• #31
Ich wäre sehr traurig, @neverever hier nicht mehr lesen zu können.
Jetzt trittst du auch noch auf meinen Gefühlen herum. Hättest ja wenigstens schreiben können, dass meine Rechtschreibung, gar nicht soooo Schlimm ist. Har, Har..... Nein Spaß beiseite. Ich frage mich auch hier, ob ich nur Elite bin, weil ich meine Muttersprache in Wort und Schrift Perfekt behersche. Oder hier sein darf. Mich stört auch das Wort Elite bei dieser Geschichte.
( Elite (urspr. vom lateinischen exlegere, „auslesen“) bezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten, ökonomische Eliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die Positionselite oder die Bildungselite. Der Elite gegenüber stehen die „Masse[1] oder der „Durchschnitt“ („Normalbürger“). )
Quelle: Wikipedia!
Also bin ich laut deren Aussage Elite. Und Du auch. Und all die anderen hier auch. Weil wir alle in der Lage sind, uns mit den Gedanken anderer Menschen auseinander zu setzen.
m45
 
N

nachdenkliche

  • #32
Ich bin einer von denen, die das immer wieder bei Profilen sagt. Es wäre für mich definitiv kein Ausschließungsgrund, würde ich suchen und würde mir das Profil sonst gefallen, dann würd ich ein oder zwei Fehler übersehen.
Warum ich es dennoch erwähne, ist: mich wundert einfach nur, warum sich viele nicht die Mühe machen. Wenn es mir um etwas so wichtiges geht, wie einen Partner fürs Leben zu finden, dann sollte man sich selbst gut darstellen wollen und können, sich ein paar Dinge überlegen, wie man am besten rüberkommt und seine Persönlichkeit zeigt, und als Tüpfelchen auf dem I auch noch die Rechtschreibung überprüfen.
Fehlt das, zeigt mir das Lieblosigkeit, und die sagt für mich in dem Zusammenhang eben sehr viel aus. Richtige Rechtschreibung zeigt für mich Höflichkeit und Respekt.
Genau so sehe ich das auch! Auch was @frei schreibt, ist meine Meinung. Dieses Thema hatten wir hier im Forum schon mal. Ich zeige meinem Gegenüber meine Wertschätzung, auch hier im Forum. Man sollte sich wenigstens bemühen. Denn das sieht man. Einen Menschen dafür aber bewerten, ist stillos und.....wenig intelligent.
 
F

Fiona72

  • #33
Als Erstes einmal danke für die ganzen Antworten.

Jedoch bin ich ein wenig skeptisch, ob dies in der Realität auch so ist. Sieht man vielleicht beim Profil ein Foto, was einen sehr zusagt, dann ist die Rechtschreibung eher sekundär. Wie wäre es denn, wenn Angelina Jolie und Brad Pitt hier wären? Da würde die Rechtschreibung wohl eher weniger stören. Die beiden Namen kann man auch gegen die Namen der Personen austauschen, falls einen die beiden nicht zusagen. Einfach wertfrei Traummann A und Traumfrau B.

Im RL ist es doch eher so gelagert.
Wer kann beim Dating im RL gleich die Rechtschreibung des Kandidaten überprüfen?
Sicherlich wäre es schon interessant, wenn man im Restaurant den Datingpartner erst einmal ein paar Zeilen schreiben lässt. Vielleicht hat dies auch schon jemand getan.:)
Dort gibt es dann wohl wichtigere Dinge als sich Gedanken über die Rechtschreibung zu machen.
 
  • #34
Ist mir grundsätzlich schon wichtig. Ich verzeihe den einen oder anderen Tippfehler und auch sogar grammatikalische Fehler.
Aber wenn jemand ohne Rücksicht auf Verluste sowohl die Zeichensetzung als auch die allgemein übliche Groß- und Kleinschreibung ignoriert turnt mich das ab, weil die Nachrichten dann schwer verständlich sind. Es nervt mich komplett, mich durch so etwas durchzuwühlen.
 
