einen Freundeskreis hat er nicht, weil die meisten Menschen ihn langweilen und er sich ohnehin alleine fühlt - auch wenn er mit Bekannten zusammensitzt. Seine Kindheit war sehr einsam, wenig emotionale Anbindung an die Eltern. Im Gegensatz zu dir könnten seine Beziehungsversuche mit Frauen aber ein ganzes Buch füllen, nach mehreren gescheiterten Ehen sucht er nun seit Jahren in Partnerbörsen nach der Partnerin, die bei ihm keinen Fluchtinstinkt (nach max. 3 Monaten) auslöst. Dieser Mann möchte, dass seine zukünftige Partnerin die große menschliche Leere in seinem Leben ausfüllt, sprich: ihm sehr, sehr viel ihrer Zeit widmet. Ein hoher Anspruch, mit dem nur wenige Frauen zurecht kommen, weil die meisten Frauen tendenziell stärker als Männer in soziale Netzwerke eingebunden sind (enger Kontakt zur Familie, Freundinnen, Kolleginnen).
Obwohl deine Zeilen nicht so klingen, als würdest du Freunde suchen, da schimmert eher Unzufriedenheit bzgl. fehlender Partnerschaft durch, möchte ich betonen: Frauen sind sehr wohl an Freundschaften mit Männern interessiert, sexuelle Anziehung kann sich auch legen oder gar nicht aufkommen. Frauen sind viel offener für freundschaftliche Kontakte, während Männer sich oft auf die Suche nach der "einen" Frau fixieren. Wenn du dich entscheiden solltest, in Partnerbörsen nach einer Partnerin zu suchen, kann das Dating-Spiel manchmal auch einfach zu Freundschaften führen - wenn DU das denn auch wollen würdest.
Welche Schritte du auch immer unternehmen willst, um deinen unbefriedigenden Zustand zu verändern (hier im Forum gibt es einige Threads zu dem Thema "Wie andere Singles kennenlernen"): Stell' dich darauf ein, dass es auch eine große Herausforderung für dich sein wird. Mit anderen Menschen (Frauen) intensiveren Kontakt aufzubauen erfordert Mut (die eigene Angst vor Verletzung kleinhalten), Engagement/Empathie (wirkliches Interesse) und eine sehr hohe Fehlertoleranz: Wir alle weisen Schwächen o. nervige Eigenschaften auf und können trotzdem wunderbare Seiten haben. Du musst dich ja nicht total vom Eigenbrötler zum Gruppentier wandeln, aber mach' bloss nicht den Fehler des von mir eingangs erwähnten Mannes - nämlich Angst vor Verletzung/Zurückweisung hinter viel zu hohen Ansprüchen an Menschen/Frauen zu verbergen. "Hinter die Dinge/Gesellschaft" sehen, können übrigens auch Leute mit guten sozialen Kontakten. Wie sich manche Einzelgänger in ihrem Elfenbeinturm zu den einzig wahren "klugen" Menschen stilisieren ... auf die Dauer ist das für keinen anderen Menschen interessant, außer du schreibst das nächste tiefgründig-bewegende Buch. Nähe, Wärme, Mitgefühl: Es gibt kein größeres Abenteuer als diese Elemente in das eigene Leben zu holen und sie dort auch zu halten. Viel Glück bei dieser großen Herausforderung, der sich die meisten von uns immer wieder stellen.
w, 42
 
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  • #18
Lieber FS

ich bin in den letzten Jahren alle 2-3 Jahre berufsbedingt umgezogen, meist Fernumzüge.
Vorher hatte ich ein Netzwerk in der Nähe. Jetzt nimmer. Ich spüre schon den Unterschied und auch die Vereinsamung am Wochenende.

Nette Kollegen und Kolleginnen habe ich schon, aber bis auf einen (Alkoholiker, depressiv, zum Glück für ihn beamtet) haben die alle intaktes Familienleben. Da geht wenig, ausser mal sporadisch einen trinken oder ein harmloses Gespräch über Hobbies.

Die Freunde in der Ferne rufe ich nun an, ich bemühe mich dass der Kontakt nicht einschläft. Manchmal kommt sogar einer zu Besuch. Aber die Uhr kannst nicht danach stellen, also musst du inzwischen neue Kontakte finden.
 
