• #1

Ist der Mutterschutz in Deutschland ausreichend?

Die Tatsache, dass manche Menschen schwanger werden können und andere nicht, bedeutet, dass Frauen und Männer einen unterschiedlichen Zugang zu diesem Thema haben. Der einzige Mensch, der bei der Geburt eines Kindes mit hundertprozentiger Sicherheit anwesend ist – ohne dass es dafür irgend einer sozialen Regelung bedarf – ist die Mutter. Die Anwesenheit jedes anderen Menschens (Arzt/Ärztin, Hebamme, Verwandte, Ehemann, Freund, etc.) ist nicht zwingend.

Finden Sie, dass der Tatsache der Verantwortlichkeit der Frauen im Rahmen der gesetzlichen Regelung/seitens der Politik bereits zu Genüge Folge berücksichtigt wird (in puncto Mutterschutz etc.) oder gibt es noch Nachholbedarf? Wie steht Deutschland hier im internationalen Vergleich Ihrer Meinung nach da?
 
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Gast

  • #2
Vor wem, oder was, müsste eine Mutter in Deutschland geschützt werden? Mir fällt da nichts ein.

Mutterschutz ist für mich ein Synonym für Geld und geldwerten Vorteil. Mutterschutz ist demnach die Summe aller Vorteile, die die Gesellschaft einer Mutter zukommen läst. Also eine Art Vergütung für das Austragen der nächsten Generation.

Die meisten Klagen betreffen, meiner Ansicht nach, nicht das Geld, sonder die subjektiv empfundende fehlende Anerkennung für die Leistung "Mutter". So wie das Mädchen immer gelobt werden will, und die Frau Komplimente liebt, so erwartet die Mutter, dass ihrer puren Existenz entsprechend gehuldigt wird.

Würde jeder Mensch in Deutschland der eine Mutter sieht, diese mit Hochachtung und voll Anerkennung grüßen, nur weil sie Mutter ist, keine Frau würde nach mehr Mutterschutz rufen.

m
 
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Gast

  • #3
Solange als man als Mann nur durch eine Unterschrift zum Vater werden, ist eine Diskussion wohl überflüssig.
Es wird vielfach angenommen, dass eine Mutter absolut verantwortlich handelt.
Mitnichten ist es so, z.B. weiß nur die Mutter genau, wer der Vater ihres Kindes ist.
Sie bestimmt, wer als Vater das Kind anerkennen darf. Sie bestimmt, darf ein Vater bei der Geburt dabei sein, oder nicht.
Nur in ganz, ganz wenigen Ausnahmefällen kann eine Mutter zu irgendetwas gezungen werden.
Der Mutterschutz ist in Deutschland aber mehr als ausreichend.
Ich bin der Meinung, schon bei der Geburt sollten DNA Abstammungstest per Gesetz verpflichtend sein. Es wird in diesem Zusammenhang vielfach über Kindesrecht gesprochen. Aber einen gesetzlichen Anspruch des Kindes auf die leibliche Abstammung, sieht das BGB nicht vor.
Ich Verweise in diesem Zusammenhang mal auf den weiter unten aufgeführten Thread "intakte Familie".
Eine Mutter kann machen was sie möchte, nur in ganz, ganz seltenen Fällen wird sie zur Verantwortung gezogen.
Das ist die Realität!
 
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Gast

  • #4
Wow, #2 scheint ganz schlimm verletzt worden zu sein. Das tut mir leid für Dich aber deshalb null Vertrauen in Mitmenschen und Frauen zu haben, ist schon traurig. Dann lieber gar keine Beziehung eingehen und Kinder bekommen, wenn man doch generell einen Vaterschaftstest fordert, selbst in einer festen Beziehung. Trotz des geltenden Mutterschutzes, werden Mütter am Arbeitsplatz vom Arbeitgeber immer noch diskriminiert und können selten wieder an den alten Posten zurück, so wie sie ihn verlassen haben, selbst nach nur einem Jahr Pause. Da muss sich schon noch was tun und das nicht nur für Mütter sondern auch für Väter, die eine Erziehungspause machen. w34
 
  • #5
Ich bin etwas perplex über Gast 1 und 2.