  • #35
Wie wäre es denn, wenn Angelina Jolie und Brad Pitt hier wären?
Wenn sie das wären, und dann z.b. ein abgrundtief schreckliches Englisch schreiben, dann wäre ich wirklich schockiert und würde mich fragen, warum Menschen mit einem solch großen Vermögen und offenbar auch Intelligenz um das geschafft zu haben, keinen Sprachtrainer engagieren um das auch noch zu lernen.
Dort gibt es dann wohl wichtigere Dinge als sich Gedanken über die Rechtschreibung zu machen.
Sehr viel wichtigeres. Für einen gebildeten, vielseitig interessierten, weltoffenen Menschen - also jemand, der für mich attraktiv wirken würde - ist es aber sowieso selbstverständlich, also - no problem!
 
  • #36
Jedoch bin ich ein wenig skeptisch, ob dies in der Realität auch so ist. Sieht man vielleicht beim Profil ein Foto, was einen sehr zusagt, dann ist die Rechtschreibung eher sekundär.
Beim realen Kennenlernen ist die Rechtschreibung natürlich sekundär. Aber doch nicht, weil das Gegenüber so toll aussieht?
Hab ich noch nie verstanden, wieso man den Verstand ausschalten sollte, nur weil das Gegenüber gut aussieht.

Für mich wäre die Rechtschreibung in dem Moment sekundär, weil der Mann charmant, eloquent, humorvoll, geistig beweglich herüberkommt. Wenn er das alles ist, ist meist auch die schriftliche Ausdrucksweise kein Problem. Ansonsten wäre ich wohl etwas verblüfft, aber würde ihm vermutlich dann nicht deswegen absagen.

In einem Profil würde ich Sorgfalt erwarten (ebenso wie in einem Bewerbungsschreiben). Im Forum zucke ich zwar auch manchmal, aber da finde ich es nicht so schlimm. Zumal mir hier auch selbst immer wieder Vertipper passieren, weil zu schnell geschrieben und nicht oder nicht gründlich genug Korrektur gelesen. Da muss ich mich also an die eigene Nase fassen.

Und dann gibt es Menschen, bei denen schlägt Inhalt die äußere Form so sehr, dass es mir egal ist, wie hoch die Fehlerquote ist - ebenso sind mir auch bei den weitgehend fehlerfrei schreibenden Menschen nicht alle nur deswegen sympathisch, weil sie fehlerfrei schreiben.
 
  • #37
Ich gebe unserer nachdenklicher völlig Recht!
Es ist schon unangenehm, wenn Menschen hier ohne akademischen Status, sich damit outen müssen, nicht zur Elite zu gehören! !!
Wer bitte legt die Kriterien fest?
Wenn ich hier einen guten, gefühlvollen Text lese, kommt bei mir sehr viel menschliche Elite an und kleine Rechtschreibefehler überlese ich großzügig.
Wer aber seinen Elitestatus durch, ich bin besser, schöner und reicher permanent unterstreicht und nur herablassende Worte findet, stößt mir wesentlich unangenehmer auf.
Somit empfinde ich die Wortwahl und den Stil wesentlich wichtiger als Tippfehler.
Und fehlerfreie negative bis teilweise verbale Gewalt, wird durch korrekte Orthographie nicht angenehmer
 
  • #38
Manchen ist eine korrekte Rechtschreibung (sehr) wichtig, anderen überhaupt nicht! Das ist eins von vielen Dingen, die idealerweise zusammen passen sollten. Zu bedenken ist, dass es wohl hochintelligente Legastheniker gibt. Umgekehrt aber sicher keine strunzdummen Leute, die eine sehr gute Rechtschreibung und Ausdrucksfähigkeit drauf haben. Das ist bei jedem anders. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich mir da zumindest immer Mühe gebe und ich finde das auch bei anderen schön/ angenehm. Fehlerfreie Texte erwartet wohl keiner.
 
  • #39
Obwohl ich selbst ein Fach studiere, das mit Sprache zu tun hat, ist mir eine korrekte Rechtschreibung nicht besonders wichtig, solange man noch den Sinn des Geschriebenen problemlos erfassen kann. Manchmal finde ich kleine Fehlerchen sogar ganz süß.

Selbstgerechte, pseudo-gebildete Rechtschreib-Nazis gehen mir auf den S...! Wer sich wirklich mit Sprache auseinandergesetzt hat, wird gerade NICHT mit preußisch-pedantischer Attitüde auf der Einhaltung willkürlich festgesetzter Normen beharren. Der wird sich auch nicht hysterisch über "Dativ-Sterben" und angeblichen Sprachverfall empören, sondern mit interessierter Gelassenheit den unvermeidlichen Sprachwandel beobachten.