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  • #19
Ich interessiere mich nicht für Fußball, Party machen, Autos, mag mich nicht besaufen, mag das machohafte Gelaber über Frauen nicht usw., um es mal überspitzt zu formulieren ... Und Freundschaften zu Frauen halte ich persönlich für etwas problematisch, daher lasse ich das auch.... Da muss man dann aber auch das Glück haben, eine Frau zu finden, der es egal ist, daß man keinen Freundeskreis (mehr) "vorzuweisen" hat.

Ein Freundeskreis oder soziale Einbindung in was auch immer wird von vielen Frauen noch "gefordert", das hat eine gewisse Alibifunktion und dient dazu, das sexuelle Interesse zu kaschieren. Auch heute noch ist kaum eine Frau so emanzipiert, dass sie sagen könnte, ja, DER Typ gefällt mir, der macht mich an, mit dem würde ich gerne mal in die Falle steigen.

Männer, und zwar auch die weniger erfolgreichen, laufen eigentlich stets mit dem Bewusstsein ihrer "Abschussbilanz" durch die Gegend. Klingt brutal, ist aber so. In diesem Thread gibt es mehrere Beiträge von Männern, die zeigen, dass ihnen Freundschaften im Grunde herzlich egal sind bzw. in ihrer Wertigkeit weit hinter Beziehung/Affäre liegen. Ist ja auch kein Wunder, eine Freundschaft gibt einem weder sexuelle Befriedigung - oft sogar das Gegenteil - noch "echte" Selbstbestätigung. Für jemanden mit einem echten Problem, eine Partnerin zu finden, wirken Freundschaftsangebote von Frauen eher herablassend.

Das "übliche Männergerede" geht mir übrigens auch gewaltig auf den Nerv. Mir ist es zu langweilig, oft zu primitiv, zu leicht durchschaubar. Ich mag und kann nicht angeben mit meiner Trinkfestigkeit, weil ich nicht trinkfest bin. In meiner Jugend hab ich mich beeindrucken lassen durch "echte Kerle", bis ich dann entdeckt habe, dass ich mit meiner Art und meinem Aussehen eigentlich sehr viel mehr Chancen habe bei Frauen, jedenfalls bei den wirklich interessanten und gebildeten. Ich habe, äußerlich, einen femininen Touch, bin so ein Typ irgendwo zwischen David Bowie und Steven Tyler, wie oft mir schon nachgesagt wurde, schwul zu sein, kann ich gar nicht mehr zählen. Früher hat mich das gestört und geärgert, heute kann ich nur noch darüber lachen. Das kommt oft von Typen, die ich im Grunde in der Luft zerreiße. Ich habe bereits auf dem Gymnasium ein Hochbegabtenstipendium zugesagt bekommen, alles prima "Voraussetzungen" für spätere Isoliertheit.

Einen Grund, frustriert zu sein, habe ich nicht. Ich habe sehr viel Selbstbestätigung erfahren in meinem Leben, intellektuell und durch Frauen. Beruflich und wirtschaftlich bin ich momentan auf dem Nullpunkt, ich bin aber auch sehr sicher, dass ich es da wieder herausschaffe. Es wäre nicht das erste mal in meinem Leben, dass ich nach einer "schlechten Phase" so eine Art von Senkrechtstart hinlege.

Ich mag mich, so, wie ich bin ...*lach*.

m 51
 
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  • #20
@FS

Das ist leider ganz normal.
Ich habe mich (m,47) in meinem Leben auch nur mit drei Frauen getroffen.
(Mit einer hat sich eine langjährige Freundschaft entwickelt).

Manche Vorschläge wie Schützenverein finde ich nicht optimal.
Zuerst einmal würdest Du Dich unwohl fühlen und zudem dürfte generell die
Erfolgschance in solchen Vereinen zwecks Partnersuche in dem Alter gegen 0 tendieren.

Eine Partygängerin, die Dich immer mitschleppt, wäre auch nichts für Dich.

Du bräuchtest eine Frau, die ebenfalls Einzelgänger ist bzw. eher die Zweisamkeit, als gesellige Abende im Bierzelt bevorzugt.
Das solltest Du bei einem etwaigen Profil in einer SB auch kundtun.
 
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  • #21
Zunächst ist es sicher falsch, hier von normal zu sprechen.