Ich als Frau finde, der Mutterschutz ist ein Zweischneidiges -Schwert für jeder Frau, ob sie nun je Kinder haben will oder nicht. Im Beruf, bei Bewerbungen und bei der Kariere werden Frauen im gebärfähigem Alter und ganz besonders in einem bestimmtem Alter, von Arbeitgebern oft wie Aussätzige behandelt. Ich habe auch ein Verständnis für den Arbeitgeber aber immer als eine potenzielle Gefahr angesehen zu werden, ist etwas ansträngend. Diesen Druck oder diesen Nachteil, dem Frauen ausgesetzt sind, will kaum ein Mann im Beruf tolerieren. Mir persönlich wäre ein geringerer Mutterschutz lieber. Es wird bei kaum einem anderem sozialen Belange so sehr der Arbeitgeber in die Verantwortung gezogen, wie es bei dem Mutterschutz der Fall ist.

Zu gast 3, ammm... als der alte Posten der Mutter der lag nicht brach, die Arbeit musste weiter gemacht werden, selbst in dem einem Jahr hat sich sehr viel verändert und die Frau hat sich auch verändert. Vielleicht hat eine Person die Stelle bekommen, die die Position besser bekleidet. Das Recht der Mutter oder des Vater, wie in deinem Beispiel, sollte nicht über allem anderem stehen. Die gesetzliche Regelung zum den Schutz der Familie sollte nicht über den Arbeitgeber abgewickelt werden, denn genau das Vorgehen schmälert den beruflichen Aufstieg von Frauen.

Frauen sollten nicht als Risiko angesehen werden, nur weil sie Kinder bekommen können und das sollte auch im Mutterschutz bedacht werden.
 
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Gast

  • #6
Dann lieber gar keine Beziehung eingehen und Kinder bekommen, wenn man doch generell einen Vaterschaftstest fordert, selbst in einer festen Beziehung.
Den fordere ich auch, nicht aus Misstrauen, sondern aus emanzipatorischen Gründen. Nur so kann die Vaterschaft rechtlich auf eine der Mutterschaft vergleichbare Ebene gebracht werden (leiblicher Vater = rechtlicher Vater) und eine gleichwertige Teilhabe am Familienleben garantiert werden. Bislang ist die Vaterschaft immer noch eine aus der Mutterschaft abgeleitete Konstruktion. Aber mit einer negativen Einstellung Frauen gegenüber hat das nichts zu tun.

Ich finde, dass der Mutterschutz in Deutschland seitens der Politik vollkommen ausreichend geregelt ist. Wenn es Arbeitgeber gibt, die Müttern Nachteile aus der Geburt entstehen lassen, so ist dies zu bekämpfen, hat aber mit der Rechtslage wenig zu tun. Übrigens fände ich es viel dringender, die Position der Väter nach der Geburt zu stärken (in rechtlicher Hinsicht, siehe unverheiratete Väter und leibliche aber nicht rechtliche Väter, aber z.B. auch bei der Elternzeit). Leider wird ein Vater immer noch danach beurteilt, ob er die Familie auch (wenigstens potenziell) ernähren kann.
 
  • #7
Eine Information an alle Mitlesenden:

Unter Mutterschutz wird die Zeitspanne 6 Wochen vor der Geburt bis acht Wochen danach bezeichnet. Nicht mehr und nicht weniger.

Diese Zeit braucht eine Frau auch, um physisch wieder auf die Beine zu kommen. In den letzten sechs Wochen der Schwangerschaft schlappen viele Frauen wie gestrandete Walrösser durch die Gegend und plagen sich mit Wassereinlagerungen und Seitenstechen. Und nach der Geburt ist man noch Wochen danach erschöpft. Eine Geburt ist kein Spaziergang, auch der Körper der Frau braucht Zeit für die Rückbildung (Faustregel: die Rückbildung dauert so lange wie die Schwangerschaft)
Frauen ohne Kaiserschnitt werden schneller wieder fit. Ich hatte Kaiserschnitt, hatte bis zuletzt gearbeitet und mir noch im neunten Schwangerschaftsmonat einen Einbauschrank gebaut. Doch danach bin ich herumgehatscht wie eine Achtzigjährige.
Nein, laßt den Frauen diese Zeit. Das ist in allen Kulturen ähnlich.
 
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Gast

  • #8
@6
Der Mutterschutz in dem Sinne wie du es richtig beschreibst, war aber mit Sicherheit nicht Hintergrund der Fragestellung.
Nein, es geht doch hier bei der Fragestellung latent darum, ob Mütter ausreichend geschützt sind.
Und das es da ganz krasse Differenzen zwischen Wunsch und Realität gibt, das beweisen doch wohl die Postings bisher.
Klar Frauen sehen das alles völlig anders als Männer.
Bestes Beispiel: Leibliche, aber nicht juristische Väter stehen doch bis dato völlig auf dem Abstellgleis. Absolut rechtlos, sogar gegen eigenen Willen.
Auch wenn's jetzt diskriminierend klingen mag - ein Homo Ehepaar hat mittlerweile mehr Rechte, als ein leiblicher Vater!
Aber gut finde ich, dass du im neunten Monat sogar noch einen Einbauschrank selber gebaut hast! Hut ab!
 