Hyperkorrektes Beharren auf sprachlichen Normen ist ein Symptom von 1. fehlender echter Auseinandersetzung mit Sprache und 2. selbstgerechtem Stolz auf kritiklos übernommenes Schulwissen. Ersteres ist verzeihlich, zweiteres aber absolut unsympathisch.
 
  • #40
Kommt drauf an, ob es Tippfehler sind oder wirkliche Rechtschreibfehler.
Ich finde Menschen, die Rechtschreibfehler machen irgendwie unattraktiv - so gesehen ist es mir wichtig. Hier vertippe ich mich auch oft, habe aber keine Lust auf lange Korrekturen...
Andere Dinge sind mir zwar wichtiger - Rechtschreibung gehört aber auf alle Fälle zu den wichtigen Dingen. Es ist nunmal nicht wie im wirklichen Leben:
Online ist mir der Status wichtig, das Photo, die Größe und der Beruf, gefolgt von Charme, Witz und Rechtschreibung...
Im echten Leben spielt das alles keine Rolle...
Im Whats-app-Chat ist das nicht ganz so schlimm, da vertippe ich mich auch oder die Worterkennung macht Wörter, die ich so gar nicht getippt habe...
Neulich hat mir ein Mann geschrieben:
"Was hälst Du von einem Treffen?" .... da war gleich alles aus! ;-)
 
  • #41
Ich finde die korrekte Rechtschreibung incl. Nutzung der Satzzeichen ist schon enorm wichtig. Das zeigt den Background der Leute, ohne dass man sie kennt. Das zeigt auch, ob jm. Wert auf Ordnung legt oder nicht. Nicht zuletzt zeigt es Respekt dem Adressaten (oder heisst es Adressenten?) gegenüber.
Sogar ich, den nie eine deutsche Schule besucht hat kann das, dann kann ich das wohl auch von den Eingenborenen erwarten. Oder?
 
N

nachdenkliche

  • #42
Jetzt trittst du auch noch auf meinen Gefühlen herum. Hättest ja wenigstens schreiben können, dass meine Rechtschreibung, gar nicht soooo Schlimm ist. Har, Har..... Nein Spaß beiseite. Ich frage mich auch hier, ob ich nur Elite bin, weil ich meine Muttersprache in Wort und Schrift Perfekt behersche. Oder hier sein darf. Mich stört auch das Wort Elite bei dieser Geschichte.
( Elite (urspr. vom lateinischen exlegere, „auslesen“) bezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten, ökonomische Eliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die Positionselite oder die Bildungselite. Der Elite gegenüber stehen die „Masse[1] oder der „Durchschnitt“ („Normalbürger“). )
Quelle: Wikipedia!
Also bin ich laut deren Aussage Elite. Und Du auch. Und all die anderen hier auch. Weil wir alle in der Lage sind, uns mit den Gedanken anderer Menschen auseinander zu setzen.
m45
Lieber @neverever , Du weißt, wie ich das gemeint habe!!!! :) Ich bewerte und beurteile Menschen niemals nach Schulabschluss, Rechtschreibung und akademischen Grad, mir kommt es auf die, sorry kitschiges Wort, Herzensbildung an! Du hast sie, basta! Lass mich jetzt nicht mit einem Knoten im Magen ins neue Jahr gehen. Und jetzt entspannen und feiern! :)
 
  • #43
Bei mir ist es unterschiedlich manche Fehler stechen mir ins Auge und diese empfinde ich auch als störend, einige über lese ich einfach oder es stört mich einfach nicht. Wobei ich sagen muss, das ich selber ein Problem mit der Rechtschreibung habe. Verwechsele unter anderem Buchstaben z. B. b und p, bei mir wurde auch eine Rechtschreibschwäche bestätigt. Ich denke das auch jeder für bestimmte Dinge ein gutes Verständnis hat und für andere Dinge eben weniger. Genauso gibt es Menschen die mit Mathematik absolut nicht klar kommen und nicht mal einen einfachen Dreisatz rechnen können, egal wie oft sie es versuchen.
Einige hier schreiben das fehlerhafte Rechtschreibung etwas mit mangelnder Intelligenz zu tun hat.