Sicher gibt es Menschen, die bewusst keine Beziehungen und Freunde haben wollen, solchen bin ich auch schon begegnet. Wenn ich deinen Beitrag lese, weiss ich nicht so Recht, ob du keine Freunde und Beziehungen haben willst oder ob du einfach keine findest.
Einerseits sagst du, dass du dich alleine fühlst, andererseits sagst, dass du lieber alleine bist. Da sehe ich einen gewissen Widerspruch. Damit will ich dich aber nicht kritisieren.

Schlussendlich finde ich einfach wichtig, dass du den Eindruck hast, dass du mit deinem Leben zufreiden bist, sei es ganz alleine, sei es mit Freunden, sei es in einer Partnerschaft. Deshalb wäre es total falsch, wenn du glaubst, dich an irgendwelchen sozialen Normen orientieren zu müssen.
 
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  • #22
Lieber FS,

abgesehen davon, dass "normal" für dich etwas ganz anderes als für deinen Nachbarn sein kann, lese ich, dass du unzufrieden/unglücklich bist und dir eigentlich Freundschaften und Kontakte, evtl. eine Partnerschaft wünschst. Folglich sich Kommentare, wie alleinsein ist auch gut, ja nicht wirklich hilfreich.

Philosophisch betrachtet ist der Mensch ein Gemeinschaftswesen und Isolation die härteste Strafe, die einen ereilen kann. Ohne, dass Menschen Lebensgemeinschaften bilden, mit anderen kooperieren, gemeinsam Dinge erledigen usw. gäbe es uns alle nicht.

Eigentlich schreibst du im Klartext, dass du dich alleine fühlst und nicht weißt, wie du da raus kommst. Durch deine berufliche Eingliederung hast Du ja zwangsweise Kontakte und soziale Kooperationen, die das Gefühl der kompletten Isolation ja nicht gänzlich aufkommen lassen, jedoch fallen die spätestens mit dem Ruhestand schlagartig weg und wenn du dir keine Netz gebaut hast, fällst du ins Leere. D.h. deine Einsicht, dass du eigentlich mit deiner privaten Lebenssituation unzufrienden bist, kannst du gut zum Motor für Änderungen nehmen. Da du ja intuitiv nicht so recht in Gang gekommen bist, rate ich eher zu einer Therapie - nicht eine, die klären will, ob du als Kind zu heiß gebadest wurdest oder in deinem vorletzten Leben Untaten begangen hast, die du jetzt büßen musst, sondern eher eine Verhaltensmodifizierende Therapie, in der du mit professioneller Hilfe einen Plan entwickelst, wie Du konstruktiv aus der Situation raus kommst. Das ist anstrengend aber sehr bereichernd und wärend du vorher ausgedachte Schritte umsetzt, trainierst du dein Verhalten um, dabei fällt es dir immer leichter erfolgreiches Kontaktverhalten zu zeigen.

Dir viel Erfolg

Alles Liebe

w
 
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  • #23
Hier der FS.

Vielen Dank für die vielen hilfreichen und fundierten Antworten. Ich denke, der Wunsch, überhaupt mal eine Partnerin zu finden ist aufgekommen, nachdem ich vor ein paar Jahren (so mit Mitte 40) so eine Art Bilanz gezogen hatte und feststellen musste, dass ich zwar materiell parat komme, weil ich eine guten Job habe und mir der auch Spaß macht, aber neben dem Job eigentlich nichts, kein Leben, keine Liebe, keine Familie, nichts. Und das hat mich schon ein wenig runtergezogen und ich hatte mir die Frage gestellt, ob das jetzt alles ist. Aber aufgrund meines allgemein eher mangelhaften Interesses an anderen Menschen und an Freizeitaktivitäten muss ich wohl die Konsequenz ziehen, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit alleine bleiben werde. Ich habe vor einiger Zeit eine Therapie begonnen, aber das sind wirklich sehr kleine Schritte, mit denen ich mich fortbewege. So habe ich mich jetzt erst dazu aufgerafft, Frauen im täglichen Leben (Supermarkt z.B.) einfach mal anzulächeln(sogar völlig unerwartet mit positivem Feedback und die sah nicht mal schlecht aus!). Das habe ich mein ganzes Leben noch nicht gemacht. Als Jugendlicher war mein Selbstwertgefühl auf null und ich habe immer gedacht, mich kann man nicht mögen und habe mich deswegen immer sehr zurückgezogen und natürlich nicht geflirtet, ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen. Verrückt eigentlich.