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Gast

  • #9
Ich finde den Mutterschutz und auch die anschließende Möglichkeit der Elternzeit wunderbar. Man hat die Option zu Hause zu bleiben, ohne auf UNterstützung zu verzichten. Meine Freundinnen in Holland, Spanien und USA sind nach 3 Monaten schon wieder arbeiten gegangen, da es ab diesem Zeitpunkt weder Kündigungsschutz noch Geld gab.
 
  • #10
Und da ist er wieder, der Ruf nach dem allsorgenden Staat.

Generell ist es wünschenswert und übrigens auch klug wenn sich der AG das Wissen und die Leistungsfähigkeit der Mütter weiterhin sichert. Nur eines muss auch klar sein: Ein Arbeitgeber, eine Firma ist NICHT das Sozialamt. Er ist allen Mitarbeitern verpflichtet konkurrenzfähig zu sein um alle Arbeitsplätze erhalten zu können.

Und da hat sich das geltende Gesetzt (also die Auszeit von bis zu drei Jahren, nicht der eigentliche Mutterschutz) zu einem Anstellungsverhinderungsgesetz für Frauen im Gebährfähigen Alter entwickelt. Es ist gut für diejenigen die eine Stelle haben, aber schlecht für die die keine haben.

Trotz des geltenden Mutterschutzes, werden Mütter am Arbeitsplatz vom Arbeitgeber immer noch diskriminiert und können selten wieder an den alten Posten zurück, so wie sie ihn verlassen haben, selbst nach nur einem Jahr Pause.
Nun ja, was schlägst Du vor? Die Arbeit bis zu 3 Jahre liegen zu lassen? Dann hat die die Konkurrenz gemacht und die Firma mit dem Arbeitspaltz gibts gar nicht mehr. Oder aber jemanden einen befristeten AV zu geben, toll, das ist dann ein prekäres Arbeitsverhältnis das so vehement bekämpft wird, ausserdem bekomme ich dafür eher selten wirklich gute Leute, die wollen nämlich unbefristetes. Also bleibt mir als AG nur übrig die Stelle neu zu besetzen und mir dann Gedanken machen wenn die alte Stelleninhaberin zurückkommt- nicht gerade wenigen (so um die 70%) fällts nämlich dann ein doch lieber ein weiteres Kind zu kriegen und oder ganz aufzuhören oder lieber irgendwo teilzeit etc.

Schöne heile Welt geht nichtmal bei einem Konzern, im Mittelstand gehts gar nicht.

Trotzdem stellen wir Frauen im Gebährfähigen Alter ein und tun alles Sie auch weiter zu unterstützen, dies aber nicht wegen des Gesetztes sondern trotz. Und wir wissen dass wir damit noch eine Ausnahme sind.
 
  • #11
Ich finde den Mutterschutz und auch die anschließende Möglichkeit der Elternzeit wunderbar. Man hat die Option zu Hause zu bleiben, ohne auf UNterstützung zu verzichten. Meine Freundinnen in Holland, Spanien und USA sind nach 3 Monaten schon wieder arbeiten gegangen, da es ab diesem Zeitpunkt weder Kündigungsschutz noch Geld gab.
Was ist bitte jetzt so falsch dran, wie es in den Ländern gemacht wird? So wie Kalle es weiter unten beschrieben hat, wie soll der Arbeitgeber da wirtschaftlich planen können. Soll den Müttern der Popo gepudert werden und ihnen alles offen gehalten werden und andere dürfen dann das Schlamassel ausbaden.

Trotzdem stellen wir Frauen im Gebährfähigen Alter ein und tun alles Sie auch weiter zu unterstützen, dies aber nicht wegen des Gesetztes sondern trotz. Und wir wissen dass wir damit noch eine Ausnahme sind.
Kalle also bitte, klar werden Frauen in dem Alter eingestellt, nicht nur bei euch und leider widersprichst du dir selber. Du hast mal geschrieben, wenn es um Beförderung bei Frauen gent und es sind zwei Frauen dafür geeignet, dann nimmst du nicht unbedingt die Bessere oder die Vielversprechendere, du nimmst die, die ihre Familienplanung abgeschlossen hat oder gar nicht mehr Kinder bekommen kann. Also das ist in meinen Augen keine wirkliche Unterstützung, das ist die Art von Vermeidung und Benachteiligung, die Frauen am Arbeitsplatz ausgesetzt sind.