Für mich ist Rechtschreibung ein Anzeichen für die Kinderstube und den Bildungsgrad, aber auch für die Intelligenz.
Also ich bin nicht der Meinung das es mir an Intelligenz mangelt, weil ich ohne Hilfe keine perfekte Rechtschreibung beherrsche.
;)
Für mich ist es wichtig wie man damit umgeht. Ich benutze eine Online Rechtschreibprüfung oder lasse Texte bei denen ich mir unsicher bin Korrektur lesen.
 
  • #44
Also ich finde als Journalistin dies nicht so tragisch wie manche andere hier. Ich lese auch beruflich oft Mitteilungen, die nur kleingeschrieben sind. Da ist der Inhalt wichtiger als die Groß- und Kleinschreibung. Eventuell ist dies auch ein Unterschied, ob diejenigen beruflich nur Deutsch schreiben oder auch wie ich viel auf Englisch. Wenn dies der Fall ist, dann hat man sich auch angepasst. Das ist wahrscheinlich das Hauptproblem. Diejenigen, die immer eine korrekte Groß- und Kleinschreibung verlangen, können sich in meinen Augen nicht anpassen oder wollen sogar noch die Anderen belehren. Ich gehöre halt noch zu den Journalisten, die "nur" informieren und nicht belehren wollen.

So ganz einig ist sich ja hier die Moderatoren auch nicht, wenn ich in einen anderen Thread dies lese.
warum das so ist nicht wirklich wichtig finde ich. wichtiger ist doch die frage, ob die person wirklich zu dir passen würde. denn wenn jemand nicht warten kann ist das für eine beziehnung einfach hinderlich. jedenfalls denke ich das. genau wie unhöffliches verhalten, beleidigungen usw. nein ein mensch der nicht auf dich wartet und gleich die nächste ansteuert solltest du gehen lassen und froh darüber sein. wie du dir denken kannst habe ich schon solche erfahrung hier gemacht und es als gute lehre gesehen. sollte die person, welche man anschreibt sich nicht einer woche melden kann mann/frau darüber nachdenken ihn/sie wegzudrücken, aber nicht alle die so schnell den knopf finden sind gehetzt von was auch immer. ich wünsche dir viel erfolg.
Und dann gibt es auch viele Posts, wo ein anderer Moderator die Orthografie verbessert hat. Als User erkennt man hier schon den Unterschied der einzelnen Moderatoren. Wäre es anders, dann hätte man ja auch den von mir oben angesprochenen Text bearbeitet oder geändert.
 
  • #46
Es ist schon interessant wie hier viele die Rechtschreibung mit der Bildung gleichsetzen. Wahrscheinlich auch so ein Gedankengang aus der vergangenen Zeit. Vor 30 Jahren war dies eventuell noch so, aber heute kann man daraus gar nichts ableiten.

Es existieren ja heutzutage so tolle Programme, wo man noch nicht einmal selber schreiben muss. Dies macht dann der Computer für einen, mit Hilfe des Sprachprogramms. Wer sagt mir also am Ende, ob die betreffende Person wirklich dies alles selber geschrieben hat oder doch nur der Computer dies für ihn erledigt hat. Das "Word" ist dafür nicht so geeignet, da es ja noch nicht einmal die Interpunktion überprüft. Bei "Word" muss man schon dankbar sein, dass es den Unterschied zw. Dativ und Akkusativ erkennt.:)

Vor 100 Jahren konnte man noch sagen, dass ein gebildeter Mensch die lateinische Sprache beherrscht, gleichwohl trifft dies aber heute nicht mehr zu. Eventuell bräuchte man wieder einen Bereich wie früher, der einen aufzeigt, dass es sich um einen gebildeten Menschen handelt.

Vielleicht ist dies hier auch ein Indiz, dass viele Menschen schon in ihren Leben enttäuscht wurden. Heutzutage weiß man nun einmal nicht, was so hinter der Fassade steckt und ob alles wirklich so ist, wies es den Anschein macht.