Offen gesagt habe ich nicht viel Hoffnung, dass sich bzgl. Partnerschaft in meinem Leben mal entscheidend etwas ändert, ich denke, dazu habe ich zu lange alleine gelebt, aber ich bin schon froh, dass ich neben der Arbeit mittlerweile überhaupt Lust habe zu anderen Aktivitäten (Schwimmen, Fitnessstudio u.ä., gerade im Fitnessstudio kommt man gerne mal gut ins Gespräch). Wie gesagt, bin eher pessimistisch gestimmt, bewerte mein momentanes Verhalten jedoch positiv. Mal gucken.
 
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  • #24
Hallo zusammen :)
Was heisst hier " .. das ist ganz sicher nicht normal" ?
Was ist eigentlich normal ? Norm (al) heisst zu tun,was die meisten einer Gesellschaft tun, nämlich die Masse, die dann lt. Statistik die sogenannte Norm bildet.
Wenn sich 50 Leute in der Bank an Schalter 1 anstellen obwohl an Schalter 2 eine reizende Mitarbeiterin auf Arbeit wartet, ist das aus meiner Sicht eher nicht normal :)
Das Problem ist doch vielmehr,das sich sogennate Freunde und Partner oft als Menschen entpuppen,die zweckorientiert jemanden suchen, der Ihnen in ihren persönlichen Wünschen,die sie offensichtlich allein nicht realisiert bekommen, noch vorn zu helfen ?!
Das sind dann aber weder Freundschaften noch Partnerschaften, sondern eher Zweckgemeinschaften,die solange gut gehen, wie sie ihren Zweck erfüllen ?!
Also, wenn es Leute gibt, die wie ich auch, sich entschliessen Single zu sein, sind diese ganz sicher unnormal, da sie nicht tun, was die Masse macht, aber man sollte das nicht mit psychisch krank, kaputt oder nicht lebensfähig beschreiben !
Es ist nun aber nicht jeder gut aussehend und erfolgreich (hat viel Geld und Ansehen),was nun ?
Und was ich hier auch gelesen habe : "in dem Alter sind die Gewohnheiten schon sehr eingefahren"
Also ganz im ernst ! Wenn ich mir einen Partner wünsche, dann weiss ich das das eine von mir gewünschte Veränderung ist und bestehe nicht darauf das die Kaffeetasse auch in Zukunft da steht, wo sie immer steht. Ich bin auch in dem Alter und hätte NULL Problem mich auf sehr vieles einzustellen,wenn ich das will und würde das sogar wünschen, weil ich ja will das sich was ändert !
Also lieber FS !
Wenn Du zufrieden bist und nicht traurig und niedergeschlagen, weil Du keine Partnerin hast, dann lass Dir von niemandem einreden, das mit Dir etwas nicht stimmt, denn asu meiner Sicht stimmt mit all denen etwas nicht, die lieber in einer Schein-Beziehung bleiben, die alle unglücklich macht.
Und sollte es so sein das Du dir ein anderes Leben wünschst, versuch Reisen zu unternehmen, mit Gruppen z.B. Thomas Cook bietet Single Reisen oder auf der AIDA oder auch Bus-Reisegruppen.
Was aber viel wichtiger ist : gib Deine introvertierte Haltung für Dich auf, denn Du hast ja Interesse an anderen, das sollten diese dann auch wissen und niemand wird dich töten, weil Du ihn ansprichst,aber mit allen Reaktionen lernst Du umzugehen, weil es eben viele verschiedene Reaktionen gemessen an den vielen verschiedenen Charaktären geben wird.
Wenn jemand nicht interessiert ist, quatsch den nächsten voll :)
 
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  • #25
Freunde oder zumindest Bekannte zu finden, ist weniger schwierig als man denkt.

Ich hatte nach der allgemeinen Hochzeitswelle um 30 herum selbst jahrelang kein soziales Umfeld mehr, bis ich auf Facebook einer Gruppe beigetreten bin, in der sich Alteingesessene um Zugezogene kümmern. Da bin ich jetzt voll integriert und gehe öfter weg als früher.

Als Mann keine Partnerin zu finden, entwickelt sich dagegen in Deutschland zunehmend zur Normalität. Wer sich nicht ohne Ende abrackert, alles richtig zu machen oder aber von Natur aus ein Frauentyp ist, wird hierzulande meist ohne Frau und Kinder bleiben.
 
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