Ich will auch nicht das der Staat mehr in die Pflicht genommen wird aber wie du schon selber schreibst, der Arbeitgeber kann und will dieses Gehetschel nicht mitmachen, was sich der Gesetzgeber ausgedacht hat.
 
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Gast

  • #12
Als Mutter weiß ich ehrlich nicht genau, um was es hier gehen soll.
Mutterschutz ist für mich einfach die gesetzliche Regelung, wann eine Frau vor und nach der Schwangerschaft arbeiten darf - nicht mehr und nicht weniger.
Eine schwangere Frau hat einen Kündigungsschutz, hat das Recht auf einen Arbeitsplatz ohne körperliche Gefahren für sich und das ungeborene Kinde und hat 6 Wochen vor der Geburt das Recht auf bezahlte Freistellung von der Arbeit und darf bis 8 Wochen nach der Geburt überhaupt nicht arbteiten.
Wenn es nach dem Gesetz eingehalten wird, finde ich das ausreichend. Das Problem sind nicht die Gesetze sondern die Durchführung. Viele Arbeitgeber versuchen, die Gesetze zu umgehen.

In der Frage werden aber Dinge wie "wer ist bei der Geburt dabei" gestellt. Was hat das miit Mutterschutz zu run? Wovor soll sie geschützt werden? Vor der Geburt oder von Männern, die sie bei der Geburt stören?
Worum geht es denn nun wirklich bei der Frage?
 
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Gast

  • #13
Den fordere ich auch, nicht aus Misstrauen, sondern aus emanzipatorischen Gründen. Nur so kann die Vaterschaft rechtlich auf eine der Mutterschaft vergleichbare Ebene gebracht werden (leiblicher Vater = rechtlicher Vater) und eine gleichwertige Teilhabe am Familienleben garantiert werden. Bislang ist die Vaterschaft immer noch eine aus der Mutterschaft abgeleitete Konstruktion. Aber mit einer negativen Einstellung Frauen gegenüber hat das nichts zu tun.
Dem könnte man ganz anders entgegenwirken. Nämlich durch ein Matriarchat, wie es auch bei einigen asiatischen Völkern herrscht.
Da hat man nicht das Problem, wer der Vater ist. Es gibt eine Mutter und gut ist.
Die Probleme in unserem Patriarchat gehen doch meist ums Geld, der Mann hat Angst, dass sein Stammhalter eben nicht sein Sohn ist. Dass er sein Vermögen einem fremden Kind vererben könnte.
Im Matriarchat wäre das kein Problem, denn das Vernögen wird nur in weiblicher Linie vererbt, von Mutter zu Tochter - also absolut gerecht und immer fehlerfrei, denn wie schon gesagt wurde, wer die Mutter ist, steht zweifelsfrei fest.
Wie wäre es denn damit? Dann kann man sich jeden DNA-test sparen.
 
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  • #14
Hi Belladonna

Du hast mal geschrieben, wenn es um Beförderung bei Frauen gent und es sind zwei Frauen dafür geeignet, dann nimmst du nicht unbedingt die Bessere oder die Vielversprechendere, du nimmst die, die ihre Familienplanung abgeschlossen hat oder gar nicht mehr Kinder bekommen kann.
Hast Du falsch verstanden- Es gibt AG die das tun, wir nicht. Wir nehmen die bessere, was uns nicht geringe Vorteile beschert weil wir dadurch eine sehr geringe Fluktuation haben. Erfahrung ist in unserem sehr spezailierten Geschäft sehr wichtig. Aber es ist eben mit einem ziemlichen Aufwand verbunden was klassische Controller nicht gut finden. Kurzfritig kostets ziemlich. Die Rendite kommt eher mittel- bis langfristig.

Ich stehe auch nach wie vor dazu dass arbeitende Mütter ein paar Zusatzqualifikationen haben die in bestimmten Situationen dem Unternehmen zu gute kommen.

Aber der Staat hat sich da gefälligst rauszuhalten. Nochmals 30 Formulare braucht keiner.
 
  • #15
Kalle okay, dann habe ich dich wohl falsch verstanden.