Schlussendlich ist es mir eigentlich egal, ob jemand nur KLEIN schreibt oder die perfekte Groß- und Kleinschreibung benutzt. Ich habe in meinen Leben schon oft interessanter Kommentare in Kleinschrift gelesen als die anderen, die "brav" ihre Groß- und Kleinschreibung zur Schau stellen.Trotz der perfekten Orthografie war leider dann keinerlei Tiefgang der Gedanken zu erkennen.
 
  • #47
Hallo FS,

Rechtschreibung und Orthografie ist vor allen Dingen für mich selber wichtig. Ich liebe das geschriebene Wort und dessen Mächtigkeit. Es macht mir einfach Spass und bereitet mir Freude sich, auch, schriftlich auszudrücken. Zum Beispiel achte ich immer auf die Groß- und Kleinschreibung. Wenn ich das nicht tue, bekomme ich von mir sehr lieben Menschen schon mal besorgte oder achtsame Rückmeldungen.

Bei anderen kommt es mir immer auf den Kontext an. Ich kann da schon recht großzügig sein, wenn ich nicht das Gefühl habe damit acht- und respektlos behandelt sowie gar verletzt zu werden.

Viel wichtiger sind mir empathische und menschliche Wesenszüge. Zum Beispiel stört mich in diesem Forum massiv dieses von sich in der Wir-oder-Verallgemeinerungsform berichten und behaupten. Ich finde das grundlegende Problem sind nicht DIE anderen sondern die eigene Erwartungshaltung und damit äquivalent umzugehen. Ich muss nicht alles verstehen und schon gar nicht gut geheißen, aber solange ich mit meinem Verhalten keinen bewusst verletzte oder schädige bleibt es dabei: Es muss halt passen. Meine Freiheit hört da auf wo die des anderen beginnt. Wo es nicht passt verlasse ich diesen Ort und Zeit körperlich, geistig und mental.

Ich wünschte mir mehr (Lebens)Gelassenheit, was mir zugegebenermaßen nicht oft genug gelingt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #48
Ich habe nicht die beste Rechtschreibung, mache grammatikalische Fehler und stehe mit der Kommasetzung auf Kriegsfuss. ss oder ß bei Fluss, Kuss oder Fuss wird mir immer ein Rätsel bleiben und ich finde es auch nicht wichtig. Ich schreibe fast ausschliesslich ss. Bei dass und daß ist es ähnlich, allerdings kann ich das von dass unterscheiden. Groß- (Achtung ich habe ein ß genutzt) und Kleinschreibung wird bei mir auch schon mal zum Problem. Ich lese und schreibe viel auf englisch, da gibt es diesen Blödsinn mit ss und ß nicht, auch sind die Regeln zur Groß- und Kleinschreibung einfacher. Dieser Sachverhalt fördert meine Einstellung zur korrekten deutschen Rechtschreibung nicht gerade.
Trotzdem geschieht es nur selten, dass andere Menschen mich auf Rechtschreibfehler aufmerksam machen.
Was mir aufgefallen ist, Menschen die meinen mich auf meine mangelhaften Rechtschreibkenntnisse ansprechen zu müssen sind meist Ordnungspedanten. Solche Menschen passen nicht zu mir. Besonders dann wenn es in einem oberlehrerhaften Ton vorgebracht wird. Auch wird die bessere Kenntnis der Rechtschreibung gerne mal als Machtmittel eingesetzt. Gerade Frauen fühlen sich dann als etwas Besseres, dabei geht es doch nur um das auswendig lernen von Regeln und das ist für mich keine besondere Intelligenzleistung, sondern nur die Fähigkeit etwas Gelerntes immer wieder anzuwenden.
Selbstverständlich ist es auch keine persönliche Leistung aus einem guten Elternhaus zu kommen, in dem die Eltern korrektes deutsch sprechen und schreiben. Es ist hingegegen eine wirkliche Leistung einigermassen richtig zu schreiben, wenn der background nicht die Bildungselite ist.
Eine alte Freundin von mir stammt aus einen Elternhaus in dem ein fürchterliches deutsch gesprochen wurde, auch hat weder ihre Mutter noch ihr Vater ihr beim Schreiben geholfen. Trotzdem hat sie so etwas wie eine Karriere (SAP-Consult) gemacht, wurde aber immer mal wieder von anderen, meist Frauen ob ihrer fehlerhaften Rechtschreibung gerügt. Naja, wenn man sonst nichts drauf hat, muss man halt zeigen wie toll man ist indem man korrekt schreibt.
PS: Ich habe keine absichtlichen Fehler in diesem Text eingebaut, wer mehr als drei Fehler findet hat gewonnen und kann sich als etwas Besseres fühlen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #49
Naja, wenn man sonst nichts drauf hat, muss man halt zeigen wie toll man ist indem man korrekt schreibt.
Schon wieder fehlgeleitet. Korrekte Rechtschreibung in sich und allein betrachtet ohne Kontext zu anderen Verhaltensweisen, ist leer und bedeutungslos. Das ist genauso, wie ein gutaussehender, kultivierter, vielseitig interessierte Mann, der höflich und zuvorkommend ist, und dann ißt wie ein Schwein. Da kann man dann auch ewig herumdiskutieren, ob das schlimm ist oder nicht.
Sinnlos, warum? Weil Menschen Gesamtpakete sind, und meistens nicht mit einer einzigen Eigenschaft aus dem normalen Muster herausfallen.
D.h. ein kultivierter Mann wird auf die Rechtschreibung und die Essensmanieren achten.
Der, der es nicht tut, wird auch in anderen Lebensbereichen sich selbst und vielleicht auch anderen nachsichtig gegenüber sein. Weil er es nicht anders kann, und nicht anders kennt.
Man kann also ein Verhalten nicht einfach so herauslösen, das ist sinnlos.
 
A

Ares

  • #50
Für mich ist Sprache wichtig. Sprache hat etwas mit Bildung zu tun, jedenfalls grundsätzlich, und auch mit Wertschätzung.

Wenn eine Frau sich nicht klar und verständlich ausdrücken kann, Groß- und Kleinschreibung nicht beherrscht, Kommata mit dem Lineal setzt oder eben am laufenden Band Rechtschreibfehler macht, ist sie für mich keine passende Partnerin.
Wer einen Text nicht gliedern kann, denkt auch unstrukturiert. Wenn sich eine Frau nicht mal in einem Profil, das letztenendes eine "Werbung" in eigener Sache ist, Mühe gibt, warum soll ich dann ihr sicher genauso belangloses "Geschwafel" jeden Tag ertragen wollen?

Hier im Forum lese ich genauso einen gut geschriebenen Text lieber und bei einer Reihe von Fragen quillt das Chaos im Leben schon im Ausdruck hervor. Da wundert mich dann nicht mehr, was nachgefragt wird.
Sicher hat jeder von uns mal irgendwo einen Buchstabendreher oder macht einzelne Fehler, aber wenn der Text unleserlich wird, habe ich weder Spaß beim Lesen noch Lust, zu antworten.
 
A

Ares

  • #51
Wer kann beim Dating im RL gleich die Rechtschreibung des Kandidaten überprüfen?
Im RL unterhalte ich mich zwei Stunden beim Dating. Ich merke, was die Frau so macht, welche Interessen und Hobbies sie hat und wie sie davon erzählt, aber auch, welche Wortwahl und ob sie einfach so drauflos schwatzt. Ich höre ihre Stimme, sehe ihre Art, sich zu bewegen. Ich merke, wie schnell sie auf Bemerkungen meinerseits reagieren kann und wie sie reagiert.
Alle diese Indikatoren fehlen mir, wenn ich nur ein Profil vor mir habe. Ich kenne auch einen promovierten, intelligenten Legastheniker, aber der ist eher die Ausnahme. Im Regelfall können sich gebildete, intelligente Menschen auch sprachlich gewandter ausdrücken.

Hier wird immer wieder mal auf der "Überbewertung" einzelner Kriterien herumgeritten. In SB habe ich einen stark eingeschränkten Eindruck, der eben mehr auf "Fakten" beruht. Auf der anderen Seite habe ich eine sehr große Anzahl an theoretisch passenden Partnerinnen. Nach irgendwelchen Kriterien sortiert dann jeder. Was im RL das sympathische Lachen ist, ist eben hier der gut zu lesende Text.
 
  • #52
Wenige "Tipper" liegen drin (wirklich wenige). Meine Partner kommt aus einem anderen Land und beherrscht die deutsche Rechtschreibung zu 80 Prozent, was total ok ist. In meiner Singlezeit waren bei Datingmails ein paar Tipper immer ok. Wenn es nach Nachlässigkeit aussah, hatte ich ein Problem.