Wie hier ein Gast geschrieben hat, Mutterschutz ist eigentlich, die Zeit während der Schwangerschaft und paar Wochen oder Monate danach. In einigen Berufen, da kann die Frau ab dem Zeitpunkt wo die Schwangerschaft bekannt ist kaum oder fast gar nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten (aber das ist jetzt ein anderes Thema). Ich denke, das beste oder sinnvollste wäre, wenn man den Schutz auch nur auf diese Zeit einschrecken würde und das mit der Elternzeit und dem zurück an den selben Arbeitsplatz nach der Babypause sollte gestrichen werden. Kein Arbeitgeber sollte bei einem unbefristeten Vertrag gezwungen sein die Stelle solange für die Frau freizuhalten.

Kalle wie du das schon selber schreibst, wenn die Frau 2 oder 3 Kinder bekommt und jedesmal die 3 Jahre nimmt, dann sind das schon 9 Jahre und dann soll sie den Anspruch haben wieder ihren alten Job zubekommen. Naja...
 
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Gast

  • #16
Also 2 bis 3 Monate nach einer Entbindung zuhause zu bleiben ist ja ganz ok, um sich von den Strapazen zu erholen und um dem Baby und die Familie aneinander zu gewöhnen.

Wenn es aber darum geht dann wieder arbeiten zu gehen, spielen die meisten Arbeitgeber nicht mit. Da befindet sich Deutschland noch in der Steinzeit! Hierzu gibt es interessante Berichte:
Gender Gap Report 2012 vom WEF
Reuters
...
 
  • #17
Wenn es aber darum geht dann wieder arbeiten zu gehen, spielen die meisten Arbeitgeber nicht mit. Da befindet sich Deutschland noch in der Steinzeit! Hierzu gibt es interessante Berichte:
Gender Gap Report 2012 vom WEF
Reuters
Ja klar doch. Ein offizielle Report des WEF- was denkst Du mit welcher Absicht der geschrieben wurde? Eben.
Die Wirklicheit die ich täglich beobachten darf ist anders- die meisten AG´s sind längst hier angekommen. Gerade erst hat zum Beispiel Bosch seine Personalpolitik ganz darauf eingestellt. Hier gilt eine Familienauszeit als Karrierebaustein, gleichberechtigt mit einem Auslandsaufenthalt (Quelle Stuttgarter Nachrichten von heute).
 
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Gast

  • #18
... Hier gilt eine Familienauszeit als Karrierebaustein, gleichberechtigt mit einem Auslandsaufenthalt (Quelle Stuttgarter Nachrichten von heute).
Und was glaubst Du von wem dieser Bericht gesponsert wurde? Kleiner Tipp: Im September sind in Deutschland Wahlen! Na, klingelt es da? Eine Familienauszeit ist für Männer gut und für Frauen der Karriere-Tod, besonders für Akademikerinnen.

Nebenbei bemängelt die EU und die OECD ebenfalls die Ungerechtigkeit in Deutschland. Nicht umsonst flattern jedes Jahr "blaue Briefe" in den Regierungs-Briefkasten. Bei diesen Verhältnissen gibt es nur folgende Möglichkeiten:
1. gar keine Kinder bekommen
2. hier studieren und dann schnell ins Ausland verschwinden, um dort eine Familien zu gründen. Ich schlage da die skandinavischen Länder vor, die haben seit geraumer Zeit erkannt, was Deutschland einfach nicht sehen kann/will!
 
  • #19
@17

Und was glaubst Du von wem dieser Bericht gesponsert wurde?
Ähem, dieser Bericht beruht auf einer Betriebsvereinbarung die jeder Nachlesen kann. Da braucht kein Politiker was sponsern. Ist im ureigensten Interess der Firma um qualifizierte Fachleute zu halten- übrigens mit Erfolg.

2. hier studieren und dann schnell ins Ausland verschwinden, um dort eine Familien zu gründen. Ich schlage da die skandinavischen Länder vor, die haben seit geraumer Zeit erkannt, was Deutschland einfach nicht sehen kann/will!
Hast Du Dich mal genauer erkundigt? Was Skandinavien voraus hat sind die Kinderbetreuungsmöglichkeiten und die Selbstverständlichkeit dass beide Geschlechter arbeiten und Ihre Möglichkeiten nutzen sollten. Keine Frage. Da taugts als Blaupause. Die haben einfach früher damit angefangen.
Aber- Mutterschutz ist nicht weiter als bei uns. Im Gegenteil, es gibt weder Steuervorteile noch Kindergeld. Es gibt auch die Arbeitsplatzgarantie nicht. Reine Verhandlungssache mit dem AG und da gibts wie bei uns solche und solche.
Es gibt deutlich Mehr Frauen in technischen Berufen aber das hat nix mit der Gesellschft zu tun- auch hierzulande verwehrt keiner Frauen ein solches Studium. Bei Frauen in den obersten Chefetagen übrigens siehts nicht viel besser aus als hier- was meine These unterstützt dass Frauen einfach klüger sind wenns um die völlige Vereinnahmung durch die Firma geht.
 