Meine beste Freundin ist in einer sehr hohen Position in einem DAX 30 Unternehmen. Sie leidet an Legasthenie. Macht nix, weil sie ihre schriftliche Kommunikation immer gegenlesen lässt.

Wirklich schlimm finde ich, wenn der Name falsch geschrieben ist. Das finde ich sehr nachlässig und unsorgfältig.

Ich lebe in der Schweiz. In 90 Prozent der Mails aus Deutschland ist mein Nachname falsch geschrieben. In der Schweiz wird mein Name "nie" falsch geschrieben, obwohl es ein typisch deutscher Name ist. Ich frage mich seit Jahren, warum die Deutschen diesbezüglich so nachlässig sind.
 
  • #53
Flüchtigkeitsfehler bzw. offenkundige Tippfehler sind in Ordnung. Aber was gar nicht geht (für mich) sind: Keinerlei Interpunktion, eine "dass/das"-Schwäche und vor allem die grammatischen Fälle, insb. die Verwendung des Nominativs beim unbestimmten Artikel (Maskulinum), wenn da ein verdammter Akkusativ hingehört. Und natürlich der beliebte Dativ, der dem Genitiv sein Tod ist. Machen ohne Witz nach meiner Einschätzung bestimmt 80% der Menschen im Internet falsch. Da lege ich viel Wert drauf, da mir Bildung sehr wichtig ist und ich generell Genauigkeit zu schätzen weiß.
 
  • #54
Diejenigen, die so viel Wert auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung im Internet, Foren, usw. geben, scheinen auch nicht viel Ahnung von den gängigen Regeln des Netzes im Internet zu haben. Bei den Foren geht es ja nur um schnelle Informationen und nicht um korrekte Schreibweise nach Duden.

Vielleicht liegt s auch daran das diejenigen, die so viel Wert darauf legen, sonst nicht viel Erfahrung mit den gängigen Regeln des Netzes zu haben. Außer hier wird sonst nirgendwo so viel auf die Groß- und Kleinschreibung geachtet. Ich schreibe regelmäßig in der SZ, FAZ und Die Welt und dies alles nur in Kleinschrift. Auch auf der Arbeit schreiben meine Kollegen und ich alle Mails, die im Hause bleiben nur klein. Über fehlende Bildung hat sich hier noch niemand geäußert.

Eventuell liegt es auch daran, wo das I-Net herkommt und das im englischen es bis auf paar Ausnahmen keine Großschreibung gibt. Dort sind auch diese bekannten Kürzel BTW, HAND, ASAP, AFAICS, usw. Standard, aber hier würde es gleich einen Hinweis von der Moderation erfolgen und demzufolge passe ich mich an. Vielleicht sollten diejenigen, die so viel Wert auf die Schreibweise legen auch sich den Regeln des I-Nets anpassen.
 
  • #56
Naja, wenn es eine Regel im Internet ist alles klein zu schreiben, dann lass ich das lieber sein.

Ist ja furchtbar wie faul die Leute geworden sind. Das sieht doch saublöd aus wenn alles klein geschrieben ist. Keiner macht sich mehr die Arbeit ordentlich und korrekt zu schreiben. Das geht so weit, dass man manche Kommentare vor Fehlern gar nicht mehr lesen kann ohne dass es einem schlecht wird. Wofür denn dann eigentlich noch Deutschunterricht oder Diktate? Kann man ja dann alles sein lassen.

Wir sind hier halt nicht in England oder USA sondern immer noch in Deutschland.

Wenn mir ein Mann eine Mail schreiben würde mit Fehlern und nur Kleinbuchstaben - den würde ich sofort und unverzüglich aussortieren.
 
  • #57
Mir fällt es leicht, einigermaßen korrekt zu schreiben. Ich empfinde es als eine Selbstverständlichkeit. Auch lese ich lieber Texte, die nicht vor Fehlern strotzen, als solche bei denen dies der Fall ist. Wenn in Texten alles groß oder alles klein geschrieben ist, finde ich diese Texte schwierig und nervig zu lesen. Die angesprochenen Chat-Akronyme gehören für mich in Chats, nicht in Foren.
 
  • #58
Hallo Jutta,

ich glaube dir natürlich, dass in deiner Firma alle internen Emails ohne korrekte Orthographie auskommen, aber ich denke, das dürfte dann eben eine Besonderheit deiner Firma sein.
In Firmen, in denen nur Englisch gesprochen wird, legt man sicher keinen Wert auf korrekte Groß/Klein-Schreibung ( dein Beispiel ), eben weil die Mails auf Englisch geschrieben werden ;-)

Ich arbeite mit vielen verschiedenen Firmen zusammen und es ist immer im technischen Bereich, da könnte man sich neben Wirtschaft so etwas am ehesten vorstellen, aber ich darf dir sagen, dass jeder Schriftverkehr, auch die Emails mehr oder weniger korrekt sind, je nach Vermögen des Verfassers.
Diese Abkürzungen, die du aufzählst, sind mir teils unbekannt, denn nach meiner Erfahrung ist das nicht üblich, geradezu verpönt.

Ich habe einen facebookaccount und dort sind in meiner 'Freundes'-Liste viele junge Leute, z.T. aus meinem Fitnessstudio, ein paar sind Kollegen und vor allem sind es Freunde meiner Tochter. Und auch die jungen Leute schreiben alle mehr oder weniger korrekt, je nach Vermögen. Diese Abkürzungen wie LOL oder HDGDL verwenden ausschließlich die bildungsfernen jungen Leute. Bei keinem der Kommilitonen meiner Tochter habe ich je so etwas gelesen.

Ich empfehle, nochmal zu überprüfen, was die 'gängigen Regeln des Netzes im Internet' ( Dopplung ? ) sind. Erneut, ich glaube dir natürlich, dass es in deiner Firma diesen besonderen Umgang, den du beschreibst, gibt, aber ich würde das lieber nicht verallgemeinern und erst recht nicht daraus ableiten, dass alle anderen, die dies nicht so wahrnehmen, keine Ahnung haben.

w 49
 
  • #59
Diese Abkürzungen, die du aufzählst, sind mir teils unbekannt, denn nach meiner Erfahrung ist das nicht üblich, geradezu verpönt.
Also ich habe auch in einen US-Konzern in Deutschland gearbeitet und da war es genauso. Zwar hatten dort auch die eine oder andere Person agiert, dass wir in Deutschland sind und nicht in den Staaten, aber kurz oder lang wurde dies den Mitarbeiter auch zum Verhängnis. Mir würden jetzt noch wesentlich mehr Kürzel einfachen, aber vielleicht bin ich ja nur zu US-geschädigt.:)

Eventuell ist auch das Hauptproblem beim Internet, dass früher nur die sogenannten Nerds in Foren herumgammelten und seit ein paar Jahren ist es nun gesellschaftsfähig und jetzt sollen sich die Nerds an den neuen User anpassen. Das sich die neuen User anpassen ist wohl wieder ein Unding.
In der Vergangenheit waren oft die Informationen in Kleinschrift informativer für mich als manche mit korrekter Schreibweise. Vielleicht sehe ich dies nicht so verbissen wie mancher Anderer hier. Wie sich dies so gewandelt hat, sieht man ja auch hier im Forum. Bei Fragen von 2009 oder 2010 wurden auch Fragen mit Kleinschrift gestellt und heute ist dies nicht mehr Elite.
Waren diejenigen von 2009 oder 2010 keine Elite?:)

P.S. Mein Lieblingskürzel wäre jetzt aamof (as a matter of fact)
 
  • #60
Mal abgesehen davon, dass Jede/r sich mal vertippt, habe ich es bemängelt, dass sich jemand als intellektuell, gebildet und kultiviert ausgibt und dann stilistisch schreibt wie ein Bauarbeiter . Das passt nicht!
Für mich waren das eindeutige Alarmzeichen. Und das zu Recht, wie sich dann schnell erwies.
Gründe:
-keine Lust, sich zu bemühen
-heimlich und hastig irgendwo ins Smartphone getippselt, da liiert/verheiratet
-nie ein Gymnasium oder eine Universität von innen gesehen, obwohl angeblich Akademiker
-psychisch / physisch schwerstens angeschlagen und daher nicht konzentrationsfähig (Depression, Schlaganfall).

Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, aber viel mit plumpen Täuschungsmanövern.
 
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