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Gast

  • #20
Kurze Antwort: Ja, habe ich. Ich habe Kultur-Sozialwissenschaften studiert und kann nicht fassen, welche gefährlichen Halbwahrheiten hier so unter die Ahnungslosen gestreut werden. Deutschland ist nicht umsonst Schlusslicht in vielen Berichten und Statistiken. Fangt endlich mal an über den eigenen Tellerrand zu blicken und die Wahrheit zu erkennen.
 
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Gast

  • #22
Mutterschutz im eigentlichen Sinne - Constanze führt das richtig an - zur körperlichen Erholung ist sinnvoll und notwendig für die Frau.

Eine Elternzeit von einem Jahr halte ich ebenfalls für eine schöne Sache, nicht für die Kinder, die gern vorgeschoben werden, aber durch Rundum-Elterneigenbetreuung ja nicht besser gedeihen, aber für die Mutter. Es ist für sie einfach eine schöne Zeit, die man ihr gönnen sollte - jedoch auch dem Vater, der gern herausgedrängt wird - zum einen, weil Frauen Männer nicht gern zuhause haben und Kindererziehung als ihre Domäne verteidigen - zum anderen, weil Arbeitgeber mit Vätern, die mal aussteigen wollen, manchmal zu wenig Verständnis haben.

In dieser Zeit für ein Jahr mögen auch noch weitere staatliche Boni fließen, wie Elterngeld, Krankenversicherung ohne Beitrag für den erziehenden Elternteil und Rentenpunkte. Danach sollte aber nicht das Zuhausebleiben, sondern die Erwerbsarbeit mit Kind gefördert werden. Verführt durch Ehegattensplitting (OK, es kommt mehr kinderlosen Ehen als Ehen mit Kind zugute, sollte aber anders wirken), Krankenmitversicherung bleiben viel zu viele Frauen, die auf Kosten der Allgemeinheit etwas gelernt haben - manchmal durch Umschulung sogar zwei Berufe - viel zu lange zuhause. Das belastet nicht nur die Allgemeinheit unzumutbar, sondern schadet auch den Frauen, weil sie immer mehr den Zugang zu ihrem Beruf verlieren - wenn er anspruchsvoll ist - oder immer mehr Angst haben, wieder richtig arbeiten zu müssen. Wenn die Ehe hält, fehlen zumindest Rentenanwartschaften, die selbst hätten bilden können, scheitert sie, sind oft beide Ehegatten durch Unterhalt oder im Alter bei der Rente schlecht gestellt.
 
  • #23
Eine Elternzeit von einem Jahr halte ich ebenfalls für eine schöne Sache, nicht für die Kinder, die gern vorgeschoben werden, aber durch Rundum-Elterneigenbetreuung ja nicht besser gedeihen, aber für die Mutter.
Am eine schöne Sache? Also für einen Arbeitgeber ist das keine schöne Sache und die Vorurteile oder die panischen Ängste die die Arbeitgeber bei Einstellungen von Frauen haben und besonders bei unbefristeten Vertrag nerven.

Man kann sich noch mehr abgedrehte Sachen ausdenken damit die Leute mehr Kinder bekommen, sie werden es nicht machen, weil so etwas immer mit persönlichen Vorstellungen vom Leben zu tun hat. Früher kamen die Kinder wann sie kamen, weil man Sex hatte, heute plant man dies, man plant das, man verwirklicht sich selber und überlegt, brauche ich ein Kind oder Kinder bla bla bla. Kinder gehören nicht mehr zum Leben dazu, sie sind ein Lebensmodell. Kinder kommen nur dann wenn sie zum Lebensmodell passen, wenn sie das Paar selber nicht zu sehr einschrecken.

Es muss ein Umdenken stad finden und zwar in eine andere Richtung, als es gerade ist. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/studie-deutsche-wuenschen-sich-immer-weniger-kinder-a-873338.html